CH278214A - Kippsicherer Laufsteg für Shedrinnen. - Google Patents

Kippsicherer Laufsteg für Shedrinnen.

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CH278214A
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CH
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English (en)
Inventor
Firma J Eberspaecher
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Eberspaecher J
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Publication date
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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E04BUILDING
    • E04DROOF COVERINGS; SKY-LIGHTS; GUTTERS; ROOF-WORKING TOOLS
    • E04D13/00Special arrangements or devices in connection with roof coverings; Protection against birds; Roof drainage ; Sky-lights
    • E04D13/12Devices or arrangements allowing walking on the roof or in the gutter

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Architecture (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Floor Finish (AREA)

Description


      Kippsicherer    Laufsteg für     Shedrinnen.       Bei den bekannten Sägezahn- oder     Shed-          däehern    der Industriebauten sammelt sieh das  anfallende     Tagwasser    in den Kehlen zwischen  den einzelnen Zähnen; die Kehlen sind mit  Regenrinnen, sogenannten     Shedrinnen,    zum  Beispiel aus Blech oder Pappe, ausgekleidet;  diese Rinnen sammeln das von den Dach  flächen abfliessende Wasser und führen es zu  Abfallrohren. Die     Shedrinnen    müssen sorg  fältig     her;estellt    und     instandgehalten    werden,  wenn das Eindringen des Wassers in den Bau  und damit.

   Beschädigungen an Waren, Ma  schinen, Fussböden usw. vermieden werden       soll.     



  Es lässt sieh nicht. vermeiden, dass die       Shedrinnen    ab und zu begangen werden, zum  Beispiel zum Besichtigen und Instandsetzen  der Dächer, zur     Besichtigung    und Reinigung  der Rinnen von Schmutz und Laub, zum Räu  men von Schnee, zur Brandbekämpfung. Um  Beschädigungen der Rinnen beim Begehen zu  vermeiden und um das Begehen zu erleich  tern, werden häufig Laufstege angebracht, die  seither üblicherweise aus Holz hergestellt wur  den.

   Die Erfindung bezieht sich nun auf einen  kippsicheren Laufsteg für     Shedrinnen,    der  einige Mängel dieser Holzlaufstege vermeidet,  und zwar dadurch, dass bei frei auf den R.in  nenwangen aufgelagertem Laufsteg der Unter  stützungsträger für den     Laufstegbelag    auf  der Seite der steileren Binnenwange so weit  nach oben abgewinkelt ist, dass der Laufsteg  nicht mehr kippen kann.    Im     nachstehenden    wird der Erfindungs  gegenstand an Hand der Zeichnung beispiels  weise näher erläutert.  



  In     Fig.1    ist ein Querschnitt durch eine  bekannte     Shedrinne    schematisch gezeigt.       Fig.    2 ist ein Querschnitt durch eine solche  Rinne mit     Holzschalung    und Holzlaufsteg be  kannter Art.  



       Fig.3    zeigt in gleicher Darstellungsweise  eine andere, ebenfalls bekannte Anordnung  eines Holzlaufstegs an der     Shedrinne.     



  Die     Fig.    4 bis 11 zeigen, wie gemäss der  Erfindung die Mängel der bekannten Lauf  steganordnungen vermieden werden können.  



  In     Fig.    1 ist     C-D-E-P    ein     Querschnitt     durch eine     Shedrinne.   <B>D -E</B> ist die Sohle,       C-D    die steile,     E-F    die flache Wange.

   Ge  wöhnlich sind die beiden Neigungswinkel  und y der Wangen gegen die Horizontale von  einander verschieden, entsprechend den ver  schiedenen Dachneigungen des     Shedzahns.    Der  grössere Winkel     (l    entspricht der steileren Nei  gung der verglasten Seite des     Shedzahns    und  liegt im allgemeinen zwischen 60 und 90 Grad;  der kleinere Winkel y dagegen entspricht der  flacheren     'Neigung    der undurchsichtig ge  deckten Dachseite des     Shedzahns    und liegt im  allgemeinen zwischen 30 und 55 Grad.

   Die  verschiedenen Neigungswinkel     (3,   <I>y</I> sind ein  wesentliches Merkmal der normalen     Shed-          rinne.    Gleiche     Neigungswinkel    kommen bei       Sheddäehern    auch vor, allerdings in geringem  Umfange, dann nämlich, wenn man aus      architektonischen Gründen das normale     Shed-          daeh    mit verschiedenen Winkeln     f3    und y  einige Meter von der Umfassungsmauer in  ein Satteldach mit Winkel     @'    = y übergehen  lässt.  



       Fig.    2 zeigt ein Beispiel bekannter Anord  nung eines Holzlaufstegs an einer     Shedrinne.          C-D-E-F    ist. der     Rinnenquersehnitt,        K     ist die Holzschalung,     H    die Blechauskleidung.

    Der Holzlaufsteg besteht aus den Bohlen L  Und den Auflageleisten G, die gegen die     Rirr-          nensohle    ausgespart sind, um das     Wasser          durchzulassen.    Dieser Laufsteg hat folgende  Mängel: Der     R.innenquerschnitt    wird     durch     die Leiste G verengt; an den Auflagefüssen  der Leisten bleibt der Schmutz hängen. Da  bei D und E meist das Blech hohl liegt, be  steht die Gefahr, dass die Auflagefüsse von G  das Blech mit der Zeit.     durchbrechen.    Der  ganze Holzsteg, besonders aber die Leiste G,  ist stark der Fäulnis ausgesetzt durch den  häufigen Wechsel von feucht und trocken.  



       Fig.    3     zeigt.    im Schnitt ein Beispiel eines  ebenfalls bekannten Holzlaufstegs, der diese  Mängel zum Teil vermeidet. L sind durchlau  fende     Holzleisten,    die auf den     Trägern    T lie  gen.

   Die Träger T stützen sich auf die ver  schieden geneigten Wangen     C-D    und     E-F     der Rinne ab; die     Rinnensohle    bleibt hier frei,  an den     Auflagestellen        @1    Und B der Träger 1'  liegt das     Rinnenblech        H    statt auf der     Selia-          lung        K,    kein Teil des     Holzstegs    ist. mehr als  ein anderer der Fäulnis     aasgesetzt.     



  Es zeigt sich jedoch ein anderer     Mangel:     Der Holzsteg neigt stark zum Kippen, das  heisst er rutscht bei A nach unten, bei B nach  oben, und     zwar    um so mehr, je mehr man  beim Begehen sich dem linken Auflager     _1     nähert.

   Als Abhilfe findet man dann, häuf     i@-          nachträglich    angebracht, die in     Fig.    3 ge  strichelt eingezeichnete Holzstütze     S,    die aller  dings nun wieder die Mängel     des    Laufstegs  nach     Fig.2    mit sich bringt: Verengung der       Binnensohle,    Auflager bei D, wo das Blech  hohl liegt, erhöhte Fäulnis des     Stützenfusses.     



  Der nun im folgenden beschriebene Lauf  steg bildet eine     Weiterentwicklung    des Lauf  stegs nach     Fig.    3; insbesondere wird eine    kippsichere     Auflagerung    ohne die Stütze     S     erreicht. Um das zu zeigen, ist eine statische  Betrachtung nötig.  



  In der schematisierten     Fig.        -1    sind T der  Träger, A und B die Auflager (vgl.     Fig.3)     und P die Last.     1rn    Moment des     Kippens    im  entgegengesetzten Sinne des Uhrzeigers gleitet  Auflager     _1    mit der Geschwindigkeit     Va    in  der     eingezeichneten    Richtung parallel     C-D     und Auflager B mit der Geschwindigkeit     Vb     in der     eingezeiehneten    Richtung parallel       E-F.    Nach den Regeln der Kinematik fin  det man das     Momentanzentrum    Z der Bewe  gung des 

  Trägers T als Schnittpunkt der  Normalen zu     6'"    durch     _l.    und der Normalen  zu     Vb    durch B. Winkel     AZB    =     a    =     (,B   <I>+ y).</I>  Die Kraft P im Abstand a von Z bewirkt     also     das     Kippmoment    P.     a    und damit. die geschil  derte     Kippbewegung.    Für u = 0 geht P  durch Z, Und es     herrseht    Gleichgewicht;

   man  kann die     Auflagerreaktionen    Na senkrecht zu       C-D    und     Nb    senkrecht<I>zu</I>     E-F    aus einem       Krafteek    finden. Ist aber     a    = 0, so kann nur       Gleiehgewieht        herrschen,    wenn bei     _4    und B  ausser     N"    und N,, noch die Reibungskräfte     Ra     Und     Rb    jeweils in gleicher Richtung, aber mit       entgegengesetztem    Pfeilsinn angreifen,

   wie     va     und     vb.    Das Moment von     R"    und     R,,    um Z  muss gleich --gross, aber     entgegengesetzt    sein  dem     lIornent#P    .     a.        Man    setzt nun Na und     R.     zusammen zu der     Auflagerreaktion        A"        Nb    und       Rb    zu B,..

   Soll Gleichgewicht herrschen,     so     müssen     sieh        .1,.    und     B,    auf P schneiden in  einem     Punkt    I'. Zwischen     A,    und     A-Z    bildet  sieh ein     Reibungswinkel        o    a, wobei     tg        Q    a =
EMI0002.0110  
    ist;

   ebenso zwischen B,. und'     B-Z    der Rei  bungswinkel     g   <I>h,</I> wobei     tg        n        b   <I>=
EMI0002.0116  
  </I> ist.     Ist     das Material der Auflager 1 und B gleich,  zum Beispiel Holz, und die Binnenausklei  dung bei     :1        und    B ebenfalls gleich, zum Bei  spiel     Blech,    so kann man annehmen, dass die  Reibungswinkel 9" und     o,,    gleich sind.

   Dann  ist aber auch Winkel a bei Y gleich dem Win  kel a bei Z und der geometrische     Ort    für alle  Y ist. der Kreis über der Sehne     A-B,    der den       Winkel    a fasst.      7i11    man also den Reibungs-           winkel        Q    bestimmen, der bei irgendeiner Stel  lung der Last P zur Erzielung von Gleich  gewicht vorhanden sein muss, so genügt es,  den Umkreis K des Dreiecks     A-B-Z    zu  zeichnen und den Schnittpunkt.     Y    der Kraft P  mit. diesem Kreis zu bestimmen.

   Dann ist  Winkel     Y--4-7,    gleich Winkel     ,o.    Die Auf  lagekräfte Ar<B>lind</B>     B,    finden sich aus einem  Krafteck.  



  Die     praktische    Erfahrung zeigt. nun in       Übereinstimmung    mit der graphischen Ermitt  lung, dass bei Ausbildung des Trägers T nach       Fig.3    und 4 als gerader Träger der zuläs  sige Reibungswinkel     o    weit überschritten wird,       selbst    dann, wenn P noch nicht. einmal ganz  nach A rückt.  



  Man kann aber den     Reibungs -inkel        o    klein  genug halten durch zwei     -Massnahmen:     1. Durch Ausbildung des Trägers T in ab  gewinkelter Form nach     Fig.5    und dadurch       ermöglichte,    günstige Anordnung der Auf  lager     _l    und B; der Winkel bei     W    ist.     bie-          gungssteif.     



  Die     Auflagernormalen    schneiden sieh in  Z; das     l4iass        IV-A    = c muss so gewählt wer  den, dass Z etwa. über die Mitte     des    Lauf  stegs fällt.  



  2. Die Breite des Laufstegs wird auf das  Mass b begrenzt, das nicht grösser gewählt wird  als     unbedingt    nötig,     also    etwa. 35 bis     -10        ein.     



  In     Fig.    5 ist nun für die gewählten Masse     b     und c die Ermittlung der     Reibungswinkel    ge  mäss der bei     Fig.        .1        geschilderten    Konstruktion  durchgeführt für die Stellung der Last ganz  links,     P1,    und ebenso für die Stellung der  Last     ganz    rechts,     P,..    Es ergibt sieh bei PI der       Reibungswinkel        o1    und bei     Pr    der Reibungs  winkel     g,.    Durch entsprechende geometrische       Überlegung    kann man erreichen,

   dass<B>91</B> =     2r     wird, wobei dann Z etwas rechts von der Mitte  von b zu liegen kommt. Jedenfalls sind beide       Reibungswinkel    klein genug,     da.ss    ein Rutschen  auch bei Nässe und Glätte nicht eintritt, wie  die praktische Erprobung gezeigt. hat. Wäh  rend sich bei Fis.     -1        tg        o    zu 0,6 und mehr er  gibt, bleibt er bei Anordnung nach     Fig.    5 klei  ner als 0,3. Die Lagerung hat. sich also als  völlig ausreichend kippsicher erwiesen.

           Fig.    6 zeigt. im Schnitt für eine     Shedrinne     mit Neigungswinkel der Wangen     fl    = 90 Grad,  <I>y =</I> 50 Grad, die Ausbildung     des    Trägers<I>T,</I>  die Wahl von Mass c, die     Ermittlung    der Rei  bungswinkel     q    für die     Laufstegbreite    b.  



  Bei den     bisher    gezeigten Anordnungen  wird die Kippsicherheit erreicht     dureh    Aus  bildung des Trägers T und der beiden Auf  lager A und B in der Weise,     da.ss    der Schnitt  punkt der     Auflagernormalen    Z, das heisst- das       Momentanzentrum    einer etwaigen     Kippbewe-          -ung,    etwa über die Mitte des     Laufstegs        zu     liegen kommt.

   Für die     Laststellung    P durch  das     Momentanzenti-Lun    Z besteht     Gleichgewicht     ohne Inanspruchnahme von Reibungskräften  an den     Auflacern.    Für Laststellungen neben  7, werden jedoch kleine     Reibungskräfte    an  den Auflagern in Anspruch benommen, wenn       Gleiehgewieht,    das heisst. Kippsicherheit. herr  schen soll, ähnlich wie     zum    Beispiel bei einer  Anlegeleiter, die auch nur unter Inanspruch  nahme von Reibungskräften standsicher ist.  



  Der Träger T in     Fig.    7 ist links bei IV,       abgewinkelt,    wie bei den bisherigen Ausfüh  rungen; ausser dem Auflager     A1    hat. er noch  ein Auflager A2. Rechts ist. bei     yF2    eine kurze  Stelze     biegungsfest    angeschlossen, die das Auf  lager     Bi    trägt.     Dazu    kommt noch das schon  seither vorhandene Auflager B2.  



  Wäre nur Auflager     =11    und'     B1    vorhan  den, so wäre das     zuigehörige        lIomentanzent.rum     einer     Kippbewegung    in entgegengesetztem  Sinne des Uhrzeigers der Schnittpunkt     Z1    der       Auflabernormalen    von     A1    und     B1.    Würde diese       Kippbewegung    eintreten, so     würden    im näch  sten Augenblick die Auflager A2 und B2 von  ihrer Unterlage abgehoben und damit unwirk  sam. Nur     A1    und     B1    bleiben wirksam.  



  Für eine     Kippbewegung    im Uhrzeigersinn  dagegen wäre Z2, der Schnittpunkt der Auf  labernorma.len von  < 12 und B2, das     Momentan-          zenti-Llm;        A1    und     B1    würden im     nächsten     Augenblick abgehoben und unwirksam.  



  Steht die Last P auf der Strecke     bo    zwi  schen     Z1        und    Z2, so kann man P nach den  Regeln der Statik in zwei zu P parallele Kom  ponenten     P1    durch     Z1    und P2 durch Z2 zer  legen;     P1    erzeugt in     A1    und     B1,        P2    in AM      und<I>B2</I>     Auflagerzeaktionen,    die normal ste  hen zu ihren Auflageflächen, so dass keiner  lei     Reibungskräfte    auftreten.

   Die Last. kann  also bei dieser Anordnung des Trägers T und  der vier Auflager     A1,    A2,     B1,    B2 über die  ganze Strecke     bo    von     Z1    bis Z2 wandern, wo  bei stets Gleichgewicht besteht, ohne dass  irgendwelche     Reibungskräfte    in     Anspruch    ge  nommen werden müssen.  



  Will man sich nicht mit der Breite     bo    des  Laufstegs begnügen, sondern eine grössere  Breite b     vorsehen,    so kann man die zugehö  rigen grössten Reibungswinkel ermitteln, wie  bei     Fig.5.    Für die Laststellung ganz links,  PI, ergibt sich für das Dreieck     A,-Z1-B,_     der Umkreis     K1,    der Schnittpunkt     Y1    mit der       Wirkungslinie    von PI     wid    somit. der Reibungs  winkel     o1,    der sehr klein wird;

   ebenso für die       Laststellung    ganz rechts,     Pr,    das Dreieck A2,  Z2, B2 und der Umkreis K2 mit dem Schnitt  punkt     Y,.    der     Wirkungslinie    von     P,.    und dar  aus der Reibungswinkel     QT,    ebenfalls sehr       klein.     



  Man hat es     also    in der Hand, durch An  ordnung von vier Auflagern einen Laufsteg  von der Breite     bo        völlig    unabhängig von Rei  bungskräften kippsicher auszubilden, oder bei       grosser    Breite b mit sehr kleinen     Reibungs-          winkeln        auszukommen.    Man kann, je nach den  gegebenen Verhältnissen, auch auf eines der       vier    Auflager verzichten und sich mit drei  Auflagern begnügen, wodurch die Breite     bo          etwas    kleiner wird als in der     Fig.    7 gezeigt,  aber doch häufig genügt.

       Fig.        8a    zeigt sche  matisch einen Träger T mit den drei Auf  lagern     A1,    A2, B, wobei der abgewinkelte  Tragarm bis A2 über W     hinaus    nach unten  verlängert ist. Man erhält das Momentan  zentrum     Z1    über der linken und Z2 über der  rechten Hälfte des Belages; zwischen ihnen  die Strecke     bo,    wo keine Reibungskräfte in  den Auflagern auftreten. Eine analoge Aus  bildung zeigt     Fig.8b    mit einem Auflager  links, zwei Auflagern rechts und mit einer  Stelze.  



  Die gezeigten Möglichkeiten gestatten, sich  allen     räumlichen    Gegebenheiten bei den ver  schiedensten Formen von     (Shedrinnen    anzu-         passen.    Als Auflagepunkte sind stets die Sei  tenwangen der Rinne gewählt, wo die     Blech-          auskleidung        gut    auf der Unterlage liegt, nie  mals die     Rinnensohlewo    die Auskleidung  oft hohl liegt und wo' der     Wasserabfluss        be-          hindert    würde.  



  Der abgewinkelte Träger T kann aus     Win-          kel,        '(-,        [J-Eisen    oder aus zwei Flacheisen  mit eingeschweissten Stegen gebildet werden.  Besondere Aufmerksamkeit. erfordert. die Aus  bildung der Auflager, die sich an die Auf  lagerfläche gut anschmiegen müssen, um Ver  letzungen der     Rinnenauskleidung    zu vermei  den, und die     guten        Reibungsschluss        aufwei-          sen    müssen.  



       Fig.9    zeigt ein     Ausführungsbeispiel        des     Auflagers in der Ansicht. und     Fig.    10 im  Schnitt nach der Linie     s-s.    1 ist der abge  winkelte Träger, 2 ist, ein Paar Auflager  füsschen aus Holz, das um Bolzen 3 drehbar  angeordnet ist. Der Bolzen 3 ist. durch ein  Loch im Träger 1 mit Spielraum durchge  steckt, so dass auch eine     gewisse    Beweglich  keit des Bolzens 3 gewährleistet ist. in der  Weise, dass er nach allen Richtungen um einen  kleinen Winkel von der     Normalen    zum senk  rechten     Schenkel    des Winkelprofils 1 abwei  chen kann. Die     Auflagerfüsschen    sind somit.

    nach allen Richtungen gelenkig an den Träger  1 angeschlossen und     können    sieh allen zufälli  gen Gegebenheiten der     Rinnenauskleidung    6  am     Auflagerpunkt    anpassen und liegen satt  auf. Der abgewinkelte Träger 1 ist mit dem       Laufstegbelag    8 bei 9 fest verbunden, so dass  er sich unter Kräften, die in der Ebene     des          Laufstegbelages    wirken, nicht verdrehen kann.  



  Die     Auflagerfüsschen    2     werden        so    aus dem  Holz     herausgeschnitten,    dass die Fasern gemäss       Fig.    9 schräg oder auch senkrecht zu der Ruf  lagerfläche verlaufen, so dass in Verbindung,  mit der satten Auflagerung ein hoher Haft  reibungswert entsteht, auch wenn die Rinnen  auskleidung 6 aus Blech besteht und auch  unter ungünstigen Wetterbedingungen im  Winter, wie die Erfahrung gezeigt hat.

   Man  könnte die     Auflagerfüsschen    auch zum Bei  spiel aus Gummi anfertigen oder aus Blech,  das auf. der Auflageseite vulkanisiert. oder mit      Leder belegt ist.<B>VN</B>     esentlich        ist.,    dass die Füss  chen allseitig beweglich sind, sich satt an die       luflagerfläche        anschmiegen    und einen hohen       Haftreibungsbeiwert    haben. Die Füsschen 2  sind im Beispiel     Fig.    9     mzd    10 auf dem Bol  zen 3 durch     Unterlagscheiben    4 und Splinte ö  leicht     auswechselbar    gesichert; natürlich  könnte dies auch durch Schraube und Mutter  erreicht werden.

    



  Als Belag     des    Laufstegs wurde     bisher     wohl stets Holz verwendet. Da dieses im  Freien nur beschränkte Haltbarkeit hat, sind  häufig Instandsetzungen notwendig, auch  Pflege durch Anstrich, zum Beispiel durch  Karbolineum. Trotzdem kommt es vor, dass die       Ilolzleisten    brechen; Stücke fallen in die Rinne  und verstopfen sie. An den Nägeln     vermorscht     das Holz besonders schnell und der Laufsteg  zerfällt. Es besteht auch Unfallgefahr. Unter  dem Holzbelag, der kaum durchsichtig ist,       sammelt    Sich unbemerkt Schmutz und Laub,  so dass die Rinne verstopft wird; erst wenn  das Wasser in den Bau läuft, merkt. man zu  spät den Schaden.  



  Um diese Mängel zu beheben, werden sehr  weitmaschige Gitterroste als Belag-     verwendet.     Gitterroste, vielfach im Industriebau als Fuss  bodenbelag verlegt, bestehen aus zwei recht  winklig sich kreuzenden, hochkant gestellten       Bandeisengruppen,    die rechteckige Maschen  bilden und in der Lauffläche bündig sind.  Sie sind sehr tragfähig bei geringem Eigen  gewielit und gestatten guten Durchblick zur       übeiivachung    der Rinne, so dass Schmutz  ansammlungen leicht bemerkt werden.

   Die       CTitterroste    werden feuerverzinkt, ebenso wie  die Träger; die     Auflagerfüsschen    werden aus       karboliniertem    Hartholz     gefertigt.    So ist eine  ungleich höhere Lebensdauer erreicht als bei  Holzrosten.  



       Fig.    11 zeigt im     Grundriss    einen Aus  schnitt aus einem derartigen Laufsteg. 8 sind  die einzelnen     Gitterrostplatten;    an jeder Platte       ;sind        an    den Punkten 9 zwei     Träger    7 befestigt;  die     Auflager    sind lediglich durch die Bolzen  3 (vgl.     Fi;.    9 und 10) angedeutet.

   Jede Platte  kann     mitsamt    ihren     beiden        Trä;-ern    zu     Reini-          gungszweeken    leicht herausgenommen     werden,       selbst von einem Mann allein da ihr Gewicht.  klein ist.

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH:</B> Kippsicherer Laufsteg für Shedrinnen ohne Abstützung auf der Rinnensohle mit freier Auflagerung auf den Rinnenwangen, dadurch gekennzeichnet, dass der Unterstüt zungsträger für den Belag auf der Seite der steileren Rinnenwange so weit nach oben abge winkelt ist, dass der Laufsteg nicht mehr kip pen kann. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Laufsteg nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf den beiden Seitenwangen (CD-EF) der Rinne je ein Auflager (A---B) so angeordnet ist, dass die Auflagernormalen sich über der Mitte des in der Breite begrenzten Laufstegs schneiden. 2. Laufsteg nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der auf der stei leren Rinnenwange nach oben abgewinkelte Arm (F) zwei Auflager (Al, r12) trägt. 3.
    Laufsteg nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die nach oben ab gewinkelte Abstützung eine Verlängerung nach unten aufweist, die ein weiteres Auf lager (A2) trägt. 4. Laufsteg nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der horizontale Teil (T) des Unterstützungsträgers auf der Seite der flacheren Wange eine biegungssteif angeschlossene Stelze trägt, an der ein wei teres Auflager (Bi) befestigt ist, das auf der Rinnenwange aufliegt. 5.
    Laufsteg nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass insgesamt vier Auf lager so angeordnet sind, dass der Schnitt punkt (Y1) der Auflagernormalen des linken obern und rechten untern Auflagers über dem linken Rand des Belages liegt und der Schnittpunkt (Y,) der Auflagernormalen des rechten obern und des linken untern Auf lagers über dem rechten Rand des Belages liegt. 6.
    Laufsteg nach dem Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass auf einer der bei den Wangen zwei, auf der gegenüberliegen den aber nur ein Auflagerauf der Wange angeordnet sind, so dass insgesamt. drei Auf lager auf den Wangen vorhanden sind, wobei von den zwei Sehnittpunkten der Auflager- normalen der eine (Z1) über der linken, der andere (Z.) über der rechten Hälfte des Be lages liegt. 7.
    Laufsteg naeb dem Patentanspruch, da dureh gekennzeichnet, dass die Auflagerkör- per (?) der Träger über den Wangen all seitig beweglieb, aumvechselbar, aus einen) Baustoff mit liaftreibun 2:ssehluss -gegen die Rinnenauskleidung hergestellt sind.
    B. Laufsteg nach dem Patentanspruch, da- dureli -ekennzeiehnet, dass mindestens ein Träger (3) zur Festlegun.- des Laufstegs und zur Sieherung gegen Verkanten mit dem Lauf stegbelag kraftschlüssig verbunden ist.
    9. Laufsteg nach dem Patentanspruch, da- dureli gelzeinizeielniet, dass als Laufstegbelag- platten trag-fähige, durehsiehtige Bauele mente in Forni von Gitterrosten (R) ange ordnet sind.
CH278214D 1948-12-23 1949-07-18 Kippsicherer Laufsteg für Shedrinnen. CH278214A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
WO2001002689A1 (de) * 1999-07-02 2001-01-11 Franz Reisner Steighilfe für geneigte dachflächen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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WO2001002689A1 (de) * 1999-07-02 2001-01-11 Franz Reisner Steighilfe für geneigte dachflächen

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