CH279465A - Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Derivates von Equilin. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Derivates von Equilin.

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CH279465A
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Limited Ayerst Mckenn Harrison
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Ayerst Mckenna & Harrison
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Derivates von     Equilenin.            Gegenstand    der     Erfindung    ist ein Verfah  ren zur Herstellung eines neuen wasserlös  lichen Derivates des     Equilenins    von hoher       oestrogener        Aktivität    bei oraler Verabrei  chung.  



  Es wurde     gefunden,    dass     Equilenin,    ein  wasserunlösliches Sterin, durch Behandlung  mit einem     Sulfatisierungsmittel    in eine bisher  unbekannte Verbindung übergeführt     wird,     und zwar in     Monoequileninsulfat,    welches  leicht wasserlöslich ist und eine hohe     oestro-          gene    Aktivität besitzt. Das     Monoequileninsul-          fat    kann in Form     eines    anorganischen oder  organischen Salzes verwendet werden.  



       Gegenstand    des Patentes ist ein Verfahren  zur Herstellung von     Natrium-monoequiilenin-          sulfat,    welches dadurch gekennzeichnet ist,  dass     Equilenin    in Gegenwart eines organischen  Lösungsmittels zwecks     Veresterung    der freien       Hydroxylgruppe    in     3-Stellung    mit einem     Sitl-          fatisierungsmittel    behandelt und sodann das  Reaktionsprodukt mit     Natriumhydroxyd    um  gesetzt wird.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren wird  vorzugsweise in folgender Weise durchge  führt:     Equilenin    wird in einem wasserfreien  organischen Lösungsmittel, z. B.     Pyridin    und  Chloroform, aufgelöst     und    mit einem     Sulfati-          sierungsmittel,    beispielsweise     Chlorsulfon-          säure,    behandelt. Nachdem die Reaktion be  endet ist, wird das verwendete Lösungsmittel  im Vakuum     abdestilliert.    Das Produkt enthält.

    in diesem Fall das gebildete Monoequilenin-    Sulfat wahrscheinlich in Form des     Pyridi-          niwnsalzes.        Zur    Herstellung des     Natriiunsal-          zes    wird der Rückstand     in    einem Alkohol, z. B.  Methanol, aufgelöst und die erhaltene Lö  sung durch Zusatz von     alkoholischem    Na  triumhydroxyd neutralisiert.

   Zu der klaren       abzentrifugierten    Lösung wird Äther im  Überschuss gegeben, wodurch das     Natrium-          monoequileninsulfat    ausgefällt     wird.    Der     ab-          genutschte    Niederschlag kann durch Auflösen  in Alkohol, Behandlung der     Lösung        mit    einer  geringen Menge     Aktivkohle,        Abfiltrieren    und  nochmaliges Ausfällen     mit    einer überschüs  sigen Menge Äther gereinigt werden. Das aus  gefällte     Produkt    wird     abfiltriert    und getrock  net.

   Das in Form eines weissen Pulvers erhal  tene     Natrium-monoequileninsulfat    entspricht  der Bruttoformel     C1sHi705NaS    und der       Strukturformel     
EMI0001.0058     
    Das     erfindungsgemäss    gewonnene Produkt ist  eine wasserlösliche, bei oraler Verabreichung       oestrogen        aktive    Substanz, die insbesondere  geeignet ist zur Behandlung der Beschwerden  der Menopause.

             Beispiel:     570 mg     Equilenin    wurden in 10     cm3    trocke  nem     Pyridin    aufgelöst und die erhaltene Lö  sung mit 20     cm3    trockenem Chloroform ver  dünnt. Die Mischung wurde langsam einer  Mischung von 0,16     eins        Chlorsulfonsäure    in       1.0        eins    trockenem Chloroform und 5     cm3        trok-          kenem        Pyridin    zugesetzt.

   Der Kolben mit der  Reaktionsmischung     wurde    in ein Eiswasser  bad eingetaucht und Massnahmen getroffen,       um    den Zutritt von Feuchtigkeit zum     Reak-          tionsgut        zu    verhindern. Der Kolben     wurde     verschlossen und im     Diunkeln    bei     Zimmertem-          peratur    während 24 Stunden aufbewahrt.  Nachdem die Reaktion beendet, wurden die       Lösungsmittel    im Vakuum     abdestilliert    ' und  dem Rückstand unter     Umrühren    50     eins    Äther  zugesetzt.

   Die Mischung wurde dekantiert und  der Rückstand nochmals mit Äther ausgewa  schen.     Sodann    wurde der Rückstand in 20     eins     absolutem Methanol     aufgelöst    und die     Lösung     durch Zusatz von 5,1     cm3        n-methanolischem          Natriumhydroxyd    neutralisiert. Der     pH-End-          wert    betrug 8-8,3.  



  Die     Mischung    wurde zentrifugiert     und    die  klare Lösung mit einem     Überschuss    an Äther  versetzt. Der Niederschlag     wurde        abzentrifu-          giert    und     nochmals    in 20     em3    absolutem Me  thanol aufgelöst, die erhaltene Lösung mit  einer geringen Menge     Aktivkohle    durchge  schüttelt     und    die     abfiltrierte    Lösung mit einem  Überschuss an Äther versetzt.

   Das zur Aus  fällung gebrachte     Natrium-mönoequileninsul-          fat    war ein leicht wasserlösliches Pulver, wel  ches gemäss Analyse nach     Marrian-Kober    den       erwarteten        Equilenin-Gehalt    hatte.  



       Verbindung        C1sH1705SNa.    H20:     theore-          tisch:        C        55,9,        H        4,92,        S        8,3%;        gefunden        als     Mittelwert zweier Analysen: C 55,57, H 4,76,  S     8,311/o.     



  Das     erfindungsgemäss    dargestellte     Na-          trium-monoequileninsulfat    ist auch als Aus  gangsmaterial     zur    Herstellung von andern  therapeutisch wertvollen, wasserlöslichen Sal-         zen    des     Monoeqiüleninsulfates    geeignet.

       Bei-          spielsweise        kann    es in das     Calciumsalz    über  geführt werden durch Umsetzung mit einer  wässerigen Lösung von     Chlorcalcium    oder in  ähnlicher Weise durch Behandlung mit Chlor  barium in das     Bariumsalz.    Ferner kann es in  Salze von     alkaloiden    Basen, beispielsweise in  das     Chinidinsalz,    übergeführt werden durch  Behandlung mit der wässerigen Lösung eines       wasserlöslichen        Chinidinsalzes,    z. B.     Chinidin-          sulfat.     



  Es können auch andere     Sulfatisierungsmit-          tel    verwendet werden,     beispielsweise        Schwefel-          trioxyd    in     Pyridin.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Natrium monoequileninsulfat, einer wasserlöslichen Substanz von hoher oestrogener Aktivität bei oraler Verabreichung, dadurch gekennzeich net,
    dass Equilenin in Gegenwart eines orga nischen Lösungsmittels zwecks Veresterung der freien Hydroxylgruppe in 3-Stellung mit einem Sulfatisierimgsmittel behandelt und das Reaktionsprodukt sodann mit Natrium hydroxyd umgesetzt wird. UNTERAINTSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als organisches Lösungsmittel ein wasserfreies Gemisch von Pyridin und Chloroform verwendet wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Chlorsulfonsäure als Sulfatisierungsmittel verwendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Schwefeltrioxyd in Pyridinlösung als Sulfatisierungsmittel ver wendet wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Natrium hydroxyd in alkoholischer Lösung verwendet wird.
CH279465D 1948-07-15 1949-06-17 Verfahren zur Herstellung eines wasserlöslichen Derivates von Equilin. CH279465A (de)

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