CH279775A - Verfahren zur Herstellung eines basischen Derivates des Iminodibenzyls. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung eines basischen Derivates des Iminodibenzyls.Info
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Verfahren zur Herstellung eines basiseben Derivates des Iminodibenzyls. Basische Derivate des Iminodibenzyls der allgemeinen Formel
EMI0001.0004
worin Alkylen einen Alkylenrest mit bis 6 Kohlenstoffatomen, wovon 2-4 in di rekter Kette zwischen den beiden N-Atomen liegen, und Am einen niedrigmolekularen Di- alkylaminorest oder einen Piperidino-,
Pyr- rofidino- oder Morpholinorest bedeuten, sind bisher nicht bekannt geworden. Weder der Grundkörper noch irgendwelche Derivate des Iminodibenzyls haben bisher therapeutische Bedeutung erlangt.
Wie gefunden wurde, stellen die oben definierten basischen Derivate pharmako logisch, z. B. antiallergisch, wirksame Ver bindungen dar.
Die neuen Verbindungen sowie ihre Salze und quaternären Ammoniumverbindungen lassen sich herstellen, indem man Imino- dibenzyl, zweckmässig in Gegenwart von säurebindenden Mitteln, mit einem reaktions fähigen Ester eines Alkohols der allgemeinen Formel HO-Alkylen-Am worin Alkylen und Am die oben gegebene Bedeutung haben, umsetzt.
Als säurebin dende Mittel eignen sich insbesondere Na- triumamid, Lithiumamid, Kaliumamid, Na trium, Kalium, mit welchen das Iminodiben- zyl vor der Reaktion in ein Alkalisalz über geht. Die Umsetzung wird vorzugsweise in einem inerten organischen Lösungsmittel, wie z. B. Benzol, Toluol oder Xylol, unter Erhit zen vorgenommen.
Als reaktionsfähige Ester von Amino- alkoholen der allgemeinen Formel HO - Alkylen - Am kommen insbesondere die Halogenide in Frage; im einzelnen seien genannt Dimethylaminoäthylchlorid, Diäthylami- noäthylchlorid, Methyläthylamino-äthylchlo- rid, Piperidinoäthylchlorid, Pyrrolidinoäthyl- chlorid, Morpholinoäthylchlorid,
P-Dimethyl- amino-propylchlorid, f-Dimethylamino-iso- propylchlorid, y-Dimethylamino-propylchlo- rid, b-Dimethylamino-butylchlorid, a-Methyl- b-dimethylamino-pentylchlorid, Di-n-propyl- amino-äthylchlorid, Methyl-isopropylamino- äthylchlorid, Di-isobutylamino-äthylchlorid,
Di-n-butylamino-äthylchlorid oder die ent sprechenden Bromide oder Jodide.
Das Iminodibenzyl lässt sich durch Er hitzen von salzsaurem o,o'-Diamino-dibenzyl gemäss Thiele und Holzinger, A.305, 100 (1899), erhalten.
Durch Anlagerung von Halogeniden oder Sulfaten aliphatischer oder araliphatischer Alkohole, z. B. von Methyljodid, Dimethyl- sulfat, Äthylbromid oder Benzylchlorid, ent stehen aus den tertiären. Aminoalkyl-imino- dibenzylen quaternäre Ammoniumverbin- dungen.
ift anorganischen oder organischen Säu ren, wie Salzsäure, Bromwasserstoffsäure, Schwefelsäure, Phosphorsäure, Methansul- fonsäure, Äthandisulfonsäure, Essigsäure, Zitronensäure, Äpfelsäure, Bernsteinsäure, Weinsäure, Benzoesäure, Phthalsäure bilden die tertiären Basen in. Wasser lösliche Salze. Die neuen Verbindungen sollen therapeu tische Verwendung finden.
Gegenstand vorliegenden Patentes ist ein s Verfahren zur Herstellung eines basischen Derivates des Iminodibenzyls, welches da durch gekennzeichnet ist, dass man Imino- dibenzyl mit einem reaktionsfähigen Ester des Dimethylaminoäthanols, wie z. B. einen i Halogenwasserstoffester, umsetzt.
Die so erhaltene neue Verbindung, das N-Dimethylaminoäthyl-iminodibenzyl, sie det unter 0,08 mm Druck bei 138-140 . Ihr Hydrochlorid schmilzt bei 216-217 . Die neue Verbindung soll therapeutische Verwen dung finden.
Beispiel: 20 Teile Iminodibenzyl werden in<B>100</B> Vo- lumteilen abs. Benzol gelöst. Dazu gibt man bei 50.-60 eine Suspension von 4 Teilen Nalf, in 50 Volumteilen abs. Benzol.
Nach dem Zutropfen wird noch eine Stünde unter Rückfluss gekocht. .Bei 40-50 tropft man hierauf 11,6 \eile Dimethylamino-äthylchlo- rid zu und kocht 10 Stunden unter Rückfluss. Nach dem Abkühlen wird die Benzollösung gründlich mit Wasser gewaschen; hierauf werden die basischen Anteile mit verdünnter Salzsäure extrahiert. Die salzsauren Auszüge werden alkalisch gestellt und die ausgeschie dene Base in Äther aufgenommen.
Nach dem Trocknen wird das Lösungsmittel abge dampft und der Rückstand im Hochvakuum destilliert, wobei das entstandene N-Di- methylaminoäthyl-iminodibenzyl bei 138 bis 140 unter 0,08 mm Druck übergeht. Mit alkoholischer Salzsäure erhält man daraus das Chlorhydrat vom Schmelzpunkt 216 bis <B>2170.</B>
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines basischen Derivates des Iminodibenzyls, dadurch ge- kennzeichnet, dass man Iminodibenzyl mit einem reaktionsfähigen, Ester des Dimethyl- aminoäthanols umsetzt. Die erhaltene neue Verbindung, das N Dimethylaminoäthyl-iminodibenzyl, siedet unter 0,08 mm Druck bei 138-140 . Ihr Hydrochlorid schmilzt bei 216-217 .UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man Iminodibenzyl in Gegenwart eines säurebindenden Mittels mit einem Dimethylamino-äthylhalogenid um setzt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH279775T | 1949-07-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH279775A true CH279775A (de) | 1951-12-15 |
Family
ID=4482361
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH279775D CH279775A (de) | 1949-07-22 | 1949-07-22 | Verfahren zur Herstellung eines basischen Derivates des Iminodibenzyls. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH279775A (de) |
-
1949
- 1949-07-22 CH CH279775D patent/CH279775A/de unknown
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