CH280022A - Verfahren und Anordnung zum Betriebe und zur Löschung von Lichtbogenstrecken mit Hilfe strömender Löschmittel. - Google Patents

Verfahren und Anordnung zum Betriebe und zur Löschung von Lichtbogenstrecken mit Hilfe strömender Löschmittel.

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CH280022A
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    • HELECTRICITY
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    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H33/00High-tension or heavy-current switches with arc-extinguishing or arc-preventing means
    • H01H33/70Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid
    • H01H33/7015Switches with separate means for directing, obtaining, or increasing flow of arc-extinguishing fluid characterised by flow directing elements associated with contacts

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
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Description


  Verfahren und Anordnung zum Betriebe und zur Löschung von     Licbtbogenstrecken     mit Hilfe strömender Löschmittel.    Bei     Lichtbogenstreeken,    die mit strömen  den Löschmitteln arbeiten, wie beispielsweise  bei     Liehtbogenventilen,    ist es von besonderer       Wichtigkeit,    eine zuverlässige Löschung der  Lichtbögen zu erzielen, die Verluste klein zu  halten und den     Elektrodenabbrand    zu ver  ringern und unschädlich zu machen. Diese  Forderungen müssen ausserdem mit einem  geringen Aufwand erfüllt werden, um wirt  schaftlich arbeitende Geräte zu erhalten. Die  bisher bekannten     Lichtbogenstrecken    erfüllen  diese Forderungen nicht in befriedigender  Weise.

   Nach dem.     erfindungsgemäss    v     orge-          schlagenen    Verfahren werden die gestellten  Ziele dadurch erreicht, dass zur Löschung  unabhängig     vom        Lichtbogenstrom    eine     Lösch-          mittelströmung    im Bereiche von     Lichtbogen-          löschelektroden    erzeugt wird, die während  der eigentlichen     Lichtbogendauer    schwach,  dagegen in der Nähe des     Stromnulldurch-          gangs    stark wirksam gemacht wird,

   dass der  Lichtbogen während der eigentlichen Brenn  dauer sehr kurz und zur Löschung nur wenig  bewegt und verlängert wird und dass     Elek-          ;        trodenbewegungen    so ausgeführt und die  Zündung der     Liehtbögen    so vorgenommen  werden,     dass    die Lichtbögen auf grössere       Elektrodenflächen    annähernd gleichmässig  verteilt werden.  



  Anordnungen, die die eingangs genannten  Forderungen erfüllen und zur Durchführung  des vorgeschlagenen Betriebsverfahrens die  nen sollen, sind entsprechend baulich auszu-    gestalten. Das kann erfindungsgemäss da  durch erreicht werden, dass mindestens     zwei     feststehende Elektroden und mindestens eine  bewegliche     Überbrückungselektrode    so ange  ordnet und ausgebildet sind, dass die festste  henden Elektroden sowohl als Zünd- als auch  als Löschelektroden wirksam sein können,  dass in den feststehenden Elektroden Düsen  vorgesehen sind, durch die der Lichtbogen  während der Löschung brennt und durch die  das ihn einhüllende, während der eigent  lichen     Lichtbogendauer    schwach,

   in der  Nähe des     Stromnulldurchganges    stark wirk  same Löschmittel strömt, und dass jene Teile  der feststehenden und beweglichen Elektro  den, zwischen denen der Lichtbogen brennt,  so grossflächig ausgebildet sind, dass der an  den     Lichtbogenfusspunkten    entstehende Ab  brand die Betriebsbedingungen für die Licht  bögen auch bei längeren Betriebszeiten nicht  wesentlich verändert.  



  Die Erfindung sei an verschiedenen Bei  spielen erläutert:       Fig.    1 zeigt beispielsweise eine     Anordnung     zur Ausführung des erfindungsgemäss ge  kennzeichneten Verfahrens, und zwar eine  Stromrichter     anordnung.     



  Mit A und B sind zwei zunächst als fest  stehend zu denkende Elektroden bezeichnet,  welche Düsen     (vergl.    die Strömungspfeile J)  und     Abbrandkörper        i17    und<I>N</I> haben. An den  beiden Elektroden A und B gleitet ein be  wegliches, in der Regel um eine .Achse dreh-      bares Überbrückungselement C vorbei. Soll  die     Einrichtung    z.

   B. als     Einphasen-Einweg-          gleichrichter    arbeiten, so sind die beiden     An-          sehlüsse    elektrisch mit den Elektroden A und  B     zrr.    verbinden; das Überbrückungselement C  hat bei dem in der     Fig.    1 angedeuteten Dreh  sinn das gleiche Potential wie die     Löschelek-          trode   <I>B;</I> die Teile<I>B</I>     und    C sind also dauernd  miteinander, z. B. über Schleifringe und Bür  sten, verbunden.  



  Die Wirkungsweise der Anordnung beim  Betrieb als Stromrichter ist folgende:  Das Überbrückungselement - weiterhin  wegen seiner     segmentförmigen    Form     kurz    als  Segment oder auch als     überbrückungselek-          trode    bezeichnet - wird     synchron    mit der       Wechselspannung    um eine Achse bewegt, die  senkrecht auf der Zeichenebene steht.     Wenri     das Segment C mit seiner Spitze E etwa  gegenüber dem Punkt F der feststehenden  Elektrode A angekommen ist,     -wird    eine  Zündspannung zwischen die Elektroden     A.     und C gelegt.

   Dadurch tritt zwischen E und  F ein Überschlag ein, der bei entsprechender  Spannung und Leistung der Stromquelle  einen Lichtbogen zur Folge hat. Dieser Licht  bogen brennt während des Hauptteils der       Stromdurchlasszeit    zwischen den Elektroden  A und C. Der Abstand zwischen diesen beiden  Elektroden kann so klein gemacht werden, wie  dies praktisch ausführbar ist, also Bruch  teilen eines Millimeters entsprechen. Wenn  das Ende G des Segmentes C den Punkt H der  Elektrode A passiert hat, wird der Licht  bogen verlängert.

   Durch die zentralen Öff  nungen der Löschelektroden A und B hin  durch verlaufen     die    durch die Pfeile J ange  deuteten, von den     IIoehdruck        Liehtbogen-          ventilen    nach Marx her bekannten Luftströ  mungen. Diese Luftströmungen erfassen den       zwischen    G und H sich in die Länge zie  henden Lichtbogen und treiben ihn zunächst  mit dem rechtsliegenden     Fusspunkt    nach der       Mittelöffniuig    der Elektrode A und zum       Elektrodenteil   <B>31</B> hin.

   Wenn das Segment  ende G in die Nähe des Punktes K gekommen  ist, dann geht der auf dem Segment befind  liche     Lichtbogenfusspunkt    auf die festste-         hende    Elektrode B über. Dieser Übergang,  kann durch Luftströmungen aus den isolier- ,       ten    Rohrleitungen L heraus beschleunigt wer  den. Die zusätzlichen Luftströmungen können  zugleich zur Kühlung des umlaufenden Seg  mentes benutzt werden. Die nach oben gerich  tete     Luftströmung    J treibt. den obern     Lieht-,          bogenfusspunkt    nach der     Mittel2lekt.rode    N  hin.

   Die Löschung des Lichtbogens geht in  dieser Lage     zwischen    H und N in der von dem       Hochdruck-Lichtbogenventil    bekannten Weise  vor sich: Der Lichtbogen wird durch die vorn ,  allen Seiten gleichmässig zuströmende Luft  nahe der Mittelachse der Löschelektroden ge  halten, die     Lichtbogenfusspunkte    liegen in  einem elektrisch abgeschirmten Gebiet (die  Mittelelektroden     lI    und N sind im     allgemei-,     neu leitend mit den     haubenförmigen        Elektro-          denteilen    A bzw.

   B verbunden); nach dein  Nullwerdern des     Lichtbogenstromes    werden  die     Lichtbogenreste    durch die in den Düsen  annähernd mit Schallgeschwindigkeit strö  mende Luft besonders schnell aus dem Sperr  gebiet entfernt.    Das dieser Gesamtanordnung     zugrunde     liegende Verfahren ist also folgendes:    Der Lichtbogen wird     mährend    der eigent  lichen     Stromdurchlasszeit    so kurz wie     möglieh     gehalten. Er brennt während dieser Zeit.

    praktisch ohne Beeinflussung durch die       Lösehmittelströmung.    Kurz vor der     Löschung     des Lichtbogens verlässt das bewegte Segment  die Elektrode     11,    und der Lichtbogen wird  zur     Löschung    in die Mittelachse der     Lösch-          elektroden    getrieben. Im Augenblick des       Stromnullwerdens    muss das     Segmentende    G  bereits im elektrischen Schatten der Elek  trode B angekommen sein, so dass die Sperr  fähigkeit der Löschstrecke durch dieses Seg  ment nicht mehr beeinträchtigt werden kann.

    Durch die     Verwendung    der Überbrückungs  elektrode C wird die Zündung der Licht  bögen stark erleichtert. Der Elektroden  abbrand wird in ein unschädliches Gebiet ver  legt oder fast völlig vermieden und der  Lichtbogen wird erst gegen Ende der Brenn  dauer an die Löschelektroden abgegeben.      Grundsätzlich kann die Wegbewegung des       Liehtbogens    vom     Segment    auch durch magne  tische Felder erzeugt oder gefördert werden.  



  Der     Blektrodenabbrand    im Lichtbogen  betrieb erfordert eine gewisse Menge von  Werkstoff. Es ist deshalb bei grossen Betriebs  stromstärken und langer Betriebsdauer not  wendig, für diesen     Abbrand    möglichst viel       Elektrodenmaterial    zur     Verfügung    zu stellen,  ohne dass dadurch die Betriebseigenschaften  des Stromrichters in entscheidender Weise  geändert. werden.  



  Die Anordnung nach     Fig.    1 wäre auch als  Schalter verwendbar. In diesem Falle würden       zwischen    den beiden feststehenden     Lösehelek-          troden        d    und B einerseits und dem Über  brückungselement     C    anderseits noch zusätz  lich federnde Kontakte angebracht werden,  durch die der Stromdurchgang im einge  schalteten Zustand ohne zu grosse Kontakt  widerstände gewährleistet sein würde. Die  dargestellte Lage des Überbrückungselementes  C entspräche dem eingeschalteten Zustand  des Schalters.  



       Fig.    2 stellt eine Anordnung dar, bei der  die vorgenannte Forderung erfüllt ist.  



  Die äussern     Elektrodenformen    sowie die  Bezugszeichen entsprechen denen in     Fig.    1;  die Anordnung     Fig.    2 entspricht der     Fig.    1  in einem Schnitt und einer Ansicht von rechts  her. Die haubenförmigen Elektroden A und  B     können    nach     Fig.    2 zusammen mit den  Mittelelektroden     J1    und N mit Hilfe des Ge  triebes 0 über die Isolierwelle P in     lang-          same    Drehung versetzt werden. Dadurch  wird der entsprechende Umfang der festste  henden Elektrode für den     Abbrand    zur Ver  fügung gestellt.

   In     erster    Linie ist eine  Drehung derjenigen Elektrode notwendig,  deren Potential von dem des umlaufenden  Segmentes verschieden ist. Auf der andern       feststehenden    Elektrode befindet sich der  Lichtbogen nur kurzzeitig, so dass eine Rota  tion nur bei grossen Dauerleistungen notwen  dig ist. In     Fig-.    2 erfolgt der Antrieb der  Elektrode B über die Zahnräder R und die       Isolierstange    Q von der Elektrode     !1    her.

   In  entsprechender Weise kann auch auf den    umlaufenden Segmenten eine grosse     Ober-          fl'äche    für den     Abbrand    dadurch zur Verfü  gung gestellt werden, dass die Segmente  breit- ausgeführt werden und     dass    die Welle,  um die diese Segmente umlaufen, während  des Betriebes verschoben wird.  



  In     Fig.    2 ist die Elektrode A mit einer  Flüssigkeitskühlung versehen. Der Weg der  Kühlflüssigkeit ist durch schwach gezeich  nete Pfeile angedeutet; sie tritt bei S ein  und strömt bei T wieder ab. Der Weg der  Druckluft ist durch stark gezeichnete Pfeile  angedeutet.  



  An Stelle der     Flüssigkeitskühlung    kann  in den meisten Fällen mit einer     Luftkühlung     der     Elektroden    gearbeitet werden. Die     Elek-          trodenflä,chen    und die Luftmengen müssen  dann so gewählt werden,     da.ss    eine ausrei  chende Abführung der     Elektrodenwärme    ge  währleistet     ist.     



  Wie Versuche ergeben haben, tritt der  geringste     Elektrodenabbrand    dann auf, wenn  die     Liehtbogenelektroden    gerade     aitf    einer  bestimmten Temperatur gehalten werden. Es       ist    also nicht günstig, die Elektroden so  stark wie möglich zu kühlen.

   Um diesem       Umstand    Rechnung     mz        tragen,,        ist    es zweck  mässig, die     Kühlmittelmenge    je nach der       Elektrodentemperatur    während .des Betriebes  zu     regeln.    Man kann diese Regelung von  Hand     .ausführen.    Bei grossen Anlagen wird  sich auch eine automatische Regelung, z. B.  über einen Thermostaten, empfehlen.  



  Die Luftströmung zur     Liehtbo.genlösehung     kann bei nicht allzu hoher Betriebsspannung  durch Absaugen erzeugt werden. Der Druck  zwischen den beiden Löschelektroden ent  spricht dann etwa dem Atmosphärendruck.  Bei sehr hohen Betriebsspannungen ist es       zweckmässiger,    die gesamte     Elektrodenanord-          nung        einschliesslich    der umlaufenden Seg  mente in einem     Druckkessel    anzuordnen.  Zwischen den     Löschelektroden    kann dann ein  Betriebsdruck von mehreren Atmosphären  eingehalten werden, wie dies bei     Hochdruck-          Liehtbogenventilen    üblich ist.

   Es ist notwen  dig, :den     Druckkessel    derartig rings um die           Liehtbogenstrecke    anzuordnen, dass das       Löschmittel    von allen Seiten gleichmässig  ohne nennenswerten Druckabfall     und    ohne  wesentlichen Zeitverzug zum Lichtbogen hin  strömt, weil dadurch ein     geradliniger    Verlauf  des Lichtbogens nahe der Mittelachse unmit  telbar vor der Löschung zu erreichen     ist.     



       Fig.        3a    stellt in einem Längsschnitt,       Fig.    3b in einem Querschnitt eine derartige  Anordnung der Löschelektroden und der um  laufenden Segmente in einem     Druckkessel     dar, der aus einem     Isolierstoffmantel        K    mit  einem     Fenster        R    und mit zwei Deckeln C  und D besteht.

   Die umlaufenden Segmente  sind auf der Scheibe E     befestigt,    die über  das Getriebe F und über die     Welle    G ange  trieben     wird.    Die     Stromzuführung    zu den       Segmenten    erfolgt über die feststehenden  Bürsten H, die auf der mit der Welle um  laufenden Hülse J     schleifen.    Es ist in der       Fig.        3a    angedeutet,     .dass    die Segmente mit  der links liegenden Löschelektrode B leitend       verbunden    sind.  



  Man wird     insbesondere    bei grossen Lei  stungen stets das Bestreben haben, die Brenn  dauer des verlängerten Lichtbogens so kurz  wie möglich zu halten, um Verluste zu ver  meiden     lind    an     Luftbedarf    zu sparen. Bei  mehrphasigem     Stromrichterbetrieb    richtet  sich die Brenndauer der einzelnen Ventile  nach der     Belastung    des Stromrichters, weil  von der Belastung die'     Überlappungsdauer     abhängt. Bei Leerlauf     ist    diese     Überlap-          pinmgsdauer    gleich     Ni-dl;    die kürzeste Brenn  dauer beträgt also beim 3phasigen Gleich  richter 120 .

   Bei Vollast beträgt die Über  lappungsdauer beispielsweise 30 , d. h. die  Brenndauer des Ventils steigt auf 150 . Um  dieser verlängerten Brenndauer Rechnung     züi     tragen, ist eine Veränderung der Elektroden  während des Betriebes erwünscht. Eine sol  che Veränderung kann sowohl     durch    eine  Veränderung der     Segmentlänge        als    auch       durch    eine Veränderung der Länge der       Löschelektroden    erreicht' werden.

   Es lassen  sich beispielsweise auf einem     hinlaufenden          Segmentrad    verschiedene Segmente anbrin  gen, die durch eine Längsverschiebung der    Welle in den Bereich der Löschelektroden ge  bracht werden können.  



  In dem in     Fig.    3b unten dargestellten  Querschnitt durch die Ventilanordnung     ist,     diese Möglichkeit veranschaulicht worden.  Mit den     Buchstaben    L     bis    P sind fünf     Seg-          mentscheiben    bezeichnet, die durch eine  Längsverschiebung der Hohlwelle     Q    an die       Löschelektroden    herangeführt werden können.  Die Segmente auf diesen Scheiben besitzen  verschiedene Länge. Die Verschiebungsrich  tungen für die Hohlwelle sind in     Fig.        3b     rechts mit Pfeilen angedeutet.

   Der Antriebs  mechanismus ist nicht dargestellt; die Ein  stellung kann sowohl von Hand wie selbst  tätig vorgenommen werden.  



  Während des Überganges von einem Seg  ment zu einem andern     znuss    der Betrieb na  türlich aufrecht erhalten werden. Beim       Gleichrichterbetrieb    muss die     Veränderung     des Arbeitsbereiches bei gleichbleibender       Zündeinstellung    am Ende der Brenndauer  erfolgen, das heisst die Segmente müssen auf  der gleichen Stelle S des     Segmentumfanges          beginnen,    wie dies in     Fig.        3a    angedeutet ist.

    Beim     Wechselrichterbetrieb    dagegen muss die  Beendigung der Brenndauer unverändert       bleiben"    während sich der     Zündeinsatz    nach  der Belastung richtet. Hier werden die Seg  mente also in der Weise anzuordnen sein,  dass die     Segmentenden    an der Bleiehen  Stelle des Umfanges liegen. Wenn ein  Stromrichter wechselweise als Gleich- und als  Wechselrichter benutzt werden soll, so kann  dies     ebenfalls    mit dieser mechanischen Ein  richtung durchgeführt werden.

   Es     mussa    dann  mit einer     Segmentverstellung    zugleich eine  Regelung des     Zündzeitpunktes,    beispielsweise  durch eine Veränderung .der Phasenlage des  die Umlaufeinrichtung antreibenden     Sy    n  chronmotors, vorgenommen werden. Die Ver  änderung der Brenndauer des verkürzten  Lichtbogens kann auch durch eine Drehung  derjenigen Löschelektrode erfolgen, deren  Potential von dem des Segmentes verschieden  ist. In     Fig.        3a        ist    dies dargestellt.

   Die     hau-          benförmige    Elektrode A ist rechts schräg  abgeschnitten, so     da.ss    bei ihrer Drehung um      die     Mittelachse    verschieden lange Elektroden  laufflächen entstehen. Die Drehung dieser  Elektrode kann in der in     Fig.        \?    dargestellten  Weise vorgenommen werden.  



  Zur Verhinderung des vorzeitigen Ab  brennens     gewisser    Stellen der Elektroden ist       es    notwendig, dass der Lichtbogen während  der eigentlichen Brenndauer an keiner Stelle  längere Zeit stehenbleibt. Es ist also beson  ders bei grossen     Dauerstromstärken    erforder  lich, dass der L     iehtbogen    von seiner Zündung       bis    zum Verlöschen sowohl auf den     hauben-          förmigen    Löschelektroden als auch auf den  Segmenten sich in einer fortgesetzten Wan  derung befindet.

   Die Wanderungsgeschwin  digkeiten der     Lichtbogenfusspunkte    sind je  nach Polarität, Werkstoff,     Stromstärke,          Strömungsgeschwindigkeit    der Luft usw.  verschieden. Bei Anwendung der beschrie  benen verschieden     langen    Segmente und der  schräg abgeschnittenen drehbaren     Löschelek-          trode        lassen    sich während des Betriebes so  wohl Brenndauer des verkürzten Lichtbogens  als     auch    Laufzeit der Fusspunkte auf den       Elektroden    den jeweiligen Betriebsbedingun  gen anpassen.

   Eine gleichbleibende     Wande-          rungsgesehwindigkeit    der     Lichtbogenfuss-          punkte    lässt sich auch durch ein Magnetfeld  erzwingen. Die Feldlinien     müssen    hierzu  senkrecht. zum Lichtbogen     verlaufen.    Die Er  zeugung dieser     Magnetfelder    kann mit     Hilfe     von permanenten     Magneten    oder mit Elek  tromagneten erfolgen. Die     Elektromagnete     können durch den     Liehtbogenstrom    oder  durch     Hilfsstromkreise    gespeist werden.

   Ein  mit gleichbleibender     Geschwindigkeit    wan  derndes     Magnetfeld,        dass    auch eine etwa. kon  stante     Liehtbogengeschwindigkeit    zur Folge  hat,     kann    durch eine     Mehrphasenwieklung     erzeugt werden.  



  Bei den     bisher    beschriebenen Anordnun  gen     ist    der Abstand zwischen Segment, und       Löschelektroden    jeweils nur auf einer Linie  gleich gross, da die     Löschelektrode    eine dop  pelte Krümmung besitzt. Wenn sich     diese     Elektroden mit zwei Flächen gegenüber  stehen sollen, die in einem möglichst grossen  Gebiet einen annähernd gleichbleibenden Ab-    stand besitzen,     dann.    können die Segmente  entweder nach     Fig.    4 der     Krümmung    .der  Löschelektroden. angepasst werden oder der  Umfang der Löschelektroden kann nach       Fig.    5 als Vieleck ausgeführt werden.

   Die  Figuren sind nach dem Vorstehenden ohne  weiteres     verständlich.    Bei einer Änderung  der     Segmentlänge    oder der Lauffläche auf  der Löschelektrode, wie sie vorstehend ge  schildert wurde, ist bei den Anordnungen  nach     Fig.    4 und 5 zum     Weiterschalten    zu  nächst eine Vergrösserung .des Abstandes der       1NTittelachse    der Löschelektroden von ,der Um  laufachse der Segmente notwendig.  



  Bei Dauerbetrieb mit grossen Stromstär  ken wird sowohl auf den Segmenten wie auf  den Löschelektroden, auf denen der Licht  bogen brennt, ein Materialverbrauch ein  treten. Um trotzdem einen ununterbrochenen,  sehr langen Dauerbetrieb zu ermöglichen,  kann der Abstand zwischen der Mittelachse  der Löschelektroden und der Umlaufachse  der     Segmente    veränderlich gemacht werden,  so dass bei zu gross werdendem Elektroden  abstand eine Annäherung erfolgen kann. Es  ist ausserdem zweckmässig, sowohl .die     Lösch-          elektroden    wie die Segmente von vornherein  mit einer wesentlich grösseren Wandstärke  auszuführen, als dies an sich notwendig wäre.

    Wenn dann .ein Werkstoffverlust eingetreten  ist und wenn eine Abstandsverringerung we  gen eines zu ungleichmässigen     Abbrandes     nicht mehr möglich ist, dann können     Lösch-          elektroden    und Segmente schnell durch neue       ersetzt,    abgedreht und später wieder einge  setzt werden.  



  Bei mehrphasigen Stromrichtern ist die  Anordnung mehrerer Löschelektroden an  demselben Segment möglich, wie dies in       Fig.    6 dargestellt ist. Das Segment A läuft  hierbei nacheinander an drei     Lösehelektroden-          anordnungen    vorüber.     'Venn    diese Gesamt  anordnung als     Drehstromgleiehrichter    ver  wendet werden soll, können beispielsweise die  Löschelektroden R, S und T mit den Phasen  R,     S    und T eines     Drehstrom-Transformators     verbunden werden.

   Die übrigen     Löschelek-          troden   <I>B,</I> C und<I>D</I> sind ständig     mit    dem um-      laufenden Segment A elektrisch verbunden.  Die     Löschströmung    kann auch hier entweder       ,durch    Absaugen oder durch     Anordnung          sämtlicher    Elektroden in einem Druckkessel  erzeugt werden.     Auch    die übrigen vorstehend  beschriebenen Gesichtspunkte können bei die  sem     Drehstromgleichrichter    Anwendung fin  den.  



  Bei sehr hohen Betriebsspannungen ist  eine Reihenschaltung mehrerer Löschstrecken  zweckmässig. Die Beanspruchungen können  dann,     wie    dies bei     Hochdruck-Liehtbogen-          ventilen    bereits     bekannt    ist, so gewählt wer  den, dass der Durchschlag einer Sperrstrecke  noch nicht     zum    Gesamtdurchschlag der An  ordnung führt.  



  In     Fig.    6 sind solche Reihenschaltungen  angedeutet. Zwischen den Elektroden R und  B     ist        eine        Zwischen-Abströmeinrichttmg    E  mit der Mittelelektrode F eingezeichnet, auf  die der Lichtbogen vom     .Segmentende    G bei  dessen     Vorüberwandern    zunächst übergeht.

    Die     Elektrodenteile    E und F sind metallisch       verbuuzden.    Erst wenn das     Segmentende    G in  der Höhe der Löschelektrode B steht, wird  der zu löschende Lichtbogen nahe der Mittel  achse der gesamten Löschanordnung stehen       iuid    dort gleichzeitig in zwei Abschnitten ge  löscht werden.  



  Es ist nicht notwendig, .dem Segment das  Bleiehe Potential zu geben, wie es .die in der       Ablaufrichtung    stehende Löschelektrode be  sitzt. Bei hohen Spannungen kann es aus Iso  lationsgründen zweckmässig sein, dem umlau  fenden Segment keinen     Stromanschluss    zu  geben. Man kann in diesem Falle eine Zün  dung der     Lichtbogenstrecke    erst dann vor  nehmen, wenn sich die     Segmentspitze    in der  Nähe der zweiten Löschelektrode befindet,  wenn     also    nach     Fig.    1 der     Punkt    E in der  Nähe - des Punktes K angekommen ist.

   Der  Hauptlichtbogen brennt allerdings dann in  zwei Teilstrecken, nämlich zwischen B     und    C  und zwischen C und A; er hat also insgesamt  vier     Fusspunkte    und erzeugt dementsprechend  den doppelten     Elektrodenabbrand.     



  Überträgt man diese Möglichkeit auf die  Anordnung nach     Fig.    6, .dann     kann    man für    einen einphasigen Stromrichter bei sehr hoher  Spannung auch eine     Reihenschaltung    der  drei Doppelstrecken ausführen und das     Seg-          mentrad    mit drei voneinander getrennten  Segmenten     ausrüsten.    Bei 50 Hertz muss das       Segmentrad    dann mit 1000 Umdrehungen je  Minute umlaufen. Es kann dementsprechend  sehr gross ausgeführt werden. Die gesamte  Sperrstrecke wird auf diesem Wege in sechs  Einzelstrecken zerlegt. Die Sperrfähigkeit.  kann bei Anwendung eines erhöhten Luft  druckes auf etwa 400 000 Volt, gebracht  werden.  



  Ein weiterer Weg zur Reihenschaltung  mehrerer     Sperrstrecken    ist in     Fig.    7 darge  stellt. Es sind hier drei Anordnungen, wie sie       bereits    in     Fig.    3a     gezeigt        wurden,        aneinander-          gebaut;    die umlaufenden Segmente werden  von dem gleichen Motor angetrieben. Auch  der Antrieb der     Löschelektroden    sowie die  Längsverschiebung der Umlaufwelle für die  Segmente können beispielsweise über     Isolier-          gestänge    gemeinsam für alle Sperrstrecken  ausgeführt werden.  



  Bei Reihenschaltung mehrerer Ventil  strecken muss die richtige Spannungsvertei  lung auf die einzelnen Strecken während der  Sperrzeit durch eine     Spannungsteilerschal-          tung    erzwungen werden. Bei den geschil  derten Ventileinrichtungen braucht, die zur  Löschung der Lichtbögen benötigte Luftströ  mung nur während eines kleinen Teils der       Wechselspanniungsperiode    wirksam zu sein.  Es ist deshalb zweckmässig, die Luftströmung  periodisch durch Schieber abzusperren, die  nahe an den     Durchströmöffnungen    der Press  luft in den haubenförmigen     Lösehelekt.roden     angeordnet sind.  



  Bei den geschilderten Anordnungen und  der mit ihnen durchzuführenden Verfahren  kann auch eine völlige Überbrückung der       Lichtbogenstreeken    während der Strom  durchlasszeiten dadurch vorgenommen wer  den, dass auf den umlaufenden Teilen     inter-.          mittierend    schleifende Bürsten angebracht  werden. Solche Bürsten sind im allgemeinen  in Verbindung mit den Löschelektroden an  zustellen; sie laufen auf die bewegten Se--           mente    auf und schliessen die Lichtbögen kurz.  Um ein Prellen dieser Bürsten beim Anlaufen  auf die Segmente zu vermeiden, ist eine feste  Lagerung der Bürsten erforderlich.

   Man kann  jedoch die Bürsten beispielsweise auch durch  eine synchron betätigte Zusatzeinrichtung  periodisch anheben und sanft auf die ankom  menden Segmente aufsetzen. Da die Bürsten  sich im Dauerbetrieb abnutzen, ist eine Vor  schubeinrichtung nötig, die die Bürsten im  mer mit annähernd dem gleichen Drucke auf  die Segmente aufzusetzen gestattet. Es kommt  hierfür beispielsweise eine Einrichtung in  Frage, die die Bürsten von Zeit zu Zeit frei  gibt., wenn ein     Segment    gerade     -unter    den  Bürsten liegt. Ferner ist bei der Anwendung  von     intermittierend    schleifenden Bürsten be  sonders darauf zu achten, dass beim Ablaufen  der Bürsten von den Segmenten sich bildende  Lichtbögen die Segmente an den Stellen, an  denen die Bürsten schleifen, nicht beschädi  gen.

   Diese Schleifstellen müssen von Licht  bogenspuren völlig freigehalten werden.  



       Fig.    8 stellt als Beispiel eine Einrichtung  zum völligen Kurzschliessen des Lichtbogens  während des grössten Teils der Brenndauer  dar. Mit     El    und B sind wiederum die     Lösch-          elektroden,    mit C ist das um die Achse D um  laufende Segment bezeichnet. Die Zündung  der Lichtbögen erfolgt, wenn die Spitze E  des Segmentes G\ an die Kante F herangekom  men ist. Durch die Zündung entsteht im all  gemeinen ein kurzer Lichtbogen mit einer  Spannung, die etwa 40 Volt beträgt. Wenige  elektrische Grade später kommt die innere       Lauffläche    des Segmentes an die Kante G der  Kohle     II    heran.

   Die Halterung dieser Kohle  ist in zwei senkrecht zueinander liegenden  Schnitten dargestellt. Die Feder J schiebt die  Kohle nach oben. Die obere Lage der Kohle  wird durch das Segment oder durch die Kral  len E begrenzt. Die Kohle wird mit Hilfe  der Hülse L in langsamer Drehung gehalten,  so dass sich die Kohle bei allmählichem Ab  rieb durch das Segment gleichmässig nach       cben    schiebt. Der Antrieb der Hülse L erfolgt  über den Gummiriemen     1I.    Die Hülse L ist  gelagert in dem feststehenden Teil N, der mit    der Löschelektrode     r1        zusammengebaut    ist.  Die Stromentnahme von der Kohle erfolgt  über die federnden Kontakte 0.  



  Die Krallen K werden über die     Isolier-          stange    P und die Rolle     Q,    die auf der     Nok-          kenwelle        R    läuft, periodisch vorgeschoben  und mit der Feder     S    wieder zurückgezogen.  Die Vor- und Zurückbewegung der Kohle  braucht nur in der Grössenordnung von  1 mm zu liegen. Die Kohle wird da  durch sanft auf das ankommende Segment.  aufgesetzt und es wird ein Prellen ver  mieden. Ein solches kurzzeitiges Abheben der  Kohle vom Segment, das bei stillstehender  Kohle schwer zu vermeiden ist, würde zu  einer     Lichtbogenbildung    zwischen Kohle und  Segment und dadurch zu einer schnellen Ab  nutzung führen.  



  Über die aus Isolierstoff bestehende Druck  luft Rohrleitung T wird ein Luftstrom gegen  das Segment und gegen die Löschelektroden  geblasen. Dieser Luftstrom muss verhindern,  dass der beim Ablaufen der Kohle vom Seg  ment entstehende Lichtbogen die glatte Lauf  fläche des Segmentes zerstört. Dieser Licht  bogen soll ferner durch die Luftströmung  gegen die Löschelektrode     A.    und später gegen  die Löschelektrode B geblasen werden, wie  dies bereits früher beschrieben wurde.  



  Die Verwendung einer solchen Bürste hat  den Vorteil, dass ein     Elektrodenabbrand    wäh  rend des Hauptteils der     Stromdurchlasszeit     vermieden und der Spannungsabfall fast völ  lig zu Null gemacht wird. Es ist mit dieser  Einrichtung ein ununterbrochener Dauer  betrieb von mehreren tausend Stunden auch  bei grossen     Stromstärken    möglich. Der Wir  kungsgrad der Gesamteinrichtung wird ganz  besonders hoch. Bei sehr grossen Betriebs  stromstärken ist die Verwendung mehrerer  Bürsten der beschriebenen Art denkbar.  



  Die Innenfläche des Segmentes, auf der  die Kohle schleift, wird zweckmässig als Ku  gelfläche ausgebildet, um einen gleichmässigen  Abrieb der Kohle zu ermöglichen. Beson  ders wichtig ist es, die Zündlichtbögen sowie  die beim Abreissen entstehenden Lichtbögen  von der     Bürstenschleiffläche    fernzuhalten.      Wenn nötig, können besondere     Abreisselek-          troden    benutzt werden, von denen der Licht  bogen schnell zur Löschstellung wandern  kann.  



  Die geschilderten Anordnungen sind für  sehr weite     Spannungs-        und    Strombereiche,  für einphasigen und mehrphasigen Betrieb  sowie in ganz beliebigen Schaltungen anwend  bar. Die beschriebenen Anordnungen sollen  nur Beispiele darstellen, um zu zeigen, mit  welchen     baulichen    Mitteln das erfindungs  gemässe Verfahren durchführbar ist. Für die  praktische Durchbildung besteht eine grosse  Zahl - weiterer Möglichkeiten bezüglich der  Gestalteng und     Bewegung    der     -Cberbrük-          kungselemente    sowie der Einzelausbildung der  Löschelektroden.

   Die     überbrücktingselemente     können beispielsweise auch quer zwischen den  Löschelektroden     hindurchbewegt    werden; es  können an Stelle eines Überbrückungsele  mentes auch mehrere in entgegengesetztem  Sinne     umlaufende    Elemente angewandt wer  den. Es können ferner auch eine oder mehrere  zylindrische Überbrückungselemente koaxial  mit den Löschelektroden angeordnet und peri  odisch hin- und herbewegt werden. Einer  der wesentlichsten Grundsätze ist jedoch, in  allen Fällen den Lichtbogen während der  eigentlichen Brenndauer so kurz wie möglich  zu halten und ihn zur Löschung an besondere  Löschelektroden abzugeben.  



  Die dargestellten Einrichtungen haben  den grossen Vorteil, dass sie in beliebiger       Stromrichtung    benutzt und dadurch wechsel  weise als Gleich-     und    als Wechselrichter be  trieben werden können. Dies ist bei elektri  schen Energieübertragungen sowie bei Spei  sung elektrischer Maschinen über Strom  richter     (Nutzbremsung)    von grosser Wichtig  ,     keit.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCHS: I. Verfahren zum Betriebe und zur Lö schung von Lichtbogenstrecken mit Hilfe strö mender Löschmittel, dadurch gekennzeichnet, dass zur Löschung unabhängig vom Licht strom eine Löschmittelströmung im Bereiche von Lichtbogenlöschelektroden erzeugt wird, die während der eigentlichen Lichtbogen- lauer schwach, dagegen in der Nähe des Stromnulldurchganges stark wirksam gemacht wird,
    dass der Lichtbogen während der eigent lichen Brenndauer sehr kurz und zur Lö schung nur wenig bewegt und verlängert wird und Elektrodenbewegungen so aus geführt und die Zündeng der Liehtbögen so vorgenommen werden, dass die Lichtbögen auf grössere Elektrodenflächen annähernd gleichmässig verteilt werden. Il.
    Anordnung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens zwei festste hende Elektroden und mindestens eine be wegliche Überbrückungselektrode so angeord net und ausgebildet sind, dass die festste henden Elektroden sowohl als Zünd- als aueli als Löschelektroden wirksam sein können, dass in den feststehenden Elektroden Düsen vorgesehen sind, durch die der Lichtbogen während der Löschung brennt und durch die das ihn einhüllende, während der eigentlichen Lichtbogendauer schwach, in der Nähe des Stromnulldurehganges stark wirksame Lösch- mittel strömt, und dass jene Teile der fest stehenden und beweglichen Elektroden,
    zwi schen denen der Lichtbogen brennt, so gross flächig ausgebildet sind, dass der an den Lichtbogenfusspunkten entstehende Abbrand die Betriebsbedingungen für die Lichtbögen auch bei längeren Betriebszeiten nicht we sentlich verändert. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentansprueh I, da durch gekennzeichnet, dass der Abstand der feststehendenLichtbogen-Löschelektrodenv on- einander während der eigentlichen Brenn dauer überbrückt und erst gegen Ende der Brenndauer der Lichtbogen an die Löseh- elektroden abgegeben wird. 2.
    Verfahren nach Unteransprueh 1, da durch gekennzeichnet, da.ss Elektrodenab- stände geregelt werden. 3. Verfahren nach Unteransprueh 1, da durch gekennzeichnet, dass der Elektroden abbrand ausgeglichen wird. 4. Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass der Lichtbogen von einem Überbrückungselement zu der Löschstellung zwischen feststehenden Lösch- elektroden mittels Gasströmungen überführt wird. 5. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass der Lichtbogen.
    von einem Überbrückungselement zit der Löschstellung zwischen feststehenden Lösch- elektroden mittels magnetischer Felder über führt wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass segmentartige Überbrückungselemente unter Erzielung einer Ventilwirkung synchron zur Wechselspan nung einem Umlauf unterworfen werden. 7.
    Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass ausser der zur Lichtbogenlöschung erforderlichen Gasströ mung zusätzliche Strömungen erzeugt werden, welche die Lichtbögen von den segmentartigen Überbrückungselementen schnell. zu festste henden Elektroden treiben und zugleich zur Kühlung der bewegten Segmente beitragen. B. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass der Druck die Lichtbögen beeinflussender Strömungen gere gelt wird. 9. Verfahren nach Unteranspruch 7, da durch gekennzeichnet, dass die Strömungsge schwindigkeit die Lichtbögen beeinflussender Strömungen geregelt wird. 10. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Zeitdauer der Überbrückung des Lichtbogens während des Betriebes verändert wird. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mittels Verdre hung der Löschelektrode, auf der der Licht bogen in der Hauptsache brennt, die Zeit. geändert wird, während der sieh die Elek troden nahe gegenüberstehen. 12. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass Segmentlänge und Länge der Lichtbogenlauffläche auf der Löschelektrode während des Betriebes so ein gestellt werden, dass beide Lichtbogenfuss- punkte während der Brenndauer in fortlau fender Bewegung auf den Elektroden gehal ten werden. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mittels eines Magnetfeldes eine annähernd gleichbleibende Wanderungsgeschwindigkeit der Lichtbogen- fusspunkte herbeigeführt wird. 14. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass die Oberflächen der Löschelektroden und der Segmente anein ander so angepasst werden, dass sich diese Elektroden mit grossen Flächen in annähernd gleichbleibendem kleinem Abstand gegen überstehen. 15. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass der Abstand zwi schen der Mittelachse der Löschelektroden Lind der Umlaufachse der Segmente verändert wird. 16.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Luftströmung zur Lichtbogenlöschung periodisch so abge sperrt wird, dass sie nur während der eigent lichen Löschzeit wirksam ist. 17. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass mittels intermit- tierend schleifender Bürsten die Lichtbögen während des Hauptteils der Stromdurchlass- zeit völlig kurzgeschlossen werden. 18.
    Verfahren nach Unteranspruch 17, da durch gekennzeichnet, dass die Bürsten mit tels einer synchron betätigten Zusatzeinrich tung auf die bewegten Überbrückungseinrich tungen aufgesetzt und gegen Ende der Brenn- zeit wieder abgehoben werden. 19. Verfahren nach Unteranspruch 17, da durch gekennzeichnet, dass der Bürstenabrieb ausgeglichen wird. 20. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass in Verbindung mit gleichen Löschelektroden mehrere Über brückungsteile periodisch bewegt werden, die im allgemeinen in entgegengesetztem Sinne bewegt werden. 21.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass zu den Löschelek- troden koaxial angeordnete Überbrückungs teile periodisch hin- und herbewegt werden. 22. Anordnung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass bewegte metal lische Überbrückungselektroden vorgesehen sind, die so nahe an den Löschelektroden ent lang gleiten, dass der Lichtbogen während der eigentlichen Brenndauer sehr kurz gehal ten und erst in der Nähe des Stromnullwer- dens für die Löschung selbst verlängert wird, indem im letztgenannten Zeitraum ihre Über brückungswirkung infolge der Bewegung ab gebrochen ist. 23.
    Anordnung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass der Umfang der Löschelektroden als Vieleck ausgebildet ist. 24. Anordnung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, da.ss Bürsten dreh bar in einer periodisch vor- und zurück bewegten Halteeinrichtung gelagert sind, durch die der Vorschub der Bürsten begrenzt wird. 25.
    Anordnung nach Unteranspruch 2.1, dadurch gekennzeichnet, dass Elektroden, Bürsten und Führungskörper für die Lösch- mittelströmung mit einer Formgebung, mit einem Mass an Abrundungen und mit einer Grösse der wirksamen Flächen ausgebildet sind, bei denen Wirbelbildungen weitgehend unterdrückt sind.
CH280022D 1949-05-27 1949-05-27 Verfahren und Anordnung zum Betriebe und zur Löschung von Lichtbogenstrecken mit Hilfe strömender Löschmittel. CH280022A (de)

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