CH280729A - Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffderivates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffderivates.

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CH280729A
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Aktiengesellschaft Ciba
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/18Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of hydroxyl group or of mercapto group

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
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Description


  <B>Zusatzpatent</B> zum Hauptpatent Nr. 276418.    Verfahren zur Herstellung eines     Azofarbstoffderivates.       Es wurde gefunden, dass man zu einem wertvollen.     Azofarbstoffderivat    gelangt, wenn  man auf 1     Mol    des     Azofarbstoffes    der Formel  
EMI0001.0005     
    mindestens 2     Mol    eines     Halogenids    der Formel  
EMI0001.0008     
    worin ein Y eine     Hydroxylgruppe    und das  andere     i=    ein Halogenatom bedeutet, einwir  ken lässt.  



  Das neue     Farbstoffderivat    ist ein braunes  Pulver, das sich in Wasser mit brauner Farbe  leicht. und klar auflöst und mit verdünnten  Alkalien das unlösliche, blaue Ausgangspig  ment durch     Verseifung    wieder abscheidet.  



  Der Ausgangsfarbstoff der angegebenen  Formel lässt sieh in einfacher Weise herstel  len durch Vereinigen von     diazotiertem        4-Ben-          zoylamino-2,5-diäthoxy-l.-aminobenzol    mit     (2'-          Oxy-3'-naphthoyl        amino)        -benzol.     



  Als     Halogenide    der angegebenen Formel  kommen insbesondere die Chloride in Be  tracht.  



  Es eignen sich in erster Linie diejenigen       Halogenide,    die die Gruppe     -CO-Halogen,       insbesondere die Gruppe     -COCl,    enthalten,  wobei die an sich ebenfalls zur Bildung eines       Säurehalogenids    befähigte -S03H-Gruppe  nicht in die Gruppe     -S02-Halogen    umgewan  delt ist.  



  Das Säurechlorid der Formel  
EMI0001.0026     
    kann zum Beispiel erhalten werden, indem  man     Tliiophen-2-carbonsäure    mit     Chlorsulfon-          säure    umsetzt. Die Herstellung erfolgt zweck  mässig in der Weise, dass man die betreffende  Säure bei Zimmertemperatur in einen Über  schuss von     Chlorsulfonsäure    einträgt, dann das  Gemisch während einiger Zeit bei höherer  Temperatur, z. B. bei etwa 100 , reagieren  lässt, abkühlt und auf Eis giesst, das entstan  dene Säurechlorid in ein organisches Lösungs  mittel, z. B. in Äther, aufnimmt, die erhaltene      Lösung entwässert und schliesslich das Lö  sungsmittel     abdestilliert.     



       Säurehalogenide    der allgemeinen Formel  
EMI0002.0003     
    lassen sich     zurn    Beispiel herstellen, indem man  ein     Thiophen-2-earbonsäurehalogenid        sulfo-          niert.    Die     Sulfonierung    lässt sich zum Beispiel  mittels     Schwefeltrioxyd    bei tiefer Temperatur  in flüssigem Schwefeldioxyd durchführen.  



  Eine besonders zweckmässige Methode zur       Herstellung    von     Säurehalogeniden    der Formel  
EMI0002.0012     
    stellt die Umsetzung von     Thiophen-2-carbon-          säure-5-sulfonsäure    mit Hilfe von aromati  schen     Sulfonsäurehalogeniden,    wie     Benzolsul-          fonsäurechlorid    oder     p-Toluolsulfonsäurechlo-          rid    oder, was sich als besonders vorteilhaft er  weist, mit Hilfe von     Phosgen    dar. In der Regel  ist es zu empfehlen, diese Reaktion in Gegen  wart einer tertiären organischen Base, z. B.

         -von        Trimethylamin,        Triäthylamin,        N-Methyl-          morpholin    oder vorzugsweise     Pyridin    vorzu  nehmen.

   Arbeitet man in Abwesenheit von       Pyridin    und in Gegenwart von     Trimethyl-          amin    oder     Triäthylamin,    so ist für den glatten  Verlauf der Reaktion im allgemeinen ein Zu  satz eines     inerten    organischen Lösungsmittels,  wie Benzol, Chlorbenzol,     o-Dichlorbenzol,        1,2,4-          Trichlorbenzol,    Nitrobenzol,     Dioxan    usw. vor  teilhaft.

   Diese Methoden bieten überdies den  Vorteil, dass die so erhaltenen Gemische, wel  che die gewünschten     Halogenide    der     Thiophen-          2-carbonsäiire-5-sulfonsäure    enthalten, ohne  weiteres gemäss vorliegendem Verfahren zur       Umsetzung    mit dem Farbstoff verwendet wer  den können.  



  Solche Gemische werden zum Beispiel       zweckmässig    in der Weise hergestellt, dass man  zuerst die Thiophen-2-carbonsäiire-5-sulfon-    säure in     Pyridin    einträgt und hierauf bei  etwas erhöhter Temperatur, z. B. bei 30 bis  40 , das     Säurehalogenid    (z. B.     p-Toluolsulfon-          säurechlorid)        zugibt        bzw.    gasförmiges     Phosgen     einleitet.    Ein besonders geeignetes     Acylierungsmittel     erhält man, wenn man dem nach der soeben  beschriebenen Weise erhaltenen Gemisch noch  eine stärkere tertiäre Base als     Pyridin,    z. B.

         Trimethylamin    oder vorzugsweise     Triäthyl-          amin,    hinzufügt. So kann man beispielsweise  die     Thiophen-2-earbonsäure-5-sulfonsäure    mit       Pyridin    vermischen, dann das     Säurehalogenid     zugeben oder     Phosgen    einleiten und schliess  lich noch     Triäthylamin    beifügen.

   Ferner kann  man auch die     Thiophen        2-e.arbonsäure-5-sul-          fonsäure    mit einem     inerten    organischen Lö  sungsmittel, einer geeigneten tertiären Base  (vorzugsweise     Triäthylamin)    und dem Farb  stoff vermischen und dann in dieses Gemisch  das     Säurehalogenid    eintragen     bzw.        Phosgen     einleiten. Schliesslich kann man auch     Thio-          phen-2-carbonsäure-5-sulfonsäurechlorid    oder       Thiophen    - 2-     carbonsäurechlorid        -5-sulfonsäilre     (z.

   B. hergestellt nach einer der weiter oben  erwähnten Methoden) unter Zusatz eines     iner-          ten,    organischen Lösungsmittels mit     Triäthyl-          amin    und dem Farbstoff vermischen und die       Acylierung    des Farbstoffes dann bei erhöhter  Temperatur durchführen.

   Auf alle diese Ar  ten wird sehr leicht zweimal der Rest  
EMI0002.0076     
    in das     Farbstoffmolekül    eingeführt, und     zwar          wird    einerseits die     Hydroxylgruppe    des Restes  der     Kupplungskomponente    verestert, und an  derseits tritt ein zweiter Asylrest in die     NH-          Aeylgruppe    ein.

   Auch bei der     Acylierung    mit  den     Säurehalogeniden    der Formel  
EMI0002.0086     
      erhält man     Acylderivate    dieser Zusammenset  zung und nicht etwa solche mit dem     Acylrest     
EMI0003.0003     
    (vgl. auch     Ruggli,        Helv.        Chim.    Acta,     Bd.    24,       S.197,    1949).  



  Da das hierbei entstehende     Farbstoffderi-          vat    in Wasser leicht löslich ist, kann es leicht  kontrolliert werden, ob im Reaktionsgemisch  kein Ausgangsmaterial mehr vorhanden ist, in  dem man feststellt, ob eine mit angesäuertem  Wasser verdünnte Probe keinen wasserunlös  lichen Farbstoff mehr enthält.  



  Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches  kann zum Beispiel erfolgen, indem man das  Ganze nach erfolgter Abkühlung in verdünnte  Mineralsäure, beispielsweise Schwefelsäure,  giesst, aus der sauren Lösung das Farbstoff  derivat durch Zugabe von     Natriumchlorid    ab  scheidet und abtrennt und gegebenenfalls  durch Lösen in schwach angesäuertem Wasser  und Wiederausfällen mit     Natriumchlorid    rei  nigt.  



       Beispiel:     5,2 Teile     Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfon-          säure    werden in 40     Volumteilen    trockenem         Pyridin    unter Rühren gelöst und 2,85 Teile  des     Azofarbstoffes    aus     diazotiertem        4-Benzoyl-          amino-2,5-diäthoxy-l-aminobenzol    und     (2'-          Oxy-3'-naphthoylamino)-benzol    zugegeben. Zu  diesem Reaktionsgemisch werden dann noch 5,2  Teile     p-Toluolsulfochlorid    zugefügt und dar  auf das Reaktionsgemisch unter Rühren auf  90 bis 95  erhitzt.

   Nach etwa 10 Minuten Re  aktionsdauer ist das blaue Ausgangspigment  gelöst und eine Probe des Reaktionsgemisches  in Wasser mit brauner Farbe klar löslich ge  worden. Das auf Raumtemperatur abgekühlte  Reaktionsgemisch wird nun in eine Mischung  von 150 Teilen Wasser und 18 Teilen konzen  trierter Schwefelsäure eingerührt, 10 Teile       Natriumchlorid    zugegeben und auf 40 bis 50   erwärmt, wonach sieh das Reaktionsprodukt  in harziger Form gut abscheidet und absetzt.

    Nach dem Abgiessen des sauren     Pyridinwas-          sers    wird der Rückstand in 150 Teilen Wasser  unter Erwärmen auf 40 bis 50  gelöst, das Re  aktionsprodukt mit. 15 Teilen     Natriumchlorid     bei 40 bis 50  in fester Form wieder abgeschie  den, abgesaugt und bei 40 bis 50  im Vakuum  getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Azofarb- stoffderivates, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 1 Mol des Azofarbstoffes der Formel EMI0003.0033 mindestens 2 Mol eines Halogenids der Formel EMI0003.0036 worin ein Y eine Hydroxylgruppe und das an dere Y ein Halogenatom bedeutet, einwirken lässt. Das neue Parbstoffderivat ist ein braunes Pulver, das sieh in Wasser mit.
    brauner Farbe leicht und klar auflöst und mit verdünnten Alkalien das unlösliche, blaue Ausgangspig ment durch Verseifung wieder abscheidet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart einer tertiären Base arbeitet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von Pyridin arbeitet.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Säure halogenid verwendet, das man erhält, wenn man Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfonsäure in Gegenwart einer tertiären Base mit einem aro matischen Sulfonsäurechlorid behandelt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Säurehalo- genid verwendet, das man erhält, wenn man Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfonsäure in Ge genwart einer tertiären Base mit Phosgen behandelt. 5.
    Verfahren gemäss Patentansprueh und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von Pyridin und Tri- äthylamin arbeitet.
CH280729D 1949-07-22 1949-07-22 Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffderivates. CH280729A (de)

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