CH280728A - Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffderivates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffderivates.

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CH280728A
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Ciba Geigy
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/18Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of hydroxyl group or of mercapto group

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)
  • Low-Molecular Organic Synthesis Reactions Using Catalysts (AREA)

Description


  <B>Zusatzpatent</B>     zum    Hauptpatent     Nr.276417.       Verfahren zur Herstellung eines     Azofarbstoffderivates.       Es wurde gefunden, dass man zu einem  wertvollen     Azofarbstoffderivat    gelangt, wenn  man auf 1     llol    des     Azofarbstoffes    der Formel-  
EMI0001.0007     
         mindestens    2     Mol    eines     Halogenids    der Formel  
EMI0001.0011     
    worin ein V eine     Oxygruppe    und das andere V  ein     lIalogenatom    bedeutet, einwirken lässt.  



  Das neue Farbstoff     derivat    stellt ein orange  braunes Produkt dar, das sieh in Wasser leicht  und klar     auflöst    und mit verdünnten Alkalien       dureli        Verseifung    das unlösliche Ausgangspig  ment wieder ergibt.  



  Der Ausgangsfarbstoff der angegebenen  Formel lässt sich in einfacher Weise herstellen  durch Vereinigen von     diazotiertem        2,5-Diehlor-          1        -aminobenzol    mit 1-     (2'-Oxy-3'-naphthoyl-          amino)        -2-methoxy    Benzol.

      Es eignen sich in erster Linie diejenigen       Halogenide,    die die Gruppe -GO-Halogen,  insbesondere die Gruppe     -COCl    enthalten,  wobei die an sich ebenfalls zur Bildung eines       Säurehalogenids    befähigte     -S03H-Gruppe     nicht in die Gruppe     -SO.-Halogen    umgewan  delt ist.  



  Das Säurechlorid der Formel  
EMI0001.0030     
    kann zum Beispiel erhalten werden, indem  man     Thiophen-2-carbonsäure    mit     Chlorsulfon-          säure    umsetzt. Die Herstellung erfolgt zweck  mässig in der Weise, dass man die betreffende  Säure bei Zimmertemperatur in einen Über  schuss von     Chlorsulfonsäure    einträgt, dann das  Gemisch während einiger Zeit bei höherer  Temperatur, z. B. bei etwa 100 , reagieren lässt,  abkühlt und auf 115 giesst, das entstandene  Säurechlorid in ein organisches Lösungsmittel,  z. B. in Äther, aufnimmt, die erhaltene Lösung  entwässert und schliesslich das Lösungsmittel       abdestilliert.     



       Säurehalogenide    der allgemeinen Formel  
EMI0001.0037     
    lassen sich zum Beispiel herstellen, indem man  ein     Thiophen-2-carbonsäure-halogenid    sulfo-           niert.    Die     Sulfonierung    lässt sich zum Beispiel  mittels     Schwefeltrioxyd    bei tiefer Temperatur  in flüssigem Schwefeldioxyd durchführen.  



  Eine besonders zweckmässige Methode     zur     Herstellung von     Säurehalogeniden    der Formel  
EMI0002.0006     
    stellt die     Umsetzung    von     Thiophen-2-earbon-          säure-5-sulfonsäure    mit Hilfe von aromati  schen     Siilfonsäurehalogeniden    wie     Benzolsul-          fonsäurechlorid    oder     p-Toluolsulfonsäurechlo-          rid    oder, was sich als besonders vorteilhaft er  weist, mit Hilfe von     Phosgen    dar. In der Regel  ist es zu empfehlen, diese Reaktion in Gegen  wart einer tertiären organischen Base, z. B.

    von     Trimethylamin,        Triäthylamin,        N-Methyl-          morpholin    oder vorzugsweise     Pyridin    vorzu  nehmen. Arbeitet man in Abwesenheit von       Pyridin    und in Gegenwart von     Trimethylamin     oder     Triäthylamin,    so ist für den glatten Ver  lauf der Reaktion im allgemeinen ein Zusatz  eines     inerten    organischen Lösungsmittels, wie  Benzol, Chlorbenzol,     o-Dichlorbenzol,1,2,4-Tri-          chlorbenzol,        Nitrobenzol,        Dioxan    usw., vorteil  haft.

   Diese Methoden bieten überdies den Vor  teil, dass die so erhaltenen     Gemische,    welche  die     gewünschten        Halogenide    der     Thiophen-2-          carbonsäure-5-sulfonsäure    enthalten, ohne wei  teres zur Umsetzung mit dem Farbstoff gemäss  vorliegendem Verfahren verwendet werden  können.  



  Solche     Gemische    werden zum Beispiel       zweckmässig    in der Weise hergestellt, dass man  zuerst die     Thiophen-2-carbonsälire-5-sulfon-          säure    in     Pyridin    einträgt und hierauf bei  etwas erhöhter Temperatur, z. B, bei 30 bis  40 , das     Säurehalogenid    (z. B.     p-Toluolsulfon-          säurechlorid)    zugibt bzw. gasförmiges     Phos-          gen    einleitet.  



  Ein besonders wertvolles     Acylierungsmittel     erhält man, wenn man dem nach der soeben  beschriebenen Weise erhaltenen Gemisch noch  eine stärkere tertiäre Base als     Pyridin,    z. B.       Trimethylamin    oder vorzugsweise     Triäthyl-          amin,    hinzufügt. So kann man beispielsweise    die     Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfonsä.ire    mit       Pyridin    vermischen, dann das     Säurehalogenid     zugeben oder     Phosgen    einleiten und schliesslich  noch     Triäthy        lamin    beifügen.

   Ferner kann  man auch die     Thiophen-2-ea.rbonsäure-5-sul-          fonsäure    mit einem     inerten    organischen Lö  sungsmittel, einer geeigneten tertiären Base  (vorzugsweise     Triäthylamin)    und dem Farb  stoff vermischen und dann in dieses Gemisch  das     Säurehalogenid    eintragen bzw.     Phosgen     einleiten. Schliesslich kann man auch     Thio-          phen-2-carbonsäure-5-sulfonsäureehlorid    oder       Thiophen    - 2 -     earbonsä.ureehlorid        -5-sul        fonsäiire     (z.

   B. hergestellt nach einer der weiter oben  erwähnten Methoden) unter Zusatz eines     iner-          ten,    organischen Lösungsmittels mit     Triäthyl-          amin    und dem Farbstoff vermischen und die       Acylierung    des Farbstoffes dann bei erhöhter  Temperatur durchführen.

   Auf alle diese Ar  ten wird sehr leicht zweimal der Rest  
EMI0002.0072     
    in das     Farbstoffmolekül    eingeführt, und zwar  wird einerseits die     Hy        droxylgruppe    des Restes  der Kupplungskomponente verestert und an  derseits tritt ein zweiter     Acy        lrest    in die     -I\TH-          Acylgruppe    ein.

   Auch bei der     Aeyliei-uing    mit  den     Säurehalogeniden    der Formel  
EMI0002.0082     
    erhält man Asylderivate dieser Zusammenset:       zung    und nicht etwa solche mit. dem Asylrest     $7     
EMI0002.0085     
    (vgl. auch     Ruggli,        Helv.        Chim.    Acta.,     Bd.24,          S.197,    1949).  



  Da das hierbei entstehende     Parbstoffderi-          vat    in Wasser leicht löslich ist, kann es leicht      kontrolliert werden, ob im Reaktionsgemisch  kein Ausgangsmaterial mehr vorhanden ist,  indem man feststellt, ob eine mit angesäuer  tem Wasser verdünnte Probe keinen wasser  unlöslichen Farbstoff mehr enthält.  



  Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches  kann zum Beispiel erfolgen, indem man das  (ranze nach erfolgter Abkühlung in verdünnte  Mineralsäure, beispielsweise Schwefelsäure,  giesst, aus der sauren Lösung das     Farbstoff-          derivat    durch Zugabe von     Natriumchlorid    ab  scheidet und abtrennt und gegebenenfalls  durch Lösen in schwach angesäuertem Wasser  und     Wiederausfällen    mit     Natriumchlorid    rei  nigt.  



  <I>Beispiel:</I>  10,4 Teile     Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfon-          säure    werden in 60     Volumteilen    trockenem       Pyriclin    unter Rühren gelöst und 7,75 Teile  des     Azofarbstoffes    aus     diazotiertem        2,5-Di-          chlor    -1-     aminobenzol    und 1-     (2'-        Oxy-3'-naph-          thoylamino)-2-methoxybenzol    zugegeben. In  dieses Reaktionsgemisch werden dann 6 Teile       Phosgen    bei 30 bis 40  innert 1 bis 11/2 Stunde  eingeleitet und darauf auf 90 bis 95  erhitzt.

    Nach etwa     1/,    Stunde Reaktionsdauer ist das Pig  ment gelöst und eine Probe des Reaktionsgemi  sches in Wasser klar löslich geworden. Das auf  Raumtemperatur abgekühlte Reaktionsgemisch  wird nun in eine Mischung von 250 Teilen  Wasser und 25 Teilen konzentrierter Schwe  felsäure eingerührt, 1.5 Teile     Natriumchlorid     zugegeben und auf 40 bis 50  erwärmt, wo  nach sich das Reaktionsprodukt in harziger  Form gut abscheidet und absetzt.

   Nach dem  Abgiessen des sauren     Pyridinwassers    wird  der Rückstand in 200 Teilen Wasser unter  Erwärmen auf 40 bis 50  gelöst, mit 15 Tei  len     Natriumchlorid    bei 40 bis 50  wieder har  zig abgeschieden, die Salzlösung     abgetrennt     und das     Reaktionsproclukt    dann im Vakuum  bei 40 bis 50  getrocknet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Azofarb- stoffclerivates, dadurch gekennzeichnet, dass man auf 1 Mol. des Azofarbstoffes der Formel EMI0003.0030 mindestens 2 Mol eines Halogenids der Formel EMI0003.0033 worin ein Y eine Oxygruppe und das andere Y ein Halogenatom bedeutet, einwirken lässt.
    Das neue Farbstoffderivat stellt ein orangebraunes Produkt dar, das sich in Was ser leicht und klar auflöst und mit verdünn ten Alkalien durch Verseifung das unlösliche Ausgangspigment wieder ergibt. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart einer tertiären Base arbeitet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von Pyridin arbeitet. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Säure halogenid verwendet, das man erhält, wenn man Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfonsäure in Gegenwart einer tertiären Base mit einem aromatischen Sulfonsäurechlorid behandelt. 4. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Säure halogenid verwendet, das man erhält, wenn man Thiophen-2-carbonsäure-5-sulfonsäure in Gegenwart einer tertiären Base mit Phosgen behandelt.
CH280728D 1949-07-22 1949-07-22 Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffderivates. CH280728A (de)

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