CH276418A - Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffderivates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffderivates.

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CH276418A
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B43/00Preparation of azo dyes from other azo compounds
    • C09B43/18Preparation of azo dyes from other azo compounds by acylation of hydroxyl group or of mercapto group

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Azofarhstoffderivates.       Es wurde gefunden, dass man zu einem  wertvollen     Azofarbstoffderivat    gelangt, wenn    man auf ein     Mol    des     Azofarbstoffes    der  Formel  
EMI0001.0005     
    mindestens 2     11o1    eines     Halogenides    der  Formel  
EMI0001.0008     
    worin ein Y eine     Hydroxylgruppe    und das  andere Y ein Halogenatom bedeutet, einwir  ken lässt.  



  Das neue     Farbstoffderivat    stellt ein brau  nes Pulver dar, das sich in Wasser mit brau  ner Farbe leicht und klar auflöst und mit  verdünnten Alkalien, z. B. Ammoniak, das  unlösliche blaue Ausgangspigment durch     Ver-          seifung    rasch wieder abscheidet.  



  Der Ausgangsstoff der angegebenen For  mel lässt sich in einfacher Weise herstellen  durch Vereinigen von     diazotiertem        4-Benzoyl-          amino-2,5-diäthoxy-l-aminobenzol    mit     (2'-          Oxy-3'-naphthoylamino)        -benzol.     



  Als     Halogenide    der angegebenen Formel  kommen insbesondere die Chloride in Be  tracht.  



  Es eignen sich in erster Linie diejenigen         Halogen.ide,    die die Gruppe     -CO-Halogen,     insbesondere die Gruppe     -COCl    enthalten,  wobei die an sich ebenfalls zur Bildung eines       Säurehalogenids    befähigte     -S03H-Gruppe     nicht in die Gruppe -SO-Halogen umgewan  delt ist.  



  Das Säurechlorid der Formel  
EMI0001.0025     
    kann z. B. erhalten werden, indem man     Fu-          ran-2-earbonsäure    mit     Chlorsulfonsäure    um  setzt. Die Herstellung erfolgt zweckmässig in  der Weise, dass man die     betreffende    Säure  bei Zimmertemperatur in einen Überschuss  von     Chlorsulfonsäure    einträgt, dann das Ge  misch während einiger Zeit bei höherer Tem  peratur, z. B. bei etwa 1000, reagieren lässt,  abkühlt und auf Eis giesst, das entstandene  Säurechlorid in ein organisches Lösungsmittel,  z.

   B. in Äther, aufnimmt, die erhaltene Lösung  entwässert und schliesslich das Lösungsmittel       abdestilliert.              Sä.urelialogenide    der allgemeinen Formel  
EMI0002.0002     
    lassen sich z. B. herstellen, indem man ein       Furan-2-carbonsäurehalogenid    sulfoniert. Die       Sulfonierung    lässt sich z. B. mittels     Schwefel-          trioxyd    bei tiefer Temperatur "in flüssigem  Schwefeldioxyd durchführen.  



  Eine besonders zweckmässige Methode zur  Herstellung von     Säurehalogeniden    der For  mel  
EMI0002.0008     
    stellt die Umsetzung von     Furan-2-carbon-          säure-5-sulfonsäure    mit Hilfe von aromati  schen     Sulfonsäurehalogeniden    wie     Benzolsul-          fonsäureehlorid    oder     p-Toluolsulfonsäure-          chlorid    oder, was sieh als besonders vorteil  haft erweist, mit Hilfe von     Phosgen    dar. In  der Regel ist es zu empfehlen, diese Reaktion  in Gegenwart einer tertiären organischen  Base, z.

   B. von     Trimethylamin,        Triäthylamin,          N-Methyl-morpholin    oder vorzugsweise     Pyri-          din,    vorzunehmen. Arbeitet man in Abwesen  heit von     Pyridin    und in Gegenwart von     Tri-          inethylamin    oder     Triäthylamin,    so ist für den  glatten Verlauf der Reaktion im allgemeinen  ein Zusatz eines     inerten    organischen Lösungs  mittels wie Benzol, Chlorbenzol,     o-Dichlor-          benzol,        1,2,4-Trichlorbenzol,    Nitrobenzol,

         Dioxan    usw. vorteilhaft. Diese Methoden bie  ten überdies den Vorteil, dass die so erhal  tenen Gemische, welche die gewünschten Halo  genide der     Furan-2-carbonsäure-5-sulfonsäure     enthalten, ohne weiteres gemäss vorliegendem  Verfahren zur     Umsetzung    mit dem Farbstoff  verwendet werden können.  



  Solche Gemische werden z. B. zweckmässig  in der Weise hergestellt, dass man zuerst die       Furan-2-carbonsäure-5-sulfonsäure    in     Pyri-          din    einträgt und hierauf bei etwas erhöhter  Temperatur, z. B. bei 30 bis 400, das Säure-         halogenid    (z. B.     p-Toluolsulfonsäurechlorid)     zugibt bzw. gasförmiges     Phosgen    einleitet.  



  Ein besonders geeignetes     Acylierungs-          mittel    erhält man, wenn man dem nach der  soeben beschriebenen Weise erhaltenen Ge  misch noch eine stärkere tertiäre Base als     Py-          ridin,    z. B.     Trimethylamin    oder vorzugsweise       Triäthylamin,    hinzufügt.

   So kann man bei  spielsweise die     Furan        2-carbonsäure-5-sulfon-          säure    mit     Pyridin    vermischen, dann das       Säurehalogenid    zugeben oder     Phosgen    einlei  ten und schliesslich noch     Triäthylamin    beifü  gen.

   Ferner kann man auch die     Furan-2-car-          bonsäure-5-sulfonsäure    mit. einem     inerten    or  ganischen Lösungsmittel, einer geeigneten  tertiären Base (vorzugsweise     Triäthylamin)     und dem Farbstoff vermischen und dann in  dieses Gemisch das     Säurehalogenid    eintragen  bzw.     Phosgen    einleiten. Schliesslich kann man  auch     Furan-2-carbonsäure-5-sulfonsäurechlo-          rid    oder     Furan-2-carbonsäurechlorid-5-sulfon-          säure    (z.

   B. hergestellt nach einer der weiter  oben erwähnten Methoden) unter Zusatz eines       inerten,    organischen Lösungsmittels mit     Tri-          äthylamin    und dem Farbstoff vermischen  und die     Acylierung    des Farbstoffes dann bei  erhöhter Temperatur durchführen.

   Auf alle  diese Arten wird sehr leicht zweimal der Rest  
EMI0002.0066     
    in das     Farbstoffmolekül    eingeführt, und     zwar     wird einerseits die     Hydroxylgruppe    des Restes  der Kupplungskomponente verestert und an  derseits tritt ein zweiter     Acylrest    in die     -NH-          Acy        lgruppe    ein.

   Auch bei der     Acylierung    mit  den     Säurehalogeniden    der Formel  
EMI0002.0076     
    erhält man     Acylderivate    dieser     Zusammen-          set7ung    und nicht etwa solche mit dem       Acylrest       
EMI0003.0001     
         (vergl.    auch     Ruggli,        I3elv.        Chim.    Acta,     Bd.     24, S. 197, 1941).  



  Da das hierbei entstehende Farbstoff  deriv     at    in Wasser leicht löslich ist, kann es  leicht kontrolliert werden, ob im     Reaktions-          gemiscli    kein     Ausgangsmaterial    mehr vorhan  den ist, indem man feststellt, ob eine mit an  gesäuertem Wasser verdünnte Probe keinen  wasserunlöslichen Farbstoff mehr enthält.    Die Aufarbeitung des Reaktionsgemisches  kann z.

   B. erfolgen, indem man das Ganze  nach erfolgter Abkühlung in verdünnte Mine  ralsäure, beispielsweise Schwefelsäure, giesst,  aus der sauren Lösung das     Farbstoffderivat     durch Zugabe von     Natriumchlorid    abscheidet  und abtrennt und gegebenenfalls durch Lösen  in schwach angesäuertem Wasser und Wieder  ausfällen mit     Natriumchlorid    reinigt.  



  <I>Beispiel 1:</I>  4,8 Teile     Furan-2-carbonsäure-5-sulfon-          säure    werden in 40     Volumteilen    trockenem       Pyridin    unter Rühren gelöst und 3,6 Teile des       Azofarbstoffes    aus     diazotiertem        4-Benzoyl-          amino-2,5-diäthoxy-l-aminobenzol    und     (2'-          Oxy-3'-naphthoylamino)-benzol    zugegeben. Zu  diesem Reaktionsgemisch werden dann 5,2  Teile     p-Toluolsulfochlorid    und darauf noch  11,6 Teile     Triäthylamin    zugefügt.

   Das Reak  tionsgemisch wird dann unter Rühren auf 90  bis 950 erhitzt, wobei nach kurzer Reaktions  dauer (15 Minuten) die     AcylierLing    erfolgt  ist und eine Probe des Reaktionsgemisches in  Wasser klar löslich geworden ist.  



  Das auf Raumtemperatur abgekühlte Reak  tionsgemisch wird nun in eine Mischung von  150 Teilen Wasser und 21 Teilen konzen  trierter Schwefelsäure eingerührt, 10 Teile       Natriumchlorid    zugegeben und auf 40 bis 500  erwärmt, wonach sich das Reaktionsprodukt  in harziger Form gut abscheidet und absetzt.  Nach dem Abgiessen des sauren Pyridinwas-         sers    wird der Rückstand in 150 Teilen Wasser  unter Erwärmen auf 40 bis 500 gelöst, mit 20  Teilen     Natriumchlorid    bei 40 bis 500 wieder  harzig abgeschieden und nach Abtrennen des  Salzwassers im Vakuum bei 40 bis 500 ge  trocknet.  



  <I>Beispiel 2:</I>  17,2 Teile     Furan-2-carbonsKure-5-sulfon-          säure    werden in 120     Volumteilen    trockenem       Pyridin    unter Rühren gelöst und 11,5 Teile  des     Azofarbstoffes    aus     diazotiertem        4-Benzoyl-          amino-2,5-diäthoxy-l-aminobenzol    und     (2'-          Oxy-3'-naphthoylamino)-benzol    zugegeben. In  dieses Gemisch werden dann 10,7 Teile     Phos-          gen    bei 30 bis 400 innert zirka     l1/2    Stunden  eingeleitet und darauf auf 90 bis 950 erhitzt.

    Nach etwa 2 Stunden Reaktionsdauer ist das  blaue Ausgangspigment gelöst und eine Probe  des Reaktionsgemisches in Wasser mit brau  ner Farbe klar löslich geworden. Das auf  Raumtemperatur abgekühlte Reaktionsgemisch  wird nun in eine Mischung von 450 Teilen  Wasser und 63 Teilen konzentrierter Schwe  felsäure eingerührt, 30 Teile     Natriumchlorid     zugegeben und auf 40 bis 500 erwärmt, wo  nach sich das Reaktionsprodukt in harziger  Form. gut abscheidet und absetzt. Nach dem  Abgiessen des sauren     Pyridinwassers    wird der  Rückstand in 400 Teilen Wasser unter Er  wärmen auf 40 bis 500 gelöst, mit 60 Teilen  N     atriumchlorid    bei 40 bis 500 wieder harzig  abgeschieden und nach Abtrennen des Salz  wassers im Vakuum bei 40 bis 500 getrocknet.

           Beispiel   <I>3:</I>  6,5 Teile     Furan-2-carbonsäure-5-sillfon-          säurechlorid    werden in 40     Volumteilen     trockenem     Pyridin    unter leichtem     Erwär-          men    gelöst und darauf 1,1 Teile des       Azofarbstoffes    aus     diazotiertem        4-Benzoyl-          a.mino    - 2,5 -     diäthoxy    -1-     aminobenzol    und  (2' -     Oxy    - 3' -     naphthoylamino)    -Benzol zuge  geben.

   Man erhitzt dann das Reaktionsgemisch  unter Rühren auf 90 bis 950. Nach etwa       ?!i    Stunde Reaktionsdauer ist das blaue Aus  gangspigment in Lösung gegangen und ein  braunes Reaktionsgemisch entstanden; eine  Probe desselben ist in Wasser und brauner      Farbe löslich geworden. Die Isolierung des       Acylierungsproduktes    erfolgt wieder entspre  chend der im Beispiel 2 beschriebenen Ar  beitsweise, und das erhaltene Reaktionspro  dukt ist mit demselben identisch.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Azofarb- stoffderivates, dadurch gekennzeichnet, dass man auf ein Mol des Azofarbstoffes der Formel EMI0004.0006 mindestens 2 llol eines Halogenides der Formel ' EMI0004.0009 worin ein Y eine Hydroxylgruppe und das andere Y ein Halogenatom bedeutet, einwir ken lässt. Das neue Farbstoffderivat stellt ein brau nes Pulver dar, das sich in Wasser mit brau ner Farbe leicht und klar auflöst und mit verdünnten Alkalien, z. B.
    Ammoniak, das unlösliche blaue Ausgangspigment durch Ver- seifung rasch wieder abscheidet. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren gemäss Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass man in Gegen wart einer tertiären Base arbeitet. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in Gegenwart von Pyridin arbeitet. 3. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteransprüehen 1 und ?, dadurch gekenn zeichnet, dass man in Gegenwart von Pyridin und Triäthy lamin arbeitet. 4.
    Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Säure halogenid verwendet, das man erhält, wenn man Furan-2-carbonsäure-5-sulfonsäure in Ge genwart einer tertiären Base mit einem aro- mat.ischen Sulfonsäurechlorid behandelt. 5. Verfahren gemäss Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Säure halogenid verwendet, das man erhält, wenn man Furan-2-earbonsäure-5-sulfonsäure in Cle- genwart einer tertiären Base mit Phosgen behandelt.
CH276418D 1950-06-07 1949-07-22 Verfahren zur Herstellung eines Azofarbstoffderivates. CH276418A (de)

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