Antennenweiche für zwei Betriebsfrequenzen. Bei drahtlosen Gegensprechanlagen ist es bekannt, für Sender und Empfänger, welche auf zwei verschiedenen Betriebsfrequenzen ar beiten, eine gemeinsame Antenne zu benützen und Sender und Empfänger über eine An- tennenweiehe an die Antenne zu koppeln. Der Antennenweiche fällt die Aufgabe zu, zu verhindern, dass Energie des Senders auf den Empfänger und Einpfangsenergie auf den Sender fliesst.
In bekannter Weise besteht eine derartige Antennenweiche, wie sie in Fig. <B>1</B> der Zeichnung dargestellt ist, aus zwei Fil tern<B>A</B> und B, welche bei hinreichend niederer Frequenz als Zweipolfilter ausgebaut sein können. Bei Frequenzen über<B>100</B> MHz sind die Verluste infolge der Streuikapazität bei der üblichen Bauweise so gross, dass die Filter als Vierpolfilter ausgebildet sein müssen, wo bei die vorhandenen Stre-Likapazitäten zu Re- sonanzsehwingkreisen gegen Erde ausgebildet werden können.
Bei diesen hohen Frequenzen ist es ferner gegeben, die Filter als Schwing töpfe auszubilden. In Fig. 2 ist das weiter un ten näher erläuterte Ersatzschema einer der artigen 'Weiehe dargestellt. Die Realisierung solcher erdasymmetriseher Vierpolfilter berei tet gewisse Schwierigkeiten und führt zu Schwingtöpfen mit relativ grossem Volumen. Bei ortsfesten Stationen können Apparate von grossem Volumen und grossem Gewicht unter Umständen in Kauf genommen werden. Bei mobilen Stationen, zum Beispiel in Automo bilen, sind Raumbedarf und Gewicht der Apparate beschränkt und von ausschlaggeben der Bedeutung.
Die vorliegende Erfindung betrifft Beine Antennenweiehe, die sich insbesondere bei mo bilen Sende-Empfangsstationen für Gegen sprechen auf zwei Kanälen mit Betriebsfre quenzen höher als<B>100</B> MHz eignet. Dieselbe besteht aus erdasymmetrisehen Vierpolfiltern, die<B>je</B> ein aus zwei Teilgliedern bestehendes Längsglied aufweisen, wobei das Längsglied des einen Filters die erste Frequenz durch- lässt und die zweite sperrt, das Längsglied des andern Filters dagegen die zweite Fre quenz durchlässt und die erste sperrt, und ist dadurch gekennzeichnet,
dass in jedem Filter zur Vermeidung der Streukapazität des einen Teilgliedes gegen Erde dieses Teilglied in das als Sehwingkopf ausgebildete andere Teil glied hinein verlegt ist, und dass die Streu kapazität des äussern 'Teilgliedes zu einem querliegenden Parallelschwingkreis ergänzt ist.
Dabei werden zweckmässig die innern Teile der beiden Filter in zwei nebeneinanderlie- genden Kammern eines prismatischen Gehäu ses angeordnet, welches die Aussenwände dei äussersten Schwingtöpfe bildet, während da# innerste Teilglied jedes Filters auf dem kür zesten Weg mit dem für beide Filter gemein samen Antennenanschluss verbunden wird.
Die Erfindung wird an Hand der Zeieh. nang näher erläutert. Fig. <B>1</B> zeigt das 13lockschema einer be kannten Antennenweiche mit Zweipolfiltern.
Fig. 2 zeigt das Ersatzschema einer be kannten Antennenweiche mit Vierpolfiltern. Fig. <B>3</B> zeigt das Ersatzschema des in Fig. 4 gezeigten Ausführungsbeispiels der Anten nenweiche nach der Erfindung<B>.</B>
In Fig. <B>1</B> ist einerseits ein Sender<B>S</B> mit der Frequenz f" über ein Filter<B>A</B> mit einer Antenne verbunden und anderseits ein Emp fänger<B>E</B> mit der Frequenz über ein Filter B mit derselben Antenne verbunden. Das Filter<B>A</B> bildet einen Durehlass für die Fre quenz und eine #Sperrung für die Frequenz f", während das Filter B einen Durehlass für die Frequenz f" und eine Sperrang für die Frequenz f, darstellt. Die beiden Filter<B>A</B> und B sind als Zweipolfilter ausgebildet.
Für Frequenzen höher als<B>100</B> TUHz sind solche Filter infolge der Streukapazitäten nicht mehr realisierbar, und man ist gezwungen, die Filter in Form von Vierpolfiltern auszu bilden. Fig. 2 zeigt das Ersatzschema einer mittels Schwingtöpfen gebildeten Antennen weiche.
Senderseitig weist das Filter ein Längsglied b, <B>c</B> auf, das gebildet ist durch einen Parallelschwingkreis <B>c</B> und einen in Serie dazu liegenden Kondensator b. Der Sehwingkreis c ist abgestimmt auf die Emp fängerfrequenz<B>f,</B> und bewirkt dadurch die Sperrung dieser Frequenz gegen den Sender.
Die für die Senderfrequenz <B>f,</B> resultierende Induktivität des Schwingkreises<B>c</B> wird durch den Kondensator<B>b</B> kompensiert, so dass das Längsglied für die Frequenz f" eine Durch- lassstelle aufweist. Die Streukapazität des Sellwingkreises <B>c</B> gegen Masse ist durch eine Induktivität zu einem Parallelschwingkreis d ergänzt, welcher auf die Durehlassfrequenz <B>f,</B> abgestimmt ist. Ähnlich ist die Weiche auf der Empfängerseite ausgebildet.
Der Schwing kreis<B>f</B> ist auf die Senderfrequenz <B>f,</B> abge stimmt und sperrt diese Frequenz gegen den Empfänger. Die Induktivität <B>g</B> kompensiert die für die Empfängerfrequenz resultierende Kapazität des Schwingkreises<B>f,</B> so dass das Längsglied f, <B><I>g</I></B> für die Frequenz<B>f,</B> eine Durehlassstelle aufweist.
Die Streukapazität des Schwingkreises<B>f</B> gegen Masse ist durch eine Induktivität zu einem Parallelsehwing- kreis e ergänzt, welche auf die Durchlass- frequenz f" abgestimmt ist.
Die Streukapazität des Kondensators<B>b</B> ist zu einem Parallel- schwingkreis a und die Streukapazität der In- duktivität <B>g</B> zu einem Parallelschwing-kreis h ergänzt.<B>Es</B> liegen nun senderseitig die drei Schwingkreise a,<B>d,</B> e parallel, und ihre resul tierende Abstimmfrequenz muss <B>f,</B> betragen. Der Schwingkreis a ist angenähert auf die Frequenz 2 abgestimmt.
Diese Annähe rung gilt, wenn f#--f, <B><I> < - f,</I></B> ist und zugleich die Kapazitäten der drei Sehwingkreise an genähert gleich sind. Auf der Empfängerseite liegen die drei Sehwingkreise <B><I>d,</I></B><I> e, h,</I> parallel. Ihre resultierende Abstimmfrequenz muss <B>f,</B> betragen. Der Sehwingkreis h ist angenähert auf die Frequenz 2 f,#--f, abgestimmt.
Bei einer bekannten Ausführung dieser Weiehe, bei der man diese Filter in Form von Sehwing- töpfen realisiert, hat, stellt der Sellwingkreis c, einen Topf dar, der innerhalb des Sehwing- topfes <B>d</B> liegt, während der Kondensator<B>b</B> innerhalb eines andern Sehwingtopfes <B>a</B> liegt. Desgleichen liegt der Sehwingtopf <B>f</B> innerhalb des Topfes e und die Induktivität <B>g</B> inner-, halb eines Topfes k.
Wenn man nun statt dessen den Konden sator<B>b</B> in den Sehwingtopf <B>c</B> verlegt und ebenso die Induktivität <B>g</B> in den Sehwingtopf <B><I>f,</I></B> so wird eine wesentliche Vereinfaehung erreicht, indem die Töpfe a und h mit den Streukapazitäten der Glieder<B>b</B> bzw. <B>g</B> dahin fallen.
Fig. <B>3</B> zeigt das sieh so ergebende Ersatz- sehema, während Fig. 4 die Anordnung der i Sehwingtöpfe bei einem entsprechenden Aus führungsbeispiel der Erfindung darstellt.
In Fig. <B>3</B> entsprieht der Parallelresonanzkreis I dem Kreis<B>d.</B> von Fig. 2, während die Teil glieder II und III des Längsgliedes<B>11,</B> 111 den Teilgliedern c und<B>b</B> von Fig. 2 entspre- eben. Analoges gilt für die mit IV, V, VI in Fig. <B>3</B> bzw. <B><I>g, f,
</I></B> e in Fig. 2 bezeichneten Teil des andern Vierpolfilters. Die W, eiche weist ein nach Fig. 4 prismatisehes Metallgehäuse<B>1 5</B> auf, das durch eine Wand 2 in zwei Kam- mern <B><I>A,</I></B><I> B</I> geteilt wird. Der Antennenan- sehluss ist mit<B>3,</B> die Senderleitung mit 4 und die Empfängerleitung mit<B>5</B> bezeichnet.
Die Senderleitung mit der Frequenz<B>f,</B> führt zu einein Sehwingtopf I, dessen #Steinpel ein zylindriseher -.Mantel <B>6</B> ist und dessen Streu- kapaziUt gegen Erde<B>(1)</B> im wesentlichen durch den Aufsatz<B>7</B> gebildet wird. Zwischen dem Deckel<B>8</B> und dem Gehäuse ist ein Ab- stimmkondensator <B>9</B> angeordnet.
Innerhalb dieses Sehwingtopfes I ist ein weiterer pilz- föriniger Sehwingtopf II angeordnet, der aus dein Schaft<B>10</B> und dem Zylinder<B>11</B> besteht. Die Abstimmung des Topfes II erfolgt durch den Kondensator 12. Der Topf II entspricht dem Sehwin,-kreis II des Ersatzschemas.
Die abstimmbare Kapazität III ist in den Topf II hineingebalat und durch diesen vollständig abgeschirmt, so dass es keine Streukapazität gegen Erde<B>(1)</B> aufweist. Die Streukapazität des äussern Teilgliedes II ist durch den Kon densator<B>9</B> und den Sehwingtopf I zu einem querliegenden Parallelschwingkreis ergänzt.
Die Kammer B der Empfängerseite ist in gleicher Weise a Lifgebaut wie die Kammer<B>A.,</B> nur ist an Stelle der Kapazität III im innern Topf V eine abstiminbare Induktivität IV angeordnet. Die Verbindungen von Konden sator III und Induktivität IV zum Anten- nenansehluss <B>3</B> erfolgen auf dem kürzesten Weg durch die Topfmäntel.
Sämtliche Ab- gleiehorgane 111,<B>9,</B> 12 des Filters<B>A</B> sowie die entsprechenden Abgleichorgane des Filters B sind von aussen einstellbar.