CH283592A - Feuerlöschanlage. - Google Patents
Feuerlöschanlage.Info
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Description
Feuerlöschanlage. Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Feuerlösehanlage, z. B. in Form eines Feuerlösehfahrzeuges. Die Erfindung besteht darin, dass ein Verdiehter und Vorrichtungen vorgesehen sind, in denen das vom Verdiehter erzeugte gasförmige Drtiekmeciium, z. B. Druekluft, für Feuerlöschzwecke ausgenutzt werden kann.
Mit dem Druekmedium wird vorzugsweise ein Strahlapparat betrieben, der an die Lösch wasserpumpe zur anfänglichen Entlüftung der Pumpe und deren Saugleitung angeschlos sen ist. Ein solcher Strahlapparat ist, wenn er beispielsweise mit einem Druck von 6 bis 8 at des Druekmediums betrieben wird, hin sichtlich der erreichbaren Ansaughöhe wesent lich wirksamer als die für den gleichen Zweek bisher üblichen, dureh die Abgase des Fahr zeugmotors betriebenen Strahlapparate, die ausserdem den Sachteil haben,
dass sie durch die Teerabseheidungen der Abgase nach kur zer Betriebsdauer störanfällig werden.
Eine weitere Vorrichtung für die Aus nutzung des Druckmediums besteht z. B. in einer von dem Drnekmedinm betätigten Pumpe, z. B. in Form eines Strahlapparates, die an eine Löschwasser-Förderleitung an geschlossen ist, und Wasser über einen Luft abscheideraum vorzugsweise in einen Behälter z. B. eines Feuerlöschfahrzeuges fördert oder die Förderung eines üblichen, durch Wasser strahl betätigten Strahlapparates unterstützt. Diese Einrichtung kommt vor allem dann in Betraeht, wenn der Wasserspiegel der Ent nahmestelle so tief liegt, dass er ein ein faehes Ansaugen nicht mehr zulässt.
Ferner kann eine Vorrichtung zur Zer- stäubung des Löschwasserstrahles mittels des Druckmediums vorgesehen sein, um eine Ver dampfung des Wassers durch die Wärme des zu löschenden Brandes zu begünstigen. Es ist. bekannt, statt dessen den ll'asserstrahl mittels eines besonders dafür ausgebildeten Strahlrohres durch die Druekenergie allein des Wassers zu zerstäuben. -Man hat damit jedoch nur verhältnismässig geringe Wurf weiten des Strahles erzielt und diese auch durch Steigerung des Wasserdruekes nicht wesentlich verbessern können.
Auch kann eine Vorrichtung zum Ein führen des Druckmediums in die Druekleitung der Löschwasserpumpe vorgesehen werden, sei es zur Verminderung des Strömungswider standes, sei es, um das Druekmedium nach der Brandstelle zu leiten, wo sie in einem besonderen Abseheider wieder von dem Was ser getrennt werden kann, z. B. zur Belüftung der Brandstelle.
Es können ferner -Massnahmen getroffen sein, um das Druckmedium als Druckmittel für die Zerstäubung besonderer Löschmittel, z. B. von Schaum, Löschpulver oder Tetra ehlorkohlenstoff, benutzen zu können. Zu diesem Zweck wird eine Druckleitung für das Druckmedium z. B. an den über dem Löschmittel liegenden Raum eines Löschmittel behälters angeschlossen.
Endlich ist es zweckmässig, Chemikalien, welche dem Löschiv asserstrom zugesetzt wer den müssen, nicht mehr wie bisher durch An saugen einzufügen, weil hierdurch hohe Druck verluste des Löschwasserstromes entstehen. Zu diesem Zweck können Massnahmen getrof fen sein, mittels welcher die Chemikalien aus an Leitungen für das Druekmedium an geschlossenen Vorratsbehältern vermittels des Druckmediums über an die Behälter an geschlossene Abgangsleitungen dem Lösch wasserstrom unter Druck beigemischt werden können, so dass Druckverluste desselben ver mieden sind.
Schliesslich gibt es eine Reihe weiterer Anwendungen z. B. von Druckluft als Druck medium im Feuerlöschwesen, so z. B. die Be- oder Entlüftung der Brandstelle, die Versor gung von Atemgeräten, der Betrieb von Werk zeugen und Signaleinrichtungen.
Je nach Art der Anwendung des vom Verdichter gelieferten Druckmediums können Druckminderventile notwendig sein.
In der beiliegenden Zeichnung ist ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt: Fig. 1 schematisch ein Feuerlöschfahr zeug, Fig.2 einen Teil des Fahrzeuges im Zu sammenhang mit einer Einrichtung zur För derung von Löschwasser und Fig.3 eine Einrichtung zum Beimischen von Druckluft zum Löschwasser und ein dazu gehöriges Strahlrohr.
Bei dem Fahrzeug nach Fig. 1 treibt der Motor 1 über das Getriebe 2 in üblicher Weise die Hinterachse 3. Vom vordern Ende der Motorwelle wird eine bekannte Lösehwasser- pumpe 4 angetrieben. Es ist ausserdem ein Luftverdiehter 5 vorhanden, der seinen An trieb ebenfalls vom Motor 1 erhält. Dieser Verdichter wird beispielsweise als üblieher Verdichter mit hin- und hergehendem Kolben ausgebildet. Er kann aber auch nach irgend einer andern bewährten Bauweise ausgebildet sein. Auf dem Fahrzeug sind hinten ein Lösehwasserbehälter 6 und ein Behälter 7 für besondere Löschmittel, z.
B. Sehaumlöseh- mittel, vorgesehen.
Die Lösehwasserpumpe -t saugt durch die Leitung 8 au, die in zwei Leitungen 9, 10 verzweigt ist. Je nach Öffnung des einen oder andern zwisehengesehalteten Ventils entnimmt die Pumpe 4 das Wasser entweder dem Behälter 6, oder sie saugt Wasser aus irgendeiner vorhandenen Entnahmestelle, bei spielsweise einem Brunnen 11. An den Druielz- atutzen 12 der Pumpe können in üblicher Weise die Drucl"selrläuelre an-esehlossen wer den.
Die Druckleitung 13 des Luftverdiehters 5 führt einerseits in einen Luftbehälter 14 und anderseits nach einzelnen Ansehlussstellen 15, denen nach Bedarf Druekluft zum Antrieb verschiedener nicht zu Feuerlösehzweeken die nender Geräte entnommen erden kann. Eine Druckluftleitung 16 speist einen Strairlappa- rat 17, mit dem die Pumpe 4 und deren Saug leitung 8, 10 bei ihrer Inbetriebnahme ent lüftet werden können.
An den Druckluftbehälter 14 ist eine wei tere Luftleitung 18 angeschlossen. Diese führt über eine Abzweigung in den über dem Löseh- mittel befindlichen Luftraum des Behälters 7, der dadurch unter dem zum Verspritzen bz -. Zerstäuben notwendigen Druelz gehalten wird. Der andere Zweig 19 dient zum Anschluss weiterer Geräte.
Nach Fig. 2 ist vom Zweig 19 eine Druck- lrrftleitung 20 nach einer in den Brunnen 27 hinabgelassenen Strahlpurnpe 22 geführt, die Wasser des Brunnens durch eine Leitung 2:3 in den Lösehwasserbehälter 6 fördert. Die im Wasserstrom mitgeführte Luft wird im Be hälter abgeschieden.
Die Förderung des durch Gien Luftstrahl betätigten Strahlapparates ?'_' könnte dadurch unterstützt werden, dass ein durch Druckwasser betätigter Strahlapparat unterhalb des Druekluft-Strahlapparates 22 an der Förderleitung \?3 angeordnet ist, so da.ss beide Strahlapparate nacheinander auf den Förderstrom einwirken.
Die Einrichtung zum Beimischen von Druckluft zum Löschwasserstrom nach Fig. 3 besitzt eine behälterartige Erweiterung 24 der Löschwasserleitung, in die von der Seite her die Druekluftzuführung 25 eingesetzt ist. Die Druckluft tritt durch drei im Dreieck an- :;eordnete Düsen 26 in Strömungsrichtung des Löschwassers in drei gleichachsig ztt den Düsen angeordneten Verrturidüsen 27 ein, in denen eine Vermischung und feine Verteilung der Luft mit dem in die Venturikanäle 27 hineingerissenen Nasser stattfindet..
Die Mischung von Löschwasser und Druck luft gelangt über die Schlauchleitung 28 nach dem Strahlrohr 29. In diesem erhält das Ge misch durch eine in das Rohr eingesetzte Schraubenführung 30 einen Drall, der durch die Wirkung der Fliehkraft das Wasser an die Aussenwand schleudert, so dass die Druck luft nach innen abgeschieden wird und durch ein gleichachsig in das Strahlrohr eingesetztes Rohr 31 in einen Raum vor der Austritts öffnung der Strahldüse 32 geführt wird. Die an dieser Stelle in Strömungsrichtung des Wassers austretende Druckluft dient zur Zer- stäubung des Löschwasserstrahles.
Es ist natürlich auch denkbar, dass die durch Fliehkraft abgeschiedene Druckluft, für andere Zwecke, z. B. zur Belüftung der Brandstelle, verwertet wird. Dies ist vorteil haft, da für die Zuleitung der Druckluft be sondere Schlauchleitungen eingespart werden, wenn Druckluft und Wasser zusammen be fördert werden.
Claims (1)
- PATENT ANSPRUCH: Feuerlöschanlage, gekennzeichnet durch einen Verdichter und Vorrichtungen, in denen das vom Verdichter erzeugte gasförmige Druckmedium für Löschzwecke ausgenutzt Werden kann. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1. Anla.;-e nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch einen mit dein Druckmedium rrt betreibenden Strahlapparat (17), der an die Löschwasserpumpe (4) zur Ermöglichung der Entlüftung der Pumpe (4) und deren Saugleitung (8, 10) angeschlossen ist. 2.Anlage nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine mit dem Druckmedium zu betreibende Vorrichtung (22), die an einer- Lösehwasser-Förderleitung (23) angeordnet ist und Wasser über einen Luftabseheideraum irr einen Wasserbehälter (6) der Anlage för dert. 3. Anlage nach Unteranspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass zusätzlich zur vorgenann ten Fördervorrichtung (22) eine durch Druckwasser zrt betreibende Vorrichtung vor banden ist, welche dazu bestimmt ist, die För derung jener Vorrichtung (22) zu unter stützen. 4.Anlage nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch eine Vorrichtung (24 bis 27), in der Druckmedium auf der Drnekseite der Löschwasserpumpe dem Nasser zugesetzt < < -erden kann. 5. Anlage nach Unteranspruch 4, gekenn zeichnet durch ein Strahlrohr (29) mit einer Einrichtung für die Zerstäubung des Lösch wassers mittels des Druckmediums. 6. Anlage nach Patentanspruch, gekenn zeichnet durch mindestens eine Abzweigung (15) einer Druckmediumleitung (l.6), zur Entnahme von Druckmedium zum Antrieb von nicht zu Löschzwecken dienenden Ge räten bestimmt. 7.Anlage nach Patentanspruch, mit einem Behälter (7) für Löschmittel, gekennzeichnet durch eine an den obern, nicht zur Aufnahme von Löschmittel bestimmten Teil des Behälter raumes angeschlossene Druckmediumleitung. B. Anlage nach Patentanspruch, mit Be hältern für Chemikalien, gekennzeichnet durch nach den Behältern führende Druck mediumleitungen und weitere von den Behäl tern ausgehende Leitungen, durch die die Chemikalien mittels des in den Behältern ein geführten Druckmediums in den Löschwa.sser- strom gedrückt werden können.
Applications Claiming Priority (1)
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| CH283592D CH283592A (de) | 1950-01-11 | 1950-02-13 | Feuerlöschanlage. |
Country Status (1)
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| CH (1) | CH283592A (de) |
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