CH284291A - Zuchtanlage für Pilze und Bleichgemüse. - Google Patents
Zuchtanlage für Pilze und Bleichgemüse.Info
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Description
Zuchtanlage für Pilze und Bleichgemüse.
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Zuchtanlage für Pilze und Bleichgemüse, welche Träger für Innendecke und Dach aufweist, die aus mindestens zwei von der Dachmitte der Anlage naeh zwei Seiten hin abfallende, hoehkantgestellte Bretter und mindestens einem damit verbundenen hochkant- gestellten, waagrecht verlaufenden Brett gebildet sind, wobei an den so gebildeten Trä gern an deren untern Schmalseiten die Innendecke befestigt ist, über der eine Schicht Isoliermaterial vorgesehen ist, und auf deren obern Schmalseiten das Deekmaterial zur Auflage kommt und diese Träger auf Wandungen abgestützt sind, welche eine Befeuchtungs- mögliehkeit,
Wasser-Aufnahme- und -Abgabefähigkeit aufweisen und gleichzeitig gegen aussen abschliessend und isolierend wirken.
Dadurch ergeben sich verschiedene Vorteile, wie Einsparung an Baumaterial, leichte Erstellungsm¯glichkeit unter Verwendung eventuell vorfabrizierter Bauelemente. Die gleichen Bauelemente, welche als Träger für das Dach dienen, dienen zugleich auch als Träger f r die Innendecke. Der zwischen In nendecke und Dach befindliche Hohlraum gibt eine vorzügliche Isolationsmoglichkeit, so dass während eines grossen Teils des Jahres ideale Temperaturverhältnisse f r die Kul- turen im Innern der Zuchtanlage vorhanden sind, und nur während der kältesten Jahreszeit geheizt werden muss.
Durch die Befeuch- tungsmögliehkeit und Wasseraufnahme-und Abgabefähigkeit der innern Teile der Wanclungen kann man je naeh Erfordernis auf einfache Weise den Feuchtigkeitsbedarf der Luft in der Zuchtanlage regulieren. Es ist somit möglich, in der Zuchtanlage f r das Gedeihen der Kulturen erforderliche optimale Temperatur-, Feuchtigkeits-und Luftverhält- nisse zu schaffen.
In den drei Figuren der beiliegenden Zeichnung sind drei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes im Querschnitt dargestellt.
Nach Fig. 1 bestehen die Träger für Innendecke und Dach je aus zwei von der Anlagemitte nach zwei Seiten hin abfallenden hoch kantgestellten Brettern a, welche je mit einem waagrecht verlaufenden, hoehkantgestellten Brett b und je mit einem im Abstand darüber- liegenden gleiehlaufenden kürzeren Brett c verbunden sind. Die beiden letzteren waagrecht verlaufenden Bretter c und b sind überdies durch je ein senkrecht verlaufendes Stützbrett g miteinander verbunden. Die sehräg abfal- lenden Trägerbretter a sind an ihren Ïu¯ern Enden auf den Längsbalken e abgest tzt.
Die Innendecke der Anlage besteht aus den auf der untern Schmal. seite der Trägerbretter a und b befestigten Brettern f. Durch die In nendeeke f und die Dachlatten g werden die Träger in senkrechter Stellung gehalten und sind so gegen seitliehe Lageveränderung gesichert. t ; ber der Innendeeke f liegt eine Schicht Isoliermaterial, wie Sägemehl oder Glaswolle. Auf den Dachlatten g sind Well Eternitplatten h aufgelegt und befestigt. Als Deckmaterial können auch Well-oder Flachblechtafeln verwendet werden. Die Längsbal- ken e sind auf den als Stützen dienenden senkrecht gestellten Zementröhren i aufgelegt.
An der untern Seite der Längsbalken e sind Zapfen k angebracht, welche in die Zementröhren i hineinragen. Unten sind die Zementröhren i auf einem kleinen Betonsockel l eingegossen, welche direkt auf den Erdboden m gesetzt bzw. eingelassen sind.
Au13en an den Zementröhren i ist jeweils über die ganze Anlagelänge Drahtgeflecht n angebracht, welches oben am Längsbalken e und unten an einem gespannten Draht o befestigt ist, welch letzterer durch in den Sokkeln 1 eingelassene Haken z festgehalten wird.
Dem Drahtgeflecht n ist von aussen Erde angeschüttet, womit die Seitenwandungen der Anlage gebildet werden. Diese angeschüttete Erde wird vorzugsweise beim Erstellen der Anlage dem Aushub entnommen, welcher f r das Errichten der Laufwege p notwendig ist.
Beim Drahtgeflecht m kann die Erde bei Bedarf befeuchtet werden, vorzugsweise mit einer Zerstäuberspritze. In der darauffolgen- den Zeitspanne wird von der Erde die Feuch- tigkeit in das Innere der Zuehtanlage abgegeben und vermag so günstig auf das Gedeihen der Kulturen einzuwirken. Durch die Laufwege p werden zugleich Erdrampen q gebildet, deren Kanten durch Pfosten r, Draht- verspannung s und Verschalung t geschützt werden. Auf den Erdrampen q sind beispielsweise Champignon-Beete u angelegt. Zur Bel ftung dienen die in der vordern Wand befindlichen Íffnungen v und Schieber w.
In der gegenüberliegenden hintern Wand der Anlage (nicht gezeichnet) sind ebenfalls solche Íffnungen und Schieber angebracht.
Fig. 2 zeigt eine Zuchtanlage, bei der die Träger für die Innendeeke und das Dach aus je zwei von der Anlagemitte nach zwei Seiten abfallenden hochkantgestellten Brettern a und einem damit verbundenen waagrecht verlaufenden hochkantgestellten Brett b gebildet sind, bei welch letzterem Brett b in der Mitte auf dessen oberkantigen Schmalseite eine nach oben in die Trägerspitze führende Stütze c aufliegt. Oben sind die beiden Enden der Bretter a durch Nägel bzw. Sehrauben mit der Stütze c verbunden.
Je eine Breitseite der St tze c und des waagrechten Brettes b sind überdies mit einem Verbindungsbrett d mittels Nägeln bzw. Sehrauben miteinander verbnn- den. An den äussern Enden sind die Bretter a auf den aus Ziegelhohlsteinen bestehenden Wänden e abgestützt. Auf der untern Schmal- seite der Trägerbretter α und b sind Leicht- bauplatten f befestigt, mit denen die Innendecke gebildet wird. i-ber den Platten f liegt eine Schieht Hobelspäne als Isoliermaterial.
Durch die Leiehtbauplatten f der Innendecke und die Dachlatten g werden die Träger in senkrechter Stellung gehalten und so zugleieh gegen Lageveränderung gesiehert. Auf den Dachlatten g sind Well-Eternitplatten h auf- gelegt und befestigt. An deren Stelle können auch Falzziegel als Deekmaterial verwendet werden. Der Boden der Anlage wirddurch das Erdreich i gebildet, auf dem direkt Champignon-Beete 7 angelegt sind. Es können auch an deren Stelle Kulturbeete für Bleichgemüse angelegt werden. Die Zuehtanlage ist mit zwei Laufgräben 1 versehen, welche seitlich durch dünne Betonmauern m begrenzt sind.
Die den Wänden e von aussen angesch ttete Erde n stammt vom Aushub der Laufgräben 7. Die Innenseiten der Ziegelstein-Wandungenekön- nen bei Bedarf mit einer Zerstäuberspritze mit Wasser benetzt werden. Durch die darauf- folgende Verdunstung des Wassers wird die Luftfeuchtigkeit im Innern der Zuehtanlage vergrössert und vermag so günstig auf das Gedeihen der Kulturen einzuwirken. Die in der vordern Wand befindlichen Öffnungen sind mit nach unten aufgehenden Klappen o versehen, welche zur Lüftung dienen. Gleich- artige Öffnungen mit entspreehenden Klappen befinden sich in der gegenüberliegenden Wand der Anlage (nieht gezeichnet).
In Fig. 3 ist eine Zuehtanlage dargestellt, deren Dach und Innendecketräger je durch zwei von der Mitte der Anlage abfallende hochkantgestellte Bretter a und je ein in der Trägerspitze angeordnetes, waagrecht verlau fendes, hochkantgestelltes, die beiden Bretter a verbindendes Brett b und ein in Abstand darunter parallel verlaufendes. hochkantgestelltes Brett e gebildet sind. Die Bretter a. und c sind ebenfalls miteinander verbunden.
Auf der Unterseite der Trägerbretter a und e ist die aus Leichtbauplatten bestehende Innendecke d befestigt, über der eine Schicht Isoliermaterial, wie SÏgemehl, Hobelspäne oder Glaswolle liegt. Als Leichtbauplatten können Gipsplatten, Holzfaserplatten mit Imprägnie- rung sowie Holzwollebeton oder Hobelspäne- Betonplatten verwendet werden. Das Dach wird durch die auf den obern Schmalseiten der Trägerbretter a und b direkt aufliegen- den Bretter e gebildet, welche mit Dachpappe bzw. bitumierten Aluminiumfolien f gedeckt sind.
Durch die Dachbretter e und die Leicht- bauplatten d sind die Träger gegen Lagever änderung gesichert. Bei den untern Enden sind die Trägerbretter a auf den Längsbalken g aufgelegt, welch letztere auf den in Abständen senkrecht gestellten Pfosten h abgestützt sind. Ausserhalb der Pfosten g sind gestaffelt übereinander Verschalungsbretter i angebraeht. Die Innenwände der Anlage bestehen aus an den Pfosten h befestigten Leiehtbauplatten 7.. Der zwischen den Platten k und der Verschalung i bestehende Raum ist mit Glaswolle als Isoliermaterial ausgefüllt.
Die Pfosten g sind auf die direkt auf dem Erdreich Z aufgebauten Grundmauern m gestellt. Der Boden der Anlage wird dureh das Erdreich gebildet. Längs durch die Mitte der Zuehtanlage ist ein Laufgraben n angeordnet, welcher seitlieh durch aufgestellte Ziegel o b'egrenzt ist. Auch den Grundmauern m entlang sind im Innern der Anlage Ziegelstein-Hohlplatten bzw.
Tonplatten hochkantgestellt angebraeht. Nachdem diese mit Wasser benetzt worden sind, können diese als Feuehtigkeitsspender in der Zucht- anlage günstig auf das Gedeihen der Kulturen einwirken. Direkt auf der von den beiden seitlichen Grundmauern m gegen die Mitte der Anlage nach dem Laufgraben n hin geneigten, aus Erde bestehenden Fläche p sind Cham pignon-Beete q angelegt. An deren Platz kon nen auch solche Beete für Bleiehgemüse angel. egt werden.
Durch die Neigung der Anle gungsfläche p von den Seitenwandungen her nach innen könnte die Hoche der Seitenwandungen kleiner gehalten werden, was sich in einer Einsparung an Baumaterial auswirkt.
Zudem sind die Beete so f r die Pflege und Ernte besser zugänglich. In der vordern Wand der Anlage befindet sieh der Eingang r und zwei Öffnungen s, bei denen mittels Schieber t die Ventilation reguliert werden kann. Gleiche Öffnungen und Sehieber befinden sich in der entgegengesetzten hintern Wand der Anlage (nicht gezeichnet).
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Zuchtanlage für Pilze und Bleichgemüse, gekennzeichnet durch Träger für Innendecke und Dach, die aus mindestens zwei von der Dachmitte der Anlage nach zwei Seiten hin abfallende hoehkantgestellte Bretter und mindestens einem damit verbundenen, hochkantgestellten, waagrecht verlaufenden Brett gebildet sind, wobei an den so gebildeten Trägern, an deren untern Schmalseiten die Innendecke befestigt ist, über der eine Schicht Isoliermaterial vorgesehen ist, und auf deren obern Schmalseiten das Deckmaterial zur Auf- lage kommt und diese Träger auf Wandungen abgestützt sind, welche eine Befeuchtungs- m¯glichkeit, Wasseraufnahme-und-AbgabefÏhigkeit aufweisen,und gleichzeitig gegen aussen abschliessend und isolierend wirken.UNTERANSPRÜCHE : 1. Zuehtanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, dass die von der An- lagemitte nach zwei Seiten hin abfallenden hochkantgestellten Bretter oben in der Spitze und im Abstand darunter je mit mindestens einem waagrecht verlaufenden, hochkantge- stellten Brett miteinander verbunden, und diese letzteren beiden Bretter in der Mitte mit einem senkrecht stehenden Brett verbunden sind.2. Zuchtanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die von der An lagemitte nach zwei Seiten hin abfallenden hochkantgestellten Bretter oben in der Spitze mit einem senkrecht nach unten verlaufenden Stützbrett verbunden sind, welches Stützbrett auf die Schmalseite mindestens eines hochkantgestellten, waagrecht verlaufenden Brettes, welches die beiden von der Anlagemitte nach zwei Seiten hin abfallenden Bretter verbindet, abgestützt ist, und dass berdies ein besonderes Brett je eine Breitseite des St tzbrettes und des waagrecht verlaufenden Brettes verbindet.3. Zuchtanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, dass die von der Anlagemitte nach zwei Seiten hin abfallenden hoehkantgestellten Bretter oben in der Spitze und im Abstand darunter je mit mindestens einem waagrecht verlaufenden, hoehkantgestellten Brett miteinander verbunden sind.4. Zuchtanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die TrÏger unter seits durch die Innendecke und oberseits durch Dachlatten in vertikaler Lage gehalten werden, und dass unmittelbar ber der Innendecke eine Schicht Isolationsmaterial aufliegt.5. Zuchtanlage nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass die Wandungen aus in AbstÏnden senkreeht gestellten Zementröhren und aussen diesen entlang gespanntem Drahtgeflecht und diesem von aussen angeschütteter Erde gebildet sind.6. Zuchtanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Wandunge aus Ziegelhohlsteinen bestehen.7. Zuchtanlage naeh Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass die Wandungen aus in AbstÏnden senkreeht gestellten Stützen und an diesen ausserseits befestigten, über- einandergestaffelt angeordnetenVerschalungs- brettern und innerseits an den Stützen befestigten Leichtbauplatten und der Grundmauer entlangführenden, hochkantstehenden Tonplatten gebildet sind.8. Ztuehtanlage naeh Patentansprueh und Unteransprueh 6, dadurch gekennzeichnet, dass den WandungenvonaussenErdeange- schüttet ist.9. Zuehtanlage nach Patentanspruch, dadureh gekennzeichnet, dass der untere Teil in die Erde eingegraben ist und mindestens den Seitenwandungen entlang Erdrampen bestehen, auf denen Champignon nnd Bleiehgem se-Kulturbeete angelegt werden k¯nnen.10. Zuehtanlage nach Patentanspruch und Unteransprueh 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Erdrampen gegen mindestens einen Laufgraben hin nach innen abfallen.11. Zuchtanlage nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass sie in zwei entge gengesetzt liegenden Wandungen regulierbare Öffnungen für die Lüftung aufweist.
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