Zuchtanlage für Pilze und Bleichgemiise
Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Zuchtanlage für Pilze und Bleichgemüse, die gekennzeichnet ist durch einen völlig abschliessbaren, im Innern völlig verdunkelbaren, zur Aufnahme des Kulturgutes dienenden Raum, welcher durch eine unter einer wasserundurch lässigen Bedachung befindlichen isolierende Decke und Wandungen gebildet wird, welche nach aussen abschliessend und isolierend wirken, und der mindestens einen für den Betrieb der Zuchtanlage dienenden, verschlie#baren Einund Ausgang und mindestens je eine völlig versehliessbare und beliebig regulierbare Einbzw.
Austrittsöffnung für die Belüftung auf- weist, und dessen Bodenfläehe mindestens gegen die Seite der Lufteintrittsöffnung hin um 1--3% abf#llt.
Es ergeben sich dadurch versehiedene Vor- teile, wie leichte Erstellungsm#glichkeit, Einsparung an Baumaterial sowie die Möglichkeit der Verwendung von entsprechend vorfabri zierten Bauelementen.
Mit relativ einfachen Mitteln lässt sich be züglich der Isolation der Zuchtanlage ein hoher Nutzwirkungsgrad erreichen, so dass während eines grossen Teils des Jahres ideale Temperaturverhältnisse für die Kulturen vor landes sind und nur w#hrend der ganz kalten T'eriode des Jahres geheizt werden muss.
Der Umstand, dass die Zuchtanlage völlig ahsehliessbar ist und verdunkelt werden kann, wirkt sich bei Anwendung spezieller Kulturmassnahmen, wie vorübergehend zeitlich be grenzter Erhitzung des Anlageinnern zwecks teilweiser Keimabtötung des Nährsubstrates, oder bei Verräucherung von insektiziden Stoffen, und bei der Vergasung von fungiziden und andern Stoffen zur Desinfektion, besonders vorteilhaft aus. Die gänzliche Verdun kelung im Innern der Zuchtanlage kann vor allem gegen Pilz, Fliegen und M#cken vorbeugend wirken.
Die Lufteintritts-und-austrittsöffnungen sind zweckmässig mit Schächten versehen, die so beschaffen sind, dass die Luft ungehindert in die Anlage ein-bzw. austreten kann, ohne dass gleichzeitig von aussen Tageslicht in die Anlage eintreten kann. Vorzugsweise sind diese mit ganz feinem Drahtgewebe versehen.
Der nach mindestens einer tiefer gelegenen Stelle hin geneigten Bodenfläche kommt der Vorteil zugut, dass bei einer Reinigung bzw.
Desinfektion die hierzu verwendete Flüssigkeit besser verteilt und abgeleitet werden kann.
Dies ermöglieht eine Vereinfachung und Er leichterung der Desinfektion.
Durch die Möglichkeit der Befeuchtung des geneigten Bodens bei den freien Stellen am Boden und in den Wegen, kann auf einfache Weise der Feuchtigkeitsbedarf der Luft in der Zuchtanlage ergänzt werden. In besonderen Fällen, je nach Erfordernis des Kulturstandes, kann es besonders vorteilhaft sein, durch zeitweises Lau- fenlassen von Wasser über den geneigten Boden der Zuchtanlage besonders günstige Luft feuchtigkeits-und Temperaturverhältnisse zu schaffen.
Die Lufteintrittsöffnungen der Zucht- anlage sind vorteilhaft tieferliegend angeordnet als die Luftaustrittsöffnungen. Da zudem der Boden von der Seite der Lufteintrittsöff- nung her leicht ansteigt, vermag dies fordernd auf die natürliche Luftbewegung zu wirken. Ein weiterer Vorteil ergibt sich aus der Neigung bzw. Ansteigung des Innern der Zuchtanlage, oder wenigstens der Neigung des Bodens, dadurch, dass während der Heiz- periode sowohl bei Anordnung von nur einem Heizkörper, z.
B. eines Ofens, auf der tieferliegenden Seite in der N#he einer Luftein trittsöffnung als auch bei Anordnung von Heizelementen der Warmwasserheizung, wie Radiatoren oder Warmwasserheizrohren, dass eine kontinuierliche Luftbewegung und damit auch eine Temperaturverteilung im Innern der Zuchtanlage sich sehr gut ohne mechanische Ililfe durchführen lässt.
Mit dieser Zuchtanlage lassen sich der Ei genheit der Kultur Rechnung tragende Bedin gungen schaffen, so dass die Kultur von den örtlichen und klimatischen Verhältnissen weitgehend unabhängig ist und sich überall auf bebaubarem Terrain erstellen lässt.
Auf den beiliegenden sieben Zeiehnungen ist der Erfindungsgegenstand in verschiedenen Ausführungsbeispielen dargestellt.
Fig. 1 zeigt eine Zuchtanlage im Quer- schnitt, welche von der Terrainoberfläche a aus gesehen leicht in den Erdboden b eingegraben ist. Der Boden wird im Innern der Zuchtanlage durch den Erdboden a selbst gebildet, welcher von den beiden seitlichen Wandungen c her gegen das Anlageinnere leicht abfällt. Diese Anordnung ermöglicht es, die seitliehen Wandungen c, welche aus mit Eisen armiertem Beton bestehen, in relativ niedriger Höhe zu erstellen, und gleichzeitig wird durch die gezeichnete Anordnung der Champignon Kulturbeete d die beste Platzausnützung erreicht. Den Wandungen c ist zur besseren Isolierung von aussen Erde a'angeschiittet.
Wie aus dem Längsschnitt nach Fig. 2 ersichtlich ist, ist die Zuchtanlage nach Fig. 1 beispielsweise auf ebenem Terrain vorn bei der Eingangsseite e um 1-3% von der Anlagelänge gerechnet tiefer in den Erdboden b eingegraben als bei der hintern Anlagewand f.
Dies ist nach der punktiert gezogenen waag rechten. Linie z ersichtlieh. In der vordern Anlagewand e sind die Lufteintrittsoffnungen (y angeordnet, welche mittels Klappen h ge öffnet, beliebig reguliert und geschlossen werden können. Um den Eintritt des direkten Sonnenlichtes zu verunmögliehen und den Eintritt des Tageslichtes weitgehend herabzu- mindern, sind ausserhalb der Lüftungsoffnun- gen g nach unten führende Luftschächte i angebracht, in denen ein feines Drahtgewebe k gegen evtl. Insekteneintritt gespannt ist. In der gegenüberliegenden, hintern Wand f sind die Luftaustrittsoffnungen l angebracht, welche mit einem feinen Drahtgewebe k gegen evtl.
Insekteneintritt versehen sind. Den Luftaustrittsöffnungen T ist mindestens ein nach oben ins Freie führender Lüftungssehacht m angeschlossen. Der Luftaustritt kann mittels der Klappen h beliebig reguliert oder gänzlich geschlossen werden. Der gesamte Anlagebau ist also der Länge nach von hinten nach vorn leicht abwärtsgeneigt. Um bessere Stabilität und Tragfähigkeit der Innendecke und des Daches zu erreichen, sind jedoch die Träger n in genau senkreehten Ebenen angeordnet.
Ausserhalb der Anlage ist #ber der Eingangstüre ein Vordaeh y und beidseitig ein Windschutz x angebracht.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich ist, bestehen die Träger n aus je zwei von der Anlagemitte nach zwei Seiten hin abfallenden, hochkantgestellten Brettern n, je einem näehst der Trägerspitze waagrechtverlaufenden, hoehkantgestellten, die beiden Bretter n verbindenden Brett o und einem mit Abstand darunter parallel verlaufenden, hochkantgestellten Brett p, welches ebenfalls mit den beiden Brettern n verbunden ist.
Die Daehträger n können als Bauelemente f#r die Zuchtanlage vorfabriziert werden, so dass eine rasche Erstellung der Zuchtanlage möglich ist. Die Träger n sind auf den seit liehen Wänden c abgestützt und mit diesen durch einen eingelassenen Eisenstab q verhunden. An der Unterseite der Trägerbretter n und p ist die aus Leichtbauplatten bestehende Innendecke n befestigt, iiber der eine nicht gezeichnete Schicht Isoliermaterial, wie Sägemehl, Hobelspäne, Mineral-oder Glaswolle, liegt.
Als Leichtbauplatten können Gipsplatten, Holzfaserplatten mit Imprägnierung sowie IIolzwolle-Zement oder gepresste Hobelspäne- Zementplatten verwendet werden. Auf der Oberseite der Daehträger n sind Latten s aufgelegt, auf denen das Deckmaterial t aufliegt.
Als Deckmaterial können Welleternit, Wellblech oder Ziegel verwendet werden. Diese Zuchtanlage weist einen relativ kleinen Raumquerschnitt auf, was sich besonders günstig auf die Erstellungskosten und im Winter auf die ITeizkosten auszuwirken vermag. Vorn in der Anlage befinden sich die mit Klappen h verschliessbaren Lufteintrittsöffnungen sowie die Eingangstüre u. Die beiden breiteren Ab stände u zwisehen den Beeten d dienen als Laufweg für die Pflege der Kultur, während die zwischen den querangelegten Beeten d befindliehen Abstände u iür die Befeuehtung derselben dienen.
Fig. 3 zeigt zwei gleiche aneinandergebaute Champignon-Zuehtanlagen, wovon die eine in der Aussenansicht und die andere in einem Querschnitt (Innenansieht) dargestellt ist. Die Anlagen sind nach dem gleichen Prinzip, wie in Fig. 2 gezeigt ist, vorn von der Terrainoberflache a aus gesehen, leicht in den Erd- boden b eingegraben, um vorn von der Eingangsseite her nach hinten etwa 1-3% Stei gung, auf die Anlagelänge gerechnet, zu erhalten. Insofern das Terrain eine solche natürliche vorhandene Steigung aufweist, erübrigt sich das Eingraben auf der Vorderseite.
In diesem Falle kann die Anlage so erstellt werden, dass die Hoche des Anlagebodens auf der gleiehen Hohe ist wie das die Anlage umgebende Terrain. Die Wandungen c der Anage bestehen aus Ziegelhohlsteinen, welche vorzugsweise auf der Aussenseite mit einem wasserabstossenden Lackanstrich versehen sind.
Zur besseren Isolierung sind die seitlichen Aussenwände c mit Erde b angeschüttet. Die Wandungen können auch aus mit Eisen ver stärkten Betonmauern bestehen, denen von aussen Erde angeschüttet ist.
Auf der Vorderseite befinden sich die Lüf tungs-Eintrittsöffnungen d und die Eingangstüre e, während sich auf der gegenüberliegen- den, hintern Seite f die Lüftungs-Austritts- offnungen g und h befinden. Diese können mittels Sehiebern bzw. Klappen beliebig ge öffnet und versehlossen werden. Durch die leichte Steigung im Innern der Anlage von der Lufteintrittsseite her kann eine selbsttätige leichte, auf die Kulturen günstig wirkende Luftbewegung erreicht werden. Ausserhalb der Anlage ist über der Eingangstüre e ein Vordach y und beidseitig ein Windschutz x angebracht.
Die Träger für die Innendecke und Dach bestehen aus waagrechtverlaufenden, hochkantgestellten Brettern i, den an diesen befestigten, senkrecht nach oben verlaufenden Stützbrettern k, an deren obern Ende nach zwei Seiten hin abfallend die hochkantgestellten Bretter I befestigt sind, welch letztere mit ihren untern Enden auf den Brettern i aufliegen. Die Bretter I und i sind beidseitig mit kurzen Brettern m verbunden. Die Bretter i sind aussen beidseitig auf den Wandungen c abgestützt. An den untern Schmalseiten der Bretter i ist die aus Zement-Leichtbauplatten bestehende Innendecke n befestigt, über der eine Schicht nicht gezeichnetes Isoliermaterial, z.
B. Hobelspäne oder Sägemehl, liegt. Oberseitig auf den schräg abfallenden Brettern I sind Latten o befestigt, auf denen Welleternitplatten p aufliegen. Als Deekmaterial können auch Ziegel verwendet werden. An Stelle dieser Deckenkonstruktion kann auch eine Mas sivdecke aus mit Eisen armiertem Beton oder eine solche aus vibrierten Stahlbetonbalken mit Tonhohlkörpern und dem Aufguss bzw.
Oberzug erstellt werden, über welcher mit einem einen Lufthohlraum bildenden Abstand eine Bedachung angeordnet ist. Ebenso kann an Stelle der Bedachung die Oberseite der Betonschicht mit einem wasserundurchlässigen Anstrich versehen und mit Erde überdeckt sein.
Auf der Vorder-und Hinterseite der Anlage sind auf der Hoche zwischen Innendecke und Dach nach innen aufgehende Klappen q angeordnet. Diese können an heissen Sommertagen geöffnet werden, um die sich bei intensiver Sonnenbestrahlung unter dem Dach ansammelnde Hitze abziehen zu lassen. Dadurch ist es möglich, dass auch im heissesten Sommer im Innern der Anlage die Temperatur das für die Kulturen zuträgliche Maximum nicht überschreitet.
Im Innern der Anlage sind auf dem isolierten Zementbodenbelag ?'Champignon- Kulturbeete s angelegt. Die Isolierung des Bodens besteht aus der unter dem Zementbelag r befindlichen, doppelten Lage asphaltierter Pappe t, der darunter befindlichen, relativ diinnen Betonschicht it und unter dieser be findlichen, festgestampften Kiessehicht v. Die Abstände w zwischen den Beeten s dienen als AS7ege. In der Mitte der Anlage sind der Länge nach verlaufend mit Abständen senkreehte Röhren x eingelassen. In diese Röhren sind senkrechte Trägerstützen y eingesteckt.
Auf den Trägerstützen y sind Bretter z aufliegend, auf denen ebenfalls Champignonbeete s angelegt sind.
Der Vorteil dieser Zuchtanlage liegt ebenfalls darin, dass die Träger für Innendecke und Dach vorfabriziert werden können. Da diese Träger zudem einheitlich sind, ergibt sich so eine besonders schnelle Erstellungsmöglichkeit der Zuehtanlage. Es können auch mehr als zwei solcher Zuchtanlagen aneinandergebaut werden, wobei wiederum die Träger sämtlicher Zuchtanlagen, die zwischen den beiden äussersten Zuchtanlagen liegen, einheitlich sind.
Fig. 4 zeigt eine Ansicht mit teilweisem Aufriss von zwei gleichen, nebeneinander befindlichen Zuchtanlagen, welche beide mit dem gleichen Dach überdeekt sind, dessen First quer über die Mitte der beiden Anlagen verläuft. Die Zuchtanlagen sind vorn auf der Eingangsseite bei der Linie a gegenüber der hintern Linie b um 1-2% tiefer gelegt, so dass von der vordern Seite her gesehen nach hinten sich eine leichte Steigung ergibt. Diese Steigung ist für den Kulturbetrieb sehr g#n- stig. Sie beeinflusst die Luftbewegung und damit auch eine gleiehmässige Wärmevertei- lung in den Zuchtanlagen.
Die Wandungen c sind aus Ziegelhohlsteinen erstellt, über denen Querbalken d gelagert und auf denen senkrechte Stützen e aufgesetzt sind. Auf den Stützen e sind die Pfetten f abgestiitzt, auf denen die Dachlatten g aufliegen. Auf den Daehlatten g sind Welleternitplatten h aufgelegt. Ausser Welleternit kann auch Well bleeh, Flachblech, Daehpappe mit Bretterunterlage oder Ziegel als Deckmaterial verwendet werden. Unterseitig den Querbalken d ist die aus Leichtbauplatten i bestehende
Innendecke angebracht. L'ber der Innendecke i ist (nicht gezeichnet) eine Schicht Sägemehl k als Isoliermaterial verteilt.
Der Boden der Anlage wird durch die Erde I gebildet, auf der Champignon-Kulturbeete m angelegt sind. Der freie Platz zwischen den Beeten m dient als Weg n. Jede Zuchtanlage besitzt auf der vordern, tiefer gelegenen Seite eine Eingangstüre o. Beidseitig des Eingangs befinden sich die Lüftungseintrittsoffnungenp.
Innerseits der Anlage können diese Lüftungs- öffnungen mittels Klappen beliebig geöffnet oder geschlossen werden. Auf der gegenüberliegenden, hintern Seite sind bei jeder Zuchtanlage ebenfalls zwei gleiche Lüftungsaus- trittsöffnungen mit Klappen angeordnet (nicht gezeichnet). Diese Zuehtanlagen haben den Vorteil, dass bei einem späteren Anbau gleicher Zuehtanlagen dies sehr gut erfolgen kann, indem die Aussenwand einer bestehenden Zuchtanlage bei der neuzuerstellenden Zuehtanlage dann zugleich als Innenwand dienen kann. Auch die Abdichtung des Daches kann bei einem Anbau sehr gut erfolgen, indem bei Neuanbau das Dach der bestehenden Anlage in Firstriehtung entsprechend verlängert wird.
Fig. 5 zeigt eine Zuchtanlage, bei der die isolierende Decke aus Leichtbauplatten a und der dariiber befindlichen Schicht Glasisolierwolle b besteht. Die Platten a sind unterseitig an den schräg abfallenden Trägerbrettern c und den waagrechtverlaufenden Brettern d befestigt. An den waagrechtverlaufenden, hoehkantgestellten Brettern d sind auch die sehrägverlaufenden Trägerbretter e befestigt, welche unten durch die Verbindungsbretter f und y und oben durch die senkrechten Stütz bretter h verbunden sind.
Die senkrechten Stützbretter It verbinden zudem die von der Anlagespitze nach aussen schräg abfallenden Trägerbretter c und e mit den waagreehtver lanfenclen, hochkantgestellten Brettern d.
Oberseitig den sehrägabfallenden Trägerbret- tern e sind Dachlatten t befestigt, auf denen Welleternitplatten k aufliegen. An deren Stelle können auch Ziegel verwendet werden.
Die aus den schrägabfallenden Trägerbrettern c und e, den Stützbrettern h, den waagreeht- verlaufenden Brettern d und den Verbin dungsbrettern J und g gebildeten Träger k#n- nen im voraus hergestellt werden. Dadureh kann die Erstellungszeit der Zuchtanlage er heblich verkürzt werden. Diese Träger für Innendeeke und Dach sind mittels der Ver bindungsbretter auf die Seitenwände 1 abgestützt, welche aus gepressten Beton-Isolierhohlsteinen bestehen, welche eine vorziigliche Isolationswirkung aufweisen.
Je nach Erfordernis kann für zusätzliehe weitere Isolation den Wandungen von aussen Erde ange sch#ttet werden. Die Wandungen der Zueht- anlage können auch aus in Abständen senkreeht gestellten Stützen und einer an diesen ausserseits befestigten Verschalung, z. B. aus Eternit, einem dazwischen befindlichen Hohlraum und innerseits an den Stützen befestig- ten Leiehtbauplatten (Holzwolle-Zement-Iso- lierplatten) bestehen.
Die Vorder-und Hinterwand der Zuchtanlage (nicht gezeichnet) sind je mit zwei Liiftungsöffnungen mit Klappen und je einem verschlie#baren Türeingang versehen.
In der Zeichnung ist der hintere Türeingang va teilweise sichtbar. Während des Betriebes der Zuchtanlage kann z. B. bei der hintern Türe der ausgediente Nährboden der Kultur llerausgesellaift und bei der vordern, gegen überliegenden Tiire (nicht gezeichnet) der frisehe Nährboden in die Zuchtanlage einge braeht werden, ohne dass dabei der eine mit dem andern in Berührung kommt.
Dies wirkt sich auf die Reinhaltung der neu anzupflan- zenden Kultur vorteilhaft aus, da es sich so mit Leichtigkeit vermeiden lässt, dass seitens ausgeräumter verbrauchter Kulturbeete, welehe oft mit schädlichen Keimen behaftet sind, die Neuahpflanzung damit infiziert werden kann. Diese hier in Fig. 5 dargestellte Anlage ist ebenfalls von vorn nach hinten mit etwa 1--3% Steigung versehen. Für das Anlegen der Kulturbeete sind Tragvorrichtungen vorhanden, bestehend aus den auf den Mauern n aufgesetzten Stützen o, den an diesen befestigten Querträgern p und auf diese aufgelegten Brettern bzw. Platten q. Auf den Platten q sind Champignonbeete r in flaeher Form angelegt.
Durch die niederen Mauern n werden zugleieh aus Erde bestehende Rampen s gebildet, auf denen ebenfalls Champignon Kulturbeete r angelegt sind. Durch diese Anordnung der Kulturbeete, die von zwei Seiten fiir deren Pflege % ugänglieh sind, können bis vier Beete übereinander angelegt werden, was gegenüber andern Zuchtanlagen eine Vergrösserung der Anbaufläehe im Verhältnis zur Grundfläche der Anlage bedeutet. Daraus ergibt sich auch eine wesentliche Verminerung der Heizungskosten im Winter. In den Laufwegen sind wasserdurchlässige Tonplatten t eingelegt, welche naeh Bespritzen mit Wasser in der Anlage als Feuchtigkeitsspender dienen.
Die Zuchtanlage kann gänzlich gesehlossen werden, was besonders dann erfor derlieh ist, wenn vor der Besämung der Kul turbeete zwecks Abtotung schädlicher Keime in den Kulturbeeten in der Zuchtanlage eine vorübergehende Erhitzung der Luft und die Vergasung von fungizid und insektizid wir kenden Stoffen vorgenommen wird.
Es können auch mehrere solehe Zucht- anlagen unmittelbar aneinandergebaut werden, welche jeweils nur durch eine Wandung voneinander getrennt und die mit nur einem über alle Anlagen sich erstreckenden Dach versehen sind, im gleiehen Prinzip wie in Fig. 4 dargestellt ist.
Fig. 6 zeigt eine Zuehtanlage, bei der die Wandungenaus der Betonmauer a und den auf der Innenseite angeordneten Isolierplat ten b gebildet sind, welche mit einem glatten Verputz versehen sind. Die Träger für Innendecke und Dach werden aus je zwei von der Anlagemitte nach zwei Seiten abfallenden, hochkantgestellten Brettern c und einem damit verbundenen, waagrecht verlaufenden, hoch kantgestellten Brett d gebildet, an welch letzterem Brett d in der Mitte eine naeh oben in die Trägerspitze führende Stütze e befestigt ist. Oben sind die beiden Enden der Bretter c durch N#gel bzw. Schrauben mit der St#tze e verbunden.
An den äussern Enden sind die Bretter c beidseitig durch Verbindungs- bretter f mit dem waagreehtverlaufenden Brett d verbunden, welches auf den Wandun- gen a aufliegt. An den untern Schmal- seiten der Trägerbretter d sind Leichtbau- p@latten g befestigt, mittels welcher die Innendecke gebi] det wird.
Die Leichtbauplatten sind innen glatt verputzt. Über den Platten g liegt eine nicht gezeichnete Schicht Hobelspäne als Isoliermaterial. Dureh die Leichtbauplat- ten g der Innendecke und die Daehlatten h. werden die Tr#ger in senkrechter Stellung gehalten und so zugleich gegen Lageveränderung gesichert. Auf den Dachlatten h sind Welleternitplatten i aufgelegt und befestigt.
An deren Stelle können auch Ziegel als Deckmaterial verwendet werden. Der Boden der Anlage wird durch das Erdreich k gebildet, welches von vorn naeh hinten mit dem gesamten Innenraum der Anlage nm 1-3%, auf die Länge der Anlage gerechnet, ansteigt.
Die in der hintern Wand befindlichen Offnungen sind mit nach unten aufgehenden Klappen l versehen, welche zur Lüftung dienen. Gleiche #ffnungen mit entsprechenden Klappen befinden sich in der gegenüberliegenden Wand der Anlage, wo sich auch die Eingangstüre befindet (nicht gezeichnet). Bei dieser Zuchtanlage sind die Champignonbeete in transportable Behälter bzw. Kisten m angelegt und mit Abständen aufeinandergesta- pelt, so dass jeweils die Oberfläche (Waehs- tumsseite) für das Gedeihen der Champignons freiliegt und zugänglich ist. Um gleichm##ige Abstände einzuhalten, sind jeweils an den Enden der Stapelreihen zwischen einzelnen Kisten Stützen h. eingesetzt. Die Anlage kann gänzlich geschlossen werden.
Dies ist dann notwendig, wenn f#r die Neubestelhmg der Kultur die mit aus speziell präpariertem Stroh bestehendem Nährboden gefüllten Behälter (Kisten) zwecks Keimabtotung im Anlageinnern einer erhöhten Temperatur ausgesetzt werden.
Es können auch mehrere solehe Anlagen unmittelbar aneinandergebaut werden, welche jeweils nur durch eine'Wandung voneinander getrennt und die mit nur einem, über alle Anlagen sich erstreckenden Dach versehen sind.
Fig. 7 zeigt eine Zuchtanlage, welche zur halben Tiefe oder mehr in den Erdboden a eingebaut ist. Der obere Teil der Betonwände b und die Decke c sind mit der Aushuberde iiberdeekt. Die Decke c besteht aus den Betonrippen d und den Tonhohlkörpern e. Darüber befindet sich eine Schicht Beton f, welche nach einer Seite hin für den Ablauf des Wassers leicht abfällt und oberseitig mit einem was serdichten Anstrich versehen ist. Es kann auch unmittelbar r #ber der Deeke ein Gebäude erstellt werden.
Bei dieser Anlage ergibt sich der Vorteil, dass für das Erstellen nur ein einem Bruehteil der H#he der Anlage ent spreehendes Erdvolumen ausgegraben werden muss und die ausgegrabene Erde f#r das Zuschütten des obern Teils verwendet werden kann. Dureh diese Anordnung wird insbesondere eine Einsparung an Arbeit beim Aus- hub erreicht. Zudem werden dadurch im Innern der Anlage sehr günstige gleichmässige Temperaturverhältnisse gesehaffen, welche nur in sehr geringem Masse von der Aussentem- peratur beeinflusst werden. Die Anlage kann #berall erstellt werden, wo es die Bodenverhältnisse erlauben. Die Anlage ist von vorn nach hinten um 1-3% ansteigend.
In der hintern Wand befinden sieh die Klappen mit den verschliessbaren Lüftungsoffnungen ss, an die ausserhalb ins Freie fiihrende Lüftungs- schächte angesehlossen sind (nicht gezeiehnet). Auf der gegenüberliegenden, vordern Eingangsseite befinden sich ebenfalls gleiche Lüftungsoffnungen mit Klappen (nicht gezeichnet). Dureh die leichte Steigung der ge samten Anlage von vorn nach hinten wird eine gleiehmässige Temperaturverteilung und eine selbsttätige Luftzirkulation in der Zueht- anlage erreicht, was sich günstig auf das Gedeihen der Kultur auszuwirken vermag.
Fiir die Belüftung der Zuchtanlage können aueh zusätzlich in der Deeke beliebig versehliessbare #ffnungen mit nach oben ins Freie führenden Lüftungsschäehten angeordnet sein. Der Boden der Anlage wird durch das Erdreich A gebildet. Der Boden kann auch mit einem Beton-bzw. Zementbelag versehen sein, welcher eine leiehtere Desinfektion naeh der Ernte ermöglicht. Am Boden la und auf den aus armiertem Beton bestehenden Tragvorrichtungen i sind Champignonbeete k angelegt. Der dazwisehen befindliehe Platz dient als Laufweg 1 für die Pflege der Kulturheete.
An Stelle der festen, aus Beton bestehenden Tragvorrichtungen für die Kulturbeete können auch solehe erstellt werden, bei denen nur die Stützen und Querträger fest sind und die Auflageflächen für die Kulturbeete aus her ausnehmbaren Brettern oder Platten bestehen.
Es können zwei oder mehrere solehe Zuehtanlagen unmittelbar nebeneinander erstellt werden, wie auf der Zeichmmg dargestellt ist, welche jeweils durch die Zwisehenwand m voneinander abgeteilt sind. Eine gleiehe Zucht- anlage kann auch erstellt werden ohne die Tragvorriehtungen, wenn beispielsweise die Kulturbeete ausschlie#lich nur am Boden gleich wie in Fig. 1 und 4, oder in Kisten angelegt werden, wie in Fig. 6 gezeigt ist.