CH285135A - Verfahren zur Trennung von DL-threo-B-Phenyl-serin in die optischen Antipoden. - Google Patents

Verfahren zur Trennung von DL-threo-B-Phenyl-serin in die optischen Antipoden.

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CH285135A
CH285135A CH285135DA CH285135A CH 285135 A CH285135 A CH 285135A CH 285135D A CH285135D A CH 285135DA CH 285135 A CH285135 A CH 285135A
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F Hoffmann- Aktiengesellschaft
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Hoffmann La Roche
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Description


  Verfahren zur Trennung von     DL-threo-ss-Phenyl-serin    in die optischen Antipoden.         DL-ss-Phenyl-serin    lässt sich nach den An  gaben von     Erlenmeyer    (Liebigs Annalen der  Chemie,     Bd.    284, S. 41) aus     Benzaldehyd    und       Glykokoll    synthetisieren. Optisch aktives       Pheny        l-serin,    von welchem nach Theorie zwei       Antipodenpaare    existieren, ist bis jetzt nicht  bekannt.  



  Es wurde gefunden, dass das nach der       ErlenmeyerschenSynthese    erhaltene     ss-Phenyl-          serin        vorwiegend,        zum        mindesten        zu        90%,        nur     aus einer     DL-Form,    nämlich der     threo-DL-          Form,    besteht, so dass dessen Spaltung in die  optischen     Isomeren    vorwiegend nur zwei Anti  poden liefert.  



  Gemäss der vorliegenden Erfindung kann       DL-threo-ss-Pheny        1-serin    dadurch in seine opti  schen Antipoden getrennt werden, dass man  die genannte Verbindung verestert, den erhal  tenen Ester an der     Aminogruppe        acyliert,     z. B. durch Einwirkung von     Acetanhydrid,    die  erhaltene Verbindung durch     Verseifung    über  führt in     DL-threo-N-Aeyl-ss-phenyl-serin,    auf  letzteres eine optisch aktive Base, z. B. Chi  nin, einwirken lässt, die entstandenen     dia-          stereomeren    Salze aus einem geeigneten Lö  sungsmittel, z. B.

   Wasser, fraktioniert kristalli  siert, das zuerst auskristallisierende     Diastereo-          mere    zerlegt, den entstandenen     N-Acyl-ss-          phenyl-serin-antipoden    von der Base trennt,  ersteren     entacyliert    und den gebildeten       Phenyl-serin-antipoden    isoliert, das nach Aus  seheidung des ersten     Diastereomeren    in der  Mutterlauge vorhandene zweite     diastereomere     Salz zerlegt, im Reaktionsgemische das N-         Acyl-ss-phenyl-serin    von der Base trennt,  ersteres isoliert,

   den zweiten     threo-N-Acyl-fl-          phenyl-serin-antipoden    durch     Umkristallisie-          ren    aus einem geeigneten Lösungsmittel, z. B.       Essigester/Äthanol    1 :1, von Begleitsubstanzen  trennt, anschliessend     entacyliert    und den zwei  ten     ss-Phenyl-serin-antipoden    isoliert.

   Ob man  bei der Durchführung dieses Verfahrens zu  erst den links- oder den rechtsdrehenden Anti  poden erhält, ist abhängig von der Natur der  verwendeten optisch aktiven Base; durch letz  tere sowie durch die Natur der bei der     N-          Acy        lierung    verwendeten     Acylierungsmittel     wird auch der Drehsinn der optisch aktiven  Zwischenprodukte bestimmt.  



  Die     Veresterung    des     DL-threo-ss-Phenyl-          serins    kann mit einem für     Aminosäuren     üblichen     Veresterungsmittel    durchgeführt  werden. Ebenso kann die     Acylierung    der       Aminogruppe    nach einem üblichen Verfah  ren erfolgen, z.

   B. durch die Einwir  kung von     Acetanhydrid.    Die     Ver        seifung    des  erhaltenen     N-Acyl-phenyl-serin-esters    wird  man     selbstverständlich    in der Weise leiten,  dass nur eine Hydrolyse der     Estergruppe,     nicht aber auch eine Spaltung der     Acylamino-          gruppe    erfolgt;

       zweckmässigerweise    geschieht  dies durch Behandlung mit der berechneten       Menge        eines        wässrigen        Alkalis,        z.        B.        10        %        iger     Natronlauge.  



  Das     DL-threo-N-Acyl=ss-phenyl-serin    wird,  wie bereits gesagt, durch Einwirkung einer  optisch aktiven Base in ein Salz     übergeführt.     Es können zu diesem Zwecke verschiedene      optisch aktive Basen, wie sie für die Tren  nung von     Racematen    gebräuchlich sind, Ver  wendung finden; mit. Vorteil lässt man Chinin  auf eine     wässrige    Lösung des     Aminosäurederi-          vates    einwirken. Hierbei bilden sich diastereo  inere Salze der optischen Antipoden des     Amino-          säurederivates,    welche durch fraktionierte  Kristallisation voneinander getrennt werden.  



  Für die fraktionierte Kristallisation wird  man ein Lösungsmittel wählen, in welchem die  beiden     diastereomeren    Salze in verschiedenem  Grade     löslieh    sind; für die     Chininsalze.    z. B.  eignet sieh Nasser.

   Die Einzelheiten bei der  Aufarbeitung der optischen Antipoden der       Aminosäurederivate    und Überführung dersel  ben in (-)- bzw.     (+)-threo-ss-Phenyl-serin     richten sich nach der Art der Base bzw. des       N-Acylrestes;    falls Chinin als optisch aktive  Base verwendet wird, kann man beispielsweise  wie folgt vorgehen:

    Das zuerst. auskristallisierende     diastereo-          mere        Chininsalz,    welches, wenn es am     Stiek-          stoff    der Aminosäure     acetyliert    ist, einen Zer  setzungspunkt 153 bis 156  aufweist und eine  optische Aktivität von     [a]D    = -106  (c = 2       in        Methanol)        zeigt,        wird        in        50        %        igem        Alkohol     gelöst.

   Durch Zusatz der berechneten Menge       wässrigen    Alkalis wird das Chinin in Freiheit  gesetzt; es fällt bei Konzentrierung der Lö  sung, insbesondere durch Entfernung des Al  kohols im Vakuum, fast vollständig aus; in  Lösung verbleibende     Chininreste    können aus  der     wässrigen    Lösung mit Chloroform extra  hiert werden.

   Die nunmehr erhaltene Lösung  des     Alkalisalzes    des     N-Acyl-ss-phenyl-serin-          antipoden    wird nun     zweckmässigerweise    auf  ein geringes Volumen unter vermindertem  Druck eingedampft, worauf man den     threo-N-          Aeyl-ss-phenyl-serin-antipoden    mit Salzsäure  ausfällen kann.

   Wenn man als     N-Ae3Tl-deri-          vate    die     Acetylderivate    hergestellt hat, erhält  man auf diese Weise     (+)        -threo-I\T-Acet.@-1-ss-          phenyl-serin,welches    bei 163 bis     164 .C    unter  Zersetzung schmilzt und eine optische Aktivi  tät von [a]     20    = + 16,3  (e = 2 in     lllethanol)     aufweist. Der genannte Antipode kann da  durch     entacyliert    werden, dass man denselben  mit wässriger Mineralsäure, z.

   B. 3 n-Salz-    säure, erwärmt; man     kann    aus dem     Reaktions-          gemisehe    die Aminosäure in an sich bekannter  Weise isolieren. Letztere kann beispielsweise  dadurch erfolgen, dass man die entstandene  Lösung eindampft, den Rückstand in wenig  Wasser aufnimmt, die Lösung mit Alkohol  verdünnt und daraus das     (-)-threo-ss-Phenyl-          serin    durch Neutralisieren der Lösung, z. B.

    mit Ammoniak, ausfällt.     (-)-tlireo-ss-Phenyl-          serin    ist charakterisiert durch einen Zerset  zungspunkt bei etwa<B>195</B> bis     1980C    und eine  optische Aktivität von [a]     D    =     -49     (e = 2  in 6     n-HCl).     



  Die     Aufarbeitung    des     diastereomeren        Chi-          ninsalzes    kann auch mittels Salzsäure bewerk  stelligt werden; es bildet sieh dann     Chinin-          hydrochlorid    und     threo-N-Acyl-ss-phenyl-serin,     welch letzteres anschliessend verseift wird, wo  bei man z. B.     threo-ss-Plienyl-serin-hy        droehlo-          rid    erhält.

   Durch Neutralisation einer alko  holischen Lösung des letzteren mit einer Base,  wie     Ammoniak    oder     Pyridin,    kann man dann  das     (-)-thi-eo-ss-Phenyl-serin    ausfällen.  



  Das nach Ausscheidung des schwerer lös  lichen     diastereomeren        Chininsalzes    in der  Mutterlauge verbleibende     zweite        diastereomere          Chininsalz    kann in analoger Weise zerlegt  werden wie die erstausgefallene Fraktion.  Falls mit Alkali zerlegt werden will, empfiehlt  es sich, die Lösung vor dem Zusatz des Al  kalis auf etwa das halbe Volumen zu konzen  trieren.

   Der nach der Ausscheidung des Chi  nins erhaltene     threo-N-Acz-1-ss-phenyl-serin-          antipode    (die     Acetylverbindung    ist. links  drehend) wird zweckmässig von ihn begleiten  den     Stereoisomeren    (vor allem Reste der     DL-          Form)    getrennt. Dies kann durch einmaliges       Umkristallisieren    aus einem geeigneten Lö  sungsmittel, z.

   B. einem 1 :1-     Geiuiseh    von  Essigester und     Äthanol,        gesehehen.    Falls zur       N-Acylierung    Essigsäure     verwendet    worden  ist, erhält man auf diese Weise     (-)-tlireo-N-          Acetyl-ss-pheny        1-serin    vom Schmelzpunkt 7.63  bis 165  C und einer optischen Aktivität. von  [a] D = -17,1  (c = 2 in Methanol).

   Die       I:ntacylierung    des so erhaltenen     threo-N-Aeyl-          ss-phen5#1-serin-antipoden    und die Isolierung  des (+     )-threo-ss-Phenyl-serins    können in glei-      eher Weise     erfolgen,    wie oben für die erste  Fraktion beschrieben. Die so erhaltene Ver  bindung zersetzt sich bei 195 bis 197  C und  zeigt eine optische Aktivität von     [a]        D    =     +    49   (c = 2 in 6     n-HCl).    Bei Verwendung anderer  optisch aktiver Basen kann die Aufarbeitung  der bei der Kristallisation gewonnenen Frak  tionen auf ähnliche Weise durchgeführt wer  den.  



  Die     tlii-eo-ss-Phenyl-serin-antipoden    sind  wertvoll als Zwischenprodukte für den Auf  bau von     Chloramplienicol    bzw. von Analogen  desselben.  



  <I>Beispiel:</I>  100 g     DL-tlireo-ss-Phenyl-serin    werden in  <B>100</B>     em3    absolutem Äthylalkohol suspendiert,  worauf ein kräftiger Strom von     Salzsäuregas     bis zum Sieden des Alkohols eingeleitet wird.  Nun kühlt man das     Reaktionsgeiniseh    mit Eis  und leitet bis zur Sättigung     Salzsäuregas    ein.  Nach 24stündigem Kühlen wird die alkoholi  sche Salzsäure im Vakuum auf dem Dampf  bad entfernt.

   Als Rückstand bleibt das     Hy-          drochlorid    des     DL-tltreo-ss-Phenyl-serin-ätliyl-          esters    in Form eines     Kristallkuellens.    Das aus       Alkohol/Äther    umkristallisierte Hydrochlorid  schmilzt bei 140 bis 143  C. Der freie Ester  kann aus der     wässrigen    Lösung des     Hydro-          chlorids    durch Zugabe von Ammoniak ausge  fällt werden; nach Umkristallisation aus Essig  ester schmilzt die Verbindung bei 82 bis 84  C.  



  300g     DL-threo-ss-Phenyl-serin-äthylester     werden durch Erwärmen auf dem Dampfbad  in 600     ein3    Eisessig gelöst. Die auf Zimmer  temperatur abgekühlte Lösung wird mit  177     cm3        Essigsäureanhydrid    (1,1     141o1)    ver  setzt. Durch Kühlen mit Eiswasser wird die  Temperatur unter 40  C gehalten. Nach Be  endigung der Reaktion wird die     Reaktions-          inisehung    kühl gestellt, wobei das     DL-threo-N-          Acetylderivat    auskristallisiert. Sodann wird  abgesaugt und bis zum Verschwinden des       Essigsäuregeruches    mit Wasser gewaschen.

    Darauf wird bei 95  C getrocknet.     Ausbeute     305g. Schmelzpunkt. 172 bis 176  C     (unkorr.).     Die Verbindung kann aus Alkohol umkristalli  siert werden, wodurch der Schmelzpunkt auf  179 bis 180  C     (unkorr.)    steigt.

      305g     DL-threo-N-Acetyl-ss-phenyl-serin-          äthyfester        werden        mit        487        cm3        10        %        iger        Na-          tronlauge        (1141o1)    versetzt und unter gelegent  lichem Schütteln während 30 Minuten auf  dem Dampfbad erhitzt.

   Dabei löst sich der  grösste Teil; vom geringen Rest wird     abfil-          triert.    Die Lösung wird auf dem Dampfbad       unter        vermindertem    Druck bis zur beginnen  den Kristallisation des     Natriumsalzes    ein  geengt. Das Ausgefallene wird durch gelin  des Erwärmen wieder in Lösung gebracht und  diese mit konzentrierter Salzsäure kongosauer  gemacht. Nach 2stündigem Kühlen wird das  auskristallisierte     DL-threo-N-Acetyl-ss-phenyl-          serin        abgenutscht.    Ausbeute: 250g. Schmelz  punkt 142 bis 146  C     (unkorr.)    unter Zerset  zung.

   Nach     Umkristallisieren    aus Essigester/  Methanol steigt der Schmelzpunkt auf 148 bis  150  C     (unkorr.)    unter Zersetzung.  



  112 g     DL-threo-N-Acetyl-ss-phenyl-serin     werden in 500     cm3    heissem Wasser gelöst und  zu einer Suspension von 162g Chinin in  2 Liter Wasser von 90  C gegeben. Nach kräf  tigem Schütteln tritt Lösung ein. Vom gerin  gen Rückstand wird     abfiltriert    und die Lösung  bei Zimmertemperatur stehengelassen. Dabei  kristallisiert das     Chininsalz    vom     (+        )-threo-N-          Acetyl-ss-phenyl-serin    in farblosen Prismen  (schwerer lösliches Salz I). Nach 48 Stunden  wird abgesaugt, der Rückstand mit wenig kal  tem Wasser gewaschen und getrocknet. Aus  beute: 128 g.

   Schmelzpunkt 154 bis 156  C     (un-          korr.)    unter Zersetzung.     [a]D    =     -107,5      (c = 2 in Methanol).  



  Das schwerer lösliche     Chininsalz    I wird in       etwa        700        em3        50        %        igem        Alkohol        gelöst        und     mit. einer Lösung von 9,4 g     Ätznatron    in  1.00     cm3    Wasser versetzt.

   Sodann wird der  grösste Teil des Alkohols durch     Abdestillieren     unter vermindertem Druck entfernt und vom  ausgefallenen Chinin     abfiltriert.    Die Lösung  wird zweimal mit je 150     em3    Chloroform ex  trahiert, um die letzten Reste des Chinins zu  entfernen, und dann unter vermindertem  Druck auf ein Volumen von etwa 1.00     cm3    ein  geengt.. Dann wird das optisch aktive     (+    )     -          threo-N-Acetyl-ss-plienyl-serin    mit konzentrier  ter Salzsäure ausgefällt.

   Dieses Zwischenpro-           dukt    besitzt einen Schmelzpunkt von 163 bis       164     C     (unkorr.)    unter Zersetzung und einen       Drehwert        von        [a]        D        =        +        16,3         (c        =    2     in        Me-          thanol)

  .    Durch     2stündiges    Erhitzen mit etwa  150     em3    3     n-Salzsäure    wird     entacetyliert.    Dann  wird im Vakuum zur Trockne eingedampft,  zweimal mit je 50     em3    Wasser versetzt. und  jedesmal wieder zur Trockne eingedampft. Der  Rückstand wird in möglichst wenig Wasser  gelöst, mit ungefähr dem     4fachen    Volumen  Alkohol versetzt und mit konzentriertem Am  moniak neutralisiert. Dabei kristallisiert die  Aminosäure aus und kann durch Filtration  isoliert werden.

   Die Verbindung besitzt einen  Drehwert von [a] D = -46,0  (e = 2 in 6     n-          Salzsäure)    und einen     Zersetzungspunkt    von  195 bis 198  C     (unkorr.).    Das     (-)-threo-ss-          Phenyl-serin    kann von noch     beigemengtem          Ammoniumehlorid    durch     Umkristallisieren    aus  Wasser befreit und rein erhalten werden. Der  Drehwert steigt dann auf     [a]"'    =     -49      (e = 2 in 6     n-Salzsäure).     



  Die Mutterlauge, aus welcher das schwerer  lösliche Salz I auskristallisiert     wurde,    wird  unter vermindertem Druck auf etwa die  Hälfte des ursprünglichen Volumens ein  geengt, und eine allfällige Ausscheidung wird  auf dem Wasserbad wieder gelöst. Die     wäss-          rige    Lösung wird mit 10,5 g     Ätznatron    in  <B>100</B>     ein-    Wasser versetzt. Dabei bildet sieh  das     Natriumsalz    von     threo-N-Acetyl-ss-phenyl-          serin,    und die     Chininbase    fällt aus.

   Von letz  terer wird     abfiltriert    und die Lösung zur Ent  fernung der letzten     Chininmengen    zweimal mit  je 150     em3    Chloroform extrahiert. Dann wird  die Lösung unter vermindertem Druck bis auf  etwa 120     em3    eingeengt. Dabei beginnt das       Natriumsalz    auszufallen. Sodann wird letz  teres durch leichtes Erwärmen wieder gelöst,  die Lösung mit konzentrierter Salzsäure kongo  sauer gemacht und über Nacht gekühlt. Am  andern Tag wird das     auskristallisierte    rohe       1,hreo-N-Acetyl-ss-phenyl-serin    abgesaugt und  getrocknet.

   Schmelzpunkt 150 bis 151  C     (un-          korr.)    unter Zersetzung; [a] D = -13,2   (c = 2 in Methanol). Dieses Material enthält  noch etwas Kochsalz und ist optisch noch un  rein. Es wird zur Reinigung aus etwa 200     cm3       einer Mischung aus     Essigester/Methanol   <B>1:1</B>       umkristallisiert    und Meist dann einen Dreh  wert von [a] D = -17,1  (c = 2 in Methanol)  und einen Schmelzpunkt von 163 bis 165  C       (unkorr.)    auf.

   Aus dieser Verbindung wird  in analoger Weise, wie beim     (-)-threo-ss-Phe-          nyl-serin    beschrieben, die Aminosäure durch       Entacetylieren    und Neutralisieren gewonnen.  [a] D =     +45,2     (c = 2 in 6     n-Salzsäure);     Zersetzungspunkt 195 bis 197  C. Das reine  (+)     -threo-ss-Phenyl-serin    besitzt nach einmali  gem     Umkristallisieren    aus Wasser einen Dreh  wert von     [a120    =     +49         (e    = 2 in 6     n-Salz-          säure).  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Trennung von DL-threo-ss- Phenyl-serin in die optischen Antipoden, da durch gekennzeichnet, dass man die genannte Verbindung verestert, den erhaltenen Ester an der Aminogruppe acyliert, die erhaltene Ver bindung durch Verseifung überführt in DL- threo-N-Acyl-ss-phenyl-serin, auf letzteres eine optisch aktive Base einwirken lässt, die ent standenen diastereomeren Salze aus einem ge eigneten Lösungsmittel fraktioniert kristalli siert,
    das zuerst auskristallisierende Diastereo- mere zerlegt, den entstandenen N-Aeyl-ss- phenyl-serin-ant.ipoden von der Base trennt, ersteren entacyliert und den gebildeten ss- Phenyl-serin-antipoden isoliert, das nach Aus scheidung des ersten Diastereomeren in der Mutterlauge vorhandene zweite diastereomere Salz zerlegt, im Reaktionsgemisch das N-Acy I- ss-phenyl-serin von der Base trennt, ersteres isoliert,
    den zweiten threo-N-Acyl-ss-phenyl- serin-antipoden durch Umkristallisieren aus einem geeigneten Lösungsmittel von Begleit- substanzen trennt, anschliessend entacyliert und den zweiten ss-Phenyl-serin-antipoden iso liert. UNTERANSPRÜCHE: 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als optisch aktive Base Chinin verwendet. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet., dass man das zuerst auskristallisierende diastereo- mere Salz in wässrigem Alkohol löst, die be- rechnete Menge wässrigen Alkalis zusetzt, das bei Konzentrierung der Lösung ausfallende Chinin abfiltriert, nach weiterer Konzentrie rung der Filtrate Salzsäure zusetzt, den aus geschiedenen threo-N-Acyl-ss-phenyl-serin- antipoden mit.
    wässriger Mineralsäure erwärmt, die entstandene Lösung eindampft, den Rück stand in wenig Wasser aufnimmt, mit Alkohol verdünnt und das (-)-threo-ss-Phenvl-seriri durch Neutralisieren der Lösung ausfällt. 3. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch l., dadurch gekennzeiehnet, dass man das nach Ausseheidung des ersten Dia- stereomeren in der lIutterlauge vorhandene zweite diastereomere Salz durch Zusatz der berechneten Menge wässrigen Alkalis zerlegt, das dabei ausgefallene Chinin abfiltriert, das Filtrat.
    konzentriert und daraus, durch Zusatz von wässriger Mineralsäure, das threo-N-Aeyl- ss-phenyl-serin ausfällt, den Niederschlag aus Essigester-Äthanol-Gemisch umkristallisiert, den erhaltenen threo-N-Acyl-ss-phenyl-serin- antipoden mit wässriger Mineralsäure erwärmt und aus einer Lösung des Hydrochlorids der gebildeten Aminosäure in wässrigem Alkohol das (+) -threo-ss-Phenyl-ser in durch Neutrali sation ausfällt.
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