CH285292A - Verfahren zur Herstellung eines Insulinpräparates mit verlangsamter Aktivität und geringer Löslichkeit beim Neutralpunkt. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Insulinpräparates mit verlangsamter Aktivität und geringer Löslichkeit beim Neutralpunkt.

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CH285292A
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    • C07K14/435Peptides having more than 20 amino acids; Gastrins; Somatostatins; Melanotropins; Derivatives thereof from animals; from humans
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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     Insulinpräparates    mit verlangsamter Aktivität  und geringer Löslichkeit beim     Neutralpunkt.       Es ist bekannt,     Insulinpräparate    mit ver  langsamter Aktivität herzustellen. Unter die  sen Präparaten sind nur diejenigen von       Bedeutung,    die     Instilinverbindungen    darstel  len, welche beim     Neutralpunkt    bzw. um den  selben herum     (pH    - 6,5-7,5) nur wenig  löslich sind.

   Von diesen durch Ausfällen ge  wonnenen Verbindungen sind diejenigen     des     Insulins mit.     Protaminen    am meisten ver  breitet, während Verbindungen des Insulins       finit.        Histon    oder Globulin nur in     geringerem          Masse    verwendet werden. Die     genannten    Prä  parate können     finit    oder ohne Zusatz von Zink  salzen verwendet werden.  



  Das bei der     Herstellung    solcher Verbin  dungen verwendete Prinzip besteht darin,       das    Insulin, Glas ein Protein     finit    saurem  Charakter ist, mit einem Protein mit     basi-          schem    Charakter     umzusetzen,    so     dass    die bei  den Proteine     ini        pH-Bereicli,    in dem die Fäl  lung ei-folgen soll, entgegengesetzte elektrische  Ladungen aufweisen. Die Ausfällung beruht  also auf einer gegenseitigen Entladung, wo  durch eine wenig lösliche Verbindung     ent-          st        elft.     



  Bei     Verwendung    von     Protamin    ist die       Protamiii-Insulinverbindung    beim     pH-Wert     von etwa 7 nur sehr schwer löslich, und die  verlangsamte,     blutzuckersenkende    Wirkung  des     Protamininsulinats    lässt sieh daraus leicht  erklären. In Anbetracht der geringen     Löslieh-          keitwar    aber eine viel     stäi-kei-eVerlangsaniung       der     Wirksamkeit    zu erwarten, als tatsächlich  festgestellt wurde. (Bei Kaninchen betrug sie  nicht wesentlich mehr als 2 Stunden).

   Durch  Zusatz von     Zinksalz    kann die Löslichkeit  weiter herabgesetzt werden, wobei die Wirk  samkeit bei Kaninchen auf 4 Stunden ver  längert wird. Solche Verbindungen weisen  aber gewisse Nachteile auf, da es aus     bisher     noch nicht abgeklärten     C7riinden    vorkommen  kann, dass     später    eine erhöhte     Assimilierung     des Insulins im System stattfindet, was  zu     übermässigen        Insulinkonzentrationen    mit  deren Nachteil, zum Beispiel dem Insulin  schock, führen kann.  



  Entsprechend den neuesten Forschungen  erklärt sieh die     Assimilierung    des Insulins im  System, aus     Protamininsulinat    (mit oder ohne  Zink) dadurch,     da.ss    das     Protamin    nach und       natli    von den     proteolytischen        T@iizymen    des       Systems    abgebaut wird, wodurch das Insulin  frei wird und in Lösung gehen kann.

   Gemäss  dieser Erkenntnis wurde     nachgewiesen,    dass  in einer Suspension von     Protamininsulinat    in  Blutserum eine sehr rasche Auflösung der  suspendierten Teilchen stattfindet., da. das       Protamin        proteolytisch    abgebaut wird und  das Insulin gelöst bleibt. Es scheint, als ob der  rasche Abbau des     Protamins    für die uner  wartet geringe Verlangsamung der Aktivität  des Insulins, bei Verabreichung als     Protamin-          insulinat,    verantwortlich ist.

   Es ist bekannt,       dass        Protamin    eines der von den proteolyti-           sehen        Enzvmen    am raschesten abgebauten       Protamine    ist.  



  Es ist ferner bekannt, dass die Aktivität       #.    an     Insulinverbindungen    durch Zugabe von       Cielatinelösungen    verlangsamt werden kann.  Infolge des sauren Charakters solcher     Lösun-          g-en    sind sie bei den Patienten nicht beliebt,  da. der durch die Injektion hervorgerufene  Schmerz     -rösser    ist und sieh bei längerem  Gebrauch eine Überempfindlichkeit einstellen  kann.  



  Es     wurde    gefunden, dass man ein     Insulin-          präparat    erhält,     dessen    Aktivität merklieb  mehr verzögert ist, wenn man gemäss dem     Ver-          T'ahren    der vorliegenden Erfindung eine  Lösung von Insulin in Wasser mit einem Pro  dukt umsetzt, welches durch     Veresterung          saurer    Gruppen der Gelatine mit einem       31ethvlierungsmittel    erhalten wurde und (las  mit dem Insulin bei neutraler Reaktion ein  Gemisch     schwerlöslicherVerbindungen    liefert.

    In     dieserWeise    kann man ein     Insulinpräparat     erhalten, dessen     blutztickersenkende    Wirkung  bei Kaninchen mindestens 6 Stunden dauert.  Dies ist. uni so überraschender, als das Um  setzungsprodukt des Insulins mit solcher       methvlierter    Gelatine löslicher ist     als    die       Protamininsulinate;    letzteres bedeutet eine  grössere     Sofortwirkung.    Dieser Unterschied  ist. wichtig, da dadurch eine doppelte Injek  tion von Insulin und der     Insulinzinkver-          hindung    oder die Injektion einer Mischung  derselben vermieden werden kann.

   Ein wei  terer Vorteil des erfindungsgemäss erhält  lichen Produktes ist der,     class    es vom Patien  ten gut ertragen wird, da gegenüber der Gela  tine keine Überempfindlichkeit eintritt.  



  Das Insulin und die     methvlierte    Gelatine  bilden ein Gemisch von Verbindungen, das  bei neutraler Reaktion nur wenig löslich ist  und infolgedessen bei dieser Reaktion ausfällt.  Die Ausfällung erfolgt     zweckmässig,    indem  ein Puffer mit neutraler oder schwach alkali  scher Reaktion während oder nach der Um  setzung mit der     niethplierten    Gelatine zu  gesetzt wird.  



  Eine für das erfindungsgemässe Verfahren       geeignete        methvlierte    Gelatine     lässt    sieh wie    folgt herstellen: 25     j    Gelatine werden in  100     cm3    Natronlauge gelöst. Unter Rühren  Lind Kühlen mit Eis setzt man 26 g     Dimethy    1  sulfat tropfenweise     zti.    Man lässt 24 Stunden  abkühlen     Lind        dialv        siert    dann 24 Stunden  gegen fliessendes Wasser, wonach man bei  <B><I>200</I></B> C im Vakuum eindampft.

   Das erhaltene  Produkt wird mehrmals so lange in     gleicher     Weise     methvliert,    bis es eine     konstante        1Ieth-          oxy        lzahl    aufweist.  



  Die     1Vlethylierung        kann    auch während     cler     kontinuierlichen     Dialvse    gegen fliessendes  Wasser erfolgen, indem man Natronlauge  und     Dimethylsulfat        tropfenweise        zusetzt.     Nach vollständiger     "Methylierung    wird das er  haltene Produkt 48 Stunden gegen fliessendes  Wasser     -dialysiert        und    dann im Vakuum hei  <B><U>'300</U></B> C zur     Trockne        eingedampft.        Sehliesslieh          wird    über     

  Phosphorpentoxyd        (P,05)    fertig  getr     ocknet.     



  Das erfindungsgemässe Präparat kann aus  geeigneten Lösungen     unmittelbar    vor     dessen          Verwendung    hergestellt werden, oder man  kann es als gebrauchsfertige     Suspension    her  stellen, die vor dem Gehranch nur noch auf  geschüttelt  erden mass. Im trockenen Zu  stand     isst    es ein weisses, bei neutraler Reaktion  in Wasser nur wenig lösliches Pulver. Es soll  als Arzneimittel verwendet werden.

      <I>Beispiel:</I>  400 internationale Einheiten Insulin wer  den in 5     cm.-'        0,001-n-Salzsäure    gelöst und mit  einer Lösung von     .50    mg     methylierter    Gelatine  in 5 cm- eines     r        i    t ,     niolaren        Phosphatpuffers     mit einem     pH-Wert    von<B>7,2</B> vermischt.  



  Durch subkutane Injektion dieser     Sttspen-          sion    in Dosen von 0,3 internationalen Ein  heiten pro Kilogramm Körpergewicht. zeigt  sich bei Kaninchen, dass noch nach 6 Stunden  eine     blutzuckersenkendeWirkung    vorhanden  ist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines Insulin- prä.parates mit. verlängerter Wirksamkeit, da durch gekennzeichnet, dass man in Wasser gelöstes Insulin mit einem Produkt umsetzt, das durch Veresterung saurer Gruppen der Gelatine mit einem Methy lierungsmittel er halten wurde und das mit dem Insulin bei neutraler Reaktion ein Gemisch schwerlös- licher Verbindungen liefert.
    Das neue Produkt stellt im trockenen Zu stand ein weisses Pulver dar, das bei neutraler Reaktion in Wasser nur wenig löslich ist. UNTERANSPRCTCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da- durch gekennzeichnet, dass die Reaktion mit der methylierten Gelatine in Anwesenheit eines Puffers mit neutraler bis schwach alka lischer Reaktion erfolgt. 2. Verfahren, nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man nach erfolg ter Reaktion mit der methylierten Gelatine einen Puffer mit neutraler bis schwach alkali scher Reaktion zusetzt. Aktiebolaget Leo.
    Vertreter: E. Blum & Co., Zürich.
CH285292D 1947-10-06 1948-10-06 Verfahren zur Herstellung eines Insulinpräparates mit verlangsamter Aktivität und geringer Löslichkeit beim Neutralpunkt. CH285292A (de)

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