CH285365A - Verfahren zur Herstellung eines monocyclischen aromatischen symmetrischen Triisocyanates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines monocyclischen aromatischen symmetrischen Triisocyanates.

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CH285365A
CH285365A CH285365DA CH285365A CH 285365 A CH285365 A CH 285365A CH 285365D A CH285365D A CH 285365DA CH 285365 A CH285365 A CH 285365A
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Limited Imperial Ch Industries
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C265/00Derivatives of isocyanic acid
    • C07C265/12Derivatives of isocyanic acid having isocyanate groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines     monocyclischen    aromatischen symmetrischen       Triisocyanates.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren zur     1=Ierstellung    eines     rnonocycli-          schen    aromatischen symmetrischen     Triisocya-          nats,    nämlich des     Benzol-1,3,5-triisocy        anats,     welches in der Textil- und der Gummiindustrie  als Hilfssubstanz und ferner als Zwischenpro  dukt, z. B. zur Herstellung neuer aromatischer       Urethane    und neuer     Arylurethane,    verwendet  werden kann.  



  Das     erfindungsgemässe    Verfahren zur Her  stellung des neuen     monoeyclisehen    aromati  schen     Triisocyanates    ist dadurch gekenn  zeichnet, dass das     Triliydrochlorid    des     1.,3,5-          Triaminobenzols    in einem     inerten,    flüch  tigen, organischen Verdünnungsmittel.

   in Ab  wesenheit von Wasser suspendiert und bei  einer nicht unter 85  C liegenden Temperatur       Phosgen    unter solchen Bedingungen in diese       Suspension    eingeleitet wird, dass der freiwer  dende Chlorwasserstoff entfernt wird, wobei  das Einleiten von     Phosgen    so lange erfolgt,  bis die Bildung des     Triisocyanats    beendet. ist.  



  Die Reaktionstemperatur     ]legt    bevorzug  terweise zwischen 90 und 130  C.  



  Das     inerte    flüchtige Verdünnungsmittel.  wird     bevorzugterweise    durch Destillation aus  dem     erhaltenen    Reaktionsprodukt entfernt,  wobei das Reaktionsgemisch gegen Feuchtig  keitszutritt gesichert wird.  



  Das anfallende feste Produkt kann unter  geringer Zersetzung bei vermindertem Druck  destilliert und auf diese Weise oder durch    Umkristallisation gereinigt     werden,    da es in  gewöhnlichen     inerten    organischen Lösungsmit  teln löslich ist.  



  Es hat sich     gezeigt,    dass die Reaktion stu  fenweise erfolgt, wobei als Zwischenprodukt  das     lIydroehlörid    des entsprechenden     Amino-          aryl-chlorcarbonamids    und ein     Aryl-trichlor-          carbonamid,    die in den verwendeten organi  schen Lösungsmitteln nicht leicht löslich sind,  gebildet werden.

   Das Ende der Reaktion lässt  sich darum gewöhnlich daran feststellen, dass  das Reaktionsgemisch eine klare Lösung bil  det.     Gewünsehtenfalls    kann die Beseitigung  des Chlorwasserstoffes dadurch begünstigt  werden, dass man zusammen mit. dem     Phos-          o-en    ein     inertes    Gas durch das Reaktions  gemisch leitet.  



  Um die Abtrennung des     Triisoey        anats    von  den genannten flüchtigen Lösungsmitteln     ztx     erleichtern, verwendet man zweckmässig solche  Lösungsmittel, welche einen 160  C nicht über  steigenden     Siedepunkt.    aufweisen, beispiels  weise     liohlenwasserstoffe,        halogenierte        Koh-          lenwasserstoffe    oder Äther, insbesondere To  luol,     Xylol,        Ligroin,        Tetrachloräthan,        Ortho-          ehlortoluol,        Anisol,

          Dioxan,        1VIonochlorbenzol     oder Gemische aus einem dieser Lösungsmittel  mit beispielsweise     Äthylendichlorid    oder Ben  zol.  



  Das nach dem erfindungsgemässen Verfah  ren hergestellte     Benzol-1,3,5-triisocy        anat    ist  eine stark reaktionsfähige Verbindung. Es rea-      giert mit Alkoholen unter Bildung neuer     I        r-          ethane,    mit Wasser unter Bildung einer pri  mären aromatischen     Aminoverbindung    und  mit Ammoniak oder primären     aliphatischen     Aminen in     C,

  regenwart    von Wasser unter Bil  dung neuer     Arylharnstoffe    oder     Arylalkvl-          harnstoffe.    Wird das neue     Triisoey        anat    unter  Ausschluss von Feuchtigkeit auf     Cellulose    auf  getragen und nachträglich einer Hitzebehand  lung unterworfen, so geht es eine chemische  Reaktion ein, welche die Oberflächeneigen  schaften des Textilmaterials verändert.  



       Gewünschtenfalls    kann man trockenen  Chlorwasserstoff in die Suspension des     Tri-          hvdrochlorids    im flüchtigen     inerten    Lösungs  mittel einleiten, und zwar beispielsweise bei  Zimmertemperatur, bevor man die Reaktion  mit     Phosgen    bei erhöhter Temperatur in  Gang setzt.  



       Beispiel,:     Man suspendiert 10 Teile     1,3,5-Triamino-          benzol-trihydrochlorid    bei 95  C in     1.00    Teilen       Monoehlorbenzol    und leitet einen langsamen  Strom von trockenem     Phosgen    durch das     Cre-          misch,        welehes    gerührt wird, und erhöht. die  Temperatur langsam auf 120  C. Nach etwa  2 bis 4 Stunden verschwindet die suspendierte  feste Substanz. Der entwickelte Chlorwasser  stoff wird abgeleitet.

   Man destilliert das Mono  chlorbenzol aus der erhaltenen Lösung ab,     ge-          wünschtenfalls    unter vermindertem Druck,  und destilliert den aus     Benzol-1,3,5-triisoeya-          nat    bestehenden Rückstand bei etwa 20 mm  Druck. Beim Abkühlen bildet das Destillat  lange farblose Nadeln vom     Smp.    85  C in       einer        Ausbeute        von        etwa        60%        der        Theorie.     



  Löst man das     Benzol-1,3,5-triisocyanat    in  siedendem absolutem Alkohol und lässt man  die Lösung abkühlen, so werden Kristalle des  entsprechenden     Triurethans    vom     Smp.        l.92     C  erhalten. Löst man das     Benzol-1,3,5-t.riisoci-a-          nat    in alkoholfreiem, wasserfreiem Äther und  versetzt die Lösung mit einem     Übersehuss    an  wasserfreiem Ammoniak in Form einer Lösung  im gleichen Lösungsmittel, so wird das ent-    sprechende     Triearbamid    erhalten, das bei einer  über 350  C liegenden Temperatur schmilzt.  Beide Substanzen sind ebenfalls neue Verbin  dungen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines mono- eyclischen aromatischen symmetrischen Triiso- cyanats, nämlich des Benzol-1.,3,5-triisoeya- nats, dadurch gekennzeichnet, dass das Tri- hydrochlorid des 1,3,5-Triatnino-benzols in einem inerten, flüehtigen, organischen Ver dünnungsmittel in Abwesenheit von Wasser suspendiert und bei einer nicht unter 85 C liegenden Temperatur Phosgen unter solchen Bedingungen in diese Suspension eingeleitet wird,
    das der freiwerdende Chlorwasserstoff entfernt wird, wobei das Einleiten von Phosgen so lange erfolgt, bis die Bildung des Triiso- cyanats beendet. ist. Das Benzol-1,3,5-triisocyanat schmilzt bei 85 C. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentansprueh, da durch gekennzeichnet, dass man eine Reak tionstemperatur von 90 bis 130 C anwendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das inerte, flüchtige, organische Verdün nungsmittel durch Destillation abgetrennt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1. und 2, dadurch ge- kennzeiehnet, dass das Triisocy anat durch De stillation unter vermindertem Druck gereinigt wird. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und \?, dadurch ge kennzeichnet, dass das Triisoeyanat durch Um kristallisieren aus einem inerten orgranischeti Lösungsmittel gereinigt wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass (las inerte, flüch tige, orga.nisehe Verdünnungsmittel einen Siedepunkt von nicht mehr als 160 C auf weist.
CH285365D 1947-05-23 1948-05-22 Verfahren zur Herstellung eines monocyclischen aromatischen symmetrischen Triisocyanates. CH285365A (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1162357B (de) * 1956-09-21 1964-02-06 Gen Aniline & Film Corp Verfahren zur Herstellung von Isocyanaten

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1162357B (de) * 1956-09-21 1964-02-06 Gen Aniline & Film Corp Verfahren zur Herstellung von Isocyanaten

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