CH277653A - Verfahren zur Herstellung eines monocyclischen aromatischen symmetrischen Triisocyanats. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines monocyclischen aromatischen symmetrischen Triisocyanats.

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CH277653A
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C265/00Derivatives of isocyanic acid
    • C07C265/12Derivatives of isocyanic acid having isocyanate groups bound to carbon atoms of six-membered aromatic rings

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung eines     monocyclischen    aromatischen symmetrischen       Triisocyanats.       Die vorliegende Erfindung betrifft ein       Verfahren    zur Herstellung eines     inonocycli-          sclien    aromatischen     s-#-mmetrischen        Triiso-          cyanats,    nämlich des     Toluol-'-1,4,6-tricarbon-          imids,    welches in der Textil- und in der       Gummiindustrie    als Hilfssubstanz und ferner  als Zwischenprodukt, z.

   B. zur Herstellung  neuer     aromatiseber        Urethane    und neuer     aro-          iitatiseher        substituierter    Harnstoffe, verwen  det werden kann.  



  Aromatische     Monocarbonimide,    die     ge-          wölinlieh    als     Arylisoeyanate    bezeichnet wer  den, sind durch Erhitzen der     Hydrochloride          verschiedener    primärer aromatischer     Amino-          verbindungen    mit     Phosgen    bei hoher Tempe  ratur     hergestellt        worden..    Man erhält sie       ferner        auch    in     guter    Ausbeute durch Ein  leiten eines Stromes von     Phos;

  -en    bei erhöhter  Temperatur in eine Lösung der freien aroma  tischen     1Ioiioaniinoverbindung-    in einem     ge-          wöhäliehen,    gegen     Phosgen        inerten    Lösungs  mittel, durch darauffolgende Entfernung des       entwickelten    Chlorwasserstoffes und durch       Abdestillieren    des     Lösungsmittels.    Es sind  zwei Reaktionsstufen feststellbar, nämlich  eine erste,

   welche     schon    bei Zimmertempera  tur vor sieh geht und bei welcher nur 1     'Iol          Chlorwasserstoff    entwickelt und ein     Aryl-          ehlor-eai-bonaniid    gebildet wird, und eine  zweite, bei     erhöhter    Temperatur, bei welcher  eine Zersetzung des     Aryl=eblor-ca.rbonamids     unter     Entwicklung    eines zweiten     Mols    Chlor-    Wasserstoff und Bildung des     Aryl-earbon-          imids    eintritt.

   Das     Aryl-chloi--carbonamid     vermag mit. einer weiteren Menge der freien  primären aromatischen     Aminoverbindung     unter Bildung eines     Diarylharnstoffes    zu  reagieren. Diese Reaktion tritt jedoch bei  Anwendung der angegebenen     Reaktionsbedin-          oungen    mit den Monoderivaten nicht in merk  lichem Umfang ein.  



  Das neue     Toluol-2,4,6-tricarbonimid,    das       auch        1-Methyl-benzol-2,4,6-triisoeyanat    ge  nannt werden kann, wird erfindungsgemäss  dadurch erhalten, dass man 1     Mol        ?,4,6        Tri-          aniino-toluol,    in einem     inerten        flüchtigen    or  ganischen     Lösungsmittel    gelöst, mit min  destens 1,

  5     Mol    von in einem     inerten    flüchti  gen     organischen        Lösungsmittel    gelöstem     Phos-          -en    zur     Reaktion    bringt, und zwar in Ab  wesenheit von Wasser, und die entstandene       Suspension    auf nicht unter     90     C erhitzt, wo  bei ein Strom von     Phosgen    unter solchen     Be-          din-Rungen        dureligeleitet    wird, dass der in  Freiheit     (gesetzte    Chlorwasserstoff entfernt  wird, und zwar so lange,

   bis die Bildung des       To!uol-2,4,6-tricarbonimids    beendet ist.  



  Während des     Reaktionsstadiums,    in     wel-          ehein        Phosgen    durch das erhitzte Reaktions  gemisch durchgeleitet wird, bildet sich reich  lich     Chlorwasserstoff.        Gewünschtenfalls    kann  man zusammen mit dem     Phosgen    ein     inertes     Verdünnungsgas durchleiten, um die Ablei  tung des Chlorwasserstoffes     zit    erleichtern.

        Die entstehende Suspension wird bevor  -terweise auf eine     zwischen    etwa 100 und  <B>,</B>     -iizn     130 C     liegencle    Temperatur erhitzt, während  der     Phosgenstrom    in die Suspension einge  leitet wird.

      Man kann hierauf das     flüchtige        Lösun-s-          mittel        abdestillieren    und das     Triisoeyanat     durch Destillation,     bevorzugterweise    unter  vermindertem Druck, oder     durch    Umkristalli  sation reinigen:  Als Lösungsmittel können mit Vorteil       Kohlenwasserstoffe    und     halogenierte    Kohlen  wasserstoffe verwendet werden. Gut     geeignet     sind z.

   B.     Toluol,        Xylol,        Dioxan,        Monoehlor-          benzol,        Orthoehlortoluol    oder Gemische dieser       Lösungsmittel    mit Benzol oder     Äthy        len-          diehlorid;    diese     Lösungsmittel    sieden bei ge  wöhnlichem Druck unterhalb 160  C.

   Die bei  der ersten     Reaktionsstufe    in Form des     H.)--          droehlorids    erhaltenen     Zwischenprodukte    mit       Chlorcarbonamid-Struktur    sind in gewöhn  lichen     inerten    Lösungsmitteln praktisch un  löslich und werden     infolgedessen    bei dieser  Reaktionsstufe ausgefällt.<B>Da</B> das neue     Tri-          earbonimid    in gewöhnlichen     inerten    Lösungs  mitteln leicht löslich ist., zeigt das Klarwer  den der Suspension im allgemeinen an,

       dass     die     Bildung    des     Tricarbonimids    beendet ist..       7m    ersten Stadium wird die Reaktion vor  zugsweise bei oder unter Raumtemperatur  ausgeführt. Es ist vorteilhaft, zu kühlen, bei  spielsweise auf Temperaturen von etwa. 0 bis  5  C,     cla    auf diese Weise höhere Konzentra  tionen an     Phosgen    erzielt werden können.

           Beispiel:     Man löst 10 Teile     2,4,6-Triamino-toluol    in  <B>100</B> Teilen     Äthylendiehlorid    und     tränt    die       Lösun-    unter     Gutem    mechanischem Rühren  in .eine     Lösung,    von 22 Teilen     trockenem          Phosgen    in 150 Teilen     llonoehlorlienzol    bei  0-3  C ein. Es fällt sofort ein fester Kör  per aus.

   Das Gemisch wird hierauf allmählich  im Verlaufe von 1-2 Stunden bei     gleich-          zeitigem    Einleiten eines ruhigen Stromes von       Phosgen    auf 120  C erhitzt, was zur Folge  hat, dass Chlorwasserstoff     entwickelt    wird    und sieh der Niederschlag allmählich auflöst.

    Das während dieses     Vorganges        abdestillie-          rende        @tlivleiiehlorid    wird kondensiert und       zurückgewonnen.    Man entfernt das verblei  bende     Lösungsmittel        vorzugsweise    unter ver  mindertem Druck und destilliert den Rück  stand ebenfalls unter vermindertem Druck,  wobei das     Toluol-2,4,6-trie < irbonimid    in Form  eines Öls erhalten wird, welches beim Kühlen  zu langen, farblosen Nadeln vom     Smp.    78 bis  79  C erstarrt.

   Die Ausbeute beträgt etwa       621/o    der theoretischen     Menge.    Beim Auflösen  des Endstoffes, des     Toliiol-2,4,6-triearbon-,          imids,    in heissem absolutem Alkohol und Ab  kühlen der Lösung bilden sich Kristalle von       Toluol    -     2,.1,6    -     triuretlian        voin    Schmelzpunkt  200  C.

   Durch Auflösen des     Toluol-2,4,6-tri-          carboniniids    in     alkohol-    und wasserfreiem  Äther und     Eintranen    der     Lösung    in einen       L'berseliuss    einer Lösung von trockenem  Ammoniak im     gleielien        Lösungsmittel    ent  stehen Kristalle \des     entsprechenden        Toluol-          2,4,6-ti-iearbaniids,    das nach     L"mki-istallisieren     aus     Wasser    bei 306  C schmilzt.

Claims (1)

  1. PATENT ANSPRUCH: Verfahren zur Herstellunc eines mono- cy elisehen aromatischen symmetrischen Tri- isoeyanats, dadurch gekeinizeiehnet, .dass man 1 Mol 2,4,6-Triamino-toluol, in einem inerten flüchtigen, organischen Lösungsmittel gelöst, mit mindestens 1,
    5 Mol von in einem inerten flüeht.i.-en organischen Lösungsmittel ge- löstein Phosgen zur Reaktion bringt, und zwar in Abwesenheit. s an Wasser, und die entstandene Suspension auf nicht unter 90 C erhitzt, wobei ein Strom von Phosgen unter solchen Bedingungen durchgeleitet wird, dass der in Freiheit gesetzte Cliloi-m-as;
    erstoff ent fernt wird, und zwar so lange, bis die Bil dung des Tolttol-2,4,6-ti-ica.rlioniniids beendet ist. Das Toluol-1,4,6-triearboiiimicl bildet farb lose Nadeln vom Snip. 78-79 C. <B>UNTERANSPRÜCHE:</B> Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Phosgen im Gemisch mit. einem inerten Verdiinnnngsgas durchgeleitet. wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Suspension auf 100 bis 130 C erhitzt wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die beiden Lösun gen höchstens bei Zimmertemperatur zusam mengegeben werden. 4. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die beiden Lösungen bei einer zwischen 0 und 5 C liegenden Temperatur zusammen gegeben werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeiclniet, dass nach Beendigung der Bildung des TriisocYanats das flüchtige Lösungsmittel abdestilliert wird. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Trüsocyanat durch Destillation gereinigt wird. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprtteh 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Destillation unter vermindertem Druck ausgeführt wird. B. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Triisocy anat durch Umkristallisieren gereinigt wird. 9. Verfahren nach Pateritansprtlch, da durch gekennzeichnet, dass Lösungsmittel ver wendet werden, deren Siedetemperatur bei gewöhniicliem Druck 160 C nicht übersteigt. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens der eine Ausgangsstoff in Toluol gelöst zur An wendung gebracht wird. 11. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens der eine Ausgangsstoff in Xylol gelöst zur An wendung gebracht wird. 12. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens der eine Ausgangsstoff in Dioxan gelöst zur An wendung gebracht wird. 13. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass wenigstens der eine Ausgangsstoff in llonochlorbenzol gelöst zur Anwendung gebracht wird. 14.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens der eine Ausgangsstoff in o-Chlortoluol gelöst zur Anwendung gebracht wird. 15. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass mindestens der eine Ausgangsstoff gelöst in einem Gemisch von Benzol mit einem andern inerten Lö- sun.-smittel zur Anwendung gebracht wird. 16.
    Verfahren nach Patentanspruch, da- ,durch gekennzeichnet, dass mindestens der eine Ausgangsstoff gelöst in einem Gemisch von Äthy lendichlorid mit einem andern inerten Lösungsmittel zur Anwendung ge bracht wird.
CH277653D 1947-05-23 1948-05-22 Verfahren zur Herstellung eines monocyclischen aromatischen symmetrischen Triisocyanats. CH277653A (de)

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