CH286095A - Verfahren zur Gewinnung schwerflüchtiger Elemente. - Google Patents

Verfahren zur Gewinnung schwerflüchtiger Elemente.

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CH286095A
CH286095A CH286095DA CH286095A CH 286095 A CH286095 A CH 286095A CH 286095D A CH286095D A CH 286095DA CH 286095 A CH286095 A CH 286095A
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Limited International Alloys
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Int Alloys Limited
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01GCOMPOUNDS CONTAINING METALS NOT COVERED BY SUBCLASSES C01D OR C01F
    • C01G31/00Compounds of vanadium
    • C01G31/04Halides

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Inorganic Chemistry (AREA)
  • Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)

Description


  Verfahren zur Gewinnung schwerflüchtiger Elemente.    Bekanntlich können flüchtige Elemente,  insbesondere auch gewisse Metalle, die bei  technisch zu verwirklichenden Temperaturen  einen genügenden Dampfdruck haben, wie       Alkalimetalle,    Barium,     .Thallium    und Zink,  gewonnen oder raffiniert      -erden,    indem sie  in den Dampfzustand übergeführt werden,  wobei das     -Material,    das das zu gewinnende  Element enthält,

   bei normalem oder auch zur  Erniedrigung der     Temperatur    bei verminder  tem Druck auf erhöhte Temperaturen erhitzt       wird.    Diese     genannten    Elemente können bei  relativ niedrigen     Temperaturen    destilliert.  werden; deshalb ist die zu ihrer Überführung  in die     Dampfphase    nötige Wärme relativ ge  ring.  



  Die vorliegende Erfindung betrifft ein  Verfahren, durch das solche Elemente, insbe  sondere Metalle, die keinen zur direkten  Destillation bei technisch zu verwirklichenden  Temperaturen     genügenden    Dampfdruck haben,       verfliichtigt    werden können.  



  Die Erfindung basiert. auf der Idee, dass  die zur     Überführung    eines     schwerflüchtigen     Elementes in die Dampfphase nötie     Wärme-          Z,     menge kleiner ist als die der direkten Über  führung,  < las heisst. Verdampfung, wenn die  stark     endotherme    Verdampfung mit einer  andern umkehrbaren, aber     exothermen    Reak  tion verbunden wird, so dass die totale (resul  tierende) Überführungsreaktion, obwohl noch       endotherm,    doch weniger     endotherm    ist als  die direkte     Verdampfutng.       Bei der Durchführung der     Erfindung    wird  z.

   B. als eine solche     ehotherme    Reaktion die  Reaktion des Dampfes des schwerflüchtigen  Elementes mit dem Dampf des     Halogenids     eines flüchtigen Elementes gewählt, wobei die  Dämpfe des flüchtigen Elementes und des       Halogenids    des schwerflüchtigen Elementes       #rebildet    werden.

   Die resultierende Reaktion  ist so     thermoehemiseh    die Summe der     endo-          thermen        Bildtrog    des Dampfes des schwer  flüchtigen Elementes und der     exothermen          Reaktion    dieses Dampfes mit dem Dampf des       Ilalogenids    des flüchtigen Elementes, aber in  Wirklichkeit wird nur die resultierende Reak  tion (in einem einzigen Sehritt) ausgeführt,  wenn man das schwerflüchtige Element in  einer kondensierten (das heisst in fester oder  flüssiger) Form mit. dem Dampf des     Haloge-          nids    eines flüchtigen Elementes reagieren  lässt.  



  Bei dieser Ausführungsart der Erfindung  wird also zunächst ein schwerflüchtiges Ele  ment aus einem     Material,    in welchem es ent  halten ist, als sein stabiles     Halogenid    in die  Dampfphase übergeführt, bei erhöhter Tem  peratur, die aber niedriger ist.

   als die     Tem-          peratur        der    direkten     Verdampfung    des  schwerflüchtigen Elementes aus dem Material  unter dem herrschenden Druck, indem man  sich an das (vom Druck abhängige) Gleich  gewicht der Reaktion zwischen festem oder  flüssigem, elementhaltigen Material mit dem  Dampf des     Halogenids    eines flüchtigen Ele-           mentes    annähert oder es erreicht, wodurch die  Dämpfe des flüchtigen Elementes und des       Halogenids    des schwerflüchtigen Elementes  gebildet werden. Das schwerflüchtige Element  kann hierauf aus dem Dampfgemisch zurück  gewonnen werden, indem die     Reakion    andern  orts umgekehrt wird.

    



  Das schwerflüchtige Element kann aus  den entstehenden Dämpfen z. B. dadurch zu  rückgewonnen werden, dass sie durch Ab  kühlen in das schwerflüchtige Element -und  das ursprüngliche     Halogenid    übergeführt  werden. Eine andere Möglichkeit der Rück  gewinnung des schwerflüchtigen Elementes  besteht in seiner Absorption.  



  In einer Modifikation der Erfindung kön  nen höhere     Halogenide    eines Elementes ver  wendet werden, das selbst nicht flüchtig sein       muss,    das aber in flüchtige stabile oder unsta  bile niedrigere     Halogenide    übergeführt wer  den kann.

   Durch     ihre    Einwirkung auf das  Ausgangsmaterial bei erhöhter Temperatur  wird die     überführung    des zu gewinnenden  Elementes in die Dampfphase herbeigeführt  durch die     endotherme    Reaktion des zu ge  winnenden schwerflüchtigen Elementes mit  dem Dampf des höheren     Halogenids,    wobei  Dampf des niedrigeren     Halogenids    des Ele  mentes, das im ursprünglichen     Halogenid     enthalten war, und Dampf des stabilen Halo  genids des zu gewinnenden schwerflüchtigen  Elementes gebildet werden.

   Unter dem Aus  druck  höheres  oder  niedrigeres      Halogenid     eines Elementes ist ein     Halogenid    des Ele  mentes zu verstehen, in welchem dieses eine  höhere oder niedrigere Wertigkeit hat. Das  schwerflüchtige Element kann aus den ent  standenen Dämpfen durch die Umkehrung  dieser Reaktion zurückgewonnen werden.  



  Die Erfindung schafft also ein Verfahren  zur Gewinnung eines schwerflüchtigen Ele  mentes aus einem dieses Element in elemen  tarer Form enthaltenden Material, indem das  schwerflüchtige Element in einer     endothermen     Reaktion unter solchen Bedingungen von  Druck und Temperatur mit dem Dampf eines       Halogenids    umgesetzt wird, dass sieh die  Dämpfe eines flüchtigen Stoffes und eines    stabilen     Halogenids    des schwerflüchtigen  Elementes bilden und indem aus dem ent  stehenden Dampfgemisch, nach Wegführung  aus der Umsetzungszone, das schwerflüchtige  Element unter Rückbildung des angewand  ten     Halcigeiiids    abgeschieden wird.  



  Das Verfahren ist geeignet zur Trennung  von schwerflüchtigen Elementen, insbesondere  Metallen, wie z. B.     Beryllium    oder     Vanadium,     von nichtmetallischen Verunreinigungen, wie  Oxyden oder Karbiden, welche an ihnen bei  den gebräuchlichen     Herstellungsverfahren     haften bleiben, oder zum Darstellen von  schwerflüchtigen Metallen in einer relativ  reinen Form aus ihren Legierungen, wie       Ferromangan,        Ferrovanadium,        Ferrotitan    und  auch     Ferromolybdän,        Ferrowolfram,

      die leich  ter und billiger hergestellt werden durch  Reduktion entsprechender Erze in einem  Hochofen oder in einem     Lichtbogenofen.    Von  den in einer solchen Legierung enthaltenen  Metallen wird dasjenige mit der grösseren  Affinität zu Halogenen mit. dem Dampf des       IIalogenids    leichter reagieren (das heisst bei  niedrigeren Temperaturen bzw. höheren  Drucken) als andere Bestandteile der Legie  rung, so dass unter passenden Bedingungen  (von Druck und Temperatur) die Bestand  teile voneinander getrennt werden können.  



       Zweckmässigerweise    wird das Verfahren  derart ausgeführt, dass der Dampf eines ge  eigneten     Halogenids    bei erhöhter Temperatur,  vorzugsweise bei reduziertem Druck, über  das feste oder flüssige     Ausgangsmaterial    ge  leitet wird,     welches    mit Vorteil in einen Zu  stand gebracht wird, in dem es dem     Halogenid     eine relativ grosse Oberfläche darbietet, und  dass die entstehenden Dämpfe in einem oder  mehreren passenden Kondensatoren abge  kühlt werden, wodurch sie in das zu gewin  nende Element und das ursprüngliche     Halo-          genid    zerfallen.  



  Wenn     Me(c)    das     kondensierte    (das heisst  feste oder flüssige)     zu    gewinnende schwer  flüchtige Element, insbesondere Metall, be  zeichnet, welches die Wertigkeit n habe, wenn  ferner X ein Halogen und     3IaXm(v)    den      Dampf des     angewandten'        Halogenids    eines       flüchtigen    Elementes     31a    bezeichnet, so ist    die Gleichung für die     erfindungsgemässe    Reak  tion  
EMI0003.0006     
    Dabei bedeuten     MeX"    (v) und     31a    (v)

   die  Dämpfe des     Halogenids        MeX"        bzw.    des flüch  tigen Elementes Ma.         Wein    z. B. Beryllium das zu gewinnende  schwerflüchtige     31eta11    ist, und wenn     Na-          triumchlorid    für seine Gewinnung     gebratteht     wird, dann ist die Reaktion  
EMI0003.0017     
    Wenn das zu gewinnende Element wieder  die Wertigkeit n hat und mit     21e(c)    bezeich  net     ist,    und wenn das höhere     Halogenid            (31bXf)    des     Metalles        (31b)

          verwendet    wird,       dessen    niedrigeres     Halogenid        (MbXT,g     <  f)  flüchtig ist, dann ist. die Reaktion  
EMI0003.0028     
    Zum Beispiel bei Gewinnung des     Metalles          Me    mit     Aluminiumtrichlorid    als (stabiles)  höheres und     Aluminiummonochlorid    als (un-    stabiles) niedrigeres     Halogenid    ist die Reak  tionsgleichung  
EMI0003.0034     
    Unter     den.    Halogeniden sind Fluor     ide    und  Chloride im allgemeinen vorzuziehen,

   obwohl       Bromide    und häufig     Jodide    auch wirksam  sind.  



  Um ein schwerflüchtiges Element mit für  seine direkte Destillation zu geringem Dampf  druck nach dem Verfahren der vorliegenden  Erfindung und mit Hilfe des     Halogenids     eines flüchtigen Elementes gewinnen zu kön  nen, werden     zweckmässigerweise    die folgenden  Bedingungen eingehalten  1.

   Das     Halogenid        (MaX.)        eines    andern  Elementes (Ma), das unter den Bedingungen  der Reaktion flüchtig ist, wird so gewählt,  dass die durchschnittliche     Dissoziationswärme     in Metall-Atome     (Ma-Atom)    und Halogen  .Itome     (X-Atom)    dieses     Halogeniddampfes          (MaX.    Dampf),  a) kleiner ist als die durchschnittliche       Dissoziationswärme    des Dampfes des     Haloge-          niris        (MeX"    Dampf) des zu gewinnenden Ele  mentes     (Me)

      in seine Atome     (Me-Atom,    X  Atom), und dass sie  b) grösser ist als die durchschnittliche       Dissoziationswärme    des Dampfes desselben  Halogeniris     (MeXE    Dampf) in kondensiertes       Rleinent        (3ie-kond.)    und     Halogen-Atome        (X-          atom).       Die durchschnittliche     Dissoziationswärme     eines     Halogeniddampfes    in seine Atome bzw.

    in     Halogen-Atome    und kondensiertes Element  ist die totale     Dissoziationswärme    des     Haloge-          nids    in seine Atome bzw. in     Halogen-Atome     und kondensiertes Element, geteilt durch die  Wertigkeit des Elementes im     Halogenid.     



  2. Unter den Bedingungen der Reaktion  darf das flüchtige Element, das ursprünglich  mit dein Halogen im     Halogenid    kombiniert  war, mit dem schwerflüchtigen Element oder  mit sonst einem Bestandteil des dasselbe ent  haltenden Materials keine nichtflüchtige Ver  bindungen (oder stabile, obwohl flüchtige Ver  bindungen) eingehen, welche die Zurückge  winnung des     Metalles    durch Umkehrung der  Reaktion verhindern würden.  



  Wenn z. B. ein     Phosphorhalogenid    für die       Gewinnung    eines schwerflüchtigen     Metalles     angewendet wird, so darf keines der im metall  haltigen Ausgangsmaterial enthaltenen Metalle  nichtflüchtige     Phosphide    bilden, welche unter  den     Bedingungen    der Reaktion stabil sind.  



  Das     allgemeine    Prinzip, welches das Ver  fahren der     vorliegenden    Erfindung beherrscht,  ist leicht verständlich durch die folgenden  Betrachtungen über die direkte Verdampfung      und die Dissoziation der gasförmigen     Haloge-          nide    des zu gewinnenden, schwerflüchtigen  und des flüchtigen Elementes, dessen     Haloge-          iiid    für die Reaktion verwendet wird.  



  Die verallgemeinerte     thermochemisehe     Reaktion der Verdampfung des schwerflüch  tigen Elementes kann geschrieben werden:  
EMI0004.0006     
    In dieser Gleichung bedeutet     lIe(v)    das  Element in seiner Dampfform, welche wie  gewöhnlich einatomig angenommen ist, und       Le    ist die     Überführungswärme    in den gasför  migen Zustand für die Reaktion     (II),    in  diesem Falle einfach die     Verdampfungswärme.     



  Im Falle von z. B. Beryllium lautet Reak  tion     (II)     
EMI0004.0013     
    worin der Wert     8O    000 cal. für die     Verdanip-          fungswärme    von Beryllium eingesetzt wurde.  



  Da die Entropie der Verdampfung der  verschiedenen Elemente (insbesondere Metalle)  nicht sehr verschieden ist (indem die meisten  Metalle der     Troutonsehen    Regel ganz gut ent  sprechen, nach der die     Entropie-Änderung     beim Siedepunkt eine allgemeine Konstante  ist), ist die     Verdampfungswärme    die wichtig  ste individuelle     C,lrösse,    von welcher der       Dampfdritek    des Elementes     Me    bei der abso-         luten    Temperatur T abhängt, der gegeben ist  durch:

    
EMI0004.0024     
    worin     L'e    und Se die     molare        Verdampfun-s-          wärme    bzw.     -entropie    des Elementes     Me,    unter  dem Druck 1 und bei der Temperatur T sind.  



  Im Falle von z. B. Beryllium heisst diese       Dampfdruekformel    für eine Temperatur von  ungefähr     1100     C:  
EMI0004.0033     
    Die Konzentration im     Gaszustand    des     Ele-          nientes        (11e),    das heisst sein scheinbarer  Dampfdruck für alle     Destillationszweeke,    wird  erhöht, und damit die Destillation erleichtert  werden durch irgendwelche Mittel,

   durch die  die Überführungswärme in den Gaszustand  reduziert wird und die keine gleiche oder  grössere entgegengesetzte     Wirkung        'auf    die  Entropie der     Überführung    in den     CTaszustand     haben. Wenn die Entropie unverändert bleibt,  so wird jede Verminderung der Überfüh  rungswärme eine im wesentlichen propor  tionale Verminderung der praktischen     Destil-          lationstemperatur,    gemessen auf der absoluten  Temperaturskala, zur Folge haben.  



  Die     thermoehemischen    Reaktionen der Dis  soziation der     Halogenide    des     sehwerflüehtigen     Elementes     (MeXn)    und     des    andern     flüchtigen     Elementes in     o-asförniiges    Element (Atom  und     lIalogen-Atome    sind  
EMI0004.0053     
         %i#obei        nDe    und     mDa    die     Dissoziationswä.rmen    sind.  



  Indem man     (II)-(III)        -f-   
EMI0004.0060  
   (IV) bildet, erhält man:  
EMI0004.0061     
    die     thermochemiselie    Gleichung der Reaktion  der indirekten Überführung von einem Gramm  atom des     schwerflüchtigen    Elementes in die    Gasform durch Kombination der direkten  Verdampfung mit der Reaktion  
EMI0004.0064     
      Die Reaktion (V) ist.     exotherm,    wenn, ent  sprechend der Bedingung 1     (a)    oben, De > Da.

    Die Reaktion der indirekten     I        berführun        o-    in  den Dampfzustand von einem Grammatom  des     seliwerflüehtigen    Elementes ist     uin            ii.        (Pe    - Da) weniger     endotherm    als seine  direkte Verdampfung.  



  Für     Berylliumchloriddampf    wird z. B.  Reaktion     (I11)     
EMI0005.0013     
    wobei De = 110 000 cal., welcher Wert     erhal-          teil    wurde     ans    der oben angegebenen V er  dampfungswärme von Beryllium, aus der       Bildungswärme    von festem     Berylliumchloricl       (112600 cal.), aus der     Verdampfungswärme          voll        Berylliumehlorid    (29 600 cal.), und aus  der     Dissoziationswärme    von Chlor (56 900 cal.).  



  Für     Natriumchlorid    wird Reaktion (IV)  
EMI0005.0024     
    wobei die Bildungswärme von festem Natrium  chlorid<B>(98300</B> cal.), die     Sublimationswärnie     von     Nati@iumelilorid    (57100 cal.), die     Ver-          danIpfungswärine    von Natrium<B>(25900</B> cal.)  und die oben erwähnte     Dissoziationswärme     von     Clilor    der Literatur     entnommen    wurden.

      Die     exotherme    Reaktion, welche der di  rekten Destillation überlagert wird, wenn  Beryllium in einem Strom von     Natrium-          ehlorid    als     Berylliumehlorid    destilliert     wird,          w=ird     
EMI0005.0038     
    so dass die Destillation von Beryllium im     Na-          1        riumchloridstrom    um ungefähr 28 000 cal.  weniger     endotlierm    als die direkte Verdamp  fung ist.  



       \ur    wenn die Reaktion entsprechend der    Erfindung     endotherm    ist., wird sie beim Ab  kühlen umgekehrt und führt, so zur Gewin  nung des schwerflüchtigen Elementes und des  ursprünglichen Halogeniden. Da die     Reak-          tionswärme    der indirekten Destillation  
EMI0005.0047     
         gegeben    ist durch m .     [Le    - n (De<B>-</B>Da)<B>],</B>  so wird die Reaktion nur     endotherm    sein,  wenn     [Le-n        (De-Da)]        >0,    oder wenn  
EMI0005.0054  
    <  na.

   Weil die     durch-                    @elinittliehe        Dissoziationswärme    des Dampfes  des     1-lalogenides    des schwerflüchtigen Elemen  tes in     Ilalogenatoine    und kondensiertes Ele  nient ist, ist die letzte Bedingung identisch  mit der     obenerwähnten    Bedingung 1(b).  



       Ganz    analoge Betrachtungen müssen     ange-                   andt        werden,    wenn das höhere     Halogenid          (1I1)Xf)    eines     hleinentes        (111i)    zur     indirekten     Destillation verwendet wird,     welches    höhere       llalogenid        (11bXf)    durch die Reaktion in     clas          niedrigere        tIalogenid        (llbX,)

          desselben        Ele-          nientes        umgewandelt    wird unter Bildung eines       Halogeniden        (MeXn)    des Elementes     (Me),     welches gewonnen werden soll. Wenn das  Element.

   (Mb), dessen höheres     Halogenid            (MbXf)    angewandt wird, jedoch ein schwer  flüchtiges Element. ist, so ist es eine weitere       Bedingang    für die Wahl des höheren Haloge  niden     (MbXf),    dass die Reaktion zwischen  dem niedrigeren     Halogenid        (MbXb)    und dem  Metall     (Me),    das gewonnen werden soll, so  stark     endotherm    sei, dass die Reduktion des  niedrigeren Halogeniden     (MbXg)    zum Ele  ment (Mb), bei der Bildung des Halogeniden       (MeX")    des schwerflüchtigen Elementes     (Me)     nicht (oder nur sehr wenig)

   stattfindet unter  den Bedingungen der Reaktion mit dem me  tallhaltigen     -Material.     



  Die besten Bedingungen zur Wahl des  reagierenden Halogeniden und zur     Durch-          führung    der vorliegenden Erfindung können  aus den folgenden     Gleiehgewiehtsbetrachtun-          Oen        @efund.en    werden,     welebe    zum Zwecke der  V     ereinfaehung    wieder für das     Halogenid         eines     flüchtigen    Elementes als     verwendetes          Halogenid    aufgestellt wurden..  



  Wenn der Dampf des     Halogenides    eines  flüchtigen Elementes über das angewandte  Material streicht, so stellt sich schliesslich  das Gleichgewicht zwischen den Dämpfen des  flüchtigen Elementes, seines     Halogenides    und  des stabilen     Halogenides    des schwerflüchti  gen Elementes gemäss Reaktion (I) ein, deren       GLeiehgewichtskonstante    ist  
EMI0006.0008     
    wobei K die Gleichgewichtskonstante nur von  der Temperatur abhängt und p     (Ma),    p     (MaXm)     und p     (MeX")    die     Partialdrucke    der Dämpfe  des flüchtigen Elementes (Ma), seines Halo  genides     (DIaXm)

      und des     Halogenides        (MeX")     des schwerflüchtigen Elementes sind. Für  Beryllium, das in einer Atmosphäre von     Na-          triumehlorid    destilliert, wird, lautet. die Glei  chung z.

   B.:  
EMI0006.0018     
    Wenn     p"    den Druck bezeichnet, unter wel  chem das     Halogenid    des flüchtigen Elemen  tes in den Reaktionsraum eintritt (Anfangs  druck) und a den Bruchteil dieses     Halogeni-          des,    der in das     Halogenid    des schwerflüch  tigen Elementes umgewandelt wird, so den  Wirkungsgrad der Reaktion angebend, dann  kann die     Gleichgewichtskonstante    geschrieben  werden:  
EMI0006.0025     
    oder im Falle des Beispiels:

    
EMI0006.0026     
    Diese Gleichung zeigt, dass die Reaktion um  so vollständiger sein wird, je geringer der  Anfangsdruck oder der anfängliche     Partial-          druck    des verwendeten     Halogenides    ist. Der       1)ruek    soll jedoch nicht zu gering sein, weil  die tatsächlich pro Zeiteinheit und pro Ober  flächeneinheit des metallhaltigen Materials  destillierende Menge dann zu klein wird.  Drucke von ungefähr 0,05 mm Quecksilber-         säule    scheinen bei einen     i    einigermassen grö  sseren Produktionsmassstab die Grenze zu  sein, wobei diese Grenze vom Produktions  inassstab abhängt     und    mit ihm abnimmt.  



  Die chemische Reaktion (1) entsprechend  der Erfindung ist     endotherm    und wird des  halb um so näher an Vollständigkeit heran  kommen, je höher die Temperatur ist. Im all  gemeinen ist es jedoch wirtschaftlicher, mit  einem Wirkungsgrad, ausgedrückt in a von       zwischen        30        und        90        %        zufrieden        zu        sein;        wenn     man einen höheren Wirkungsgrad als a = 0,9  erzielen will, so bedarf es einer relativ starken       Erhöhung    der Temperatur für eine relativ  kleine Änderung von a.

   Weiter ist die Reak  tion gemäss der Erfindung weniger     endo-          therm    als die direkte Verdampfung, und der  Dampfdruck des schwerflüchtigen Elementes  nimmt: deshalb bei     zunehmender    Temperatur  rascher zu als der scheinbare Dampfdruck.  der vom Verfahren nach der Erfindung her  rührt. Da. das Verhältnis zwischen schein  barem Dampfdruck und dem wirklichen  Dampfdruck eines     sch-#verflüchtigen    Elemen  tes bei zunehmender Temperatur kleiner wird,  nimmt der relative Wirkungsgrad des Ver  fahrens nach der Erfindung mit zunehmender  Temperatur ab.  



  Ein     passendes    reagierendes     Halogenid    und  passende Temperatur und     Druck    zur Gewin  nung des schwerflüchtigen Elementes können  gefunden werden, indem man die Gleichge  wichtskonstante K der Reaktion gemäss der  Erfindung und ihrer Temperaturabhängigkeit  schätzt. Die Gleichgewichtskonstante ist gege  ben durch  
EMI0006.0052     
    in welcher Gleichung h' und     S'i    die Reaktions  wärme bzw.     -entropie    bei der Temperatur T  und unter dem Druck 1 sind. Die Reaktions  wärme kann in bekannter Weise ausgerechnet.

    werden aus der Bildungswärme der an der  Reaktion teilnehmenden     Halogenide    und aus  den     Verdampfungswä.rmen    der gasförmigen  Reaktionsteilnehmer. Diese Werte sind für  eine sehr grosse Zahl von Halogeniden     gut         bekannt und können in den wenigen Fällen,  in denen Zahlen in der Literatur nicht erhält  lich sind, nach Regeln der     Ananlogie    und  Interpolation     geschätzt    werden. Die     Verdamp-          fungswärmen    aller bekannteren     fliiehtigen     Elemente sind ebenfalls gut bekannt.  



  Die Reaktionsentropie bei der Reaktions  temperatur T kann     aueb    aus den Entropien  der reagierenden Stoffe bei der Reaktions  temperatur berechnet werden. Die Entropien  sind entweder aus direkten Messungen be  kannt. (wie für die meisten Metalle), oder  können genau ausgerechnet (wie für beinahe  alle Metalldämpfe und für viele     Halogenid-           < lämpfe),    oder mit Hilfe von gut bekannten  Regeln genau genug geschätzt     -werden.     



  Die     Änderung    der Entropie, die von der  Ersetzung der direkten Verdampfung durch  die Reaktion gemäss der Erfindung herrührt,  kann eine Wirkung in beiden Richtungen haben,  ist aber im allgemeinen von geringem Ein  fluss; in vielen Fällen bewirkt sie eine weitere  Reduktion der     Destillationstemperatur.    Die  Wirkung ist jedoch im allgemeinen klein, be  sonders für die schwereren     Metalle.     



  Thermodynamische Grössen, die sieh auf  Zimmertemperatur beziehen, müssen nach den  diesbezüglichen Gesetzen und Regeln auf die       Reaktionstemperatur    korrigiert werden.    Wenn z. $. die     thermoehemischen    Werte  wie oben und die Werte für die     molaren     Wärmen von  4,698 +     1,55.7.0-3    T - l     ;210.l05    T-2 cal.

    für Beryllium, 9 cal. für     Natriumchloridgas,          1-1    cal. für     Berylliumehloridgas    und 5 cal. für       Natriumdampf    angewendet werden, so wird  die Reaktionswärme h der Reaktion von     Na-          t.riumchlorid    mit Beryllium zur Bildung  von     Berylliumchlorid    und     Natriumdampf     53 700 cal. bei 1150<B>0</B> C.  



  Die Entropie von Beryllium bei     25     C ist  2,28     cal./0    C. Die Entropien von     Natriumdampf     und     Natriumchloriddampf    können aus Mole  kularkonstanten errechnet werden, wobei die  Werte bei 25  C die folgenden sind:       8x"    = 36,72     cal./11    C und     SNaC1    = 55,5     eal./     C.  Die Entropie von     Berylliumchloriddampf    bei  \25  C wurde aus den bekannten Entropien  von ähnlichen     -Molekülen    der Formel     AK2     interpoliert, was einen Wert von 60 cal ./  C  ergab.

   Mit diesen Werten und den     molaren     Wärmen wie oben kann die Entropie der  Reaktion bei 1150  C errechnet. werden und  ergibt. sich zu 21. Die Gleichgewichtskonstante  bei 1150  C wird so  
EMI0007.0038     
         Entsprechend    dieser Gleichung wird     -'atrium-          ehlorid    unter einem Druck von ungefähr  1 mm, wenn es bei 1150  C mit Beryllium in  Kontakt gebracht wird, in einem ansehnlichen  Ausmass in     Berylliumchlorid    umgewandelt,  was zur Destillation von Beryllium mit einem       9eheinbaren    Druck von ungefähr 0,25 mm  führt, einer sehr beträchtlichen Zunahme  über den Sättigungsdruck von Beryllium       (f1,0013    mm).

   Diese Zunahme der Verflüchti  gung wurde experimentell verifiziert, wie es  im Beispiel gezeigt wird.    Bei Ausführung der Erfindung kann der  Dampf des     Halogenides    bei erhöhter Tempe  ratur mit dem Ausgangsmaterial in Kontakt  gebracht werden, vorzugsweise unter redu  ziertem Druck oder in Anwesenheit eines       inerten    Gases, welches selbst unter normalem,  reduziertem oder leicht erhöhtem Druck steht.

    Zu diesem Zweck wird das Ausgangsmaterial  vorteilhaft in einen Zustand gebracht, in dem  es dem     Halogeniddampf    eine relativ grosse  Oberfläche darbietet.     -Wenn    es bei der Reak  tionstemperatur fest ist, so wird es vorzugs-      weise in der Form von grobem Pulver, lose  oder in der Form von porösen Briketten, an  gewendet; wenn es flüssig ist, so kann es  als Film oder in der Form von Tropfen über  einen nicht reagierenden Stoff verteilt wer  den, welcher eine relativ grosse Oberfläche  hat, oder es kann als Sprühregen im reagie  renden     Halogenid-dampf    oder dessen Mischung  mit einem     inerten    Gas verteilt werden.

   Der  reagierende     Halogeniddampf    kann als solcher  in den Reaktionsraum eingeführt werden,  oder auch im Reaktionsraum erzeugt werden,  indem das feste oder flüssige     Halogenid    oder  eine andere Substanz, aus der der Dampf  des     Halogenides    beim Erwärmen entwickelt  wird, in die Kammer eingeführt und an eine  Stelle von passender Temperatur gebracht  wird.  



  Von den Halogeniden     sind    Chloride vor  zuziehen; obwohl     Fluoride,        Bromide    und in  manchen Fällen auch     Jodide        angewandt    wer  den können. Der charakteristische Unterschied  in der     Dissoziationswä.rme    wird bei den     Fl.uo-          riden    am grössten sein, was vorteilhaft ist,  aber     Fluoride    haben, verglichen mit den ent  sprechenden Chloriden, oft sehr geringe       Dampfdrueke,    was dann bei ihrer Anwen  dung ein Dachteil ist.

   Die charakteristischen  Wärmeunterschiede sind bei Bromiden im  allgemeinen geringer als bei Chloriden und  sind noch kleiner bei Jodiden, welch letztere  dazu oft den weiteren Nachteil einer beträcht  lichen Dissoziation haben.  



  Je nach dem     verwendeten        Halogenid    und  dein Ausgangsmaterial kondensiert das Halo  genid     entweder    vollständig getrennt vom     zu     gewinnenden Element oder in einem     veränder-          liehen    Grade mit ihm zusammen. Die zur  völlig getrennten Kondensation nötige Bedin  gung ist, dass der mit dem Material in Kon  takt gebrachte Dampf bei der Temperatur der  wirksamen Reaktion in einem stark unge  sättigten Zustand sei, das heisst von einem  Druck oder     Partialdruck,    der wesentlich  niedriger- ist als der Dampfdruck des     Ilalo-          genides    bei der Kontakttemperatur. Dies kann  z.

   B. erreicht werden, indem man den Druck  im System praktisch konstant hält und die    Reaktionstemperatur über der     Verdampfungs-          temperatur    des     Halogenides    hält, oder indem  man eine Expansion oder Verdünnung des       Halogeniddampfes    vom Ort der Verdampfung  zum Ort der Reaktion vorsieht, bei     praktiseli     konstanter Temperatur, oder indem diese  beiden Massnahmen kombiniert werden.

   Wenn  der     Partialdruck    des flüchtigen     Halogenides     unter den passenden Reaktionsbedingungen  klein ist, im Vergleich mit seinem Dampf  druck bei Reaktionstemperatur (stark unge  sättigter Dampf), so kondensiert das schwer  flüchtige Element bei viel höherer Tempera  tur als das     Halogenid    und also vollständig  von ihm getrennt.

   Es ist. deshalb sehr vorteil  haft für die Reaktion, solche     Halogenide    zu  verwenden, die unter dem im System herr  schenden Druck bei weit unter der Reaktions  temperatur liegenden Temperaturen sieden  oder sublimieren     (niedrigsiedende    oder subli  mierende     Halogenide).    In diesem Falle wird  das     Halogenid    nach der Reaktion entweder  bei viel niedrigerer Temperatur als das  schwerflüchtige Element     kondensiert    werden,  oder es kann sogar wieder in den Kreislauf  des     Reaktionssystems    aufgenommen     werden,     ohne dass es überhaupt.     kondensiert    wird.

    indem der Kondensator für das Element und  alle andern Teile des Systems inklusive einer  zur Zirkulation nötigen Pumpe über der Kon  densationstemperatur des     Halogenides    gehal  ten werden. Wenn das     Halogenid        kondensiert          wird,    so werden vorzugsweise     mindestens    zwei       Halogenidkondensatoren    angewandt und ab  wechslungsweise als     Halogenidkondensatoi-          und        Halogenidverdampfer        gebraiiclit,

      wo  durch .die gleiche Menge     Halogenid    wieder  holt zur Reaktion     init    dem Ausgangsmaterial  gebraucht werden kann, im wesentlichen ohne  dass die Reaktion unterbrochen wird.  



  Wenn anderseits der     Dampfdruck    des  reagierenden     Halogenides    bei der Reaktions  temperatur vergleichbar ist mit., aber doch  grösser als dessen     Druck    im Reaktionsgemisch,  das heisst, wenn der ungesättigte Dampf der  Sättigung näher ist, dann kondensiert das       schwerflüehtige    Element. teilweise zusammen  mit dem angewendeten     Halogenid   <B>und</B> muss           durch    mechanische oder andere     Mittel    von  diesem getrennt werden, z. B. durch Schmel  zen und Seigern oder durch Anwendung eines  Lösungsmittels für das     Halogenid,    gefolgt von  einem Filtrieren der Lösung.

   Es ist deshalb  am vorteilhaftesten, das reagierende Halo  genid, seinen Druck und die Reaktionsbedin  gungen so zu wählen, dass die Kondensations  temperatur des     Halogenides    niedrig ist im  Vergleich zur Temperatur der wirksamen  Reaktion, sogar wenn die Anwendung solcher       Halogenide    die     Anwendung    einer etwas höhe  ren Reaktionstemperatur mit. sich bringt im  Vergleich mit- andern Halogeniden, bei wel  chen die Differenz zwischen Reaktionstempe  ratur und     Kondensationstemperatur    kleiner       ist.    Wenn das kondensierte     Halogenid    nur  relativ wenig schwerflüchtiges Element ent  hält, dann kann es ohne weitere Trennung  weiter verwendet.

   werden, ohne Gefahr einer  merklichen Verminderung der Ausbeute.  Wenn der     gesättigte    Dampf des     Halogenides     verwendet wird, so kondensieren das Element  und das     Halogenid    im wesentlichen zusam  men.  



  Um ein bestimmtes     schwerflüchtiges    Ele  ment     (Me)    aus einem Material zu gewinnen,  das verschiedene schwerflüchtige Elemente  enthält, kann es nötig werden, die Reaktions  bedingungen und das     Halogenid    in einer  Weise zu wählen, dass eine Gruppe von Ele  menten (Rückstand) zuerst von einer andern  Gruppe von Elementen (Destillat) getrennt  wird, von denen im wesentlichen nur die eine  das zu gewinnende Element     (Me)    enthält, und  dann das reine Element     (Me)    zu gewinnen,  z.

   B. durch die Anwendung eines andern  reagierenden     Halogenides,    um entweder<B>-</B>das  Metall .     (Me)    aus :dem Rückstand heraus zu  destillieren oder     es    im wesentlichen rein zu  erhalten, indem alle andern Bestandteile aus  dem Destillat     herausdestilliert    werden, je  nach dem, ob der ursprüngliche Rückstand  oder das Destillat das zu     gewinnende    Element       (Me)    enthielt.  



  Das schwerflüchtige Element kann schliess  lich aus dem Dampf gewonnen werden durch  Absorption in einem passenden Absorptions-         mittel    (z. B. in einem     flüssigen    oder festen  Metall), von dem es später getrennt werden  kann, z.     B.    durch Destillation.  



  <I>Beispiele:</I>  Unreines Beryllium und unreines     Vana-          dium    wurden der Reaktion entsprechend der  vorliegenden Erfindung unterworfen, wobei  in jedem Falle     Natriumchlorid    als reagieren  des     Halogenid-    verwendet wurde.  



  Diese Rohmaterialien wurden in der Form  eines grobkörnigen Pulvers im Innern einer  feuerfesten Röhre erhitzt, welche an beiden  Enden offen und in ein     Mullitrohr        eingepasst          @var.        Natriumchlorid,    in einer Pfanne enthal  ten, wurde auch ins Innere desselben     Mullfit.          rohres    gebracht und in der Nähe von     seinem          geschlossenen    Ende plaziert. Das andere Ende  des Rohres, welches kalt gehalten würde,     wai           finit    einem Pumpensystem verbunden.

     Zwei Drittel der Länge des     hlullitrohres     vom geschlossenen Ende aus konnten durch  zwei Öfen erhitzt werden. Diese waren so ge  stellt, dass die     Natriumchloridpfanne    und die  unreinen Metalle unabhängig voneinander auf  die gewünschten Temperaturen gebracht wer  den konnten, wobei ein Temperaturgefälle  zwischen den Öfen existierte. Bei jedem Ver  such wurde das System zuerst evakuiert, bis  der Druck auf unter
EMI0009.0043  
   mm     Quecksilber     gefallen war; dann wurde das     metallhaltige     Material auf die gewünschte Temperatur ge  bracht und schliesslich wurde das     Natrium-          ehlorid    erhitzt.  



  Beim Versuch mit unreinem     Vanadium,          welches    Verunreinigungen von Aluminium,  Eisen, Silizium und Kupfer enthielt, wurde  das     Natriumehlorid    auf ungefähr $00  C ge  halten, und das unreine     Vanadium    wurde auf  eine Temperatur erhitzt, die auf ungefähr  1400  geschätzt wurde. Ansehnliche Mengen  von     Vanadium    destillierten und kondensier  ten zum Teil allein, zum Teil mit dem Salz  gemischt. Die     Zusammensetzung    des Destilla  tes änderte sich mit der Kondensationstempe  ratur, aber das     Destillat    enthielt nur Spuren  von Eisen, Silizium und Kupfer, ein Teil      davon enthielt auch sehr wenig Aluminium.

    In blinden Versuchen     mit    demselben Apparat  aber ohne Anwendung des     Natriumchlorid-          stromes    destillierten nur sehr geringe Mengen  V     anadium.     



  Beim Versuch mit unreinem Beryllium       wurde    das     Natriumehlorid    auf etwa 800  C ge  halten und das unreine Beryllium auf einer  Temperatur zwischen 1050 und 1150  C. Das  destillierte Beryllium kondensierte auf einem       Molybdänblech    teilweise in der Form von ab  lösbaren     Berylliumfolien,    getrennt von und  teilweise zusammen mit dem     Natriumchlorid,     wobei das Verhältnis zwischen Beryllium und       Natriumchlor        id    im wesentlichen das von den       thermodynamischen    Berechnungen vorausge  sagte war.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Gewinnung eines schwer flüchtigen Elementes aus einem dieses Ele- nient in elementarer Form enthaltenden Ma terial, dadurch gekennzeichnet, dass das schwerflüchtige Element in einer endother- men Reaktion unter solchen Bedingungen von Druck und Temperatur mit dem Dampf eines Halogenides umgesetzt wird, dass sich die Dämpfe eines flüchtigen Stoffes und eines stabilen Halogenides des schwerflüchtigen Elementes bilden, und dass aus dem entstehen den Dampfgemisch,
    nach Wegführung aus der Umsetztmgszone, das schwerflüchtige Ele inent unter Rückbildung des angewandten Halogenides abgeschieden wird. UNTERANSPRÜCHE: I.. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das schwerflüch- tige Element durch Kühlung aus dein Dampf gemisch abgeschieden wird. ?. Verfahren nach Patent.ansprueh, da durch gekennzeichnet, dass das schwerflüch tige Element dureli Absorption aus dem Dampfgemisch abgeschieden wird. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, dr- durch gekennzeichnet, dass das schwerfIüeb- tige Element ein schwerflüchtiges Metall ist. 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das zu gewinnende schwerflüchtige Element. der metallische Be standteil einer Legierung ist. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Halogenid eines flüchtigen Elementes verwendet wird. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass das Halogenid eines flüchtigen Metalles verwendet wird. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass ein höheres Halo genid eines Elementes verwendet wird, das bei der Reaktion zu einem niedrigeren Halo- genid dieses Elementes reduziert. wird. 8. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reaktion bei vermindertem DruA ausgeführt wird. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Druck des Dampfes des Halogenides niedriger ist. als sein Sättigungsdruck bei der Temperatur der Reaktion. 10. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass mindestens zwei schwerflüchtige Elemente gleichzeitig- aus dem Material gewonnen werden.
CH286095D 1948-09-06 1949-09-06 Verfahren zur Gewinnung schwerflüchtiger Elemente. CH286095A (de)

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