CH287385A - Spitalbetteinrichtung. - Google Patents
Spitalbetteinrichtung.Info
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Description
Spitalbetteinrichtung.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Spitalbetteinrichtung und bezweekt, die Pflege von gelähmten und unreinen Patienten, on alten Leuten und postoperativen Fällen usw. zu erleichtern. Die Erfindung besteht tarin, dal3 die Spitalbetteinriehtung ein Bett und ein Gestell mit aushängbaren Tragbän- dern, die als Körperauflage bestimmt sind, umfasst, von welehen beiden Teilen der eine in der Hohe verstellbar ist, das Ganze damit. daM unter Verstellung dieses Teils der im Bett auf den Tragbändern liegende Patient mit den Tragbändern angehoben werden kann.
so dal3 er nur noch auf den im Gestell eingehängten Tragbändern liegt und wieder auf das Bett gelegt werden kann, ohne angefasst ru werden.
Zweekmässig ist einer der beiden Teile fahrbar eingerichtet.
In der beiliegenden Zeiehnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfin dungsgegenstandes veranschaulicht. Es zeigt :
Fig. 1 das Bett.
Fig. 2 ein fahrbares Bettgestell.
Fig. 3 das Bett und das zur Hälfte dar übergesehobene Bettgestell mit angehobenem Rahmen.
Fig. 4 ein Tragband des Bettgestelles mit Tragbandrahmen im Schnitt,
Fig. 3 ein Werkzeug zum Einhängen der Tragbänder in den Rahmen des Bettgestelles ;
Fig. 6 zeigt die Anwendung des Werk zeuges.
Das Bett l besteht aus einem Rahmen l mit nicht sichtbarer Sprungfedermatratze, Füssen 2 und einer Rosshaarmatratze 3. Das Gestell besteht aus einem Rahmen 4 mit einem Kopfbügel 5 und einem Fusshügel 6 sowie einer Anzahl einhängbarer Tragbänder 7. An den Rahmen 4 sind vier runde Zahnstangen 8 angeschweisst, die in je einem Rohr 9 stek- ken, die mit sehwenkbaren Fahrrollen 10 versehen sind. Die Rollen können eventuell fehlen. Je zwei Rohre 9 sind durch eine Stange 12 und Streben 13 miteinander verbunden. An den Rohren 9 sind ferner Lager 14 bzw. 15 angeschweisst, in welchen je ein Rohr 16 drehbar gelagert ist.
Auf den Rohren 16 sind Zahnräder 17 aufgekeilt, welche in die Verzahnung der Zalmstangen 8 eingreifen. Auf den Rohren 16 ist ferner je ein Schneekenrad 18 aufgekeilt, in welche die Schnecken l 9 dite die auf dem Rohr 20 sitzen, welches in den Lagern 22, die an den Rohren 9 an- geschweisst sind, gelagert ist. An einem Ende des Rohrs 20 kann eine Kurbel 23 aufgesteckt werden, womit die Stange 20 gedreht und dadurch die Zahnstangen 8 mit dem Rahmen l angehoben oder gesenkt werden können.
Damit der Rahmen 4 auch bei Belastung in jeder Lage stehen bleibt, sind die Schneeken If) selbsthemmend. Zum Heben und Senken des Rahmens 4 können auch beispielsweise Sche- ren oder Gewindemuttern dienen, die als Ket- tenräder amsgebildet sind und durch eine gemeinsame Kette gedreht werden. Ferner kann auch das Bett fahrbar und dessen Matratze statt des Rahmens 4 in der Höhe verstellbar sein. Dies hätte jedoch den Nachteil, dass der Patient nicht über einen Operationstisch gefahren und auf diesen abgesenkt werden konnte.
Die Tragbänder 7 sind zweckmässig aus einem abwaschbaren Stoff, beispielsweise Plastikmaterial, hergestellt. Sie können, da das Alaterial zugfest ist, sehr dünn sein, so dass der Patient dauernd darauf liegen kann, und da diese Tragbänder bei abgesenktem Gestell auf der Matratze des Bettes aufliegen, spürt der Patient dieselben nicht. Diese Tragbänder sind an ihren Enden mit zwei Ösen 25 versehen, welche in die Stiften 26 des Rahmens 4 eingehängt werden können. Zum Einhängen der Tragbänder dient ein Werkzeug 27 nach Fig. 5, welches zwei hohle Stiften 28 aufweist, die in die Ösen 25 passen lmd deren Bohrung grosser ist als der Durchmesser der Stifte 26.
Die Stifte 28 können somit in die Ösen 26 gesteekt werden, und das Tragband kann mit dem Handgriff 27a des Werkzeuges 27 über die Stifte 26 gezogen werden, so dass die hohlen Stifte 28 über die Stifte 26 greifen. Dureh Festhalten des Bandes 7 und Kippen des Werkzeuges 27 können die hohlen Stifte 28 aus den Ösen 25 und den Stiften 26 entfernt werden, so dass die Ösen 25 über die Stifte 26 greifen. Die Bänder 7 sind zweekmässig etwas länger, als der Rahmen 4 breit ist, so dass sie an ihren Enden erfasst und aus den Stiften 26 gehoben werden können.
In vielen Fällen ist es zweckmässig, ein oder beide Enden der Bänder 7 gemäss Fig. 4 an einer Sehiene 30 zu befestigen, welche Stifte 26a aufweist und mit Löchern versehen ist, welche über die Stifte 26 greifen. Die Schiene 30 ist mit Handgriffen 32 versehen, so dass sie, wie in Fig. 4 gezeigt, mit den eingehängten Bändern vom Rahmen 4 abgehoben werden kann, wodurch es möglich ist, den auf dem Bett liegenden Patienten durch Rollen zu wenden.
Der Patient wird auf die auf der Bettmatratze aufliegenden Tragbänder gebettet.
Zum Anheben des Patienten wird das Gestell mit hoehgestelltem Rahmen 4 über das Bett gefahren und der Rahmen 4 gesenkt. Nach dem Einhängen der Tragbänder wird durch Hoherstellen des Rahmens der Patient vom Bett abgehoben. Er liegt dann auf den Bän- dern wie auf einer Hängematte. Nun können ungehindert Dejekte vom Bett entfernt werden, und der Patient auf dem hochgestellten Rahmen kann, naehdem entsprechende Tragbänder ausgehängt worden sind, von unten gereinigt werden. Es ist auch möglich, auf diese Weise von unten eine Wunde zu behan- deln, ohne dass dabei die Lage des Patienten verändert werden muss.
Nach Vornahme dieser Prozedur können die Tragbänder, sofern erforderlich, wieder eingehängt und der Rahmen auf das frischgemachte Bett abgesenkt werden.
Durch leichtes Anheben des Rahmens und damit des Patienten vom Bett ist eine ausgezeiehnete Decubitusbehandlung möglich.
Wenn nämlieh der Patient auf den Tragbän- dern liegend etwas von dem Bett abgehoben wird, können die beim Normalliegen zu stark belasteten Hauptteile entlastet werden, so dass sich ; die ; Druckpunkte an andere Orte verlagern bzw. auf die ganze Aufliegefläche gleich- mässig verteilt werden. Durch Variation der Stärke dieser Entlastung lässt sieh ein weitgehender Weehsel in der Entlastung decubitus gefährdeter Partien erzielen. Die Möglichkeit des Anhebens des Patienten mittels der Tragbänder ermöglicht auch ein schonendes Untersehieben von Leibschüsseln, von Luft und Wasserkissen, Heizkissen usw.
Auch das Unterlegen von Keilkissen, Hochlagerung einzelner Teile des Körpers usw. wird bei Verwendung des Gestelles erleichtert. Durch entspreehendes Wegschieben des Gestelles von dem Bett lassen sich die in der Chirurgie nötigen langen Extensionen ausgezeichnet bewerkstelligen. Das gezeichnete Gestell er möglieht aueh, einen Patienten, ohne ihn anzuheben, das heisst ohne jeden Lagerwechsel auf den Operationstiseh und vom Operationstiseh wieder ins Krankenbett zu bringen.
Dies kann dadurch geschehen, dass man den wu operierenden, auf den Tragbändern liegenden Patienten durch Anheben des Tragbänderrahmens vom Bett abhebt und auf dem Gestell in den Operationssaal rollt, wo der Rahmen über dem Operationstisch alsdann mit dem Patienten abgesenkt wird, was durch gefühls- mässiges langsames Herablassen äusserst sorg- fältig erfolgen kann. Nun werden die ein zelnen Tragbänder oder die Schienen 30 mit den Tragbändern vom Rahmen 4 des Bettgestelles gelöst, so da, dieses bis nach der Operation beiseitegeschoben werden kann, worauf nach der Operation der umgekehrte Vorgang erfolgt.
Alle am Krankenbett üblichen Handreichungen sind dadurch, dass zwischen dem Bett und dem Patienten ein zugänglicher Raum geschaffen werden kann, erleichtert.
So können beispielsweise Klysmen, Decubitusbehandlungen, wie z. B. Föhnanwendung, ohne Umlagerung des Patienten viel leichter vorgenommen werden. Ebenso können nach Entfernen einzelner Tragbänder Darmbäder vorgenommen werden.
In Notfällen, Katastrophen, Krieg oder sonst erhöhtem Bettbedarf kann aucli das Bettgestell als Bett benutzt werden. In diesem Falle kann an Stelle der Tragbänder eine Drahtfedermatratze eingehängt werden.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH : Spitalbetteinriehtung, gekennzeichnet durch ein Bett und ein Gestell mit aushängbaren Tragbändern, die als Körperauflage bestimmt sind, von welchen beiden Teilen der eine in der Höhe verstellbar ist, das Ganze damit durch Verstellen dieses Teils der im Bett auf den Tragbändern liegende Patient mit den Tragbändern angehoben werden kann, so dass er nur noeh auf den im Gestell einge hängten Tragbändern liegt und wieder auf das Bett gelegt werden kann, ohne angefasst zu werden.UNTERANSPRÜCHE : 1. Spitalbetteinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass einer der beiden Teile fahrbar ist.2. Spitalbetteinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass das Bett eine Matratze besitzt und dass das Gestell fahrbar ist und einen in der Höhe verstellbaren Rahmen besitzt, in den die Tragbänder eingehängt werden können.3. Spitalbetteinrichtung naeh Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Tragbänder Ösen aufweisen, welche bestimmt sind, in am Rahmen vorstehende Stifte eingehängt zu werden.Spitalbetteinrichtung nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass mindestens eine Leiste mit Handgriffen und Ein hängstiften vorgesehen ist, die Löcher aufweist, in welche die Stifte des Rahmens greifen können, so dass die Leiste auf den Rahmen aufgesetzt und die Tragbänder an den Stiften der Leiste eingehängt werden können.5. Spitalbetteinrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Werkzeug, das hohle Stifte aufweist, welche in die Ösen der Tragbänder passen und zum Einhängen der Tragbänder in Stifte dienen.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH287385T | 1950-08-16 | ||
| CH297183T | 1951-08-07 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH287385A true CH287385A (de) | 1952-11-30 |
Family
ID=39916272
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH287385D CH287385A (de) | 1950-08-16 | 1950-08-16 | Spitalbetteinrichtung. |
| CH297183D CH297183A (de) | 1950-08-16 | 1951-08-07 | Krankenbett für Spitäler. |
Family Applications After (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH297183D CH297183A (de) | 1950-08-16 | 1951-08-07 | Krankenbett für Spitäler. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (2) | CH287385A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2462154A1 (fr) * | 1979-07-27 | 1981-02-13 | Roure Jean Marie | Brancard fonctionnel simplifie formant tub |
-
1950
- 1950-08-16 CH CH287385D patent/CH287385A/de unknown
-
1951
- 1951-08-07 CH CH297183D patent/CH297183A/de unknown
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| FR2462154A1 (fr) * | 1979-07-27 | 1981-02-13 | Roure Jean Marie | Brancard fonctionnel simplifie formant tub |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| CH297183A (de) | 1954-03-15 |
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