CH289372A - Vorrichtung zum Bewegen einer Flüssigkeit mittels eines vibrierenden Organs. - Google Patents
Vorrichtung zum Bewegen einer Flüssigkeit mittels eines vibrierenden Organs.Info
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Description
Vorrichtung zum Bewegen einer Flüssigkeit mittels eines vibrierenden Organs.
Im Schweizer Patent Sir.'78280 ist ein Apparat besehrieben, mit Hilfe dessen es mög lich ist, Flüssigkeiten zu rühren, emulgieren, mischen usw., ohne dass drehende Teile notwendig sind, wie dies bei den klassischen Rührwerken der Fall ist. Durch gewöhnliche Vibrationsbewegung, wie diese zum Beispiel mit einem 3Iagnet-Vibrator an normalem Techselstrom erhalten wird, kann bei geeigneter Konstruktion der Rührorgane eine sehr starke Rühr-, 3liseh oder Emulgierwirkung erhalten werden, und zwar schon mit Vibrationsperioden von 50 bis 1001Sekunde und weniger.
Es hat sich gezeigt, dass bei Verwendung einer starren Scheibe, welche in die Flüssigkeit getaucht wird und welche in Vibrationsschwingungen versetzt wird, wohl eine gewisse Erschütterung der Flüssigkeit erreicht wird, dass jedoch eine Zirkulation derselben nicht stattfindet, wobei jedoch gerade eine solehe Zirkulation und Umwälzung von aus sehlaggebender Bedeutung ist. Im Patent N r.'78980 sind verschiedene Formen von Rührorganen beschrieben, mit welchen eine solche Zirkulation erreicht werden kann und welche die Vibrations-Rührung für Labora thorium und Betrieb zum einfachsten, zuver lässigsten und wirkungsvollsten Rührsystem schlechthin machen.
Es ist dabei gezeigt worden, dass zur Erreichung einer energischen Zirkulation die Rührorgane so konstruiert werden müssen, dass die Flüssigkeit durch Teile des Rührorganes hindurch strömen muss, was zum Beispiel mit konischen Löchern in Platten erreicht werden kann.
Wie schon erwähnt, wird eine Zirkulation der Flüssigkeit nicht erreicht, wenn der wirksame Teil des Rührorganes zum Beispiel aus einer festen, starren Platte besteht, welche in Vibration gebracht wird. Die erfindungsgemässe Vorrichtung zum Bewegen einer Flüssigkeit kennzeichnet sich nun durch ein in die zu bewegende Flüssigkeit einzutau- chendes, in Vibrationsbewegungen versetzbares Rührorgan, das aus einer stange und mindestens einem daran befestigten, durch die Vibrationsbewegungen elastisch verformbaren Teil besteht. Es hat sich nämlich überraschenderweise gezeigt, dass eine Bewegung der Flüssigkeit sofort dann eintritt, wenn an Stelle einer starren Platte eine elastisch deformierbare Platte verwendet wird, welche durch die Vibrationsbewegung ihrerseits in Schwingung gebracht wird, das heisst Eigenschwin- gungen erhält.
In beiliegender Zeichnung sind in den Fig. 1 bis 6 einige Ausführungsbeispiele der Erfindung gezeigt.
Fig. 1 zeigt ein Rührorgan, welches aus einer dünnen elastischen, direkt mit der in nicht gezeichneter Weise in Vibrationsbewegungen versetzbaren Rührerstange verbundenen runden Scheibe A besteht. (grundriss der Scheibe gestrichelt.) Durch die Vibration kommt die Scheibe in wellenförmige Schwingung, wobei sich die Anzahl Wellenberge resp. Nullpunkte nach der Grösse der Scheibe, deren Elastizität und der Periodenzahl der Schwingungen richtet.
Die Flüssigkeit wird vom Seheiben-Mittelpunkt nach aussen gepeitseht, wodurch eine starke Zirkulation im Gefäss entsteht, welche beliebig bis zum energischen Aufsprudeln gesteigert werden kann (zum Beispiel durch Vergrösserung der Vibrations-Amilitude). Die Scheibe kann statt rund auch rechteckig usw. sein, das heisst praktisch jede beliebige Form besitzen, wobei die Rührwirkung immer etwas anders ist.
Fig. 2 zeigt prinzipiell die gleiche Anordnung, jedoch sind mehrere elastische Scheiben an der gleichen Rührerstange befestigt.
Wird eine Flüssigkeitsbewegung gewünscht, welche nicht in allen Richtungen von der Rührorganachse wegverläuft, sondern in einer bestimmten Richtung, so kann an Stelle einer Platte, an welcher die Rührerstange in der Mitte befestigt ist, ein federndes Plättchen einseitig an der Rührerstange befestigt werden. Eine solche Ausführung ist in Fig. 3 dargestellt. Die Strömung erfolgt nun von der Stangenachse weg in der Richtung, in der das Plättchen sich erstreckt. Wird ein solches Rührorgan in ein rundes Gefäss gestellt, so beginnt die Flüssigkeit heftig zu rotieren.
Es kann also auf diese Weise ein ähnlicher Rühreffekt erhalten werden, wie mit einem klassischen drehenden Rührer, jedoch mit dem Vorteil, dass bei geschlossenen Gefässen keine Stopfbüchse notwendig ist, sondern nur eine mitschwingende Membran.
In gewissen Fällen ist eine radial aufgeteilte Strömung erwünscht. Zu diesem Zweck wird nach Fig. 4 eine kreuzförmige federnde Scheibe B verwendet. Diese Ausführungsform hat sich auch in sehr viskosen Flüssigkeiten bewährt.
In Fig. 5 ist eine Ausführungsform dargestellt, bei welcher ein nicht federnder Teil über ein federndes Zwiscllenstück mit der Rührerstange verbunden ist.
Es : s wurde bereits erwähnt, dalS hei ein- seitiger Aufhängung eines federnden Plättchens eine gerichtete Strömung von der Rührerachse weg entsteht. Baut man, wie in Fig. 6 gezeigt, ein derartiges Rührorgan in ein Rohr ein, so entsteht im Rohr eine Zirkulation das heisst eine Pumpenwirkung. Diese Wirkung kann zum Pumpen sowohl von Flüssigkeiten, als auch von Gasen verwendet werden.
Der Abschluss, resp. der Eintritt der Rührerachse in das erwähnte Rohr erfolgt dabei nach Fig. 6 durch eine mftschwingende Membran.
PATENTAN SPRETCH :
Vorrichtung zum Bewegen einer Flüssig- keit mittels eines vibrierenden Organes, gekennzeichnet durch ein in die zu bewegende Flüssigkeit einzutauchendes, in Vibrationsbewegungen versetzbares Rührorgan, das aus einer Stange und mindestens einem daran he- festigten, durch die Vibrationsbewegungen elastisch verformbaren Teil besteht.
Claims (1)
- UNTERANSPRiiCHE : 1. Vorriehtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der elastisch verformbare Teil eine federnde dünne Scheibe ist.2. Vorrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass der elastisch verformbare Teil eine an der Stange einseitig aufgehängte federnde Scheibe ist.3. Vorrichtung nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die federnde Scheibe radiale Arme besitzt.4. Vorriehtung naeh Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Stange mehrere elastisch verformbare Teile trägt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH289372T | 1948-03-20 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH289372A true CH289372A (de) | 1953-03-15 |
Family
ID=4486613
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH289372D CH289372A (de) | 1948-03-20 | 1948-03-20 | Vorrichtung zum Bewegen einer Flüssigkeit mittels eines vibrierenden Organs. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH289372A (de) |
Cited By (7)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1116935B (de) * | 1954-06-14 | 1961-11-09 | Iarhewumia Rheinische Werkzeug | Vorrichtung zur Erzeugung von hochfrequenten Schwingungen auf einem Feinstgewebe |
| US4684328A (en) * | 1984-06-28 | 1987-08-04 | Piezo Electric Products, Inc. | Acoustic pump |
| US4753579A (en) * | 1986-01-22 | 1988-06-28 | Piezo Electric Products, Inc. | Ultrasonic resonant device |
| US5302092A (en) * | 1991-06-07 | 1994-04-12 | Daikin Industries, Ltd. | Fluid transferring apparatus imitating flapping movement of bees |
| WO1995005238A1 (de) * | 1993-08-17 | 1995-02-23 | Alexandra Frei | Verfahren zur vermeidung von sedimentationen |
| WO2017102495A1 (de) * | 2015-12-17 | 2017-06-22 | Ksb Aktiengesellschaft | Anordnung zur durchmischung |
| WO2020153898A1 (en) * | 2019-01-24 | 2020-07-30 | Dolprop Industries Ab | Method and apparatus for agitating a fluid |
-
1948
- 1948-03-20 CH CH289372D patent/CH289372A/de unknown
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