CH289985A - Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurenitril. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurenitril.

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CH289985A
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Aktiengesellschaft Ciba
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Ciba Geigy
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    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C253/00Preparation of carboxylic acid nitriles
    • C07C253/18Preparation of carboxylic acid nitriles by reaction of ammonia or amines with compounds containing carbon-to-carbon multiple bonds other than in six-membered aromatic rings

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Acrylsäurenitril.       Es ist bekannt, dass man     Acrylsäurenitril          Herstellen    kann, wenn man     Aeetylen        au-r          Cyanwasserstoff    in Gegenwart eines     wässeri-          @;,en        Cuprochloridkatalysators    gemäss folgen  der Gleichung  
EMI0001.0010     
  
    CII=CH+IICN <SEP> <B>#-</B> <SEP> CH@=CEI-CN            einwirken    lässt.  



  Die Umsetzung wird vorteilhaft bei etwa       S0    bis l00  C vorgenommen. Nach den be  hannten Verfahren kann in diskontinuier  licher und kontinuierlicher Weise gearbeitet       v,-erden.     



  Unter :den bisher für diese Synthese     ver-          iv-endeten        Cuprochloridkatalysatoren    hat sich  der sogenannte     Nieuwlandkatalysator    als be  sonders geeignet erwiesen. Dieser Katalysa  tor besteht in seiner am häufigsten     angewexi-          deten    Form aus einer Mischung von 45,5     Ge--          wiehtsteilen        Cuproehlorid,    24,5 Gewichtsteilen       Ammoniumchlorid,    2,4 Gewichtsteilen konzen  trierter Salzsäure und 42 Gewichtsteilen Was  ser.

   Das     Ammoniumehlorid    kann jedoch auch       durch    eine äquivalente Menge einer     Mischurig          #,    an Kalium- und     Natriumchlorid    ersetzt wer  den, und an Stelle der Salzsäure können andere  starke Säuren, wie     Bromwasserstoffsäure,     Schwefelsäure     ode    r Phosphorsäure, Anwen  dung finden. Je nach den angewandten Reak  tionsbedingungen können auch die relativen       .Mengen    der darin enthaltenen Komponenten  in bestimmten Grenzen variieren.  



  Bei dem diskontinuierlichen Verfahren  wird nun ein wässeriger Cuprochloridkataly-         Bator    bei gewöhnlicher Temperatur mit äqui  valenten Mengen Acetylen und Blausäure,  beide in konzentrierter Form angewendet,  beladen und hierauf die Reaktionsmischung  auf 70 bis 100  C erhitzt. Hierbei bildet sich       Acrylsätirenitril,    das zusammen mit Wasser,       uriumgesetzter    Blausäure und Acetylen     abde-          stilliert.    Die Ausbeute an     Acrylsäurenitril    be  trägt bei diesem Verfahren nicht mehr als       etwa        30        %.     



  Bei dem kontinuierlichen Verfahren wird  die     Katalysatormischung    in einem Reaktions  turm auf 70 bis 100  C erhitzt und durch die  heisse Mischung Acetylen geleitet und gleich  zeitig Blausäure     zugetropft.    Das gebildete       Acrylsäurenitril    wird durch den Acetylen  strom aus dem Reaktionsturm entfernt, durch  Absorption in     Wasser    oder durch Konden  sation aus dem Gasstrom herausgelöst und  durch     fraktionierte    Destillation abgetrennt,  während das überschüssige Acetylen wieder  in den     Reaktionsturm    zurückgeleitet wird.  Das Acetylen kann bei dieser Arbeitsweise  durch Zusatz eines     Inertgases,    wie Stickstoff,  verdünnt werden.  



  Beide Verfahren weisen nun den Nachteil  auf, dass zu ihrer Durchführung die Blau  säure als     konzentrierte    wässerige Lösung  oder in wasserfreier, flüssiger, oder in kon  zentrierter, gasförmiger Form     verwendet     werden muss. Dies ist aber unrationell, weil  bei technisch wichtigen Herstellungsverfah  ren für     Blausäure    diese nicht direkt in kon  zentrierter Form, sondern in einem Gasge-      misch in verdünnter Form erhalten wird.  Diese verdünnte Blausäure muss daher vor  ihrer Verwendung zur     Acrylsäurenitrilsy        n-          these    konzentriert werden.  



  Ein solches Blausäure enthaltendes Gas  gemisch kann z. B. zur Absorption der Blau  säure durch Alkali- oder     Erdalkalilaugen        ge-,     leitet werden, die die Blausäure unter Bil  dung von Alkali- oder     Erdalkalicyaniden    bin  den. Aus solchen Lösungen muss hierauf die  Blausäure durch Zugabe einer     Mineralsäure     in Freiheit gesetzt. werden. Diese Konzentrie  rung bedingt aber naturgemäss eine uner  wünschte Verteuerung des ganzen Verfah  rens.  



  Wenn man versucht, die Blausäure aus  solchen nur geringe Mengen Blausäure ent  haltenden Gasen ohne vorherige Konzentrie  rung über ein Alkali- oder     Erdalkalicyanid     zu verwerten, indem man z. B. das Gasge  misch, .das bei der     Blausäuresynthese    im elek  trischen Lichtbogen nach     Andriessen    entsteht.

    und etwa 0,5 bis 1,5     Volumprozent    Blausäure  und etwa 2 bis 12     Volumprozent    Acetylen  enthält, direkt in den heissen     Nieuwlandkata-          lysator    einleitet, so sind die Ausbeuten an       Acrvlsäurenitril    sehr unbefriedigend, wahr  scheinlich infolge zu grosser Verdünnung der  Reaktionskomponenten und des Reaktionspro  duktes.  



  Es wurde nun überraschenderweise gefun  den, dass man     Acrylsäurenitril    durch Addi  tion von Blausäure an Acetylen in Gegen  wart eines wässerigen     Cuprosalzkatalysators     auch unter Verwendung von verdünnter, gas  förmiger Blausäure herstellen kann, wenn  man in einer ersten     Phase    die Blausäure aus  diesem Gas im     Cuprosalzkatalysator    bei einer  Temperatur, bei welcher die Bildung des       Acrylsäurenitrils    noch nicht mit erheblicher  Geschwindigkeit erfolgt, absorbieren lässt,  und dann in einer zweiten Phase die Umset  zung mit dem Acetylen vornimmt.  



  Die verdünnte, gasförmige Blausäure  kann z. B. weniger als     201/o,    Blausäure ent  halten; gewöhnlich verwendet man ein nur  etwa 0,3 bis     51/o    Blausäure enthaltendes Ge  misch.    Das Verfahren kann     kontinuierlieh    oder  diskontinuierlich     durehgeführt    werden.     A15     Katalysator wird vorteilhaft der     Cuproehlo-          ridkatalysator    nach     Nieuwland    verwendet.

       Eh     ist auch möglich, den Katalysator in     verdünn-          terer    Form anzuwenden, wobei es vorzuzie  hen ist, die Dichte des     Katalysators    nicht  unter 1,4 sinken zu lassen. Bei der diskon  tinuierlichen Arbeitsweise wird z. B. wie folgt.  vorgegangen: Die verdünnte, gasförmige  Blausäure wird, vorteilhaft bei einer 60  C  nicht wesentlich übersteigenden Temperatur,  am besten bei gewöhnlicher Temperatur, in  den     Cuprochloridkatalvsator    eingeleitet. Es  hat sich als zweckmässig erwiesen, den Gas  strom so lange durch den Katalysator zu lei  ten, bis ungefähr 30 g pro Liter Katalysator  absorbiert sind.

   Hierauf wird der Gasstrom  unterbrochen und die Reaktionsmischung auf  etwa. 70 bis 100  C erwärmt, worauf     Aeetyleii     in die heisse     Katalysatormisehung    eingeleitet  wird. Das die     Reaktionsmisehung-    verlassende  Acetylen nimmt auch das gebildete     Aervl-          säurenitril    mit. Wenn kein     Acrvlsäurenitril     mehr gebildet wird, wird der     Aeety        lenstrom          unterbroehen,    der Katalysator abgekühlt     und     wiederum mit Blausäure beladen.  



       Kontinuierlich        wird        das        Verfahren     in der Weise     durehgeführt,        da.ss    das  Blausäure enthaltende Gas in einem beson  deren     AbsorptionsgeLil)    durch mindestens  einen Teil des wässerigen     Cuproehloridkata-          lysators    nach     Nieuwland    geleitet wird, wobei  die Blausäure durch den Katalysator unter  Bildung von     Cuproeyanicl    oder von andern  sich von     Cuprosalzen    und Blausäure ablei  tenden     Verbindungen    absorbiert wird.

   Die  Absorption der Blausäure wird     vorteillia@t     unterhalb 40  C, am besten bei gewöhnlicher  Temperatur, vorgenommen. Der Katalysator  wird ans dem Absorber in einen     Reaktionsturin     übergeleitet, der auf beispielsweise 70     bim    100  t'  vorzugsweise 80 bis 90  C, aufgeheizt ist und  durch den ein gegebenenfalls mit einem     Inert-          gas    verdünnter     Aeetylenstrom        streieht.    Das ge  bildete     Aerylsäurenitril    wird mit dem Gas  strom entfernt, in Wasser absorbiert oder  durch     Abkühlung    kondensiert und durch an-      schliessende Destillation gereinigt,

   während  das überschüssige Acetylen in den Reaktions  turm zurückgeleitet wird und mindestens ein  Teil des verbrauchten Katalysators ebenfalls  in einem Kreislauf - unter Abkühlung,     vor-          leilhaft    auf eine unter 40  C liegende Tem  peratur - in den Absorber zurückgeführt  wird, wo er wiederum mit Blausäure beladen  wird.  



  Eine für die Durchführung des konti  nuierlichen Verfahrens geeignete Apparatur  ist in     Fig.    1 schematisch dargestellt. In dieser  Zeichnung sind alle Details weggelassen, da  mit das Prinzip der Anordnung besser zur       Geltung    kommt. Die Apparatur besteht zur  Hauptsache aus zwei Teilen, einem mit einem  starken Rühren versehenen Absorptionsgefäss       .l    und einem Reaktionsturm R.

   In das<B>Ab-</B>  sorptionsgefäss führt ein     Gaseinleitungsrohr    1,  durch das das blausäurehaltige Rohgas einge  leitet wird, ein     Gasableitungsrohr    2, durch  (las die von der Blausäure befreiten Abgase  weggeleitet werden können, und weiter ein  Zu- 3 und Ableitungsrohr 4 für den     Kata-          lySator.    Diese letzteren beiden Rohre verbin  den das Absorptionsgefäss mit dem Reaktions  turm, der im übrigen noch eine     Zuführungs-          leit.ung    5 für Acetylen und eine     Wegfüh-          rungsleitung    6 für mit     Acrylsäurenitril    bela  denes Acetylen enthält,

   das nach dem Ver  lassen des     Reaktionsturmes    eine     Wasehvor-          riehtung    W passiert, in der das     Acrylsäure-          nitril    ausgewaschen wird. Im Leitungsrohr 4  für den Katalysator ist, eine Pumpe P einge  baut, welche den Katalysator vom     Absorp-          tions-efäss    A in den Reaktionsturm pumpt.  



  Die Apparatur ist so konstruiert, dass  einerseits der Katalysator in einem Kreislauf  ,gehalten werden kann und anderseits das un  verbrauchte Acetylen in einem Kreislauf in  den Reaktionsturm zurückgeführt werden  kann, wobei jedoch ein Teil des mit Neben  produkten verunreinigten Acetylens durch  eine Leitung für Abgase 7 entfernt werden  kann.  



  Wird die Absorption der Blausäure unter  halb 40  C vorgenommen, so sollte die     Kata-          lysatormischung    im Absorber kräftig gerührt    werden, damit die festen Teile, die darin ent  halten sind, oder entstehen, fein verteilt blei  ben.  



  Das zur Synthese benötigte Acetylen kann  in konzentrierter oder gegebenenfalls in mit       Inertgasen,    wie Stickstoff, verdünnter Form,  verwendet werden. Geeignet ist auch Licht  bogenacetylen, das zweckmässig in gereinigter  und angereicherter Form verwendet wird.  



       Zweckmässigerweise    enthält das als Ace  tylenquelle dienende Gasgemisch nicht weni  ger als etwa 15 bis 20 % Acetylen. Es ist  jedoch auch möglich, an Acetylen     verdünntere     Gasgemische heranzuziehen, wie weiter unten  beschrieben wird.  



  Als     Blausäurequelle    können Blausäure  enthaltende Gase dienen, vorzugsweise solche,  die keine grösseren Mengen an Bestandteilen  enthalten, die die Lebensdauer des     Katalysa-          tors    wesentlich herabsetzen. In Betracht kom  men in erster Linie Gasgemische, wie sie bei  der Fabrikation von Blausäure in der Gas  phase unmittelbar anfallen, nötigenfalls nach  Entfernung störender Beimengungen.     Geeig..          net    ist z.

   B. das Gasgemisch, welches im elek  trischen Lichtbogen bei der     Blausäuresynthese     nachdem in der schweizerischen Patentschrift       Nr.92398    beschriebenen Verfahren von     An-          dr        iessen    entsteht. Ein solches Gas enthält etwa  0,5 bis 1,5     Volumprozente    Blausäure, die  praktisch vollständig durch den     NieuwIand-          katalvsat.or    absorbiert werden kann.

   Als     Blati-          säurequelle    können auch die bei der Blau  säuresynthese nach     Andrussow    oder die bei  der Destillation der     Melasseschlempe    anfal  lenden Gase verwendet werden.  



  Werden als     Blausäurequelle    Gasgemische  verwendet, die, wie z. B. das weiter oben er  wähnte Gasgemisch, das bei der Herstellung  der Blausäure im Lichtbogen nach     Andriessen     entsteht, neben der Blausäure noch Acetylen  in relativ verdünnter Form enthalten, so kann  auch dieses Acetylen verwendet werden.  Hierzu sind verschiedene Möglichkeiten ge  geben. Man kann das Gasgemisch im Absor  ber in den kalten Katalysator     einleiten;    dabei  werden anfänglich beide Gase, die Blausäure  und das Acetylen absorbiert. Mit zunehmen-      der Konzentration an gebundener Blattsäure       wird    das absorbierte Acetylen wieder ausge  trieben.

   Man kann die Absorption nun haupt  sächlich durch Einstellen     der'L7mwälzgeschwin-          digkeit    des Katalysators so leiten, dass beim  kontinuierlichen Betrieb nur die     Blausäure     absorbiert wird und das 'Acetylen mit. den  andern Abgasen     dureh    die Leitung 2 der       Fig.    1 den Absorber verlässt. Aus diesem Ab  gas kann das Acetylen durch Absorption in       rVasser    unter Druck konzentriert und     hierauf     für die Synthese verwendet werden, wobei  es durch die Leitung 5 der     Fig.    1 in die Ap  paratur eingeführt wird. Es ist auch mög  lich, das Acetylen lind die Blausäure gleich.

    zeitig im Katalysator zu absorbieren. Dies  kann durch geeignete Einstellung des Ver  hältnisses der Menge des zu absorbierenden  Gases und der     Umwälzgeschwindigkeit    des  Katalysators erfolgen. Bei dieser Ausfüh  rungsform ist eine weitere Zuführung von  Acetylen durch die Leitung 5 der     Fig.        1.     nicht notwendig. An Stelle der Absorption  der Blausäure und des Acetylens in einem  einzigen Absorber,     ist.    auch die Möglichkeit  gegeben, die beiden Gase getrennt in zwei  hintereinander geschalteten Absorbern zu ab  sorbieren. Eine solche Anordnung ist in       Fig.        2a    dargestellt.

   Diese     Ausführungsform     des Verfahrens gestattet, für jedes der beiden  Gase die günstigsten Absorptionsbedingungen       auszuwählen.    Durch die Leitung 1 tritt das  Blausäure und Acetylen enthaltende     Gasge-          niisch    in den Absorber     A1,    in welchem die  Blausäure durch- den Katalysator, der durch  die Leitung 41 zugeführt wird, absorbiert  wird. Das von Blausäure befreite Gas wird  durch die Leitung 2 in den Absorber     .1.    ge  leitet, wo das Acetylen im Katalysator absor  biert wird, der durch die Leitung 4. zuge  führt wird. Das Abgas wird durch die Lei  tung 3 weggeleitet.

   Durch die beiden Leitun  gen 51 und     5.,    die zur Leitung 6 vereinigt  werden, wird der mit Blausäure und Acetylen  beladene Katalysator in den Reaktionsturm  geführt. Eine ähnliche Anordnung ist auch  für solche Ausführungsformen des Verfah  rens geeignet, bei welchen zwei Gase zur Ver-         fügung    stehen, von denen das eine Blausäure  und das andere     Acety        len    in verdünnter Form  enthält. Eine     solehe    Anordnung ist in F     ig.        2b     schematisch dargestellt.

   Die     Leitung-    1 dient  zur Zuführung des blausäurehaltigen Gases,  die Leitung     \?    für diejenige des     Aeetvlen    ent  haltenden Gases.     A1    und     .1.    sind die entspre  chenden Absorber, denen der     Katalysator     durch die Leitungen 41     resp.        4.    zugeführt  wird. Die Leitungen 3 dienen zur Ableitung  der     Restj,ase.    Durch die Leitungen 51 und     5..,     zur     Leitun-    6 vereinigt, wird der mit. Blau  säure und     Aeetylen    beladene Katalysator in  den Reaktionsturm geleitet.

   Bei den     beiden     zuletzt erwähnten     AusführungsformendesVer-          fahrens    ist. auch eine Absorption der Gase,  namentlich des Acetylens, unter     erhöhtem          Druck    in Betracht zu ziehen.  



  Es ist des weiteren bekannt, dass bei der  Synthese von     Acrylsäurenitril    aus Blausäure  und Acetylen auch Nebenprodukte entstehen,  die sieh zum Teil im Katalysator ansammeln  und harz- und     schmierenartige    Produkte bil  den. Durch     Zwischensehaltung    eines     Absehei-          dergefässes    zwischen dem     Reaktionsturm    und  dein Absorber ist. es möglich, einen Teil dieser  Nebenprodukte aus dem Katalysator zu ent  fernen.

   Es ist. ferner     zweckmässig,    den aus  dem Reaktionsturm austretenden Katalysator  vor der     P.iickführun-    in den Absorber von  den darin gelösten     fl.üehtioen    Verbindungen  zu befreien, weil dadurch seine Absorptions  fähigkeit erhöht wird. Vorteilhaft wird die  Synthese in einer Glasatmosphäre durchge  führt, die vollständig     sauerstoffrei    ist.  



       BeispiE,l   <I>1:</I>  Es wurde die in     Fig.    3 schematisch dar  gestellte Apparatur verwendet. Die Appara  tur besteht zur Hauptsache aus einem Reak  tionsturm R, einem Absorptionsgefäss  < 1 und  einer     Wasehvorriehtung    IV. Der Reaktions  turm, der geheizt werden kann, enthält einen  Seitenarm     r,    über welchen eine Zirkulation  des heissen Katalysators stattfindet. Der Reak  tionsturm ist durch ein     Leitungssystem        a1,          cr.    und     a3    mit dem Absorptionsgefäss v     erbun-          den.    In diesem System wird der Katalysator      abgekühlt.

   Die     Rührvorrichtung    im Kühlge  <B>fäss</B>     a3    dient. dazu, die Bildung von grosskri  stallinen     Abscheidungen    zu verhindern. Die       Rüekleitung    des Katalysators erfolgt über das       System    (,4,<I>a"</I>     a6.    Die Rührvorrichtung bei       u;;    dient dem gleichen Zweck wie diejenige       1)ei   <B>a s.</B> Im Leitungsstück     a6    wird der Kata  lysator langsam aufgewärmt. Die Zirkula  tion des kalten Katalysators wird durch die  Pumpe     P,,    aufrechterhalten.

   Der     Reaktions-          i        nrm.    ist im weiteren mit der     Waschvorrich-          uuig    W für das     Acrylsäurenitril    verbunden.  Durch Abkühlung der am obern Ende des  Reaktionsturmes in die Leitung     wi    austre  tenden Gasen lässt sich ein Teil des     Acryl-          s;ittrenitrils    in     7v2    flüssig abscheiden.

   Die  nicht kondensierten     Acrylsäurenitrildämpfe          werden    im     Hauptwascher    W mit Wasser aus        < lein        (-lasgemisch    herausgelöst. Die Leitung 5  dient zur Zuführung von frischem Acetylen       tind    zur Aufrechterhaltung des     Acetylen-          kreislaufes,    der durch die Pumpe     Pa    bewirkt  wird. Durch die Leitung 7 wird ein Teil des  Kreislaufacetylens mit den     Verunreinigungeu          weggeführt.     



  Durch die Leitung 1 wird das Blausäure  in verdünnter Form enthaltende Gas zuge  führt, während die Abgase durch die     Leitun'     ''weggeführt werden.  



  Zu Beginn einer Syntheseperiode füllt  man den Reaktionsturm (der einen Liter In  lialt aufweist) und die Leitungen für den       liatalysator    mit etwa 3 Liter     Nieuwlandkata-          l@-sator,    der etwas verdünnt wird, so dass er  eine Dichte von 1,5 aufweist. 1 Liter des     Kata-          lvsators    entfallen auf den Reaktionsturm,  während der übrige Teil sich auf die Leitun  gen und das Absorptionsgefäss verteilt. Dem  Katalysator werden am Anfang noch 10     g/Liter     Blausäure zugefügt, um die     Kristallisations-          tenden7    herabzusetzen.

   Die Temperatur im       Reaktionsturm    wird auf 85 bis 90  C gebracht,       während    der Katalysator mit 30 bis     40     C in  das Absorptionsgefäss gelangt und dieses mit  :'_0 bis<B>2</B>5  C verlässt.  



  Am Anfang der Synthese lässt man durch  (las für das Acetylen bestimmte Kreislauf  system     Stickstoff    strömen; gleichzeitig werden    durch das Absorptionsgefäss, das selber etwa  5 Liter Inhalt aufweist, 1,8     In3/Std.    einer     Gas-          iaischung,    die 6,5     g/m3    Blausäure enthält, ge  leitet. Durch die Pumpe     P,    wird der Kataly  sator des     Absorptioiasgefässes,    der mit Blau  säure beladen ist, mit einer     Geschwindigkeit     von etwa 5 Liter/Std. in den Reaktionsturm  gepumpt, wo er sich mit dem dort befindli  chen Katalysator vermischt und so auf 85 bis  90  C erhitzt wird.

   Sobald der den Reaktions  turm verlassende Stickstoffstrom etwa 0,5 g  Blausäure pro 100 Liter enthält, wird der  Stickstoff durch Acetylen ersetzt. Dieses  Gas wird mit einem Umsatzvolumen von 50  Liter/Std. durch die Apparatur gepumpt.  



  Das gebildete     Acrylsäurenitril    wird aus  dem Acetylenstrom teilweise durch direkte  Kondensation in     w1    und     w2    gewonnen und  durch Absorption in Wasser in W herausge  waschen, wobei etwa 1,2 Liter Wasser pro  Stunde     benötigt    werden.  



  Bei einer Versuchsdauer von 56 Stunden  betrug die mittlere produzierte     Acrylsäure-          nitrilmenge    etwa 16     g/Std.,    entsprechend etwa  70 % der     Blausäuremenge,    die in das Absorp  tionsgefäss eingeleitet wurde.  



  <I>Beispiel 2:</I>  Die Apparatur, die in diesem Beispiel ver  wendet wurde, entspricht derjenigen von Bei  spiel 1 mit der Ausnahme, dass ein Reaktions  turm von. 2,5 bis 3 Liter Inhalt verwendet  wurde. Die Zuführungsleitung für Frisch  acetylen war geschlossen, so dass nur das  Kreislaufsystem bestand.  



  Es wird ein Katalysator mit einer Dichte  von 1,5 verwendet, total etwa 5 Liter. Am  Anfang der Syntheseperiode wird die Appa  ratur mit. dem Katalysator gefüllt; gleich  zeitig wird das für das Acetylen bestimmte  Kreislaufsystem mit.     Stickstoff    gefüllt. In das  Absorptionsgefäss wird ein Gasgemisch, das  9     g/m3    Blausäure, 70     Liter/m3    rohes Acetylen  (erhalten durch Herstellung von Acetylen im  Lichtbogen) und Stickstoff enthält, mit einer       Durchsatzgeschwindigkeit    von 1,5     ms/Std.    ein  geleitet. Der mit. Blausäure und Acetylen be  ladene Katalysator wird durch die Pumpe     P,         mit etwa 15 bis 25 Liter/Std.

   Durchsatz in  den Reaktionsturm gepumpt, wobei auch eine  gewisse Gasmenge in den Reaktionsturm ge  bracht wird. Dort setzt sieh ein Teil des Ace  tylens mit der Blausäure zu     Acrylsäurenitril     um, während der     restliehe    Teil in das Kreis  laufsystem für Acetylen gelangt. In diesem  System, das anfänglich mit Stickstoff gefüllt.  war, wird dieser immer mehr durch Acetylen  ersetzt. Das Gas, das schliesslich etwa 25 bis       40        %        Acetylen        enthält,        zirkuliert        mit        einer          Geschwindigkeit    von 150 bis 200 Liter/Std.

    5 Liter/Std. werden durch die Leitung für  Abgase aus dem Kreislauf herausgenommen.  



  Die Isolierung des     Acrylsäurenitrils    er  folgt wie in Beispiel 1. Bei einer Synthese  dauer von 7 Tagen betrug die     Acrylsäure-          nitrilproduktion    im Durchschnitt 16     g/Std.    ;  während kürzeren Zeitspannen konnten bis zu       2?-        g/Std.    produziert werden.  



       Beispiel   <I>3:</I>  Die Apparatur, die in diesem Beispiel ver  wendet wurde, ist, die gleiche wie in Beispiel  \_' beschrieben. Die Versuchsanordnung ist die  selbe, nur dass an Stelle des rohen Acetylens  gereinigtes Acetylen zur     Anwendung    gelangt.  In das Absorptionsgefäss wird ein     Gasgemiseh,     das 9     g/ms    Blausäure und 70 bis 77     Liter/m3     gereinigtes Acetylen und     Stickstoff    enthält,  mit einer     Durchsatzgeschwindigkeit    von  1,56     ms/Std.    geleitet.

   Das Kreislaufgas     ent-          hält        etwa        17        bis        21        %        Acetylen        und        wird        mit     250 Liter/Std.     Umwälzvolumen    durch das Sy  stem gepumpt. Als Abgas werden 25 Liter/Std.  entfernt, die durch Einpumpen von fri  schem Gas durch die Pumpe     P,    mit dem  Katalysator zusammen ersetzt werden.  



  Bei     81/2stündiger    Versuchsdauer betrug  die Produktion an     Acrylsäurenitril    20     g/Std.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCI3 Verfahren zur Herstellung von Acryl säurenitril durch Addition von Blausäure an Acetylen in . Gegenwart eines wässerigen, sauren Cuprosalzkatalysators, dadurch ge- l@ennzeichnet, dass man verdünnte gasförmige Blausäure in einer ersten Phase im Cupro- Salzkatalysator, bei einer Temperatur, bei welcher praktisch noch keine Bildung von Acry lsäurenitril erfolgt., absorbieren lässt, und dann in einer zweiten Phase die Uniset zung mit, dem Acetylen vornimmt. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentansprtieh, da durch gekennzeichnet, dass ein Cuprochlorid- katalysator verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentansprueli und Unteranspruch 1, dadureh gekennzeichnet, d.ass die Absorption der verdünnten gasför- inigen Blausäure im Cuprochloridkatalysator unter 60 C vorgenommen wird. , 3.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da.ss die Absorption der verdünnten gasför migen Blausäure im Cuprochloridkatalysator bei Raumtemperatur vorgenommen wird. Verfahren nach Patentansprueli und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeiehnet, (ass man die Synthese kontinuierlich durch führt, wobei die Absorption der Blausäure bei einer unterhalb 40 C liegenden Temperatur erfolgt und mindestens ein Teil des Katalysa- tors im Kreislauf geleitet wird. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1; dadurch gekennzeichnet, dass man die Synthese kontinuierlich durch führt, indem der Katalysator in der Weise im Kreislauf geleitet wird, dass ein Teil des um zuwälzenden Katalysators unter Rühren auF eine unter 40 C liegende Temperatur abge kühlt wird, worauf man unter Rühren die verdünnte gasförmige Blausäure in den abge kühlten Katalysator einleitet, anschliessend den mit Blausäure beladenen Katalysator auf 80 bis 90 C erhitzt und dann .die Synthese des Acrylsäurenitrils durch Einleiten von Acetylen bewerkstelligt. 6.
    Verfahren nach Patentansprueh un (l L' nteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man in den heissen Katalysator Acetylen im Lberschuss einleitet und das aus dem Kata lysator entweichende Acetylen nach Abtrep_- nung des mitgeführten Aerylsäurenitrils im Kreislauf wieder in den heissen Katalysator einleitet. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ;lass man als verdünnte gasförmige Blausäure ein Gasgemisch verwendet, wie es bei der 1abrikation der Blausäure in der Gasphase entsteht. B. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ((ass man als verdünnte gasförmige Blausäure ein Gasgemisch verwendet, das neben der Blausäure auch Aeetylen in verdünnter Form enthält. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ilass man als verdünnte gasförmige Blausäure ein Gasgemisch verwendet, wie es bei der Blausäuresynthese im Lichtbogen nach dem Verfahren gemäss dem Patentanspruch des '-'ellweizer Patentes Nr. 92398 erhalten wird. 10.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, < lass man die Synthese kontinuierlich durch führt, indem der Katalysator in der Weise im Kreislauf geleitet wird, dass ein Teil davon unter Rühren auf eine unter 40 C liegende Temperatur abgekühlt wird, worauf maa unter Rühren ein Gasgemisch, das Blausäure und Acetylen in verdünnter Form enthält, in den abgekühlten Katalysator einleitet, wo bei das Acetylen und die Blausäure absorbiert werden, und anschliessend den mit Acetylen und Blausäure beladenen Katalysator auf 70 bis 100 C erwärmt, wodurch die Bildung von Acrylsäurenitril bewerkstelligt wird. 11.
    Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 10, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Absorption des Acetylens und der Blausäure in einem cinzi-. gen Absorptionsgefäss vornimmt. 12. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 und 10, dadurch ge kennzeichnet, dass man die Absorption des Acetylens und der Blausäure in zwei getrenn ten Absorptionsgefässen vornimmt. 13.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man die Synthese kontinuierlich durch führt und einerseits ein Gasgemisch verwen., det, das Acetylen in verdünnter Form enthält und anderseits ein Gasgemisch verwendet, das Blausäure in verdünnter Form enthält, beide Gasgemische je in ein Absorptionsgefäss mit dem abgekühlten umzuwälzenden Katalysator einleitet, hierauf den mit Acetylen und den mit Blausäure beladenen Katalysator ver einigt und durch Erwärmen auf 70 bis 100 C die Bildung von Acrylsäurenitril bewerkstel ligt.
CH289985D 1950-07-19 1950-07-19 Verfahren zur Herstellung von Acrylsäurenitril. CH289985A (de)

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1007768B (de) * 1955-08-02 1957-05-09 Bayer Ag Verfahren zur Rueckgewinnung der Blausaeure aus den Reaktionsabgasen, die bei der kontinuierlichen Herstellung von Acrylsaeurenitril aus Acetylen und Blausaeure erhalten werden

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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DE1007768B (de) * 1955-08-02 1957-05-09 Bayer Ag Verfahren zur Rueckgewinnung der Blausaeure aus den Reaktionsabgasen, die bei der kontinuierlichen Herstellung von Acrylsaeurenitril aus Acetylen und Blausaeure erhalten werden

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