CH290784A - Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzes.

Info

Publication number
CH290784A
CH290784A CH290784DA CH290784A CH 290784 A CH290784 A CH 290784A CH 290784D A CH290784D A CH 290784DA CH 290784 A CH290784 A CH 290784A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
dependent
resin
common solvent
reaction
benzene
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Limited Imperial Ch Industries
Original Assignee
Ici Ltd
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ici Ltd filed Critical Ici Ltd
Publication of CH290784A publication Critical patent/CH290784A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08GMACROMOLECULAR COMPOUNDS OBTAINED OTHERWISE THAN BY REACTIONS ONLY INVOLVING UNSATURATED CARBON-TO-CARBON BONDS
    • C08G79/00Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing atoms other than silicon, sulfur, nitrogen, oxygen, and carbon with or without the latter elements in the main chain of the macromolecule
    • C08G79/02Macromolecular compounds obtained by reactions forming a linkage containing atoms other than silicon, sulfur, nitrogen, oxygen, and carbon with or without the latter elements in the main chain of the macromolecule a linkage containing phosphorus
    • C08G79/04Phosphorus linked to oxygen or to oxygen and carbon

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Polymers With Sulfur, Phosphorus Or Metals In The Main Chain (AREA)

Description


  Verfahren     zur        Herstellung        eines        Kunstharzes.       Die Erfindung bezieht sich auf die Her  stellung neuer Kunstharze, die eine besonders  günstige Kombination von physikalischen und  chemischen Eigenschaften aufweisen.  



  Die neuen Kunstharze; wie sie gemäss der  Erfindung hergestellt werden können, sind       Polykondensationsprodukte    mit dem chemi  schen Charakter linearer aromatischer Poly  phosphate, in denen die Phosphoratome sich  in der langen Kette befinden und an zwei  kettenbildende aromatische veresternde Grup  pen sowie an eine aromatische, eine     Diphenyl-          gruppe    enthaltende, veresternde Gruppe ge  bunden sind.

   Sie enthalten folgende, sich  wiederholende Gruppierung:  
EMI0001.0008     
    in der R' das     Diphenyl-    oder substituierte     Di-          phenylradikal    im     Aryloxy-phosphoryldiclilorid     
EMI0001.0013     
    ist und R" der aromatische Rest in der vor  genannten aromatischen     Dioxywerbindung    dar  stellt.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  nun ein Verfahren zur Herstellung eines  neuen Kunstharzes, das dadurch gekennzeich  net ist, dass man     p-Phenyl-phenoxy-phos-          phoryldichlorid    mit     Hydrochinon    kondensiert.  



  Vorzugsweise verwendet man die Reak  tionskomponenten im     äquimolekularen    Men  genverhältnis.  



  Die Kondensation erfolgt zweckmässig  durch Erhitzen der Mischung der genannten  Verbindungen, bis im Reaktionsgemisch die,  gewünschten harzartigen Eigenschaften ent  wickelt sind. Vorzugsweise erhitzt man meh  rere Stunden mit beim Fortschreiten der Re  aktion allmählich ansteigenden Temperaturen,  z. B. 100 bis 180  C am Anfang bis auf 190  bis     240     C am Ende. Es empfiehlt sich, die  Reaktionsmischung langsam zu rühren, be  sonders dann, wenn ihre Viskosität anzustei  gen beginnt. Es versteht sich, dass Feuchtig  keit während der Reaktion möglichst fernge  halten werden sollte. Vorzugsweise führt man  die Reaktion in einer     inerten    Atmosphäre,  z. B. Stickstoff oder Kohlensäure, durch.

   Man  kann bei gewöhnlichem oder vermindertem  Druck arbeiten, und es empfiehlt sich, am,  Ende der Reaktion abzusaugen, um Spuren  von Chlorwasserstoff aus dem viskosen Pro  dukt zu entfernen. In gewissen Fällen ist  die     Anwesenheit    von Katalysatoren, wie me-           tallisches        Zinn,    die Chlorwasserstoff entfer  nen,     erwünscht,    um den Verlauf der Reaktion  zu unterstützen.  



  Die Kondensation kann auch durchgeführt  werden, indem man Reaktionskomponenten  in einem gemeinsamen Lösungsmittel, das  einen     Chlorwasserstoffakzeptor    enthält, kon  densiert. Beispiele für solche gemeinsame Lö  sungsmittel sind: Äther, Benzol, Chloroform.  Der Akzeptor kann z. B. ein tertiäres Amin,       wie        Pyridin,    sein.  



  Das nach dem erfindungsgemässen Verfah  ren erhältliche neue harzartige     Produkt    kann       gewünschtenfalls    gereinigt werden. Man kann  es z. B. in Benzol lösen und dann aus dieser  Lösung durch Zugabe von Äther ausfällen.  Der Niederschlag kann weiter mit frischem  Äther verknetet und dann bei gewöhnlichem  oder vermindertem Druck getrocknet werden.  



  Das neue, schmelzbare, in der Wärme nicht  erhärtende Produkt ist in Wasser, Alkohol,  Äther,     Paraffin-Kohlenwasserstoffen        unlös-          1ieh,    jedoch klar und transparent löslich in  Chloroform,     Dioxan    und Mischungen von  Benzol und Alkohol sowie in Mischungen ver  schiedener anderer organischer Flüssigkeiten,  die es für sich allein nicht lösen würden. Die  Lösungen eignen sich zur     Herstellung    von  Wasser- und säurebeständigen, korrosions  schützenden, hochglänzenden Überzügen auf  Metalle, Glas, Holz, Kautschuk und viele  andere Oberflächen.  



  Das neue Harz kann auch als Binde  mittel für Klebezwecke Verwendung finden.  Es kann als Kitt für Glas verwendet werden  und hat einen Brechungsindex von über 1,6.  Bei Gläsern mit dem gleichen Brechungsindex  erhält man unsichtbare Verbindungen. Es  kann     auch-zum    Verbinden von Metallen, Kau  tschuk, Holz und andern Materialien dienen.  Es ist ein ausgezeichnetes Bindemittel für       unlösliehe    Füllstoffe, Pigmente und derglei  chen, und wenn man dieses Harz oberhalb  seines     Erweichungspunktes    zusetzt, erhält  man thermoplastische Mischungen von grosser  Zähigkeit und interessanten mechanischen  Eigenschaften.  



  Diese thermoplastischen Mischungen kön-    neu zur Herstellung von Grammophonplatten  -und ähnlichen Artikeln, die unter Ausbildung  scharfer Konturen verformt werden können,  Verwendung finden.  



  <I>Beispiel:</I>  Eine Mischung von     äquimoleknlaren    Men  gen p -     Phenyl    -     phenoxy    -     phosphoryldichlorid          (Sdp.    160      Cj0,5    mm)     Smp.    78  C und     Hydro-          chinon    wird in einem Metallbad in einem mit  langsamem     Rührer    und einem Luftgekühlten  Kühler, von dessen Ende ein Rohr zu einer  Chlorwasserstoff absorbierenden Flüssigkeit  führt, versehenen Glasgefäss erhitzt.

   Der  Inhalt des Gefässes ist durch ein     Chlorealeium-          rohr    vor dem Zutritt von Feuchtigkeit ge  schützt. Bei einer     Badtemperatur    von etwa  150  C beginnt die     Chlorwasserstoffentwiek-          lung,    und die     Reaktion    geht bei dieser Tem  peratur sieben Stunden weiter, wobei die Mi  schung langsam in eine klare Flüssigkeit über  geht. Wenn 50 % des zu erwartenden Chlor  wasserstoffes     entfernt    sind, erhöht man die       Badtemperatur    allmählich auf 180 bis l85  C.

    Nach einer Gesamtzeit von 25 Stunden, wo  die     Chlorwasserstoffentwicklung    praktisch  aufhört und die Viskosität der Reaktions  mischung bei 85  C nicht, mehr ansteigt,     wird     die Heizung unterbrochen.  



  Das erhaltene, rohe, harzartige Produkt  wird, solange es noch flüssig ist, aus dem Ge  fäss gegossen und auf Zimmertemperatur ab  kühlen gelassen. Es bildet ein blass gefärbtes,  transparentes Harz mit guter Haftfestigkeit  an Glas und Metallen. Sein nach der     Ring-          und    Kugelmethode bestimmter     Erweichungs-          punkt    liegt bei 115  C. Die Säurezahl des  rohen Harzes ist 11.  



  Eine Probe des rohen Harzes wird durch  Auflösen in Benzol und Ausfällen mit Äther  gereinigt, wodurch praktisch alle Ausgangs  verbindungen entfernt werden. Die Säurezahl  des gereinigten Harzes ist 10.  



  Das im vorangehenden Beispiel beschrie  bene Harz löst sich in Chloroform und     Ben-          zol-Alkoholmischungen    (80:20     Vol.).     



  Der -Unterschied zwischen dem nach dem       voangebendeii    Beispiel beschriebenen Harz      Lund einem in analoger Weise aus     2,4-Dichlor-          phenoxy        -phosphoryl-dichlorid    und     Hydro-          ehinon    hergestellten Harz im Verhalten beim  Lagern ergibt sich aus folgenden Vergleichs  versuchen: .  



  10 g des nach dem Beispiel hergestellten  Harzes werden in einer Mischung aus 30     cm3     Methylalkohol und 70     cms    Benzol gelöst. Ein  Teil der Lösung wird sofort     titriert    und hat  die Säurezahl 10. Der Rest der Lösung     wird     30 Tage aufbewahrt und eine Probe davon  wiederum     titriert.    Die Säurezahl ist wieder  um. 10. Das Harz, welches durch Verdamp  fen eines Teils der aufbewahrten Lösung er  halten wird, bleibt nach mehr als zweiwöchi  gem Eintauchen in Wasser klar.  



  10 g eines in analoger Weise aus     2,4-Di-          chlor-phenoxy-phosphoryl-dichlorid    und     Hy-          drochinon    hergestellten Harzes werden in  einer     Mischung    von 30     cm3    Methylalkohol und  70     cm3    Benzol gelöst. Ein Teil dieser Lösung  wird sogleich     titriert    und hat die Säurezahl  12. Der Rest der Lösung wurde 30 Tage auf  bewahrt und eine Probe davon wieder     titriert.     Die Säurezahl war 88. Die frisch hergestellte  Lösung gibt beim Verdampfen ein Harz mit  ausgezeichneter Wasserbeständigkeit, nach  30tägiger Lagerung jedoch scheidet sie ein  verschlechtertes Harz ab.

   Dies kommt zum  Ausdruck in der verminderten     Trocknungs-          geschwindigkeit        wund    durch Trübung des Har  zes, wenn dasselbe weniger als einen Tag in  Wasser getaucht wird. Bewahrt man jedoch  eine Probe des Harzes aus     2,4-Dichlorphenoxy-          phosphoryldichlorid    und     Hydrochinon    mit der  Säurezahl 12 in einer Mischung aus Benzol  und     Äthylenchlorid,    gelöst unter trockenen  Bedingungen, gleich lange auf, kann die er  haltene     Harzabscheidung    mehr als zwei Wo  chen in Wasser getaucht werden ohne trüb  zu werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung eines neuen Kunstharzes, dadurch gekennzeichnet, dass man p-Phenyl-phenoxy-phosphoryldichlorid mit Hydrochinon kondensiert. Das neue Pro dukt ist ein klares, höchstens Massgefärbtes, schmelzbares, nicht härtendes Harz, das in Wasser, Alkohol, Äther und Paraffin-Kohlen- wasserstoffen -unlöslich, in Chloroform, Di- oxan und Mischungen von Benzol und Alko hol klar und transparent löslich ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Reaktions komponenten in äquimolekularen Mengen ver wendet. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man die Konden sation in einer inerten Atmosphäre durch führt. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man gegen das Ende der Reaktion Unterdruck anwendet. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man der Reaktions mischung einen Katalysator zur Entfernung von Chlorwasserstoff zusetzt. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet, dass der Katalysator metallisches Zinn ist. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man in einem ge meinsamen Lösungsmittel für beide Reaktions komponenten arbeitet, das einen Akzeptor für Chlorwasserstoff enthält. 7. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Lösungsmittel Äther ist. B. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Lösungsmittel Benzol ist. 9. Verfahren nach Unteranspruch 6, da durch gekennzeichnet, dass das gemeinsame Lösungsmittel Chloroform ist. 10. Verfahren nach Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man als Chlor wasserstoffakzeptor ein tertiäres Amin ver wendet.
    11: Verfahren nach Unteranspruch 10; dadurch .gekennzeichnet, dass das tertiäre Amin Pyridin ist.
CH290784D 1949-05-30 1950-04-03 Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzes. CH290784A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
GB290784X 1949-05-30
CH285782T 1950-04-03

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH290784A true CH290784A (de) 1953-05-15

Family

ID=25732555

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH290784D CH290784A (de) 1949-05-30 1950-04-03 Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzes.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH290784A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE875725C (de) Verfahren zur Herstellung harzartiger Produkte, insbesondere von Formmischungen odervorzugsweise gegen Rost schuetzenden Oberflaechenbehandlungsmitteln
DE745389C (de) Verfahren zur Herstellung von Polyamiden
EP0133451A1 (de) Kondensationsharze auf Basis von Alkylarylketonen und Formaldehyd
DE696109C (de) Verfahren zur Herstellung von Reaktionsprodukten des Divinylbenzols
US2502003A (en) Alcohol-soluble aralkyl-phenolic condensation product
DE849903C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstharzen
CH290784A (de) Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzes.
CH285782A (de) Verfahren zur Herstellung eines Kunstharzes.
DE952386C (de) Verfahren zur Herstellung polymerer organischer Phosphate
CH255096A (de) Verfahren zum Reinigen von rohem Acrylonitril.
DE874313C (de) Verfahren zur Herstellung von Tetrahydropyranderivaten
DE642147C (de) Verfahren zur Herstellung von Anlagerungsprodukten des Acetylens und seiner Homologen
DE931130C (de) Verfahren zur Herstellung von Kunststoffen
DE1133133B (de) Verfahren zur Herstellung linearer thermoplastischer Polykondensate aus Diorganosilandiolen und aromatischen Dioxyverbindungen
DE1770568B1 (de) Verfahren zur herstellung von polythioaethern
DE2236842B2 (de) Überzugsmittel
DE554552C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Harnstoff bzw. dessen Derivaten und Acrolein bzw. dessen Polymeren
DE2512280A1 (de) Zusammensetzungen auf der basis von bis-maleinimiden
DE581956C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus Phenolen und Naturharzen
DE841592C (de) Verfahren zur Herstellung von 3-Oxytetrahydrofuranen
AT218495B (de) Verfahren zur Herstellung von 1,1&#39;-disubstituierten Äthylenen
DE695561C (de) Verfahren zur Darstellung von loeslichen und zugleich hochmolekularen Polymerisationsprodukten von Acrylsaeureverbindungen
DE372855C (de) Verfahren zur Darstellung von Kunstharzen
DE939863C (de) Hochtemperatur-Waermeuebertragungsmittel
DE916467C (de) Verfahren zur Herstellung von hochpolymeren Kondensationsprodukten