CH291804A - Verfahren zur Herstellung von Xanthin und seinen in 1- bzw. 3-Stellung alkyl- oder arylsubstituierten Derivaten. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Xanthin und seinen in 1- bzw. 3-Stellung alkyl- oder arylsubstituierten Derivaten.Info
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'- verfahren zur Herstellung von Xanthin <B>und seinen in 1.</B> bzw. 3-Stellung alkyl- <B>oder</B> arylsubstituierten <B>Derivaten.</B> Es ist bekannt, Xanthin und seine in 1- bzw. 3-Stellung alkyl- oder arylsubstituierten Derivate aus 5-Isonitroso-4-imino-2,
6-diketo- liexahydropyrimidin oder den entsprechenden Alkyl- oder Arylsubstitutionsprodukten her zustellen, indem man die Ausgangsstoffe zu nächst in wässrig saurer Lösung reduziert und die erhaltenen Diaminoverbindungen dann in Xanthin bzw. seine Derivate überführt. Es waren also zwei getrennte Reaktionen erfor derlich, um zu den Xanthinen zu gelangen.
Es wurde nun gefunden, da.ss die Isolie rung der Diaminodiketohexahydropyrimidine nicht nötig ist, sondern dass man in einer Reaktion von Isonitrosostufe zu der Xanthin- stufe gelangt, wenn die Reduktion in Gegen wart der für die Bildung des Imidazolringes nötigen Formylverbindungen durchgeführt wird, wonach man zur Herbeiführung des Ringschlusses lediglich die Temperatur zu er liöhen braucht.
Als Ringschlussmittel wurden Ameisensäureamide der allgemeinen Formel H-CO-NH-R wobei R ein Wasserstoffatom, eine Alkyl- oder Arylgruppe bedeutet, als geeignet gefunden. Als Reduktionsmittel wurden als geeignet ge funden Schwefelverbindungen, die Reduk tionswirkung haben, z. B. Schwefelwasserstoff und seine Salze, schweflige Säure und ihre Salze, Salze der pyroschwefligen Säure, z. B. Natriumpyrosulfit (Na2S205), Salze der hypo- schwefligen Säure, z.
B. Natriumhyposulfit. Gegemtand des Patentes ist somit ein Verfahren zur Herstellung von Xanthin und seinen in 1- bzw. 3-Stellung alkyl- oder aryl- substituierten Derivaten durch Reduktion von 5 -Isonitroso-4-imino-2,6-diketo-hexahydropyri- midin bzw.
den entsprechenden Alkyl- oder Arylsubstitutionsprodukten und Kondensation der erhaltenen Diamine mit einer Formylver- bindung, welches dadurch gekennzeichnet ist, dass man schwefelhaltige Reduktionsmittel und als Ringschlussmittel Ameisensäureamide verwendet, und dass man die Reduktion in Gegenwart des Ringschlussmittels vornimmt und anschliessend die Bildung des Imidazol- ringes durch Erhöhung der Temperatur des Reaktionsgemisches herbeiführt.
Zweckmässig wird eine Suspension der betreffenden Iso- nitrosoverbindung in etwä der 8fachen Menge des Ameisensäureamids, z. B. Formamid, mit der nötigen Menge Reduktionsmittel, z. B. Natriumpyrosulfit, bei 100 behandelt, wo durch die Reduktion erreicht wird. Durch Er höhung der Temperatur auf 170 bis 180 tritt dann Ringschluss zum Xanthinkörper ein. Die gebildeten Xanthinkörper kristallisieren beim Erkalten aus und können abgetrennt und wie üblich gerreinigt werden.
<I>Beispiele:</I> 1.1700 Teile 2,6-Diketo-4-imino-5-isonitroso- hexahydropyrimidin werden in der 5- bis 10fachen Menge Formamid, mit einem Zu- satz von etwa 5 5#"' Ameisensäure, suspendiert. Unter Rühren trägt man portionsweise 375 Teile Natriumpyrosulfit (Na2S205) ein, be ginnend bei einer Temperatur von 50 . Unter Reduktion der Isonitrosoverbindung steigt die Temperatur auf etwa 100 an. Die Reduktion ist, in etwa 15 Minuten beendet.
Die Tempe ratur wird nun auf 170 bis 180 gebraeht und etwa \?0 Minuten dabei gehalten, Nach Er kalten wird das auskristallisierte Xanthin ab getrennt, mit Nasser gewaschen und wie üb lich gereinigt. Die Ausbeute beträgt 1450 Teile = 96 % der Theorie.
2. 21 Teile 1,3-Dimethyl-2,6-diketo-4-iinino- 5-isonitroso-hexahydropyrimidin werden in ?00 Teilen Formamid, mit einem Gehalt von 2,7 7, Ameisensäure, suspendiert und mit 7,5 Teilen Natriumpyrosulfit in Portionen versetzt. Die Anfangstemperatur beträgt 95 , die während der Reduktion ohne Heizung auf 130 steigt. Die Reduktion ist in etwa 10 Mi nuten beendet. Die Temperatur wird dann auf 170 bis 180 Rebraeht und. etwa 30 Minu ten dabei gehalten.
Nach dem Erkalten wird das auskristallisierte Rohtheophyllin abge- trennt und dureh Umkristallisieren gereinigt. Ausbeute 16,7 Teile = 93 %, der Theorie.
Claims (1)
- P ATENTANSPR.UCII: Verfahren zur Herstellung von Xanthin und seinen in 1- bzw. 3-Stellun;- alkyl- oder arylstrbstituierten Derivaten dureh Reduktion von 5-Isonitroso-.1-iniino-?.6-diketo-liexahydro- pyriniidin bzw.den entsprechendem Alkyl- oder AiTlsubstitutionsprodukten und Konden sation der erhaltenen Diamine mit einer For- mylverbindung, dadureh -ekennzeichnet, dass man schwefelhaltige Reduktionsmittel und als Ringschlussmittel Ameisensäureamide verwen det,und dass man die Reduktion in Gegen- wart des Ringsehlussmittels vornimmt und ansehliessend die Bildung des Imidazolringes dureh ErhöhLing der Temperatur des Beak- tionsgemisehes herbeiführt.UNTERANSPRU CH: Verfahren nach Patentansprueli, dadureh gekennzeichnet, dass man den @in\,sehlul> bei über 100 C durchführt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE291804X | 1949-10-31 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH291804A true CH291804A (de) | 1953-07-15 |
Family
ID=6069950
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH291804D CH291804A (de) | 1949-10-31 | 1950-10-20 | Verfahren zur Herstellung von Xanthin und seinen in 1- bzw. 3-Stellung alkyl- oder arylsubstituierten Derivaten. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH291804A (de) |
-
1950
- 1950-10-20 CH CH291804D patent/CH291804A/de unknown
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