Hydraulische Steuereinrichtung an Kraftmaschinen. Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist eine hydraulische Steuereinrichtung an Kraftmaschinen, die eine Verdrängerpumpe mit bei konstanter Drehzahl konstanter För dermenge aufweist, welche durch die Kraft maschine mit einer zur Maschinendrehzahl proportionalen Drehzahl angetrieben wird, in den Förderstrom der Pumpe eingeschaltete Strömungsdrosselmittel zur Erzeugung eines Druckabfalles, der eine Funktion der Maschi nendrehzahl ist, und ferner diesem Druckab fall ausgesetzte Druckansprechmittel, zur Steuerung des Betriebes der Kraftmaschine.
Beispielsweise kann die Steuereinrichtung zur Steuerung der Brennstoffzufuhr zur Kraftmasehine bestimmt sein, um eine vorbe stimmte Drehzahl der Kraftmaschine auf rechtzuerhalten, oder um zu verhindern, dass eine vorbestimmte Maximaldrehzahl über schritten wird. Weiter kann die Steuerein richtung dazu bestimmt sein, in vorbestimm ter Abhängigkeit von der Drehzahl der Kraft maschine Mittel zur Erzeugung einer Luft strömung in der Kraftmaschine zu betätigen. Eine solche Steuereinrichtung eignet sich be sonders zur Steuerung von Gasturbinenan lagen, z.
B. zum Verstellen von Drall- oder Leitschaufeln in einem Kompressor, zum Ver stellen von Einlassleitschaufeln einer Turbine, oder zur Änderung des Öffnungsquerschnittes einer Schubdüse, durch welche Abgase einer Turbine geführt werden. Bei den genannten Anlagen arbeiten die bekannten Steuereinrichtungen üblicherweise bei relativ grossen Drehzahlen der Kraftma schine, weshalb die Fördermenge und die An triebsdrehzahl der Pumpe so bezüglich der durch die Drosselmittel bewirkten Drosse lung gewählt ist, dass in diesen Drosselmitteln kein übermässiger Druckabfall auftritt. Sol che Steuereinrichtungen besitzen aber keine.
hohe Ansprechempfindlichkeit bei kleinen Drehzahlen der Kraftmaschine.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist. die Steuereinrichtung dadurch gekennzeichnet., dass die Strömungsdrosselmittel eine erste Drosselvorrichtung und eine zweite Drossel vorrichtung aufweisen, welche beiden Drossel vorrichtungen zur Erzeugung einer ersten und einer zweiten Drosselung der Strömung bestimmt sind, wobei die zweite Drosselung grösser ist als die erste, und da-ss die Druck- anspreehmittel zum Ansprechen auf die erste und die zweite der in der ersten bzw.
zweiten Drosselvorrichtung erzeugten Druckdifferenz vorgesehen sind und dass die zweite Drossel vorriehtung umgehende Umleitmittel vorge sehen sind, um zu verhindern, dass die zweite Druckdifferenz bei hohen Fördermengen der Pumpe einen bestimmten Wert überschreitet.
In gewissen Fällen kann sowohl die erste als auch die zweite Drosselvorrichtung oder nur letztere, einen beweglichen Ventilkörper aufweisen, der auf den Druckabfall in der betreffenden Drosselvorrichtung derart an spricht, dass die Drosselung, die mit zuneh mender Druckdifferenz erzeugt wird, herabge setzt wird, wobei der Ventilkörper im Sinne des Schliessens federbelastet sein kann. Bei einer solchen Ausbildung der Drosselvorrich tung kann die in ihr auftretende Druckdiffe- renz derart festgelegt werden, dass sie der Drehzahl der Kraftmaschine direkt propor tional ist und nicht, wie bei einer Drosselvor richtung mit unveränderlichem Querschnitt, proportional dem Quadrat der Drehzahl.
Die durch die zweite Drosselvorrichtung ausgeübte Steuerwirkung kann von der durch die erste Drosselvorrichtung ausgeüb ten Steuerwirkung verschieden sein.
Eine Steuereinrichtung der vorliegenden Art kann vorteilhaft zur Steuerung der Zu fuhr von zusätzlichem Brennstoff zur Ver brennungseinrichtung einer Gasturbinenan lage innerhalb einer begrenzten Drehzahlzone des untern Drehzahlbereiches der Maschine, z. B. während des Anlassens der Maschine, verwendet werden. Die Steuereinrichtung kann auch zur Steuerung der Verstellung von Leitschaufeln innerhalb einer solchen be grenzten Drehzahlzone benützt werden.
In der beiliegenden schematischen Zeich nung sind drei Ausführungsbeispiele des Er findungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt: Fig. 1 eine als einfaches Flugzeugstrahl triebwerk ausgebildete Gasturbinenanlage, Fig. 2 das erste Beispiel, das zur Steuerung der Zufuhr von zusätzlichem Brennstoff zur Verbrennungseinrichtung der Anlage gemäss Fig. 1 während des Anlassens der letzteren bestimmt ist, und Fig. 3 und 4 je ein weiteres Beispiel, bei welchem zwei Drosselvorrichtungen eine ein zige Steuerwirkung zur Verstellung von Leit- schaufeln eines Aaialkompressors bewirken.
Fig. 1 zeigt ein Triebwerk, das einen Axialkompressor 10 besitzt, dessen Einlass- Leitschaufeln 14 verstellbar sind und eine Verbrennungseinrichtung 11, die kompri mierte Luft vom Kompressor erhält und in welcher Brennstoff zur Erwärmung der Luft erbrannt wird, wobei die Brennstoffzufuhr aus einem Injektorverteilrohr 15 mittels Ein- spritzvorriehtungen 15a erfolgt.
Ferner be sitzt das Triebwerk eine Turbine 12, welcher die heissen Gase aus der Verbrennungseinrich tung zugeführt werden und deren Rotor mit tels einer Welle 16 die Kompressorwelle an treibt, und eine Abgasleitung 13, durch wel che die Abgase der Turbine in die Atmosphäre ausgestossen werden.
Dem Injektorverteilrohr 15 wird Brenn stoff durch eine Speiseleitung 18 einer Brennstoffpumpe 19 ans einem Tank 17 zu geführt. Der Auslass der Pumpe 19 ist. durch ein Rohr 20 mit dem Verteilrohr 15 verbun den, wobei im Rohr 20 eine Drossel 21 und ein Abstellhahn 22 angeordnet sind. Während des Betriebes der Maschine ist der Abstell hahn vollständig offen, und der Brennstoff zustrom zur Maschine wird durch die Drossel 21 gesteuert. Die Pumpe 19 wird mittels einer Zweigwelle 23 durch die Maschine angetrie ben. Die verstellbaren Leitschaufeln 14 sind in irgendeiner bekannten Weise zu gemein samer Betätigung miteinander gekoppelt.
Sie sind durch eine hydraulische Druckansprech vorrichtung 30 mit Kolben und Zylinder ver stellbar, deren Kolbenstange 32a des Kolbens 32 mit einem Radialarm 24 der einen der Leitschaufeln 14 mittels eines Lenkers 2 und eines Universalgelenkes 26 verbunden ist. Die Vorrichtung 30 (Fig. 2) besitzt einen Zylinder 31, in welchem der Kolben 32 hin und her bewegbar ist, sowie einen Steuer mechanismus 33, wobei die Stellung des Kol bens 3? im Zylinder 31 in Abhängigkeit von den Maschinendrehzahlen des hohen Drehzahl bereiches bestimmt. ist.
Die Kolbenstan-e 32a ist hohl und ist in Führungen 34 und 35 ge führt, die ausserdem als Anschläge zur Be- #>renzung des Kolbenhubes bestimmt sind.
Die Bohrung der Kolbenstange 39a steht. dureli eine Bohrung 36 mit dein Raum 37 auf einer Seite des Kolbens 32 in Verbindung, so dass die dein Raum 37 zngehebr-te Fläche des Kolbens 32 grösser ist, als die dem Zylinder- rauin 38 zugekehrte Kolbenfläche. Ans der Leitung 20 wird dareh eine Leitung 39 und die Bohrung 40, denn Zylinder 31 Druck- fluidum zugeführt, wobei in der Bohrung 41 eine Verengung 42 vorgesehen ist.
Der Steuermechauismus 33 besitzt zwei Abteile 43 und 44, die durch eine biegsame Membran 45 voneinander getrennt sind. Das Abteil 43 ist durch eine Leitung 46 mit einer Leitung 60 stromabwärts einer Drosselöff nung 61 mit grossem Querschnitt verbunden, während das Abteil 44 durch eine Leitung 47 mit der Leitung 60 stromaufwärts der Drosselöffnung 61 verbunden ist. Die eine Schlaufe bildende Leitung 60 ist an die Lei tung 18 angeschlossen, wobei in ihr eine Ver drängerpumpe 64 mit bei konstanter Dreh zahl konstanter Fördermenge vorgesehen ist. Diese Pumpe 64 wird durch eine Leistungs abzweigung 64a (Fug. 1) von der Welle 16 ans proportional zur Maschinendrehzahl an getrieben, so dass der Druekabfall in der Drosselöffnung 61 eine Funktion der Maschi nendrehzahl ist.
Die auf die Membran 45 wir kende Flüssigkeitsbelastung ist demzufolge ebenfalls eine Funktion der Maschinendreh zahl.
Die Membran 45 ist durch eine Feder 50 mittels einer Stange 51 belastet, wobei diese Belastung von der Stellung des Kolbens 32 im Zylinder 3l abhängt, und sie ist ferner durch eine zweite Feder 52 belastet, welche im gleichen Sinne wirkt, wie die Feder 50, jedoch entgegen der Wirkung der Fluidum druckbelastung.
Die Membranbewegungen werden auf eine Stange 53 übertragen, die einen Halbkugel- Ventilkörper 54 trägt, welcher den Fluidum ausfluss aus dem Raum 37 durch eine aus dem letzteren in eine Kammer 56 führende Leitung 55 steuert, von welcher Kammer 56 eine Leitung 57 zur Saugseite der Pumpe 19 führt.
Aus dem Vorangehenden ist ersichtlich, dass, wenn der auf die Membran 45 einwir kende Fluidumdruck auf einen solchen Wert zunimmt, dass er die Wirkung der Feder 52 übersteigt, das Halbkugelventil von seinem Sitz abgehoben wird und gestattet, dass aus dem Raum 37 Fluidum austreten kann. Dem- aufolge fällt der Druck in dieser Kammer, und der Kolben 32 bewegt sich nach rechts, bis die durch die Feder 50 bewirkte Belastung die auf die Membran 45 wirkende Belastung überwindet. Somit nimmt der Kolben 32 bei jeder Drehzahl der Maschine innerhalb des Drehzahlbereiches der letzteren eine be stimmte Stellung im Zylinder 31 ein, und die Leitschaufeln 14 besitzen einen bestimmten Anstellwinkel bezüglich der einströmenden Luft.
Die Querschnittsfläche der Drosselöff nung 61, die Fläche der Membran 45 und die Spannung der Feder 52 sind bezüglich der Leistung der Pumpe 64 derart gewählt, dar diese Steuerung der Leitschaufeln innerhalb eines höheren Drehzahlbereiches stattfindet, wobei die Feder 52 die untere Grenze dieses höheren Drehzahlbereiches begrenzt. Die Quer schnittsfläche der Drosselöffnung ist relativ gross, so dass der Di-tzekabfall in dieser öff- nung bei der maximalen Maschinendrehzahl einen vorbestimmten Höchstwert nicht über schreitet.
Diese Ausbildung der Steuervorrichtung 33 zur Verstellung der Leitschaufeln 14 eines Axialkompressors 10 der Maschine, und zwar zur progressiven Verstellung innerhalb einer Drehzahlzone des höheren Drehzahlbereiches bildet keinen wichtigen Bestandteil der vorlie genden Erfindung, dient. jedoch als Beispiel für eine auf Druck ansprechende Vorrichtung für eine hydraulische Steuereinrichtung ge mäss der Erfindung.
Die in Fig. 2 dargestellte Steuereinrich- tung besitzt ebenfalls Mittel zur Regulierung der Einführung von zusätzlichem Brennstoff in eine Verbrennungseinrichtung während einer begrenzten Drehzahlzone innerhalb des niederen Drehzahlbereiches der Maschine,<B>im</B> N-orliegenden Fall während des Anlassens der Maschine, utin das Anlaufen der Maschine bis zur Leerlaufdrehzahl zu beschleunigen.
Im Rohr 60 auf der Förderseite der Ver- drängerpumpe 64 und stromaufwärts der Öffnung 61 ist, eine zweite Drosselvorrichtung 65 vorgesehen. Diese besitzt einen beweg lichen Ventilkörper 66, der durch eine Feder 67 gegen einen um eine öffnung herum ange ordneten Sitz 68 gedrückt wird.
Diese Dros- selvorriehtung 65 ist derart ausgebildet, dass sie auf die Strömung in dem Rohr 60 eine grössere Drosselwirkung ausübt, als die erste Drosselöffnung 61, und der Ventilkörper 66 ist derart ausgebildet, dass er durch den durch die Öffnung tretenden Brennstoffstrom entgegen der Wirkung der Feder 67 verschieb bar ist, derart, dass der in der Vorrichtung 6 5 auftretende Druckabfall annähernd direkt proportional der Maschinendrehzahl innerhalb einer bestimmten Drehzahlzone des niederen Drehzahlbereiches der Maschine ist. Beim Bewegen des Ventilkörpers 66 im Öffnungs sinn wird die Drosselwirkung in 65 verrin gert.
Eine Umwegleitung 69 umgeht die Dros selvorrichtung 65 und enthält ein Ventil 70, das durch eine Feder 71 im Sinne des Ver schiebens des Ventils gegen einen Sitz 72 be lastet ist. Das Ventil ist derart angeordnet, dass es geöffnet wird, wenn in der zweiten Drosselvorrichtung 65 ein bestimmter Druck abfall auftritt. Dieses Entlastungsventil 70 ist derart ausgebildet, dass, wenn es einmal offen ist, der in der Vorrichtung 65 auftre tende Druckabfall mit zunehmender Strö mung durch die Umwegleitung 69 nicht mehr zunimmt, welche Strömungszunahme eine Folge der Drehzahlzunahme in der Maschine ist, so dass verhindert wird, dass die zweite Druckdifferenz bei hohen Fördermengen der. Pumpe 64 einen bestimmten Wert überschrei tet.
Der in der zweiten Drosselvorrichtung 65 auftretende Druckabfall wird einer auf Druck ansprechenden Vorrichtung 73 zugeführt, welche von der die Membran 45 aufweisenden getrennt ist, welcher der in der ersten Dros selöffnung 61 auftretende Druckabfall zuge führt wird. Die Vorrichtung 73 besitzt im vorliegenden Fall einen Zylinder 74, dessen Enden durch zwei Membranen 75 und 76 ab geschlossen sind, die auf einer gemeinsamen Betätigungsstange 77 angeordnet und derart ün Zylinder angeordnet sind, dass dessen In nenraum in drei Abteile 78, 79 und 80 unter teilt wird. Die beiden Membranen 75 und 76 besitzen gleiche Flächen, und der Raum 79 zwischen den beiden Membranen ist durch eine Öffnung 81 mit der Atmosphäre ver bunden.
Durch Leitungen 82 und 83 sind die Räume 78 bzw. 80 mit den stromaufwärts bzw. stromabwärts liegenden Seiten der zwei ten Drosselvorrichtung 65 verbunden, so dass der in der zweiten Drosselvorrichtung 65 auf tretende Druckabfall auf .die Membranen übertragen wird. Das Membrangebilde 75, 76 ist durch eine Schraubenfeder 84 belastet, die im Endraum 80 angeordnet. ist, in welchem der stromabwärts der Drosselvorriehtung 65 herrschende Druck herrscht.
Ferner ist im Raum 80 eine weitere Feder 85 vorgesehen, die einen beweglichen Anschlag 86 besitzt, der mit einem Ende der Stange 77 verbunden ist, wenn das Membrangebilde, entgegen der Wirkung der ersten Feder 84 sich um einen bestimmten Betrag bewegt hat. Wenn die Stange 77 vom beweglichen Anschlag 86 frei gegeben ist, kommt der letztere mit einem festen Anschlag 87 in Eingriff.
Im Raum 79 zwischen den beiden Mem- br anen 75 und 76 ist eine elektrische Kontakt vorrichtung angeordnet. Sie besitzt ein Paar fester Kontakte 90 und auf der Stange 77 eine mit den Kontakten 90 zusammenwirkende Kontaktbrücke 91.
Die Steuermittel bilden den Kontaktelemente 90, 91 sind derart an geordnet, dass, wenn der dem Membrangebilde zugeführte Druckabfall einen ersten vorbe stimmten Wert erreicht und die erste Feder 84 um einen bestimmten Betrag zusammenge drückt wurde, die Kontaktbrücke 91 die beiden festen Kontakte 90, zwecks Schliessens des die Kontakte enthaltenden elektrischen Stromkreises miteinander verbindet.
Bei einem zweiten und höheren vorbestimmten Wert des Druckabfalles, der zufolge einer Drehzahlzu nahme auftritt, werden die Wirkungen sowohl der ersten als auch der zweiten Feder 84 bzw. 85 überwunden, und die resultierende Bewegung des iVIembrangebildes 75, 76 be wirkt ein Verschieben der Kontaktbrücke 91 in eine Stellung, in welcher die beiden Kon takte 90 nicht mehr überbrückt sind und der Stromkreis somit unterbrochen ist. Der elektrische Stromkreis besitzt ein in Serie mit den Kontakten 90 geschaltetes Sole noid 92, das zum Betätigen eines Ventils 93 bestimmt ist, welches seinerseits die zusätzliche Brennstoffströmung zur Maschine steuert.
Das Solenoid wird erregt, um das Ventil 93 zu öffnen, wenn der Stromkreis geschlossen ist und wird beim Unterbrechen des Strom kreises ebenfalls stromlos, wobei sieh das Ven til 93 unter der Wirkung der Feder 94 schlie ssen kann.
Das solenoidbetätigte Ventil 93 ist in einem Rohr 93a angeordnet, das hydraulisch mit der Hauptbrennstoffdrossel 21 parallel geschaltet ist, um eine Umwegleitung um die letztere zu bilden, wenn das Solenoid 92 er regt, ist. Die Wirkungsweise der beschriebenen Steuereinrichtung ist im übrigen folgende: Während des Anlassens der Maschine ist die Hauptbrennstoffdrossel 21 in der Speiselei tung 20, die zur Verbrennungseinrichtung führt, normalerweise auf Leerlauf-Brennstoff strom eingestellt und demzufolge fast. ge schlossen, wobei es dem durchströmenden Brennstoff einen grossen Widerstand ent gegensetzt.
Während des Anlassens der Ma schine stellt sich in der zweiten Strömungs- drosselvorriehtung 65 ein solcher Druckabfall ein, dass bei einer vorbestimmten Drehzahl, z. B. bei 800 T/Min. die erste Feder 84 um. einen solchen Betrag zusammengedrückt. ist, dass die Kontakte 90 durch die Kontaktbrücke 91 miteinander verbunden sind, so dass das Solenoid 92 erregt und das Ventil 93 in der Umwegleitung 93a geöffnet wird. Demzufolge wird die Drosselung in der Brennstoffspeise leitung 20 verkleinert und die Brennstoffzu fuhr zur Verbrennungseinrichtung der Ma schine somit erhöht. Mit zunehmender Maschi nendrehzahl steigt auch der Druckabfall in der Drosselvorrichtung 65.
Die weitere Be wegung des Membrangebildes 75, 76, 77 wird jedoch durch den Eingriff der Stange 77 mit denn Anschlag 86 der zweiten Feder 86 auf gehalten, bis der Druckabfall einen zweiten vorbestimmten Wert erreicht, wenn die Be lastung der ersten und der zweiten Feder 84 bzw. 85 zusammen überwunden wird. Die Drehzahl, bei welcher dieses eintritt, kann beispielsweise mit 2000 T/Min. festgelegt sein. In diesem Moment bewegt sieh das Membran gebilde wieder und unterbricht den Strom kreis, so dass das Solenoid 92 stromlos wird.
Demzufolge schliesst sich das Brennstoff steuerventil 93, so dass die Brennstoffzufuhr zur Maschine durch die Leerlaufstellung des Hauptdrosselventils 21 begrenzt und die Ma schinendrehzahl auf dem Wert der Leerlauf drehzahl, z. B. bei 2500 T/Min. stationär ge- balten wird. Im folgenden kann dann die Maschine in üblicher Weise durch Öffnen und Schliessen des Hauptdrosselventils 21 ge steuert werden.
Bei weiterem Ansteigen der Maschinen drehzahl bewirkt der in der zweiten Drossel- vorriehtung 65 auftretende Druckabfall ein Öffnen des Umweg-Entlastungsventils 70, so dass der Druckabfall in der zweiten Drossel vorrichtung nicht mehr weiter ansteigen kann und dem Membrangebilde 75, 76, 77 keine übermässige Belastung zugeführt wird. Im höheren Drehzahlbereich, z. B. von 4000 bis R000 T/Min. strömt der von der hydraulischen Reglerpumpe geförderte Brennstoff durch die erste Drosselöffnung 61 und bewirkt eine progressive Verstellung der Kompressor-Leit- schaufeln 14.
Beim beschriebenen Beispiel ist demzufolge eine einzige hydraulische Pumpe, die Pumpe 64 einer hydraulischen, auf Dreh zahl ansprechenden Steuervorrichtung zur Erzielung zweier Steuerwirkungen auf den Betrieb der Maschine in zwei verschiedenen Drelrzahlbereiehen vorgesehen.
Nährend beim beschriebenen Ausfüh rungsbeispiel die Steuerfunktionen verschie- @lener Art sind, kann eine solche Einrichtung auch zur Erzeugung einer einzigen Steuer wirkuno, innerhalb eines grossen Drehzahlbe reiches vorgesehen sein. Eine solche Steuer einrichtung ist in Fig. 3 dargestellt. Sie be sitzt zwei auf Druck ansprechende Vorrich tungen 1.30 und 230, wobei die erste Vorrich tung auf den Druckabfall in einer ersten Drosselöffnung 161 und die zweite Vorrich tung auf den Druckabfall in einer zweiten Drosselvorrichtung 165 ansprechen kann.
Be wegungen der Betätigungskolben 132 und 232, der auf Druck ansprechenden Vorrich tungen 130 bzw. 230 sind den Druckabfällen proportional, welchen die auf Druck anspre chenden Vorrichtungen 145 und 245 unter worfen sind. Die Anordnung ist dabei derart, dass die Betätigungskolben mittels Lenkern 125 bzw. 225 an die Enden eines Hebels 2 7 aasgelenkt sind. Eine Stange 28 ist am Hebel. 2 7 zwischen dessen Enden aasgelenkt und ist. ferner mit dem Radialarm 24 einer verstell baren Leitschaufel verbunden.
Die Querschnittsfläche der Drosselvorrich tung 165 ist kleiner als diejenige der Drossel öffnung 161, und demzufolge ist der Druck abfall in ihr bei einer gegebenen Strömung auch grösser. Das Umwegventil 70 ist derart ausgebildet, dass es beim gewünschten maxi malen Druckabfall in der Drosselvorrichtung 165 geöffnet wird.
Beim Betrieb der Maschine in deren unterem Drehzahlbereich bis zu einer Drehzahl, bei welcher das Umwegventil 70 geöffnet wird, bewegt, sich der Arm 225, der auf Druck ansprechenden Vorrichtung 230 progressiv über seinen ganzen Bewegungsbe reich, entsprechend dem Druckabfall in der Drosselvorrichtung 165, wobei er den Aasstell winkel der verstellbaren Leitschaufeln ver ändert, während der Arm 125, der auf Druck ansprechenden Vorrichtung 130 sich gleich zeitig über einen kleinen Teil seines Bewe gungsbereiches erstreckt, weil, da die Drossel öffnung 161 einen grösseren Querschnitt. be sitzt als die Drosselvorrichtung 165, der Druckabfall an der Membran 145 kleiner ist als an der Membran 245.
Wenn sich das Um- leitventil öffnet, bleibt der Druckabfall kon stant, und demzufolge bleibt der Arm 225 an nähernd in der gleichen Stellung stehen.. Wenn die Maschinendrehzahl und demzufolge die Strömung durch die Drosselöffnung 161 weiter zunimmt, bewegt sieh der Arm 125 der auf Druck ansprechenden Vorrichtung 130 progressiv über seinen ganzen Bewegungs bereich, entsprechend dem jeweiligen Druck abfall in der Drosselöffnung 161. Diese Be wegung wird durch den Hebel 27 auf den Radialarm 24 übertragen, durch welchen die Leitschaufeln verstellt werden.
Die Stange 28 kann an irgendeiner belie bigen Stelle zwischen den Enden des Hebels 27 an diesem angelenkt sein, um so die ge- wünschte Bewegung der Stange 28 als Folge der Bewegungen der Kolben<B>132,</B> 232 zu er halten. Daraus ist ersichtlich, dass die zur Verfügung stehende Steuerkraft, wie sie durch den der Membran 145 zugeführten Druckabfall dargestellt. wird, bedeutend grö sser ist als bei Einrichtungen, die nur eine einzige Membran aufweisen, die auf den Druckabfall in einer einzigen Drosselöffnung anspricht.
Bei eineng andern Ausführungsbeispiel, wie es in Fig. 4 dargestellt ist, dient die Steuereinrichtung zur Verstellung von Leit- schaufeln 14, derart., dass im niederen Dreh zahlbereich die Membran 45 der Vorrichtung 30 dem in der Drosselvorrichtung 65 auftre tenden Druckabfall ausgesetzt ist und dass im höheren Drehzahlbereich die Membran 45 dem in der Drosselöffnung 61 auftretenden Druckabfall ausgesetzt ist.
Um diese Druck abfälle wahlweise der Membran zuzuführen, ist die Leitung 60 mit drei Zweigleitungen 95, 96, 97 versehen. Die Zweigleitung 95 ist stromabwärts der Öffnung 61. an die Leitung 60 angeschlossen lind führt zu einer Öffnung 98a eines Umkehrventils 98. Die Zweigleitung 96 ist zwischen der Öffnung 61 und der Vor richtung 65 an die Leitung 60 angeschlossen und führt zu einer zweiten Öffnung 98b des Ventils 98 und zu einer ersten Öffnung 99a eines zweiten Umkehrventils 99.
Die Zweig leitung 97 ist zwischen der Vorrichtung 65 und der Pumpe 64 an die Leitung 60 ange schlossen und führt zu einer zweiten Öffnung 99b des Umkehrventils 99. Die Auslässe 98c, 99c der Ventile 98 bzw. 99 führen zu Leitun gen 46 bzw. 47, und diese münden ihrerseits in Abteile 43 bzw. 44 auf beiden Seiten der ,Membran 45.
Die Ventile 98, 99 sind mit einander gekoppelt, wie dies bei 100 ange deutet ist, und sind derart ausgebildet, dass die Öffnungen<B>98e,</B> 99c in einer Stelhing der Ventile mit den Öffnungen 98n. bzw. 99a und in einer zweiten Stellung mit den Öffnungen 98b bzw. 99b verbunden sind. Demzufolge ist die Membran 45 in der ersten Ventilstellung dem Druckabfall in der Drosselöffnung 67 und in der zweiten Ventilstellung dem Druck abfall in der Drosselvorrichtung 65 ausgesetzt.
Die Ventile 98, 99 sind durch eine Sole noidvorrichtung 102 betätigbar, die unter der Steuerwirkung einer druckbetätigten auf die Maschinendrehzahl ansprechenden Schalter vorrichtung 101 erregbar ist. Die Schaltervor richtung 101 wird wirksam, wenn der Druck abfall in der Drosselvorrichtung 65 einen vor bestimmten Wert erreicht, z. B. den Wert, welcher um einen bestimmten Betrag unter dem Wert des Druckabfalles liegt, bei wel chem das Umwegventil 70 geöffnet wird, wo bei dieser Wert des Druckabfalles mit der Maschinendrehzahl gekoppelt ist.
Beim beschriebenen Beispiel ändert sich der Druckabfall in der Drosselöffnung 61 mit dem Quadrat der Strömung durch diese Öff nung, und der Druekabfall in der Drosselvor richtung 65 ist direkt proportional zur Strö mung durch diese Vorrichtung. Um eine pro gressive Steuerung der Leitschaufeln wäh rend des ganzen Drehzahlbereiches zu erhal ten, ist die Einrichtung derart ausgebildet, dass die Übertragung der Steuerwirkung von der Öffnung 61 zur Öffnung 65 mittels des Ventils 98 und 99 und der druckbetätigten Schaltervorrichtung 101 dann erfolgt, wenn der Druckabfall in der Drosselvorrichtung 65 annähernd gleich dem Druckabfall in der Öffnung 61 ist, das heisst an der Schnittstelle der linearen und der quadratischen Druck strömungskurven.