Zusatzpatent zum Hauptpatent Nr. <B>277741.</B> Verfahren zum Aufbringen eines Bodenreifens auf einen Behälter und auf den Behälter aufgebrachter Bodenreifen. Die Erfindung nach dem Hauptpatent be trifft ein Verfahren zum Aufbringen eines Bodenreifens auf einen Behälter und einen auf den Behälter aufgebrachten Bodenreifen.
Der auf das Verfahren gerichtete Patent anspruch I des Hauptpatentes lautet folgen dermassen: Verfahren zum Aufbringen eines Boden- reifens auf einen Behälter, dessen kappenför- miger Bodenteil mit dem Mantelteil mittels einem nach aussen vorstehenden Verbindungs teil verbunden ist und wobei der Bodenreifen an der bodenseitigen Stirnseite einen Wulst aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass der Reifen vorerst von der dem Wulst gegenüber liegenden Stirnseite mindestens bis und mit der im angebrachten Zustand über dem Ver bindungsteil liegenden Partie erweitert wird,
worauf der Reifen über den Bodenteil bis in seine Endlage geschoben und dann der erwei terte Teil zur Anlage an den Mantelteil und an den Verbindungsteil gebracht wird, so dass der Bodenreifen mit einer Sicke über den Verbindungsteil greift. Der auf den Bodenreifen gerichtete Pa tentanspruch II gemäss dem Hauptpatent lautet: Nach dem Verfahren gemäss Patentan- sprueh I auf einen Behälter aufgebrachter Bodenreifen.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine weitere Ausbildung der Erfindung nach dem Hauptpatent, Das genannte Verfahren nach dem Patent anspruch I des Hauptpatentes wird durch die vorliegende Erfindung dadurch weiter aus gebildet, dass man einen Bodenreifen verwen det, welcher hinter dem Teil, der bei aufge brachtem Reifen die zum' übergreifen des Verbindungsteils dienende Sicke bildet, eine nach der Innenseite ausladende, zum Anlie gen an der Bodenstirnwand bestimmte Ein buchtung und hinter dieser einen zum Auf sitzen auf der Unterlage bestimmten Endwulst aufweist.
Hierdurch ist es möglich, einen Be hälter mit einem Boden-reifen zu versehen, der eine verhältnismässig grosse Ausladung auf weist, ohne einen unverhältnismässig schwe ren Bodenreifen in Kauf nehmen zu müssen, wie er sieh zum Beispiel ergäbe, wenn man im Sinne des Ausführungsbeispiels nach dem Hauptpatent einen Bodenreifen verwendet<B>*,</B> dessen Ausladung nur unter entsprechender Vergrösserung des Rollwulstdurchmessers ver grössert werden kann, wobei der innere Rand des Rollwulstes an der Stirnwand des Boden teils anliegt.
Bei einer verhältnismässig gro ssen Auskragung des Bodenreifens, wie sie sieh zum Beispiel bei nach aussen gewölbter Stirnwand des Behälterbodens ergibt, würde die Vorsehung eines solchen Rollwulstes, des sen Innenrand an der Bodenstirnwand an liegt, zu einem unverhältnismässig grossen Rollwulstdurchmesser führen, denn die in einem solchen Falle mindestens erforderliche Auskragung des Bodenreifens ist dadurch ge- geben, dass der Rollwulst bei Aufsetzen des Behälters auf den Erdboden eine Anlage der Bodenstirnwand auf dem Erdboden unterbin det.
Die Auskragung des Bodenreifens muss daher um so grösser sein,<B>je</B> stärker die Stirn wand des Bodens nach aussen gewölbt ist. Ver hältnismässig grosse Auswölbungen der Boden-' stirnwand sind jedoch vorteilhaft und erfor derlich, um üi wirtschaftlicher Weise Behäl ter für die Entleerang durch innern Über druck unter Einführen eines gasförmigen Druckmittels in das Behälterinnere geeignet zu machen, ohne unwirtschaftlich schwere Behälterkonstruktionen in Kauf zu nehmen.
Je nach dem bei der Entleerung benötigten innern Überdruck muss eine gewisse Mindest- wölhang der Bodenstirnwand nach aussen vor gesehen sein. Durch das Verfahren gemäss der mrliegenden Erfindung lässt sich nun auch 'bei verhältnismässig starker Wölbung der Bo denstirnwand nach aussen ein unverhältnis mässig schwerer Bodenreifen vermeiden, in dem der gemäss der vorliegenden Erfindung verwendete Bodenreifen getrennt von dem zum Aufsitzen auf den Erdboden bestimmten Endwulst eine zum Anliegen an der Boden stirnwand bestimmte Einbuchtung aufweist,
so dass sowohl diese Einbuchtung als auch der Endm-dst, jede für sieh nach den ihnen sepa rat zukommenden Funktionen bemessen sein können und daher sich eine kleinere oder grö ssere Ausladung des Bodenreifens lediglich in der Breite des etwaigen, zwischen dem End- wulst und der Einbuchtung vorgesehenen Zwischenstückes auswirkt, welches keine be sonderen Anforderungen an eine spezielle Yormgebung stellt.
Dementsprechend ist der nach dem Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung auf einen Behälter aufgebrachte Bodenreifen dadurch. gekennzeichnet, dass das bodenseitige Ende des Bodenreifens durch einen ringsunilaufenden Endwulst gebildet ist, dessen Aussenrand sich in einer ausserhalb der<B>'</B> gewölbten Bodenstirnwand liegenden Ebene befindet und der Bodenreifen zwischen diesem Endwulst und der den Verbindungs- td1- übergreifenden Sicke eine ringsumlau- fende, an der Bodenstirnwand anliegende Ein- buchtung aufweist.
Bei geeigneter Ausbildung kann der Bodenreifen eines solchen Behälters auch bei verhältnismässig grosser Auskragung in seiner Formgebung allen praktischen An forderungen an die erforderliche Festigkeit, gerecht werden, bei verhältnismässig niedri gem Gewicht.
Das Verfahren gemäss der vorliegenden Erfindung ist anschliessend an Hand der bei gefügten Zeichnung, welche eine beispiels weise Ausführungsform des Bodenreifens ge mäss der Erfindung darstellt, beispielsweise erläutert.
Fig. <B>1</B> zeigt einen Aufriss der mit dem Bodenreifen auf den Erdboden aufgesetzten Behälters, teilweise im Schnitt.
Fig. 2 zeigt in grösserem* Massstab im Mit- tellängssehnitt die Bodenreifenpartie hierzu. Der Behälter, z. B. ein Blechfass, weist einen kappenförmigen Bodenteil<B>10</B> mit nach aussen gewölbter Stirnwand auf, der bündig an den zylindrischen Mantelteil<B>11</B> stösst und mit diesem durch eine ringförmige Naht ver schweisst ist, deren Schweissraupe 12 den auf der Aussenseite vorstehenden Verbindungsteil bildet. Es wird nun der Bodenreifen<B>13</B> über den Bodenteil<B>10</B> aufgeschoben, z.
B. durch Warmaufziehen, der in angebrachtem Zu stande mittels einer Sicke 14 über den durch die Schweissraupe 12 gegebenen Verbindungs teil greift, beiderseits dieser Sicke jedoch spielfrei am Mantelteil<B>11</B> bzw. am Mantelteil des Bodenteils<B>10</B> anliegt.
Der Bodenreifen<B>13</B> weist nun hinter der Sieke 14 eine zum An liegen an die Bodenstirnwand bestimmte Ein- buclitung <B>15</B> und hinter letzterer einen zum Aufsitzen auf den Erdboden bestimmten End- wulst <B>16</B> auf, der als Rollwulst ausgebildet ist und durch ein zylindrisehes Mantelstück <B>1.7</B> von der Einbuchtung<B>15</B> getrennt ist.
Die Einbuchtung<B>15</B> ist derart bemessen, dass sie einerseits eine ausreichende Anlage und einen, guten Halt gegenüber dem Bodenteil<B>10</B> und anderseits eine gewisse Steifigkeit gegen De formation durch äussere Kräfte aufweist, denen der verhältnismässig weit auskragende freie Teil des Bodenreifens unterliegt. Densel- ben Rüeksichten bezüglich genügender Festig keit und Versteifung unterliegt die Form gebung des Rollwulstes<B>16,</B> der unmittelbar mit dem Erdboden in Berührung kommt.
Da gegen richtet sich die Bemessung der Breite des Mantelteils<B>17</B> nach der erforderliehen Gesamtauskragung, die so bemessen ist, dass der Aussenrand des Rollwulstes<B>16</B> sich in einer ausserhalb der gewölbten Bodenstirn wand liegenden Ebene befindet, die im vor liegenden Falle durch den in Fig. <B>1</B> veran schaulichten Erdboden<B>18</B> gegeben ist und der gegenüber die am weitesten ausgewölbte Stelle <B>19</B> der Bodenstirnwand noch einen gewissen Abstand aufweist.