CH298885A - Verfahren zur Herstellung eines schwefelhaltigen Küpenfarbstoffes. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines schwefelhaltigen Küpenfarbstoffes.

Info

Publication number
CH298885A
CH298885A CH298885DA CH298885A CH 298885 A CH298885 A CH 298885A CH 298885D A CH298885D A CH 298885DA CH 298885 A CH298885 A CH 298885A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sulfur
dyes
production
red
aluminum chloride
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Mainkur Cassella Farbwerke
Original Assignee
Cassella Farbwerke Mainkur Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Cassella Farbwerke Mainkur Ag filed Critical Cassella Farbwerke Mainkur Ag
Publication of CH298885A publication Critical patent/CH298885A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B49/00Sulfur dyes
    • C09B49/12Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds
    • C09B49/124Sulfur dyes from other compounds, e.g. other heterocyclic compounds from polycarbocyclic compounds
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B3/00Dyes with an anthracene nucleus condensed with one or more carbocyclic rings

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung     eines        schwefelhaltigen        Küpenfarbstoffes.       Es ist bekannt, dass die gemäss der deut  schen Patentschrift     Nr.470501    mittels alka  lischer Kondensationsmittel aus Umsetzungs  produkten von     Anthronen    mit     Glyoxal    erhält  lichen roten bis violetten     Küpenfarbstoffe,

       denen man die Struktur von      Dianthronäthy-          lenen     zuschreibt  
EMI0001.0010     
    in einer Schmelze von     Ahiminilinchlorid        und          Alkalichlorid    (vergleiche deutsche Patent  schrift     Nr.550712)    in Farbstoffe übergehen,  die als      Acedianthrone     bezeichnet werden.  Diese Farbstoffe färben aus gelbbrauner     Küpe     rotbraune Töne. Ihre Lösungsfarbe in konzen  trierter Schwefelsäure ist gewöhnlich violett  blau bis     reinblau.     



  Es wurde nun gefunden, dass man neue       Küpenfarbstoffe    erhält, wenn man die oben  genannten roten bis violetten     Küpenfarbstoffe     in Gegenwart von     Aluminiumchlorid    oder  Chloriden anderer dreiwertiger Metalle mit    Schwefel,     dessen    Halogeniden     undloder    Halo  geniden der schwefligen Säure behandelt. Als  Ausgangsmaterialien kommen ausser dem       Dianthronäthylen    selbst dessen     Substitutions-          Produkte,    wie Halogen-,     Methyl-    oder     Phenyl-          derivate,    in Betracht.  



  Je nach der angewandten Reaktionstempe  ratur und der Wahl der oben genannten,       Agentien    erhält man Farbstoffe mit gelb  braunen,     gelboliven        bis        zu    reinen     gelbstichig     grünen Nuancen, die alle gebundenen Schwe  fel enthalten. Als weitere Merkmale dieser  neuen     Farbstoffklasse    sind die rot- bis braun  violette Farbe der     Küpen    sowie die rubinrote  bis rotviolette Lösungsfarbe in konzentrierter  Schwefelsäure zu nennen. Die Konstitution  dieser Farbstoffe ist noch nicht bekannt.

   Ihre  Bildung erfolgt schon bei sehr niedrigen Tem  peraturen; so wird z.     B.    aus dem     Dianthron-          äthylen    durch Behandlung mit einer Lösung  von Aluminiumchlorid und etwas Chlorschwe  fel in     Thionylchlorid    schon bei 0  ein Farb  stoff von grüner Nuance erhalten.  



  Da die angewandten     Agentien,    wie Chlor  schwefel und     Thionylchlorid,    in vielen Fällen  eine chlorierende Wirkung     ausüben,    die unter  Umständen durch die katalytische Wirkung  von anwesendem Eisenchlorid noch verstärkt  wird, entstehen bei erhöhten Temperaturen  mehr oder minder chlorhaltige Vertreter der  neuen     Farbstoffklasse,    deren Nuancen mit  steigendem Chlorgehalt nach Gelboliv verscho  ben sind. Die dabei anfallenden Gemische      können durch an sich bekannte Methoden,  z. B. durch fraktionierte Kristallisation aus  hochsiedenden Lösungsmitteln oder aus kon  zentrierter Schwefelsäure, in ihre Komponen  ten zerlegt werden.

   Die so erhältlichen, reinen  Produkte sind     Küpenfarbstoffe    von hervor  ragender Lichtechtheit und ausgezeichneten  sonstigen Echtheitseigenschaften, doch stellen  auch die rohen Gemische     bereits        färberisch     sehr wertvolle Produkte dar, deren Nuance  und     Echtheiten    in manchen Fällen durch  Nachbehandlung z. B. mit Chlorlauge noch  verbessert werden können.  



  Die neuen Farbstoffe sind auch sehr gut  für den Zeugdruck geeignet und haben keine  schädigende Wirkung auf die Baumwollfaser  bei der Belichtung.  



  Die Herstellung der Farbstoffe kann in  der verschiedensten Weise erfolgen: Beim Ar  beiten unter niedrigen Temperaturen ist es  zweckmässig, das Aluminiumchlorid in     Thionyl-          chlorid    oder Chlorschwefel     aufzulösen.    Es hat  sich in vielen Fällen als günstig erwiesen,  dem     Thionylchlorid    kleine Mengen Chlor  schwefel zuzusetzen, weil dadurch die Reak  tion beschleunigt und Nebenreaktionen unter  drückt werden, so dass Farbstoffe von reine  rer Nuance erhalten -werden.  



  Beim Arbeiten unter erhöhten Tempera  turen, wobei,     wie    oben dargelegt,     .gewöhnlich     Chlorderivate der neuen Farbstoffe entstehen,  kann man geschmolzenes Aluminiumchlorid       verwenden,    dessen Schmelztemperatur ausser  durch die benötigten     Halogenide        des    Schwe  fels oder der schwefligen Säure auch durch  die sonst üblichen Mittel zur Temperatur  erniedrigung einer     Aluminiumchloridschmelze     herabgesetzt ist, z.     B.    durch Zusatz von Alkali  chloriden,     Alkalibisulfiten    oder gasförmiger,  schwefliger Säure.

   Man kann auch, insbeson  dere beim Arbeiten unter erhöhten Tempera  turen, an Stelle der     Halogenide    des Schwe  fels oder der schwefligen Säure elementaren  Schwefel verwenden, oder solche Schwefelver  bindungen zusetzen, die unter den Bedingun  gen der     Aluminiumchloridschmelze    Schwefel       abspalten,    z. B. Schwefelnatrium. Diese Aus  führungsform bietet ferner die     Möglichkeit,       solche Schwefelverbindungen zu verwenden,  die gleichzeitig eine     schmelzpunkterniedrigende    ;  Wirkung auf die     Aluminiumchloridschmelze     ausüben, wie z. B.     Natriumhydrosulfit,    das  gleichzeitig Schwefel und schweflige Säure ab  spaltet.  



  Durch die Auswahl verschiedener Reak  tionsbedingungen     wird    nicht nur der Halogen  gehalt, sondern auch der Schwefelgehalt der  erhaltenen Reaktionsprodukte modifiziert. An  Stelle der Chloride des Schwefels oder der  schwefligen Säure können auch andere Halo  genderivate verwendet werden, z. B.     Thionyl-          bromid.    Ebenso kann das Aluminiumchlorid  durch     Aluminiumbromid    ersetzt werden.

   Die  Reaktion kann auch so geleitet werden, dass zu  nächst nur mit einer geringeren Menge von  Schwefel oder der     Halogenide    des Schwefels       undloder    der schwefligen Säure gearbeitet wird  und nach Bildung eines primären Kondensa  tionsproduktes durch Zugabe weiterer     Agentien     der oben genannten Ar t und nötigenfalls Tempe  raturerhöhung das Zwischenprodukt weiter       halogeniert    oder geschwefelt wird. Dabei mö  gen auch     katalytische    Einflüsse eine Rolle  spielen, wenn z. B. ein Teil des Aluminium  chlorids durch Eisenchlorid ersetzt wird. Es  ist auch möglich, in Gegenwart eines orga  nischen Lösungsmittels zu arbeiten, z. B. in       Tetrachlorkohlenstoff.     



  Vorliegendes Patent bezieht sich nun auf  ein Verfahren zur Herstellung eines schwefel  haltigen     Küpenfarbstoffes,    dadurch gekenn  zeichnet, dass man     Dianthronäthylen    mit Alu  miniumchlorid,     Thionylchlorid    und Chlor  schwefel bei Temperaturen von 20-25  be  handelt.  



  Der so erhaltene Farbstoff färbt pflanz  liche Faser aus rotvioletter     Küpe    in oliven  Tönen von vorzüglicher Echtheit.    <I>Beispiel:</I>  In eine Mischung von 100 Teilen Alumi  niumchlorid wasserfrei, 100 Teilen     Thionyl-          ehlorid    und 1 Teil Chlorschwefel werden  unter Kühlung bei etwa 20-25  10 Teile des  aus     Anthron    gemäss     deutscher    Patentschrift.  Nr. 470501 erhältlichen     Dianthronäthylens    ein-      getragen und sodann gerührt, bis eine auf  Wasser gegossene Probe eine olivgrüne Fäl  lung ergibt, wozu etwa     4-5    Stunden erfor  derlich sind.  



  Nach dem Aufgiessen auf Eis erhält man  einen oliv färbenden     güpenfarbstoff,    der  Schwefel enthält. Die Lösungsfarbe in konzen  trierter Schwefelsäure ist rotviolett, die     güpe     ebenfalls rotviolett. Das Produkt enthält  Schwefel.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung eines schwefel haltigen güpenfarbstoffes, dadurch gekenn zeichnet, dass man Dianthronäthylen mit Alu miniumchlorid, Thionylchlorid und Chlor schwefel bei Temperaturen von 20-25 be handelt. Der so erhaltene Farbstoff färbt pflanz liche Faser aus rotvioletter güpe in oliven Tönen von vorzüglicher Echtheit.
CH298885D 1950-10-04 1951-10-02 Verfahren zur Herstellung eines schwefelhaltigen Küpenfarbstoffes. CH298885A (de)

Applications Claiming Priority (2)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE298885X 1950-10-04
CH298885T 1951-10-02

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH298885A true CH298885A (de) 1954-05-31

Family

ID=25734042

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH298885D CH298885A (de) 1950-10-04 1951-10-02 Verfahren zur Herstellung eines schwefelhaltigen Küpenfarbstoffes.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH298885A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH298885A (de) Verfahren zur Herstellung eines schwefelhaltigen Küpenfarbstoffes.
DE210828C (de)
DE889495C (de) Verfahren zur Herstellung saurer Walkfarbstoffe der Anthrachinonreihe
DE622173C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
AT59034B (de) Verfahren zur Darstellung gelber Küpenfabrstoffe.
DE611379C (de) Verfahren zur Darstellung von wasserecht faerbenden Polychlorisodibenzanthronen
DE821252C (de) Verfahren zur Herstellung von Kuepenfarbstoffen
DE950948C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Kuepenfarbstoffen
DE224809C (de)
DE566472C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Dibenzanthronreihe
US2645634A (en) Sulfurized compounds of the dianthrone ethylene series and process for making the same
DE158287C (de)
DE613896C (de) Verfahren zur Herstellung von Selenverbindungen der Benzanthronreihe
DE656944C (de) Verfahren zur Herstellung von N-Dihydro-1, 2, 2&#39;, 1&#39;-anthrachinonazin und seinen Abkoemmlingen
DE829925C (de) Verfahren zur Herstellung von schwefelhaltigen Kondensationsprodukten
AT110530B (de) Verfahren zur Beeinflussung von Aluminiumchloridbackschmelzen.
AT61810B (de) Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten der Anthrachinonreihe.
DE628229C (de) Verfahren zur Herstellung von chlorhaltigen Kuepenfarbstoffen
DE641399C (de) Verfahren zur Herstellung von Bromderivaten von bromierbaren Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonreihe
DE486517C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen
AT55728B (de) Verfahren zur Darstellung von schwefelhaltigen Küpenfarbstoffen der Anthrazenreihe.
DE440890C (de) Verfahren zur Darstellung von Kondensationsprodukten der Anthrachinonreihe
CH347923A (de) Verfahren zur Herstellung von Küpenfarbstoffen
DE534933C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen
DE555182C (de) Verfahren zur Darstellung von Kuepenfarbstoffen der Anthrachinonreihe