CH299168A - Steuereinrichtung in einer Kraftanlage mit wenigstens zwei aufgeladenen Brennkraftmaschinen. - Google Patents

Steuereinrichtung in einer Kraftanlage mit wenigstens zwei aufgeladenen Brennkraftmaschinen.

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Description


  Steuereinrichtung in einer Kraftanlage mit wenigstens zwei aufgeladenen Brennkraftmaschinen.    Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf       eine    Steuereinrichtung in einer Kraftanlage  mit wenigstens zwei aufgeladenen     Brennkraft-          masehinen    mit Kompressionszündung, wovon  jede ein Sonnenrad eines Differentialgetriebes  antreibt, und zwar über eine Flüssigkeitskupp  lung mit variabler Füllung, wobei für jedes  Sonnenrad eine Vorrichtung vorgesehen ist,  um ein Rotieren der Sonnenräder nur in einer  Drehrichtung zu gestatten,

   ferner pro     Brenn-          kraftmaschine    eine Vorrichtung zur Steue  rung der Brennstoffeinspritzung in die Ma  schine und ein Beschränkungsorgan zum Un  wirksammachen der betreffenden Brennstoff  steuervorrichtung bei entleerter Flüssigkeits  kupplung.  



  Eine solche Kraftanlage ist in der Anwen  dung in eher Lokomotive beispielsweise in  der schweizerischen Patentschrift Nr. 299166  näher beschrieben. Bei der beschriebenen An  lage wird die Leistung vom Planetenträger des  genannten Differentialgetriebes abgenommen.  



  Beim Betrieb dieser Kraftanlage wird zum  Anfahren der Lokomotive aus dem Stillstand  die Flüssigkeitskupplung der einen Brenn  kraftmaschine gefüllt, und gleichzeitig wird  die in diese Maschine einzuspritzende Brenn  stoffmenge erhöht,     tun    den Betrieb der Ma  schine unter Belastung zu ermöglichen. Fährt  die Lokomotive mit geringer Geschwindigkeit,  so wird eine andere Flüssigkeitskupplung ge  füllt und die Brennstoffeinspritzung in die  entsprechende Maschine erhöht. Dies erhöht    die Geschwindigkeit der Lokomotive, und der  Vorgang     wird    für die übrigen     Brennkraft-          maschinen    in gleicher Weise wiederholt, wenn  mehr als zwei solche vorhanden sind.  



  Die Geschwindigkeit der Lokomotive kann  durch Regulierung der Brennstoffeinsprit  zung reguliert werden, und zwar bei allen Ma-,  schinen, welche ein Drehmoment abgeben.  



  Die erfindungsgemässe Steuereinrichtung  besitzt jeweils ein von Hand betätigbares  Schaltglied für jede Brennkraftmaschine, wel  ches Schaltglied in eine Stellung gebracht wer  den kann, bei der die Flüssigkeitskupplung       gefüllt    und gleichzeitig das Beschränkungs  organ ausgeschaltet wird, und in eine zweite  Stellung, bei der die     Flüssigkeitskupplung    ent  leert und gleichzeitig das Beschränkungsorgan  eingeschaltet     \wird,    und. ferner einen von Hand  betätigbaren Lastwähler zum gleichzeitigen  Einstellen aller Brennstoffsteuervorrichtun  gen in die gleiche Lage.  



  Zufolge dieser Ausbildung kann durch  Handbetätigung des Lastwählers die Brenn  stoffzufuhr zu allen unter Belastung arbeiten  den     Brennkraftmaschinen    reguliert werden,  während die Belastung bzw. Entlastung der       einzelnen        Brennkraftmaschinen    durch die  Steuerung der zugeordneten Flüssigkeitskupp  lungen erfolgt. Zwischen dem Lastwähler und  den einzelnen Schaltgliedern können z.     B.     mechanische Sperrorgane vorgesehen sein, um  zu verhindern, dass die Schaltglieder auf Be  lastung gestellt werden     können,    bevor der      Lastwähler in eine Stellung gebracht ist, bei  welcher die Kraftanlage     unter    Last arbeiten  kann.  



  An Hand der beiliegenden Zeichnung soll  der     Erfindungsgegenstand    beispielsweise näher  erläutert werden. Es zeigt:  Fig. 1 schematisch den Grundriss einer  Kraftanlage mit der Steuereinrichtung in An  wendung bei einer Lokomotive,  Fig. 2 schematisch und in perspektivischer  Ansicht Teile der Handsteuerorgane der  Steuereinrichtung gemäss Fig. 1,  Fig. 3 -schematisch einen Teil der einer  Brennkraftmaschine der Anlage zugehörigen  Steuerorgane,  Fig. 4 den Aufriss eines Schaltgliedes,  Fig. 5 den Axialschnitt zu Fig. 4;  Fig. 6 eine Variante zu Fig. 3.  



  Die in einer Lokomotive angeordnete Kraft  anlage nach Fig. 1 besitzt vier     Brennkraft-          maschinen    1a, 1b, 1c und 1d mit Kompres  sionszündung. Diese Maschinen dienen dem  Antrieb der nicht gezeichneten Sonnenräder  von zwei Differentialgetrieben, wie sie im  Detail in der schweizerischen Patentschrift  Nr. 299167 beschrieben sind, und zwar über  entsprechende Flüssigkeitskupplungen 2a, 2b,  2c     und        2c1    mit variabler Füllung. Die nicht  näher dargestellten Differentialgetriebe und  auch die Getriebe zur     Übertragung    ihrer Ab  gangsleistung auf die     Lokomotivräder-    sind  in einem Getriebekasten 3 angeordnet.

   In  diesem Getriebekasten befindet sich noch ein  drittes Differentialgetriebe, dessen Sonnen  räder mittels der Planetenträger der beiden  andern Differentialgetriebe antreibbar sind,       und    ferner ein Umkehrgetriebe, das mittels  des Planetenträgers des dritten Differential  getriebes zwecks Übertragung des Antriebes  auf die Lokomotivräder antreibbar ist. Die der  Verbindung     zwischen    den einzelnen Maschinen  und den entsprechenden Flüssigkeitskupplun  gen dienenden Wellen sind alle mit 4 bezeich  net, und die Wellen zwischen den Flüssigkeits  kupplungen und dem Getriebekasten mit 5.  



  Auf dem Getriebekasten 3 sind zwei Hilfs  maschinen 6x und     6y    mit Kompressionszün  dung vorgesehen. Diese Hilfsmaschinen dienen    dem Antrieb von zwei Gebläsen<I>7x</I> bzw.     7y,     deren Auslässe durch. ein gemeinsames Lei  tungssystem 8 mit den Einlassleitungen der  einzelnen Brennkraftmaschinen verbunden  sind.  



  Jedes der durch die Wellen 5     antreib-          baren    Sonnenräder ist mit einer Einweg-Vor  richtung 9a, 9b, 9c und 9d verbunden, so dass  die Sonnenräder sich nur in einer Richtung  drehen können.  



  Die Kraftanlage ist mittels einer Anzahl  auf Vakuum ansprechender Steuerelemente  steuerbar, die durch die in Fig. 2 gezeigten  Handhebel betätigbar sind.  



  Selbstverständlich könnten auch andere  pneumatisch oder hydraulisch betätigbare  Steuerelemente vorgesehen sein.  



  Die einzelnen Steuerelemente sind die fol  genden:  1. Brennstoffsteuervorrichtungen 10a, 10b,  1Oc und 10d, die der Regulierung der Brenn  stoffzufuhr zu den einzelnen     Brennkraft-          maschinen    dienen. Eine solche Vorrichtung  besteht z. B. aus einem Fliehkraftregler, der  über ein Hebel- und Nockensystem ein     Brenn-          stoffeinspritz-Kontrollorgan    derart beein  flusst, dass bei wachsender Drehzahl das Dreh  moment der Brennkraftmaschine abnimmt,  und weist ausserdem ein Handsteuerelement  auf, mit dem ebenfalls das Brennstoffein  spritz-Kontrollorgan beeinflusst werden kann.  Im Detail ist diese Vorrichtung in der Schweiz.  Patentschrift Nr. 289165 beschrieben. Diese  Vorrichtungen sind durch Gestänge 120a,  120b, 120c bzw. 120d einstellbar.

   Jeder Brenn  stoffsteuervorrichtung ist ein     vakuumbetätig-          bares    Brennstoffzufuhr-Beschränkungsorgan       11a,        11b,    11c bzw. 11d zugeordnet, welches die  Brennstoffsteuervorrichtung unwirksam macht,  wenn die     Flüssigkeitskupplung    entleert ist.  



  2.     Kupplungssteuerorgane        12a,    12b, 12c  bzw. 12d zum Füllen und Entleeren der  Flüssigkeitskupplungen 2a, 2b, 2e bzw.     2c1.     Diese Organe sind derart ausgebildet, dass die  Erzeugung eines Vakuums in den Organen  das Füllen der Kupplungen bewirkt.  



  3. Ein     Umkehrgetriebe-Schaltorgan    13,  welches das Umkehrgetriebe auf Vorwärts-      oder Rückwärtsgang schaltet, je nach dem, ob  das Vakuum auf der Seite<I>f</I> oder<I>r</I> des Organs  13 erzeugt wird. Dieses Organ besitzt in einem  Gehäuse eine Membran, welche in an sich be  kannter Weise unter dem Einfluss des Va  kuums nach der einen (f) oder der andern  (r) Seite ausbiegt und dadurch das Umkehr  getriebe ein- oder ausschaltet.  



  4. Regler 14x und 14y zur Regulierung  der Brennstoffzuführung zu den entsprechen  den Hilfsmaschinen. Diese Regler sind als  Fliehkraftregler ausgebildet, bei welchen der  Geschwindigkeitsbereich durch Steuerfedern  begrenzt ist, deren Spannung durch den durch  die Kompressoren erzeugten Ladedruck beein  flusst wird, derart, dass, wenn dieser Lade  druck einen vorbestimmten Wert überschrei  tet, die Spannung dieser Steuerfedern und  damit die Geschwindigkeit der Hilfsmaschinen  herabgesetzt wird.  



  Jeder. dieser Regler besitzt ein durch Va  kuum. ausschaltbares Brennstoffzufuhr-Be  schränkungsorgan 15x bzw. 15y.  



  5. Vakuumgesteuerte Gebläsesteuerventile  16x und 16y, die bei fehlendem Vakuum offen  stehen, so dass die Aufladeluft für die Brenn  kraftmaschinen einen vorbestimmten, nahe  dem Atmosphärendruck liegenden Druck auf  weist. Diese Ventile sind normalerweise ge  schlossen, solange auf der einen Seite eines  Kolbens ein     Vakuum    vorhanden ist, und wer  den durch die     Bewegung    dieses Kolbens ge  öffnet, sobald das Vakuum aufgehoben wird.  



  6. Ein Auslöseorgan 17a, das dazu dient,  die Einwegvorrichtung 9a unwirksam zu  machen, wenn das Vakuum aufgehoben ist:  Dieses Auslöseorgan hat die Funktion eines  Anschlages für die Einwegvorrichtung. Dieser  Anschlag ist durch eine vakuumbetätigte  Scheibenkupplung mit einem festen Element  der Kraftanlage verbunden, so dass bei auf  gehobenem Vakuum die Kupplung gelöst wird  und der Anschlag sich     bewegen    kann, wobei  er die     Einwegvorrichtung    unwirksam macht.  Es könnte auch noch mindestens eine weitere  Einwegvorrichtung mit einem solchen Auslöse  organ versehen sein. Im Detail ist dieses Aus-    löseorgan in der schweizerischen Patentschrift  Nr. 299167 beschrieben.  



  Die vakuumbetätigten Steuerelemente ste  hen über absperrbare Leitungen mit einem  Gefäss 18 in Verbindung, in dem durch eine  nicht dargestellte Vorrichtung, die durch die  Leitung 19 über ein Rückschlagventil 50  (Fig. 2) mit dem Gefäss 18 verbinden ist, ein  Vakuum aufrechterhalten wird.  



  Die Ventile in den Leitungen, die zu den  Steuerelementen     führen,    sind mittels der in  Fig. 2 dargestellten Hebel von Hand einstell  bar, wobei jeder Hebel ein Ventil betätigt.  An jedem Ende der Lokomotive ist ein Satz  solcher Hebel angeordnet. Diese Hebelsätze  sind in Fig. 1 mit 20f und 20r_ bezeichnet.  Jeder Satz weist gemäss Fig. 2 einen     Lastwähl-          hebel    21 auf, der allen Brennkraftmaschinen  gemeinsam ist, ferner vier Schalthebel     22a,     22b, 22c und 22d für die Flüssigkeitskupplun  gen und die Brennstoffzufuhr-Beschränkungs  organe, die jeweils einer Brennkraftmaschine  zugehören, sowie einen Hebel 23 eines Steuer  ventils für das Umkehrgetriebe-Schaltorgan 13.  



  Jeder Kupplungsschalthebel gehört zu  einem Ventil     24a,    24b, 24c bzw. 24d. Ein  Ventil 24 mit zugehörigem Hebel 22 ist in  Fig. 4 und 5 dargestellt. Die Indexbuchstaben  <I>(c,</I>     b,   <I>c,</I>     cd,    x, y, f und<I>r zu</I> den Bezugszahlen  bezwecken die Zugehörigkeit der betreffenden  Teile zu einer der Brennkraftmaschinen a-d  oder der Hilfsmaschinen x und y oder zum       vordern    oder     rückwärtigen    Ende<I>f</I> bzw.<I>r</I> der  Lokomotive oder zu deren Vorwärts- oder       Rflckwärtsfahrrichtung    anzugeben. Wo ein  Teil dargestellt ist; der mehrfach vorkommt,  ist dieser Teil nur mit seiner Bezugszahl ver  sehen ohne den zusätzlichen Indexbuchstaben.

         :Ebenso    kann eine Gruppe solcher Teile in der  Beschreibung nur mit dem Bezugszeichen er  wähnt sein, ohne dass die verschiedenen Index  buchstaben beigefügt sind.  



  Gemäss     Fig.    4 und 5 besitzt das Ventil 24  ein Gehäuse 25, durch das eine Welle 27 führt,  die drehbar in einer Endplatte 26 gelagert ist.  Die Welle 27 besitzt am einen Ende ein Loch  28 mit. quadratischem Querschnitt und am  andern Ende einen     Vierkantkopf    29, der in das      Vierkantloch der Welle des anliegenden Ven  tils passt. Der Vierkantkopf 29 des Ventils 24d  (Fig. 2), das unmittelbar neben dem     Lastwähl-          hebel    21 angeordnet ist, passt in ein Vierkant  loch, das in einer Welle 30 vorgesehen ist, auf  welcher der Lastwählhebel 21 sitzt. Auf der  Welle 27 ist     eine    Ventilscheibe 31 drehbar, die  mit dem     Kupplungsschalthebel    22 aus einem  Stück besteht.

   Die Scheibe 31 ist mittels  einer Feder 32 gegen eine Sitzfläche des Ge  häuses 25 gedrückt, so dass zwischen den Teilen  31 und 25 eine gasdichte Verbindung herge  stellt ist. Die Sitzfläche besitzt drei Öffnun  gen 33, 34 bzw. 35. Die Öffnung 33 steht  mit der Atmosphäre in Verbindung; die Öff  nung 34 mündet in eine Leitung 36,     und    die  Öffnung 35 in eine Leitung 37. Die Ventil  scheibe 31 besitzt eine gebogene Nut 38. Be  findet sich der Hebel 22 (Fig. 4) in der Stel  lung I ( aus ), so verbindet die Nut 38 die  Öffnung 34 mit der Atmosphäre, und zwar  über die Öffnung 33. Befindet sich der Hebel  22 in der Stellung II ( ein ), so verbindet  die Nut 38 die     Öffnung    34 mit der Öffnung  35. Die Welle 27 besitzt eine Nase 39, die  mit der Nabe 40 der Ventilscheibe 31 zusam  menwirkt.

   Der Hebel 22 ragt durch eine     Aus-          nehmung    des Gehäuses 25. Die Ausnehmung  ermöglicht die     Einstellung    des Hebels 22 in  die mit I und II bezeichneten Extremlagen.  Der Lastwählhebel 21 (Fig. 2) ragt durch  einen abgesetzten Schlitz 42 eines Gehäuses  41. Die Absetzung des Schlitzes dient als Rast  für den Lastwählhebel 21, wenn sich dieser  in der Leerlaufstellung L befindet. Die Win  kellage der Welle 27 ist durch diejenige des  Lastwählhebels 21 festgelegt. Die in Fig. 4  dargestellte Lage entspricht der Leerlaufstel  lung L des Lastwählhebels. Daraus geht her  vor, dass der Hebel 22 erst     geschwenkt    wer  den kann, wenn der Lastwählhebel 21 aus  der Leerlaufstellung gebracht ist.

   Die Aus  bildung ist so getroffen, dass eine     Verschwen-          kung    des Lastwählhebels in die Stellung S       ( Langsam )    genügt, um den Hebel 22 in die  Stellung II verschwenken zu können (Fig. 2).  



  Der Hebel 23 gehört zu einem     Steuerventil     43 für das Umkehrgetriebe-Schaltorgan 13.    Dieses Ventil ist ähnlich ausgebildet wie das  Ventil. 24, ausgenommen in bezug auf die  mechanische Sperrvorrichtung gegenüber dem  Lastwählhebel 21. Die Sperrvorrichtung be  sitzt eine Sperrklinke 44, die drehbar auf  einem feststehenden Zapfen angeordnet  (Fig. 2) und durch eine Rolle 45 betätigbar  ist. Die Rolle 45 ist mittels einer nicht ge  zeichneten Feder gegen eine Nockenscheibe 46  gedrückt, die auf dem aus dem Ventil     24a     herausragenden Ende der Welle     27a    sitzt. Die  Nockenscheibe 46 besitzt eine Aussparung, in  welche die Rolle zu liegen kommt, wenn sich  der Lastwählhebel in der Leerlaufstellung L  befindet.

   An der Welle 150, auf welcher der  Hebel 23 sitzt, ist eine mit zwei Schlitzen ver  sehene Platte 47 befestigt, wobei in Fig. 2 nur  der eine Schlitz 90 sichtbar ist.. Wenn sich  die Rolle 45 in der     Aussparung    der Nocken  scheibe 46 befindet, ist die Sperrklinke 44  ausser Eingriff mit der Platte 47, und der  Hebel 23 kann frei bewegt werden. Wenn der  Hebel 23 in die eine seiner beiden Endlagen V  ( vorwärts ) und R ( rückwärts ) ge  schwenkt ist, kann der Lastwählhebel aus der  Leerlaufstellung L verschwenkt werden, wo  durch die Rolle 45 angehoben wird und die  Sperrklinke 44 in einen der Schlitze 90 ein  greift und den Hebel 23 blockiert. Dieser  Hebel 23 kann nun nicht verschwenkt werden,  bis der Lastwählhebel 21 in die     Leerlaufstel-          lung    L zurückgebracht ist.

   Anderseits kann  der     Lastwählhebel    nur aus der     Leerlaufstel-          lung        verschwenkt    werden, wenn die Sperr  klinke 44 einem der Schlitze 90 gegenüber  steht. Der Hebel 23 trägt eine Ventilscheibe,  die eine der Nute 38 in der     Scheibe    31 ähn  liche Nute aufweist. Das Gehäuse besitzt drei  Öffnungen, die in Leitungen     48f    bzw. 49 bzw.  48r münden.  



  Jede der Leitungen     37a,    37b, 37c und<B>37d</B>  und die Leitung 49 sind mit einer Leitung 51  verbunden, die mit dem Gefäss 18 in Verbin  dung steht. Jede der Leitungen     36a,        36b,     36c., 36d, 48f, 48r und 51 verläuft durch die  Lokomotive zu dem gegenüberliegenden Ven  tilsatz, dessen Ventile den Ventilen 24 und 43  entsprechen. In jeder dieser Leitungen ist      ausserdem ein Abstellventil vorgesehen, und  zwar an jedem Lokomotivende anschliessend  an die entsprechenden Ventilsätze. Die beiden  Gruppen von Abstellventilen sind in Fig. 1  mit 52f und 52r bezeichnet, wobei jede Gruppe  mittels eines Handhebels 53 (Fig. 2)     betätig-          bar    ist.  



       Abzweigungen    von den Leitungen     36a,        36b,     36e, 36d, 48f und     487     führen zu einzelnen der  oben genannten, vakuumbetätigbaren Steuer  elemente. Die Leitungen 36a, 36b,<B>36e</B> und 36d  sind einerseits mit den entsprechenden,     va-          kuumbetätigbaren        Beschränkungsorganen    11a,  11.b, 11c bzw. 11d zum Unwirksammachen der  Brennstoffsteuervorrichtungen verbunden, und  anderseits mit den Kupplungssteuerorganen       12c,        12b,    12e bzw. 12d der entsprechenden  Flüssigkeitskupplungen.

   Die Leitungen 48f  und 48r sind mit den Seiten<I>f</I> bzw.<I>r</I> des Um  kehrgetriebe-Schaltorgans 13 verbunden.  



  Zusätzlich zu den beschriebenen Ventilen  ist ein weiteres Ventil 152 vorgesehen, das  dein Ventil 24 gleicht. Die zwei sichtbaren  Öffnungen münden in die Leitungen 153 bzw.  54. Die Stellung des Ventils 152 ist derart,  dass, wenn sich der Lastwählerhebel 21 in der  Leerlaufstellung L befindet, die Verbindung  zwischen der Leitung 54 und 153 unterbro  chen ist. Dagegen bleiben diese Leitungen wäh  rend der Verschiebung des Hebels 21 aus der  Stellung S ( langsam ) in die Stellung P  ( Schnellgang ) durch die Nut in der Ventil  scheibe miteinander verbunden.

   Die Leitung  153 ist direkt mit dem Gefäss 18 verbunden,  und die Leitung 54 verzweigt sich zu den  vakuumbetätigbaren Brennstoffzufuhr - Be  schränkungsorganen 15x und 15y der Hilfs  maschinenregler, zu den Gebläse-Steuerven  tilen 16x und 1.6y und zum Auslöseorgan 17a  der Einwegvorrichtung     9a.    Das     Ventil    152 ist  mittels des Lastwählhebels 21 betätigbar, und  zwar über die Welle 30, ein Kegelzahnrad  getriebe 55, eine Welle 56, einen Hebel 57 und  einen Lenker 58.

   Die Welle 56 führt durch  die Lokomotive zum Hebelsatz am entgegen  gesetzt liegenden Lokomotivende, wo sie     in     gleicher Weise wie beschrieben mit dem     Last-          wählbehel    an diesem Lokomotivende,     und       zwar über ein Kegelzahnradgetriebe 55 zu  sammenwirkt.  



  Aus dem Vorangehenden geht hervor; dass  die Lokomotive von beiden Hebelsätzen     20f     und     20r    aus steuerbar     ist.    Um die Steuerung  z. B. vom Satz<B>20f</B> aus vornehmen zu     können,     sind die Ventile 52r zu . schliessen und die  Ventile 52f zu öffnen. Der Handhebel 53  zur Betätigung der Abstellventilgruppen ist  zweckmässig abnehmbar     angeordnet,    so dass er  bei der einen Gruppe abgenommen und bei der  andern Gruppe eingesetzt werden kann, wenn  die Steuerung von dieser Seite aus vorgenom  men werden soll.

   Der Lastwählhebel 21 dient  zur gleichzeitigen Einstellung der Vorrichtun  gen     10a,        10b,    10c und 10d, welche die Brenn  stoffzufuhr zu den Brennkraftmaschinen 1  regulieren, in die gleiche Lage. Zum Beispiel  geschieht diese Einstellung,     wenn    vom Hebel  satz<B>20f</B> aus gesteuert wird, über das Kegel  zahnradgetriebe<B>59f</B> und die Welle     60f    auf die  Brennstoffsteuervorrichtung 10b. Die Welle  <B>60f</B> trägt ein Kettenrad 61<I>f,</I> das ein weiteres  Kettenrad<B>62f</B> über eine Kette<B>63f</B> antreibt  und damit auch die Brennstoffsteuervorrich  tung 10a gleich einstellt.

   Die Vorrichtungen  10c und 10d werden gleichzeitig in analoger  Weise über die Welle 56, ein Kegelzahnrad  getriebe 59r, eine Welle 60r, Kettenräder 61r  und     62r    und eine Kette 63r gleich eingestellt  wie die Vorrichtungen     10a    und     10b.     



  Gemäss Fig. 3, welche schematisch die An  ordnung der Ventile und Leitungen zeigt, die  einer Brennkraftmaschine zugeordnet sind,  ist die Leitung 36 mit einer Leitung 65 ver  bunden, die in Wirklichkeit eine Zweigleitung  der     Leitung    36 ist     (Fig.    1). In die Leitung 65  ist ein Ventil 66 eingebaut, das von einem Kol  ben 67, der in einem     Zylinder    68 verschiebbar  ist, getragen wird.

   Dieser Zylinder 68 ist  mittels einer Leitung 69 mit dem     nicht    ge  zeichneten     Ölkreislaufsystem    der betreffenden       Brennkraftmaschine    verbunden, so dass, wenn  der Öldruck den normalen Wert aufweist,  der Kolben 67 entgegen der Wirkung einer  Druckfeder 70 verschoben ist und die Leitung  65 mit der Leitung 71 in offener     Verbindung     steht, wogegen bei einem zu geringen     Öldruck         die     Leitung    71 über die Öffnung 72 gegen die  Atmosphäre offen ist.  



  Die Leitung 71 führt zu einem     vakuum-          betätigbaren    Brennstoffzufuhr-Beschränkungs  organ 11, das mit der Brennstoffsteuervorrich  tung der einen Brennkraftmaschine zusam  menwirkt. Das Organ 11 besitzt eine Kammer,  in der eine Membran 73 angebracht ist, die  mittels einer Feder 74 gemäss Fig. 3 nach  links gedrückt wird. Die Membran 73 trägt  eine Stange 75, die, wenn sie sich in der rechten  Endlage befindet, was der Fall ist, wenn in  der     Leitung    71 ein     Vakuum    vorhanden ist, der  Brennstoffsteuervorrichtung gestattet, der  Brennkraftmaschine die volle, durch ihre  Drehzahl und die Stellung des Lastwählers 21  bestimmte     Brennstoffmenge    zuzuführen.

   Eine  Vorrichtung zur     Erreichung    dieses Zweckes  ist im Detail in der schweizerischen Patent  schrift Nr. 289165 beschrieben.  



  Von der Leitung 71 ist eine Leitung 76  abgezweigt, die zum Kupplungssteuerorgan  12 führt. Dieses Kupplungssteuerorgan besitzt  eine Kammer, die einerseits durch eine Mem  bran 77     begrenzt    ist, welche eine Stange 78  trägt. Diese Stange 78 ist (gemäss Fig. 3) mit  tels einer Zugfeder 79 nach oben gezogen und  besitzt einen angelenkten Arm 80, der auf  einer Welle 81 sitzt, welche den     Flüssigkeits-          Zu-    und -Ablauf der Flüssigkeitskupplung be  herrscht. Wenn die Stange 78 sich in die in  Fig. 3 dargestellte Lage bewegt, wird der Ab  lauf geöffnet, bewegt sich die Stange 78 in die  untere Stellung, was der Fall ist, wenn im  Kupplungssteuerorgan 12 ein Vakuum erzeugt       wird,    wird der Zulauf in die Kupplung ge  öffnet.  



  Im folgenden soll die Wirkungsweise der  Steuereinrichtung für die Kraftanlage näher  erläutert werden. Die Hilfsmaschinen 6 und  hierauf die Brennkraftmaschinen 1 werden  angelassen, wobei der Lastwählhebel 21 die  Leerlaufstellung und die Schalthebel 22 die  Stellung I (aus) einnehmen. In der     Leerlauf-          stellimg    sind die durch den Lastwählhebel     be-          tätigbaren    Steuerelemente in den folgenden       Stellungen       1. Die vakuumbetätigbaren Brennstoffzu  fuhr-Beschränkungsorgane 15 halten die  Brennstoffzufuhr zu den Hilfsmaschinen auf  der für Leerlaufbetrieb erforderlichen Menge.  



  2. Die Gebläseventile 16 sind offen, so dass  der Druck in der Ladeluftleitung 8 einen Wert  nahe dem Atmosphärendruck besitzt.  



  3. Das Auslöseorgan 17a hält die Einweg  vorrichtung 9a in einer Lage, in der sie nicht  zur Wirkung kommen kann, wodurch das       Übertragungsgetriebe    entlastet wird.  



  Die von den Schalthebeln betätigten Kupp  lungssteuerorgane 12 und     Brennstoffzufuhr-          Beschränkungsorgane    11 stehen nicht unter  Vakuum.  



  Soll die     Lokomotive    in Bewegung     gesetzt     werden, so wird der Hebel 23 entsprechend der  gewählten Fahrrichtung auf V (vorwärts)  oder     R    (rückwärts) gestellt. Dann wird der  Lastwählhebel 21 in die Stellung S, P oder  eine Zwischenstellung verschwenkt (im fol  genden als eine Betriebsstellung bezeichnet),  was bewirkt, dass die durch ihn     vakuumbetätig-          baren    Steuerelemente unter Vakuum gesetzt  werden,     worauf    sie folgendermassen reagieren:  1.

   Die Brennstoffzufuhr-Beschränkungs  organe 15 verlieren ihren Einfluss auf die  Regler 14, so dass den Hilfsmaschinen die bei  höherem Förderdruck zur Konstanthaltung  ihrer Drehzahl erforderliche, grössere Brenn  stoffmengen zugeführt wird. Die Drehzahl der  Hilfsmaschine ist durch die Einstellung des  Reglers bestimmt.  



  2. Die Gebläsesteuerventile 16 werden ge  schlossen, so dass der maximale Aufladedruck  in der Leitung 8 erhalten wird, wie im Detail  in der schweizerischen Patentschrift Nr.<B>289165</B>  erläutert.  



  3. Das Auslöseorgan 17a lässt die Einweg  vorrichtung     9a    in die Bereitschaftsstellung ge  langen, in der sie automatisch zur Wirkung  kommt, wenn das zugehörige Sonnenrad sieh  in der gesperrten Richtung zu drehen sucht.  



  Nun kann irgendeiner der Schalthebel 22  aus der Stellung I in die Stellung     II        ver-          schwenkt    werden. Vorausgesetzt,     dass    die  betreffende     Brennkraftmaschine    im Leerlauf  den notwendigen     öldruck    erzeugt, ist die Wir-      kung dieser Hebelbewegung in die Stellung  11 ( ein ) folgende:  1. In der Kammer des     Brennstoffzufuhr-          Beschränkungsorgans    11 wird     Vakuum    er  zeugt und die Membran 73 und die Stange  75 werden nach rechts verschoben (Fug. 3).

    Dies ergibt eine Erhöhung der Brennstoffein  spritzung in die Brennkraftmaschine auf einen  Wert, der durch die Drehzahl der Maschine  und die Stellung des Lastwählhebels 21 be  stimmt ist, wie im Detail in der schweizerischen  Patentschrift Nr. 289165 erläutert ist.  



  2. In der Kammer des Kupplungssteuer  organs 12 wird Vakuum erzeugt, was ein Dre  hen der Welle 81 im Uhrzeigersinn (Fug. 3)  zur Folge hat, und demzufolge das Füllen der       Flüssigkeitskupplung    2, so dass die     Brenn-          kraftmaschine    ihre Leistung über das Ge  triebe an die Abtriebswelle abgibt, da die Ein  wegvorrichtungen die Wellen 5 der andern  Brennkraftmaschinen blockiert halten.  



  Um die Geschwindigkeit der Lokomotive  zu steigern, werden die verbleibenden Schalt  hebel 22 nacheinander in die Stellung II ge  bracht, wodurch     sukzessive    die Drehmomente  der restlichen Brennkraftmaschinen zur Wir  kung kommen. Wenn beim Abstellen einer  Brennkraftmaschine ihre Drehzahl unter die  Leerlaufdrehzahl fällt, sinkt der Öldruck in  der Leitung 69, und das Ventil 66 öffnet gegen  die Atmosphäre, so dass das Vakuum in den  Leitungen 71 und 76 aufgehoben wird. Dem  zufolge entleert sich die     Flüssigkeitskupplung,     und das     Beschränkungsorgan    11 wird wieder  wirksam.

   Soll bergabwärts gefahren werden,  so wird der Lastwählhebel 21 in die Leer  laufstellung L zurückgebracht, wobei die  Schalthebel 22 in die Stellung I zurückgestellt  werden, dank der mechanischen Sperrvorrich  tung (Fug. 4 und 5). Die Flüssigkeitskupplun  gen 2 entleeren sieh, wodurch die Übertra  gungsgetriebe vom Maschinenantrieb befreit  werden. Beim beschriebenen Beispiel fördern  beide Gebläse in ein allen Maschinen 1 gemein  sames Leitungssystem. Es könnten aber auch  zwei getrennte     Leitungssysteme    vorgesehen  sein, wovon das eine vom Gebläse 7x beliefert  würde und z. B. zur Speisung der Brenn-    kraftmaschinen 1a. und 1b dienen könnte, wäh  rend das andere vom Gebläse 7 beliefert     würde     und zur Speisung der Brennkraftmaschinen 1c  und 1d dienen könnte.

   Diese Teilung des     Luft-          leitungssysteaus,    ist notwendig, wenn der ver  langte Aufladedruck zweier     Brennkraft-          maschinen    verschieden ist, gegenüber dem der  andern Maschinen:  Bei der Variante nach Fig. 6 sind für alle  Einwegvorrichtungen Auslöseorgane in die  von den     Schalthebeln    22 beherrschten Lei  tungssysteme eingeschaltet. Ferner ist die  Ausbildung des Umkehrgetriebe-Schaltorgans  7.3 derart, dass sich eine mechanische Sperrung  des Hebels 23 erübrigt.  



  Die Anordnung ist folgendermassen:  Zusätzlich zu den in Fig. 3 gezeigten Tei  len, die in Fig. 6 mit gleichen Bezugszahlen  versehen sind, besitzt die Variante gemäss  Fig. 6 ein Ventil 100 mit einer Ventilscheibe  101, die mit dem Lastwählhebel 21 aus einem  Stück besteht. Die Ventilscheibe 101 ist mit  einer Aussparung 102 versehen. In das Ventil  gehäuse mündet eine Leitung 104, die mit dem  Vakuumgefäss 18 verbunden ist. Ferner ist  eine Öffnung 103 in diesem Ventilgehäuse  vorgesehen, die über die Leitung 106 mit der       Öffnung    33' im Gehäuse des Ventils 24 ver  bunden ist.

   Die Leitung 106 ist durch die  Aussparung 102 in Verbindung mit der Lei  tung 104, wenn der Lastwählhebel 21 sich in  der     Leerlaufstelhtng    L befindet, dagegen ist  die Leitung 106 über eine Öffnung 105 mit  der Atmosphäre verbunden, wenn der     Last-          wählhebel    sich in einer Betriebsstellung be  findet. Die Leitung 49 verbindet das     TJm-          kehrgetriebe-Steuerventil    43 mit der Leitung  106.  



  Die     Einwegvorrichtungen    sind als selbst  hemmende Bremsen ausgebildet und besitzen  jeweils eine auf der Welle des Sonnenrades be  festigte Bremstrommel, mit welcher die Brems-,  Schuhe     dann    in leichtem Reibkontakt gehalten  werden, wenn die zugehörige     Brennkraft-          maschine    ausser Betrieb ist und das Sonnenrad  nicht entgegen dem Drehsinn der     Brenn-          kraftmaschine    angetrieben wird. Wenn die ,       Bremstrommel    sich entgegen dem Drehsinn      der Brennkraftmaschine zu drehen versucht,  z.

   B. wenn die zugehörige Maschine ausser  Betrieb ist, oder wenn sie im Leerlauf arbeitet,  während eine andere belastet ist, bewirkt  die Reibung zwischen den Bremsschuhen und  der Bremstrommel, dass die Bremsschuhe fest  an die     Bremstrommel    gepresst werden und ein  Drehen der letzteren verhindern. Um un  nötige Erwärmung und Abnützung zu verhin  dern, werden die Bremsschuhe einerseits,  wenn die Maschinen im Leerlauf arbeiten  und gleichzeitig der Lastwählhebel auf Leer  lauf steht, und anderseits im     Gegensatz    zur  Ausführung nach Fig. 3 auch dann, wenn  die betreffenden Maschinen unter Last arbei  ten, in einer Lage gehalten; in der sie die  Bremstrommel nicht berühren. Ersteres ist  z. B. zweckmässig, wenn die Lokomotive tal  wärts fährt.  



  Zu diesem Zwecke     zweigt    von der     Leitung    71  eine Leitung 108 ab, die zu einer Kammer 110  führt, die eine Membran 111 besitzt. Die Mem  bran     .111    steuert die     Einwegbremse    9 derart,  dass, wenn in der Kammer 110 Vakuum vor  handen ist, die Bremse nicht in Bereitschaft ist  zu wirken,     und    dass, wenn das Vakuum auf  gehoben ist, die Bremse in der Bereitschafts  stellung ist. Wenn die Lokomotive talwärts  fährt, befindet sich der Lastwählhebel 21 in  der Leerlaufstellung L und die Schalthebel 22  in der     Stellung    I, so dass jeweils die     Leitung    36  mit der Leitung 106 und diese mit dem Va  kuumgefäss 18 über die Leitung 104 verbunden  ist.

   Da die Brennkraftmaschinen im Leerlauf  arbeiten, hält der Öldruck das Ventil 66 in  derjenigen Lage, in welcher     die    Leitungen 65  und 71 miteinander verbunden sind. Demzu  folge herrscht in der Kammer 110 Vakuum.  Damit aber die     Flüssigkeitskupplungen    sich  nicht füllen und die Brennstoffzufuhr-Be  schränkungsorgane 11 nicht unwirksam ge  macht werden, bevor der Lastwählhebel 21  in eine Betriebsstellung gebracht und die  Schalthebel 22 in die Stellung II verschwenkt  sind, ist ein Ventil 113 zwischen dem Abschnitt  109 der Leitung 71 und den Organen 11 und  12 angeordnet.

   Das Ventil 113 besitzt eine  Öffnung 114, die gegen die Atmosphäre offen    ist, ferner eine Öffnung 115, die in den Lei  tungsschnitt 109 mündet     Lind    eine Öffnung  116, die mit den Organen 11 und 12 verbun  den ist. Der Ventilkörper 117 ist im Ventil  mittels einer Stange 118 drehbar, welche mit  einem Arm 119 verbunden ist, der fest auf  der Welle 56 sitzt, die mittels des     Lastwähl-          hebels    21 betätigbar ist (Fig. 1).  



  Der Ventilkörper 117 ist mit Aussparungen  120 und 121 versehen, wie dies in Fig. 6 dar  gestellt ist. Wenn sich der Lastwählhebel 21  in der Leerlaufstellung L befindet, schliesst  der Ventilkörper die Öffnung 115 ab, während  durch die Aussparung 121 die Organe 11 und  12 mit der Atmosphäre in Verbindung stehen.  Demzufolge wirkt das im Abschnitt 109 der  Leitung 71 vorhandene Vakuum nur auf die       Einwegbremse,    aber nicht auf die Organe 11  und 12.  



  Ist der Lastwählhebel 21 in einer Betriebs  stellung und der Hebel 22 immer noch in der  Stellung I, so ist die Leitung 106 mit der  Atmosphäre verbunden, und die Leitung 104  ist geschlossen, so dass das Vakuum in den  Leitungen 36,. 65 und 71 aufgehoben und die  Einwegbremse 9 in der Bereitschaftsstellung  ist, um ein     Rückwärtsdrehen    des betreffenden  Sonnenrades verhindern zu können. Der  Ventilkörper 117 hält nun die Öffnung 114  geschlossen, und die Öffnungen 115 und 116  sind miteinander verbunden. Wenn der Hebel  22 in die Stellung     II    gebracht wird, wird die  Leitung 36 mit dem Gefäss 18 verbunden. Das  in der Leitung 71 entstehende Vakuum bringt  die Bremse 9 wieder aus der Bereitschafts  stellung.

   Das Vakuum wirkt aber auch auf die  Organe 11 und 12 und     bewirkt    ein Füllen der  Flüssigkeitskupplung und eine Erhöhung der  Brennstoffeinspritzung in die Brennkraft  maschine.    Das     Umkehrgetriebe-Sehaltorgan    13 ist bei  der Variante nach     Fig.    6 in nicht gezeichneter  Weise derart ausgebildet, dass das Umkehr  getriebe nur dadurch umgeschaltet werden  kann. dass jeweils auf der andern Seite des  Schaltorgans 13 Vakuum erzeugt wird, dass  das Getriebe aber in seiner     Stellung    bleibt,  wenn nur das Vakuum aufgehoben wird, Da      in der Leitung 106 nur dann ein Vakuum  herrscht, wenn sich der Lastwählhebel in Leer  laufstellung L befindet, kann in allen andern  Stellungen das Umkehrgetriebe nicht betätigt  werden.  



  Die mittels des Lastwählhebels 21     betätig-          baren    Organe 15 und 16 sind in Fig. 6 nicht  gezeichnet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Steuereinrichtung in einer Kraftanlage mit wenigstens zwei aufgeladenen Brennkraft maschinen (1) mit Kompressionszündung, wo von jede ein Sonnenrad eines Differential getriebes antreibt, und zwar über eine Flüssig keitskupplung mit variabler Füllung, wobei für jedes Sonnenrad eine Vorrichtung (9) vorgesehen ist, um ein Rotieren der Sonnen räder nur in einer Drehrichtung zu gestatten, ferner pro Brennkraftmaschine eine Vorrich tung (10) zur Steuerung der Brennstoffein spritzung in die Maschine und ein Beschrän kungsorgan (11) zum Unwirksammachen der betreffenden Brennstoffsteuervorrichtung bei entleerter Flüssigkeitskupplung, gekennzeich net durch jeweils ein von Hand betätigbares Schaltglied (22) für jede Brennkraftmaschine,
    welches Schaltglied in eine Stellung gebracht werden kann, bei der die Flüssigkeitskupplung gefüllt und gleichzeitig das Beschränkungs organ ausgeschaltet wird, und in eine zweite Stellung, bei der die Flüssigkeitskupplung ent leert und gleichzeitig das Beschränkungsorgan eingeschaltet wird, und ferner gekennzeichnet durch einen von Hand betätigbaren Last wähler (21) zum gleichzeitigen Einstellen aller Brennstoffsteuervorrichtungen in die gleiche Lage. UNTERANSPRÜCHE: 1. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch Organe (39, 40) zwi schen dem Lastwähler (21) und den Schalt gliedern (22), tun ein Verbringen der letz teren in ihre Kupplungsfüllage nur zu er- möglichen, wenn der Lastwähler in eine Be triebsstellung gebracht ist.
    2. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass zum Aufladen der Brennkraftmaschinen wenigstens eine Hilfsmaschine (6) mit Kompressionszündung vorgesehen ist, die einen Regler (14) zur Re gulierung der Brennstoffeinspritzung besitzt, sowie ein Brennstoffzufuhr-Beschränkungs organ (15), das die Brennstoffzufuhr zur Hilfsmaschine - auf die Leerlaufmenge be schränkt, wenn der Lastwähler (21) auf Leer lauf eingestellt ist. 3. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch Ventile (16), welche den Druck der Aufladeluft für die Brennkraft- maschinen annähernd auf dem Atmosphären druck halten, wenn der Lastwähler (21) auf Leerlauf eingestellt ,ist. 4.
    Steuereinrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch mindestens ein Auslöse organ (17), das eine Einwegvorrichtung (9) unwirksam macht, wenn der Lastwähler auf Leerlauf eingestellt ist. 5. Steuereinrichtung nach Patentanspruch, gekennzeichnet durch ein Organ (13) zum Um schalten des Umkehrgetriebes zwecks Umkeh rung der Drehrichtung der Abtriebswelle der Kraftanlage sowie durch Sperrorgane (44 bis 47) zwischen dem Lastwähler (21) und einem Steuerventil 43) für das Umschaltorgan, um ein Betätigen des Steuerventils zu verunmög- lichen, wenn der Lastwähler nicht auf Leer lauf eingestellt ist. 6.
    Steuereinrichtung nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltglieder (22) Vakuumleitungen beherrschen, die mit Steuerorganen für die Flüssigkeitskupplungen und mit den Brennstoffzufuhr-Begchränkungs- organen verbunden sind.
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