CH301206A - Elektronenstrahlröhre mit einem Lumineszenzschirm. - Google Patents
Elektronenstrahlröhre mit einem Lumineszenzschirm.Info
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Description
Elektronenstrahlröhre mit einem Lumineszenzschirm. Die Erfindung bezieht sich auf eine Elek tronenstrahlröhre mit einem Lumineszenz schirm, der mit mindestens einem blau- und ultraviolettlumineszierenden, mit Cerium akti vierten Phosphat versehen ist.
Bei Elektronenstrahlröhren mit einem Leuchtschirm ist es manchmal erforderlich, dass das Lumineszenzmaterial eine Fluoreszenz mit einer sehr kurzen Abklingzeit aufweist. Dies trifft z. B. zu bei der Verwendung einer Elektronenstrahlröhre als Lichtquelle in Gerä ten für Fernsehsendungen von Filmen. Bei solchen Geräten wird ein Filmbild punktweise belichtet durch das Licht, das von dem sich schnell verschiebenden Lichtfleck ausgeht, der am Leuchtschirm einer Elektronenstrahlröhre von dem sich bewegenden Elektronenstrahl erzeugt wird. Das durch das Filmbild hin durchgehende Licht wird auf einer Photo zelle aufgefangen und dort in einen elektri schen Strom umgewandelt.
Die Grösse dieses Stromes ist naturgemäss von der Durchlässig keit des vom Licht getroffenen Teils des Film bildes abhängig. Selbstverständlich darf nur ein einziger Punkt des Filmbildes vom Licht getroffen werden, da sonst der Strom der Photozelle nicht nur von der Durchlässigkeit des Films an dem wiederzugebenden Punkt abhängig wäre. Nur derjenige Punkt des o Lumineszenzschirmes, der von dem Elektro nenstrahl getroffen wird, darf also Licht aus senden. Derjenige Punkt des Lumineszenz- schirmes, der gerade zuvor getroffen war, muss also ganz erloschen sein.
Die Abklingzeit der Fluoreszenz des Lumineszenzmaterials muss also kürzer sein als die Zeit, in welcher der Lichtfleck sich um einen vollen Durchmesser verschiebt. In der Praxis läuft dies darauf hinaus, dass diese Abfallzeit kürzer sein muss als 10-6 Sekunden.
Als Leuchtstoff wurde bisher für diese Anwendung grünlumineszierendes Zinkoxyd verwendet, das eine Abfallzeit von etwa 10--6 Sekunden hat, oder auch blau- und ultraviolett lumineszierendes Zinkoxyd mit einer Abfall zeit von etwa 10-7 Sekunden. Ein Nachteil des grünaufleuchtenden Zinkoxyds ist der, dass die Abfallzeit zu gross ist. Die Abfallzeit des blau- und ultraviolettlumineszierenden Zinkoxyds ist hinreichend kurz, aber dieser Stoff hat einen geringen Wirkungsgrad. Au sserdem weist dieses Oxyd eine grosse Selbst absorption auf, was den Gesamtwirkungsgrad noch schlechter macht. Um den Einfluss des letzteren Faktors zu verringern, könnte die Stärke der Lumineszenzschicht geringer ge macht werden.
Diese Stärkeverringerung bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass die Gleichmässigkeit der Lumineszenzschicht in folgedessen gefährdet wird; grosse Gleichmä ssigkeit ist jedoch eine unumgängliche Anfor derung, da sonst verschiedene Teile des Film bildes mit verschiedenen Lichtintensitäten be strahlt werden würden.
Obgleich die vorstehend beschriebene Ap paratur für die Abtastung eines Filmbildes als Beispiel für die Erörterung der Anforde rung einer kurzen Abfallzeit für bestimmte Leuchtstoffe gemeint ist, ist es selbstverständ lich, dass es auch für andere Anwendungen, z. B. auf dem Radargebiet, von grosser Be deutung sein kann, ein Material zur Verfü gung zu haben, das eine Fluoreszenz mit einer Abfallzeit von weniger als 1.0-6 Sekunden hat und das nicht die Nachteile der vorstehend beschriebenen bekannten Stoffe aufweist.
Eine Elektronenstrahlröhre nach der Er findung hat einen Leuchtschirm, der minde stens ein blau- und ultraviolettlumineszieren- des, mit dreiwertigem Cer aktiviertes Phos phat mit der Formel ABP04 enthält, wobei A mindestens ein Alkalimetall, insbesondere Natrium, Kalium, Cäsium und Rubidium, und B mindestens ein Erdalkalimetall, wie Cal cium, Barium oder Strontium, ist und die Ab fallzeit der Fluoreszenz weniger als 10-6 Sekunden beträgt.
In der britischen Patentschrift Nr. 512154 wird eine sehr grosse Anzahl von Leuchtstof- fen der Zusammensetzung M-P beschrieben, wobei M eines der Metalle Lithium, Natrium, Kalium, Rubidium, Cäsium, Beryllium, Ma gnesium, Zink, Kadmium, Calcium, Stron- tium, Barium, Aluminium oder Lanthan, oder ein Gemisch aus zwei oder mehr dieser Metalle ist, und P eine Boratgruppe, eine Phosphat gruppe oder ein Gemisch derselben bezeichnet.
Die Stoffe werden durch mindestens 3 % eines Stoffes aktiviert, der dieZusammensetzungA-P hat, wobei A eines der Metalle Silber, Thal- lium, Zinn, Blei, Cer oder Antimon oder ein Gemisch aus zwei oder mehr dieser Metalle ist. Atis der sehr grossen, in dieser Beschrei bung umfassten Gruppe ist nur eine sehr kleine Anzahl einzeln erwähnt.
Von den mit Cer aktivierten Stoffen ist ausschliesslich gelb leuchtendes Calciumphosphat angegeben. Über mit Cer aktivierte Verbindungen, die mehr als ein Metall aus der Gruppe M enthalten, ist in der Patentschrift nichts angedeutet. Es findet sich auch keine Angabe der Eigenschaf ten der verschiedenen Stoffe (ausgenommen die Farbe des Lichtes) ; es sind auch keine Regeln angegeben, nach denen diese Eigen schaften bei verschiedenen Zusammensetzun gen abgeleitet werden könnten.
Es war also eine grosse Überraschung, dass Phosphate, die mit dreiwertigem Cer aktiviert sind und die Formel ABP04 haben, vorzüglich von Elek tronen angeregt werden können (in der briti schen Patentschrift ist ausschliesslich die Rede von Erregung durch Strahlung des Quecksil berspektrums) und dabei eine Abfallzeit auf weisen, die geringer ist als 10-6 Sekunden.
Bei einem in einem Leuchtschirm nach der Erfindung verwendeten Stoff wird der Cer- gehalt vorzugsweise zwischen 0,01 und 5 Mol- prozent gewählt. Ein vorzüglich verwendbarer Stoff ist z. B. NaBaP04, aktiviert mit 0,2 Mol- prozent dreiwertigem Cer.
Die vorstehend beschriebenen Stoffe, die im Leuchtschirm einer Elektronenstrahlröhre nach der Erfindung verwendet. werden, weisen eine geringe Selbstabsorption auf und haben einen Energiewirkungsgrad, der das fünf- bis zehnfache des Wirkungsgrades von blauauf leuchtendem Zinkoxyd ist.
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Elektronenstrahlröhre mit einem Leucht schirm, der mindestens ein blau- und ultra- violettlumineszierendes, mit dreiwertigem Cer aktiviertes Phosphat mit einer Abfallzeit von weniger als 10-6 Sekunden enthält, dadurch gekennzeichnet, dass das Phosphat. die Formel ABP04 hat, wobei A mindestens ein Alkali metall und B mindestens ein Erdalkalimetall ist. UNTERANSPRÜCHE: 1.Elektronenstrahlröhre nach Patentan spruch, dadurch gekennzeichnet, dass der Cer- gehalt des lumineszierenden Phosphats zwi schen 0,01 und 5 Molprozent liegt. 2. Elektronenstrahlröhre nach Unteran spruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das himineszierende Phosphat aus NaBaP0,i be steht, das mit 0,2 Molprozent Cer aktiviert ist.
Applications Claiming Priority (1)
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| Publication Number | Publication Date |
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
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Also Published As
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