CH301949A - Verfahren zur Herstellung eines Präparates mit heparinartiger Wirkung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Präparates mit heparinartiger Wirkung.

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CH301949A
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CH
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pyridine
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Farbwerke Hoechst Akt Bruening
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Hoechst Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08BPOLYSACCHARIDES; DERIVATIVES THEREOF
    • C08B37/00Preparation of polysaccharides not provided for in groups C08B1/00 - C08B35/00; Derivatives thereof
    • C08B37/006Heteroglycans, i.e. polysaccharides having more than one sugar residue in the main chain in either alternating or less regular sequence; Gellans; Succinoglycans; Arabinogalactans; Tragacanth or gum tragacanth or traganth from Astragalus; Gum Karaya from Sterculia urens; Gum Ghatti from Anogeissus latifolia; Derivatives thereof
    • C08B37/0084Guluromannuronans, e.g. alginic acid, i.e. D-mannuronic acid and D-guluronic acid units linked with alternating alpha- and beta-1,4-glycosidic bonds; Derivatives thereof, e.g. alginates

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Description


  



  Verfahren zur Herstellung eines Präparates mit heparinartiger Wirkung.



   Bekanntlich ist das Heparin als   Therapeu-    tikum bei bestehender Thrombose und Embolie den   Dicumarinpräparaten, besonders    wegen seiner sofort einsetzenden Wirkung,  berlegen. Seiner breiteren Anwendung steht aber sein hoher Preis ertgegen, und es hat daher nicht an   Versuchen gei'ehlt, Stofl'e    mit heparinartiger Wirkung k nstlich herzustellen. Seit den Arbeiten von   Bergstrom      [Natur-      wissenschaften 23 (1935), S      706    ; Zeitschrift f r   physiol.    Chemie 238 (1936), S.   163],    von Chargaff und Bancroff [Journal of   biol.   



  Chemistry 115 (1936), S. 149 und 155], sowie von Karrer [Helv. Chim. Acta. Bd. 26   (1943t),      S.      1296,      Bd.    27   (M44),    S.   1422],    weiss man, dass die   Polyschwefelsäureester    von Polysacchariden, ebenso wie das Heparin, die Blutgerinnung verhindern bzw. verzogern ; fast alle diese Produkte sind aber so giftig, dass ihre klinische Anwendung nieht in Frage kommt.



   Es wurde gefunden, dass man zu PrÏparaten mit sehr guter gerinnungshemmender    Wirkung und geringer Toxizität gelangt,    wenn man Alginsäure bzw. deren   Alkali-    oder Erdalkalisalze in an sieh bekannter Weise [vgl. Hirst und Jones,   Jour.    Chem.



  Soe. (London) 1939, S. 1880] teilweise depo  lymerisiert    und die so gewonnenen Produkte sulfuriert.



   Gegen. stand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung eines PrÏparates mit   heparinartiger Wirknng, welches    dadurch gekennzeichnet ist, dass man AlginsÏure   depolymerisiert,    das so erhaltene Produkt sulfuriert.   und das Sulfurierungspro-    dukt in das Natriumsalz überführt, wobei man so arbeitet, dass dieses Natriumsalz in 1%iger wϯriger L¯sung eine Viskosität von 1, 05 bis 1, 1 Centipoisen und   einen'Schwefel-    gehalt von 14 bis   16 /o    zeigt.



   Die Alginsäure ist ein Polysaccharid, das aus   versehiedenen    Laminaria-Arten gewonnen und heute in grossem Massstab technisch hergestellt wird. Nach ihrem chemischen Aufbau ist sie als eine Poly-Mannuronsäure aufzufassen. Sie zeigt   einen ziemlieh    hohen   Polymeri-      sationsgrad    und kann durch Erhitzen in   wäss-      rigerSuspension    auf 100¯, gegebenenfalls unter Zusatz von Säuren oder sauren Salzen, besser noch durch lÏngeres Kochen in   methyl-    alkoholischer Salzsäure,   depolymerisiert    werden.



   Die so partiel   depolymerisierte    Alginsäure kann nach verschiedenen Methoden sulfuriert werden, z. B. durch Behandeln mit konz. Schwefelsäure bzw.   Schwefelsäure-    Monohydrat oder Oleum verschiedener Stärke bei tiefen Temperaturen, oder besser mit Chlorsulfonsäure in Pyridin oder seinen Ho  mologen,    wie   Kollidin,    bei erhöhter Temperatur, wobei die besten Ergebnisse bei Temperaturen von etwa 100¯ erhalten werden.



   Während   ind;enobenangeführten    Arbeiten die   Aufbereitung der Polyschwefelsäure-    ester von Polysacchariden in ziemlich um lung ausgeschleudert, mit Methanol und Äther gewaschen und getrocknet. Die Ausbeute beträgt etwa   15 g.   



   Das Produkt wird in wenig Wasser gelöst, mit Natronlauge eben phenolphtaleinalkalisch gemacht, klar geschleudert und mit dem mehrfachen Volumen Methanol gefÏllt. Die FÏllung wird ausgeschleudert und mit Methanol und Äther gewaschen und getrocknet.



   Man erhält ein weisses Pulver mit einem Schwefelgehalt von 15%, das in 1%iger wϯriger Losung eine Viskosität von 1, 08 Centipois hat und'in Wasser klar   löslieh    ist und bei starker   blutgerinnungshemmender Wir-    kung sich   dureh    sehr geringe Toxizität auszeichnet.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung eines PrÏparates mit heparinartiger Wirkung, dadurch gekennzeiehnet, dass man Alginsäure depoly- merisiert, das so erhaltene Produkt sulfuriert, und das Sulfurierungsprodukt in das Natriumsalz überführt, wobei man so arbeitet, da¯ dieses Salz in 1%iger wϯriger L¯sung eine Viskosität von 1, 05 bis 1, 1 Centipoisen und einen Schwefelgehalt von 14 bis 16% zeigt.
    Das erhaltene Natriumsalz ist ein weisses Pulver, das in Wasser klar löslich ist und bei starker blutgerinnungshemmender Wirkung sieh durch sehr geringe Toxizität auszeichnet.
    UNTERANS'PRUCH : Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass die Sulfurierung mit Chlorsulfonsäure in Pyridin durchgeführt, die Beaktionslösunggeklärtund das Pyridin- salz des Schwefelsäureesters durch Fällen mit Methanol abgeschieden und durch L¯sen in Natronlauge bei eben phenolphtaleinalka- liseher Reaktion und FÏllung mit einem mit Wasser mischbaren organischen L¯sungsmittel in das Natriumsalz übergeführt wird. stä.
    ndlicher Weise erfolgte und insbesondere zur Reinigung eine Dialyse notwendig war, kann man in sehr einfacher Weise zu einem reinen Schwefelsäureester von teilweise ab gebautem Alginat kommen, wenn man die geklÏrte Sutfurierungsl¯sung, wie sie durch Sulfurierung der depolymerisierten AlginsÏure mit ChlorsulfonsÏure in Pyridin oder dessen Homologen erhalten wurde, direkt in Methanol giesst.
    Dabei fällt das Aminsalz, z. B. das Pyridin- oder Kollidinsalz, des gebildeten Sehwefelsäureesters in reiner Form aus, welches durch Losen z. B. in wässriger Sodalösung oder Natronlauge bei eben phenol phtaleinalkalischer Reaktion und Fällung mit wasserlöslichemorganischenLösungsmitteln, wie z. B. niederen aliphatischen Alkoholen oder Ketonen, z. B. Aceton, Methanol oder Äthanol, in das Natriumsalz übergeführt werden kann.
    Das so erhaltene Natriumsalz ist in wϯriger Lösung beständig und kann sowohl intravenös als auch int. ramuskulär als Depotpräparat, gegebenenfalls in Gelatinelosung oder in Lösungen von Polymeren, wie z. B.
    Polyvinylalkoholen, Polyvinylpyrrolidon und dergleichen, therapeutisch angewendet werden.
    Beispiel : 50 g alginsaures Natrium werden in 400 cm3 methylalkoholischer SalzsÏure suspendiert und 17 Stunden am R ckfluss zum Sieden erhitzt. Dann wird abfil- triert, mit Methanol und Xther gewaschen und getrocknet. Man erhält etwa 25 g einer weissen Substanz, die fein pulverisiert wird.
    [a] 20¯ D-134¯ (c=1, 6 in neutraler Lösung).
    100 em3 trockenes Pyridin werd'en mit Kältemisehung gekühlt und unter Rühren 24 cm3 ChlorsulfonsÏure eingetropft. Dann werden 10 g des obigen Depolymerisierungs- produktes eingetragen und 5 Stunlden, im C) I- bad auf 100 erhitzt.
    Man lässt. über Nacht bei Zimmertemperatur stehen und klärt dann die braungefärbte, viskose Lösung durch Zentrifugieren.
    Die klare L¯sung wird in 500 cm3 Methanol eingegossen, 1/2 Stunde verr hrt und die Fäl
CH301949D 1950-04-03 1951-03-21 Verfahren zur Herstellung eines Präparates mit heparinartiger Wirkung. CH301949A (de)

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