CH305884A - Verfahren zur Herstellung eines Insulinpräparates. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines Insulinpräparates.

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CH305884A
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Description


  



  Verfahren zur Herstellung eines InsulinprÏparates.



   T) ie Erfindung bezieht sieh a. uf ein Verfahren zur Herstellung eines   Insulinpräpara-    tes, das nach Verabreichung schnell wirksam ist und zudem eine verlängerte Wirkung aus übt. Es sind viele   Insulinpräparate bekanmt,    die eine Erniedrigung des   Blutzuckergehaltes    während einer Zeitdauer bewirken, die lÏnger ist als die Wirkungsdauer des reinen Insulins.



  Die meisten dieser Präparate weisen die Eigenschaft auf, dass sie unter den im K¯rpergewebe vorhandenen Bedingungen nur eine sehr    ge-    ringe   Lösliehkeit    besitzen. Verglichen mit dem Insulin, das bei einem   pH-Wert    der   Gewebe-    flüssigkeiten von ungefähr 7 leicht löslieh ist und demzufolge schnell resorbiert wird, ist die    Resorptionsgeschwindigkeit der schwer los-    lichen Präparate unter denselben Umständen viel geringer.



   Solche Präparate bestehen im allgemeinen aus einer Kombination von Insulin mit einem andern Stoff, der   1nit dem    Insulin eine beim PH-Wert von etwa 7 schwer l¯sliche Verbindung liefert. Man benutzte hierzu z. B. Protamine,   Histone,      Protone, polypeptidartige    Stoffe und Reaktionsprodukte von   Formalde-       hyd mit Guanidin bzw. Alkoxyphenäthylami-    nen (siehe z.   B.    die   niederländische    Patentschrift Nr. 41849, die amerikanischen Patentschriften Nrn.   2219350,    2232641 und   2354211    und die britischen Patentschriften Nrn. 500654 und 518624).

   Meistens kann die verlängerte Wirkung dieser Verbindungen noch durch Zusatz von Metallsalzen, z.   B.    von Magnesium, Kupfer, Kobalt, Kadmium, Zink oder Eisen, verstärkt werden.



   Die obengenannten Präparate enthalten alle eine mehr oder weniger komplizierte organische Verbindung und haben im allgemeinen den Nachteil, dass ihre   Wirkung nach Verab-      reichung    nur langsam einsetzt.



     In'orner    sind einige Präparate bekannt, die neben einer verlängerten Wirkung auch eine schnell einsetzende Wirkung besitzen und doch bei einem   p-Wert    von 7 wenig löslich sind, z.   B.    die Kombination von   Globin    und Insulin (siehe die   britische    Patentschrift Nr. 508983) und   Protamin-Insulin-Präparate,    wobei die bei einem   pj.    von etwa 7 dispergier  gierten      Teilchem    einen   schönen    kristallinen Habitus aufweisen (siehe die schweizerische Patentschrift   Nr.    255252 bzw. die amerikanische Patentschrift Nr. 2538018).



   Die   amerikanisehe    Patentsehrift Nr. 2143591 erwÏhnt ein stark verlängert wirksames Insu  linpräparat,    das in saurer L¯sung neben Insulin ein Zinksalz in einer Menge von 25 bis   500"/o vom Gewicht des    Insulins enthält. Die verlängerte Wirkung ist die Folge der be  kannten    Tatsache, dass Zinksalze bei eiweissartigen Hormonen die Resorption verzögern  (vgl. L. C. Maxwell,   Am.      Journ.    Physiol. 110, 458   [1934/35]).    Diese Präparate mit stark verlängerter Wirkung haben aber einen so hohen   Metallgehalt,dass    ihre Einwirkungsgesehwindigkeit gering ist. 



   Es wurde nun gefunden, daB man in sehr einfacher Weise und nur   dureh    Benutzung einer verzögernd wirkenden Metallverbindung ein Präparat mit   verlängerter lund zu gleieher   
Zeit schnell einsetzender Wirkung herstellen kann.



   Gegenstand dieses Patentes ist ein   Verfah-    ren zur Herstellung eines metallhaltigen Insulinpräparates mit verlängerter Wirksamkeit, welches dadurch gekennzeiehnet ist, dass man Insulin und eine Zinkverbindung in einer Menge entsprechend 0, 5 bis 1, 0 mg reinem Zinkmetall je 100 Einheiten Insulin in wÏsseriger   Lösung miteinander umsetzt    und dann   auf einen pH-Wert zwisehen    6, 5 und 8, 0 einstellt,   wodureh    ein   Insulin-Zink-Komplex    erhalten wird, der in dem genannten   pjj-Bereich      unlöslieh    ist.

   Es zeigte sich nämlich, dass, wÏhrend   kristallinisches    Insulin mit   ungefähr 0, 4    %
Zink (in bezug auf das Trockengewicht des Insulins) bei einem   pH-Wert    ? 6, 5 vollständig gelost werden kann, der-weitere Zusatz von relativ kleinen Mengen Zinkverbindung die   Sehwerlöslichkeit    des   Insulins im pH-Bereieh    von ungefähr 6,5-8, 0 vergrössert.



   Die verlängerte Wirkung ist das Ergebnis der Tatsache, dass die   Lösliehkeit    des Insulin  Metall-Komplexes im pH-Bereieh    von ungefÏhr 6, 5-8, 0 sehr gering ist. Eine   sehnelle    Wirkung des Präparates wird aber   dureh    die ziemlieh leiehte   Dissoziierbarkeit    des   Kom-    plexes ermöglicht.



   Die mit den genannten Mengen   Zinkver-    bindungen gebildeten Suspensionen enthalten keine nachweisbaren Mengen gelösten Hormons in der flüssigen Phase. Die Präparate, bei denen der verzögernde Einfluss des   Zink-    ions an sieh von untergeordneter Bedeutung ist, besitzen eine   mittelmässig verlängerte Wir-    kung. Dies sowohl als aueh die unmittelbare Wirkung wurden bei der klinisehen   Anwen-      dung festgestellt.    Beim Vergleieh mit der Wirkung des   Insulinpräparates,    das in der amerikanischen Patentschrift Nr. 2538018 beschrieben ist, zeigte sich, dass das neue PrÏparat praktisch denselben Effekt aus bt, sowohl betreffend Geschwindigkeit der Einwirkung wie auch deren Dauer.

   Die kristalline Form der suspendierten   Teilehen    scheint f r die mässig verlängerte Wirkung eines Insulin  präparates nieht notwendig    zu sein. Das Verfahren gemäss der Erfindung, dessen Erzeugnis aueh in der Haltbarkeit dem bekannten Präparat keineswegs nachsteht, ist dagegen viel einfacher, da man kein Protamin zu verarbeiten hat und keine besondere   Aufmerk-    samkeit daf r notwendig ist, dass die suspendierten Teilchen in kristallinem Zustand erhalten werden.



   Ein Vorteil der erfindungsgemäss gewon  nenen Suspensionen    liegt auch in der Mög  lichkeit,    den   aktivenfestenStoffgewünsch-    tenfalls zu isolieren und erneut zu dispergieren, z.   B.    in einer physiologischen Salzlosung, ohne dass Lösung erfolgt.



   Bei einer bevorzugten Ausführung des er  findungsgemässen    Verfahrens wird die Suspension aus einem Zinksalz und einer oder mehrerer Verbindungen hergestellt, die mit Zinksalz bei einem PH-Wert von 6, 5-8, 0 l¯sliche Komplexe bilden k¯nnen, so, da¯ das Metall in gelöster Form auf das Insulin zur Einwirkung gelangt. Man kann hieraus schliessen, dass das erfindungsgemäss erhaltene   Insulinpräparat einen Metallkomplex    und nicht   eine durch Adsorption an ein unlös-    liches Metallhydroxyd als Träger gebundene Form des Insulins darstellt.



   Beispiele von Verbindungen, die mit Zinksalzen   lösliehe    Komplexe bilden, sind z. B.



  Glykokoll, AsparaginsÏure, GlutaminsÏure, ZitronensÏure und Weinsäure und ferner mehrwertige Alkohole, z. B. Glyzerin und   Hexite.    Vorzugsweise wird Glykokoll   verwen-    det.



   Beispiel 1 :
1,   6 g Insulin    (25 E pro mg, insgesamt 40 000 E) werden in 25 ml 0, In-SalzsÏure gelöst. Der wässerigen Lösung wird eine wÏsserige Lösung von 7, 6 g   Natriumehlorid,    3 g Trikresol und 700 mg wasserfreiem Zinkchlorid zugesetzt. Darauf wird der   pu-vert    der Lösung mit ln-Natronlauge auf 7, 1 gebracht, wodurch eine Suspension entsteht.



  Schliesslich wird die Flüssigkeit mit Wasser zu   1    Liter ergänzt. Dieses PrÏparat ist isotonisch und besitzt eine f r die Injektion geeignete Stärke.



   Beispiel 2 :
1, 8 g Insulin mit einer Aktivität von 22, 5   E    pro mg werden in 25 ml 0,   ln-Salzsäure auf-    gelöst. Dann wird eine wässerige Lösung von 7, 6 g Natriumehlorid und 3 g Trikresol   zuge-    setzt. Zu dieser Flüssigkeit f gt man eine wässerige Lösung von 1, 5 g   Glykokoll    und   600    mg wasserfreiem   Zinkehlorid.      Die Mi-      schung    wird mit   0,    ln-Natronlauge auf einen   plu-vert    von 7, 2 eingestellt und mit Wasser auf   l    Liter ergänzt.



   Beispiel 3 :
1, 8 g Insulin mit einer Aktivität von 22, 5   E    pro mg werden in 24 ml 0, 1n-Salzsäure aufgelost. Dann wird eine Lösung von 7, 6 g Natriumchlorid,   3    g Trikresol, 2, 6 g AsparaginsÏure und 800 mg wasserfreiem   Zinkehlorid    in 900 ml Wasser zugesetzt. Die in dieser Weise erhaltene Flüssigkeit wird mit   ln-Na-    tronlauge auf den PH-Wert 7, 0 eingestellt, wodurch eine Suspension gebildet wird, die man mit Wasser zu 1 Liter verdünnt.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH : : Verfahren zur Herstellung eines metall iraltigen Insulinpräparates mit verlängerter Wirksamkeit, dadurch gekennzeichnet, dass ¯ man Insulin und eine Zinkverbindung in einer Menge entsprechend 0, 5 bis 1, 0 mg rei- nem Zinkmetall je 100 Einheiten Insulin in wässeriger Lösung miteinander umsetzt und dann auf einen PH-Wert zwischen 6, 5 und 8, 0 einstellt, wodurch ein Insulin-Zink-Komplex erhalten wird, der in dem genannten PH-Bereich unlöslieh ist.
    UNTERANSPR¯CHE : 1. Verfahren gemma3 Patentanspruch, dadurch gekennzeiehnet, da. man als Zinkverbindung eine bei PH 6, 5 bis 8, 0 lösliche Kom plexverbindung eines Zinksalzes verwendet.
    2. Verfahren gemäss Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, da¯ man eine Komplexverbindung aus einem Zinksalz und Glykokoll verwendet.
    3. Verfahren gemäss Patentanspruch und den Unteranspruchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass man einer wässerigen Lösung der komplexen Zinkverbindung bei einem pu-vert zwisehen 6, 5 und 8, 0 eine Insulinlösung zusetzt.
    4. Verfahren gemäss Patentanspruch imd den Unteranspr chen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man eine Komplexverbin- dung aus Zinkehlorid und Glykokoll verwendet.
CH305884D 1950-11-22 1951-11-05 Verfahren zur Herstellung eines Insulinpräparates. CH305884A (de)

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