Heiz- bzw. Kühleinrichtung in Gebäuden. Es sind bereits Heiz- und Kühleinrich- t.ungen in Gebäuden mit unter Verputz ver legten Wärme- bzw. Kälteleitrohren bekannt, wobei Wärmeleitbleche mit den Rohren wärmeleitend verbunden sind.
Die vorliegende Erfindung bezweckt nun, eine bessere Aus nützung der Wärmeleitfähigkeit der Wärme- leitfläehe solcher Wärmeleitbleche zu schaf fen und erreicht dies dadurch, dass die Wärmeleitbleche mindestens in den an die wärmeleitende Verbindung zwischen ihnen und den Rohren anschliessenden 'Zwischen teilen dicker sind als an ihren den Rohren abgekehrten Endteilen. Hierdurch lässt sich eine bessere Ausnützung des Blechmaterials für die Wärmeleitung erreichen, als dies bei den bisher bekannten Blechen mit durchwegs gleicher Dicke der Fall war.
Die Ausbildung erfolgt zweckmässig unter Berücksichtigung des vorbestimmten sukzessiven Wärmeaus trittes aus den Leitblechen im Falle der Heizung bzw. des Wärmeeintrittes im Falle der Kühlung. Es lässt sich daher bei geeigne ter Ausbildung an Blechmaterial und infolge dessen auch an Gewicht eine Einsparung gegenüber Wärmeleitblechen mit überall gleich grosser Dicke erzielen. Ausserdem lässt sieh bei geeigneter Ausbildung die vorbestimmte mittlere Verputztemperatur an allen Stellen gleichmässiger gestalten.
Die Einsparung an Blechmaterial hat erhebliche Bedeutung, wenn es sich um verhältnismässig teures Material handelt, wie dies zum Beispiel für Kupfer der Fall ist. Kupfer besitzt bekanntlich eine ver- hältnismässig hohe Wärmeleitzahl und eignet sich daher für Wärmeleitbleche, die unter Verputz verlegt sind, ganz besonders; denn in folge der grossen Wärmeleitzahl ist es bei diesem Material möglich, den Temperatur unterschied zwischen den Rohren und dem zu heizenden oder zu kühlenden Raum möglichst klein zu halten.
Dies ist eine wichtige Vor aussetzung für die Verhinderung der Schwitz- wasserbildung, welche um so grösser ausfällt, je grösser die genannte Temperaturdifferenz ist. Da nun aber gerade die Metalle mit grösster Wärmeleitzahl am teuersten sind, ist es von erheblicher Bedeutung, den erforder lichen Materialaufwand für die Wärmeleit- bleche möglichst niedrig zu halten.
Infolge dessen gestattet die vorstehend erwähnte Ge staltung der Wärmeleitbleche wegen der da mit verbundenen Materialeinsparung die Ver wendung eines verhältnismässig teuren Mate rials, ohne dass allzu grosse Mehrkosten ins gesamt in Kauf genommen werden müssen. Die mit der Blechdimensionierung zugleich erzielte Gewichtsersparnis ist praktisch an und für sich ohnehin erwünscht, so dass mit der gekennzeichneten Wärmeleitblechdimen- sionierung in jeder Hinsicht eine sehr er wünschte Verbesserung gegenüber dem bis herigen Zustande erreichbar ist.
Eine weitere Materialersparnis für die Wärmeleitbleche lässt sich zudem unter Um ständen noch dadurch erreichen, dass nur ein Teil einer einheitlich verputzten Fläche mit Wärmeleitbleehen versehen, der übrige Teil dagegen ohne Wärmeleitbleche ausgebildet ist. Es hat sieh gezeigt, dass praktisch die vor bestimmte Wärmezu- bzw. -abfuhr erreichbar ist, ohne dass die zur Verfügung stehende Ge samtfläche, zum Beispiel die Fläche der Decke eines Raumes, mit Wärmeleitblechen besetzt werden muss.
Falls der Verputz an gegenseitig mit je einer Fuge aneinanderstossenden Platten sitzt, ist es zweckmässig, nur einzelne dieser Platten mit je einem Wärmeleitblech zu versehen und die übrigen Platten ohne Wärmeleitbleche auszubilden. Beide Plattensorten sind natÜr- lich im übrigen so zu dimensionieren, dass sie zueinander passen, so dass man wahlweise an jeder Stelle eine Platte ohne oder eine solche mit Wärmeleitbleeh verlegen kann.
Die beigefügte Zeichnung zeigt einige bei- spielsweise Ausführungsformen des Erfin- dungsgegenstandes.
Fig.1 zeigt in vertikalem Querschnitt eine Deckenkonstruktion.
Fig.2 zeigt in kleinerem Massstab einen Querschnitt eines Walzbleches, aus welchem die -GVärmeleitbleche bei einer Variante der Ausführungsform nach Fig. 1 hergestellt sind.
Die Fig.3 und J zeigen in der gleichen Darstellung wie Fig.1 je eine weitere Aus bildungsform.
Wie Fig. 1 der Zeichnung zeigt, ist eine Deckenkonstruktion vorausgesetzt, bei der in üblicher Weise hinter dem Verputz 1 eine Reihe von in Abständen v oneinanderliegen- den parallelen Rohren angeordnet sind, von denen lediglich ein Rohr ? in der Zeichnung veranschaulicht ist. Diese Rohre können un mittelbar in einen Rohrstrang eingegliedert sein, welcher im Kreislauf von einem flüssi gen oder gasförmigen Medium durchflossen ist, welches als Wärme- bzw. Kälteträger dient, wie zum Beispiel Heisswasser oder Kühlwasser, je nachdem, ob in der kalten Jahreszeit eine Heizung bzw. in der warmen Jahreszeit eine Kühlung der Decke be zweckt ist.
Zur gleichmässigen Wärmeübertragung über die ganze Deckenfläche sind zwischen den Rohren und dem Verputz 1 Wärmeleit- bleche 3 angeordnet, welche wärmeleitend mit den Rohren ? dadurch verbunden sind. dass sie, wie aus der Zeichnung für das dargestellte Rohr 2 ersichtlich ist, an den bei den Rohren befindlichen 'Stellen je eine das Rohr auf einem Teil seines Umfanges umgebende Rille bilden, welche dem Aussenradius des Rohres 2 angepasst ist und an deren Rändern je eine nach aussen vorstehende Falte 5 bzw. 6 gebil det ist. Diese Falten sind durch starkes Zu sammenpressen der die Falte bildenden Blechteile derart gestaltet, dass sich diese Blechteile auf einer verhältnismässig grossen Fläche berühren und die Falten ungefähr waagrecht. nach aussen vorstehen.
Jeder Rille 4 ist. ein Halter 7 zugeordnet, welcher ebenfalls rillenförmig mit dem Rohr aussenradius angepasster Krüniniung gestaltet ist und den restlichen Umfang des Rohres umgreift sowie beiderseits mit unter die Rillenfalze 5 bzw. 6 greifenden, im Quer schnitt hakenförmig nach innen gebogenen Rändern ä bzw. 9 versehen ist. Der Halter 7 besteht aus federndem Blech und ist so be messen, dass er auf der Oberseite des Rohres \? aufliegend mit den Rändern 8 und 9 einen ausreichenden Druck auf die Falte '5 bzw. 6 ausübt, um die Rille .1 in satter Anlage am Rohr \? zu halten.
Dadurch ist. ein zuverlässi ger Wärmeübergang von der Wandung des Rohres 2 zum Wärmeleitbleeh 3 gewährleistet. Das Wärmeleitbleeh 3 ist im Bereich des Rohres ? derart nach oben abgekröpft, dass es eine Hohlschwelle bildet mit. schräg liegen den Seitenflanken 10 bzw. 11 und einem durch die Rille .l gebildeten R.üeken. Das Wärme- leitbleeh 3 ist.
ferner mit ans ihm ausgestanz ten und ans der Blechfläche nach unten her ausgebogenen Zungen 1-2 versehen, welche als Verankerung des Bleches im Verputz 1 dienen, wobei auch die durch das Herunter biegen der Zungen 12 im @@'ärmeleitbleeh 3 entsprechenden Schlitze 13 zur besseren Haf tung des Verputzes am Blech beitragen.
Wie in Fig.1 der Zeichnung linksseitig angedeutet, ist der Deckenverputz in einzelne Platten aufgeteilt, die unter Bildung je einer Fuge 14 aneinanderstossen und einzeln in be- kannten, nicht dargestellter Weise an einem Deckenkonstruktionsteil durch Aufhängen befestigt sind.
Die Fugen 14 werden nach träglich auf der Verputzseite mit einem elastisch nachgiebigen Kitt verschlossen. Min destens an einzelnen Verputzplatten einer zu heizenden bzw. zu kühlenden Decke ist. je ein Wärmeleitblech 3 angebracht, so dass die be treffenden Verputzplatten mit dem Wärme- leitblech je ein Gxanzes bilden.
Die Montage erfolgt in der Weise, dass bei abgenommenem Halter 7 und fest verleg ten Rohren die Platten einzeln der Reihe nach von unten in die vorbestimmte Lage gebracht werden, wobei benachbarte Platten in die gegenseitigen Falze eingeschoben werden und die Rille 4 des Wärmeleitbleches einer jeden Platte an die Unterseite des betreffenden Roh res 2 fest angepresst wird. Alsdann wird der Halter 7 über dem Rohr 2 liegend in Rich tung der Rohrachse gegen die zugehörige Rille 4 geschoben, wobei die Ränder 8 und 9 etwas nach unten gedrückt werden, damit sie unter die entsprechenden Falten 5 und 6 fahren können.
Es genügt alsdann, den Hal ter 7 mit entsprechendem axialem Druck über die ganze Länge der Falten 5 und 6 des be treffenden Wärmeleitbleches vorzuschieben, um eine satte Anlage der Rille 4 über ihre ganze Länge am Rohr 2 zu gewährleisten.
Wie aus Fig. 1 ersichtlich, weist das Wärmeleitblech 3 an verschieden weit vom Rohr 2 entfernten Stellen unterschiedliche Dicken auf, und zwar weist der mittlere, die Rille 4 bildende Teil die grösste Dicke auf. Die Blechdicke ist längs Stellen, die in der Rohrlängsrichtung verlaufen, konstant, nimmt jedoch in der quer dazu liegenden Richtung nach beiden Seiten zu zweckmässig stetig ab, und zwar ist diese Dickenabnahme mindestens über die Seitenflanken 10 und 11 sowie an schliessend bis zu den freien Seitenrändern des Bleches linear, so dass jedes Wärmeleit- blech an den dem zugehörigen Rohr 2 abge kehrten Enden keilförmig auslaufend gestal tet ist.
Bei der Wahl der Dickenabnahme ist auf eine möglichst gute Ausnützung des Ma terials für die Wärmeleitung zu achten, unter Zugrundelegung einer möglichst gleichmässi gen Wärmeabgabe bzw. -zufuhr in bezog auf den Verputz 1, damit eine über die ganze Ausdehnung der Leitbleche möglichst gleich mässige Verputztemperatur erzielbar ist. Die Blechdicke an einer in einem bestimmten Ab stand vom zugehörigen Rohr des Wärmeleit- bleches befindlichen Stelle ist also abhängig von der von der Blechmitte aus bis an diese Stelle bereits erfolgten Wärmeabgabe bzw.
-zufuhr zum Verputz, und man kann die Dickenabnahme so wählen, dass an den ausser halb der Rille 4 befindlichen Stellen des Bleches wenigstens annähernd die gleiche Wärmestromdichte besteht.
Wie aus Fig.2 ersichtlich, können die Wärmeleitbleche aus einem Walzblech her gestellt sein, das von der Quermitte aus nach beiden Seitenrändern zu keilförmig gestaltet ist. Hierbei ist die Unterseite des Walzbleches eben belassen wie bei gewöhnlichen Blechen und die Dickenabnahme lediglich durch die Gestaltung der Blechoberseite bewirkt.
Eine solche Ausführungsform hat den Vorteil, dass bei den verwendeten Walzensätzen lediglich je eine Walze eines Walzenpaares, also zum Beispiel die Oberwalze, doppelkegelstumpf- förmig zu sein braucht, wogegen die Gegen walze, also zum Beispiel die Unterwalze, in für normale Blechwalzen üblicher Weise kreiszylindrisch sein kann.
Die Ausführungsform gemäss Fig. 3 unterscheidet sich von derjenigen gemäss Fig. 1 lediglich dadurch, dass das Wärmeleit- blech aus zwei Einzelblechen 15 und 16 be steht, welche jedes für sich über den ganzen Verlauf gleiche Dicke haben, jedoch über die vom Blech 15 gebildeten Seitenflanken der Hohlschwelle, welche wieder mit 10 und 11 bezeichnet sind, satt aneinanderliegen und miteinander verbunden sind, so dass über diese Seitenflanken 10 und 11 das Wärmeleitblech doppelwandig ist.
Das Einzelblech 1'5 ist, ab gesehen davon, dass es über die ganze Ausdeh nung eine konstante Dicke hat, in allen Teilen gleich gestaltet wie das Wärmeleit- blech 3 gemäss Fig.1. Dementsprechend sind in Fig. 3 die Teile gleicher Bedeutung wie in Fig.1 auch mit denselben Bezugszeichen ver sehen wie in Fig.1.
Wie ersichtlich, weist das am Wärmeleit- rohr 2 montierte Wärmeleitblech in seinem mittleren Teil eine die Hohlschwelle des Ein- zelbleches 15 an der Basis schliessende Blech kappe auf, welche durch das entsprechend geformte Einzelblech 16 gebildet ist.
Die bei den Schenkel 17 und 18 der Blechkappe liegen satt an der Innenseite der Hohlschwel- lenflanken 10 und 11 an und sind bis ungefähr an die Rille 4 des Einzelbleches 15 heran geführt, so dass über die genannten Flanken 10 und 11 die Blechkappe wärmeleitend mit dem übrigen Teil des Wärmeleitbleches ver bunden ist. Die unmittelbare Verbindung der Flanken 10 und 11 mit den Schenkeln 17 bzw. 18 kann durch Vernieten, Verschweissen, insbesondere Punktschweissen, erfolgen.
Durch das Einzelblech 16 wird erreicht, dass auch über die Hohlschwelle eine gleich mässige Wärmeabgabe an den Verputz 1 erzielt. wird, im Gegensatz zu der Ausführungsform nach Fig. 1. Der zwischen der Blechkappe und der Rille 4 befindliche Raum kann gege benenfalls mit wärmeisolierendem Material gefüllt sein, wie zum Beispiel Glaswolle, um nach Möglichkeit eine entsprechende Wärme ableitung durch den Verputz hindurch von der Rille 4 und den Schenkeln 17 sowie 18 aus zu unterbinden.
Es entstehen dann klarere Verhältnisse hinsichtlich der Wärmeüber tragung, wobei die Dicke des Einzelbleches 16 je nach Bedarf im Verhältnis zur Dicke des Einzelbleches 15 bemessen werden kann, falls man nicht der Einfachheit halber für beide Fälle die gleiche Blechdicke wählt. Der durch das Einzelblech 16 erfolgende Wärmeentzug im Falle der Heizung ist bezüglich des Wärmeflusses im Wärmeleitblech dadurch ausgeglichen, dass vor der Abzweigstelle, das heisst also über die Flanken 10 und 11, das Wärmeleitblech eine entsprechend grössere Dicke hat.
Die Ausführungsform nach Fig.4 unter scheidet sich von derjenigen nach Fig. 1 eben falls nur dadurch, dass das Wärmeleitblech aus zwei Einzelblechen 15 und 19 besteht, von denen jedes über seine ganze Ausdehnung gleiche Dicke aufweist. Von diesen beiden Einzelblechen ist das Blech 15 gleich ausge bildet wie das mit dem gleichen Bezugszeichen 15 benannte Einzelblech nach der Ausfüh- rungsförm gemäss Fig.3, abgesehen von den Zungen 12 und Schlitzen 13, die sich zum Teil am Einzelblech 19 befinden.
Das Einzel blech 19 liegt praktisch auf seiner ganzen Ausdehnung satt an der Unterseite des Ein zelbleches 15 an, wodurch seine Formgebung mehr oder weniger bedingt ist. Beide Einzel bleche sind in beliebiger Weise miteinander verbunden, zum Beispiel durch Vernieten oder Verschweissen, so dass eine gute wärmeleitende Verbindung zwischen beiden Blechen besteht. Das Wärmeleitblech als Ganzes ist an den freien Enden des Bleches 19, von denen in der Zeichnung nur das Ende 20 dargestellt ist, stufenförmig abgesetzt und besteht. an den Stellen grösster Dicke durchwegs aus den bei den Einzelblechen 15 und 19, dagegen an den ausserhalb des Einzelbleches 20 liegenden Stellen ausschliesslich aus dem Einzelblech 15.
Hierdurch ist dem Umstande Rechnung ge tragen, dass der Wärmedurchgangsduerschnitt im mittleren Teil des Bleches entsprechend der fortzuleitenden grösseren Wärmemengen grösser sein muss als in den äussern Teilen des W ärmeleitbleches, wo die weiterzuleitende Wärmemenge im Falle der Heizung um das bereits vorher abgegebene Ausmass kleiner ist.
Es steht nichts im Wege, entgegen der Ausbildung nach Fig. 4 auch eine drei- oder mehrstufige Diekenabnalinie vorzusehen, in dem das W ärmeleitblech in drei oder mehr Einzelbleche aufgeteilt ist, die sich alle min destens über den Bereich der Rille 4 er strecken und satt aneinanderliegend mitein ander verbunden sind, wobei die Abstufungen natürlich treppenförmig zueinander versetzt. sind.
Es steht auch nichts im Wege, bei einer Ausführungsform gemäss Fig. 4 bzw. der eben genannten Ausführungsform mit mehr als zwei Stufen auch zusätzlich noch eine Kappe in Form des Einzelbleches 16 der Ausfüh rungsform gemäss Fig. 3 im Bereich der Hohl schwelle einzusetzen.