CH306052A - Verfahren zur Herstellung eines kobalthaltigen Polyiminoisoindolenins. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung eines kobalthaltigen Polyiminoisoindolenins.

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CH306052A
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Bayer Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07DHETEROCYCLIC COMPOUNDS
    • C07D209/00Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom
    • C07D209/02Heterocyclic compounds containing five-membered rings, condensed with other rings, with one nitrogen atom as the only ring hetero atom condensed with one carbocyclic ring
    • C07D209/44Iso-indoles; Hydrogenated iso-indoles

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Description


  Verfahren zur Herstellung eines     kohalthaltigen        Polyiminoisoindolenins.       Es     wurde    gefunden, dass Produkte ähn  lichen Charakters, wie sie im Schweizer Pa  tent Nr. 297838 beschrieben sind, gewonnen  werden     können,    wenn man     Plithalocyanine,     die in organischen     Lösungsmitteln    suspen  diert sind, nicht mit Brom     oxydativ    abbaut,  sondern starke Salpetersäure darauf einwir  ken lässt.

   Für die     Durchführung    dieser Reak  tion sind sowohl metallfreie     als    auch metall  haltige     Phthalocyanine,    wie     beispielsweise     Kupfer-, Kobalt-, Nickel-     und        Eisenphthalo-          cyanine,    die auch     substituiert    sein können,  geeignet, wobei es vollkommen gleichgültig       ist,    nach welchem Verfahren die     Phthalo-          cyanine    erhalten wurden.

   Als     organische        Sus-          pensionsmittel    kommen sowohl     aliphatische     oder aromatische     Kohlenwasserstoffe    oder de  ren     Substitutionsprodukte    wie     Toluol,        Nitro-          benzol    als auch Alkohole     und    organische Säu  ren wie Essigsäure in Betracht. Auch Ge  mische     derselben    untereinander können     ange-          wandt    werden.  



  Die verwendete Salpetersäure soll mög  lichst konzentriert sein. So verläuft die Reak  tion beispielsweise mit einer solchen, die ein  spezifisches Gewicht von 1,5 hat,     besonders     gut. Die Menge der anzuwendenden Salpeter  säure schwankt. innerhalb weiter Grenzen,  und zwar kommen schon Mengen, die weit  unter der der     Phthalocyanine    liegen,     als    auch  Mengen, die ein Vielfaches der des Farb  stoffes betragen, in Betracht. Die.     Einwirkung     der Salpetersäure scheint in verschiedenen         Stufen    zu verlaufen.

   So konnte beobachtet  werden, dass     beiwendugrg    von wenig Sal  petersäure bei den     Phthaloeyaninen,    in denen  das Metall in verschiedenen     Wertigkeitsstufen          im    Molekül auftreten kann, wie z. B. beim       Kobaltphthalocyanin,    das     Phthaloeyanin    mit  der höheren     Wertigkeitsstufe        des        Metalles     entsteht.

   Bei weiterer Einwirkung der Sal  petersäure erhält man dann     Produkte,    die  denen ähnlich sind, die im Fiat Final Report  1313,     Vol.        III,    Seite 343,     beschrieben    sind  und jetzt in reiner Form erhalten werden  können, indem man als     Suspensionsmittel        Ni-          trobenzol    anwendet.

   Diese im früheren     I.-G.-          Werk        Ludwigshafen    durch Einwirkung von  verdünnter Salpetersäure auf     Phthalocyanine     in wässriger, schwefelsaurer Suspension erhal  tenen tiefblauvioletten Produkte sind nicht       beständig    und bilden in Gegenwart von Was  ser oder auch schon unter dem Einfluss     des     in der Atmosphäre enthaltenen     Wasser-          dampfes    nach     kurzer    Zeit auch ohne Zusatz  anderer Substanzen und ohne dass eine Er  höhung der Temperatur erforderlich ist,       Phthalocyanin    zurück.

   Eine technische Ver  wendung     dieser        Produkte    ist. deshalb nicht  möglich. Nimmt man die     Behandlung    der       Phthalocyanine    mit grossen Mengen Salpeter  säure vor, so erhält, man stabile, gelbe bis  gelbbraune, meist kristallisierte     Polyiminoiso-          indolenine.     



  Eine bevorzugte     Ausführungsform    der  Reaktion     besteht    darin, dass man die Phthalo-           eyanine    in den genannten Mitteln suspendiert  und die Salpetersäure, die zweckmässig mit  einem der genannten     Suspensionsmittel    ver  dünnt wurde,     allmählich    zugibt, wobei man  durch     Kühlung    dafür sorgt, dass die Reak  tionstemperatur nicht     zu    hoch     ansteigt.    Das  weitere Vorgehen richtet sich     danach,    welche       Suspensionsmittel    benutzt werden bzw. wie  gross die verwendeten     Salpetersäuremengen     sind.

   Arbeitet- man in     Mitteln    wie Eisessig       oder        Toluol    mit nicht zu grossen Mengen Sal  petersäure, so erhält man gefärbte kristalli  sierte Verbindungen,     die    man z. B. durch  Filtration abtrennen kann.  



  Führt. man dagegen die Reaktion mit grö  sseren     'Stengen    Salpetersäure in     Gegenwart     von Alkoholen durch, so gehen die     Reaktions-          produkte    schon während der     Reaktion        in.    Lö  sung, aus der man sie durch     Einrühren    in       Eis-Koehsalzmisehungen    isolieren kann.  



  Die gelben     bis    gelbbraunen neuen     Poly-          iminoisoindolenine        sind    in     vielen        organischen          Lösungsmitteln    löslich, in der Regel aber  schwer     löslich    in     aliphatischen        Kohlenwasser-          stoffen        und    Äther.  



  Durch Behandlung mit     Alkalilauge    kann  man sie in vielen Fällen in eine Form über  führen, die in Alkoholen leichter     löslich        ist.     



       Gegenstand        des    vorliegenden     Patentes    ist  ein Verfahren zur Herstellung einer     kobalt-          haltigen        Polyiminoisoindoleninverbindung,    da  durch gekennzeichnet, dass     mann    auf     Kobalt-          phthaloeyanin,    das in einem     hydroxylgrup-          penfreien        inerten    Lösungsmittel suspendiert       ist,    starke Salpetersäure einwirken lässt.  



  Das     kobaltbaltige    gelbe     Polyiminoisoindo-          lenin    löst sieh in     Pyridin    und     Chinolin    leicht  mit     orangebraimer    Farbe. Die braune,     wäss-          rige        alkalische    Lösung gibt eine oliv gefärbte       Küpe,    die     beim    Schütteln mit Luft. einen kla  ren, blauen Farbstoff abscheidet.

   Wird es mit       1-Amiuo-3-imino-isoindolenin    in     Nitrobenzol     erhitzt, so     Eierden    weitere     kobalthaltige          Phthalocyanin-Zwischenprodukte    erhalten.  



  Die durch das vorliegende Verfahren zu  gängliche     Verbindung    kann     als    Zwischenpro  dukt     für        Phthalocyaninfarbstoffe    verwendet  worden.         Beispiel:     22,8     Gewiehtsteile        Kobaltphthaloeyanin     werden in 140     Gewichtsteile        Nitrobenzol    ein  getragen.

   Nach dem     Abkühlen    auf 10 bis 15   lässt man 56 Gewichtsteile Salpetersäure vom  spezifischen Gewicht 1,4     zutropfen,    wobei  man die Temperatur auf etwa 20  ansteigen       lässt.    Das     Gemisch    nimmt zunächst ein       schwarzbraunes        Aussehen    an lind wird beim  Verrühren bei Raumtemperatur allmählich  heller.

   Gegen Ende der Reaktion     beobachtet     man     -unter    dem Mikroskop     einheitliehe    gelbe  Nadeln, und eine Probe     löst    sich in Methanol  auf Zusatz von Lauge nicht mehr     blaugrün,     sondern mit     orangebrauner    Farbe.

   Ist dieses       Stadium    erreicht, so     wird    die     inhomogene     Masse mit etwa 320     Gewichtsteilen        Methanol          versetzt        und    auf der lutsche     abgesaugt.    Der  gelbe     Nutschkuchen    wird mit Methanol gut  ausgewaschen und zum Schluss mit Aceton  und Äther     mehrmals    abgedeckt. Ausbeute  27     Gewichtsteile.     



  Die erhaltene Verbindung. das     kobalthal-          tige        Polyiminoisoindolenin,    ist. sauerstoff  haltig. Die Elementaranalyse ergibt folgende       Werte:            C        =        49,6%     0 = 16,60/0       H        =        3,7%     N = 17,0 0l0       Co        =        7,1%            Während.    sie     in    kaltem Nitrobenzol unlöslich  ist,

   löst sie sieh in     Pvridin    und     Chinolin    leicht  mit     orangebrauner    Farbe. Die braune     wäss-          rige    alkalische Lösung     gibt    eine     olivgefärbte          Küpe,    die beim     Sehütteln    mit Luft. einen kla  ren, blauen Farbstoff abscheidet.  



  Sie kann weiterhin durch die folgenden  Reaktionen     charakterisiert    werden:  6,96     (Teivielltsteile    dieser komplexen     Ko-          baltverbindun    -     *    wird mit. 3,2     Gewichtsteilen          1-Amino-3-imino-isoindolenin        und    60     Ge-          wichtsteilen    Nitrobenzol so lange auf 180 bis  190  erhitzt, bis die     anfangs    entstandenen,  blauen     Kristalle    des     Kohaltphthalocyanins     wieder verschwunden sind.

   Nach dem Erkal  ten     wird    mit     1Vlethanol    verdünnt und das      gelbbraune     Kristallisat    abgesaugt, mit Me  thanol gewaschen und getrocknet.  



  Man erhält 2,4 Gewichtsteile eines in  Nitrobenzol schwer löslichen     Kobaltphthalo-          eyaninzwischenproduktes,    welches in Aceton  mit     Natriummethylat    zunächst in Lösung  geht, sich aber durch überschüssiges     Natrium          methylat    als     Natriumverbindung.    in Form       rotbrauner        Kristalle        aussalzen        lässt.    Löst man  die     Natriumverbindung    in     Aceton,    so fällt  beim Ansäuern mit Eisessig     wieder    die na  triumfreie Verbindung aus.  



  Die Elementaranalyse ergab folgende  Werte:         gefunden.        C        =        61,17%     H =     3,07"/o          N        =        22,17        %     0 =     5,07"/o          Co=        7,50%       Engt man die oben erhaltenen Nitrobenzol  Methanal-Mutterlaugen im     Vakuum    ein     und     versetzt den Rückstand mit     Ligroin,    so erhält       man        nach    dem Absaugen,

   Auswaschen mit       Ligroin        und    Trocknen des ausgefallenen  gelbbraunen     Niederschlages    5,3 Gewichtsteile    eines in Nitrobenzol leicht löslichen Kobalt  phthaloeyaninzwischenproduktes. Nach der  Elementaranalyse besitzt es die folgende Zu  sammensetzung         gefunden    C = 60,5 0/0       H        =        3,62%          N        =19,19        %     0 = 10,230/a  Co= 6,0 0/0.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer kobalt- haltigen Polyiminoisoindoleninverbindung, da durch gekennzeichnet, dass man auf Kobalt phthalocyanin, das in einem hydroxylgrup- penfreien inerten Lösungsmittel suspendiert ist, starke Salpetersäure einwirken lässt.
    Das kobalthaltige, gelbe Polyiminoisoindolenin löst sich in Pyridin und Chinolin leicht mit orangebrauner Farbe. Die braune, wässrige, akalische Lösung gibt eine oliv gefärbte Küpe, die beim Schütteln finit Luft einen klaren, blauen Farbstoff abscheidet. Wird es mit 1-Amino-3-imino-isoindolenin erhitzt, so wer den weitere kobalthaltige Phthalocyanin-Zwi- schenprodukte erhalten.
CH306052D 1949-08-25 1950-08-21 Verfahren zur Herstellung eines kobalthaltigen Polyiminoisoindolenins. CH306052A (de)

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