CH306857A - Verfahren zur Herstellung einer fluoreszierenden Monotriazolverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer fluoreszierenden Monotriazolverbindung.

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CH306857A
CH306857A CH306857DA CH306857A CH 306857 A CH306857 A CH 306857A CH 306857D A CH306857D A CH 306857DA CH 306857 A CH306857 A CH 306857A
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  Verfahren zur Herstellung einer fluoreszierenden     Monotriazolverbindung.       Die vorliegende Erfindung betrifft die  Herstellung von     Monotriazolverbindungen,    die  eine blaue Fluoreszenz aufweisen. Sie eignen  sieh in kleinen Mengen auf weissen Stoffen  je nach     Zusammensetzung    mehr oder weniger  gut zur     Erzeugung    einer reineren     Weisstönung,     indem das blaue     Fluoreszenzlieht    eine gelb  liebe Eigenfarbe des weissen Trägers optisch       kompensiert.     



  Es wurde gefunden, dass sich gewisse     1@Iono-          naplithot.riazolverbindungen    mit. einer     Stil-          bylgruppe    in     2-Stellung    des     1,2,3-Triazolrin-          ges,    nämlich die     2-Stilbyl-(naphtho-1',2'    :

       4,5)-          1,2,3-triazol-sulfonsäuren        bzw.    deren Salze von  der allgemeinen Formel I  
EMI0001.0019     
          -orin    A     einen        Naplithalinrest        bedeutet,    der  unter     Ansselilul3    von     Chromophoren    und       .litxoelii#onieit    noch     beliebig,    beispielsweise       dttreh    Halogen oder     Alkoxygruppen,

          vorzugs-          n-eisejedoch    durch     Sulfonsäure-und        Carboxyl-          griIppen,    substituiert sein kann, und worin  B einen     Benzolring    bedeutet, der weder       Chromophore    noch     Auxochrome    enthalten  darf, im übrigen aber beliebig, beispielsweise       iitit    Halogen,     Alkyl-,        Sulfonsäure-    oder     Carb-          oxOgruppen    substituiert. sein kann, durch  eine blaue Fluoreszenz auszeichnen.  



  Man erhält. die erfindungsgemässen     2-Stil-          liyl-naphthotriazQlverbindungen    durch Kupp-         lung    von     diazotierten,        chromophorfreien    4  Aminostilben-2-sulfonsäuren, deren zweiter       Benzolring        (entsprechend    Bin Formel 1)     ge-          gebenenfalls    definitionsgemäss substituiert sein  kann, mit.

   in     ortho-Stellung    zur     Aminogruppe     kuppelnden,     chromophorfreien        Aminonaphtha-          linv        erbindungen,    die     gegebenenfalls    noch  weiter, vorzugsweise durch     Carboxyl-    und       Sulfonsäuregruppen,    substituiert sein können,  und Oxydation des gebildeten     o-Aminoazofarb-          stoffes    nach bekannten Methoden zur ent  sprechenden     2-Stilbyl-(naphtho-1',2'    :4,5)-1,2,       3-triazolverbindung.     



  Die     erfindungsgemäss    verwendbaren 4  Aminostilben-2-sulfonsäuren kann man bei  spielsweise nach der Methode der Schweizer  Patentschrift Nr. 273394 durch     Kondensation     von aromatischen Aldehyden der     Benzolreihe     mit.

   2     -Methyl    - 5 -     nitrobenzol        -sulfonsäurearyl-          estern    zu den entsprechenden     Stilbenverbin-          dungen,        Verseifung    der     Sulfonsäurearylester-          gruppe    und Reduktion der     Nitro-    zur     Amino-          gruppe    herstellen.

   Auch die ans der     Diazo-          verbindüng    der     4-Nitro-4'-ainino-stilben-2,2'-          disulfonsäure    durch Ersatz der     Diazogruppe     durch Wasserstoff, Halogen, Cyan usw. nach  üblichen Methoden und Reduktion der     Nitro-          zur        Aminogruppe    erhältlichen     4-Aminostilben-          2,2'-disulfonsäuren    sind im erfindungsge  mässen Verfahren gut brauchbar.

   Die     Diazo-          tierung    erfolgt nach üblichen Methoden in  mineralsaurer wässriger Lösung oder Suspen  sion mit     Alkalinitrit    in der Kälte.      Als in     o-Stellung        zur        Aminogruppe    kup  pelnde     Azokomponenten    der     Naphthalinreihe     kommen     vorzugsweise        2-Aminonaphthalinver-          bindimgen    in Frage, die, ausser     Chromophoren     und weiteren     Auxoehromen,    noch     Substituen-          ten,

          vorzugsweise        Sulfonsäure-    und     Carboxyl-          gruppen,    gegebenenfalls beispielsweise     au-eh     Halogen,     ZZethyl-    und     Alkoxy        gruppen    enthal  ten können.    Die Kupplung zum     o-Aminoazofarbstoff     geschieht zweckmässig in schwach     saurer    wäss  riger     Lösung    oder Suspension. Bei Verwen  dung von wasserunlöslichen Kupplungskom  ponenten kann die     lIitverwendung    von ober  flächenaktiven     Dispergatoren    von günstigem  Einfluss sein.

    



  Die Oxydation des     o-Aminoazofarbstoffes     zum     1,2,3-Triazol    geschieht nach bekannten  Methoden, entweder mit     ammoniakalischem     Kupfersulfat in wässriger Lösung oder Sus  pension bei erhöhter Temperatur, gegebenen  falls mit Sauerstoff oder Sauerstoff enthal  tenden     Gasgemisehen    wie Luft, oder mit       Alkalihypochloriten.       Definitionsgemäss sollen im erfindungs  gemässen Verfahren die Komponenten so ge  wählt werden, dass die     aromatischen    Ringe  der Endprodukte keine     Chromophore,    wie bei  spielsweise     Nitro-    oder     Arylazogruppen,

      und    keine     Auxochrome    enthalten. Der     Ausdruek           Auxochrome     ist im engeren Sinn der       Witt'schen    Farbtheorie zu verstehen als die  jenigen aromatisch gebundenen, salzbilden  den     Substituenten    umfassend,     welehe    die     Azo-          kupplung    ermöglichen, nämlich die     phenoli-          sehen        Hydroxyl-,    die     Amino-,

          Alkylamino-.          Aralkylamino-    und     Arylaminogruppen.    Diese  genannten Gruppen verstärken die Eigenfarbe  der erfindungsgemässen     2-Stilbyl-naphthotri-          azolverbindungen    in einem unerwünschten  Ausmass und beeinträchtigen oder vernichten  die Fluoreszenz und die     Echtheiten    der Weiss  tönung. Ferner wurde gefunden,     d'ass    auch die  Substitution des     Benzolringes    B von kritischer  Bedeutung sein kann.

   Enthält er nämlich in  einer und besonders in mehreren der in For  mel     II    mit X bezeichneten Resonanzstellungen  zur     Äthylenbrücke    stark     positivierende        Sub-          stit-Lienten    wie     Alkoxy-,        Aeylamino-    oder     1,3,5-          Triazinylaminogruppen,    so tritt verstärkte  Eigenfarbe und eine meist     unerwünschte    Ver  schiebung des Farbtons des     Fluoreszenzlichts     gegen Grün ein.

   Diese im folgenden und  in den Ansprüchen als  stark     positivierende     Gruppen  bezeichneten     Substituenten    sollen  darum in einer optisch besonders     günstigen     Klasse von     erfindungsgemässen        2-Stilbyl-na.ph-          thotriazolverbindungen    der allgemeinen For  mel     II     
EMI0002.0073     
    worin A und B die oben gegebene Bedeutung  zukommt, in den mit X bezeichneten Reso  nanzstellungen zur     Äthylenbrücke    ausgeschlos  sen sein.

   In den verbleibenden Stellungen des       Benzolringes    B sind sie von geringerem opti  sehen     Einfluss    und können gegebenenfalls vor  handen sein. Vorzuziehen sind jedoch Verbin  dungen, die im     Benzolring    B nicht oder nur  schwach     positivierende        S.ubstituenten    wie  Halogen,     Alkyl-,        Carboxyl-    und     Sulfonsäure-          grtippen        enthalten,

      während sowohl aus Grün  den der leichten     technischen    Zugänglichkeit    wie auch aus optischen     Gründen    Verbindun  gen mit     unsubastitniertem        Benzolring    B allen  andern vorzuziehen sind und die wertvollste  Klasse der erfindungsgemässen     2-Stilbyl-1,2,3-          tria.zolylverbindungen    vorstellen.  



  Demgegenüber ist die Substitution des       Naphthalinrestes    der erfindungsgemässen     Ner-          bind'ung    von weniger kritischer     Bedeutung.          Als    besonders wertvoll haben sieh die vom     \_'-          Aminonaphtha.lin    und seinen     AIonosulfonsäu-          ren    abgeleiteten     erfindungsgemässen        2-Stübj#-l-          naphthotriazolverbind'ungen    erwiesen,

   wobei      die     Stellung-    der     Sulfonsäuregruppe    nur ge  ringe Unterschiede im Farbton des     Fluores-          zenzlichtes    bewirkt, indem beispielsweise die  von der 2     -Aminonaphthalin-5-sulfonsäure        ab-          ,,Yeleiteten    Verbindungen im allgemeinen etwas  blauer fluoreszieren als die von der     2-Amino-          iiapht.halin-6-sulfonsäure.    abgeleiteten.  



  Die neuen, erfindungsgemässen     2-(Stilbyl-          4")    -     (naphtho-1',2'    : 4,5)     -1,2,3-triazole    sind  mehr oder weniger schwach gelb gefärbte Ver  bindungen, die in Form ihrer wasserlöslichen       Alkalisalze    dank guter Affinität zu     Cel:lulose     ans wässriger Lösung verwendbar sind zum  Aufhellen von mehr oder weniger weissem       cellulosehaltigem    Material, wie     Cellulosefasern     und daraus gefertigte Textilien, Papier usw.  Sie können jedoch aus saurem und je nach  Zusammensetzung sogar aus neutralem Bad  auch zum Aufhellen von Wolle und Nylon  verwendet werden.

   Die mit den neuen Pro  dukten erhältliche, sehr reine     V#Teisstönung    auf       Cellulose    ist     gut    licht- und sehr gut chlorecht.  Die erfindungsgemässen     2-Stilbyl-naphthotri-          azolverbindungen    eignen sich auch sehr     gut     als Zusatz zu     Textilbehandlungsflotten    und  zu     Textilhilfsmitteln    wie Seifen -und synthe  tischen Waschmitteln, weil sie die sehr er  wünschte Eigenschaft besitzen, in hierbei üb  lichen Konzentrationen den erwähnten Trä  gerstoffen ein angenehmes weisses     Aussehen    zu  verleihen.  



  Es ist schon der Vorschlag gemacht wor  den,     sulfonsaure    Salze von     4,4'-Di-naphtho-          triazolyl-stilbenverbindungen    als optische Auf  liellungsmittel für organische Stoffe zu ver  wenden. Diesen vergleichbaren     Di-naphthotri-          azolylstilbenverbind'ungen    gegenüber weisen       (i        ie    erfindungsgemässen neuen     Mononaphthotri-          azolyIstilbenverbindungen    eine viel reiner  blaue Fluoreszenz, geringere Eigenfarbe und  den     wichtigen    Vorteil auf,     d'ass    sie den damit.

    vermischten Textilhilfsmitteln ein     verbessertes          aussehen    verleihen.  



       Gegenstand    vorliegenden Patentes ist. nun  ein Verfahren zur Herstellung einer fluores  zierenden     Monotriazolverbindung.    Das Ver  fahren ist. dadurch gekennzeichnet.,     da.ss    man         diazotierte        4-Amino-4'-chlor-stilben-2,2'-disul-          fonsäure    mit. 2 -     Amino-naphthalin    zum o  Amino-azofarbstoff kuppelt und diesen zur       2-(4"-Chlor-stilbyl-4")-(naphtho-1',2'    :4,5)-1,       2,3-triazol-2",2l"-disulfonsäure    oxydiert.  



  Das     Natriumsalz    der erhaltenen neuen  Verbindung stellt ein     gelbstichiges    Pulver dar.  Sie soll als     Aufhellungsmittel    Verwendung  finden.  



  <I>Beispiel:</I>  Eine Lösung des     I)inatriumsalzes    von  38,95 Teilen     4-Amino-4'-ehlor-stilben-2,2'-di-          sulfonsäure    und 6,9 Teilen     Natriumnitrit    in  400 Teilen Wasser wird bei<B>8-100</B> mit 25  Teilen konzentrierter Salzsäure indirekt     diazo-          tiert.    In diese     Diazosuspension    wird bei 10 bis  12  eine warme Lösung von 14,

  3 Teilen     2-          Amino-naphthalin    und 11 Teilen konzentrier  ter Salzsäure in 200 Teilen Wasser     zugetropft.          Anschliessend    wird langsam eine Lösung von  40 Teilen kristallisiertem     Natriumaeetat    in  100 Teilen     Wasser        zugetropft    und nach be  endeter Kupplung der entstandene     o-Amino-          azofarbstoff    isoliert.

   Der feuchte Farbstoff  wird     hierauf    in 750 Teilen heissem Wasser  und 12 Teilen     Natriumhydroxyd    gelöst und  mit     Natriumhypochloritlösung    zum     2-Stilbyl-          na.phthotriazal        oxydiert.    Das     Natriumsalz    der       2-(4"'-Chlor=stilbyl-4")-(naphtho-1',2'    :     4,5.)-1,          2,3-triazol-2",2"'-disulfonsäurewird    als schwach       gelbstichige    Substanz erhalten.

   Es stellt ein  wertvolles     Aufhellungsmittel    für     Cellulose-          fasern,    für Seifenpulver und Waschhilfsmit  tel dar.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer fluores zierenden Monotriazolverbindung, dadurch ge kennzeichnet, dass man diazotierte 4-Amino-4'- chlor-stilben-2,2'-disulfonsäure mit 2-Amino- naphthalin zum o- Amino-azofarbstoff kuppelt und diesen zur 2-(4"'-Chlor-stilb3Tl-4")-(naph- tho-1',2' :
    4,5)-1,2,3-triazol-2",2"'-disulfonsäure oxydiert. Das Natriumsalz der erhaltenen neuen Ver bindung stellt ein gelbstichiges Pulver dar.
CH306857D 1951-09-06 1952-01-11 Verfahren zur Herstellung einer fluoreszierenden Monotriazolverbindung. CH306857A (de)

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