CH302533A - Verfahren zur Herstellung einer fluoreszierenden Monotriazolverbindung. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung einer fluoreszierenden Monotriazolverbindung.

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CH302533A
CH302533A CH302533DA CH302533A CH 302533 A CH302533 A CH 302533A CH 302533D A CH302533D A CH 302533DA CH 302533 A CH302533 A CH 302533A
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  Verfahren zur Herstellung einer fluoreszierenden     Monotriazolverbindung.       Die vorliegende Erfindung betrifft die  Herstellung von fluoreszierenden     llonotria.zol-          verbindungen,    die sich durch ein rein blaues       Fluoreszenzlicht    auszeichnen. Sie eignen sich  in kleinen Mengen auf mehr oder weniger wei  ssen Stoffen zur Erzeugung einer reineren  Weisstönung durch optische Kompensation    einer gelblichen Eigenfarbe durch das blaue       Fluoreszenzlicht.     



  Es wurde gefunden, dass sich gewisse     Mono-          naphtotriazolverbindungen    mit einer     Styryl-          gruppe    in     2-Stellung    des     1,2,3-Triazolringes,     nämlich die     2-Styryl-(naphto-1',2'    :

       4,5)-1,2,3-          triazolsulfonsäuren    bzw. deren Salze von der  allgemeinen Formel 1  
EMI0001.0015     
    worin der     Naphthalinrest    unter Ausschluss von       Chromophoren    noch beliebig, beispielsweise  durch Halogen und     Alkoxygruppen,

      vorzugs  weise jedoch durch     Sulfonsäure-    und     Carboxyl-          rruppen        substituiert    sein kann und der     Ben-          zolring    A weder     Chromophore    noch in den mit  K bezeichneten Resonanzstellungen zur     Äthy-          lenbrücke    stark     positivierende    Gruppen, wie  beispielsweise     Oxy-,        Alkoxy-,        Amino-,    substi  tuierte     Amino-,        Acylamino-    oder     1,3,

  5-Tri-          -tzinyiaininogruppen    enthalten darf, im übri  gen aber noch beliebig, beispielsweise noch mit  Halogen oder     Alkylgruppen        substituiert    sein  kann, durch eine reine, blaue Fluoreszenz aus  zeichnen.  



  Man erhält die     erfindungsgemässen        2-Sty-          ryl-naphto-triazolverbindungen    durch Kupp  lung von     diazotierten,        chromophorfreien        4-          Aminostilben    - 2 -     sulfonsäuren,    deren zweiter         Benzolring    (entsprechend A in Formel I) ge  gebenenfalls definitionsgemäss substituiert sein  kann, mit.

   in     ortho=Stellung    zur     Aminogruppe     kuppelnden,     chromophorfreien        Aminonaphtha-          linverbindungen,    die gegebenenfalls noch wei  ter, vorzugsweise durch     Carboxyl-    und     Sulfon-          säuregruppen,    substituiert sein können, und  Oxydation des gebildeten     o-Aminoazofarbstof-          fes    nach bekannten Methoden zur entsprechen  den     2-Styryl-(naphto-1',2'    :     4,5)-1,2,3-triazol-          verbindung.     



  Die erfindungsgemäss verwendbaren     4-          Aminostilben-2-stilfonsäuren    kann man bei  spielsweise nach der Methode des Schweizer  Patentes Nr. 273394 durch Kondensation von  aromatischen Aldehyden der     Benzolreihe    mit       2-Methyl    - 5 -     nitrobenzol    -     sulfonsäurearylestern     zu den entsprechenden     Stilbenverbindungen,          Verseifung    der     SulfonsäiirearylestergiLippe         und Reduktion der     Nitro-    zur     Aminogruppe     herstellen.

   Die     Diazotierung    erfolgt nach üb  lichen Methoden in mineralsaurer wässriger  Lösung oder Suspension mit.     Alkalinitrit    in  der Kälte.  



  Als in     o-Stellung    zur     Aminogruppe    kup  pelnde     Azokomponenten    der     Naphthalinreihe     kommen vorzugsweise     2-Aminonaphthalinver-          bindungen    in Frage, die ausser     Chromophor    en  noch weitere     Substituenten,    vorzugsweise     Sul-          fonsäure-    und     Carboxylgruppen,    gegebenen  falls     beispielsweise    auch Halogen,     llethy    1- und       Alkoxygruppen    enthalten können.  



  Die Kupplung     zum        o-Aminoazofarbstoff     geschieht zweckmässig in schwach saurer wäss  riger     Lösung    oder     Suspension.    Bei Verwen  dung von     wasserunlöslichen    Kupplungskompo  nenten kann die     Mutverwendung    von oberflä  chenaktiven     Dispergatoren    von günstigem  Einfluss sein.  



  Die Oxydation des o-     Aminoazofarbstoffes     zum     1,2,3-Triazol    geschieht nach bekannten  Methoden, entweder mit     ammoniakalischem     Kupfersulfat in wässriger Lösung oder Sus  pension bei erhöhter Temperatur, gegebenen  falls mit Sauerstoff oder Sauerstoff. enthal  tenden Gasgemischen wie Luft, oder mit     Al-          kalihypochloriten.     



  Definitionsgemäss sollen im erfindungsge  mässen Verfahren die Komponenten so ge  wählt werden, dass sie keine     Chromophore,        -wie     beispielsweise     Nitro-    oder     Arylazogruppen.     enthalten. Ferner wurde gefunden, dass die  Substitution des     Benzolringes    A in Formel I  von kritischer Bedeutung sein kann.

   Enthält  er nämlich in den mit X bezeichneten Reso  nanzstellungen zur     ÄthylenbrückeAuxochrome     wie     Oxy-    oder substituierte und     unsubsti-          tuierte        Aminogruppen    oder andere stark     posi-          tivierende    Gruppen wie     Alkoxy-,        Acylamino-,          1,3,5-Triazinylaminogruppen,    ferner     1,2,3-          Triazolylgruppen,

      so tritt verstärkte Eigen  farbe und eine     unerwünschte    Verschiebung  des Farbtones des     Fluoreszenzliehtes    gegen  Grün ein. Diese gesamthaft als  stark     positi-          vierende    Gruppen  bezeichneten     Substituen-          ten    sollen darum in den Resonanzstellungen  X zur     Äthylenbrüeke    ausgeschlossen sein. In    den verbleibenden Stellungen des     Benzolrin-          ges    A sind sie von geringerem Einfluss und kön  nen gegebenenfalls vorhanden sein.

   Vorzuzie  hen sind jedoch Verbindungen, die im Benzol  ring A nicht oder nur     seliwaeh        positivierende          Substituenten    wie Halogen,     Alkyl-,        Carboxyl-          und        Sulfonsäuregruppen    enthalten,     während     sowohl ans Gründen der leichten technischen  Zugänglichkeit wie auch aus optischen Grün  den Verbindungen mit     unsubstituiertem        Ben-          zolring    A allen andern vorzuziehen sind und  die wertvollste Klasse der erfindungsgemässen       ?-Sty        ryl-1,2,

  3-tr        iazolylverbindungen    vorstellen.  



  Demgegenüber ist die Substitution des       Naphthalinrestes    der erfindungsgemässen Ver  bindungen von weniger kritischer Bedeutung.  Als besonders wertvoll haben sich die vom 2  Aminonaplithalin und seinen     Moiiosulfonsäu-          ren    abgeleiteten erfindungsgemässen     ?-Styryl-          naphtotriazolverbindungen    erwiesen, wobei die  Stellung der     Sulfonsäuregruppe    nur geringe  Unterschiede im Farbton des     Fluoreszenzlich-          tes    bewirkt,

   indem beispielsweise die von der       2-Aminonaphthalin-5-sulfonsäure    abgeleiteten  Verbindungen im allgemeinen etwas blauer  fluoreszieren als die von der     2-Aminonaph-          thalin-6-siilfonsäure        ab--eleiteten.     



  Die neuen, erfindungsgemässen     2-St;vryl-          (naphto-1',2'    :     3-,5)        -1,2,3-triazole    sind mehr  oder weniger     schwaeli    gelb     gefärbte    Verbin  dungen, die in Form ihrer wasserlöslichen Al  kalisalze dank guter Affinität zu     Cellulose    aus  wässriger Lösung verwendbar sind zum Auf  hellen von mehr oder weniger weissem     eellu-          losehaltigem    Material, wie     Cellulosefasern    und  daraus gefertigte Textilien, Papier usw.

   Sie  können jedoch aus saurem und je nach Zu  sammensetzung sogar aus neutralem Bad     a.ueh     zum Aufhellen von Wolle und Nylon verwen  det werden. Die mit, den neuen Produkten er  hältliche, sehr reine Weisstönung auf     Cellu-          lose    ist gut.

   licht- und sehr gut     ehloreeht.     Die erfindungsgemässen     2-Styryl-naphtotri-          azolverbindungen    eignen sich auch sehr gut als  Zusatz zu     Textilbehandlungsflotten    und zu  Textilhilfsmitteln, wie Seifen und syntheti  schen Waschmitteln, weil sie die sehr er  wünschte Eigenschaft besitzen, in     hiebei    übli-           chen    Konzentrationen den     erwähnten    Träger  stoffen ein     angenehmes,    weisses Aussehen zu  verleihen.  



  Es ist schon der Vorschlag gemacht wor  den,     sulfonsaure    Salze von     4,4'-Di-naphto-          triazolyl-stilbenverbindungen    als optische Auf  hellungsmittel für organische Stoffe zu ver  wenden. Diesen vergleichbaren     Di-na-phtotri-          azolylstilbenverbindtingen    gegenüber weisen  die erfindungsgemässen neuen     Mononaphtotri-          azolyl-stilbenverbindungen    eine viel reiner  blatte Fluoreszenz, geringere Eigenfarbe und  den     wichtigen    Vorteil auf,     dass    sie den damit  vermischten Textilhilfsmitteln ein verbessertes  Aussehen verleihen.  



  Gegenstand des vorliegenden Patentes ist  nun ein Verfahren zur Herstellung einer       fluoreszierenden        Monotriazolverbindung.    Das  Verfahren ist dadurch     gekennzeichnet,    dass  man dianotierte     4-Amino-stilben-2-sulfonsäure     mit     2-Amino-napltthalin-6-sulfonsätire    zum       o-Aniinoazofarbstoff    kuppelt und diesen zur       2-Styrvl-(4")-(naphto-1',2'        :4,5)-1,2,3-triazol-          2",6'-distilfonsäure    oxydiert.

   Das Natrium  salz der erhaltenen neuen Verbindung ist ein  gut.     wasserlösliehes,    schwach gelb     gefärbtes     Pulver. Sie soll als     Aufhellungsmittel    Ver  wendung finden.  



  <I>Beispiel:</I>  Eine Lösung von 27,5 Teilen     4-Amino-stil-          ben-2-stilfonsäüre,    4,1 Teilen     Natriumhydr-          oxyd    und 6,9 Teilen     Natriumnitrit    in 200 Tei  len     Wasser    wird bei 8-10  mit 25 Teilen  bonzentrierter     Salzsäure    indirekt dianotiert.

    Die Suspension der     Diazov        erbindung    wird bei  einer Temperatur von 10-12  mit einer Lö  sung von 22,3 Teilen 2-Amino-naphthalin-6-         sttlfonsäure,    4,1 Teilen     Natriumhydroxyd    und  25 Teilen kristallisiertem     Natriumacetat    in  170     Teilen    Wasser vermischt und nach be  endigter Kupplung der gebildete     o-Aminoazo-          farbstoff    bei 30      abfiltriert    und mit 750 Tei  len heissem Wasser und 12 Teilen Natrium  hYdroxyd     angeschlämmt.    Bei 70-75  werden  in die     Anschlämmung    innert.

   30     lIinuten    115  Teile einer     Natriumhypochloritlösung        einge-          tropft,        die        17%        aktives        Chlor        enthält.        Nach     vollständiger Oxydation des Farbstoffes,  kenntlich am Farbumschlag der Lösung von  rot nach orange, wird abgekühlt, die gebildete       2-Styryl-naphtotriazolverbindttng        dureh    Zu  gabe von Kochsalz ausgefällt,     abfiltriert,

      mit  verdünnter Kochsalzlösung gewaschen und bei  50-60      getroeknet.    Das so erhaltene Natrium  salz der     2-Styryl-(4")-(naphto-l.',2'    :4,5)-1,2,       3-triazol-2",6'-disulfonsäure,    ein gut wasser  lösliches, schwach gelblich gefärbtes Pulver.  verleiht dank seiner     Substantivität    den damit  behandelten     Cellulosefasern    eine reine, blau  stichige Weisstönung, die gute     Echtheiten,    ins  besondere eine gute Chlorechtheit, aufweist.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung einer fluores zierenden Monotriazolverbindung, dadurch ge kennzeichnet, dass man diazotierte 4-Amino- stilben-2-sulfonsäure mit 2-Amino-naphthalin- 6-sulfonsäure zum o-Aminoazofarbstoff kup pelt und diesen zur 2-Styryl-(4")-(naphto-1', 2' : 4,5)-1,2,3-triazol-2",6'-disttlfonsäure oxy- dier t.
    Das Natriumsalz der erhaltenen neuen Verbindung ist ein gut wasserlösliches, schwach gelb gefärbtes Pulver.
CH302533D 1951-09-06 1951-09-06 Verfahren zur Herstellung einer fluoreszierenden Monotriazolverbindung. CH302533A (de)

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