Rechenmaschine. Die vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Rechenmaschine mit Tastenfeld, wobei jeder Tastenreihe je eine Tastenschiene zuge ordnet ist, die mit einem Einstellmechanismus zusammenwirkt.
Gemäss der vorliegenden Erfindung ist die Rechenmaschine dadurch gekennzeichnet, dass eine Ausklinkeinrichtung vorgesehen ist, welche die Wirkungsverbindung zwischen dem Einstellmechanismus und der Tastenschiene automatisch unterbricht, bevor die Tätigkeit des Einstellmechanismus beendet ist, wobei die Ausklinkeinrichtung in Abhängigkeit von einer im Einstellmechanismus befindlichen Kraftquelle betätigt wird.
Vorzugsweise kann ein Zahnsegment vor gesehen sein, welches bei vollständiger Betäti- guing einer Taste mit dem Zahnrad eines zu gehörigen Zahlenrades in Eingriff steht.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungs beispiele des Erfindungsgegenstandes darge stellt, und zwar zeigen: Fig. 1 eine erste bevorzugte Ausführung der Rechenmaschine, welche sowohl für Hand- als auch für Kraftantrieb verwendbar ist, und Fig. 2 eine Variante der in Fig. 1 gezeig ten Ausführung zur vorzugsweisen Verwen dung in Maschinen mit Kraftantrieb.
Jede der beiden in der beiliegenden Zeich nung dargestellten Ausführungen umfasst eine Maschine mit Volltastatur mit einer Anzahl von Tastenreihen, und zwar je eine für jede Zahlenreihe. Im nachfolgenden werden die Ausführungsbeispiele an Hand je einer ein zigen Zahlenreihe beschrieben.
Bei der in Fig. 1 gezeigten, bevorzugten Ausführungsform wird ein Zahlenrad 1 durch ein normalerweise ausser Eingriff mit einem mit diesem Zahlenrad 1 verbundenen Zahnrad 3 gehaltenes, hin und her gehendes Zahnseg ment 2 in Winkelrichtung verschoben, wobei diese Winkelverschiebung je nach dem Wert des betätigten Tastenknopfes verschieden ist. Das Zahnsegment 2 geht, bevor es mit dem Zahnrad 3 zur Aufnahme eines Zahlenwertes in das Zählwerk während des Rücklaufes in Eingriff kommen kann, in die durch den Tastendruck gewählte Stellung.
Der Zählwerk mechanismus der beiden Ausführungsformen der nachstehend beschriebenen Rechenmaschine stimmt im wesentlichen mit bekannten Zähl werkmechanismen überein und wird daher nicht näher erläutert.
Eine einzelne Zahlenreihe der Maschine enthält eine Reihe von durch Röhren ausein- andergehaltenen Platten, durch welche Röh ren sich quer durch die Maschine hindurch gehende Stäbe oder Bolzen erstrecken, so dass ein Rahmen gebildet wird. Ferner sind weitere feste Bolzen oder Stäbe vorgesehen, die sich ebenfalls quer durch die Maschine hindurch erstrecken.
Ein dreiarmiger Hebel 4 und ein V-förmi- ger Hebel 5 sind um Bolzen 6 bzw. 7 schwenk bar gelagert und stehen durch eine Antriebs stange 8 miteinander in Verbindung. Das Vorderende des dreiarmigen Hebels 4 ist mit einem Glied 9 gelenkig verbunden, das mit einem Kurbelarm 10 gekoppelt ist, welcher seinerseits an einem Ende mit einem zweiten Glied 11 drehbar in Verbindung steht.
Das andere Ende dieses Gliedes 11 ist gelenkig mit dem Zahnsegment 2 verbinden. Das Zahn segment 2 ist mit einem nach unten gerichteten Teil 12 eines iun eine Achse 14 schwenkbaren Winkelhebels 13 verbunden, welcher einen waagrecht nach rückwärts gerichteten, in ein Auflagestück 16 auslaufenden Arm 15 besitzt.
Ein Ende einer Feder 17 ist mit dem drei armigen Hebel 4 in der Weise verbunden, dass diese Feder über die Antriebsstange 8 sowohl den dreiarmigen Hebel 4 als auch den V-för- migen Hebel 5 in Uhrzeigerrichtung zu dre hen bestrebt ist.
Das andere Ende der Feder 17 ist mit dem nach unten gerichteten Teil 12 des Winkelhebels 13 verbunden und ist be strebt, diesen letzteren Hebel 13 in Uhrzeiger richtung zu bewegen; befindet sich jedoch der Mechanismus in Ruhestellung, so wird diese Bewegung durch einen nach unten gerichteten Ansatz 19a einer Anschlagschiene 19 verhin dert, welcher Ansatz den Weg eines auf dem nach unten gerichteten Teil 12 des Hebels 13 gebildeten seitlichen Ansatzes verschliesst.
Das eine Ende der Antriebsstange 8 ist bei 18 schwenkbar mit dem V-förmigen Hebel 5 verbunden, während das andere Ende der Stange 8 mit der Anschlagschiene 19 in der Weise in Verbindung steht, dass eine relative Längsbewegung zwischen der Antriebsstange 8 und der Anschlagschiene 19 möglich ist. Die Antriebsstange 8 ist mit der Anschlag schiene 19 durch ein Gelenk 20 schwenkbar verbunden, welches einen nach unten gerich teten Ansatz 21 aufweist. Zwischen dem Ansatz 21 und einem auf der Antriebsstange 8 gebildeten Ansatz 22 ist eine Feder 23 an geordnet.
Die Hebel 4 und 5 werden normalerweise durch eine von dem hintern Arm des V-för- migen Hebels 5 getragene Sperrscheibe 24 in ihrer Bewegung gehindert, welche Scheibe sieh gegen eine waagrechte Fläche 25 einer schwenkbaren Klinke 26 abstützt. Das Auflagestück 16 ist in der Weise am Winkelhebel 13 angeordnet, dass es gerade in eine Schulterfläche 27 eines Ausklinkhebels 28 greift, zu dem im nachstehenden angeführ ten Zweck.
Eine Anzahl von Tasten 29 sind mit ihren Schäften beiderends in auf dem Rahmen ge bildeten Flanschen geführt lind normalerweise in Hochstellung gehalten. Jeder Tastenschaft besitzt einen Nocken 30, welcher beim Nieder drücken einer Taste eine Tastenschiene 31 in Längsrichtung verschiebt, wobei gleichzeitige Teile 32 der Tastenschiene 31 gegenüber den Nocken der andern Tastenschäfte in die Sperr stellung gelangen, so dass die Abwärtsbewe gung der andern Schäfte verhindert wird.
Das hintere Ende der Tastenschiene 31 ist. mit e einem Wippbügel 32' schwenkbar verbunden, und das vordere Ende der Schiene ist gleit- bar auf einem Stift 32a geführt.
An der selben Achse wie der Wippbügel 32' ist ein Sperrhebel 33 schwenkbar angeordnet, der an ; seinem Hinterende einen Haken 34 aufweist, der, wenn er durch eine Vorwärtsbewegung der Tastenschiene 31 nach der Maschinen vorderseite gezogen wird, in ein Löseglied 35 eingreift, das an derselben Achse 36 wie die ; Klinke 26 schwenkbar angeordnet ist, wobei sowohl das Löseglied 35 als auch die Klinke 26 um ihre Schwenkachse 36 in Richtung der Maschinenvorderseite schwingen und damit die Sperrscheibe 24 auf dem V-förmigen Hebel f 5 freigeben.
Während der Vorwärtsbewegung des V förmigen Hebels 5 bewegen sich sowohl die Antriebsstange 8 als auch die Anschlagschiene 1.9 gemeinsam; ist jedoch die Vorwärtsbewe- e gung der Anschlagschiene 19 bei irgendeiner zuvor bestimmten Zahl der Tastenstellungen durch den Schaft der in den entsptechenden Anschlag 37 der Anschlagschiene 19 eingrei fenden, niedergedrückten Taste 29 blockiert, s so bewegt sich die Antriebsstange 8 zusammen mit den Hebeln 4 und 5 durch die Antriebs kraft weiter nach vorwärts Lind bewirkt da durch die Freigabe des Ausklinkhebels 28.
Dieser Ausklinkiebel 28 ist bügelförmig aus- 9 geführt und weist einen horizontalen, nach vorn gerichteten Arm 38 auf. Die obere Kante des waagrechten Armes 38 ist .an dessen End teil gebogen, wobei der Bogenhalbmesser gleich dem Abstand der Oberkante von der Anschlag schiene 19 ist.
Die Anschlagschiene 19 ist mit einem Arm 39 versehen, dessen unteres Ende sich neben der Oberkante des waagrechten Armes 38 bewegt, solange sich die Anschlag schiene 19 in Bewegung befindet; bei Still stand der Anschlagschiene 19 und damit auch der schwenkbaren Achse der Antriebsstange 8 schwingt letztere vorwärts und bewegt die An sehlagschiene 19 entgegen der Wirkung der Feder 23 nach unten, um den Ausklinkhebel 28 um seinen Zapfen 40 zu verschwenken und somit der mit dem intern Arm 12 des Win kelhebels 13 verbundenen Feder 17 zu ermög lichen, den gewählten Zahn des Zahnsegmentes 2 mit dem Zahnrad 3 des Zahlenrades 1 in Eingriff zu ziehen.
Durch die Verschwenkung des Ausklink- hebels 28 wird eine Bewegung des Auflage stückes 16 des Winkelhebels 13 nach unten ermöglicht, so dass das Zahnsegment 2 mit dem Zahnrad 3 in Eingriff kommt. Das Auf lagestück 16 verschiebt dabei eine Sperrklinke 41 nach unten, die am Sperrhebel 33 schwenk bar befestigt und durch eine Feder 42 mit der Klinke 26 nachgiebig verbunden ist. Während der Vorwärtsbewegung der Tastenschiene 31 wird die Sperrklinke 41 unter das Auflage stück 16 geführt.
Durch den Niedergang der Sperrklinke 41 wird das hintere Ende des Sperrhebels 33 angehoben und dieser so lange ausser Tätigkeit gehalten, bis die Taste 29 und die Tastenschiene 31 für einen weiteren Ar beitsgang wieder die normale Stellung ein genommen haben. Neben dem Haken 34 weist der Sperrhebel 33 noch einen Schaft 34a auf, welcher die Tastenschiene 31 sowie die Taste 29 am Zurückgehen hindert, solange sich die Scheibe 24 auf dein V-förmigen Hebel 5 hinter die gebogene Oberfläche der Klinke 26 bewegt.
Hierdurch wird erreicht, dass eine einmal nie dergedrückte Taste nicht hochspringen kann, bevor sie von der Anschlagschiene 19 erreicht und das Anheben des Sperrhebels 33 wie oben beschrieben erfolgt ist. Der Zweck der durch die Teile 28, 33, 38, 41 und 42 gebildeten Ausklinkeinrichtung und der beschriebenen Vorgänge besteht darin, dass die Tastenschiene 31 und damit die Taste 29 gelöst wird, sobald die wirksame Bewegung des Zahnsegmentes 2 bezüglich des Zahnrades 3 begonnen hat,
zu welchem Zeitpunkt die Taste 29 nicht mehr länger benötigt und somit zur Rückkehr zum frühestmöglichen Zeitpunkt in die Bereitschaftsstellung für weitere Arbeits gänge freigegeben wird Lind anschliessend das nächste Niederdrücken der Taste erfolgen kann, während der vorhergehende Betrag in das Zählwerk aufgenommen wird. Wie er sichtlich, ist die Sperrklinke 41 schwenkbar am Sperrhebel 33 angeordhet, Lind damit kann zu sätzlich zum Niederziehen des Vorderendes dieses Sperrhebels der Zahn entgegen der Wir kung der Feder 42, soweit erforderlich, nach rückwärts nachgeben.
Dieser Fall kann bei erneutem Niederdrücken einer Taste, bevor die Aufnahme hi das Zählwerk vollständig durch geführt ist, in schneller Wiederholung ein treten, wodurch die Tastenschiene 31 und der Sperrhebel 33 erneut vorwärtsbewegt werden, bevor das Auflagestück 16 wieder zurückge führt wurde. In diesem Fall wurde die Klinke 26 aus der Bewegungsbahn der auf dem V- förmigen Hebel 5 befestigten Scheibe 24 her aus und wiederum nach vorwärts geführt,
und sobald das Auflagestück 16 an der Sperr klinke 41 vorbeigegangen ist und eine (nach stehend beschriebene) Antriebsklinke 43 aus dem Eingriff gebracht wurde, beginnt auto matisch eine neue Arbeitsperiode.
Unmittelbar nach dem Niederdrücken der am Sperrhebel 33 schwenkbar angeordneten Sperrklinke 41 - gegen das Ende des Ein griffes des Zahnsegmentes 2 mit dem Zahnrad 3 des Zahlenrades 1 - drückt das nieder gehende Auflagestück 16 über die Sperrklinke 41 auch die auf dem V-förmigen Hebel 5 schwenkbar angeordnete Antriebsklinke 43 nieder, die normalerweise durch eine nicht gezeichnete Feder von den Zähnen einer Sperrscheibe 44 frei gehalten wird.
Während der Schwenkbewegung des V- förmigen Hebels 5, wie im vorstehenden be- schrieben, bewegt sich die Antriebsklinke 43 im wesentlichen waagrecht vorwärts, und so fort nach dem vollen Eingriff des Zahnseg mentes 2 mit dem Zahnrad 3 des Zahlen rades 1 wird die Antriebsklinke 43 durch das Anschlagstück 16 niedergedrückt und mit der drehenden, kraftangetriebenen Sperrscheibe 44 in Eingriff gebracht, wodurch der gesamte,
aus den Teilen 4 bis 24 gebildete Einstell mechanismus rückwärts in seine normale Ruhestellung geführt wird bei gleichzeitiger Aufnahme des eingestellten Zahlenwertes in das Zählwerk.
Die Anordnung ist so getroffen, dass wäh rend dieser Rückbewegung die Antriebsklinke 43 nach unten gezogen wird, iun den Eingriff mit der kraftangetriebenen Sperrscheibe 44 beizubehalten, bis die nach vorn geneigte Fläche 45 der Antriebsklinke 43 durch den nächstfolgenden Zahn auf der Sperrscheibe 44 angehoben wird. Wenn der Antriebszahn der Sperrscheibe 44 mit der Antriebsklinke 43 ausser Eingriff kommt, so liegt der Zahn der Sperrscheibe 44 annähernd auf einer Linie, welche den Mittelpunkt der Sperrscheibe 44 mit der Schwenkachse der Antriebsklinke 43 verbindet.
In diesem Fall nimmt die Ge- schwindigkeit des Mechanismus gegen das Ende des Aufnahmehubes in das Zählwerk ab und ist in dem Zeitpunkt, da die Antriebs klinke 43 aus dem Eingriff mit der Sperr scheibe 44 kommt, ungefähr gleich null. So fort nach Freigabe wird die Antriebsklinke 43 durch ihre Feder in die Freilage gebracht, und gleichzeitig bewegt sich die Schulterfläche 25 der Klinke 26 unter der auf dem V-förmi- gen Hebel 5 befestigten Scheibe 24 hindurch, bis sie wieder freigegeben wird.
Gegen das Ende der Arbeitsperiode kommt der Ansatz 19a der Anschlagschiene 19 mit dem Arm 12 des Winkelhebels 13 erneut in Eingriff, um das Zahnsegment 2 von dem Zahnrad 3 des Zahlenrades 1 zurückzuziehen und den Aus klinkhebel 28 in seine normale Stellung zu rückgelangen zu lassen.
. Bei der in Fig. 2 dargestellten Ausfüh rungsform wird ein Zahlenrad 1 durch ein normalerweise ausser Eingriff mit einem mit diesem Zahlenrad 1 verbundenen Zahnrad 3 gehaltenes, hin und her gehendes Zahnsegment 2 in Winkelrichtung verschoben, wobei diese Winkelverschiebung je nach dem Wert des betätigten Tastenknopfes verschieden ist. Das Zahnsegment 2 geht, bevor es mit dem Zahn rad 3 zur Aufnahme eines Zahlenwertes in das Zählwerk während des Rücklaufes in Eingriff kommen kann, in die durch den Tastendruck gewählte Stellung.
Ein dreiarmiger Hebel 4 und ein V-för miger Hebel 5 sind an den Bolzen 6 bzw. 7 schwenkbar angeordnet und durch eine An schlagschiene 19 frei miteinander verbunden. Mit seinem Vorderende ist der dreiarmige Hebel 4 mit einem Glied 9 gelenkig verbunden, das mit einem Kurbelarm 10 in Verbindung steht, welcher seinerseits an einem Ende mit einem zweiten Glied 11 verbunden ist, dessen anderes Ende mit dem Zahnsegment 2 in ge lenkiger Verbindung steht. Das Zahnsegment 2 ist mit einem nach unten gerichteten Teil 12 eines um eine Achse 14 schwenkbaren Win kelhebels 13 verbunden, welcher mit einem waagrecht nach rückwärts gerichteten, in ein Auflagestück 16 endenden Arm 15 versehen ist.
Das eine Ende einer Feder 17 ist mit dem dreiarmigen Hebel 4 in der Weise verbunden, dass über die Anschlagschiene 19 sowohl der dreiarmige Hebel 4 als auch der V-förmige Hebel 5 in Uhrzeigerrichtung gedreht werden. Das andere Ende der Feder 17 ist mit dem nach unten gerichteten Teil 12 des Winkel hebels 13 verbunden und bewegt diesen Hebel 13 in Uhrzeigerrichtung; befindet sich jedoch der Mechanismus in Ruhestellung, so wird diese Bewegung durch den nach unten gerich teten Ansatz 19a der Anschlagschiene 19 auf gehalten, durch -welchen Ansatz 19a der Weg eines auf dem nach unten gerichteten Teil 12 des Hebels 13 gebildeten, seitlichen An satzes gesperrt wird.
Die Hebel 4 und 5 werden normalerweise durch eine von dem hintern Arm des V-för- migen Hebels 5 getragene Sperrscheibe 24 in ihrer Bewegung gehindert; dieser Hebel 5 stützt sieh gegen eine waagrechte Fläche 25 einer schwenkbaren Klinke 26.
Das Auflagestück 16 ist in der Weise am Winkelhebel 13 angeordnet, dass es gerade in eine Schulterfläche 27 eines Ausklink- hebels 28 greift zu dem nachstehend ange führten Zweck.
Eine Anzahl von Tasten 29 ist mit ihren Schäften beiderends in auf dem Rahmen ge bildeten Flanschen geführt und normalerweise in Hochstellung gehalten. Jeder Tastenschaft besitzt einen Nocken 30, welcher beim Nieder drücken einer Taste eine Tastenschiene 31 in Längsrichtung verschiebt, wobei gleichzeitig Teile 32 der Tastenschiene 31 gegenüber den Nocken der andern Tastenschäfte in die Sperr stellung gelangen, sö dass die Abwärtsbewe gung der andern Schäfte verhindert wird. Das hintere Ende der Tastenschiene 3l ist mit einem Wippbügel 32' schwenkbar verbunden, und das vordere Ende der Schiene ist gleitbar auf einem Stift 32a geführt.
An derselben Achse wie der Wippbügel 32' ist ein Sperr liebel 33 schwenkbar angeordnet, der an sei nem Hinterende einen Haken 34 aufweist, der, wenn er durch eine Vorwärtsbewegung der Tastenschiene 31 nach der Maschinenvorder seite gezogen wird, in ein Löseglied 35 ein greift, das an derselben Achse 36 wie die Klinke 26 schwenkbar angeordnet ist, wobei sowohl das Löseglied 35 als auch die Klinke 26 um ihre Schwenkachse 36 in Richtung der Maschinenvorderseite schwingen und damit <I>die</I> Sperrscheibe 24 auf dem V-förmigen Hebel :i freigeben.
Während der Vorwärtsbewegung des V- förmigen Hebels 5 bewegt sich die Anschlag schiene 19 nach vorwärts; ist jedoch die Vor- wärtsbewegung der Anschlagschiene 19 bei irgendeiner zuvor bestimmten Zahl der Ta stenstellungen durch den Schaft der in den entsprechenden Anschlag 37 der Anschlag schiene 19 eingreifenden, niedergedrückten Taste 29 blockiert, so bewegt sich ein schwenk bar auf dem Hebel 5 angeordnetes Antriebs gewicht 8 durch die Antriebskraft weiter nach vorwärts und bewirkt dadurch die Freigabe des Ausklinkhebels 28.
Dieser Ausklinkhebel 28 ist bügelförmig ausgeführt und weist einen waagrechten, nach hinten gerichteten Arm 38 auf. Die untere Kante des waagrechten Armes 38 ist gebogen, wobei der Bogenhalbmesser gleich dem Abstand der Schwenkachse 20 des Antriebgewichtes 8 von der untern Kante 22 desselben ist.
Die untere Kante des Antrieb gewichtes 8 bewegt sich neben der Unterkante 23 des waagrechten Armes 38, solange sich die Anschlagschiene 19 in Bewegung befindet; bei Stillstand der Anschlagschiene 19 schwingt das Antriebsgewicht 8 nach oben und bewegt den Ausklinkhebel 28 tun seinen Zapfen 40 und ermöglicht somit der. mit dem untern Arm 12 des Winkelhebels 13 verbundenen Fe der 17, den gewählten Zahn des Zahnsegmen tes 2 mit dem Zahnrad 3 des Zahlenrades 1 in Eingriff zu ziehen.
Durch die Schwenkung des Ausklinkhebels 28 wird eine Bewegung des Auflagestückes 16 des Winkelhebels 13 nach unten ermöglicht, so dass das Zahnsegment mit dem Zahnrad in Eingriff kommt. Das Auflagestück 16 ver schiebt dabei eine Sperrklinke 41 nach unten, die am Sperrhebel 33 schwenkbar befestigt und durch eine Feder 42 mit der Klinke 26 nachgiebig verbunden ist. Während der Vor wärtsbewegung der Tastenschiene 31 wird die Sperrklinke 41 unter das Auflagestück 16 geführt. Durch den Niedergang der Sperr klinke 41 wird das Hinterende des Sperr hebels 33 angehoben und dieser so lange ausser Tätigkeit gehalten, bis die Taste 29 und die Tastenschiene 31 für einen weiteren Ar beitsgang wieder die normale Stellung ein genommen haben.
Neben dem Haken 34 weist der Sperrhebel 33 noch einen Schaft 34a auf, welcher die Tastenschiene 31 sowie die Taste 29 am Zurückgehen hindert, solange sich die Scheibe 24 auf dem V-förmigen Hebel 5 hinter die gebogene Oberfläche der Klinke 26 bewegt. Hierdurch wird erreicht, dass eine einmal nie dergedrückte Taste nicht hochspringen kann, bevor sie von der Anschlagschiene 19 er reicht und das Anheben des Sperrhebels 33, wie oben beschrieben, erfolgt ist.
Der Zweck der durch die Teile 28, 33, 38, 41 und 42 gebildeten Ausklinkeinrichtumg und der beschriebenen Vorgänge besteht darin, dass die Tastenschiene 31 und damit die Taste 29 gelöst wird, sobald die wirksame Bewegung des Zahnsegmentes 2 bezüglich des Zahnrades be gonnen hat, zu welchem Zeitpunkt die Taste 29 nicht mehr länger benötigt und somit zur Rückkehr zum frühestmöglichen.
Zeitpunkt in die Bereitschaftsstellung für weitere Arbeits gänge freigegeben wird und anschliessend das nächste Niederdrücken der Taste erfolgen kann, während der vorhergehende Betrag in das Zählwerk aufgenommen wird. Wie er sichtlich, ist die Sperrklinke 41 schwenkbar am Sperrhebel 33 angeordnet, und damit kann zusätzlich zum Niederziehen des Vorderendes dieses Sperrhebels der Zahn entgegen der Wirkung der Feder 42, soweit erforderlich, nach rückwärts nachgeben.
Dieser Fäll kann bei erneutem Niederdrücken einer Taste, bevor die Aufnahme in das Zählwerk vollständig durchgeführt ist, in schneller Wiederholung eintreten, wodurch die Tastenschiene 31 und der Sperrhebel 33 erneut vorwärtsbewegt wer den, bevor das Auflagestück zurückgeführt wurde.
In diesem Fall wurde die Klinke 26 aus der Bewegungsbahn der auf dem V-för- migen Hebel 5 befestigten Scheibe 24 heraus und wiederum nach vorwärts geführt, und sobald das Auflagestück 16 an der Sperr klinke 41 vorbeigegangen ist und eine (nach stehend beschriebene) Antriebsklinke 43 aus dem Eingriff gebracht wurde, beginnt auto matisch eine neue Arbeitsperiode.
Unmittelbar nach dem Niederdrücken der am Sperrhebel 33 schwenkbar angeordneten Sperrklinke 41 - gegen das Ende des Ein griffes des Zahnsegmentes 2 mit dem Zahnrad 3- des Zahlenrades 1 - drückt das nieder gehende Auflagestück 16 über die Sperrklinke 41 auch die auf dem V-förmigen Hebel 5 schwenkbar angeordnete Antriebsklinke 43 nieder, die normalerweise durch eine nicht gezeichnete Feder von den Zähnen einer Sperrscheibe 44 frei gehalten wird.
Während der Schwenkbewegung des V- förmigen Hebels 5, wie im vorstehenden be schrieben, bewegt sich die Antriebsklinke 43 im wesentlichen waagrecht vorwärts, und so- fort nach dem vollen Eingriff des Zahnseg mentes 2 mit dem Zahnrad 3 des Zahlenrades 1 wird die Antriebsklinke 43 durch das An schlagstück 16 niedergedrückt und mit der drehenden Sperrscheibe 44 in Eingriff ge bracht, wodurch der gesamte, aus den Teilen 4 bis 17, 19 und 24 gebildete Einstellmecha nismus rückwärts in seine normale Ruhestel lung geführt wird bei gleichzeitiger Aufnahme des eingestellten Zahlenwertes in das Zähl werk.
Die Anordnung ist so getroffen, dass während dieser Rückbewegung die Antriebs- klinke 43 nach unten gezogen wird, tun den Eingriff mit. der Sperrscheibe 44 beizu behalten, bis die nach vorn geneigte Fläche 45 der Antriebsklinke 43 durch den nächst folgenden Zahn auf der Sperrscheibe 44 an gehoben wird; wenn der Antriebszahn der Sperrscheibe 44 mit der Antriebsklinke 43 ausser Eingriff kommt, so liegt der Zahn der Sperrscheibe 44 annähernd auf einer Linie, welche den Mittelpunkt der Sperr scheibe 44 mit der Schwenkachse der An triebsklinke 43 verbindet.
In diesem Fall nimmt die Geschwindigkeit. des MechanismtLs gegen das Ende des Aufnahmehubes in das Zählwerk ab und ist im Zeitpunkt, da die Antriebsklinke 43 ausser Eingriff mit der Sperrscheibe 44 kommt, ungefähr gleich null. Sofort nach Freigabe wird die Antriebsklinke 43 durch ihre Feder in die Freilage ge bracht, und gleichzeitig bewegt sich die Schulterfläche 25 der Klinke 26 unter der auf dem V-förmigen Hebel 5 befestigten Scheibe 24 hindurch, bis sie wieder freigegeben wird.
Gegen das Ende der Arbeitsperiode kommt der Ansatz 19a. auf der Anschlag schiene 19 mit dem Arm 12 des Winkel hebels 13 erneut in Eingriff, iun das Zahn segment 2 von dem Zahnrad 3 des Zahlen rades 1 zurückzuziehen -und den Ausklink- hebel 28 in seine normale Stellung zurüek- gelangen zu lassen.
Die Reihenfolge von fünf der bei beiden Ausführungsformen erfolgenden, automati schen Funktionen kann folgendermassen zu sammengefasst werden: 1. Die Vorwärts-Sekundärbewegung der Antriebsstange bzw. des abhängigen Gewichtes 8 erfolgt durch die Antriebskraft nach Blok- kierung der Anschlagschiene 19 des Einstell- inechanismus.
2. Der Ausklinkhebel 28 wird freigegeben als Ergebnis der Sekundärbewegung der An triebsstange bzw. des abhängigen Gewichtes B.
3. Das Auflagestück 16 des Winkelhebels 15 geht nieder, um den Eingriff des Zahn segmentes 2 mit dem Zahnrad 3 des Zahlen rades 1 in die Wege zu leiten.
4. Die am Sperrhebel 33 befestigte Klinke 41 wird durch das Auflagestück 16 niederge drückt und der Haken 34 des Sperrhebels 33 durch diese Klinke angehoben, um den Tasten schienenmechanismus zu trennen, und 5. die Vervollständigung der Bewegung des Zahnsegmentes 2 in Eingriff mit dem Zahn rad 3 des Zahlenrades 1 und die Schluss- bewegung des Auflagestückes 16, um die An triebsklinke 43 in Antriebseingriff mit der kraftangetriebenen Sperrscheibe 44 zu brin gen, wodurch die Aufnahme in das Zählwerk erfolgt.
Im vorstehenden wurde der allgemeine Vorgang für jede Zahlenreihe der Maschine beschrieben, wobei die motorische Drehung einer Anzahl von Sperrscheiben vorausgesetzt wurde, und zwar je eine für jede Zahlenreihe, die auf einer Welle befestigt sind und über ein Getriebe durch einen Motor angetrieben werden. Der Motor kann so angeordnet sein, dass er entweder ständig dreht oder, sobald eine Tastenschiene durch Niederdrücken einer Taste eine Vorwärtsbewegung ausführt, durch einen durch eine gewöhnliche Querstange be tätigten Kontakt eingeschaltet wird. Auch sind Vorrichtungen vorgesehen, um die Zahlen durch eine gewöhnliche, zur Anhebung aller Sperrklinken in bekannter Weise geeignete Stange im Zählwerk zu löschen.
Hieraus ist ersichtlich, dass bei der be schriebenen Rechenmaschine der Tasten schienenmechanismus in einfacher und sehr wirksamer Weise vom Einstellmechanismus getrennt werden kann. Die dazu vorgesehene Vorrichtung kann auch in einer Rechen- maschine von der Bauart Verwendung finden, bei der ein Zahnsegment nach einer Richtung bewegt wird, während es ausser Eingriff mit dem Zahnrad des Zahlenrades steht, '-Lind daraufhin mit diesem Zahnrad in Eingriff ge bracht und zur Durchführung der Aufnahme in das Zählwerk in umgekehrter Richtung be wegt wird, damit das Segment bei blockierter Vorwärtsbewegung der Wählerschiene mit dem Zahnrad des Zahlenrades in Eingriff gebracht werden kann.