CH309339A - Verfahren zur Herstellung von Pantothensäure-4'-phosphat. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Pantothensäure-4'-phosphat.

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CH309339A
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    • C07F9/02Phosphorus compounds
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    • C07F9/6571Heterocyclic compounds, e.g. containing phosphorus as a ring hetero atom having phosphorus atoms, with or without nitrogen, oxygen, sulfur, selenium or tellurium atoms, as ring hetero atoms having phosphorus and oxygen atoms as the only ring hetero atoms
    • C07F9/6574Esters of oxyacids of phosphorus
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Description


  Verfahren     zur        Herstellung    von     Pantothensäure-4'-phosphat.       Die     Erfindung    bezieht. sich auf ein Ver  fahren zur Herstellung von     N-(4'-Hydroxy-          dimethy        1-butyro)        -@-        alanin-4'-phosphat,     das allgemein als     Pantothensäure-4'-phosphat     bekannt ist und im folgenden mit diesem       ':amen    bezeichnet     werden    wird.  



  Es -wurde bisher angenommen, dass das       Pantothensäure-4'-phosphat    identisch mit dem       Leberextrakt-Abbauprodukt    des     Coenzyms    A  sei. Da aber das     synthetische    Phosphat das  Wachstum des     Acetobacter        suboxydans    nicht       t        -)lire"        gt,        eine        Eigenschaft,        welche        die        Abbau-          produkte    des     Coenzyms    A besitzen,

   scheint  dies doch nicht der Fall zu sein. Indes     wurde     gefunden, dass das synthetische Phosphat. be  merkenswerte pharmazeutische Einwirkungen  auf den Darm ausübt, in welchem es eine       Zusammenziehung    des     Ileum    bewirkt, so dass  dieser Stoff eine erhebliche medizinische Be  deutung hat.  



  Das erfindungsgemässe Verfahren zur Her  stellung von     Pantothensäiire-4'-phosphat    ist       dadureh    gekennzeichnet, dass ein     Aralkylester     der     Pantothensäure    in Gegenwart einer was  serfreien     Tertiärbase    mit einem     Phenyldiha.lo-          genphosphinat    umgesetzt wird, wobei ein     Aral-          kylester    des     Pantothensäure-2',4'-phenylphos-          phats    erhalten wird,

   dass man alsdann die       Aralkylgruppe    und den     Phenylrest    abspaltet  und dass man schliesslich das so gebildete Pan  tothensäure-2',4'-phosphat verseift.  



  Die Abtrennung der     Aralkyl-    und der     Phe-          iiylg-ruppe    von dem     Aralkylester    des Pa.nto-         thensäure-2',4'-phenylphosphats    kann z. B.  durch     Hy        drogenolyse    oder durch alkalische       Verseifung    bewirkt werden. Zweckmässig geht  man vom     Benzylester    der     Pantothensäure    aus.  Als     Tertiärbase    wird     zweckmässig        Pyridin    ver  wendet; es können jedoch auch andere Tertiär  basen angewendet werden, z.

   B.     Lutidin,        Colli-          din,        Methylmorpholin,        Dimethylanilin,        Tri-          methylamin,        Triäthylamin    oder     Tri-n-butyl-          amin.     



  Als     Phenyldihalogenphosphinat    wird zweck  mässig     Phenyl-dichlorphosphinat    verwendet.  Der     Aralkylester    der     Pantothensäure    kann  in der wasserfreien Base gelöst werden     und    die  Temperatur der     Lösung    zwischen -40      und     20  betragen, wenn das     Phenyldihalogenphos-          phinat    zugesetzt     wird.    Falls die     l,Iischung    eine  Temperatur unter der     Raumtemperatur,    d. h.

    unter 20  hat, so     kann    die Temperatur bis auf       Raimitemperatur    erhöht werden. Dabei     kann     die Temperaturerhöhung durch äussere     Ere@är-          mimg    beschleunigt werden,     unter    entsprechen  der Beschleunigung der Reaktion. An sich kom  men auch höhere Anfangstemperaturen der  Lösung des     Aralkylesters    der Base in Betracht;  jedoch nimmt in diesem Fall die Ausbeute an       Aralkylester    des     Pantothensäure-2',4'-phenyl-          phosphats    ab, während in zunehmendem Masse  unerwünschte Nebenprodukte entstehen.

   Da  mit gute Ausbeuten erzielt werden, sollte die  Lösung des     Aralkylesters    der     Pantothensäure     in der wasserfreien Base verdünnt sein, d. h.,  also wesentlich mehr als die für die Reaktion      mit dem     Phenyldihalogenphosphinat    erforder  liche Menge der Base enthalten. Beispielsweise  können 40 bis 50     Volumteile        Pyridin    auf einen       Volumteil    Ester angewendet werden.  



  Das zweite     Zwischenprodukt,    das     Panto-          thensäure-2',4'-phosphat,    kann aus dem     Aral-          kylester    des     Pantothensäure-2',4'-phenylphos-          phats    durch     Hydrogenolyse,    z. B. durch die  Einwirkung von Wasserstoff in Gegenwart  von     Palladiumoxyd    oder eines andern     Kataly-          sators,    oder durch alkalische Hydrolyse, z. B.  durch     Einwirkung    einer alkalischen oder     erd-          alkalischen    Base, gewonnen werden.

   Falls       Hydrogenolyse    angewendet wird, wird diese  vorzugsweise bei einer Temperatur von etwa  20  und bei einem Druck von 1     Atm    durchge  führt. Jedoch kann die     Temperatur    auch bis    50  oder mehr betragen und     bzw.    der Druck  höher oder niedriger sein. Am wirtschaftlich  sten ist eine Temperatur von etwa 20 . Die  alkalische Hydrolyse wird zweckmässig bei  einer Temperatur von 100      durehgeführt.     



  Die Hydrolyse des     Pantothensäure-2',4'-          phosphats    zur Gewinnung des     Pantothensäure-          4'-phosphats    kann in ähnlicher Weise durchge  führt werden, wie die im vorstehenden Absatz  beschriebene Hydrolyse.  



  Das     Benzylpantothenat    kann in bekannter  Weise unmittelbar aus     Pantolacton    (2  Hydroxy-3,3-dimethyl-butyro-y-lacton) herge  stellt werden.  



  <I>Beispiele:</I>  1.     Benzylester    des     Pantothensäure-2',4'-phe-          nylphosphats.     
EMI0002.0033     
    14,8     Benzylpantothenat,    hergestellt aus       Pantolacton,    werden in 600     cmj    wasserfreiem       Pyridin    gelöst und die Lösung in einem Bad  von Aceton und fester Kohlensäure     abgekühlt,     bis die Kristallisation des     Pyridins    beginnt.  10,6 g einer kalten Lösung von     Phenyldichlor-          phosphinat    in etwas wasserfreiem     Pyridin     werden zugefügt.

   Die entstandene Mischung  wird ungefähr 10 Minuten lang auf der Mi  schungstemperatur gehalten, wonach man diese  auf Zimmertemperatur ansteigen lässt. Nach  dem die Mischung Zimmertemperatur erreicht  hat, wird sie ungefähr vier Stunden lang auf  eine Temperatur zwischen 60  und 70  erhitzt       und    dann ungefähr zwölf Stunden     stehengelas-          sen,    um die Reaktion zu vervollständigen.

   Der  grösste Teil des     Pyridin    wird durch Verdamp  fung unter vermindertem Druck entfernt und  der zurückbleibende     rötlichbraune    Sirup in  Chloroform gelöst und dann nacheinander mit  Wasser, kalter     n-Schwefelsäure,    einer Lösung  von     Natriumbicarbonat    und wieder mit Wasser  gewaschen. Das Chloroform wird durch Ver-         dampfung    unter vermindertem Druck entfernt  und der     Rückstand    in Alkohol gelöst, mit Tier  kohle entfärbt und abgesaugt, wobei schliess  lich ein blasses, bernsteinfarbiges Harz erhal  ten wird;     Ausbeute    15,5 g.  



  2.     Pantothensäure-2',4'-phosphat.     



  Eine Lösung des genannten Harzes wird in       801/o    Alkohol gelöst und bei Zimmertempera  tur und unter Druck mit Wasserstoff in Ge  genwart von     Palladiumoxyd    als Katalysator  hydriert. Der Wasserstoff wird sehr schnell  absorbiert, bis die     Benzy        lgruppe    abgetrennt  ist, woraufhin die Absorption plötzlich aufhört.  Jetzt wird der Katalysator durch Filtration  entfernt und der als Lösungsmittel dienende  Alkohol unter     vermindertem    Druck verdampft.  Das sich ergebende farblose Harz wird in  Chloroform gelöst, zweimal mit     MTasser    gewa  schen und das Lösungsmittel verdampft.

   Das  Harz wird dann in Essigsäure gelöst und die       Phenylgruppe    durch     Hydrogenolyse    bei Zim  mertemperatur und unter Druck mit Wasser  stoff in Gegenwart eines Platinoxyd-Kataly-           sators    abgetrennt. Der Katalysator wird durch  Filtration beseitigt und eine Lösung von 11 g       Bariumacetat    in 25     cm3    Wasser     zugefügt.    Das  Lösungsmittel wird unter vermindertem Druck  verdampft und der grösste Teil der Essigsäure  durch Verdampfung mit Wasser in zwei Stu  fen entfernt.

   Der Rückstand wird in Wasser  gelöst und mit einer     Bariumhydroxydlösung,     die durch zwei     Volumteile    Alkohol verdünnt  ist, auf den     pH-Wert    8 gebracht. Eine geringe  Ausfällung wird durch Zentrifugieren abge  trennt und der klare Überstand auf ein kleines       Volumen    eingedampft. 10 g unreines Barium  salz werden dadurch erhalten, dass eine grosse  Menge Aceton zugefügt und das unlösliche  Salz anschliessend durch Zentrifugieren abge  schieden wird. Nach weiteren ähnlichen Reini  gungsverfahren wird die endgültige Reinigung  durch quantitative Ausfällung des Bariums  durch Schwefelsäure, Zufügen der berechneten  Menge     Brucin    und durch Eindampfen bis zur  Trockenheit bewirkt.

   Das     Brucinsalz    wird aus  in Wasser gelöstem Aceton umkristallisiert.  



  3. Herstellung des     Pantothensäure-4'-phos-          phats    und Isolierung desselben in Form des       Bariumsalzes.     



  Das     Bariumsalz    der vorigen Verfahrens  stufe wird mit einer     Bariumhydroxydlösung     (0,25     em3;    0,3 n) bei 100  annähernd 11/2  Stunde lang in einem geschlossenen Rohr er  hitzt. Das     Bariumhydroxyd    wird dann durch  Kohlendioxyd als     Bariumcarbonat    ausgefällt  und durch Zentrifugieren abgeschieden. Die       wässrige    Lösung wird unter vermindertem  Druck bis auf ein geringes Volumen einge  dampft. Dann wird durch Zugabe von Aceton  das     Bariumsalz    in reinem Zustand ausgefällt.

Claims (1)

  1. PATENTAXT-SPRUCH: Verfahren zur Herstellung von Pantothen- säure-4'-phospltat, dadurch gekennzeichnet, dass ein Aralkylester der Pantothensäure mit einem Phenyldihalogenphosphinat in Gegen wart einer wasserfreien Tertiärbase umgesetzt wird, dass aus dem entstandenen Aralkylester des Pantothensäture-2',
    4'-phenylphosphats die Aralkyl- und die Phenylgruppe abgespalten werden und dass das so erhaltene Pantothen- säure-2',4'-phosphat verseift wird. LTNTERAN SPRLTCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass Benzylpantothenat verwendet wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Phenyldichlorphosphinat angewendet wird. 3. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass als Tertiärbase Pyridin angewendet wird. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Aralkyl- und die Phenylgruppe durch Hydrogenolyse abge trennt werden. 5. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Aralkyl- und die Phenylgruppe durch alkalische Verseifung abgetrennt werden. 6.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass der Aralkylester der Pantothensäure in einer wasserfreien Ter- tiärbase zu einer verdünnten Lösung gelöst wird, in der die Menge der Tertiärbase grösser ist als die für die Reaktion mit dem Phenyl- dihalogenphosphinat berechnete Menge. 7. Verfahren nach Patentanspruch und Un teranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Temperatur der Lösung bei Zusatz des Phenyldihalogenphosphinats zwischen -40 und 20 liegt.
CH309339D 1951-10-26 1952-10-21 Verfahren zur Herstellung von Pantothensäure-4'-phosphat. CH309339A (de)

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