Richtungsanzeiger an Strassenfahrzeugen. Vorliegende Erfindung betrifft einen Rich tungsanzeiger an Strassenfahrzeugen, mit zwei Blinklichtern zum Signalisieren nach den bei den Fahrzeugseiten, der sieh dadurch aus zeichnet, däss die Blinklichter je zwei über einander in einer Kappe angeordnete elek trische Signallampen aufweisen, die je mit.
einem mindestens annähernd lotrecht verlau fenden Glühdraht versehen und über eine Kontakteinrichtung so an eine Stromquelle angeschlossen sind, dass sie beide Blinksignale geben, von denen die Blinksignale der einen Signallampe in den Intervallen zwischen den Blinksignalen der andern Signallampe leuch ten, wobei die Kappe zwischen den Signal lampen mit. einem nach aussen gewölbten, un durchsichtigen Teil und um die Signallampen herum mit. in einem Bogen von mindestens annähernd 180 nach aussen gewölbten Fen stern versehen ist. Beim Signalisieren geben die beiden unbeweglichen Lampen jedes Blink lichtes den Eindruck eines vertikal schwingen den Lichtarmes, der die Aufmerksamkeit in hohem Masse auf sich zieht. Zweckmässig ist.
der die Fensteröffnungen trennende, nach aussen gewölbte Teil der Kappe mit einem Loch für eine Schraube versehen, welche die Kappe mit einem Sockel für die Signallampen lösbar verbindet. Die Kappe kann oberhalb jeder Fensteröffnung mit. einem vorragenden, schirmförmigen Teil versehen sein, um Spiege lungen von Licht von äussern Lichtquellen zu verhindern. Der Sockel ist zweckmässigerweise mit zwei in verschiedenen Vertikalebenen lie- genden Flächen versehen, die je eine der Signallampenfassungen tragen, wobei auch die Glühdrähte der beiden Lampen in verschie denen Vertikalebenen liegen.
In der beiliegenden Zeichnung ist. ein Aus führungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes dargestellt, und zwar zeigt Fig. 1 eine Seitenansicht des einen Blink lichtes des Richtungsanzeigers mit einem des sen Lampen umschliessenden Gehäuse in senk rechtem Schnitt, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach der Linie II-II in Fig.1, Fig.3 eine schaubildliche Ansicht des Ge häuses für die beiden Lampen, wobei die obere Lampe und die Fensterscheibe für dieselbe entfernt sind, Fig.4 eine Stirnansicht des Blinklichtes,
Fig. 5 eine schaubildliche Ansieht einer der Fensterscheiben und Fig. 6 ein Schema des elektrischen Strom kreises zur Betätigung der beiden Blinklichter des Richtungsanzeigers.
Nach der Zeichnung sind bei jedem Blink licht zwei elektrische Glühlampen 1 und 2 als Lichtquellen lotrecht übereinander an einem Sockel 3 angeordnet. Von der Stirnseite dieses Sockels ragen Lampenfassungen 4 und 5 heraus, von denen die Lampenfassung 4 an einer Sockelfläche 6 befestigt ist, die in. einer andern Vertikalebene liegt als die Fläche 6', an welcher die Lampenfassung 5 befestigt ist. Am Sockel 3 ist eine die Lampen umschlie- ssende, undurchsichtige Kappe 7 mit Fenster öffnungen 8 bzw. 9 für die Lampen befestigt. Die Stirnwand der Kappe hat eine konvexe, annähernd halbzylindrische Form, wobei die Fensteröffnungen 8, 9 sich über einen hori zontalen Bogen von etwa 180 erstrecken.
Die Fensteröffnungen sind durch Fensterscheiben 10 bzw. 11 von entsprechender Bogenform ver schlossen, statt denen gegebenenfalls auch Linsen vorgesehen sein können. Diese Fenster scheiben können aus Kunstharz ausgeführt sein, wobei die Enden der bogenförmigen Scheiben Zapfen 12 tragen, die in Löcher 13 in Ansätzen 14 eingesteckt sind, welche die Fensteröffnungen nach hinten begrenzen. In diesen Löchern können die Zapfen eingeleimt sein. Oberhalb jeder Fensteröffnung ist die Kappe mit einem schirmförmigen Teil 15 bzw. 16 ausgestattet, um Spiegelungen von äussern Lichtquellen zu verhindern und einen Tropf schutz für die Fensterscheiben zu bilden.
Der bogenförmige oder halbzylindrische undurchsichtige Kappenteil 17 zwischen den beiden Fensteröffnungen ist mit einem Loch 18 zur Aufnahme einer Schraube 19 versehen, welche Schraube in eine mit dem Sockel 3 starr verbundene Hülse 20 eingeschraubt ist.
Beiderseits der Schraube 19 ist der Raum der Kappe durch eine Zwischenwand 46 ab geteilt, so dass das Licht der obern Lampe 1 nicht durch die Scheibe 11 für die untere Lampe und das Licht der untern Lampe nicht durch die Scheibe 10 für die obere Lampe fallen kann.
Die Leuchtdrähte 47 der Lampen 1, 2 lie gen zwar wie die Sockelflächen in verschie denen vertikalen Querebenen, aber in einer gemeinsamen vertikalen Längsebene. Hier durch wird eine geeignete Verbreiterung des Lichtsignals erreicht.
Bei Signalisierung geben die beiden Lam pen 1 und 2 z. B. 80 Blinksignale je Minute. Sie blinken dabei abwechselnd, so dass ein wanderndes Licht mit auffallendem Effekt erzielt wird, das sich zu Verkehrssignalisie- rung besonders eignet. Die Blinklichter sind an der Seitenwand 21 (Fig. 1) des Fahrzeuges so angebracht, dass die horizontalen Mittel ebenen der Fenster waagrecht oder leicht zur Horizontalebene geneigt sind.
Durch Einschal ten des Blinklichtes auf der rechten Seite des Strassenfahrzeuges wird angegeben, dass das Fahrzeug eine Rechtsschw enkung, und durch Einschalten des Blinklichtes auf der linken Seite des Fahrzeuges wird angegeben, dass das Fahrzeug eine Linksschwenkung machen wird. Nach Fig. 6 ist ein Umschalter vor handen, dessen Arm 22 mit dem einen Pol einer Stromquelle 23 verbunden ist, wobei der andere Pol der Stromquelle geerdet (mit der Masse des Wagens verbunden) ist. Beim Schwenken des Kontaktarmes nach rechts wird der Stromkreis des Blinklichtes an der rechten Seite des Wagens über ein elektroma gnetisches Relais 24 an einen Elektromotor 25 geschlossen.
Die Welle des Motors 25 setzt über ein nicht dargestelltes Getriebe, z. B. ein Schneckengetriebe, eine Welle 26 in langsame Umdrehung. Auf dieser Welle sitzt ein Schleif kontaktteil 27, der über eine Leitung 28, einen Schleifring 29, einen Schleifkontaktteil 30 und eine Leitung 30' mit dem festen Gegenkontakt teil 31 für die rechte Kontaktlage des Um schalters verbunden ist. Der Sehleifkontakt- teil 27 wirkt mit zwei ortsfesten, bogenför migen Kontaktteilen 32 zusammen, die vonein ander durch isolierende Teile 33 getrennt sind. Die beiden Kontaktteile 32 liegen ein ander diametral gegenüber und nehmen z. B. je einen Bogen von 90 ein.
Der eine der Kontaktteile ist durch eine Leitung 34 mit der obern Lampe 1 und der andere der Kon taktteile 32 ist über eine Leitung 35 mit der untern Lampe 2 des auf der rechten Seite des Wagens liegenden Blinklichtes verbunden. Die beiden Lampen sind über eine Leitung 36 an die Masse gelegt und so mit dem andern Pol der Stromquelle verbunden. Nach Umstellen des Armes 22 nach rechts werden also die Lampen des rechten Blinklichtes abwechselnd angezündet und ausgelöscht. Die Zeitdauer der Löschung kann gegebenenfalls erheblich kürzer als die des Brennens gemacht- sein, so dass die eine Lampe etwa gleichzeitig mit der Löschung der andern Lampe entzündet wird. Bei der Umstellung des Armes 22 in die in Fig. 6 dargestellte Mittellage ist der Strom zum Motor und zu den Lampen unterbrochen.
Durch das Umstellen des Armes 22 auf die linksliegende Kontaktlage wird der Strom kreis über das elektromagnetische Relais 24 und den Elektromotor 25 und über eine Lei tung 37 von dem linken, festen Gegenkontakt teil 38 zu einem Sehleifkontaktteil 39 auf einen Kontaktring 40 der Welle 26 geschlossen. Dieser Kontaktring ist durch eine Leitung 45 mit einem Sehleifkontaktteil 41 auf der Welle 26 verbunden, welcher Schleifkontaktteil bei der Rotation der Welle abwechselnd mit zwei bogenförmigen Kontaktteilen 42 derselben Art wie die oben genannten Kontaktteile 32 zusammenwirkt. Die beiden Kontaktteile 42 sind durch je eine Leitung 43 und 44 mit den Lampen 1 und 2 des Blinklichtes auf der linken Seite des Wagens verbunden und diese Lampen werden also abwechselnd entzündet und gelöscht. Die Signale auf der rechten und linken Seite des Wagens sind also gleichartig.
Wenn eine Lampe ausgebrannt oder in anderer Weise ausser Funktion ist, beeinflusst dies nicht die andere Lampe, die bei der Signa lisierung weiterhin mit derselben Blinkfre- quenz wie vorher blinkt. Wenn auch das Signal dadurch mangelhaft wird, ist es nicht r, notwendig, den Wagen mit dem mangelhaften Rielitungsanzeiger sofort aus dem Verkehr zu ziehen. Beim Lampenwechsel braucht man nur die Schraube 19 loszuschrauben und die Kappe vom Sockel zu entfernen, worauf die Lampen frei zugänglich sind.
Die Erfindung ist nicht auf die oben be schriebene Ausführungsform beschränkt. So kann z. B. jede Lampe während je zwei Leucht- perioden der andern Lampe zwei oder ge- nebenenfalls mehrere Blinksignale geben. Wenn dies erwünscht ist, braucht nur jeder der Kontaktteile 32 und 42 in zwei oder meh rere voneinander isolierte Bogenteile unter teilt zu sein.