CH310935A - Verfahren zum Entölen der Kolbenstange von Kolbenmaschinen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. - Google Patents
Verfahren zum Entölen der Kolbenstange von Kolbenmaschinen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens.Info
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Description
Verfahren zum Entölen der Kolbenstange von Kolbenmasebinen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. Bei vielen Kompressoren oder Vakuum pumpen ist es notwendig, die Zylinder ab solut frei von Schmieröl zu halten, sei es, weil die Natur des Gases die Anwesenheit von Öl nicht gestattet oder weil die Verun reinigung des Gases mit Öl für den nachfol genden chemischen Prozess schädlich sein würde.
Zum Beispiel werden die Zylinder von Chlor-Kompressoren statt mit Öl mit konzen trierter Schwefelsäure geschmiert. Bei andern Gasen ist es mitunter notwendig, die Zylinder statt mit Öl mit Glyzerin oder irgendeinem andern Produkt zu schmieren, z. B. mit Silikon-Öl. Wieder in andern Fällen ist es notwendig, mit Wasser zu schmieren und schliesslich gibt es auch Fälle, in denen der Zylinder ohne jede Schmierung arbeiten muss.
Bei allen diesen Maschinen muss indessen das Kurbeltriebwerk in normaler Weise mit Öl geschmiert werden. Daher muss verhin dert werden, dass die hin- und hergehende Kolbenstange bei ihrer Bewegung Öl vom Triebwerk in den Zylinder mitschleppt. Zu diesem Zweck wird das Triebwerk vollständig geschlossen und an der Seite, wo die Kolben stange in den Zylinder übertritt, wird eine Stopfbüchse oder ein Ölabstreifring angeord net, der die Aufgabe hat, das anhaftende Öl von der Stange abzuschaben.
Dieser Olabstreifring arbeitet im allge meinen nicht mit der genügenden Zuverläs- sigkeit, und es ist damit zu rechnen, dass die Stange doch noch mit einem dünnen Ölfilm bedeckt ist. Selbst wenn ein Ölabstreifring wirklich vorzüglich arbeitet, so wird er doch unvermeidlicherweise mit der Zeit in seiner Funktion nachlassen, wenn die Stange ab genützt wird und nicht mehr an allen Stellen den gleichen Durchmesser besitzt.
Es ist daher allgemein üblich, den Zylin der durch eine Laterne vom Triebwerk zu trennen, wobei die Entfernung zwischen Triebwerk und Zylinder so gross ist, dass der ölbenetzte Teil der Kolbenstange nicht mehr in die Stopfbüchse des Zylinders eintritt.
Auch diese Massnahme ist nicht genügend, weil das Öl die Eigenschaft hat, infolge seiner hohen Benetzungsfähigkeit mit der Zeit an der Kolbenstange entlangzukriechen.
Um dieses Weiterkriechen zu verhindern, wird öfters an geeigneter Stelle der Kolben stange ein mit dieser hin- und hergehender Schirm angebracht, der aber erfahrungs gemäss das Weiterkrieehen des Öls nicht mit Sicherheit verhindert. Es zeigt sich im Gegen teil sehr oft, dass die Luftwirbel, die bei der Hin- und Herbewegung des Schirmes ent stehen, die Neigung haben, das Öl auf die andere Seite des Schirmes zu befördern.
Die vorliegende Erfindung ermöglicht die Beseitigung dieser Nachteile und gibt voll ständige Sicherheit gegen das Mitreissen von Öl. Nach dem Verfahren gemäss der Erfin dung wird die Stange vor dem Eintritt in den Zylinder durch eine Waschkammer ge führt, welche eine das Öl auflösende Wasch flüssigkeit enthält und bewirkt, dass der die Waschkammer zylinderseitig verlassende Teil der Kolbenstange absolut ölfrei ist.
Das Verfahren wird nachfolgend an Hand der beiliegenden Zeichnung, die zwei Kolben maschinen zeigt, die mit Mitteln zum Ent- ölen der Kolbenstange versehen sind, bei spielsweise erläutert.
Fig. 1 und 2 sind Längsschnitte durch zwei verschiedene Kompressoren.
Der Kompressor gemäss Fig. 1 hat ein in üblicher Weise mit Öl geschmiertes Trieb werk 1. Die Kolbenstange 2 erstreckt sich durch eine Stopfbüchse 3, welche im Sinne des vorher Gesagten den Austritt von Öl so gut als möglich verhindert. Der Zylinder 4 ist seinerseits mit einer Stopfbüchse 4 ver sehen, die die Abdichtung gegen den Austritt von Gas nach aussen übernimmt. Der Zylin der 4 ist durch eine Laterne 6 vom Trieb werk 1 getrennt.
In der Laterne befindet sich eine Waschkammer 7, die eine öllösende Waschflüssigkeit enthält und die ihrerseits mit zwei Stopfbüchsen 8 an beiden Enden abgeschlossen ist, welche den Austritt der @f'aschflüssigkeit verhindern. Man erkennt, dass die Kolbenstange vor ihrem Eintritt in den Zylinder durch die Waschkammer ge führt wird, wo sie von an ihr haftendem Öl befreit wird, so dass der die Waschkammer zylinderseitig verlassende Kolbenstangenteil absolut ölfrei ist.
An Stelle einer offenen Waschkammer, wie in Fig. 1 gezeigt, kann auch eine geschlossene Waschkammer treten, durch welche das Waschmittel mittels einer Pumpe ständig hindurchgepresst wird.
Diese Anordnung ist in Fig. 2 veran schaulicht, wobei die gleichen Ziffern die gleiche Bedeutung haben.
Die Waschkammer 7 ist hier geschlossen ausgeführt. Das Waschmittel befindet sieh in einem Tank 9 und wird von einer Pumpe 10 in kontinuierlichem Strom durch die Waschkammer 7 hindurchgedrückt, worauf es durch die Ablaufleitung 11 in den Vorrats tank zurückkehrt.
Je nach Art der Fälle kann es notwendig werden, auf den Tank 9 zu verzichten und eine Betriebsweise anzuwenden, bei der das Waschmittel. nicht ständig im Kreislauf ar beitet und nach Gebrauch verlorengeht. Es kann auch zweckmässig sein. ein Filter 1? anzuordnen. um die Waschflüssigkeit vor dem Eintritt in die Waschkammer von Ver unreinigungen zu reinigen, welche sich in die Stopfbüchsen einbetten und die Ober fläche der Stange beschädigen könnten. Ebenso kann unter Umständen der Einbau eines Wärme- Austauschers 13 notwendig sein. Dieser Wärme-Austauscher kann dazu dienen, die Waschflüssigkeit zu kühlen, uni dadurch die Oberfläche der Stange zu kühlen.
Eine solche Massnahme wird sich dann emp fehlen, wenn das verwendete Zylinder - Schiniermittel eine sehr geringe Viskosität hat, oder wenn durch die Art der Stopf büchsen eine beträchtliche Reibungswärme erzeugt wird. Es kann anderseits auch not wendig werden, durch den @Värine-Aus- tauscher 13 der Waschflüssigkeit Wärme zuzuführen, wenn eine Temperatur ein gehalten werden muss, um der Waschflüssig keit ihre höchste Wirkung zu sichern.
Die Art der Waschflüssigkeit muss nach den jeweiligen Verhältnissen bestimmt wer den. Sie muss nicht nur imstande sein, das der Stange von der Triebswerkschniierung anhaftende Öl aufzulösen, sondern sie muss auch die Reste des Zylinder-Schmiermittels auflösen können, das von der andern Seite her evtl. mitgeschleppt werden könnte. Es sind eine Reihe von Flüssigkeiten bekannt, die diesen Anforderungen genügen. In Frage kommt z.
B. Tetraehlor-Kohlenstoff oder eines der zahlreichen, neuerdings erhält lichen alkalifreien Waschmittel oder ähnliche Produkte.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: I. Verfahren zum Entölen der Kolben stange von Kolbenmaschinen, deren Zylinder nicht mit Öl in Berührung kommen dürfen, obwohl das Kurbeltriebwerk mit Öl ge schmiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kolbenstange vor dem Eintritt in den Zylinder durch eine Waschkammer geführt wird, welche eine das Öl lösende Wasch flüssigkeit enthält und bewirkt, dass der die Waschkammer zylinderseitig verlassende Teil der Kolbenstange absolut ölfrei ist.1I. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch eine Waschkammer, durch die hindurch sich die Kolbenstange erstreckt und die zur Aufnahme einer öllösenden Wasch flüssigkeit bestimmt ist. UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasch flüssigkeit mittels einer Pumpe durch die Waschkammer gedrückt wird. 2. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasch flüssigkeit gekühlt wird. s 3. Verfahren nach Patentanspruch I, dadurch gekennzeichnet, dass die Wasch flüssigkeit geheizt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH310935T | 1953-04-02 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| CH310935A true CH310935A (de) | 1955-11-15 |
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ID=4494361
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| CH310935D CH310935A (de) | 1953-04-02 | 1953-04-02 | Verfahren zum Entölen der Kolbenstange von Kolbenmaschinen und Einrichtung zur Durchführung dieses Verfahrens. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| CH (1) | CH310935A (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US3735629A (en) * | 1970-06-11 | 1973-05-29 | Standun | Apparatus for forming one piece metallic can bodies |
| US4173138A (en) * | 1977-10-28 | 1979-11-06 | Standun, Inc. | Can bodymaker having improved ram support and drive |
-
1953
- 1953-04-02 CH CH310935D patent/CH310935A/de unknown
Cited By (2)
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| US3735629A (en) * | 1970-06-11 | 1973-05-29 | Standun | Apparatus for forming one piece metallic can bodies |
| US4173138A (en) * | 1977-10-28 | 1979-11-06 | Standun, Inc. | Can bodymaker having improved ram support and drive |
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