DEM0022352MA - - Google Patents

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DEM0022352MA
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Description

BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLAND
Tag der Anmeldung: 15. März 1954 Bekanntgemacht am 29. Dezember 1955
DEUTSCHES PATENTAMT
Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Ölfreihalten der Kolbenstange bei Kolbenmaschinen, insbesondere Kompressoren und Vakuumpumpen, deren Kurbeltriebwerk mit Öl geschmiert ist, deren Zylinderinnenraum jedoch nicht mit Öl in Berührung kommen darf.
Bei vielen Kompressoren oder Vakuumpumpen ist es notwendig, die Zylinder absolut frei von Schmieröl zu halten, sei es, weil die Natur des ίο Gases die Anwesenheit von Öl nicht gestattet oder weil die Verunreinigung des Gases mit Öl für den nachfolgenden chemischen Prozeß schädlich sein würde. So werden z. B. die Zylinder von Chlor-Kompressoren statt mit Öl mit konzentrierter Schwefelsäure geschmiert. Bei anderen Gasen ist es mitunter notwendig, die Zylinder statt mit Öl mit Glycerin oder einem anderen Mittel zu schmieren, z. B. mit Silikon-Öl. Wieder in anderen Fällen ist es notwendig, mit Wasser zu schmieren, und schließlich gibt es auch Fälle, in denen der Zylinder ohne jede Schmierung arbeiten muß.
Bei allen diesen Maschinen muß indessen das Kurbeltriebwerk in normaler Weise mit Öl geschmiert werden. Daher muß verhindert werden,
509 626/154 ,
M 22352 I al27 b
. daß an der hin- und hergehenden Kolbenstange bei ihrer Bewegung öl vom Triebwerk in den Zylinder gelangt. Zu diesem Zweck ist das Triebwerk vollständig geschlossen, und an der Stelle, an der die Kolbenstange ins Freie austritt, wird eine Stopfbüchse oder ein Ölabstreifring angeordnet, um das anhaftende Öl von der Stange abzuschaben.
Dieser Ölabstreifring arbeitet im allgemeinen nicht mit der genügenden Zuverlässigkeit, und es
ίο ist damit zu rechnen, daß die Stange doch noch mit einem dünnen Ölfilm bedeckt ist. Selbst wenn, ein Ölabstreifring wirklich vorzüglich arbeitet, so wird er doch unvermeidlicherweise mit der Zeit in seiner Funktion nachlassen, wenn die Stange abgenutzt wird und nicht mehr an allen Stellen den gleichen Durchmesser aufweist.
Es ist daher allgemein üblich, den Zylinder durch eine Laterne vom Triebwerk zu trennen, wobei die Entfernung zwischen Triebwerk und Zylinder so groß ist, daß der ölbenetzte Teil der Kolbenstange nicht mehr in die Stopfbüchse des Zylinders eintritt.
Auch diese Maßnahme ist nicht genügend, weil das Öl die Eigenschaft hat, infolge seiner hohen Benetzungsfähigkeit mit der Zeit an der Kolbenstange entlang zu kriechen.
Um dieses Weiterkriechen zu verhindern, wird öfters in der Mitte der Kolbenstange ein mitlaufender Schirm angebracht, der aber erfahrungsgemäß das Weiterkriechen des Öls nicht mit Sicherheit verhindert. Es zeigt sich im Gegenteil sehr oft, daß die Luftwirbel, die bei der Hin- und Herbewegung des Schirhies entstehen, die Neigung haben, das Öl auf die andere Seite des Schirmes zu befördern.
Die Erfindung ermöglicht die Beseitigung dieser Nachteile und gibt vollständige Sicherheit gegen das Mitreißen von Öl.
Gemäß der Erfindung ist zwischen dem Kurbeltriebwerk und dem Zylinder eine Waschkammer vorgesehen, die eine öllösende Waschflüssigkeit enthält, durch welche die Kolbenstange hindurchgeführt ist.
Ein weiteres Merkmal der Erfindung besteht darin, daß eine Pumpe vorgesehen ist, welche die Waschflüssigkeit durch die Waschkammer drückt. Gemäß der Erfindung kann die Waschflüssigkeit auch gekühlt oder erhitzt werden.
In der Zeichnung sind beispielsweise zwei Kolbenmaschinen gezeigt, die mit Mitteln zum Freihalten der Kolbenstange von Öl versehen sind.
Fig. ι und 2 sind Längsschnitte durch zwei verschiedene Kompressoren.
Der Kompressor gemäß Fig.' 1 hat ein in üblicher Weise mit Öl geschmiertes Triebwerk 1. Die Kolbenstange 2 erstreckt sich durch eine Stopfbüchse 3, welche im Sinne des vorher Gesagten den Austritt von Öl so gut als möglich verhindert. Der Zylinder 4 ist seinerseits mit einer Stopfbüchse 5 versehen, die die Abdichtung gegen den Austritt von Gas nach außen übernimmt. Der Zylinder 4 ist ■ durch eine Laterne 6 vom Triebwerk 1 getrennt.
In der Laterne befindet sich eine Waschkammer 7, die eine Waschflüssigkeit enthält und die ihrerseits mit zwei Stopfbüchsen 8, durch die die Kolbenstange 3 geführt ist, an beiden Enden abgeschlossen ist, welche den Austritt der Waschflüssigkeit verhindern.
An Stelle einer offenen Waschkammer, wie in Fig. ι gezeigt, kann auch eine geschlossene Waschkammer treten, durch welche das Waschmittel mittels einer Pumpe ständig hindurchgepreßt wird.
Diese Anordnung ist in Fig. 2 veranschaulicht, wobei die gleichen Ziffern die gleiche Bedeutung haben. Das Waschmittel befindet sich in einem Tank 9 und wird von einer Pumpe 10 in kontinuierlichem Strom durch die geschlossene. Waschkammer 7 hindurchgedrückt, worauf es durch die Ablaufleitung.il in den Vorratstank zurückkehrt.
Je nach Art der Fälle kann es notwendig werden, auf den Tank 9' zu verzichten, so daß das Waschmittel nicht ständig im Kreislauf arbeitet, sondern nach Gebrauch verlorengeht. Es kann auch zweckmäßig sein, ein Filter 12 anzuordnen, um die Waschflüssigkeit vor dem Eintritt in die Waschkammer von Verunreinigungen zu reinigen, welche sich in die Stopfbuchsen einbetten und die Oberfläche der Kolbenstange beschädigen könnten. Ebenso kann unter Umständen der Einbau eines Wärmeaustauschers ,13 notwendig sein. Dieser Wärmeaustauscher kann dazu dienen, die Waschflüssigkeit zu kühlen, um dadurch die Oberfläche der Kolbenstange zu kühlen. Eine solche Maßnahme wird sich dann empfehlen, wenn das verwendete Zylinderschmiermittel eine sehr ,geringe Viskosität hat oder wenn durdh die Art der Stopfbüchsen eine beträchtliche Reibungswärme erzeugt wird. Es kann anderseits auch notwendig werden, durch den Wärmeaustauscher 13 der Waschflüssigkeit Wärme zuzuführen, wenn eine Temperatur eingehalten werden muß, um der Waschflüssigkeit ihre höchste Wirkung zu sichern.
Die Art der Waschflüssigkeit muß nach den jeweiligen Verhältnissen bestimmt werden. Sie muß nicht nur imstande sein, das der Kolbenstange von der Triebswerkschmierung anhaftende Öl aufzulösen, sondern sie muß auch die Reste des Zylinderschmiermittels auflösen können, das von der anderen Seite her eventuell mitgeschleppt werden könnte. Es sind eine Reihe von Flüssigkeiten bekannt, die diesen Anforderungen genügen. In Frage nO kommt z. B. Tetrac'hlor-Kohlenstoff oder eines der zahlreichen alkalifreien Waschmittel oder ähnliche Produkte.

Claims (4)

  1. PATENTANSPRÜCHE:
    ι. Vorrichtung zum Ölfreihalten der Kolbenstange bei Kolbenmaschinen, insbesondere Kornpressoren und Vakuumpumpen, deren Kurbeltriebwerk mit Öl geschmiert ist, deren Zylinderinnenraum jedoch nicht mit Öl in Berührung kommen darf, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen dem Kurbeltriebwerk und dem Zylinder eine Waschkammer vorgesehen ist, die
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    M 22352 Ia/27 b
    eine ollösende Waschflüssigkeit enthält und durch welche die Kolbenstange hindurchgeführt ist.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß eine Pumpe vorgesehen ist, welche die Waschflüssigkeit durch die Waschkammer drückt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschflüssigkeit gekühlt wird.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Waschflüssigkeit geheizt wird.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen

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