CH312389A - Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten. - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten.

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CH312389A
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Description


  <B>Verfahren und</B>     Einrichtung   <B>zur</B>     Herstellung   <B>von</B>     Glimmerschichtprodukten.       Die Erfindung betrifft ein Verfahren und  eine     Einrichtung    zur Herstellung von     Glim-          merschichtprodukten    für elektrische     Isolier-          zwecke.     



  Es ist bekannt, Glimmer mit geeigneten  Bindemitteln zu     mehrlagigen        Glimmerschicht-          produkten    zu verarbeiten, die unter dem  Namen      Mikanit     bekanntgeworden sind. Die       Glimmerprodukte    werden heute noch vorzugs  weise durch Handarbeit     hergestellt.    Ein Ver  fahren, solche     Glimmerschichtprodukte    zu  mindest teilweise     maschinell    herzustellen, be  nutzt den     Zerflockungseffekt,    der sich beim  Herunterfallen von     @Glimmerteilehen    aus gro  sser Höhe     einstellt,    und ist bereits angewen  det worden.

   Die bisher bekanntgewordenen  Verfahren zur mechanischen      1Vlikanit -Her-          stellung    haben sich aber nicht allgemein  durchgesetzt, weil sie nicht in der Lage sind,        Mikanit     von der Qualität herzustellen, die  bei Handarbeit erreicht werden kann. Es  kommt vor allem darauf an, dass das     mehr-          schichtprodtfiten        für        elektrische          lagige    Fabrikat überall von gleichmässiger  Stärke ist und überall eine gleichmässige elek  trische und mechanische Festigkeit besitzt.

         Ferner    erwartet man von     Glimmerverarbei-          tungsmaschinen    die     Einsparung    an Arbeitszeit  und -kosten sowie die Möglichkeit, Glimmer  der verschiedensten Grösse     einschliesslich    Ab  Fallglimmer zu verarbeiten.  



  Gegenstand der Erfindung ist nun ein       Verfahren    zur     Herstellung    von Glimmer-    das dadurch     gekennzeichnet    ist, dass  einzelne     Glimmerteilehen    unter Anwendung  elektrostatischer     Anziehungskräfte    auf     eine     als Trägerkörper dienende,. zu     beäufschlagende     Unterlage     überführt    werden.

   Die Einrichtung  zur     Durchführung    des Verfahrens nach der  Erfindung ist     gekennzeichnet    durch     Auf-          nahmevorrichtungen        für    den zu verteilenden       Glimmer,    einen Träger für die zu     beauf-          schlagende        Glimmerunterlage,

      eine Vorrich  tung zum     Aufbringen.    eines Bindemittels auf  den Glimmer und seine als Trägerkörper die  nenden     Unterlagen        sowie    durch Hochspan  nungselektroden zur elektrostatischen     Beauf-          schlägung    des     Glimmers.     



  Ausführungsbeispiele des     Verfahrens    und  der Einrichtung nach der     'Erfindung    .sind in  der folgenden Beschreibung an Hand der  Figuren erläutert:  Die     F'ig.1    zeigt     eine        Anordnung,    die das  Prinzip der     elektrostatischen        Niederschlagung     von     Glimmer    erkennen lässt.     Glimmerteilchen     1 sind lose auf eine als Schale ausgebildeten  Elektrode 2 verteilt.

       Darüber        befindet    sich in  einem nach der vorliegenden     Spannung    ge  wählten Abstand ein unterseitig mit Leim  überzogenes Papier 4. Jenseits dieses Papiers  wird die Gegenelektrode 3 seitlich in Pfeil  richtung bewegt.

   Dies hat zur Folge, dass da,  wo die grösste     Kraftlinienkonzenträtion    auf  tritt, das Papier 4 von     links    nach rechts fort  schreitend mit     Glimmer        beaufschlagt    wird:      Durch     Influenz    werden die     Glimmerteil-          chen        polarisiert;    es entstehen Dipole, auf die  im irrhomogenen Feld eine Kraft wirkt, so  dass die Teilchen sich in diesem irrhomogenen  Feld     in    Gebiete     grösserer    elektrischer Feld  stärke     hin    bewegen.

   Die     Glimmerplättchen     fliegen     im.        wesentlichen:    senkrecht nach oben.  Die Plättchen, die auf eine geleimte Stelle  auftreffen, bleiben haften, alle übrigen fallen  wieder ab. Der Vorgang kann ein zweites Mal  oder öfters wiederholt werden. Es ist     nicht          erforderlich,    dass sich die Elektroden in der  in. dieser Figur     gezeigten    Weise gegenüber  stehen. 'Statt dessen ist beispielsweise auch ein  mehr vertikaler Verlauf der Papierebene 4  denkbar.  



  Die     Fig..2        zeigt    eine Vorrichtung zur kon  tinuierlichen     Beaufschlagung    einer geleimten  Fläche mit     Glimmer.        Dieser        wird        in    an sich  bekannter Weise auf die als Transportbahn  ausgebildete Elektrode 5     in    Abständen gleich  mässig     aufgebrachte    Diese Elektrode liegt an  Erde.

   Die     Glimmerteilehen    gelangen auf ihrem  Weg     in    den Bereich des starken Kraftfeldes,  welches sich     zwischen    dem     linken    Teil des       Transportbandes        und    der     darüber    befind     -          lichen    Gegenelektrode 7 aufbaut. Sie werden  angezogen und treffen auf das     unterhalb    der  Gegenelektrode kontinuierlich bewegte Band 6.

    auf, welches     ein        unterseitig    mit Leim bedeck  tes Trägermaterial     darstekt,    wie es zur Her  stellung von      Xikanit     benutzt wird. Bewegt  man     die    Fläche 6 in der Pfeilrichtung mit  einer     gewissen    Mindestgeschwindigkeit, so  legt sich jedes auftreffende     Glimmerteilchen     sofort parallel zur     Oberfläche    -6 und bleibt  in dieser Stellung haften.  



  Die     Fig.    31 stellt     eine        andere    Vorrichtung  dar.     Eine    mechanisch in     Schwingung    ver  setzte Rüttelbahn 8 sorgt für die Zufuhr von  lose verteiltem Glimmer. Dieser befindet sich  auf     Erdpotential,    da er über die Rüttelbahn  8 geerdet ist. Bei dem     Abwärtsgleiten    geraten  alle     Glimmerplättchen    in den Bereich einer  auf     Hochspannung    gegenüber Erde     liegenden,     in Pfeilrichtung rotierenden Metalltrommel 9       und    werden von dieser angezogen.

   Um die       zylindrische    Walze herum ist ein mit Leim    bedecktes Band 10 gespannt. Infolge der Um  drehung der Walze 9 werden etwa hochkant ;  auftreffende     Glimmerplättchen    umgelegt und  an die Fläche 10 flach     angepresst.    Reicht die  Haftfähigkeit des Leims an einer Stelle der       Oberfläche    10 nicht mehr aus, wenn diese im  wesentlichen schon     ;mit    Glimmer bedeckt ist, ;

    so werden hier weiter auftreffende Glimmer  teilchen durch die     Zentrifugalkraft.    wieder       abgesehleudert.    Sie fallen     auf    die Rüttelelek  trode 8, von     @    dieser angezogen, zurück, um  kurze Zeit später erneut von der Elektrode 9,  angezogen- zu werden. Dieser Vorgang wird  durchgeführt; bis nach einiger Zeit die Ober  fläche     10        keinen        Glimmer    mehr aufnimmt.

    Sie wird dann erneut mit Bindemittel ver  sehen, was durch ein Spritzorgan     ll    geschieht.,  Bei 11 sind entweder Düsen zur rein mecha  nischen     'Zerstäubung    des in     Lösungsmittelver-          dünnten    Lackes angebracht, oder aber an sich  bekannte     elektrostatische        Einrichtungen    zur       Zerstäubung    von Flüssigkeiten.

   Zweckmässig  gerät bei 13 die     mit    'Glimmer     beaufsehlagte     Fläche     unter    die Wirkung von     elektriseben          Sprühorganen,    die einen kräftigen     elekrisehen     Wind erzeugen, welcher die an sieh schon  vorhandene schuppenförmige Ausrichtung       tangentiäl        zur        Trommel    9 weiter verstärkt:  Es kann sich als zweckmässig     erweisen,    La  dungsträger, wie sie die Elektrode 9 aufweist,       ummittelbar    auf die Oberfläche der Glimmer  schicht aufzubringen.

   Dies geschieht vorteil  haft durch die     Aiübringung    von Ladungs  trägern mittels auf gleichem Potential wie die  Elektrode 9 gehaltener     kamen-    oder     schneiden-          förmiger    Sprühelektroden 12.  



       Fig.4    ist die     Darstellung    eines weiteren       Ausführungsbeispiels.    Die Zuführung des  Glimmers 15 geschieht auf einer schiefen  Ebene 14, die als Rüttelbahn ausgeführt sein       kann    und als metallische Elektrode auf     Erd-          potential    gehalten wird. Ihr gegenüber befin  det sich die Gegenelektrode     .16,    welche auf  hoher Spannung liegt und als über zwei  Rollen laufendes metallisches Band ausgeführt  ist.

   Die     Glimmerteilchen    15 gelangen, abwärts  gleitend auf der Bahn 14, in den Bereich der       Anziehungskraft    der Elektrode 16     -und    tref-           fen    auf dieselbe auf. Nach     einer    kurzen Zeit,  während der sie auf die andere Polarität     inn-          geladen    werden, fallen sie von der Elektrode       zwangläufig    wieder ab.

   In dieser Zeitspanne  sind sie vermöge ihrer     Fortbewegung    mit dem       Elektrodenband    16 in     Pfeilrichtung    aus dem  Bereich der Anziehungskraft seitens der Elek  trode 14     befärdert    worden     und    fallen nun  taumelnd auf die oberseitig mit Leim über  zogene Unterlage     1'7,    die zweckmässig mit  einer metallischen, geerdeten Platte in Berüh  rung steht. Diese     Einrichtung    besitzt den  Vorteil, dass von der Elektrode<B>M</B> die     Glim-          merplättchen    im wesentlichen einzeln angezo  gen werden.

   Damit sie     auf    die zu     beaufschla-          gende    Fläche parallel auftreffen, ist hier von  dem an sich bekannten Prinzip des taumeln  den     HerunterfallensGebrauch    gemacht wor  den. Bewegt man die zu     beaufschlagende     Fläche in horizontaler Richtung, so     wird    sie  gleichmässig mit Glimmer     beaüfschlagt.    Die       Glimmerplättchen,    welche nicht von der Elek  trode     1ss    abgehoben werden, fallen auf die  schiefe Ebene     14a    herunter und werden von  dort erneut auf das     Zuführungsorgan    14 ge  bracht.  



       Fig.5    stellt ein weiteres Ausführungsbei  spiel der Einrichtung dar, die aus     einem     horizontal sich fortbewegenden 'Träger für  eine     Glimmerunterlage    mit einer     darüber    an  geordneten zur     Bewegungsrichtung    geneigten,  den Glimmer tragenden     Elektrodenfläche    be  steht sowie     eine    über dieser in der Bewegungs  richtung versetzt angeordneten Gegenelek  trode, die im spitzen Winkel zur ersteren  derart verläuft, dass die Winkelhalbierende  der beiden     Elektrodenebenen    eine Horizontale  bildet.

   Die als     Aufnahmevorrichtung    für den  zu verteilenden Glimmer dienende metallische       Zuführungselektrode    18 kann wieder als Rüt  telebene ausgebildet sein. Von ihr herunter  gleitende     Glimmerteilchen    geraten unter die  Wirkung der von der Gegenelektrode 19 aus  gehenden     Anziehungskraft,    werden von ihr  angezogen, fallen in     Richtung    der 'Schwer  kraft wieder     herunter,    werden     ein    zweites Mal  angezogen usw.

   Dabei bewegen sie     sich    zwang  läufig nach rechts, da sie bei der Aufwärts-         bewegung    mehr als bei der     FallbewegLUlg    dem  Verlauf der elektrischen Kraftlinien folgen.  Da elektrische Kraftlinien auf metallischen  Leitern stets senkrecht     auftreffen,    muss in der  gewählten     Anordnung    jedes     Glimmerteilchen     auf dem Weg von der Elektrode 1.8 nach der  Elektrode 19 sich ein     iStück    nach rechts ver  schieben.

   .So kommt es     schliesslich,    dass ein von  der Elektrode 19 abfallendes     Glimmerplätt-          chen    nicht mehr auf die Elektrode 18 auf  trifft, weil es sich jenseits des rechten Ran  des 20 der Elektrode 18 befindet. Andere       Glimmerplättchen    verlassen nahe des Randes       20    die Elektrode 18 in     aufwärts    gerichteter  Bahn, ohne jedoch die Elektrode 19 zu errei  chen und fallen deshalb weiter nach rechts  herunter als die vorher beschriebene Bahn  verläuft.

   Dadurch wird die auf einem     Träger     angeordnete     Unterlage    21 gleichmässig von       heruntertaumelnden        Glimmerplättchen    be  deckt, besonders     wenn    sie während des Vor  ganges von     links    nach     rechts    kontinuierlich  bewegt     wird.        Eine        ähnliche    Wirkung wird  auch erzielt, wenn die Elektroden 18, und 19       einen        andern    Winkel     miteinander    bilden     bzw.     zueinander parallel verlaufen.  



  Die     Fig.    6 zeigt ein weiteres Ausführungs  beispiel für eine solche Einrichtung. Ein  besonderer     Vorzug    dieser Anordnung liegt  darin, dass     mit    grosser     3Sicherheit    die anfangs       vorhandenen.    Bündel von     Glimmerplättchen          auseinander    geblättert werden, so dass die  Plättchen auch wirklich allein auf die zu     be-          aufschlagende    Fläche auftreffen.

   Die Appara  tur besteht im wesentlichen aus zwei gegen  einander aufgeladenen Elektroden     232    und 23,  zwischen denen ein     senkrechter,    schachtarti  ger     Zwischenraum        liegt.    Am obern Rand der  Elektrode 23     wird    durch ein metallisches  Rüttelblech 26, welches     ebenfalls    auf     Erd-          potential    liegt, für die     weitgehend    gleich,  mässige Zufuhr von     Glimmer    gesorgt.

   Bei An  näherung an den obern Teil 27 des     Elektro-          denzwischenraumes    geraten die     Glimmerteil-          ehen        unter    , den Einfluss elektrostatischer  Kräfte. Besitzen     sie    ihrerseits ein festes Po  tential, das     durch        Vermittlung    der metalli  schen Rüttelbahn in diesem Fall das Erd-      potential ist, so werden sie alsbald von der  Elektrode 22 angezogen. Ein solches Glimmer  teilchen 24 beschreibt daraufhin zwischen. den  Elektroden eine     abwärtsführende,        zickzack-          förmige    Bahn 2'5.

   Es ist erforderlich, dass  der Glimmer     beim    Verlassen der Rüttelbahn  26     tatsächlich    das Potential der Elektrode 2'3  besitzt. Andernfalls würde er sich wie ein       ungeladener    Körper im homogenen elektri  schen Feld verhalten und keine Anziehungs  kraft von     einer    der beiden     Elektroden    erfah  ren, so dass er unter     Umständen    in einem Zug  den Weg durch den Schacht durchfallen       würde.    Da es sich mitunter als zweckmässig  erweist, die Zuführungsorgane für den Glim  mer aus     elektrisch    isolierendem Material her  zustellen, ist es nützlich, an die Stelle,

   wo der       Glimmer    die Rüttelbahn     verlässt,    die erst  malige     Aufladung    des Glimmers durch die       Anbringung    von elektrischen 'Sprühorganen  3'7 zu erzwingen.  



  Das     einzelne        Glimmerplättchen    tritt  schliesslich unten aus     der    Öffnung des Schach  tes aus und fällt     taumelnd    auf die auf einem  Träger ruhende Oberfläche 28, die im allge  meinen mit Bindemittel versehen ist und hori  zontal auf einem Transportband kontinuier  lich     bewegt    werden kann. Der Vorteil dieser       Einrichti.ng    liegt besonders darin, dass dem       Glimmerteilchen        künstlich        ein.    wesentlich grö  sserer Weg aufgezwungen wird, als es dem  freien Fall durch den Schacht entsprechen  würde.

   Dadurch kann man mit einer viel  geringeren Bauhöhe auskommen, als es bei den  Verfahren erforderlich war, die zur Tren  nung der einzelnen     Glimmerplättchen    einen  bis zu     10    m hohen Turm benützen. Ausser  dem wird durch das wiederholte Aufprallen  der     einzelnen        Glimmerteilchen,        respektive     Bündel, auf die Elektroden eine gleichmässige  Verteilung gefördert.  



  Will man die Zahl der Arbeitsgänge, die  zur     I3erstellung    mehrerer Schichten erforder  lich sind, herabsetzen, so kann man auch in  anderer Weise vorgehen. Es soll ja vermieden  werden, dass in     nennswertem    Umfang Glim  mer auf Glimmer zu liegen kommt,     -ohne        däss       sich     ,dazwischen    ein Bindemittel befindet.

    Dies kann man an sich immer erreichen,  wenn man den Glimmer verhältnismässig       dünn    auf     eine        beleimte    Unterlage streut und  die entstandene Schicht von neuem     beleimt.     Dabei wird jedoch der     Bindemittelanteil    für  viele Fälle unzulässig hoch.

   Wählt man die       Beaüfschlagung    mit Glimmer dichter, so wird  es     immer    wahrscheinlicher, dass mehrere     Glim=          merplättchen        ungeleimt        aufeinanderliegen.     Um dies zu vermeiden, wird, wie in der       Fig.,6    schematisch dargestellt, durch meh  rere am     untern    Ende der Elektrode 23 an  gebrachte Sprühspitzen 35 den auf die Un  terlage 28 herabfallenden einzelnen Glimmer  teilchen eine elektrische Ladung erteilt.  



  Als     Vorrichtung    zum Aufbringen des  Bindemittels auf derart aufgeladene Teilchen  dienen Spritzdüsen 36, mittels derer ein ent  gegengesetzt aufgeladener Nebel 29 von ver  dünntem Bindemittel erzeugt wird, in den  die     Glimmerteilchen    eingebracht werden und  dann auf die Unterlage auftreffen.

   Dabei  wird auch die Unterlage selbst     in    gewissem  Umfang fortlaufend mit Bindemittel     beauf-          schlagt.    Eine derart hergestellte     Mikanit-          platte    besitzt nach der üblichen Austrei  bung des Lösungsmittels und anschliessender  Pressung keinerlei Stellen mehr, wo Glimmer  auf Glimmer     liegt,    ohne eine dazwischen be  findliche dünne     $Schicht    des Klebemittels.  



  Ein solches Produkt eignet sich vorzüg  lich zur Verwendung als     Biegemikanit    und  neigt in keiner Weise dazu, dass sich bei me  chanischer oder elektrischer Beanspruchung  im Innern Hohlräume bilden. Ein schema  tisches Beispiel für die Anwendung des Ge  dankens, elektrische Kraftlinien     tangential     zur zu     beaufschlagenden    Fläche verlaufen zu  lassen, so dass auftretende     Glimmerteilchen     von vornherein parallel zu dieser Fläche ge  stellt auftreffen, stellt die     F'ig.7    dar.     3'3    ist  die zu     beaufsehlagende    Fläche.

   Beide Elek  troden 30 und 31 befinden sich oberhalb, das  heisst auf der gleichen Seite der Auffang  fläche 33     und    weisen einander zugekehrte  Kanten auf, die im Schnitt als 'Spitzen zu  sehen     sind,        zwischen    denen     sieb,    ein elektri-      sches Feld mit hoher     Kraftlinienkonzentra-          tion    ausbildet. Die Elektrode 3<B>0</B> dient zur  Heranführung des Glimmers, welcher,     wenn     keine Spannung angelegt ist, in beliebiger  Ausrichtung auf die Unterlage<B>3</B> herabfallen  würde. Diese wird von links nach     rechts    fort  laufend transportiert.

   Der     Glimmer    wird       glrcichmässiger    von der Elektrode     30,    abge  nommen, wenn eine Spannung zwischen den  Elektroden liegt und er von der Gegenelek  trode 31 angezogen wird. Die Anordnung ist  daher so getroffen, dass beim Flug von der       Elektrode    30 nach der Elektrode 3<B>1</B> das     Glim-          merieilchen,    welches auch der Schwerkraft  ausgesetzt ist, mit der direkt Barunterliegen  den geleimten Fläche 33 in     Berührung    kommt  und zu dieser parallel liegend,     dort    haften  bleibt, ohne die Elektrode 31 erreichen zu  können.

      In der     F'ig.    8 sind die Kraftlinien 34 ein  gezeichnet für eine etwas andere Anordnung;  bei der die Elektroden 30 und 3<B>1</B>2 verwendet  werden. Das Prinzip dieser     Elektrodenanord-          nung    beziehungsweise des     tangentialen        Ver-          laufes    der Feldlinien bezüglich der Fläche 33  kann auch     Anwendung    finden in Fällen, wo  die     Glnmmerplättchen    infolge der ;Sehwer  k     raft    auf die Fläche     3'6    auftreffen.

   In jedem  Fall wird ein herunterfallendes     Glimmer-          plättehen,    das in den Bereich der Kraftlinien  34 gerät, sich diesen parallel einstellen, ebenso  wie ein etwa bereits auf der Oberfläche 35  unter anderem Winkel, haftendes Glimmer  plättchen durch diese     Elektrodenanordnung     gezwungen wird, sich der Fläche gut anzu  legen. Nicht     tangential    zur     Oberfläche    ge  richtete Kraftlinien werden zweckmässig ab  geschirmt.  



  Es hat sich als zweckmässig erwiesen, die  elektrische     @Spannung    zwischen den     einzelnen     Teilen der Apparaturen in     bestimmten    Zeit  abständen periodisch kurzzeitig mittels einer  Schalteinrichtung zu unterbrechen. Dadurch       wird    wirksam verhindert,     däss    sich mehrere       Glimmerteilchen        zusammenschliessen    und eine       stromführende    Brücke zwischen den Elektro  den     errichten.,  

Claims (1)

  1. pATENTANSPRIÜC'HE : I. Verfahren zur Herstellung von Glim- nierschichtprodukten für elektrische Isolier- zwecke, dadurch gekennzeichnet, dass einzelne Glimmerteilchen unter Anwendung elektro statischer Anziehungskräfte auf eine als Trä gerkörper dienende, zu beaufschlagende Un terlage überführt werden.
    II. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Patentanspruch I, gekenn zeichnet durch Aufnahmevorrichtungen für den zu verteilenden Glimmer, einen 'Träger für die zu beaufschlagende Glimmerunter- lage, eine Vorrichtung zum Aufbringen eines Bindemittels auf den Glimmer und seine als 'Trägerkärper dienenden Unterlagen sowie Hochspannungselektroden zur elektrostat- schen Beaufschlagung des Glimmers.
    UI\TTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Glimmerteil- chen (1,) zunächst auf eine Elektrode (2) einer Hochspannungsquelle aufgebracht und dann, unter dem Einfluss einer Gegenelektrode (3) von dieser angezogen, auf dem Weg dorthin auf eine mit Leim überzogene Unterlage (4) befördert werden, wo sie anhaften, ohne die Gegenelektrode (3) selber zu erreichen, 2.
    Verfahren nach Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass die Glimmertei-l- chen (15) auf eine geerdete Elektrode (14) aufgebracht und mittels elektrostatischer An ziehungskräfte an eine darüber angeordnete, translatorisch bewegte, auf Hochspannung be findliche Gegenelektrode (16) angezogenwer- den und darauf die so aufgeladenen Teilchen, von der Elektrode (16)- wieder abgestossen, in taumelndem Fallen auf eine oberseitig mit Leim bedeckte Unterlage (1'() gebracht wer den. 3.
    Einrichtung nach Patentanspruch 1I, gekennzeichnet durch einen horizontal sich fortbewegenden Träger für eine Glimmer unterlage mit einer darüber angeordneten, zur Bewegungsrichtung des Trägers geneigten, den Glimmer tragenden Elektrodenfläche sowie eine über dieser in, der Bewegungsrich- tung versetzt angeordnete Gegenelektrode, die im spitzen Winkel zur ersteren derart ver läuft, dass die Winkelhalbierende der beiden Elektrodenebenen eine Horizontale bildet.
    4. Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch zwei senkrecht und im Abstand einander gegenüber angeordnete Elektrodenplatten (22, 23), so dass zwischen die Platten eingebrachte Glimmerplättchen (24) in Zickzack-Bahnen abwärts fallen, und 'Träger für eine darunter anzuordnende, mit Leim überzogene Auffangfläche. 5.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine derartige Anord nung zweier gegeneinander aufgeladener Elek troden (30, 31; 30, 32r), dass die wirksamen Kraftlinien (34) parallel zur zu beaufschla- genden Unterlage (33) verlaufen.
    ss. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass zum Tragen der von den Glimmerplättchen zu beaufschlagen- den. Auffangfläche ein kontinuierliches Trans portband vorgesehen ist. 7. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme- vorrichtung für den Glimmer aus einem als metallische Elektrode ausgebildeten, endlosen Transportband besteht.
    8.. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Transport- vorXichtung für die Glimmerunterlagen mit der Gegenelektrode baulich vereinigt ist und die Form einer Walze besitzt. 9. Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch als Spritzdüsen (3,6) ausgebildete Hochspannungselektroden zum elektrostatischen Aufbringen des Bindemittels.
    10. Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme vorrichtung für den Glimmer aus einem zu gleich als .Elektrode dienenden Rüttelblech (8, 14, 14a, 1<B>8</B>, 216., '30) besteht. 1.1. Einrichtung nach Patentanspruch 1I, dadurch gekennzeichnet, dass eine Elektrode als schneidenfärmige .Sprühelektrode (13) zur. elektrischen Aufladung ausgebildet. ist. 12.
    Einrichtung nach Patentanspruch II, dadurch gekennzeichnet, dass eine Elektrode als Sprühelektrode kammförmig ausgebildet ist. 1'3). Einrichtung nach Patentanspruch II, gekennzeichnet durch eine zur periodischen Ausschaltung der elektrostatischen Anzie hungskräfte dienende Schalteinriehtun.g.-
CH312389D 1951-11-12 1952-10-30 Verfahren und Einrichtung zur Herstellung von Glimmerschichtprodukten. CH312389A (de)

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