CH314925A - Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Polykondensaten, welche Gruppen der Formel-S-(CH2)n. CO. NH. CH. NH. CO. (CH2)n-S- - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Polykondensaten, welche Gruppen der Formel-S-(CH2)n. CO. NH. CH. NH. CO. (CH2)n-S-

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CH314925A
CH314925A CH314925DA CH314925A CH 314925 A CH314925 A CH 314925A CH 314925D A CH314925D A CH 314925DA CH 314925 A CH314925 A CH 314925A
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CH
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polycondensates
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Johannes Dr Kleine
Erwin Dr Heisenberg
Rudolf Dr Lotz
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Glanzstoff Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L81/00Compositions of macromolecular compounds obtained by reactions forming in the main chain of the macromolecule a linkage containing sulfur with or without nitrogen, oxygen or carbon only; Compositions of polysulfones; Compositions of derivatives of such polymers

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Description


  



   Verfahren zur Herstellung von   Losungen    von Polykondensaten
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Polykondensaten, welche Gruppen der Formel
EMI1.1     
 aufweisen, in welcher R Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoffrest und n eine ganze Zahl grösser als Null bedeutet.



   Es ist bekannt, dass schwefelhaltige   Kunst-    stoffe, wie z. B. die sogenannten Thioplaste, in den üblichen organisehen Lösungsmitteln unlöslich sind. Auch schwefelhaltige   Lösungs-    mittel, wie z. B.   CS2,    lassen die Thioplaste nur leicht anquellen, ohne sie zu lösen. Die neuartigen Polykondensate mit der angegebenen Atomgruppierung, wie z. B. die aus Alkylidenund Aralkyliden-bis-halogenearbonsäureamiden unter der Einwirkung von Natriumthiosulfat   undloder    wasserlöslichen Alkali-, Erdalkali-oder   Ammoniumsulfiden    in Gegenwart von Wasser erhältlichen Polykondensate, sind in den übliehen Lösungsmitteln nur sehr schwer, zum Teil gar nicht, löslieh.



   Es wurde nun gefunden, dass man zu einwandfreien und brauchbaren Lösungen gelangt, wenn man für die oben erwähnten Polykondensate   sehwefelhaltige    Verbindungen als Lösungsmittel verwendet. Dieser Befund ist überraschend und neu, da diese Lösungsmittel die bisher bekanntgewesenen Thioplaste nicht losen. Als ganz besonders günstiges sehwefelhaltiges Lösungsmittel hat sich das   B, ss'-Di-    eyandiäthylsulfid folgender Zusammensetzung    NC. CH2. CH2. S. CH2. CH2. CN    sowie   das, ss'-Dieyandiäthyldisulfid    der Zusammensetzung    NC. CH2. CH2. S. S. CH2. CH2. CN    erwiesen. Die letztere Verbindung stellt eine feste Substanz dar und besitzt einen   Schmelz-    punkt von   48     C.

   Beide Verbindungen lösen sich gegenseitig in der Wärme zu einer viskosen Flüssigkeit. Die Disulfidverbindung entsteht nach folgender Reaktionsweise :
50 g   p-Chlorpropionsäurenitril    werden mit    250 gNatriumthiosulfat und 250 gWasser unter    Rühren 15 Stunden auf 80  C erhitzt. Danach wird eine   50% ige Na2S-Lösung    (78 g Na2S) tropfenweise zu obigem Ansatz gegeben. Dabei fällt eine ölige Sehieht aus, die abgetrennt und mit Äther ausgesehüttelt wird. Beim Ausschütteln wird die ölige Schicht fest. Die so anfallende rohe Substanz besitzt einen Schmelzpunkt von 48  C und eignet   sieh    in diesem Zustand als vorzügliches   Lösungsmit-    tel für die oben erwähnten Polykondensate.



  Es ist nicht notwendig, diese Substanz noch einem Reinigungsprozess zu unterwerfen, denn nur in rohem Zustand erweist sie sich als besonders gutes Lösungsmittel für die oben bereits erwähnten Polykondensate. Die erfin  dungsgemäss    erhaltenen Lösungen können nach den üblichen Verfahren   versponnen    werden.



  Die Lösungen können zur Bestimmung von   K-Werten    (Viskosität, Polymerisationsgrad) verwendet werden.



      Beisptel 1    5 g eines Polykondensates folgender Zusammensetzung
EMI2.1     
 und   50g i'-Dicyandiäthylsulfid    werden in einem Paraffinbad allmählich während   2-3    Stunden auf   150-160  C unter Rühren    erhitzt. Es bildet sich hierbei eine klare Lösung.



  Beispiel 2
Zu   50g, 8"B'-Dicyandiäthylsulfid,    welches   zweekmässigerweise    mit Hilfe eines Paraffinbades auf 150-160    C    erhitzt wird, gibt man portionsweise 5 g eines Polykondensates der Zusammensetzung
EMI2.2     
 unter ständigem Rühren hinzu. Es bildet sich eine klare Lösung.



   Das hier verwendete Polykondensat wurde wie folgt hergestellt :
240 g   Äthyliden-bis-chlorpropionsäureamid    werden in 1000   cm3    Methanol und ebensoviel Wasser unter gelindem Erwärmen gelöst und hierzu unter Rühren 100 g   Natriumthiosulfat    hinzugegeben. Die Reaktion wird 15 Stunden unter Erwärmen auf   80  C    in Gang gehalten.



  Danach wird die klare Lösung mit   50% iger    Natriumsulfidlösung gefällt und das ausgefallene Polykondensat nach dem Absaugen gut mit Wasser ausgewaschen und schliess  lich    mit einer Natriumbisulfitlösung nachgewaschen.



   Beispiel 3
150 g nicht umkristallisiertes   4"B'-Dicyandiäthyldisulfid (E5p. 48     C) und 20 g eines Polykondensates der Zusammensetzung    [-S-    (CH2) 2. CO. NH. CH2. NH.   CO.      (CH2) 2S] 5    werden bei Temperaturen bis zu   100  C    unter ständigem   Umrühren    erhitzt. Es resultiert eine klare Lösung.



   Das hier verwendete Polykondensat wurde wie folgt hergestellt : 5 g   Methylen-bis-chlor-      propionsäureamid    werden in   97,    5 g Methanol gelöst und hierzu eine Lösung von 21,8 g Natriumthiosulfat in 52,5   g Wasser hinzugefügt.   



  Bei Auftreten einer sauren Reaktion wird mit Natronlauge bis zur Neutralisation abgestumpft. Diese Lösung wird etwa 8-16 Stunden lang am Rückflusskühler auf Siedetemperatur gehalten. Es bildet sieh hierbei ein Reaktionsprodukt des   Methylen-bis-chlorpro-      pionsäureamids    mit   Na2S203,    das noch zu viel Schwefel enthält. Die entstehende klare Lösung wird mit einer alkalischen Lösung von   1  g Na2S. 9H2O entsehwefelt,    wobei   gleich-    zeitig das Kondensationsprodukt ausfällt. Es besitzt folgende Konstitution :   [-S-    (CH2) 2. CO.

   NH.   CH2.    NH.   CO.      (CH2) 2S] x     Es wird nach den üblichen Methoden gereinigt und mit einer Natriumsulfitlösung ausge  wasehen.    Der Schmelzpunkt beträgt   247  C.  

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Polykondensaten, welche Gruppen der Formel EMI3.1 aufweisen, in welcher R Wasserstoff oder einen Kohlenwasserstoffrest und n eine ganze Zahl grösser als Null bedeutet, dadurch gekennzeichnet, dass man als Losungsmittel sehwefelhaltige Verbindungen verwendet.
    UNTERANSPRÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungs- mittel j'-Dicyandiäthylsulfid verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungs mittel/-Dicyandiäthyldisulfid verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als Lösungs- mittel ein Gemisch von ss, ss'-Dieyandiäthylsul- fid und B"B'-Dieyandiäthyldisulfid verwendet.
CH314925D 1952-02-09 1953-02-06 Verfahren zur Herstellung von Lösungen von Polykondensaten, welche Gruppen der Formel-S-(CH2)n. CO. NH. CH. NH. CO. (CH2)n-S- CH314925A (de)

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