CH317467A - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Pyrazolonreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Pyrazolonreihe

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CH317467A
CH317467A CH317467DA CH317467A CH 317467 A CH317467 A CH 317467A CH 317467D A CH317467D A CH 317467DA CH 317467 A CH317467 A CH 317467A
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Hans Dr Ruckstuhl
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Sandoz Ag
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B45/00Complex metal compounds of azo dyes
    • C09B45/02Preparation from dyes containing in o-position a hydroxy group and in o'-position hydroxy, alkoxy, carboxyl, amino or keto groups
    • C09B45/14Monoazo compounds

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     Azofarbstoffen    der     Pyrazolonreihe       Es wurde gefunden,     dass    man neue wert  volle     Azofarbstoffe    der     Pyrazolonreihe    erhält,

    wenn man 1     Mol    der     Diazoverbindung    aus  einem     gegebenenfallsweitersubstituiertenAmin     der     Formel     
EMI0001.0010     
    worin x eine zur     Metallkomplexbildung    be  fähigende     Gruppe    und y     einen    durch     eine          -S02-Brüclze    an den     Benzolkern    gebundenen       Su        bstituenten    bedeuten, mit 1     Mol    1-(2  oder 3',     4'-Tetramethylen)

  -phenyl        3-methyl-5-          pyrazolon    kuppelt und den erhaltenen     Mono-          azofarbstoff    mit     einem    metallabgebenden Mit  tel     behandelt.     



  Als metallabgebende Mittel kommen     vor-          zugsweise    Chrom- oder     kobaltabgebende    Mittel  in Betracht.  



  Die Kupplung der     Diazoverbindungen        mit     dem 1-(2',3'-     bzw.        3',4'-Tetramethylen)-phenyl-          3-methyl-5-pyrazo#lon        erfolgt    vorzugsweise in       alkalisehem        Medium.    Die ersteren tragen erfin  dungsgemäss     orthoständig    zur     diazotierbaren          Aminogruppe    eine zur     Metallkomplexbildung     befähigende Gruppe.

   Darunter     sind    zu ver  stehen . die     Hydroxyl-,        Carboxyl-,    Methoxy-    und     Carboxymethoxygruppe.    Als     ortho-Oxy-          bzw.        -Caxboxy-        bzw.        -Methoxy-    bzw.     -Carboxy-          meth-oxyaminobenzole    kommen     in    Betracht       zum    Beispiel     1-Oxy-2-amino-4-methyl@sulfonyl-          Benzol,        1-Oxy-2-aminobenzol-4-    bzw.

       -5-sulfon-          säureamid,,        1-Oxy-2-amino-6-fluorbenzol-        b--w.          -chlorbenzol-    bzw.     -Brombenzol-    bzw.     -methyl-          Benzol-    bzw.     -nitrobenzol-4-sulfonsäureamid,          1-Oxy-2-amino-4-fluorbenzol-    bzw.     -chlorbenzol-          bzw.    -Brombenzol- bzw.     -methylbenzol-        b--w.          nitrobenzol-5-    bzw.

       -6-sulfonsäureamid    und die  am     Stickstoffatom    der     Sulfonsäureamidgruppe     durch den     MethA-,    Äthyl-,     Äthanol-,        Morpholyl-          und        Phenylrest        substituierten        Abkömmlinge     (wobei der     Phenylrest        seinerseits    durch ein  Chloratom, die     Methyl-,

          Carboxyl-    oder eine  am     Stickstoffatom        gegebenenfalls        methylierte     oder     äthyl'ierte        Sülfonsäureamidgruppe        süb-          stituiert    sein kann),     dann.        2-Amino-5-methyl-          sulfonylbenzol-l-carbonsäure        und        1-Carboxy-2-          aminobenzol-4-    bzw.

       -ä-sulfonsäureamid    und  seine am Stickstoffatom der     SulfonWäureamid-          gruppe    durch die     Methyl-;        Äthyl-,    Äthanol  und     Morpholylgruppe        substituierten        Derivate,          1-Carboxy-2-aminobenzol4-    bzw.     -5-suHon-          säurephenylamid    und im     Phenylrest    der     Sul-          fonsäurephenylamidgruppe        substituierte    Ver  bindungen:

  ,     ferner        1-Methoxy-2-amino,-4-          methylsulfonylbenzol,        1-Methoxy    - 2 -     amino-          benzol-4-    bzw.     -5-sulfonsäureamid,        1-Methoxy-          2-amino-6-fluorbenzol!-    bzw.     -Chlorbenzol=    bzw.

         -Brombenzol-    bzw.     -methylbenzol-    bzw. -nitro-           benzol-4-sulfonsäureamid,        1-Methoxy-2-amino-          4-fluorbenzol-        bzw.        -eblorbenzol-    bzw.     -brom-          benzol-    bzw.     -methylbenzol-    bzw.

       -nitrobenzol-5-          bzw.        -6-sulfonsäureamid        lind    die am     Stiek-          stoffatom    der     Sulfonsäureamidgruppe    durch  die     Methyl:;

      Äthyl-,     Äthanol-,        Morpholyl-    und  eine     gegebenenfalls        substituierte        Phenylgruppe          substituierten        Verbindungen,    und     schliesslich          1-.        Carboxymethoxy    - 2     -.aminobenzol-    4-     stüfon-          säureamid    und     seine    am Stickstoffatom der       Sulfonsäureamidgruppe    durch den     Methyl-,     Äthyl ,

       Äthanol-    und     Morpholylrest        substi-          tuierten        Abkömmlinge.    .  



  Die.     Monoazofarbstoffe    färben Wolle     und          synthetische        Polyamidfasern,    wie Nylon,  Per  lon ,      Grilon         (eingetragene    Schutzmarken),  nach dem     Nachchromierungsverfahren    in       egalen,    vollen Gelb-, Orange-     und:    Rottönen  von ausgezeichneter Walk-,     Potting    , Wasch-,       Carbonisier-    und Lichtechtheit an.

   Sie     eignen     sich auch vorzüglich für das Färben     nach    dem       Einbadchromierungsverfahren,    dem sogenann  ten     Metachromverfahren;    diese     wertvolle     Eigenschaft verleiht der neuen     Farbstoffklasse          eine    grosse     technische        Bedeutung.      Die     Überführung    der     1VIonoazöfarbstoffe    in.

    die     chröm-    und     kobälthaltigen        Azofarbstoffe          wird    mit -Salzen des     Chroms,    wie z. B.     Chromi-          fluorid,        Cbromisulfat,        Chromiformiat,        Chromi-          acetat,        Kaliumchroinisülfat    und     Natrium-    oder       Kaliumchromat        bzw.        -bichrömat,

      und mit       Salzen        des        Kobalts,    wie z. B.     Kobaltoacetat,          Kobaltoformiat        und:        -Kobaltosulfat,    in wässe  riger     Aufschlämmung    oder Lösung oder in       organischem    Medium,

       beispielsweise        in.        Form-          amid    öder in der     konzentrierten    wässerigen       Lösung        -eines        Alkalisalzes    einer     niedrigmole-          kularen        :aliph@atischen        Monocarbonsäure,    aus  geführt..

   In letzterem Fall können .auch     un-          lösliche        Schwermetällverbindungen        Verwen-          d\uug        finden,    so:     beispielsweise        Chromi-    bzw.

         Kobalt-hydroxyd        und,        Kobaltcarbonat.    Am       vorteilhaftesten        wird    die     Metallisierung    in  wässerigem     ätzalkälischem    Medium ausgeführt,  wobei die     Metallsalze    in     Gegenwart    solcher       Verbindungen        zugefügt    werden, welche Chrom  und Kobalt in     ätzalkalischem    Medium in kom-         plexer    Bindung     gelöst    halten, wie z. B. Wein  säure, Zitronensäure und, Milchsäure.

   Es darf  nicht     unerwähnt    bleiben, dass sich die     Metalli-          sierung    mit     Kobaltsalzen    sogar auch durch  blosse     Zugabe,der    wässerigen     Kobaltsalzlösun-          gen        zu    den     ätzalkalisch    gelösten     Monoazofarb-          :stoffen        ausführen    lässt.

   Für die     Darstellung     der     Chromkomplexverbindungen        eignen    sich  die     Chromate        in.    vorzüglicher Weise.     Die-Chro-          mierung    der     Monoazofarbstoffe    mit     Chroma-          ten    wird ebenfalls in stark     ätzalkal:ischem    Me  dium ausgeführt, wobei gegebenenfalls     redti-          zierende    Stoffe zugefügt werden können.

   Ent  halten die     Monoazoverbindungen    als mir     Me-          tal'lkomplexbild\ung    befähigende     Gruppe    die       Methoxygruppe,    so wird die     Metallisierimg     vorzugsweise in organischen Lösungsmitteln,       wie    z.

   B.     Glycolen        (Äthyolenglycol,        Äthylpoly-          glycol,        Butylpolyglycol),    in Gegenwart eines  säurebindenden Mittels wie     beispielsweise        IxTa-          triumacetat        ausgeführt.     



  Es hat sich gezeigt, dass man     ganz    beson  ders wertvolle metallhaltige     Azofarbstoffe     erhält, wenn man pro Molekül     Monoazofarb-          stoff    weniger     als    1 Atom Metall     einsetzt    und       beispielsweise    die sogenannten     1:2-Komplexe          herstellt.     



  Die gewonnenen metallhaltigen     Azofarb-          stöffe    werden aus dem alkalischen Medium       durch    Zugabe von Salz abgeschieden,     hernach          filtriert,        gegebenenfalls        gewaschen    und dann  getrocknet.

   Sie besitzen     zum,    Teil ein hervor  ragendes     Neutralziehvermögen    für Wolle: sie  färben     diese    Faser meist schon aus neutralem  und Seide aus schwach saurem Färbebad in       egalen,    vollen Gelb-, Gelbbraun-, Orange- bis  Rottönen von sehr guter     Walk-    und Wasch  echtheit und vorzüglicher Lichtechtheit an; sie  eignen sich auch vorzüglich für das Färben  von     synthetischen        stickstoffhaltigen        Fasern,     wie     Polyamidfasern    (z. B.

   Nylon,      Perlon ,           Grilön ,    eingetragene     Sehut.zmarken),    und  von Leder.  



  Die nachfolgenden Beispiele .veranschau  lichen die Erfindung, ohne sie     einzuschränken.     Dabei bedeuten die Teile     Gewichtsteile,    die       Prozente        Gewichtsprozente,    und die Tempe  raturen     sind        in.        Celsiusgraden    angegeben.

        <I>Beispiel 1</I>  30,8 Teile     -1-Oxy-2-aminobenzol-4-suHon-          säure-(2'-ca@rboxy)-phenylamid    werden mit  Hilfe     von.    15 Teilen 30     o/oiger        Natrium-          hydroxydlösung        in.    200     Teilen        Wasser    gelöst.

    Nach Zusatz von 6,9 Teilen     Natriümnitrit     lässt man die erhaltene Lösung bei 5      einem     Gemisch aus 30 Teilen 30     o/oiger        Salzsäure     und 50 Teilen Wasser und     Eis        zufliessen:

      Die  gebildete     Diäzoverbindung    wird     mit        einer     Suspension     aus    24     Teilen        1-(3',4'-Tetramethy-          len)-phenyl-3-methyl-5-pyrazolon,    25     Teilen          Natriumcarbonat,15        Teilen    30     o/oiger        Natrium-          hydroxydl'ösung    und 200 Teilen Wasser ver  einigt.

   Nach beendigter     Kupplung        wird    der       ausgeschiedene        Monioazofärbstoff        filtriert    und  getrocknet. Er ist     ein    braunrotes Pulver,

   das  sieh in     konzentrierter        Schwefelsäure        und    in       verdünnterwässerigerNatriumhydroxydlösung     mit gelber Farbe löst und     Wolle        nachehromert     und nach     .dem    neutralen     Einbadchromnerungs-          verfahren    in     vollen        Orangetönen    färbt, die  vorzüglich walk-,     potting    ,     carbonisier-    und  nichtecht     sind.     



  Einen     ähnlichen    Farbstoff :erhält man beim  Ersatz der     Azokomponente        des    Beispiels durch    1- (2',     3'@        Tetramethylen)        -phenyl-    3     -methyl-    5  pyrazolon.  



  <I>Beispiel 2</I>  33,6     Teile        1-Carboxy-2-aminobenzol=5-(2'-          carboxy)-phenyl!amid    werden nach     den.    Anga  ben des     Beispiels    1     indirekt        diazotiert    und in  Gegenwart von     überschüssigem.        NatrIümcarbo-          nat    mit 24     Teilen        1-(3',4'-Tetramethylen)

  -          phenyl3-methyl-5-pyrazolon        gekuppelt.    Der       ausgeschiedene        Monoazofarbstoff        wird        filtriert          und        getrocknet.    Er     ist    ein     gelbes        Pulver,

          das          sich        in        konzentrier        -Schwefelsäure    und in       verd\ännter        Natriumhydroxycll'ösung    mit gel  ber Farbe löst und     Wolle        nachchromiert    und  nach den     neutralen        Enbadchromierungsver-          fahren        in.        vollen        Gelbtönen        färbt,    die vorzüg  lich     walk-,        potting-,

          carbonisier-    und     lichtecht          sind.    .  



  Inder     Tabelle    I     sind    weitere Vertreter der  neuen     Farbstoffklasse        aufgeführt,        welche        sich     zum     Färben;        sowohl    nach dem     Nachchromie-          rungsver        ahren    - als auch nach dem     Einbad-          ehromierung-sverfahren    eignen.

   Sie werden       hergestellt    durch kuppeln -der     angegebenen          Diazokomponente    mit 1-(2',3'-     bzw.        3'-4'-Tetra-          methylen)-phenyl        3-methyl-5-pyra-zolon.       <I>Tabelle Z</I>  
EMI0003.0120     
  
    - <SEP> Farbton <SEP> der
<tb>  Beispiel <SEP> chromierten <SEP> Färbungen
<tb>  Nr.

   <SEP> Diazokomponente <SEP>   auf <SEP> Wolle
<tb>  3 <SEP> 1-Oxy-2=aminobenzo1,"ulfon- <SEP> orange
<tb>  säure- <SEP> (3'-carböxy)-phenyl@amid
<tb>  4 <SEP> 1-Oxy-2-aninobenzol-4-sulTon- <SEP> - <SEP> orange
<tb>  säure- <SEP> (3'-sulfamido)-phenylamid- <SEP> .
<tb>  5 <SEP> 1-0xy-2,amnobenzol-4-sulfon- <SEP> orange
<tb>  säure- <SEP> (3'-sulfomethylamido <SEP> ).-  phenylamid
<tb>  6 <SEP> 1-Carboxy-2-aminobenzol-5-sulfon- <SEP> gelb
<tb>  säurephenylamid <SEP> '       <I>Beispiel</I>    18,8 Teile     1-Oxy-2-aminGbenzol-4-sulfon-          säureamid    werden in 100     Teilen    Wasser     und          15.Teilen    30     o/oiger        Salzsäure    gelöst.

   Die Lö-         süng    wird mit     Eis    -auf 5      gekühlt    und mit  einer     wässerigen        Lösung    von 6,9     Teilen    Na- 9       triumnitrit        direkt        diazotiert.    Man giesst die-           Suspension    der     Diazoverbindung    bei 10  in  eine     Suspension    aus 24 Teilen     1-(3',4'-Tetra@          methylen)-phenyl        3-methy1-5-pyrazolon,    25 Tei  len     Natriumcarbonat,

      15 Teilen 30     o/oiger        Na-          triumhydroxyd.'lösung    und 200     Teilen        Wasser.     Nach     beendigter        Kupplung    wird die ausge  schiedene     Monoazoverbindzng        filtriert.     



  Die erhaltene     Farbstoffpaste    wird in 500       Teilen    Wasser     angerührt    und     mit    80     Teilen     einer 10     Voigen        Natriumhydroxydlösung    bei  95  gelöst.

   Zur     Lösung    fügt man eine mit       Natriumhydroxyd        neutral        gestellte        Mischung     aus 15     Teilen:        Natriumbichromat    und 75 Tei  len     Wasser        hinzu.    Man kocht die     Masse    so  lange am     R;

  ückfluss,    bis der Farbstoff     voll-          ständig        metallisiert        ist,        und    isoliert     hierauf     die     Metallkomplexverbindiuig    durch     Aus-          sülzen    aus     alkalischem    Medium und     Filtration.     Der getrocknete     chromhaltige        Farbstoff    ist ein       braunrotes    Pulver,

       das    sieh in     konzentrierter          Schwefelsäure        mit    gelber, in     Wasser    mit     rot-          oranger    Farbe döst und Wolle, Seide und     syn-          thetische        Polyamidfasern    aus neutralem bis       essigsaurem    Bade in vollen     Orangetönen    von  vorzüglicher     Walk-,    Wasch-     und    Lichtecht  heit färbt.  



  <I>Beispiel 8</I>  20,2 Teile     1-Oxy-2-.aminobenzol-4-sulfon-          säuremethylamid    werden nach den Angaben       des        Beispiels    7     direkt    dianotiert und mit 24     Tei-          len.        1-(3',4'-Tetramethylen)-phenyl-3-methyl-5-          pyrazolon        gekuppelt.     



  Die erhaltene     Farbstoffpaste    wird in 500  Teilen Wasser     angerührt    und mit 35     Teilen     einer 30     o/oigen        NatriumhydroxydIösung    ver  setzt. Man erhitzt     die        Lösung    auf 80  und  tropft ihr bei     dieser    Temperatur eine Lösung  von 16 Teilen     kristallisiertem        Kobaltsulfat    in  80     Teilen        Wasser        innerhalb    von ungefähr 10 Mi  nuten zu.

   Man hält     die        Masse    während 20 Minu  ten bei     dieser    Temperatur, rühmt sie noch meh  rere Stunden     Sang        weiter    und     isoliert    hierauf  die     gebildete        Kobaltkomplexverbindung    durch       Aussülzen    und Filtration.

   Der     getrocknete          kobalthaltige        Farbstoff        ist    ein     gelbbraunes     Pulver, das sieh in konzentrierter Schwefel-         säure    mit gelber, in Wasser mit braungelber  Farbe     ;löst    und     Wolle,    Seide und     synthetische          Polyamidfasern    .aus neutralem     bis        essigsaurem     Bade     in.    walk-, wasch- und lichtechten braun  stichig gelben Tönen färbt.  



       Ein    ähnlicher Farbstoff wird beim Ersatz       des        1-(3';4'-Tetramethylen)-phenyl-3-methyl-          5-pyrazo-Ions        durch    die     isomere        1-(2',3'-Tetra-          methyl'en)-phenyl-verbindung        erhalten.     



  <I>Beispiel 9</I>  18,7 Teile     1-Oxy-2-amino-4-meth.-#lsulfony    l..       benzol    werden nach den Angaben des     Bei-          spiels    7     direkt        dianotiert    und mit 24 Teilen  1-     (3^,e-        Tetramethylen)        -phenyl    - 3     -methyl-5-          pyrazolon    gekuppelt.

   Der nach der im Bei  spiel 8     beschriebenen        Arbeitsweise        kobaltierte          Azofarbstoff        ist    getrocknet ein gelbbraunes       Pullver,    das sich in     konzentrierter    Schwefel  säure mit gelber, in     Wasser    mit braungelber  Farbe löst und Wolle, Seide und     synthetische          Polyamidfasern    aus neutralem bis     essigsaurem     Bade     in,    walk-,

       wasch-        und        lichtechten    braun  stichig gelben Tönen färbt.  



  Man erhält einen ähnlichen Farbstoff,  wenn man die 24 Teile     1-(3';4'-Tetramethy-          len)-phenyl-3-methyl-5-pyrazolon    durch 24  Teile     1-(2',3'-Tetramethylen)-pheny1-3-methyl-          5-pyrazolon    ersetzt.  



       Beispiel   <I>10</I>  21,6 Teile     1-Carboxy-2-aminobenzol-5-sul-          fonsäureamid    werden mit Hilfe von 15 Teilen  30     ohiger        Natriumhydroxydlösung    in 200 Tei  len     Wasser        gelöst.    Nach Zusatz von 6,

  9 Teilen       Natriumnitrit    lässt     mann    die erhaltene Lösung     i     bei 5  einem     Gemisch    aus 30 Teilen 30     o/oiger     Salzsäure und 50 Teilen     Wasser    und     Eis        mi-          laufen.    Die gebildete     Diazoverbindung    wird  mit einer     Suspension    aus 24 Teilen     1-(3',4'-          Tetramethylen)        -phenyl-3-methyl-5-pyrazolon,

          i     25     Teilen        Natriumcarbonat,15    Teilen 30     ohiger          Natriumhydroxydlösung    und 200 Teilen Was  ser     vereinigt.    Nach beendigter Kupplung wird  die     gebildete        Monoazoverbindungfiltriert    und      die erhaltene     Parbstoffpaste    nach den Anga  ben des     Beispiels    7     chromiert.    Der getrock  nete     chromhaltige        Farbstoff    ist ein braun  gelbes Pulver,

   das sich in konzentrierter  Schwefelsäure     mit        grünstichig    gelber, in Was  ser mit braungelber Farbe löst und Wolle,  Seide -und     synthetische        PoIyamidfasern    aus  neutralem bis essigsaurem Bade in walk-,  wasch- und lichtechten     vollen    Gelbtönen     färbt.     



       Ersetzt    man     die        Azokomponente    des Bei  spiels durch die     isomere        1-(2',3'-Tetramethy-          len)-phenyl-verbindung-,    so. :erhält man einen  ähnlichen Farbstoff.  



       BeipieZ   <I>21</I>  21,6 Teile     1-Methoxy-2-aminobenzol-4-sul-          fonsäuremethyl;amid    werden nach den Anga  ben des     Beispiels    7 direkt     diazotiert    und. mit  24 Teilen 1-     (3',4'-Tetramethylen)-phenyl-3-          methyl-5-pyrazolon    gekuppelt.     Nach    beendig  ter Kupplung wird der entstandene     Monoazo-          farbstoff    filtriert, mit     Wasser    gewaschen und  getrocknet.  



  45,5 Teile des gemahlenen     Monoazofarb-          stoffes    werden     in    400 Teilen     Äthylpolyglycol-          mit    40 Teilen     Kaliumchromisulfat    und 30 Tei  len     Natriumacetat    während mehrerer Stunden  auf 135 bis 140      erhitzt.    Das     Reaktionsgemisch     wird nun erkalten gelassen und in 1200     Teile     Wasser     gegossen,    wobei die gebildete     Metall-          komplexverbindung    ausscheidet und abge-         saugt    werden kann.

   Die erhaltene -     Farbstoff-          paste        wird        in    500     Teilen        Wasser    und 30 Teilen  einer 30     o/oigen        Natriumhydmaxydlösung    ange  rührt, nach     einiger    Zeit durch Zugabe von       Natriumchlorid        zur        Lösung    abgeschieden,  hierauf     filtriert    und     schliesslich    getrocknet.

    Der     ehramhaltige        Azofarbstoff    ist ein     braun-          rotes        Pulver,    das     sich    in     konzentrierter    Schwe  felsäure mit     gelber,    in Wässer mit     rotoranger     Farbe löst und' Wolle, Seide und     synthetische          Po1'yamidfasern    in vollen     Orangetönen    färbt;  die walk-, wasch- und lichtecht sind.  



  In     analoger        Weise    können 45,5 Teile des  getrockneten metallfreien     Monoazofarbstoffes     mit 16 Teilen     kristallisiertem        Kobaltosulfat     umgesetzt     werden.    Man erhält     einen        kobalt-          haltigen        Azofarbstoff,    welcher mit dem im       Beispiel    8 beschriebenen Produkt     identisch    ist.  



  In der     nachfolgenden.        Tabelle        II    werden  weitere Farbstoffe angeführt, welche     alle    nach       den        Angaben    der     vorstehenden        Beispiele    7-11  hergestellt werden können.

   Die Farbstoffe  sind gekennzeichnet     durch        die        Diaztikompo-          nenten    der metallfreien     Mönoazofarbstoffe     und     durch    die Farbtöne der     Ausfärbungen     der     .aus    den     Monaazofarbstoffen        hergestellten          Metallkomplexverbindungen    auf     Wolle.    Als       Azoko:

  mponenten    dienen     erfindungsgemäss     1- (2', 3'-     Tetramethylen)        -phenyl-3        -methyl-        5-          pyrazoTon,        und        1-(3',4@-Tetram.ethylen)-phenyl-          3-methyl-        5-pyrazolon.            Tabelle        II     
EMI0005.0114     
  
    Farbton <SEP> der <SEP> Farbton <SEP> der
<tb>  Beispiel <SEP> Chromkom <SEP> lexverbindunt;

   <SEP> Kobaltkom <SEP> lexverbindun
<tb>  Nr. <SEP> Diazokomponente <SEP> P <SEP> P
<tb>  auf <SEP> Wolle <SEP> auf <SEP> Wolle
<tb>  12 <SEP> 1-Oxy-2-aminobenzol-5-sulfon- <SEP> gelbstichig <SEP> rot <SEP> gelbstiehig <SEP> braun
<tb>  säureamid
<tb>  13 <SEP> 1-Oxy-2-amino,4-chlorbenzol- <SEP> @do. <SEP> d'o.
<tb>  5-sulfansäureamid
<tb>  14 <SEP> 1-Oxy=2-amino-4-chlbrbenzol- <SEP> do:

   <SEP> do.
<tb>  6-sulfonsäureamid
<tb>  15. <SEP> 1-Oxy-2-aminob,enzol-4-sulfon- <SEP> orange <SEP> brawnstichig <SEP> gelb
<tb>  säureäthylamid
<tb>  16 <SEP> 1-Oxy-2-aminobenzol-4-sulfon- <SEP> do. <SEP> do-.
<tb>  säureäthanolamid              Tabelle        II     (Fortsetzung)  
EMI0006.0003     
  
    Farbton <SEP> der <SEP> Farbton <SEP> der
<tb>  Beispiel <SEP> ChromkomPlexverbindung <SEP> KobaltkomPlexverbindun
<tb>  Nr.

   <SEP> Diazokomponente <SEP> g
<tb>  auf <SEP> Wolle <SEP> auf <SEP> Wolle
<tb>  17 <SEP> 1-Oxy-2-aminob@enzol.4- & dfon- <SEP> orange <SEP> braunstichig <SEP> gelb
<tb>  säuremorpholylamd
<tb>  18 <SEP> 1-Oxy-2-amino-5-methyl <SEP> gelbstiehig <SEP> rot <SEP> gelbbraun
<tb>  sulfonylbenzol
<tb>  19 <SEP> 1-Oxy-2-amino-6-chlorbenzol- <SEP> orange <SEP> braunstichig <SEP> gelb
<tb>  4-sulfonsäuream#id
<tb>  20 <SEP> 1-Oxy-2-aminobenzol-4-sulfon- <SEP> <B>da.</B> <SEP> do.
<tb>  Säure, <SEP> (T-carboxy) <SEP> -phenyl  amid
<tb>  21 <SEP> 1-Oxy-2-aminobenzol4-sulfon- <SEP> do. <SEP> do.
<tb>  säure- <SEP> (3'-sullamido)  phenylamid

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE I. Verfahren zur Herstellung von AzofaTb- stoffen der Pyrazalonreihe, dadurch gekenn zeichnet,
    dass man 1 Mol der Diazaverbindung aus einem gegebenenfalls weitersubstituierten <U>Amin</U> der Formel EMI0006.0015 worin g eine zur hletallkomplexbilditng be fähigende Gruppe und y eine durch eine -S02-Brücke an den Benzolkern gebundenen Substituenten bedeuten, mit 1 112o1 1-(2',3'- öder 3',4'-Tetrainethylen)
    -phenyl'-3-methyl-5- pyraza-Ion kuppelt und den erhaltenen Mono azofarb soff mit einem metallabgebenden Mit tel behandelt. II. Verwendung der nach dem im Patent- anspruch I beanspruchten Verfahren erhält- liehen Azofarbstoffe der Pyrazolonreihe zum Färben von Leder. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, dass man als eine zur Metallkomplexbildung befähigende Gruppe eine Oxygruppe wählt. 2. Verfahren gemäss Patentanspruch I, da durch gekennzeichnet, ,da.ss man als eine zur Metalflkomplexbädbng befähigende Gruppe eine Carboxygruppe wählt. 3.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 -und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass-man als einen durch eine -S02 Brücke an den Benzolkern gebundenen Sub- stituenten eine Methylgruppe wählt.
    4. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und. 2, dadurch gekenn zeichnet, d'ass man als einen durch eine -S02- Brücke @an -den Benzolkern gebundenen Sub- gtituenten eine Aminogruppe wählt.
    5. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprächen 1 und: 2, dadurch gekenn zeichnet, dass man. .als einen durch eine -S02- Brücke an den Benzolkern gebundenen Sub- stituenten eine niedrigmoleh-r-dare ursubsti- tuierte oder substituierte Alkylaminogrup:pe wählt. 6.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 und 2, dadurch gekenn zeichnet, dass mann als einen durch eine -S02- Brücke an den. Benzolkern gebundenen Sub- stituenten eine unsubstituierte oder substi tuierte PhenylaminogxUppe wählt. 7.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 6, dadurch gekenn zeichnet, d-ass man die Metallisierung in Sub stanz vornimmt und zur Metallisierung auf zwei Moleküle Monoazofarbstoffe eine weniger als zwei, mindestens aber ein Atom Metall enthaltende Menge eines metallabgebenden Mittels einsetzt.
    $. Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekenn zeichnet, .dass man als metallabgebendes Mittel ein ,chromabgebendes Mittel verwendet. 9.
    Verfahren gemäss Patentanspruch I und Unteransprüchen 1 bis 7, dadurch gekenn- zeichnet, dass man als metallabgebendes Mittel ein kobaltabgebendes Mittel verwendet.
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