CH316751A - Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Pyrazolonreihe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Azofarbstoffen der Pyrazolonreihe

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CH316751A
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Description


  Verfahren zur     Herstellung    von     Azofarbstoffen    der     Pyrazolonreihe       Chrom- und     Koba.ltkomplexverbindungen     von     sulfonsäuregruppenfreien        Monoazofarb-          stoffen    aus     diazotierten        2-Amino-l-oxybenzo-          len,    welche eine     kerngebundene        Alkylsulfonyl-          oder        Sulfonsäureamidgruppe    tragen, und     1-          Phenyl-5-pyrazolonen    sind bekannt.

   Sie fär  ben beispielsweise Wolle     und    Nylon meist aus  neutralem Bade in gelben, orangen bis brau  nen Tönen von vorzüglichen     Echtlieitseigen-          sehaften.     



  Es     wurde    nun gefunden, dass die Einfüh  rung einer     Cyangruppe    in den     Phenylrest    der       1-Phenyl-5-pyrazolone    die Farbtöne der     Me-          tallkomplexverbindungen    aus den oben ge  nannten     Monoazofarbstoffen    in überraschen  der Weise stark gegen Rot verschiebt. Die Er  findung ermöglicht erstmals, mit Farbstoffen  vom oben genannten Typus zu interessanten  Rottönen zu gelangen.  



       Gegenstand    der vorliegenden Erfindung  ist somit. ein Verfahren zur Herstellung von  neuen, wertvollen     Azofarbstoffen    der     Pyr-          azolonreihe.    Das Verfahren besteht darin, dass  man 1     Mol    der     Diazoverbindung    aus einem       Aminobenzol,    welches     meta-    oder     para-ständig     zur     Aminogruppe    eine substituierte     Sulfonyl-          gruppe,

          ortho-ständig    zur     Aminogruppe    eine       Oxy-        oder        Methoxy        gr        uppe    und gegebenenfalls  noch einen weiteren     Substituenten    trägt, mit  1 11o1 eines     1-Cyanphenyl-5-pyrazolons    kup  pelt,

   welches im     Phenylrest    gegebenenfalls  weitere     Substituenten        aufweist.       Als     Sulfonylgruppen    im     Aminobenzolmole-          kül    kommen     vorzugsweise        Alkylsulfonylgrup-          pen        und        @am    Stickstoffatom     gegebenenfalls     substituierte     Sulfonsäureamidgruppen        in    Be  tracht..  



  Unter den geeigneten     1-Cyanphenyl-5-          pyrazolonen    seien     insbesondere    die     1-Cyan-          phenyl-3-methyl-5-py        razolone    und am Stick  stoffatom der     Amidgruppe    gegebenenfalls  substituierte     1-Cyanpheny        1-5-pyrazolone-3-car-          bonsänreamide        genannt.    Die     Cyangruppen     sitzen vorzugsweise in der 3'- oder     4'-Stellung     des     Phenylrestes.     



  Eine Reihe der metallfreien     Monoazofarb-          stoffe,    wozu vor allem die im     Pyrazolonrest     eine     3-ständige        Carbonsäureamidgruppe    tra  genden     Vertreter    zu zählen sind, färben Wolle  und     synthetische        Polyamidfasern,        wie    Nylon,   Perlon  (eingetragene Schutzmarke), nach  dem     Nachchromierungsverfahren    in     egalen,     vollen Orange- und Rottönen von ausgezeich  neter     Walk-,        Potting-,    Wasch-,

       Ca.rbonisier-          und    Lichtechtheit an. Sie eignen sich auch  vorzüglich für das Färben nach dem     Ein-          badchromierungsverfahren,    dem sogenannten       Metachromverfahren;    diese wertvolle Eigen  schaft     verleiht,der    neuen     Farbstoffklasse    eine  grosse     technische    Bedeutung.  



  Die     Metallkomplexverbindungen,    in denen  atü 2 Moleküle     lIonoazofarbstoff        weniger    als       \?    Atom Metall vorhanden sind, besitzen zum  Teil ein     hervorragendes        1\Teutralziehvermögen         für     @V    olle; sie färben demzufolge diese Faser       ?reist    schon aus     neutralem    Färbebad in     ega-          len,    vollen Gelbbraun-, Orange- bis Rottönen  von sehr guter     Walk-    und Waschechtheit, und  vorzüglicher Lichtechtheit an;

   sie eignen sieh  auch für das Färben von Seide und von Leder  und, in besonders vorzüglicher Weise, für das  Färben von     künstlichen    stickstoffhaltigen  Fasern, wie synthetischen     Polyamidfasern,     z. P. Nylon.  Perlon  (eingetragenes Waren  zeichen).  



  Die Kupplung der     Diazoverbindungen    aus  den     Aminobenzolen    mit. den     Pyrazolonen    zu       Monoazofarbstoffen    erfolgt     vorzugsweise    in       alkalischem        illediiun.     



  Als substituierte     Sulfonylgruppen,    welche  die     Aminobenzole    erfindungsgemäss tragen,  fallen beispielsweise in Betracht die     Methyl-,     Äthyl-,     Propyl-    und     Butylsulfonylgrtippen,     die     Sulfonsäureamidgruppe,        ferner        Sulfon-          säureamidgruppen,    welche am Stickstoffatom  z.

   B. substituiert sind. durch     Methy    1,     Äthyl,          Propyl,        Butyl,        Cyelohexyl,        Benzyl,        2-Phenyl-          äthyl,        Morpholyl,        Pyrrolidyl    und     Phenyl.        Phe-          nyl    kann seinerseits     Substituenten    tragen, wie       beispielsweise    Halogen,     niedrigmolekula.res          Alkyl,

          Carboxy    und/oder eine am Stickstoff  atom gegebenenfalls     substituierte        Sulfonsänre-          amidgruppe.    Wertvolle Vertreter der neuen       Fa.rbstoffklasse    sind auch     solche,    in denen eine       Sulfonsäurealkylamidgruppe    vorliegt, welche  am     Alkylrest        durch        niedrigmolekulares        Alkoxy     substituiert ist, wie z.

   B. die Gruppe    -S02     #        NH        #        CH2    '     CH2        #    OCHS  und -S02 -     NH        #        CH2        #        CH2        #        CH2        #        OCHS.       Von den weiteren     Substituenten,    welche die       Aminobenzole    tragen können, seien solche aus  der Reihe der Fluor-, Chlor- oder Bromatome  und der     l@Iethyl-,

      Äthyl- oder Nitrogruppen  genannt.  



  Die     überführung    der     Monoazofarbstoffe     in die     metall-,    vorzugsweise     ehrom-undkobalt-          haltigen,        Azofarbstoffe    wird     beispielsweise     mit Salzen des Chroms, wie     Chromifluorid,          Chromisulfat,        Chromiformiat,        Chromiacetat,          Kaliumchromisulfat    und Ammoniumchromi-         sulfat,    und mit Salzen .des Kobalts, wie z. B.

         Kobaltoaeetat,        Kobaltoformiat    und     Kobalto-          sulfat.,    in wässeriger Aufschlämmung oder Lö  sung oder in organischem Medium, beispiels  weise in     Formamid    oder in der Schmelze eines       Alkalisalzes    einer     niedrigmolekularen        alipha-          tischen        Monoearbonsäure,    ausgeführt.

   In letz  terem Fall können auch unlösliche Schwer  metallv     erbindungen        Verwendung    finden, so  beispielsweise     Kobalthydroxyd    und     Kobaltcar-          bonat..    Besonders vorteilhaft ist. die     lletallisie-          ring    in wässerigem     ätzalkalischemMedium,     wobei die Metallsalze gegebenenfalls in Gegen  wart solcher Verbindungen zugefügt werden,  welche Chrom und Kobalt in     ätzalkalisehem     Medium in komplexer Bindung gelöst. halten,  wie z. B. Weinsäure,     Zitronensäure    und Milch  säure.

   Für die Darstellung der     Chromkom-          plexverbindungen    eignen sieh auch die     Chro-          mate,    z. B. Natrium- oder     Kaliumehromat     bzw.     -biehromat,    in     vorzüglicher    Weise. Die       Chromierung    der     Monoazofarbstoffe    mit Chro  maren     wird        ebenfalls    in stark     ätzalkalisehem     Medium vollzogen, wobei gegebenenfalls redu  zierende Stoffe zugefügt werden können.

   Steht  im     Aminebenzol        ortho-ständig    zur     Amino-          gruppe    die     Methoxygruppe,    so wird die     Me-          tallisierung,    unter Aufspaltung der     Methoxy-          gruppe,    vorzugsweise in organischen     Lösungs-          mitteln,    wie z.

   B.     Gly        eolen        (Äthy        lengly        eol,          Ätliy        lpoly        glyeol,        Buty        lpoly        glyeol    ), und in Ge  genwart eines säurebindenden Mittels, wie bei  spielsweise     Natriumaeetat,    ausgeführt.

   Die ge  wonnenen metallhaltigen     Azofarbstoffe    wer  den,     gegebenenfalls    nach Eingiessen der     orga-          nischen        Metallisierungslösungen    in     Wasser,     aus wässerigem Medium durch Zugabe von  Salz abgeschieden, hernach filtriert., gegebe  nenfalls gewaschen und     dann    getrocknet.  



  In den nachfolgenden Beispielen bedeuten  die Teile Gewichtsteile, die Prozente Gewichts  prozente, und die Temperaturen sind in     Cel-          siusprraden    angegeben.    <I>Beispiel 1</I>  <B>20,8</B> Teile     2-Amino-l-oxybenzol-.I-sulfon-          säure-(2'-ea.rboxy)-phenylamid    werden mit       Hilfe        von        15        Teilen        30%        iger,@i    atriumhydrox\-d-           lösung    in 200 Teilen Wasser gelöst.

   Nach  Zusatz von 6,9 Teilen     Natriumnitrit    lässt man  die Lösung bei 5  einem Gemisch aus 30 Teilen  30     o/oiger    Salzsäure und 50 Teilen Wasser und  Eis zulaufen. Die gebildete     Diazoverbindung     wird mit einer Lösung aus 20 Teilen 1-(4'  Cyan)-plienyl-3-methyl-5-pyrazolon, 25 Teilen       Natriumcarhonat,        15        Teilen        30        %iger        Natriuni-          hydroxydlösung    und 200 Teilen Wasser ver  einigt.

   Nach     beendigter    Kupplung wird die  erhaltene     llonoazov        erbindung    auf bekannte  Weise isoliert und getrocknet.. Der gemahlene  Farbstoff ist ein rotes Pulver, das sich in kon  zentrierter Schwefelsäure und in verdünnter       Nati-iumliydroxydlösung    mit     rotstichig    gelber  Farbe löst.

   Er färbt- Wolle     nachchromiert    und    nach dem neutralen     Einbadchronfierungsver-          fahren    in vollen     rotstichigen        Oran.getönen,    die  vorzüglich walk-,     potting-,        carbonisier-    und       lichteeht    sind.  



  In der Tabelle I sind weitere Vertreter der  neuen     Farbstoffklasse        aufgeführt,    welche sieh  zum Färben sowohl nach dem     Nachchromie-          rungsverfahren    als auch     naeh    dem     Einba.d-          chromierunagsverfahren    eignen. Sie werden  hergestellt durch Kuppeln der angegebenen       Diazokomponenten    (Kolonne A der Tabelle)  mit den neuen     Azokomponenten    (Kolonne B  der Tabelle).

   Die Monofarbstoffe sind in der  Kolonne C der Tabelle durch den Farbton der       chromierten    Färbung auf Wolle     gekennzeich-          net.     
EMI0003.0037     
  
    <I>Tabelle <SEP> I</I>
<tb>  Beispiel <SEP> A <SEP> B <SEP> C
<tb>  Nr.
<tb>  2 <SEP> 2-Amino-l-oxybenzol-4-sulfon- <SEP> 1-(3'-Cyan)-phenyl-3-methyl-5- <SEP> rotorange
<tb>  säure- <SEP> (2'-carboxy <SEP> )-phenylamid <SEP> pyrazolon
<tb>  3 <SEP> 2-Amino-l-oxybenzol-4-sulfon- <SEP> 1-(3'-Cyan-4'-chlor)-phenyl-3- <SEP> rotorange
<tb>  säure- <SEP> (2'-carboxy)-phenylamid <SEP> methyl-5-pyrazolon
<tb>  4 <SEP> 2-Amino-l-oxybenzol-4-sulfon- <SEP> 1-(3'-Cyan-4'-chlor)-phenyl-3- <SEP> rotorange
<tb>  säure- <SEP> (3'-carboxy)

  -phenylamid <SEP> metliyl-5-pyrazolon
<tb>  5 <SEP> 2-Amino-l-oxybenzol-4-sulfon- <SEP> 1-(3'-Cyan-4'-chlor)-phenyl-3- <SEP> rotorange
<tb>  säure-(3'-sulfamid.o)-phenylamid <SEP> methyl-5-pyrazolon
<tb>  6 <SEP> 2-Amino-l-oxybenzol-4-sulfon- <SEP> 1-(4'-Cya.n)-phenyl-3-methyl-5- <SEP> rotorange
<tb>  säurebutylamid <SEP> pyrazolon
<tb>  7 <SEP> 2 <SEP> Amino-l-oxybenrol-4-sulfon- <SEP> 1-(4'-Cyan)-phenyl-3-methyl-5- <SEP> rotorange
<tb>  sä.ure-eyclohexylamid <SEP> pyrazolon
<tb>  8 <SEP> 2-Amino-l-oxybenzol-4-sulfon- <SEP> 1-(4'-Cyan)-phenyl-3-methyl-5- <SEP> rotorange
<tb>  säurebenzylamid <SEP> pyrazolon
<tb>  9 <SEP> 2-Amino-l-oxybenzol-4-sulfon- <SEP> 1-(3'-Cyan)-phenyl-5-pyrazolon- <SEP> rot
<tb>  säurephenylamid <SEP> 3-earbonsäureamid
<tb>  10 <SEP> 2-Am.ino-l-oxybenzol-4-sulfon- <SEP> 1-(4'-Cyan)

  -phenyl-5-pyrazolon- <SEP> rot
<tb>  säurephenylamid <SEP> 3-earbonsäureäthylamid:
<tb>  11 <SEP> ')-Ainino-l-oxybenzol-4-sulfon- <SEP> 1-(4'-Cyan)-phenyl-5-pyrazolon- <SEP> rot
<tb>  säure- <SEP> (2'-chlor)-phenylamid <SEP> 3-carbonsäureamid
<tb>  12 <SEP> \?-Amiiio-l-oxybenzol-4-sulfon- <SEP> 1-(3'-Cyan)-phenyl-5-pyrazolon- <SEP> rot
<tb>  säure- <SEP> (4'-methyl)-phenylamid <SEP> 3-carbonsäuremetliylamid
<tb>  3         <I>Beispiel 13</I>       20,\Z    Teile     2-Amino-l-oxybenzol-4-sulfon-          säuremethylamid    werden in 100 Teilen Was  ser und 15 Teilen 30     ohlger        :Salzsäure    gelöst.

    Die Lösung wird mit Eis auf 5  gekühlt und  hierauf mit einer wässerigen Lösung von 6,9  Teilen     Natriumnitrit    direkt     diazotiert.        Man     giesst die     Diazosuspension    bei 10  in eine Lö  sung aus 20 Teilen     1-(4'-Cyan)        phenyl-3-me-          thyl-5        pyrazolon,    25 Teilen     Natriumcarbonat,     15 Teilen 30     o/oio-er        Natriumhydroxydlösung          und    200 Teilen Wasser.

       1\Taeh        beendigter          Kupplung    wird die ausgeschiedene     Monoazo-          v        erbindung    filtriert.  



  Die erhaltene     Farbstoffpaste    wird in 500  Teilen Wasser angerührt; man versetzt die  Aufschlämmung mit 35 Teilen 30     o/oiger    Na  triumhydroxydlösung und erhitzt sie auf 60 .  Bei dieser Temperatur tropft man ihr eine  Lösung von 16 Teilen kristallisiertem     Kobalto-          sulfat    in 80     Teilen    Wasser innerhalb von un  gefähr 10 Minuten zu. Man hält die Masse  während weiteren 20 Minuten bei 60 , rührt  sie noch mehrere Stunden lang bei Raumtem  peratur weiter und isoliert hierauf die gebil  dete     Kobaltkomplexverbindung    durch Aus  salzen und Filtrieren.

   Der getrocknete     kobalt-          haltige        Azofarbstoff    ist ein rotbraunes Pulver,  das sich in     kornzentrierter    Schwefelsäure mit  gelber, in Wasser mit oranger Farbe löst. und  Wolle, Seide und synthetische     Polyamidfasern     aus neutralem bis essigsaurem Bade in walk-,  wasch- und lichtechten braungelben Tönen  färbt.  



       Beispiel   <I>14</I>  21,6 Teile     2,-Amino-l-methoxybenzol-4-sul-          fonsäuremethyla.mid    werden nach den     Anga:          ben    des Beispiels 13 direkt     diazotiert    und mit  20 Teilen     1-(4'-Cyan)-plienyl-3-methyl-5-pyr-          azolon        vereinig..    Der gebildete     llonoazofarb-          stoff    wird filtriert und getrocknet.

   Zur Über  führung in die     Chromkomplexv        erbindung     wird der gemahlene Farbstoff in 400     Teilen          Athylpoliglycol    mit 40 Teilen     Kaliumehromi-          sulfa.t    und 30 Teilen     Natriumaeetat    6 bis 8  Stunden lang auf 135 bis 140      erhitzt..    Das  Reaktionsgemisch     wird    nun erkalten gelassen  und in 1200 Teile Wasser     gegossen.    Die ge-    bildete     Metallkomplexverbindung    wird fil  triert und die erhaltene Paste in 500 Teilen  Wasser und 30 Teilen 30     o/oiger    Natrium  hydroxydlösung 

      angerührt.    Nach einiger Zeit  wird die Suspension mit     Natriumchlorid    ver  setzt. Man filtriert den abgeschiedenen     chrom-          haltigen        Azofarbstoff    ab und trocknet ihn.  Er ist ein     braunrotes    Pulver, das sieh in       konzentrierter    Schwefelsäure mit gelber, in  Wasser mit. orangeroter Farbe löst und Wolle,  Seide und     synthetische        Polyamidfasern    aus  neutralem bis     essigsaurem    Bade in vollen  orangeroten Tönen von vorzüglicher Walk-,  Wasch- und     Liehteehtheit    färbt.

      <I>Beispiel 15</I>  20,2 Teile     2-Amino-l-oxybenzol-4-sulfon-          säuremethy        lamid    werden nach den Angaben  des Beispiels 13 direkt.     diazotiert    und mit 24  Teilen     1-(3'-Cyan-4'-chlor)-phenyl-3-methyl-5-          py        razolon    gekuppelt. Der ausgeschiedene       Monoazofarbstoff    wird filtriert und getrock  net und hierauf in 300 Teilen     Formamid    mit  einem Gemisch aus 25 Teilen     Natriumacetat     und 40 Teilen     Ammoniumchromisulfat    8 Stun  den lang auf 95  erwärmt.

   Man lässt die     Re-          aktionsmischung    auf 20 bis 25  erkalten,  giesst sie hierauf in 700 Teilen Wasser und       filtriert,    nach Zugabe von 50 Teilen     Nat.rium-          chlorid,    :die ausgeschiedene     Chromkomplexver-          bindun,y    ab. Der Filterkuchen wird bei Zim  mertemperatur in eine Lösung ans 45 Teilen  30     o/oiger        Natriumhydroxydlösung    und 600  Teilen Wasser eingetragen.

   Nach mehrstündi  gem Rühren werden der Masse 80 Teile Na  triumchlorid zugefügt, worauf man den  chromhaltigen Farbstoff     abfiltriert.    Er ist  getrocknet ein braunrotes Pulver, das sich in  konzentrierter     ,Schwefelsäure    mit gelber, in  Wasser mit.     oran-eroter    Farbe löst. und Wolle,  Seide und synthetische     Poly        amidfasern        aus     neutralem bis essigsaurem Bade in vollen  orangeroten Tönen von vorzüglicher Walk-,  Wasch-     und        Liehteeht.heit    färbt.  



  Zur     Überführung    des     llonoazofarbstoffes     in die     Kobaltkomplexv        erbindung    wird nach  den Angaben des     Beispiels    13 verfahren. Sie      ist getrocknet ein rotbraunes Pulver, das sich  in konzentrierter Schwefelsäure mit gelber,  in     Wasser    mit oranger Farbe löst und Wolle,  Seide und     synthetisehe        Polyamidfasern    aus  neutralem bis     schwaeh    saurem Bade in vollen  braungelben Tönen von     vorzüglieher        Walk-,     Wasch- und     L1elltechthelt    färbt.

           Beispiel   <I>16</I>  20,2 Teile     2-Amino-l-oxybenzol-5-sulfon-          säuremethylamid    werden nach den Angaben       des    Beispiels 13 direkt     diazotiert    und mit  20 Teilen     1-(3'-Cyan)-phenyl-3-methyl-5-pyr-          azolon    gekuppelt. Der ausgeschiedene Mono  azofarbstoff wird filtriert, getrocknet     und     nach den Angaben des Beispiels 15 in die       Chromkomplexverbindung    übergeführt.

   Der       ehromhaltige        Azofarbstoff    ist. ein     braunrotes     Pulver, das sich in     konzentrierter    Schwefel  säure mit     rotstichig    gelber, in Wasser mit  roter Farbe löst und Wolle, Seide und syn  thetische     Poly        amidfasern    aus neutralem bis  schwach     saurem    Bade in vollen gelbstickig  roten Tönen von vorzüglicher     Walk-,        Wasch-          und    Lichtechtheit färbt.

      <I>Beispiel 17</I>  Einen ähnlichen, chromhaltigen     Azofarb-          stoff,    welcher etwas blaustichiger rot färbt  als der nach dem vorstehenden Beispiel ge  wonnene,     erhält    man, wenn man im vorste  henden Beispiel die 20 Teile     1-(3'-Cyan)-phe-          nyl-3-methyl-5-pyrazolon    durch dieselbe Menge  1-     (4'-Cyan)    -     phenyl-    3     -methyl-5-pyra.zolon    er  setzt     und    im übrigen wie dort angegeben ver  fährt.  



  In der nachfolgenden Tabelle     II    werden  weitere     Farbstoffe    angeführt, welche alle  nach den Angaben der vorstehenden Beispiele  13, 14, 15 oder 16 hergestellt werden können.  Die Farbstoffe sind     gekennzeichnet    durch die       Dia:

  zokomponenten    (Kolonne D der Tabelle)  und die     Azokomponenten    (Kolonne E der Ta  belle) der metallfreien     Monoazofarbstoffe    und  durch die Farbtöne der Ausfärbungen der  aus den     Monoazofarbstoffen    hergestellten     Me-          ta.llkomplexverbindungen    auf Wolle (Kolonne  F der Tabelle gibt die Farbtöne der     Chrom-          komplexverbindungen    und Kolonne G die       Farbtöne    der     Kobaltkomplexverbindungen     wieder).    
EMI0006.0001     
    
EMI0007.0001     
      Das Färben kann z.

   B. wie folgt geschehen:  In einem     Becherglas    löst man 0,5 Teile  des nach     Beispiel    1 erhältlichen     Monoazo-          farbstoffes    in     2000    Teilen Wasser, gibt der       Lösung    5 Teile     Natriumsulfat    und 1 Teil       Essigsäure    zu und geht mit 50 Teilen Wolle  bei 40      in.    das Bad ein, dessen Temperatur  unter     öfterem    Umziehen des Färbegutes inner  halb von 30 Minuten auf Siedetemperatur ge  bracht wird. Nach einer Kochzeit von 30 Mi  nuten wird das verdampfte Wasser ergänzt  und dem Bad 1 Teil Ameisensäure zugesetzt.

    Darauf kocht man nochmals 30 Minuten lang.  ergänzt das verdampfte Wasser, setzt dem  Bad 0,5 Teile     Natriiunbichromat    zu und hält  es unter mehrmaligem Umziehen der Wolle  30 Minuten lang bei einer Temperatur von 95       bis    100 . Darauf wird das Färbegut dem Bade  entnommen, in kaltem Wasser gut gespült  und     getrocknet.    Es ist in     rotstichigen    Orange  tönen angefärbt.  



  In 500 Teilen Wasser werden 1 Teil was  serfreies     Natriumsulfat    und 0,2 Teile des nach  den Angaben des Beispiels 16 erhältlichen  chromhaltigen     Azofarbstoffes        gelöst.    Man geht  bei 30  mit 10 Teilen     vorgenetzter    Wolle in  das Färbebad ein und erhitzt dieses innerhalb  von 15 Minuten auf 100 .

   Man hält die Tem  peratur des Bades während 60 Minuten auf  100  und fügt     ihm    während des 'Färbeprozes  ses nach und nach noch 0,2 Teile konzen  trierte     Essigsäure        zu.    lach Beendigung der  Färbung     wird    die     gelbstichig    rot. gefärbte  Wolle mit Wasser gespült und getrocknet.  



  Synthetische     Polyamidfasern    werden auf.  dieselbe Weise gefärbt, Seide dagegen bei  etwas tieferer Temperatur, z. B. bei 95 .

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von Azofarb- stoffen der Pyrazolonreihe, dadurch gekenn zeichnet., dass man 1 Mol der Diazoverbindung aus einem Aminobenzol, welches meta- oder para-ständig zur AminogTuppe eine substi tuierte Sulfonylgruppe,
    ortho-ständig zur Aminogruppe eine Oxy- oder Methoxygruppe und gegebenenfalls noch einen weiteren Sub- stituenten trägt, mit 1 Mol eines 1-Cyanphe- nyl-5-pyrazolons kuppelt, welches im Phenyl- rest gegebenenfalls weitere Substituenten auf weist. <B>UNTERANSPRÜCHE</B> 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch mekennzeichiiet, dass man ein Amino- benzol wählt, welches als substituierte Sulfo- nylgruppe eine Alkylsulfonylgruppe trägt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man ein Amino- benzol wählt, welches als substituierte Sulfo- nylgruppe eine am Stickstoffatom gegebenen falls substituierte Sulfonsäureamidgruppe trägt. 3.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als 1-Cyan.- pheny l,5-py-ra.zolon ein 1-Cyanpheny 1-3-me- thyl-5-pyrazolon einsetzt.. 4. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, da.ss man als 1-Cyan- phenyl-5-pyrazolon ein am Stickstoffatom der Aminogruppe gegebenenfalls substituiertes 1-Cyanphenyl-5-pyrazolon-3-earbonsäureamid einsetzt. 5.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 3 und 4, dadurch gekenn zeichnet, dass die Cy angruppe in 3'- oder 4' Stellung des Phenylrestes steht. 6. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man den erhalte nen Monoazofarbstoff mit einem metallabge benden Mittel derart behandelt, dass ein me tallhaltiger Azofarbstoff entsteht, der im wesentlichen ein Metallatom an zwei Moleküle llonoazoverbindung komplex gebunden ent hält. 7.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass man auf zwei Moleküle Monoazoverbin- dung eine weniger als zwei, mindestens aber ein Atom Metall enthaltende 3ienge eines me tallabgebenden Mittels einwirken lässt. B. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekenn zeichnet, dass man als metallabgebendes Mit tel ein chromabgebendes Mittel wählt. 9.
    Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 6 und 7, dadurch gekenn- zeichnet, dass man als metallabgebendes Mit tel ein kobaltabgebendes Mittel wählt.
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