Druckautomat zur selbsttätigen Einziehung von Benützungsgebühren für Autoparkplätze Die vorliegende Erfindung bezieht sich ituf einen Druckautomat zur Einziehung von Benützungsgebühren für Autoparkplätze.
Bekanntlich ist die Schaffung von Auto- parkplätzen in grösseren Städten mit bedeu tenden Kosten verbunden, die meist. durch eine Gebühr für deren Benützung amortisiert wer den. Häufig ist auch die höchstzulässige Par- kierung,szeit auf solchen Plätzen, wenigstens zu gewissen Tagesstunden, beschränkt, bei spielsweise auf eine Stunde.
Um einerseits die Ilinlialtung dieser höchstzulässigen Parkie- rurigszeit zu gewährleisten und anderseits eine selbsttätige Einziehung der Benützungsge bühr zu ermöglichen, existieren bereits ver- s#-hiedene Vorschläge. Beispielsweise sind Münzautomaten mit einem Uhrwerk bekannt, die ein den einzelnen Parkierungsstellen längs Strassenrändern aufgestellt werden und die Einzahlung der Benützungsgebühr sowie den _Ililauf der höchstzulässigen Parkierungszeit anzeigen.
Es fehlen aber bisher Einriehtun- ,en, die geeignet sind, um bei grösseren Park plätzen mit festgesetzter höchstzulässiger Par- kierungszeit die selbsttätige Einziehung der Denützungsgebühr und eine Kontrolle der Parkierungszeit der einzelnen Benützer er- i)ii>-,lieht. Die vorliegende Erfindung betrifft. Viiie Einrichtung, die geeignet ist, um für #,rö1-,>ere Parkplätze diese Aufgaben durchzu führen.
Die Einziehung von Benützungsgebühren für Autoparkplätze durch einen Druckauto- waten erfolgt dabei derart, dass der Druck automat vom jeweiligen Benützer des Park platzes auf seine Autokontrollnummer einge stellt wird, welcher nach Einwurf der Gebühr eine mindestens zweiteilige Parkierungskarte abgibt, auf deren Teile die eingestellte Auto kontrollnummer samt Datum, Uhrzeit und weiteren Daten aufgedruckt ist.
Von dieser mehrteiligen Parkierungskarte wird ein Teil am abgestellten Auto an sichtbarer Stelle an gebracht, wo sie von Kontrollpersonen inspi ziert werden kann, während ein weiterer Teil mit gleichartigem Aufdruck als Quittung für den betreffenden Benützer des Parkplatzes dient.
Der Druckautomat ist durch mehrere un tereinander gleichartige und miteinander zwangläufig gekuppelte Druckeinrichtungen gekennzeichnet, die sämtlich auf die gleiche vielstellige, aus Buchstaben und Ziffern be stehende Autokontrollnummer einstellbar, so wie sämtlich mit automatisch sich einstellen den Einrichtungen zum Abdruck weiterer Daten versehen sind, darunter auch solchen für Datum und Uhrzeit. Diese Druckeinrich tungen können erst nach Einwurf der Gebühr in eine selbsttätig arbeitende Kassiereinrich tung eingestellt und dann betätigt werden.
Hierbei erfolgt der Abdruck der in den Druekeinriehtungen eingestellten Daten auf eine mindestens zweiteilige, nicht im Druck automaten verbleibende Parkierungskarte so- wie auf mindestens einen im Druckautomaten verbleibenden Registrierstreifen.
Die Erfindung ist nachstehend an Hand der Fig. 1 bis 6 in beispielsweisen Ausführun gen näher beschrieben. Hierbei ist: Fig. 1 ein schematisches Wirkungsschema des Druckautomaten, Fig. 2a, 2b die V order- bzw. Seitenansicht einer beispielsweisen Ausführung einer Drei fach-Druckeinrichtung, geeignet für einen er findungsgemässen Druckautomaten, Fig. 2c die beispielsweise Gestaltung einer mit der Druckeinrichtung nach Fig. 2a, 2b ver wendbaren zweiteiligen Parkierungskarte, Fig. 3a, 3b die Seiten- bzw.
Vorderansicht einer beispielsweisen Ausführung des erfin dungsgemässen Druckautomaten unter Ver- vve.ndung der Druckeinrichtung nach Fig. 2a, 2b Fig. 4 ein Schaltschema für eine weitere beispielsweise Ausführung des erfindungsge mässen Druckautomaten mit elektrischer Be tätigung, Fig. 5a, <I>5b</I> eine Seiten- bzw. Vorderansicht.
des Druckautomaten nach Fig. 4, Fig. 6a, 6b eine schematische Wiedergabe der Parkierungskarte bzw. des Registrier streifens für den Drucli:automaten nach Fig. 4 und 5.
Der Druckautomat ist nur in einem Exem plar für einen grösseren Parkierungsplatz er forderlich, kann aber auch in mehreren Exem plaren vorgesehen werden, falls die Frequen- tierung des betreffenden Parkplatzes dies zweckmässig erscheinen lässt. Die Funktionen des Dritckautoinaten zeigt das W:irkungs- schenia der Fig. 1, in dem ein Münzeinwurf- gerät 1 mit der Kassiervorrichtung 2, ein Kartenspender 3 und eine Mehrfach-Druck- einrichtung 4 angedeutet sind.
Der ganze Druckautomat ist gesperrt, bis die Benüt zungsgebühr durch Münzeinwurf in das Gerät 1 entrichtet ist, das in bekannter Weise mit Mitteln zur Kontrolle der Münzen nach Art und Anzahl ausgerüstet ist. Mit dem Münzein wurf ist zwar der Druckautomat betriebsbe reit, jedoch ist die Gebühr noch nicht kassiert und kann, solange keine weitere Betätigung des Druckautomaten erfolgt, in bekannter Weise mittels des Rückgabeknopfes 5 über den ; Rückgabebecher 6 wieder rückerstattet werden, wobei dann das Münzeinwurfgerät 1 den Druckautomaten wieder sperrt. Das Münz einwurfgerät 1. gibt nach erfolgter Einzah lung der vorgeschriebenen Benützungsgebühr, die Kurbel 7 des Kartenspenders 3 frei, was durch die Verbindung 8 angedeutet ist.
Diese Freigabe kann auf beliebige Weise erfolgen, durch mechanische Kupplung, durch elek trische Auslösung oder andere bekannte Mit tel. Durch Betätigung der Kurbel 7 kann eine unbenützte Parkierun=-skarte aus dem ini Kartenspender 3 enthaltenen Kartenmagazin 9 in das Ausgabefach 10 befördert und von dort herausgenommen werden. Diese unbe- nützte Parkierungskarte 11 ist mehrteilig, vorzugsweise zweiteilig, und so eingerichtet, da.ss die Teile leicht voneinander getrennt werden können, also beispielsweise mit ent sprechender Perforation versehen.
Die Fig. ?c zeigt eine beispielsweise zweiteilig ausgeführte Parkierungskarte, die natürlich die angedeu tete Bedruekung noch nicht aufweist, wenn sie aus dem Kartenspender 3 entnommen wird.
Die unbenützte Parkierungskarte 11 wird in einen Schlitz 12 des Druckautomaten bis zu einem Anschlag eingesteckt und ist nun zum Bedrucken bereit. Vorher muss aber die Druckeinrichtung 4 eingestellt werden, die hier beispielsweise drei gleichartige Driiek- systeme 13, 14, 15 und eine Vielzahl von Ein stellvorrichtungen 16 aufweist und später an Hand von Fig. 2a und 2b noch ausführlich beschrieben wird.
Die Einstellorgane 16 für die drei Drucksysteme 13, 1.4, 15 werden sei tens des Münzeinwurfgerätes 1 nach erfolgter Zahlung freigegeben, wie durch die Verbin dung 17 angedeutet, und können nun. auf die aus Buchstaben und Ziffern zusammenge setzte Autokontrollnummer der Benfitzer eingestellt werden, welche Einstellung in glei cher Weise auf alle drei Drucksysteme 13, 14, 15 übertragen wird.
Der Druckvorgang für die eingestellte Autokontrollnummer erfolgt beispielsweise durch Ziehen des Griffes 18 in Pfeilrichtung, der nach Freigabe der Verrie gelung 19 durch die vom Münzeinwurfgerät 1 über die Verbindung 20 beeinflusste Einrich- f ung 21, gegen die Wirkung der Feder 22 be tätigt werden kann, wodurch die Exzenterwal- zen '?3, 24, 25 gedreht werden.
Wie aus Fig. 1 et-sichtlich, wird durch die Exzenterwalzen 23 und 24 die Parkierungskarte 11 gegen die 1)ruekscsteme 13 bzw. 14 gepresst und da- din-eli dieselbe an zwei Stellen gleichzeitig mit dem gleichen Aufdruck versehen.
Dagegen @s-ird durch die Exzenterwalze 25 das Druck- systein 1:5 auf dem Registrierstreifen 26 ab- gcdrtickt, der von der Vorratsrolle 2.7 über die f#1,xzenterwalze 25 zur Aufrolleinrichtung 28 l;itift, die bei jedem Ziehen des Griffes 18 mittels des Hebels 29 gespannt wird und bei dessen Rückwärtsbewegung in die Ruhelage deii Registrierstreifen 26 um ein Stück in 1'1'eilriehtung fortbewegt.
Mit der Rückkehr des Griffes 18 in die Ruhelage ist der Druck vorgang beendet.
Die mit der eingestellten Autokontroll- iiununer bedruckte Parkierungskarte weist eitieti zusätzlichen Aufdruck weiterer Daten auf, deren Einstellung in der Druckeinrich- tmig .1- automatisch und vom Benützer nicht üeeinflussbar erfolgt. Dieser zusätzliche Auf- di-uclz umfasst mindestens Datum und Uhrzeit sowie andere erwünschte Daten, wie etwa die Nummer des Parkplatzes usw.
Bei Betätigung des Griffes 18 und damit der Einrielitung 28 wird auch eine Zä.hlein- riehtting 30 um eine Einheit weitergeschaltet.
Dies bewirkt eine Rückmeldung über den er- fol?rteti Di@tiekvorgang über die Verbindung 31 zur Auslösevorrichtung 21 für die Verrie- gclung 19 und weiter zum Kassiergerät 2, das die Kassierung der über das Münzeinwurf- gerät 1 eingezahlten (gebühr durchführt.
Damit wird das Münzeinwurfgerät 1 in seinen Ruhezustand gebracht und gleichzeitig die S'perrung des Kartenspenders 3 und der Drtickeinriehtung 4 bewirkt, also der Ruhe zustand für den ganzen Druckautomaten wieder hergestellt. Zusätzlich sind im Zähler 30 noch :,Mittel vorgesehen, um nach Erreichen einer vorbestimmten Anzahl von Druckvor gängen die bevorstehende Erschöpfung )des Kartenvorrates im Magazin 9 und das Ende des Registrierstreifens 26 anzuzeigen.
Falls erwünscht, kann das Kassieren der Gebühr durch das Kassiergerät 2 auch bereits bei Be tätigung der Kurbel 7 des Kartenspenders 3 bewirkt werden, wie in Fig. 1 durch die Ver bindung 32 angedeutet.
Die auf solche Weise mit der Autokontroll- nummer sowie mit Datuin und Uhrzeit be druckte Parkierungskarte 11, beispielsweise in der zweiteiligen Ausführung nach Fig. 2e, wird nunmehr an der Perforierung 33 aufge trennt und der eine Teil, beispielsweise der obere, als Quittung behalten, während der andere Teil, beispielsweise der untere, Am ab gestellten Auto an sichtbarer Stelle ange bracht wird, vorzugsweise an der Innenseite einer Scheibe.
Durch eine Aufsichtsperson können die Parkierungskarten der parkierten Fahrzeuge ständig oder stichprobenartig kon trolliert und auf diese Weise die Überschrei tung der höchstzulässigen Parkierungszeit restgestellt werden.
Bei geeigneter Ausgestaltung der Münz einwurfeinrichtung 1 kann der Druckautomat auch für mehrere verschiedene Benützungs zeiten und dementsprechend verschiedene Ge bühren verwendbar gemacht werden. Hierfür wird die Münzeinwurfeinrichtung 1 entweder mehrteilig oder mit einer Umschaltung für verschiedene Tarife ausgebildet und die Druckeinrichtung mit einem seitens der Münzeinwurfeinrichtung 1 gesteuerten Druck- s.#-stem zur Anzeige der gewählten Tarifklasse versehen, so dass auf der Parkierungskarte die jeweils bezahlte höchstzulässige Benützungs zeit aufgedruckt erscheint.
Der Druckautomat kann zur Durchfüh rung der oben beschriebenen Funktionen natürlich auch andere als die genannten Mit tel verwenden. Einige beispielsweise Ausfüh rungen hierfür werden nachstehend beschrie ben.
Der Druckautomat besitzt eine mehrteilige Druckeinrichtung, die auf eine. vielstellige, aus Buchstaben und Ziffern bestehende Auto- kontrollnummer einstellbar ist, Lind automa tisch sich einstellende Einrichtungen zum Ab druck weiterer Daten, darunter wenigstens Datum und Uhrzeit.
Eine beispielsweise Aus führung einer derartigen dreiteiligen Druck einrichtung 4 für eine achtstellige Autokon- trollnummer, Datum, Uhrzeit und Parkplatz nummer zeigt die Fig. 2a bzw. 2b in Vorder- bzw. Seitenansicht in schematischer Wieder gabe.
Jedes der drei Drucksysteme 13, 14, 15, die -untereinander zwanglätifig gekuppelt sind und von den Einstellorganen 16 synchron ver stellt werden, besteht aus insgesamt fünfzehn Typenrädern, in Fig. 2cc mit 13ez bis 13l. be zeichnet. Hiervon werden die Typenräder 13a, <I>b, c, d</I> seitens eines automatisch arbeitenden Uhrwerkes 34 angetrieben und dienen der An zeige von Tag, Monat, Stunde und Minute.
Die drei Typenräder 13e-, f, g können durch Betätigung der Einrichtung 35 verdreht und auf eine beliebige dreistellige Nummer einge stellt werden, welche Einstellung dann unver ändert beibehalten wird Lund den Parkplatz kennzeichnet, den der betreffende Druckauto mat bedient. Die übrigen acht Typenräder 1311 bis 13p sind zum Druck der Autokontroll- nummer bestimmt, sind mit je einer der Ein stellscheiben 16a bis 16h verstellbar und tra gen vorzugsweise je fünfunddreissig Typen, nämlich die fünfundzwanzig Buchstaben von A bis Z und die zehn Ziffern von 0 bis 9.
Bei einer solchen Ausbildung dieser acht Ty penräder kann mittels der Einstellscheiben 16 jede beliebige, aus Buchstaben und Ziffern zusammengesetzte achtstellige Autokontroll- nummer eingestellt werden, beispielsweise ZH 075103 oder 69 MXB 845 usw. Falls er wünscht, können für bestimmte Fälle auch einzelne Typenräder nur mit Buchstaben und andere nur mit Ziffern ausgestattet werden, oder es können verstellbare Rasteinrichtungen an den Einstellorganen 16 angebracht werden, die deren Einstellbereich beschränken, so dass einige Typenräder nur auf Buchstaben und andere nur auf Ziffern einstellbar sind.
Die Druekeinriehtung kann natürlich auch mit einer kleineren oder grösseren Anzahl einstell barer Typenräder versehen werden. Zum tlbdrttek läuft beispielsweise quer über jedes der drei Drucksysteme 13, 14, 15 ein Farbband 36 bzw. 37 bzw. 38 über entspre chende Rollen und Führungsmittel, in be kannter Weise mit einer Einrichtung zur Fortsehaltung nach jedem erfolgten Abdruck ierbunden (in Fig. 2cc, 2b nicht angegeben).
Die beiden Drucksysteme 13 und 14 sind zum Abdruck auf eine Parkierungskarte 11 be stimmt, die in Führungsschienen 39 ruht und durch je eine Schiene 40 bzw. 41 an die Drucksysteme 13 bzw. 14 gedrückt wird, so bald die Exzenterwalzen 23 bzw. 24 um einen ausreichenden Winkel um ihre Achsen ver dreht werden. Das dritte Drucksystem 15 ist dagegen zum Abdruck auf einen Registrier streifen 26 vorgesehen, wozu die Walze 42 ent sprechend angehoben und samt dem Farbband 38 gegen die Typenräder gedrückt wird.
Den Abdruck der eben beschriebenen Druckeinrichtung 4 auf eine beispielsweise zweiteilige Parkierungskarte 11 zeigt die Fig. 2e. Hierbei gibt die erste Zahlengruppe das Datum (9. März) und die Uhrzeit (10.30) an, die zweite Zahlengruppe stellt die Park platznummer (130) dar und die dritte Zah lengruppe zeigt die eingestellte Aiitokontroll- nummer (ZH 075103).
Wie bereits erwähnt, kann die Druekein- rieht:ung nach Fig. 2a, 2b noch um ein weiteres Typenrad erweitert werden, das seitens des Münzeinwurfgerätes verstellt wird und die jeweilige Tarifklasse, die bezahlte Gebühr und/oder die jeweilige Parkierungsdauer auf der Parkierungskarte vermerkt.
Eine beispielsweise Ausführung des gan zen Druckautomaten zeigen die Fig. 3a und 3b in Seiten- bzw. Vorderansicht. Auf der Vor derseite ist der Münzeinwurf 43 unter einem Klappdeckel 44', der Geldrückgabeknopf 5 und der Rüekgabebeeher 6 unter einem Klapp deckel 45 angeordnet. Die Kurbel 7 und das unter dem Klappdeckel 46 befindliche Aus- gabefaeh 10 gehören dem eingebauten Kar tenspender mit dem (nicht sichtbaren) Kar tenmagazin an.
Durch einen Ausschnitt 47 der Frontplatte ragen die Einstellscheiben 16 für die Druckeinrichtung hindurch, die von aussen bedienbar sein müssen. Ferner ist (ler Schlitz 12 zum Einschieben der dem Aus- g;abel';ielr 10 entnommenen unbenützten Par kierungskarte und der Ziehgriff 18 zum Be drucken der eingeschobenen Parkierungs- karte vorgesehen, ebenso der Zähler 30. Die Bedienung des Druckautomaten ergibt sieh aus der Beschreibung der Fig. 1.
Falls der Druckautomat für mehrere verschiedene Tarifklassen eingerichtet ist, besitzt er mehr als einen Münzeinwurf 43 oder einen Um- selraltgriff zur Wahl der erwünschten Tarif klasse.
Die oben beschriebene Ausführung eles Druckautomaten ist weitgehend für rneehani- sehe Betätigung der verschiedenen Funk tionen ausgebildet. Die verschiedenen Funk tionen können auch durch andere geeignete Mittel erzielt werden. Ein weiteres Beispiel mrler Verwendung elektrischer Steuerorgane wird nachstehend an Hand der Fig. 4 bis 6 beschrieben.
Dabei ist die gleiche dreiteilige Druckeinrichtung 4 verwendet, die bereits an Hand der Fig. 2a, 2b beschrieben wurde, Jedoch werden hier die Scheiben 16 nicht als Einstellorgane, sondern nur als Einstellska len verwendet und über elektromechanische Mittel verstellt. Hierzu ist jede der acht Seheiben 16a, bis 16h,, wie in Fig. 4 sehema- tiseh angedeutet., über je einen Schneckentrieb 48 mit je einem h:
lektromotor 49 gekuppelt, beispielsweise je einem in der Drehrichtung mrrsteuerbaren Gleichstrommotor. Mittels je eines Kippschalters 50 pro Motor 49 können diese wahlweise in der einen oder andern Drehrichtung eingeschaltet, also die Einstell- sr-lieiben 16a bis 16h, ganz nach Wunsch nach. beiden Richtungen verstellt werden.
Die zwei 1)r-rrc@ksysterrre 13 und 14 dienen auch hier z11111 Bedrucken von zweiteiligen Parkierungs- karten, die aber hier als langes Band .51. auf der Vorratsrolle 52 im Druckautomaten ent halten sind, das selbsttätig nach Beendigung des Druelzvorganges von den Transportrollen 53, die vom Motor 54 angetrieben werden, durch den Schlitz 5 5 aus dem Druckautoma- ten herausgesehoben und in richtiger Länge durch die seitens der Magnetwicklung S be tätigte Schneidvorrichtung 56 abgeschnitten wird.
Der Druckvorgang selbst erfolgt mittels der elektromagnetisch betätigten gleichartigen Druckschienen 57, sobald die Magnetwicklun gen D erregt werden. Der jeweilige Vorschub des Bandes 51 wird durch den Fühlkontakt 58 gesteuert.
Das dritte Drucksystem 15 ist auch hier zum Bedrucken eines Registrierstreifens 26 vorgesehen, der von einer Vorratsrolle 27 über geeignet angeordnete Führungen durch die Transportrollen 59, die vom Motor 60 ange trieben werden, abgewickelt und auf eine andere Rolle 61 aufgewickelt wird. Der Druck erfolgt auch hier durch Erregung der Wick lung D der elektromagnetisch betätigten Druckschiene 62, und der Vorschub des Strei fens 26 wird durch den Fühlkontakt 63 ge steuert.
Das Münzeinwurfgerät besitzt hier einen Arbeitskontakt m, der nur nach erfolgtem Münzeinwurf geschlossen ist, und die Kassier einrichtung ist elektromagnetisch betätigt und kassiert die eingezahlte Gebühr, sobald ihre Magnetwicklung 7 erregt wird.
Die Aus lösung des Druckvorganges erfolgt durch Drücken des Auslöseknopfes El.. Die vollauto matische Steuerung der Funktionen er folgt über weitere drei Relais, von denen das Z'-Relais zwei Ruhekontakte t2, t5 und vier Ar beitskontakte ti, <I>t3,</I> t4, t6 besitzt, das K-Relais einen Ruhekontakt k2 und zwei, Arbeitskon takte ki, k3 aufweist und das P-Relais mit einem Ruhekontakt pi versehen ist, deren Zweck nachstehend noch erläutert wird.
Im Ruhezustand des betriebsbereitem Druckautomaten dieser Ausführung treffen die Fühlkontakte 58 und 63 auf je ein ausge stanztes Loch im Band 51 bzw. im Streifen 26, berühren also die hinter dem Band 51 bzw. dem Streifen 26 angeordneten geerdeten Kontakte und schliessen so die Stromkreise für das K-Relais bzw. das P-Relais, die also erregt sind. Der ki-Arbeitskontakt legt die + Spannung an das T-Relais und bereitet dieses zum Ansprechen vor, sobald sein ande res Wicklungsende mit Erde verbunden wird.
Der Ruhekontakt k2 öffnet den Stromkreis für den Motor 54, der also stillsteht und schliesst den Stromkreis für die Wicklung S der Schneidvorrichtung 56 über den Ruhe kontakt t5, so dass der Schlitz 55 geschlossen ist. Das erregte P-Relais unterbricht mit. seinem pl-Ruhekontakt den Stromkreis des Motors 60, der also stillsteht. Im Ruhezustand ist das T-Relais stromlos, ebenso die Druck sehienenniagnete D und die Kassierma.gnet wicklung 7. Dieser Ruhezustand ist in Fig. 4 dargestellt.
Falls erwünscht, kann mittels der Kipp- hebel 50 die Einstellung der 11)ruckeinrich- tung auf eine bestimmte Autokontrollnummer erfolgen und die Einstellung an den Skalen scheiben 16 verfolgt und überprüft werden. Soll eine Parkierungskarte gelöst werden, so erfolgt ein entsprechender Münzeinwurf in den Druckautomaten, was das Schliessen des Arbeitskontaktes mi im Münzeinwurfgerät be wirkt.
Der Druck der eingestellten Autokon- trollnummer und der übrigen in der Druck einrichtung vorgesehenen Daten kann nur durch einen Druck auf den Auslöseknopf --1 erfolgen. Es wird hierbei über den noch ge schlossenen Ruhekontakt t3 der Stromkreis für die drei Magnete der Drucksehienen 57 Lind 62 geschlossen, so dass der Abdruck der Typenräder der Drucksysteme 13, 14 auf das Band 51 und des Drucksystems 15 auf den Streifen 26 erfolgt.
Da aber das T-Relais über den geschlossenen Arbeitskontakt k1 ebenfalls anzieht, wird der Stromkreis der Druck inagnete D durch Öffnen des Ruhekontaktes t2 sofort wieder unterbrochen und die Druck schienen 57, 62 gehen in die Ruhelage zurück.
Das T-Relais hält sich über seinen Arbeitskon takt t1 selbst, so dass der Auslöseknopf A nur ganz kurz gedrückt zu werden braucht. Über den nunmehr geschlossenen Arbeitskontakt t3 wird der Motor 54 eingeschaltet und über die Transportrollen 53 das Band 51. in Pfeilrieh- tung bewegt, was möglich ist, weil die Druck schienen 57 bereits wieder ihre Ruhelage ein genommen haben und auch die Magnetwick lung S durch den sich öffnenden t5-Ruhekon- takt stromlos geworden ist, die Schneidvor- richtung 56 also den Schlitz 55 freigegeben hat.
Bei dieser Bewegring des Bandes<B>51</B> wird der über ein an bestimmter Stelle desselben orgesehenes Stanzloch an Erde liegende Fühl- kontakt 58 den Stromlueis für das K-Relais unterbrechen, das somit, abfällt.
Dabei macht der sieh öffnende Arbeitskontakt k1 das T-Re- lais stromlos, das also abfällt, der Ruhekontakt k2 hält den Stromkreis für den Motor 51 ge schlossen, auch wenn der t3-Arbeitskontakt jetzt öffnet, und der Arbeitskontakt. k 3 un terbricht den Stromkreis für den Magnet der Sehneidvorrichtung 56, der also stromlos bleibt, auch wenn der Ruhekontakt t5 jetzt wieder schliesst.
Der Vorsehub des Bandes 51 erfolgt so lange, als der Stromkreis des Motors 54 nicht unterbrochen wird, was erst dann er folgt, wenn der Fühlkontakt 58 das nächste Stanzloeh im Band 51 erreicht, mit Erde Kon takt macht, und das K-Relais zum Ansprechen bringt, das seinerseits mittels seines Ruhekon taktes k2 den Motorstromkreis unterbricht, über seinen k3-Arbeitskontakt den Stromkreis für den Magnet S der Schneidvorrichtung 56 schliesst,
diese also betätigt und das Abschnei den der aus dem Schlitz 55 herausragenden Parkierungskarte vom Band 51 bewirkt, Lind schliesslich das stromlose Relais T über den k1 Arbeitskontakt an Spannung legt., dasselbe für eine -künftige weitere Betätigung durch den Auslöseknopf A vorbereitend.
Gleichzeitig mit dem Vorsehub des Bandes 51 hat sich der analoge Vorgang mit dem Streifen 26 abge spielt, indem der Motor 60 über den t6-Kon- takt in Betrieb gesetzt, der Streifen<B>'</B>6 bewegt und der Stromkreis des P-Relais über den Fühlkontakt 63 unterbrochen wurde, sobald dieser das betreffende Stanzloeh im Streifen 26 verlassen hatte.
Das abfallende P-Relais schliesst mit seinem pl-Ruhekontakt den Stromkreis für den Motor 60, auch wenn der t6-Arbeitskontakt wegen des abfallenden T- Relais öffnet. Der Motor 60 wird erst. stillge setzt, wenn das P-Relais wieder anzieht, so bald der Fühlkontakt 63 erneut ein Stanzl.och im Streifen 26 erreicht, also den pl-Ruhekon- takt wieder öffnet.
Sobald beide Fühlkontakte 58 und 63 wie der je ein Stanzloeh angetroffen haben, also (las K-Relais und das P-Relais erregt sind, ist der Zyklus vollendet, der durch den Druck auf den. Auslöseknopf A eingeleitet wurde.
1)a aber bereits beim Ansprechen des T-Relais über den tj-Arbeitskontakt die Magnetwick- hin- Z des Kassiergerätes erregt, die einge- wvorfene Gebühr also kassiert und der Arbeits- 1 < ontakt m des Münzeinwurfgerätes wieder ge- i;
f'fnet wurde, kann der einmal beendete 1)i-uckvorgang durch nochmalige Betätigung des Auslöseknopfes z1 nicht wiederholt wer den. Erst die Einzahlung der vom Münzein- wurfgerät in bekannter Weise nach Art und Vnifang geprüften Gebühr ermöglicht eine er neute Betätigung des Druckautomaten und führt zur Ausgabe einer weiteren Parkie- rungskarte.
Eine beispielsweise Ausführung des Druck- ;;titomaten nach Fig. 4 zeigen die Fig. 5a, 5b in Seiten- bzw. Vorderansicht. An der Front platte ist der Münzeinwurf 43 hinter einem Klappdeckel 44, der Rückgabebecher 6 hinter einem Klappdeckel 45 und der Rückgabe knopf 5 angeordnet. Die Skalenscheiben 16 sind hinter einer durchsichtigen Abdeckung 6.1 sichtbar, die einen Zeiger 65 zur Erleichte rung der Einstellung trägt.
Die den acht Ein stellskalen 16 zugeordneten acht Kipphebel- selialter 50 zu deren BetätigLmg befinden sich unmittelbar unterhalb der Einstellskalen 16. Ferner ist der Ausgabeschlitz 55 für die mit Aufdruck versebenen Parkierungskarten und < ler Auslöseknopf A für den Druckvorgang angedeutet.
Falls erwünscht, kann auch ein Zähler 30 vorgesehen werden, der, wie Fig. 4 zeigt, vom Auslöseknopf A betätigt und um je eine Einheit weitergeschaltet wird.
In Fig. 6a. und 6b sind das Band 51 für die Parkierungskarten bzw. der Registrier streifen 26 in einer beispielsweisen Ausge staltung dargestellt. Das Band 51 ist hier mit Umrandungen 66 für den am abgestellten Fahrzeug anzubringenden Teil 67 für den als Quittung dienenden Teil der zweiteiligen Par kierungskarte versehen. Die Vorderkante 68 des Bandes 51 liegt im Dritekautomaten, wie in Fig. 4 angedeutet, im.
Ruhezustand an der Selineidvorrichtung 56 an, die sich längs der Schneidlinie SL nach Fig 6a erstreckt. Die relative Lage der Drucksysteme 13 und 14 zur Sehneidlinie SL ist in Fig. 6a durch die Drucklinien DL1 bzw. DL2 angedeutet und ist derart eingerichtet, dass der Abdruck des Drucksystems 13 innerhalb die Umrandung 66 und der Abdruck des Drucksystems .14 inner halb die Umrandung 67 zu liegen kommt.
Die beiden Umrandungen<B>6'6</B> und 67 sind durch eine Perforation 69 getrennt, die eine spätere Auftrennung der zweiteiligen Parkierungs- karten erleichtert. An vorbestimmten Stellen des Randes ist eine Reihe von Stanzlöchern 70 vorgesehen.
Die relative Lage der Löcher .70 zur Schneidlinie SL ist so gewählt, dass der den Rand des Bandes 51 abtastende Fühlkon- takt 58 gerade durch eines der Stanzlöcher 70 hindurch den hinter dem Band 51 angeord neten Erdkontakt berührt, wenn die Vorder- l:ante 68 des Bandes 5.1 mit der Schneidlinie SL zusammenfällt.
Da die längs der Schneid linie SL wirkende Schneidvorrichtung 56 vom Fühlkontakt 5,8 gesteuert wird und dann an spricht, wenn derselbe den Erdkontakt be rührt, also mit einem Stanzloch 70 zusammen fällt, kann durch geeignete Wahl des Abstan des der Stanzlöcher 70 bewirkt werden, dass das in Pfeilrichtung 71 bewegte Band 51 von der Schneidvorrichtung 56 jeweils längs der Linie SL', SL" usw. abgeschnitten wird.
Auch der Registrierstreifen 26 ist, wie Fig. 6b zeigt, am einen Rand mit Stanzlöchern 7 2 versehen, die vom Fühlkontakt 63 abge tastet werden und auf die an Hand von Fig. 4 bereits beschriebene Weise bewirken, dass der Streifen 26 jeweils nach Abdruck des längs der Linie DL3 angeordneten Drucksystems 1,5 tun einen Lochabstand weiterbewegt wird. Da der Registrierstreifen 26 im Druckautomaten verbleibt, sind Schneidvorrichtungen hier nicht vorgesehen.
Der Druckautomat in den oben beschriebe nen Ausführungen kann natürlich sowohl in seinen Teilen wie auch in der Gesamtkon struktion andersartig aufgebaut werden. Bei spielsweise kann der Aufdruck der Uhrzeit mittels einer Stempeluhr erfolgen, die ein zwölf- oder vierundzwanzigteiliges Ziffern blatt und die Stellung von ein oder zwei Zei gern aufzudrucken gestattet. Ferner kann der Druckautomat nach Art mechanischer, elek trischer oder kombinierter Registrierkassen gebaut, oder auch nach den Prinzipien der Selbstwähl-Telephontechnik gestaltet werden.