CH321524A - Verfahren zur Herstellung von rac. Dihydro-nor-lysergsäure - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von rac. Dihydro-nor-lysergsäure

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CH321524A
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dihydro
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Stoll Arthur Dr Prof
Theodor Dr Petrzilka
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Sandoz Ag
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  Verfahren zur Herstellung von     rag.        Dihydro-nor-lysergsäure       Es wurde gefunden, dass man zu     rac.        Di-          hydro-nor-lysergsättre        (II)    gelangt, indem  man das nach Schweizer Patent     Nr.320136          gewonnene        tetrazyklisehe        Benz(ed)indolin-          derivat    (I) der Reduktion, zweckmässig mit  Natrium und Alkohol, unterwirft.  
EMI0001.0012     
    Die     bisher    veröffentlichten Synthesen [F.  C.     LThle    und W.

   A.     Jaeobs,    J.     Org.        Chem.    10,  76     (1.9-15);    A.     Stoll    und     .T.    Rutschmann,     Helv.          Chim.    Acta 33, 67 (1950); A.     Stoll,    J.

   Rutsch  mann und W.     Schlientz,        Helv.        Chim.    Acta 33,  375 (1950)] der     Dihydro-lysergsäure    und  ihrer Derivate besitzen (las gemeinsame Merk  mal, dass der Ring D der     Dihydro-ly        serg-          säure    an das     Naphthostyrilsystem    angebaut  und das so entstandene     tetrazyklische        Naph-          thostyrilderivat,    das alle Atome des     Lyserg-          säuregerüstes    enthält, mit. energischen Mitteln  reduziert wird.

   Demgegenüber hat sich, wie  im Patent Nr. 320136 beschrieben worden ist,       gezeigt,    dass man zu Verbindungen mit dem    Gerüst der     Dihydro-nor-lysergsäure    gelangen  kann, indem man ein     geeignetes        trizyklisches          Naphthostyrilderivat    zuerst zum entsprechen  den     Benz(cd)indolin        reduziert    und an dieses  den Ring D des     Lysergsäuresystems    anbaut.

    Das so gewonnene     tetrazyklische        Benz(ed)-          indolinderiv        at    I enthält ebenfalls alle Atome  des     Lysergsäuregerüstes    und liefert bei der  Reduktion     rac.        Dihydro-nor-lysergsäure.     



  Während die Reduktion     tetrazvklischer          Naphthostyrilderivate    zu     rae.        Dihydro-nor-          lysergsäure    nach A.     Stoll    und J.

   Rutschmann       [Helv.        Chim.    Acta 33, 67 (1950)] nur durch  Natrium in     99 /oigem        n-Butanol    zu erreichen  war, hat sich     überraschenderweise    herausge  stellt, dass das     tetrazyklische        Indolo-chinolin-          derivat    (I) durch Natrium in Äthanol, das  zur Verhinderung der Reduktion der     Äthoxy-          carbonylgruppe    zweckmässig kleine Mengen  Wasser enthält, zur     racemischen        Dihydro-nor-          lysergsäure        (II)

      reduziert werden kann. Die  rohe     rac.        Dihydro-nor-lysergsäure    kann mit  Methylalkohol und trockenem Chlorwasser  stoff in ein Gemisch von     Methylestern    ver  wandelt werden, aus dem durch     Chromato-          graphie    reiner     rac.        Dihydro-nor-lysergsäure.-          methylester    erhalten werden kann, der in allen  Eigenschaften mit dem nach den früheren  Methoden [A. Stop und J. Rutschmann,     Helv.          Chim.    Acta 33, 67 (1950) ] dargestellten über  einstimmt.

        Die nach dem beanspruchten Verfahren  hergestellte     rae.        Dihydro-nor-lysergsäure    dient  als Zwischenprodukt zum     Beispiel    für die  Darstellung von     D,L-Dihydr        o-nor-ly        sergy        1-          glycinamid    nach Schweizer Patent Nr. 302316,  das als     Oxytocicum    therapeutisch zu verwen  den ist.  



       Beispiel     Man versetzt eine siedende Lösung von  1,47 g     4,5-Diliydro-9-äthoxy-carbonyl-indolo-          (4,3-fg)chinolin    in 74     ein?-    Alkohol und  0,37     cm3    Wasser unter energischem Rühren  innert 10 Minuten mit 5,9g Natrium. Die  abgekühlte Lösung wird mit 75     cm3    Wasser  verdünnt und zweimal mit. Benzol ausgeschüt  telt. Die     Benzolextrakte    wäscht, man zweimal  mit wenig W     asser    nach.

   Die vereinigten     wä11-          rigen    Extrakte werden mit Kohlensäure gesät  tigt und mit dem doppelten Volumen Alkohol  verdünnt, wobei die Hauptmenge des N     a-          triumhydrogenearbonats    ausfällt. Nach     Abfil-          trieren    vom ausgefallenen Salz verdampft  man das Filtrat im Vakuum zur Trockne, löst.

    den     Eindampfrückstand    in 30     em3    trockenem       lfethanol,    sättigt bei 0  mit trockenem Chlor  wasserstoff, lässt 1 Stunde bei Zimmertem  peratur stehen und verjagt hierauf die Haupt  menge des Lösungsmittels im     Vakuum    bei einer       Badtemperatur    von 30 . Der dickflüssige       i    Rückstand wird in Chloroform aufgenommen  und unter Eiskühlung mit verdünntem Am  moniak ausgeschüttelt.

   Die getrocknete     Chloro-          formlösung    liefert. 0,87 g rohes     Estergemiseh,     das an einer Säule von 80 g     Aluminiumox.#-d          (Brockmann)        ehromatographiert    wird.    Die ersten, mit reinem Chloroform     eluier-          ten    Fraktionen liefern aus Benzol eine kleine  Menge eines     Kristallisates    vom     Smp.    95-96".

    Die folgenden, ebenfalls mit reinem Chloro  form     eluierten    Fraktionen liefern aus Essig  ester 0,065g Nadeln vom     Smp.        '2200-20211,    die  in der Mischprobe mit reinem     rae.        Dihydro-          nor-lysergsäiire-meth5-lester    keine Depression  des Schmelzpunktes zeigen und mit     dieser          Verbindung    auch in allen übrigen Eigenschaf  ten übereinstimmen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von rae. Di- liy dro-nor-ly sergsätire, dadurch gekennzeieli- net, dass 4,5-Dihydro-9-äthoxy-earbonyl-in- dolo(4,3-fg)ehinolin reduziert wird. UNTERANSPRL CHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass die Reduktion von 4,5 -Dihydro-9-äthoxy-ea rbony 1-indolo (4, 3-fg) - chinolin zur rac. Dihydro-nor-lysergsätire durch Natrium in Äthylalkohol, der 0,51/o Wasser enthält, ausgeführt wird. 2.
    Verfahren nach Patentanspruch und L'nteransprueh 1, dadurch gekennzeichnet, dass die rohe rae. Dihydro-nor-lysergsäure zur Reinigung mit lietlianol und Chlorwasserstoff in ein rohes Methylestergemiseh übergeführt und daraus durch Chromatographie an Alu- miniumoxy d der rac. Dihydr o-nor-lysergsäure- methylester in reinem Zustand isoliert wird.
CH321524D 1953-07-27 1953-07-27 Verfahren zur Herstellung von rac. Dihydro-nor-lysergsäure CH321524A (de)

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