CH281756A - Verfahren zur Herstellung der racemischen Dihydro-nor-lysergsäure. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung der racemischen Dihydro-nor-lysergsäure.

Info

Publication number
CH281756A
CH281756A CH281756DA CH281756A CH 281756 A CH281756 A CH 281756A CH 281756D A CH281756D A CH 281756DA CH 281756 A CH281756 A CH 281756A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
sep
lysergic acid
acid
dihydro
preparation
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Ag Sandoz
Original Assignee
Ag Sandoz
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ag Sandoz filed Critical Ag Sandoz
Publication of CH281756A publication Critical patent/CH281756A/de

Links

Landscapes

  • Pharmaceuticals Containing Other Organic And Inorganic Compounds (AREA)
  • Nitrogen Condensed Heterocyclic Rings (AREA)

Description


  Verfahren zur Herstellung der     racemischen        Dihydro-nor-lysergeäure.       Es wurde gefunden,     da.ss    man zur     raeemi-          aehen        I)ih-,-dro-nor-1.sergsäure    und zu     raeemi-          sehen        I)ihydro-nor-isolysergsäuren    gelangt,    wenn man Verbindungen der allgemeinen For  mel  
EMI0001.0010     
    worin     R,    eine     Alkylgruppe    bedeutet, unter       Verseifung    der     Carbalkoxygruppe    mit Reduk  tionsmitteln behandelt.

   Zu diesem     Zweek    lässt  man auf Verbindungen oben genannter Art       solehe    Reduktionsmittel einwirken,     welehe     einerseits das     y-Pyridon-Ringsystem    (Ring D,  Formel I) des Ausgangsmaterials zum System    des     Piperidins    (Ring D, Formel     II),    ander  seits das     Laetamsystem    des Ringes B (Formel.  I) und die eine Doppelbindung von Ring C  (Formel     1I)    unter Bildung des     Indolsystems     (Ring A, B, Formel     11I)    zu reduzieren ver  mögen.

    
EMI0001.0025     
    Die     naeh    diesem Verfahren entstehenden       isomeren        raeemisehen    Säuren geben im Gegen  satz zum Ausgangsmaterial die für     Lyserg-          säurederivate        tz@pisehe    blaue Keller-Reaktion;    sie können     dureh    geeignete Methoden, wie z. B.       fraktionierte    Kristallisation oder     Chromato-          graphie,    voneinander getrennt und gereinigt  werden.      Man geht zum Beispiel wie folgt vor  Eine Verbindung der Formel I wird,  zweckmässig unter Verwendung eines Lösungs  mittels, mit einem Leichtmetall, z.

   B. amalga  miertem Zink, und Säure behandelt. Dabei  wird das     y-Pyridon-Ringsystem    (Ring D, For  mel I) des Ausgangsmaterials zum     Piperidin-          system    (Ring D, Formel     TI)    reduziert. Wird  dabei die     Estergruppe    des Ringes D verseift, so  kann eine     Veresterung    angeschlossen werden.  



  Nun wird die Verbindung     II    einer weite  ren     Reduktion    unterworfen, beispielsweise  nach     Bouveault-Blanc.    Zu diesem Zweck löst  man die Verbindung     II    in einem nicht ganz  wasserfreien Alkohol, z. B.     n-Butanol,    und be  handelt die Lösung unter eventuellem Erhit  zen mit einem     Alkalimetall,    vorzugsweise Na  trium. In diesem Fall erfolgt die     Verseifung     der     Estergruppe    des Ringes D (Formel     III)     zugleich mit der Reduktion.

   Man erhält so ein  Gemisch von     isomeren,        racemischen    Säuren  der Formel     11I.     



  Das vorliegende Patent betrifft. ein Ver  fahren zur Herstellung der     racemischen        Di-          hydro-nor-lysergsäure,    welches dadurch ge  kennzeichnet ist, dass man eine Verbindung  der Formel  
EMI0002.0022     
    worin R eine     Alkylgruppe    bedeutet, unter       Verseifung    der     Carbalkoxygruppe    einer Re  duktion unterwirft.         Beispiel:     200 g fein     granuliertes    Zink werden mit  einer Lösung von 12 g     Quecksilber-II-Chlorid     in 200     cms    stark verdünnter Salzsäure ge  schüttelt und nach 5 Minuten durch Dekan  tieren von der Lösung abgetrennt.

   Das so  amalgamierte Zink wird zusammen mit 30 g       3'-Amino    -     5,6-benzochinolon        (=1)-    3,7-dicarbon-         säure-lactam-äthylester    in einem mit     Rührer     und     Rückflusskühler    versehenen Gefäss mit  600     cm3    Eisessig übergossen und die Mischung<B>..</B>  zum Sieden erhitzt. Im Verlaufe von etwa  2 Stunden setzt man nun in Portionen ins  gesamt 400     cm3        konz.        Salzsäure    zu und erhitzt  anschliessend noch 3 Stunden.

   Die praktisch  farblose Lösung wird vom überschüssigen ;  Zink     abdekantiert    und im Vakuum einge  dampft. Der zurückbleibende Sirup wird  durch Erhitzen auf 100  im Vakuum möglichst  vollständig von Wasser und     Eisessig    befreit  und dann in 500     cm3    Methanol gelöst. Man     f     versetzt mit der dem bei der Reduktion in  Lösung gegangenen Zink äquivalenten Menge       konz.    Schwefelsäure und lässt mindestens 12  Stunden stehen.

   Dann wird die Lösung von  ausgeschiedenem Zinksulfat.     abfiltriert,    im     f     Vakuum weitgehend eingedampft, der     siru-          pöse    Rückstand in eine Mischung von     konz.     Ammoniak und Eis gegossen und der frei  gesetzte Ester mit     Choroform    ausgeschüttelt.  Die     Chloroformlösung    hinterlässt nach dem ;  Eindampfen das Produkt als fast farbloses  Harz, dessen Menge     2-1    bis 25 g beträgt.  



  30 g des auf diese Weise erhaltenen Zwi  schenproduktes werden in 1000     cm3    99     o/oigem          n-Buta.nol    gelöst und die in einem mit Kühler ;  und     Rührer    versehenen Kolben befindliche  Lösung im Verlaufe von 5 bis 10 Minuten mit  90 g Natrium versetzt. Wenn alles Natrium  reagiert hat, gibt man 500     cm3    Wasser zu und  lässt erkalten. Man verdünnt die     13        \ischung    mit     f     Äther, trennt die wässerige Phase ab und zieht  noch drei- bis viermal mit wenig Wasser aus.

    Die     vereinigten    wässerigen Lösungen sättigt  man mit     Kohlensäuregas,    fällt das gebildete       Natriumbicarbonat    durch     Zusatz    von 2 Liter F  Äthanol und     nutscht    es ab. Das Filtrat wird  zur Trockne eingedampft.

   Aus dem so erhal  tenen Rückstand, welcher neben der     racemi-          schen        Dihydro-nor-lysergsäure    die     racemischen          Dihydro-nor-isolysergsäuren    enthält, isoliert!  man die erstere wie folgt: Den Rückstand  nimmt man in 200     em3    Methanol auf, sättigt  mit     Salzsäuregas    und lässt die Lösung einige  Stunden stehen. Dann dampft. man sie im       Vakuum    ein und schüttelt den durch     Natrium..     < .           carbonatlösung    freigesetzten Ester mit Chloro  form aus.

   Nach dem     Abdestillieren    des Chloro  forms erhält man so etwa 8 g eines Ester  gemisches, das nun durch     Chromatog-raphieren     in seine Bestandteile getrennt wird. Das Ester  gemiscli wird in Benzol gelöst und an einer  Säule von 250 g Aluminiumoxyd     adsorbiert.     Man entwickelt das     Chromatogramm    zuerst  mit Benzol und dann mit Gemischen von Ben  zol mit steigenden Anteilen Chloroform.

   Die       racemischen        Methylester    erscheinen     naehein-          ander    in den fraktionsweise aufgefangenen       Eluaten.        Naell        Auswaschen    des Dihydro-nor-         isolysergsäure(I)-methylesters    mit Benzol er  hält man durch     Eluieren    mit einem Gemisch  von Benzol und 15 bis     2511/o    Chloroform den       Dihydro-nor-lysergsäure-methylester.    Die  Säule enthält nun noch den     Dihydro-nor-isoly-          sergsäure-II-methylester,

      der mit einem Ge  misch von Benzol und 25 bis 50 /o Chloroform  ausgewaschen werden kann.  



  In der folgenden Tabelle sind die Schmelz  punkte und Analysendaten der erfindungs  gemäss gewonnenen     raeemischen        Dihydro-nor-          lysergsäure    und     zweier    Derivate derselben an  gegeben.

    
EMI0003.0023     
  
    Verbindung <SEP> Smp. <SEP> Analysenresultate
<tb>  C <SEP> H <SEP> N
<tb>  D,L-Dihydro-nor-lysergsäuremethylester, <SEP> 204-206  <SEP> Ber. <SEP> 71,08 <SEP> 6,71 <SEP> 10,36
<tb>  C16<B>1-1</B>1<B>8</B> <SEP> 02N9 <SEP> Gef. <SEP> 71,26 <SEP> 6,76 <SEP> 10,26
<tb>  D,L-Dillydro-nor-lysergsäure, <SEP> über <SEP> Ber. <SEP> 70,27 <SEP> 6,29 <SEP> 10,92
<tb>  C15H1602N2 <SEP> 350<B>0</B> <SEP> Gef. <SEP> 69,89 <SEP> 6,47 <SEP> 10,90
<tb>  N-Acetyl-D,L-dihy <SEP> dro-nor-lysergsäure- <SEP> 280-282  <SEP> Ber. <SEP> 69,22 <SEP> 6,45 <SEP> 8,97
<tb>  methylester, <SEP> C1sH2003N2 <SEP> Gef. <SEP> 69,53 <SEP> 6,71 <SEP> 8,92

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Darstellung der racemischen Dihydro-nor-lysergsäure, dadurch gekenn zeichnet, dass man eine Verbindung der all gemeinen Formel EMI0003.0026 worin R eine Alkylgruppe bedeutet, unter Verseifung der Carbalkoxy gruppe einer Re duktion unterwirft. Die bisher unbekannte Dillydro-nor-lyserg- säure kristallisiert aus Wasser in Blättchen vom Smp. über 350 . Sie soll als Zwischen produkt verwendet werden.
    UNTERANSPRUCH: Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man die Reduktion stu fenweise vornimmt.
CH281756D 1949-11-11 1949-11-11 Verfahren zur Herstellung der racemischen Dihydro-nor-lysergsäure. CH281756A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH281756T 1949-11-11

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH281756A true CH281756A (de) 1952-03-31

Family

ID=4483325

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH281756D CH281756A (de) 1949-11-11 1949-11-11 Verfahren zur Herstellung der racemischen Dihydro-nor-lysergsäure.

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH281756A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
CH451186A (de) Verfahren zur Herstellung von N-Mercaptopropionylglycin und dessen Derivaten
DE1793679B2 (de) S-d&#39;-R-r-X-S&#39;-Oxo-cyclopentyl)propionsSuren und deren Allylester
CH281756A (de) Verfahren zur Herstellung der racemischen Dihydro-nor-lysergsäure.
DE837850C (de) Verfahren zur Herstellung von isomeren racemischen Dihydro-nor-lysergsaeuren
CH345016A (de) Verfahren zur Herstellung von p-Oxy-phenylamiden
CH635057A5 (de) Verfahren zur herstellung von tricycloheptan-6-onen.
DE1015790B (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-3-phytyl-1, 4-naphthohydro-chinonderivaten
DE930565C (de) Verfahren zur Herstellung von 1-Phenyl-2-amino-1, 3-propandiolen oder von im Phenylrest substituierten 1-Phenyl-2-amino-1, 3-propandiolen
DE899355C (de) Verfahren zur Herstellung von Pteroinsaeuren
DE1167849B (de) Verfahren zur Herstellung von N&#39;-Isopropyl-N-acylhydraziden
CH287771A (de) Verfahren zur Herstellung einer racemischen Dihydro-nor-lysergsäure.
DE2059296C3 (de) Verfahren zur Herstellung von Estern der 3-Methylflavon-8-carbonsäure mit N-tert-Aminoalkoholen
DE945237C (de) Verfahren zur Herstellung von Pyrrolinonen
AT218531B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen N- (4-Sulfonamidophenyl)-butansultam
AT241707B (de) Verfahren zur Herstellung neuer Oestradiolderivate
AT228189B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen γ-Lactons der 2,3-Dihydroxycyclododecen-(1)-carbonsäure und seiner Salze mit Alkalimetallen
DE1050765B (de) Verfahren zur Herstellung von Testan-3a-ol-ll-on und seinen Estern
DE1196193B (de) Verfahren zur Herstellung von 10beta-Alkyl- oder -Allyl-17beta-hydroxy-19-nor-?-androienen
DE1092003B (de) Stereospezifisches Verfahren zur Herstellung von 1,3-Dihydroxy-2-amino-alkenen-4
DE1010969B (de) Verfahren zur Herstellung von neuen 2-Imidazolonen
CH287770A (de) Verfahren zur Herstellung einer racemischen Dihydro-nor-lysergsäure.
CH282604A (de) Verfahren zur Darstellung eines peptidartigen Derivates der Lysergsäure-Reihe.
CH282600A (de) Verfahren zur Darstellung eines peptidartigen Derivates der Lysergsäure-Reihe.
CH282602A (de) Verfahren zur Darstellung eines peptidartigen Derivates der Lysergsäure-Reihe.
CH321524A (de) Verfahren zur Herstellung von rac. Dihydro-nor-lysergsäure