CH322061A - Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe - Google Patents

Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe

Info

Publication number
CH322061A
CH322061A CH322061DA CH322061A CH 322061 A CH322061 A CH 322061A CH 322061D A CH322061D A CH 322061DA CH 322061 A CH322061 A CH 322061A
Authority
CH
Switzerland
Prior art keywords
water
dependent
polyureas
urea
product
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Robert Dr Neher
Original Assignee
Ciba Geigy
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ciba Geigy filed Critical Ciba Geigy
Publication of CH322061A publication Critical patent/CH322061A/de

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C08ORGANIC MACROMOLECULAR COMPOUNDS; THEIR PREPARATION OR CHEMICAL WORKING-UP; COMPOSITIONS BASED THEREON
    • C08LCOMPOSITIONS OF MACROMOLECULAR COMPOUNDS
    • C08L75/00Compositions of polyureas or polyurethanes; Compositions of derivatives of such polymers
    • C08L75/02Polyureas

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Health & Medical Sciences (AREA)
  • Chemical Kinetics & Catalysis (AREA)
  • Medicinal Chemistry (AREA)
  • Polymers & Plastics (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description


  



  Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von Polyharnstoffen, welche die Gruppierung    [-R-NH-CO-NH-]"    enthalten, worin   R    für einen durch mindestens eine Sulfogruppe substituierten Rest der Formel-Ph-X-Ph-steht und wobei innerhalb der Verbindung jeder beliebige Rest R mit einer weiteren   Harnstoffgruppe    oder einer freien Aminogruppe verbunden ist, sowie ihrer Salze. Dabei bedeutet-Ph-einen gegebenenfalls weiter substituierten Phenylenrest,   X    ein Brückenglied und n eine ganze Zahl grosser als 2. Diese Polyharnstoffe k¯nnen weitere Substituenten tragen, so insbesondere an den Phenylenresten vorzugsweise Me  thylgruppen    oder zusätzliche Sulfogruppen.



  Auch die einzelne Verbindung kann gleiche   oder versehiedene    Reste   R    enthalten.



   Besonders wertvoll sind die Polyharnstoffe mit der oben genannten Gruppierung, worin R einen solchen durch eine Sulfogruppe sub stituierten Rest der Formel Ph-X-Phbedeutet, in welcher-Ph-ein Phenylen (1, 4)-Rest ist, der vorzugsweise keine weiteren Substituenten trägt oder durch eine Methylgruppe substituiert ist, und X für einen niedrigen zweiwertigen Kohlenwasserstoffrest, vor allem die   Gruppen-C-C-,-CH=CH-,      CH2CH2 oder    die Gruppe-NHsteht und n eine ganze Zahl von 3-20 darstellt. Ganz besonders wertvoll sind die in den Beispielen   1,    2 und 6 beschriebenen Polyharnstoffe.



   Die neuen Verbindungen besitzen wertvolle pharmakologische Eigenschaften. So zeigen sie eine ausgeprägte   Anti-Virus-Wirkung.    Sie sollen als Heilmittel, insbesondere bei durch Viren an Menschen und Tieren verursachten Krankheiten, oder als Zwischenprodukte für die Herstellung von Heilmitteln Verwendung finden.



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel    H2N-R-NH2    oder    H2N (R-NHCONH)ll-R-NH2    worin   R    die anfangs gegebene Bedeutung hat und wobei n eine ganze Zahl kleiner als 3 bezeichnet, mit durch Kondensation mit 2 primären Aminogruppen die Harnstoffgruppierung-NH-CO-NH-bildenden Verbindungen behandelt. Demgemäss lässt sich ein Amin der obigen Formel zum Beispiel mit einem Dihalogenid der Kohlensäure, wie Phosgen, vorzugsweise in wässerigem, besonders saurem Medium, gegebenenfalls mter Erhit  zen umsetzen.   



   Je nach der Arbeitsweise erhält man die neuen Verbindungen in Form der freien Sulfonsäuren oder ihre Salze. Letztere lassen sich in üblicher Weise in die freien Säuren verwandeln, während anderseits aus den freien Säuren durch Umsetzung mit Basen wie Me   tallhvdroxyden oder-carbonaten,    z. B.   Alkali-    oder Erdalkalihydroxyden oder Ammoniak, die entsprechenden Salze gewonnen werden.



   Die verfahrensgemäss verwendeten Ausgangsstoffe sind bekannt oder können nach an sich bekannten Methoden gewonnen werden. Anstatt der freien Amine kann man als Ausgangsstoffe auch solche Verbindungen verwenden, die unter den Reaktionsbedingun  yen    wie in die freien Amine übergehen.



   Die Erfindung wird in den nachfolgenden Beispielen beschrieben. Zwisehen Gewiehtsteil und Volumteil besteht die gleiche Beziehung wie zwischen Gramm und Kubikzentimeter.



  Die Temperaturen sind in Celsiusgraden angegeben.



  Beispiel 1
Man leitet in 300 g einer 8,   8 /oigen    wÏs  serigen    Lösung von   4,      4'-Diaminostilben-2,    2'disulfosaurem Natrium bei Raumtemperatur unter Rühren so lange Phosgen ein, bis das   PEX    der Reaktionslösung unter 4, 0 gesunken ist, wobei sich ein Niedersehlag ausscheidet. Man versetzt hierauf mit der 1, 5- bis 1,8fachen Menge Aceton,   nutseht    ab und   wäseht    das Produkt mit 60 /oigem Aceton.

   Zur weiteren Reinigung lässt man die 2%ige Lösung des Produktes gegen Wasser dialysieren, wobei die gewünsehten Anteile im   Dialysierschlauch    zurüekbleiben, oder man lässt die   2"/oigne    Losung durch   8-bis    9fache Menge eines sauren Ionenaustauschers   (Markenprodukt   Amber-    lite JR   120  )    laufen, wobei man ein von anorganischen Salzen befreites Produkt erhält.



  Eine weitere Reinigung lässt sich durch Chromatographie an einem basischen   Ionenaustau-    scher   (  Amberlite    JRA 400¯) wie folgt erzielen :
90 g   Amberlite JRA 400¯(Cl-), entspre  chend 270 Milliäquivalenten, Korngrösse    0, 08 bis 0, 15 mm   (100-170    mesh) werden in wÏs  seriger    Suspension in eine lange und d nne Säule eingefüllt ; Durchmesser 14 mm,   Hoche    157 em, Volumen der ¸Amberlite¯-F llung 192, 5 cm3.

   Naeh Reinigen der Harzsäule mit n-HCl und   ausgekochtem destilliertem Was-    ser wird sie durch Waschen mit 0, 05n-NaOH   (carbonatfrei)    und destilliertem Wasser in die Basenform   übergeführt ; Durehlaufgeschwin-      digkeit    etwa 0, 5   cm3/min.    Hierauf werden 5, 5   g    des vorgereinigten Produktes (entspreehend etwa 30 Milliäquivalenten) in 300 cm3   ausgekochtem,    destilliertem Wasser gelost und auf die Säule gegeben. Man wäscht mit Wasser und 0, 05n-NaOH naeli. Die aktiven Anteile des Produktes   erseheinen    sofort im Eluat, während die Verunreinigungen an der SÏule zurückbleiben.



   Das so erhaltene Produkt entspricht einem Gemisch von Polyharnstoffen mit der Gruppierung
EMI2.1     
 wobei innerhalb der Verbindung jeder Stil  bendisulfosäurerest    mit einer weiteren Harnstoffgruppe oder einer freien Aminogruppe verbunden ist, und stellt ein   rotlichbraunes    Pulver dar mit einem Zersetzungspunkt von über   350 .    Es ist sowohl in Form der freien Säure als auch ihrer Alkalisalze und besonders des Ammoniumsalzes in Wasser gut l¯slich. Die Untersuchung in der   Ultrazentrifuge    zeigt, dass es sich um ein Gemisch   hoehmole-      liularer    Polyharnstoffe dieser Formel handelt, darunter in erster Linie solcher mit einer Sedimentationskonstante S20 von 9, 3 À 10-13, 82 À 10-13 und 290 À 10-13.

   Die im   Elektropho-    reseapparat bestimmte mittlere Diffusionskonstante beträgt 35 À 10-7. Zusammen mit dem spezifischen Volumen   1-V    = 0,   4    lassen sich daraus in bekannter Weise die mittleren Molekulargewichte dieser Polyharnstoffe   berech-      nen,    im vorliegenden Fallzuetwa14000,   124 000    und 440 000. 



  Beispiel 2    vlan lest    20   G'ewichtsteile 4, 4'-Diamino-di-    benzyl-2, 2'-disulfosäure unter Zusatz der be  reehneten Zlenge Isiatronlauge    in   200 Volum-    teilen Wasser,   säuert schwaeli an    und leitet unter Rühren und sukzessiver Zugabe von   30    bis   35    Gewichtsteilen Soda bei schwach saurer Reaktion so lange Phosgen ein, bis kein Aus  gangsmaterial mehr durch    die Kupplungsreaktion nachweisbar ist. Sodann wird stark angesäuert und   abgenutscht    und mit heissem Wasser gewaschen.

   Nach Trocknen und Pulverisieren erhält man den Polyharnstoff mit der Gruppierung
EMI3.1     
 wobei innerhalb der Verbindung jeder Diben  zyldisulfosäurerest    mit einer weiteren Harnstoffgruppe oder einer freien Aminogruppe verbunden ist, in Form eines hellbraunen Produktes mit einem Zersetzungspunkt von über   325 .    Es ist als Ammoniumsalz in Wasser gut l¯slich.



  Beispiel 3
Man löst 16 g   4,      4'-Diamino-dibenzyl-2, 2'-    disulfosäure und 58   g krist. Natriumacetat    in   340    cm3 Wasser unter Erwärmen und kühlt wieder auf Raumtemperatur ab, PH etwa 6, 5.



  Dann wird unter gutem Rühren oder Vibrieren langsam Phosgen eingeleitet, wobei ein gelbes Produkt ausfällt. Nach zwei Stunden ist das   pl,    auf etwa 3 gesunken ; es wird nun mit wenig konz. HCl auf pH 1 gestellt, über Nacht auf 0  gekühlt, dann der Niedersehlag abzen  trifugiert,    mit wenig Wasser gewaschen und auf einem Tonteller bei   80     getrocknet. Das so erhaltene, in Wasser lösliche und durch Dialyse von anorganischen Salzen befreite Produkt entspricht einem Gemisch von Polyharnstoffen mit der Gruppierung
EMI3.2     
 wobei innerhalb der Verbindung jeder Diben  zyldisulfosäurerest    mit einer weiteren Harnstoffgruppe oder einer freien Aminogruppe verbunden ist.

   Es besitzt einen   Zersetzungs-    punkt von über   325 .    Aus Messungen in der   Ultrazentrifuge (Sso = 24-10-", 320-10-"),    der mittleren Diffusionskonstante von   D      =    40 und dem spez. Volumen 1-V?=0, 35 ergibt sich, dass im Gemisch hauptsächlich Polyharnstoffe mit den mittleren   Molekular-    gewichten von etwa 33 000 und 460 000 vorliegen.



  Beispiel 4
Man lost 5   Gewichtsteile 4, 4'-Diamino-      tolan-2, 2'-disulfosäure    in   100    Volumteilen Wasser unter Zusatz der berechneten Menge 2n-NaOH. In die neutrale Lösung wird langsam Phosgen eingeleitet unter Zugabe von etwa 1.   0 Gewiehtsteilen    Soda, so dass die Reaktion stets schwach sauer bleibt, wobei sich ein schlammiger roter Niederschlag abscheidet.



  Sobald alles Ausgangsmaterial verbraucht ist, wird mit Aceton versetzt und die Fällung ab  genutscht.    Nach Trocknen und Pulverisieren erhält man den Polyharnstoff mit der Gruppierung. 
EMI4.1     
 wobei innerhalb der Verbindung jeder Tolandisulfosäurerest mit einer weiteren Harnstoffgruppe oder einer freien Aminogruppe verbunden ist, als rötliches Produkt mit einem Zersetzungspunkt von über   300 .    Sein Ammoniumsalz ist in Wasser leicht   loslich.   



  Beispiel   5   
Man löst 11 g 4, 4'-Diamino-tolan-2, 2'-disulfosäure in 150 cm3 Wasser unter Zusatz der berechneten Menge 2n-NaOH. Nach Zugabe von 21 g krist. Natriumacetat in 80   cm3    Wasser wird unter starkem Rühren oder Vibrieren langsam Phosgen eingeleitet, bis das   pg    der Losung von anfänglich 6, 5-7 auf unter 2 gesunken ist. Die stark viskose, rotbraune Flüssigkeit wird sodann mit   100      em3    Wasser verdünnt und unter starkem Rühren mit 350   em3    Aceton versetzt, worauf die Fällung abzentrifugiert und bei 80  getroeknet wird.



  Das so erhaltene Produkt entspricht einem Gemisch von Polyharnstoffen mit der Gruppierung
EMI4.2     
 wobei innerhalb der Verbindung jeder Tolandisulfosäurerest mit einer weiteren   Harnstoff-    gruppe oder einer freien Aminogruppe verbunden ist. Es ist ein ockerfarbiges Pulver mit einem Zersetzungspunkt von über   300 .    Sein Ammoniumsalz ist in Wasser leicht löslich.



  Die wie in Beispiel 1 und 2 durchgeführten Messungen zeigen ein mittleres   Molekular-    gewicht von etwa 150 000 an.



  Beispiel 6    40    g 4,   4'-Diamino-diphenylamin-2-sulfosau-    res Natrium werden in 500   cm3    Wasser gelost. Dann wird Phosgen eingeleitet, wobei man die Reaktion unter Zugabe von Soda schwach sauer bis neutral hält. Wenn mit Hilfe der Kupplungsreaktion kein Ausgangsmaterial mehr nachweisbar ist, wird schwach sauer   abgenutscht    und mit heissem Wasser nachgewaschen. Das durch Dialyse von anorganisehen Salzen befreite Produkt entspricht einem Gemisch von Polyharnstoffen mit der Gruppierung
EMI4.3     
 wobei innerhalb der Verbindung jeder Diphenylaminsulfosäurerest mit einer weiteren   Harnstoffgruppe    oder einer freien Aminogruppe verbunden ist.

   Das trockene, graue Produkt besitzt einen Zersetzungspunkt von etwa   280 .    Im Gegensatz zur freien Säure ist das Ammoniumsalz in Wasser leicht löslich.



  Die   Molekulargewichtsmessungen    zeigen ein mittleres Molekulargewicht von etwa 20 000 bis 80 000 an. 



  Beispiel 7    25 Gewichtsteile 4, 4'-Diamino-diphenylsul-    iid-2, 2'-disulfosÏure werden in 250 Volumteilen Wasser unter Zusatz der berechneten Menge Natronlauge neutral gelost. In diese Losung leitet man Phosgen ein, bis sie stark sauer geworden ist, filtriert von Ungelöstem und versetzt mit einer etwa 2fachen Menge Aceton, wobei sich ein öliges Produkt abscheidet, das nach weiterer Behandlung mit Aceton   fest wird.

   Naeh Abnmtsehen, Troeknen    und Pulverisieren erhält man den Polyharnstoff mit der Gruppierung
EMI5.1     
 wobei innerhalb der Verbindung jeder Diphe  nylsulfiddisulfosäurerest    mit einer weiteren   Harnstoffgruppe    oder einer freien Aminogruppe verbunden ist, als nahezu farbloses Pulver mit einem Zersetzungspunkt von über   300 .    Er ist sowohl als freie Säure als auch als   Alkali-und    besonders Ammoniumsalz gut in Wasser l¯slich.



  Beispiel 8    25 g-4, -'-Diamino-diphenylsulfid-2,    2'-disulfosÏure werden in 250 cm3 Wasser unter Zusatz der berechneten Menge 2n-NaOH neutral gelost. Nach Versetzen mit 60 g krist.



     Natriumaeetat    in 140 cm3 Wasser leitet man in die Losung unter starkem Rühren langsam Phosgen ein, bis das   Reaktionsgemiseh    ein pH von wenigstens   2    aufweist. Nach Versetzen und gutem Durchmischen mit der dreifachen Menge Aceton wird das ausgefallene Produkt   abgenntscht,    mit wenig 70 /oigem Aceton gewaschen und bei 80  getrocknet. Das Produkt, welches ein nahezu farbloses Pulver ist und einen Zersetzungspunkt von über   300     besitzt, entspricht einem Gemisch von Polyharnstoffen mit der Gruppierung
EMI5.2     
 wobei innerhalb der Verbindung jeder DiphenylsulfiddisulfosÏurerest mit einer weiteren   Ilarnstoffgruppe    oder einer freien Aminogruppe verbunden ist.

   Es ist als Ammonium  salez    in Wasser leicht   loslich.    Die Bestimmung   : ter Sedimentationskonstanten, der Diffusions-    konstante und des spezifisehen Volumens lassen auf das hauptsächliche Vorhandensein von Polyharnstoffen mit den mittleren   Molekular-    gewichten von etwa   10 000, 117 000    und 980 000 schliessen.



   Beispiel 9 10 g Bis-4, 4-(4'amino-stilben-2,2'-disulfosÏure)-harnstoff der Formel
EMI5.3     
 werden in 150 cm3 Wasser unter Zusatz der berechneten Menge 2n-NaOH neutral gelost.



  Man leitet dann bei Raumtemperatur langsam so lange unter Rühren Phosgen ein, bis das   pn    der Reaktionslösung unter 2 gesunken ist, wobei sich ein   Niedersehlag    ausscheidet. Man versetzt mit der 1, 5fachen Menge Aceton,   nutseht    ab, wäseht das Produkt mit 60%igem  Aceton und befreit es durch Dialyse von anorganischen Salzen. Das so gewonnene Produkt entspricht dem in Beispiel 1 erhaltenen.



  Der zur Gewinnung dieses Polyharnstoffes be  nötigte    Mono-Harnstoff wird wie folgt hergestellt :
10 g 4-Amino-4'-nitro-stilben-2, 2'-disulfosaure werden in 150 cm3 Wasser unter Zusatz von Soda neutral gelost. Man leitet in diese Lösung so lange Phosgen ein, bis das PH unter 5 gesunken ist, lässt dann einige Zeit stehen und   nutscht    das Produkt ab und wäscht es mit Wasser nach. Der so erhaltene,   rötlich    ge  färbte    Harnstoff der Formel
EMI6.1     
 wird sodann in bekannter Weise in ammoniakalischer Lösung mit Schwefelwasserstoff in der Siedehitze reduziert, wobei man den ziemlieh gut wasserlöslichen Harnstoff der Formel
EMI6.2     
 als rötlichgelbes Pulver, das sich am Licht rotbraun färbt, erhält.



   Beispiel 10
20 g 2,   7-Diamino-dibenzothiophen-dioxyd-    3,   6-disulfosäure    werden in 300   em3    Wasser unter Zusatz der berechneten Menge 2n-NaOH : gelöst und mit 55 g krist. Natriumacetat in 150   cm3    Wasser versetzt. Unter starkem R hren oder Vibrieren leitet man bei 20  langsam Phosgen ein, bis das PH der Reaktionslösung kleiner als 2 geworden ist.

   Dann wird mit 150 g Natriumchlorid   ausgesalzt,    das ausgefallene Produkt in 150 cm3 Wasser   aufge-    schlamm,   abgenutscht,    von restlichen anorganischen Salzen durch Dialyse getrennt und bei 80    getroeknet.    Das gelblich gefärbte Produkt entspricht einem Gemisch von Polyharnstoffen mit der Gruppierung
EMI6.3     
 wobei innerhalb der Verbindung jeder Di  benzothiophendioxyddisulfosäurerest    mit einer weiteren Harnstoffgruppe oder einer freien Aminogruppe verbunden ist. Es ist als Ammoniumsalz in Wasser leicht löslich.



   Die Diffusionskonstante betrÏgt D    =      fil    das spez. Volumen   1VQ      =    0, 4, die   Sedimentationskonstante    76,   10-13    ; das mittlere Molekulargewicht lässt sich daraus zu etwa 80 000 ermitteln.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe mit mehr als 2 Harnstoffgruppierungen, dadurch gekennzeichnet, dass man Verbindungen der Formel HsN-R-NHz oder H2N (R-NHCONH)n-R-NH2 worin R für einen durch mindestens eine Sulfogruppe substituierten Rest der Formel -Ph-Y-Ph-steht, wobei-Ph-einen gegebenenfalls weiter substituierten Phenylen- rest und X ein Brückenglied darstellt, und n eine ganze Zahl kleiner als 3 bezeichnet, mit durch Kondensation mit 2 primären Aminogruppen die Harnstoffgruppierung -NH-CO-NH- bildenden Verbindungen behandelt.
    UNTEBANSPBÜCHE 1. Verfahren nach Patentanspruch, dadurch gekennzeichnet, dass man als durch Kondensation mit 2 primären Aminogruppen die Harnstoffgruppierung-NH-CO-NH- bildende Verbindung ein Dihalogenid der Kohlensäure verwendet.
    2. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man Phosgen verwendet.
    3. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüehenl und 2, dadurch ge kennzeiehnet, dass man die Reaktion in wäs serigem, saurem Medium durchführt.
    4. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man 4, 4'-DiaminQstilben- 2, 2'-disulfosaure als Ausgangsstoff verwendet.
    5. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüehen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass man 4, 4'-Diamino-dibenzyl-2, 2'disulfosäure als Ausgangsstoff verwendet.
    6. Verfahren nach Patentanspruch und den Unteransprüehen 1 bis 3, dadurch ge kennzeiehnet, dass man 4, 4'-Diamino-diphe nylamin-2-sulfosäure als Ausgangsstoff verwendet.
CH322061D 1954-07-13 1953-08-27 Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe CH322061A (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH322061T 1954-07-13

Publications (1)

Publication Number Publication Date
CH322061A true CH322061A (de) 1957-05-31

Family

ID=4498623

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
CH322061D CH322061A (de) 1954-07-13 1953-08-27 Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe

Country Status (1)

Country Link
CH (1) CH322061A (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE506282C (de) Verfahren zur Darstellung hochalkylierter Guanidine
CH322061A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe
DE863057C (de) Verfahren zur Herstellung wasserloeslicher Kondensationsprodukte
CH321331A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Triazinverbindungen
DE607535C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfonsaeuren der Diaminodiphenylreihe
DE562897C (de) Verfahren zur Herstellung von Derivaten der Benzol-, Naphthalin- und Acenaphthenreihen
DE910653C (de) Verfahren zur Herstellung eines neuen Bleichmittels der Stilbenreihe
CH330018A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe
AT254200B (de) Verfahren zur Herstellung von disubstituierten Piperazinverbindungen
AT160314B (de) Verfahren zur Herstellung von Azoverbindungen.
CH215328A (de) Verfahren zur Herstellung eines Harnstoffderivates.
DE1793428A1 (de) Neue Thiosulfatverbindungen und Verfahren zu deren Herstellung
CH329274A (de) Verfahren zur Herstellung neuer Polyharnstoffe
DE820895C (de) Verfahren zur Herstellung von Biguanidderivaten
DE581436C (de) Verfahren zur Darstellung von 2-(3'-Oxynaphthyl-2')-4-oxy-6,7-benzopseudoaziminobenzolen
CH210964A (de) Verfahren zur Darstellung eines Harnstoffderivates.
DE874309C (de) Verfahren zur Herstellung von Sulfaminsaeuren und deren Salzen
AT134999B (de)
AT225196B (de) Verfahren zur Herstellung des neuen 2,4-Diamino-1-p-chlorphenyl-6,6-3'-methylpentamethylen-1,6-dihydro-s-triazins und seiner Säureadditionssalze
DE937471C (de) Verfahren zur Herstellung neuer quaternaerer Ammoniumsalze
AT112642B (de) Verfahren zur Herstellung von Metallglutinaten.
DE962609C (de) Verfahren zur Herstellung neuer Pyrimidinabkoemmlinge
DE666467C (de) Verfahren zur Herstellung von Verbindungen von Azoproteinen mit Schwermetallen
CH339922A (de) Verfahren zur Herstellung von neuen bis-Sulfonylharnstoffen
DE1046309B (de) Verfahren zur Herstellung von hochmolekularen Polyharnstoffen