CH322242A - Verfahren zur Herstellung von ungesättigten 3-Tertiäramino-steroiden - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von ungesättigten 3-Tertiäramino-steroiden

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CH322242A
CH322242A CH322242DA CH322242A CH 322242 A CH322242 A CH 322242A CH 322242D A CH322242D A CH 322242DA CH 322242 A CH322242 A CH 322242A
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Edwin Herr Milton
William Heyl Frederick
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Upjohn Co
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Description


  <B>Verfahren zur</B>     Herstellung   <B>von ungesättigten</B>     3.Tertiäramino.steroiden       Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren     zur        Herstellung    von     ungesättigten          3-Tertiäramino-steroiden    mit vom     C-Atom    3       ausgehender    Doppelbindung,     welches    dadurch  gekennzeichnet ist, dass man     3-Keto-steroide     mit     sekundären    Aminen     umsetzt.     



  Die erfindungsgemäss erhältlichen     Ste-          roidenaminverbinditngen    enthalten eine     Vinyl-          amingruppe    im Ring A des       Steroidkernes,   
EMI0001.0018  
   wobei sowohl die     Amingruppe     als auch die     Doppelbindung    an das Kohlen  stoffatom 3 gebunden sind.

   Das     erfindun@gs-          gemässe    Verfahren kann zum     Beispiel    zur  Blockierung der     3-Ketogruppe        _    von     3-Keto-          steroiden    angewendet werden, da die Regene  ration der     Ketogruppe    durch einfache Behand  lung mit. einer Säure leicht und mit hoher  Ausbeute erfolgt.  



  Die     Ausgangsstoffe    können neben der       Ketogruppe    in     3-Stellung    des     Steroidskernes     noch weitere     Substituenten,    wie z. B.     Keto-,          Oxy-,        Aeyloxy-,        Carbalkoxygruppen    usw., tra  gen, die sich an einem oder mehreren der       Kohlenstoffatome    des Kernes, z. B. in Stellung  7, 11, 12, 17 oder andern     Stellungen    befinden  können. Ausserdem kann der Kern Doppel  bindungen aufweisen.

   Diese     Doppelbindungen     können isoliert     oder    konjugiert sein und kön  nen auch mit dem     Carbonylsauerstoffatom    in       3-Stellung    konjugiert     sein.    Wenn eine 4(5)-    Doppelbindung vorhanden ist,     (d4-3=Keto-          steroide),    so verschiebt     sich    die     4(5)-Doppel-          bindung    während der     Reaktion    in     die        5(6)

  -          Stellung.    Die     Ausgangsstoffe    können in 17  Stellung des Kernes zum Beispiel auch natür  liche     Seitenketten    tragen, wie sie etwa in     clen          Sterinen,    Gallensäuren und     Pregnanen    vor  kommen oder auch durch     Substitution    oder  Abbau umgewandelte     Seitenketten    dieser Art.  



  Beispiele für gemäss dem Verfahren der  Erfindung zu     verwendende        Keto-steroide        sind          Cholestanon,        Cholestenon,        Stigmastadienon,          Coprostanon,        Cholestan3,6-dion,        4,7,22-Ergo-          etatrien-3-on,        Gallensäuren        und,    ihre Ester,  wie z.

   B.     Dehydrocholsäureester,        Dehyd'rod-es-          oxycholsäureester,        3-Keto-cholansäureester,        3-          Keto-cholensäureester,        3-Keto-pregnane,    wie  Progesteron,     17a-Oxy-progesteron,        11-Keto-          progesteron,        Pregnan-    3,20 -     dfon,        Pregnan-          3,11,20-trion,        11a-Oxy-progesteron,        11ss-Oxy-          progesteron,

          11a-Acyloxy-progesteron,        Corti-          son,        21-Acyloxy-17a-oxy-pregnan-3,11,20-trion,          3-Keto-andr        ostane,    wie     Androstan-3,17-dion,          4-Androsten-3,17-dion,        Testosteron,-17-1Vlethyl-          testosteron,        16-Androsten        3-on,        17-Acyloxy-          and'rostan-3-on,        Androstan-17-ol-3-on    und der  gleichen.  



  Die     Mischung    der     3-K,to-steroid-e    mit den  sekundären Aminen erfolgt     vorzugsweise    durch  Erhitzen der Reaktionsteilnehmer in einem       organischen    Lösungsmittel unter fortlaufender           Entfernung        des    bei der Reaktion entstehenden  Wassers. Das Wasser kann durch     azeotrope     Destillation oder mittels einer basischen anor  ganischen Wasser bindenden Verbindung, wie       Kaliumkarbonat.,        Calzium-    oder     Bariumoxyd     und dergleichen, entfernt werden.

   Die Bil  dung der     En.amine    erfolgt bei Temperaturen       zwischen    etwa 25 und etwa 150  C, vorzugs  weise zwischen 40 und 110  C,     zweckmässig     bei der     Rückfhiss,temperatur        des    Reaktions  gemisches,

   doch stets     unterhalb    der     Zer-          setzungstemperatur    des     Enamins.    Die Reak  tionszeit variiert je nach der Reaktionsfähig  keit des     Amins    und der     Reaktionstemperatur.     Gewöhnlich     ist    im bevorzugten     Temperatur-          bereicheine        Reaktionszeit    von 30 Minuten bis  zu 20     Stunden    vorteilhaft.

   Die     bevorzugte     Menge des sekundären Amins ist 4     1AIol    Amin  pro     Mol        Steroid;    doch kann man auch mit  Mengen von etwa 1-20     Mol    Amin     oder    mehr  arbeiten. Als Lösungsmittel eignen sich     Di-          äthyläther,        Tetrahydrofuran,    ein     Überschuss     des Amins, Benzol,     Xylol,        Toluol,        Pentan.,          Ifexylamin    und dergleichen.  



  Zur Unterstützung der Reaktion und Er  höhung der Ausbeute kann man einen sauren       Katalysator,    wie     p-Tol'uolsulfosäure,        Naphtha-          linsulfosäure,    Schwefelsäure und dergleichen,       zusetzen,    wobei gewöhnlich     p-Toluolsulfosäure     bevorzugt wird. Manchmal,     besonders    wenn  das Amin schwer reagiert, kann man unter       Druck    in einer Bombe arbeiten.

      Die erhaltenen     Enamine    sind in der Regel       feste,    kristalline Stoffe, die in     Methylen-          ehlorid,        Chloroform    und dergleichen löslich  sind, während sie in Methanol, Aceton,     Di-          äthyläther    und dergleichen mässig löslich und  in     Wasser        unlöslich    sind. Sie bilden mit Säu  ren     kristalline    Salze von unbekannter Struk  tur, aus denen das     Enamin    durch milde Be-         handlung    mit einer organischen Base zurück  gewonnen werden kann.  



  Beispiele für sekundäre Amine, die sieh  beim Verfahren der Erfindung verwenden       lassen,        sind.:        Dialkylamine,    wie     Diäthylamin,          Dipropylamin,        Dibutyl@amin,        Dihexylamin.        Di-          octylamin    und     Didodecylamin;        Cyeloalkyl-          amine,    wie     Dicyclohexylamin    und dergleichen;

         eyclische    Amine, wie     Piperidin,        Pyrrolidin,          Tetrahydrochinolin,        Oxazolidin        (Tetrahydro-          oxazol),        Morpholin    und     dergleichen;        Aralkyl-          alkyla.mine,    wie     N-Methyl-benzylamin,        N-          Äthyl-benzylamin        Lind    dergleichen; substi  tuierte     Dialkylamine,    wie     Diäthanolamin    und  dergleichen;

       Arylaikylamine,        wie-        N-Methyl-          anilin,        N-Methyl-t.oluidin,        N-Methyl-anisidin     und dergleichen.. Das bevorzugte sekundäre  Amin ist in der     Regel        Pyrrolidin.     



  <I>Beispiel 1</I>  Eine Lösung von 7,69 g (0,02     Mol)        4-CholL          esten-3-on    und, 6,52     cm3    (0,08     Mol.)        Pyrrolid'in     in 100     cm3    Benzol wird in einen Kolben ge  bracht, der mit einem     Rüekflusskühler    und  einem     Wasserfänger        ausgerüstet    ist, durch den  die kondensierten Dämpfe hindurchgehen müs  sen, bevor sie in den Kolben     zurückgelangen.     Man kocht 4 Stunden kräftig am     R.ückfluss,

       nach welcher Zeit die theoretische Menge Was  ser     aufgefangen    ist. Die Lösung wird dann  unter vermindertem Druck zur     Trockne    ver  dampft und der gelbe     kristalline        Rüekstand     mit kaltem Aceton verrieben.

   Man erhält 7,13 g       (791/o)        3-(N-Pyrrolidyl)-3,5-cholesta.dien    vom  Schmelzpunkt 135-138  C (unter     Zersetzung).     Nach dem     Umkristall.isieren    aus     Methjen-          chlorid-Methanolmischung    steigt der     Schmelz-          punkt    auf 138-140  C (unter Zersetzung) ;  (a)<B>25</B> -110  (Chloroform).  



  Analyse: berechnet für     C3iI-151N:    N 3,20      !o     gefunden: N 3,25     Klo         Das Produkt hat die Formel:  
EMI0003.0001     
    <I>Beispiel 2</I>  Eine Lösung von 8,22 g (0,02     Mol)        Stig-          mastadienon    und 6,52     em3    (0,08     Mol)        Pyrroli-          din    in 100     cm3    Benzol wird in einem gleichen  Kolben wie im     Beispiel    1 während einer  Stunde kräftig am     Rüekfluss    erhitzt.

   Nach die  ser Zeit     ist    die     theoretische        Wassermenge    im       Wasserfänger    aufgefangen.     1\Tun    verdampft  man unter vermindertem Druck     zur    Trockne,  verreibt den kristallinen Rückstand mit kaltem  Methanol und filtriert.

   Die     Ausbeute    an 3-(N  Pyrrolidyl,)-3,5,22-     stigmastatrien    beträgt 8,72 g       (94        %),        Schmelzpunkt        149-151         C        (unter          Zersetzung).    Nach U     mkrist.allisieren    aus     Me-          thylenehlorid-Äthylaeetat    steigt der Schmelz  punkt auf 153-150  C (unter Zersetzung) ;  (a) 21 =-121  (Chloroform).  



  Analyse:  berechnet für     C33H53N:     C 85,45; H 11,52; N 3,02     1/o     gefunden: C 85,56; H 11,52; N 3,07 0/0    <I>Beispiel 3</I>  In einen gleichen Kolben wie im Beispiel 1.  gibt man eine Lösung von 8,79 g     Cholestan-          3-on        und    6,7     cm3        Pyrrolidin    in 100     cm3    Benzol  und kocht 81/2     Studen    kräftig am     R.üekfluss.     Nach dieser Zeit     ist    die theoretische     Wasser-          menge    aufgefangen.

   Die     Lösung    wird unter  vermindertem Druck zur Trockne verdampft  und der gelbe kristalline Rückstand mit kal  tem Aceton verrieben     und,    filtriert. Die Aus  beute an     3-(N-Pyrrolid'yl)-2(oder        3)-Cholesten     beträgt 9,53 g, Schmelzpunkt 98-110  C (unter       Zersetzung).    Die Doppelbindung liegt,     ent:     weder zwischen den     Kohl.enstoffatomen    2 und    3 oder 3 und 4; es     wurde    nicht abgeklärt,  welche     dieser        beiden:    Möglichkeiten zutrifft.

    Nach     Umkristallisieren    aus     Methylenchlorid-          Methanol        steigt    der     Schmelzpunkt    auf 105 his  110  C     (unter    Zersetzung),     (a)"    =     +    45   (Chloroform,).

           Analyse:        berechnet        für        C311I53N:        N        3,19        %          gefunden:

          N        3,20        %       <I>Beispiel 4</I>  In einen gleichen     Reaktionskolben    wie im  Beispiel 1 gibt man eine     Lösung    von 3,15     g     (0,01     Mol)        Progesteron    und 3,34     em3     (0,04     Mol)        Pyrrolidin    in 50     cm3    Benzol und  erhitzt eine Stunde unter Rühren am Rück  fluss.

   Dann gibt man 30 mg     p-Toluolsulfo-          säure    zu und kocht weitere 30 Minuten am       Riickfluss,    wonach die theoretische Menge  -Wasser (0,18     cm3)    aufgefangen ist. Die Lö  sung wird dann unter     vermindertem    Druck  zur Trockne verdampft, der gelbe     kristalline     Rückstand mit 20     cm3    Methanol verrieben,  eine Stunde auf 4  C gekühlt, filtriert.,     mit     20     cms    kaltem Methanol     gewaschen        und    ge  trocknet.

   Die Ausbeute an     3-(N-Pyrrolidyl)-          3,5-pregnadien-20-on    beträgt 3,57 g (97 0/0);  Schmelzpunkt 160-173  C     (-unter    Zersetzung).  Eine     kleine,    zur Analyse .aus Äther umkristal  lisierte Probe schmilzt bei<B>170-1750</B> C (unter       Zersetzung)    ;     (a)D    = - 22  (Chloroform).

      Analyse:  berechnet für     C27H370N     C 81,69; H 10,15; N 3,810/0       gefunden:        C        81,96;        H        10,39;        N        3,83        %              peäspiel   <I>5</I>  Eine     Lösung    von 3,30 g (0,01     Mol)        1.1u-          Oxy-progesteron    [hergestellt nach     Peterson     und     Murray    J.

   Am.     Chem.        Soe.,        7.1,    1872  (1952)] und 3,34     eM3    (0,04 Mal)     Pyrrolidin     in 50     eM3    Benzol wird in einem gleich aus  gestatteten Kolben wie im Beispiel 1 zwei  Stunden kräftig am     R.ückfluss    zum Sieden er  hitzt,     wonaeh    die theoretische     Wassermenge     (0,18     em3)        aufgefangen    ist.

   Die Lösung wird  dann unter vermindertem Druck zur Trockne  verdampft, der gelbe feste     Rückstand    mit  20     eM3    Methanol verrieben, 1 Stunde auf 4  C  gekühlt, filtriert, mit 20     em3    kaltem     11Tethanol     gewaschen und getrocknet.

   Die Ausbeute an  3-     (N-Pyrrolidyl)        -3,5-pregnad'ien-11        a        -oll    -     20-on          beträgt        3,31        g        (86%);        Schmelzpunkt        145        bis     152 C (unter Zersetzung); (a) 24 =-126   (Chloroform).  



       Analyse:     berechnet für     C25H3702N:          C        78,29;.        H        9,73;        N        3,91%          gefunden:        C        78,10;        H        9,75;

          N        3,93        %       <I>Beispiel 6</I>  Arbeitet. man wie im Beispiel 1 und kocht  5 Stunden am     Rückfluss,    so erhält man aus       llf-0xy-progesteron        und        Pyrrolidin    das     3-(N-          Pyrrolidyl)-3,5-pregnadien-llss-0l-20-on    in       74%iger        Ausbeute;        Schmelzpunkt        175        bis     185  C.  



       Analyse:        berechnet        für        C25II3702N    :     N        3,91%     gefunden: N 3,97 0/0    <I>Beispiel 7</I>  Arbeitet man wie im Beispiel 5     und    kocht  4 Stunden am     R.üekfluss,    so erhält man aus       11-Keto-progeteron    durch Umsetzung mit       Pyrrolidin    das     3-(N-Pyrrolidyl)-3,5-preg-          nad'ien-11.,20-dion.    Die Ausbeute     ist    quanti  tativ;     Schmelzpunkt:    180-185  C (unter Zer  setzung).  



       Analyse    : berechnet für     C25H3502N    : N 3,67 0/0  gefunden: N     3,6802!0       <I>Beispiel 8</I>  Eine Lösung von 3,12 g (0,01     Mol)    3,     7,12-          Triketo-eholansäuremethylester        und    3,44     eM3       (0,04     ZVlot)        Pyrroliclin    in 50     cm3        Eenzol    wird  in einer gleichen Apparatur wie im Beispiel 1  während 4 Stunden unter     kräftigem    Sieden  am     Rückfluss    erhitzt.,

   wonach die theoretische  Menge     Wasser    aufgefangen war. Die Lösung  wird dann unter     vermindertem    Druck zur  Trockne verdampft, getrocknet     und    aus einer       Methylenchlorid-Metlianol-Mischung    umkri  stallisiert.. Die Ausbeute an     3-(N-pyrroliclyl)-          7,12-diketo-2(oder        3)-cholensäuremethylester     vom     Sehmelzpunkt    165  C     (unter        Zersetzung)          beträgt        86        %.     



       Analyse:          berechnet    für     C29H430.iN:     C 74,17; H 9,22; N 2,98 0/0       gefunden:        C        73,91;        H        9,05;        N        2,74%            Beispiel   <I>9</I>  Eine Lösung von 1,21 g (0,004     M01)    11a  Oxy-4-androsten-3,17     -dion        [Peterson    und       Murray,    J.

   Am.     Chem.        Soc.,    74,<B>1872</B> (1952)'  und 1,34     cm3        Pyrrolidin    in 25     cm3        Benzol     wird in einem wie im     Beispiel    1 ausgerüsteten  Kolben unter Rühren 4     Stunden    kräftig am       Rückfluss    gekocht..

   Nach dieser Zeit ist die       theoretische    Menge Wasser     aufgefangen.    Die       Lösung    wird dann unter vermindertem Druck  zur Trockne verdampft     lind    der     Rückstand    in  1.0     em3    Äther gelöst. Nach dem Kühlen findet       Kristallisation    statt.. Man filtriert, wäscht mit  kaltem Äther und trocknet. Die Ausbeute an       3-(1%TPyrrolidyl)-3,5-androstadzen-lla-ol-17-on     beträgt 0,81 g; Schmelzpunkt 140-147  C  (unter Zersetzung).

   Zur     Analyse    wird eine  Probe     aus    Äther     umkristallisiert;        Sehmelz-          punkt    161-166  C (unter Zersetzung) ;       (u)D    =-165      (Pyridin).       Analyse  berechnet für     C23H3302N:     C 77,69; H 9,36;

   N 3,94 0/e       gefunden:        C        77,68;        H        9,15;        N        4,00        %            Beispiel   <I>10</I>  Eine     Lösung    von 1,50 g     Adrenosteron    und  1,67     em3        Pyrrolidin    in 30     em3    Benzol wird  in einem wie im Beispiel 1     ausgerüsteten    Kol  ben unter Rühren eine Stunde am     Rückfluss         gekocht,

   worauf man 10 mg     p-Toluo1s211fo-          säure        zusetzt.    Nach einer weiteren Munde  kochen     ist    die theoretische     Wassermenge    auf  gefangen und man verdampft die Mischung  unter vermindertem Druck zur Trockne. plan  erhält 1,75 g rohes, gelbes,     kristallines        3-(N-          1'yrrolidyl)-3,5-androstadien-11,17-dion.    Eine  kleine, zur Analyse aus Äther     umkristalli-          sierte    Probe schmilzt bei     l.73-178     C (unter       Zersetzung);

          (a        )=-60         D        (Pyridin).     



  Analyse:       berechnet.        für        C23H310.N:        C        78,11;H        8,84%          gefunden:    C 78,24;

       118,720/0       <I>Beispiel 11</I>  Eine Lösung von 3,02     g    (0,01     Mol)        Methyl-          testosteron    und 3,02     em3    (0,04     Mol)        Pyrrolidin     in 50     em3    Benzol wird in einem gleich wie im  Beispiel 1     ausgerüsteten    Kalben unter Rühren  3 Stunden am     Rüekfluss    erhitzt, nach welcher  Zeit. die theoretische Menge Wasser     aufgefan-          t:en    ist.

   Die Lösung wird dann unter vermin  dertem Druck zur Trockne verdampft und der  selbe, feste Rückstand mit 20     cm3    Methanol  verrieben, eine Stunde auf 4  C gekühlt, fil  triert, mit 20     emj    kaltem Methanol gewaschen  und getrocknet.

   Die Ausbeute an     3-(N-          Pyrrolidyl)        -17-methyl-   <B>3</B>,<B>, 5</B> .     androst.adien-17-ol          beträgt        3,25        g        (91%)    ;     Schmelzpunkt        1-15        bis          l52         C.    (unter Zersetzung).

   Eine zur Analyse  umkristallisierte Probe schmilzt bei 160 bis  170  C (unter     Zersetzung)    ; (a) = -<B>93-</B>  <B>D</B>       (Pyridin).     
EMI0005.0054     
  
    Analyse:
<tb>  berechnet. <SEP> für <SEP> C2.H3sON:
<tb>  C <SEP> 81,69; <SEP> 11 <SEP> 10,49; <SEP> N <SEP> 3,9.10/0
<tb>  gefunden: <SEP> C <SEP> 81,54; <SEP> H <SEP> 10,-19;

   <SEP> N7 <SEP> 3,93 <SEP> <I>0l0</I>            Beispiel   <I>12</I>  Eine Lösung von 8,58 g     (0,3Mo1,)        4-Andro-          sten-3,17-dion    und 10,02     em3    (0,12     11o1')          Pvrrolidin    in 150     cm3    Benzol wird in einem       gleichen    Apparat wie im Beispiel 1 unter  Rühren 3 Stunden kräftig am     Rüekfluss        er-          liitzt,    nach welcher Zeit die     theoretiselie    Menge       Wasser    aufgefangen war.

   Die     Lösung;    wird  dann. im Vakuum zur Trockne     eingedampft       und der gelbe, kristalline Rückstand mit  50     cm3    Methanol verrieben. Nach     6stündigem     Kühlen bei 4  C wird filtriert, mit 23     cm3     kaltem Methanol gewaschen     und        getrocknet..     Die Ausbeute an     3-(N-Pyrrolidyl)-3,5-andro-          sta.dien-17-on    beträgt 9,15 g (90     1/o);    Schmelz  punkt 195-200  C (unter Zersetzung,).

   Eine       zur    Analyse aus     Methyi,enchlörid-Methanol          uinkrist.allisier        t.e    Probe     schmilzt    bei 200-205  C  (unter Zersetzung) ; (a )= -135      (Chloro-          D     form).

     Analyse:  berechnet für     C23H3SON#          C        81,35;        H        9,80;        N        4,13        %          gefunden        C        81,3l.;        H        9,55;

          N        4,29        %     
EMI0005.0102     
  
    <I>Beispiel <SEP> 13</I>
<tb>  Die <SEP> folgenden <SEP> Enamine <SEP> werden <SEP> in <SEP> analoger
<tb>  Weise <SEP> wie <SEP> vorstehend <SEP> beschrieben <SEP> hergestellt
<tb>  a) <SEP> 3-(Diäthylamino)-3,5-eho <SEP> estadieii <SEP> aus
<tb>  4-Cholesten-3-on <SEP> und <SEP> Diäthylamin.
<tb>  



  b) <SEP> 3-Dibutylamino-3,5-chole & tadien <SEP> aus
<tb>  -1-Cholesten-3-on <SEP> und <SEP> Dibutylamin.
<tb>  



  e) <SEP> 3-Dieyelohexylamino-3,5-pregna.dien  20-on <SEP> aus <SEP> Progesteron <SEP> und <SEP> Dieyelohexylamin.
<tb>  d) <SEP> 3.Dibenzylamino-3,5-pregnadien-20-on
<tb>  aus <SEP> Progesteron <SEP> und <SEP> Dibenzylamin.
<tb>  



  e) <SEP> 3- <SEP> (Meth3fl-benzyla.mina)-3,5-andro  stadien-17-on <SEP> aus <SEP> 4-An <SEP> .drost.en-3,17-dion <SEP> und
<tb>  lfletliyl-benzylamin.
<tb>  



  f) <SEP> 3-(N-Piperidyl)-3,5-anclostadien-17-on
<tb>  aus <SEP> 4-Androsten-3,17-dion <SEP> und <SEP> Piperidin.
<tb>  



  g) <SEP> 3-Dipropylamino-3,5-androstadien-17  on <SEP> aus <SEP> 4-Androsten-3,17-dion <SEP> und <SEP> Dipropyl  amin.
<tb>  



  h) <SEP> 3-(N-Piperidyl)-3,5,22-stigrnastatrien
<tb>  aus <SEP> 4,22-Stigmastadien-3-on <SEP> und <SEP> Piperidin.
<tb>  



  i) <SEP> 3-Dicyclopentylamino-3,5-androstadieri  17-ol <SEP> aus <SEP> Testosteron <SEP> und <SEP> Dicyclopentylamin.
<tb>  j) <SEP> 3-(Äthyl-benzyla.mino)-3,5-pregnaclien  11.,20-dion <SEP> aus <SEP> 11-Ketoprogesteron <SEP> und <SEP> Äthy1  benzylamin.
<tb>  



  <I>k)</I> <SEP> 3-Diäthylamino-3,5-pregnadien-lla-ol  20-on <SEP> aus <SEP> 11a-Oxy-progesteron <SEP> und <SEP> Diä.thyl  amin.
<tb>  



  l) <SEP> 3-Dioctylamino-3,5-pregnadien-ll.fl-o1  20-on <SEP> aus <SEP> 11/3-Oxy-progasteron <SEP> und <SEP> Dioctyl  amin.              937        3-(N-Morpholino)-3,5-pregnadien-20-on     aus Progesteron und     Morpholin.     



       n)        3-(N-Oxazolidino)-3,5-a.ndrost.adien-17-          on        aus        4-Androsten-3,17-dion    und     Ovazolidin.  

Claims (1)

  1. <B>PATENTANSPRUCH</B> Verfahren zur Herstellung von ungesättig ten 3-Tertiäramino-steroiden mit vom C-Atom 3 ausgehender Doppelbindung, dadurch ge kennzeichnet, dass man ein 3-Keto-steroid mit einem sekundären Amin umset-zt. UNTERANSPRÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, d'ass in mehrere Carbo- nvlgruppen enthaltenden Steroiden die Keto- ;ruppe in 3-Stellung selektiv in die tertiäre Aminogiuppe überführt. 2. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als sekundäres Amin Pvrrolidin verwendet. 3.
    Verfahren nach Untera.nsprueh 1, da durch gekennzeichnet, dass man als sekundäres Amin Pv rrolidin verwendet. 4. Verfahren nach Unteranspr ueh 3, da durch ;gekennzeichnet, dass man in einem orga- nisehen Lösungsmittel arbeitet. 5. Verfahren nach Unteranspruch 4, da durch gekennzeichnet., dass man in Gegenwart eines sauren Katalysators arbeitet. 6.
    Verfahren nach Unteranspiueh 5, da durch gekennzeichnet, d@ass man auf 40-110 C erhitzt. und als Katalysator p-Toluolsulfosäure verwendet. 7. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man das bei der Reaktion entstehende Wasser kontinuierlich entfernt. B.
    Verfahren nach Pat.entansprueh, da- d'ureh gekennzeichnet, dass man ausgehend von Adrenosteron das 3-(N-Pvrrolidvl)-3,5- androstadien-11,17-dion herstellt. 9. Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet., dass man ausgehend von 4-Androsten-3,17-dion das 3-(N-PVrrolidvl)- 3,5-androstadien-17-on herstellt. 10.
    Verfahren nach Patentanspi-Lieh, d'a- durch gekennzeichnet, dass man ausgehend von 17-IVtethvl testosteron das 3-(N-Pvrrolidvl@- 3,5-17a-hIethpl-androstadien-17f-ol herstellt. 11.. Verfahren nach Patentansprizeh, da durch gekennzeichnet, dass man ausgehend von Progesteron das 3-(:\T-PviTolidw1)-3,.5-pre < ,- nadien-20-on herstellt.
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