CH322811A - Verfahren zur Herstellung von 11B, 17a-Dioxy-4-pregnen-3,20-dion - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von 11B, 17a-Dioxy-4-pregnen-3,20-dion

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CH322811A
CH322811A CH322811DA CH322811A CH 322811 A CH322811 A CH 322811A CH 322811D A CH322811D A CH 322811DA CH 322811 A CH322811 A CH 322811A
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CH
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dioxy
dione
pregnane
acid
sep
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John Magerlein Barney
Harold Levin Robert
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Upjohn Co
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    • C07J7/00Normal steroids containing carbon, hydrogen, halogen or oxygen substituted in position 17 beta by a chain of two carbon atoms
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07JSTEROIDS
    • C07J75/00Processes for the preparation of steroids in general

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Description


  Verfahren zur Herstellung von     11ss,        17a-Dioxy-4-pregnen-3,20-dion       Vorliegende Erfindung bezieht sich auf ein  Verfahren zur Herstellung des neuen 11ss,17a-         Dioxy-4-pregien-3,20-dions        gemäss    nachfolgen  dem Formelschema:  
EMI0001.0005     
    
EMI0002.0001     
    in dem R Wasserstoff oder eine     Alkylgrippe,          insbesondere    eine niedrige     Alkylgruppe,    wie  z.

   B.     Methyl,        Äthyl,        Propyl,        Isopropyl,        Butyl,          Isobutyl,        Amyl,        Hexyl    und dergleichen, n eine  ganze Zahl, insbesondere 1 oder 2, und X ein  Halogenatom, insbesondere Chlor oder Brom,  bedeuten.  



  Nach dem     Vexfahren    gemäss der vorliegen  den Erfindung wird     17a-Oxy-pregnan-3,11,20-          trion    (I) mit einem     Alliandiol,    vorzugsweise  einem     Alkan-1,2-diol    oder     Alkan-1,3-diol,    z. B.

         Äthylen-glykol,        Propan-1,2-diol,        Propan-1,3-          diol,        Butan-1,2-diol,        Butan-2,3-diol,        Pentan-          1,2-diol,        3-Methyl-pentan-1,2-diol,        Hexan-1,3-          diol,        Heptan-1,2-diol    oder     Octan-1,2-diol,    um  gesetzt, am besten in Gegenwart einer Säure  als Katalysator und bei erhöhter Temperatur,  wobei das entsprechende     cyclische        3,

  20-Diketal     des     17a-Oxy-pregnan-3,11,20-trions        (II)    ent  steht.     Durch        Reduktion    dieses     Diketals,    z. B.  mit einem Metallhydrid oder mit Wasserstoff  in Gegenwart eines Katalysators, erhält man  das     cyclische        3,20-Diketal    des     llss,1.7a-Dioxy-          pregnan-3,20-dions        (III),    das durch Hydro  lyse, zweckmässig mit verdünnter Mineral  säure,     11ss,17a-Dioxy-pregnan-3,20-dion    (IV)  liefert.

   Letzteres wird durch     Halogenierung,     am besten mit Chlor oder Brom in einem Lö  sungsmittel, in     4-Halogen-11ss,17,a-Dioxy-pre-          gnan-3,20-dion    (V) übergeführt, das durch  Umsetzung mit einem in der einen     Amino-          gruppe    substituierten     Hydrazin,    wie z. B.       Semicarbazon,    2,4 -     Dinitro    -     phenylhydrazin     oder andern substituierten     Hydrazinen,    die  eine primäre     Aminogruppe    enthalten, in das  entsprechende     Hydrazon,    z.

   B.     Semicarbazon            (VI);    umgewandelt wird. Durch Behandlung  mit einem Aldehyd oder     Keton,    wie     Brenz-          traubensäure,    oder einem substituierten Benz  aldehyd, wird schliesslich     11ss,17a-Dioxy-4-          pregnen-3,20-dion        (VII)    erhalten.  



  Das neue     11ss,17a-Dioxy-4-pregnen-3,20-          dion    hat Bedeutung durch seine hemmende  Wirkung auf die Sekretion des     adrenocortico-          trophen    Hormons     (ACTH)    und ist deshalb  wertvoll für die Behandlung von Krankhei  ten, bei denen übermässige Sekretion von       ACTH    und     Adrenalhormonen    auftritt, wie  z. B.     Hyperplasie    der Nebennieren und     Baso-          phillismus    des Hirnanhanges     (Cushingsche     Krankheit).

   Ferner hat es Bedeutung als sta  biles, festes     Zwischenprodukt    für die Herstel  lung anderer physiologisch aktiver Substan  zen,     wie    z. B. dem Acetat von     Kendalls    Ver  bindung F     (11ss,17a-Dioxy-21-acetoxy-4-pre-          gnen-3,20-dion),    in welche es durch Behand  lung mit     Bleitetraacetat    übergeführt werden  kann.  



  Bei der Durchführung     des    Verfahrens  wird vorzugsweise wie folgt vorgegangen:  Das.     17a-Oxy-pregnan-3,11,20-trion    wird  mit mindestens der theoretisch erforderlichen  Menge des     Alkandiols    in einem     inerten    orga  nischen     Lösungsmittel    vermischt. Die Reak  tion geht zwischen 20 und etwa 200 C vor  sich; vorzugsweise arbeitet man zwischen 20  und 150 C. In der Regel ist es vorteilhaft,  einen Überschuss des     Alkans,    vorzugsweise  etwa 5-50     Mol    pro     Mol    des     Steroids,    zu ver  wenden.

   Die Reaktionszeit ist nicht     kritisch     und kann zwischen etwa einer Stunde und  48 Stunden variieren. Sie hängt ab von der      Temperatur, dem     ketalbildenden    Mittel     und.     dem Katalysator.  



  Als     inertes    organisches Lösungsmittel kann  man z. B. Benzol,     Toluol,        Xylol,        Methylen-          ehlorid,        Petroläther,    Äther oder dergleichen  verwenden. Die bevorzugten Lösungsmittel  sind solche, die mit Wasser zusammen destil  lieren, so dass das Wasser nach seiner     Bildung     leicht entfernt werden kann. Aus diesem  Grunde führt man die Reaktion in der Regel  unter Rückfloss durch.  



  Als Katalysator verwendet man vorzugs  weise eine Mineralsäure oder eine organische       Sulfosäure,    beispielsweise m- und     p-Toluol-          sulfosäure,        Naphthalinsulfosäure,        Benzolsulfo-          säure,        o-Chlor-benzolsiilfosäure,    Salzsäure und  Schwefelsäure, wobei     Benzolsulfonsäuren,    z. B.       p-Toluolsulfosäure,    bevorzugt werden.  



  Das so erhaltene     cyelische        3,20-Diketal    des       77-a-Oxy-pregnan-3,11,20-trions,    das in einem  unter den Reaktionsbedingungen     inerten    Lö  sungsmittel gelöst ist., wird durch Zusatz  eines Reduktionsmittels, wie z. B.     Li-Al-Hy-          drid,        Li-B-Hydrid,        Na-B-Hydrid,    Wasserstoff  in Gegenwart von Katalysatoren, wie Platin  oder     Raney-Nickel    und andern, reduziert, wo  bei     Li-Al-Hydrid    bevorzugt wird.

   Man ver  wendet vorteilhaft Lösungsmittel, wie Äther,  Benzol,     Tetrahydrofuran,        Petroläther    usw.  Gemäss einer bevorzugten     Ausführilngsform     wird     Li-Al-Hydrid    mit einem organischen Lö  sungsmittel, wie z. B. Äther, vermischt, das       Steroid    in Benzol gelöst     und    die beiden Mi  schungen     vereinigt.     



  Man hält die Temperatur der Mischung in  der Regel zwischen etwa 0 und 100  C, vor  zugsweise zwischen Zimmertemperatur und  dem Siedepunkt der Mischung. Die Reaktion  dauert etwa 30 Minuten bis zu 8 Stunden  oder mehr. Wenn     Li-Al-Hydrid    als Reduk  tionsmittel verwendet wird, führt man die  Umsetzung vorteilhaft zuerst bei einer Tem  peratur von 0-50  C, vorzugsweise bei etwa  Zimmertemperatur, durch, während gegen  Ende der Reaktion höhere Temperaturen an  gewandt werden,

   das heisst in der Regel     Rück-          flusstemperatur.    Man vermischt und rührt die  Reaktionsteilnehmer     vorzugsweise    während    etwa 30 Minuten bis eine Stunde bei Zimmer  temperatur     und    erwärmt darauf 30 Minuten  oder länger bei atmosphärischem Druck am       R,ückfluss,    wobei die Reaktionsdauer u. a. vom  Verhältnis der Reaktionsteilnehmer und von  der verwendeten Temperatur abhängt.  



  Die Menge des. Reduktionsmittels kann in       weiten    Grenzen     wechseln;    man wendet in der  Regel einen wesentlichen Überschoss von bis  zu 50     Mol    auf 1     Mol        Steroid    an.  



  Das     11ss,17a-Dioxy-pregnan-3,20-dion-3,20-          diketal    kann nach üblichen Methoden isoliert  werden. Wenn Reduktionsmittel, wie     Li-Al-          Hydrid    oder     Na-B-Hydrid,    verwendet werden,  wird die Reaktionsmischung nach Beendigung  der Reduktion     hydrolysiert,    darauf extrahiert  und aus einem     organischen        Lösungsmittel    um  kristallisiert.  



  Um     11ss,17a-Dioxy-pregnan-3,20-dion    aus  dem     cyclischen        3,20-Diketal    herzustellen, löst  man das     Diketal    in der Regel in einem     iner-          ten    Lösungsmittel und mischt darauf mit  einem     hydrolysier    enden Mittel. Im allgemei  nen verwendet man     wässrige    saure     Hydroly-          sierungsmittel,    wie z.

   B. verdünnte Mineral  säuren, organische Säuren, wie     p-Toluolsulfo-          säure,    in Gegenwart von Wasser, Phosphor  säure und andere, wobei verdünnte Mineral  säuren, wie Salzsäure und     Schwerfelsäüre,    be  vorzugt werden. Bestimmte organische Säuren  und andere Säuren     ergeben,    zuweilen auch  gute Resultate. Man kann Lösungsmittel, wie  Aceton, Methanol,     Dioxan,    Äthanol usw., ver  wenden, wobei Aceton bevorzugt wird. Manch  mal ist es zweckmässig (vgl.

   Beispiel 2), die  bei der Reduktion des     17a-Oxy-pregnan-3,11,     20 -     trion    - 3,20 -     diketals    erhaltene Reaktions  mischung ohne Isolierung des     11ss,17a-Dioxy-          pregnan-3,20-dion-3,20-diketals    zu verwenden.  In diesem Fall kann die zu     hydrolysierende     Mischung beträchtliche Mengen nicht umge  setztes     Li-Al-Hydrid        und    Lösungsmittel, wie  Äther, Benzol usw., enthalten.  



       Gewöhnlich    verwendet man .das     Hydroly-          sierungsmittel        im    Überschoss über die theo  retisch erforderliche Menge, wobei man einen  bis 100fachen Überschoss oder mehr verwen  den kann, wobei ein 5- bis 10facher Überschoss      in der Regel     bevorzugt    wird. Gewöhnlich wird  die Reaktionsmischung während etwa 24 Stun  den bei     Zimmertemperatur    gerührt. Die Re  aktionszeit dauert je nach dem verwendeten       Ketal,    der Reaktionstemperatur und der Kon  zentration des     HydrolysierLnmgsmittels    eine  Stunde oder länger.

   Bei Anwendung von  höheren Konzentrationen des     Hydr        olysie-          rungsmittels    und. höheren Temperaturen ver  kürzt sich die Reaktionszeit, wobei man Tem  peraturen von 0 bis zum Siedepunkt der Mi  schung anwenden kann.  



  Nach beendigter Hydrolyse kann das     Pro-          dLdit    nach üblichen Methoden isoliert werden.       Besteht    die Mischung beispielsweise aus einer  organischen und einer     wässrigen    Schicht, so  wird die organische Schicht abgetrennt, die       wässrige    Schicht mit Äther extrahiert und die  Ätherlösungen vereinigt, mit Wasser gewa  schen, über zum Beispiel Natriumsulfat ge  trocknet und filtriert und die Lösungsmittel       abdestilliert.    Der Rückstand kann dann aus  den üblichen organischen Lösungsmitteln um  kristallisiert werden.

   Man kann das Produkt  auch isolieren, indem man das Lösungsmittel  durch Destillation entfernt oder das Reak  tionsgemisch mit Wasser verdünnt, bis die  Kristallisation stattfindet.  



  Das so erhaltene     11ss,17a-Dioxy-pregnan-          3,20-dion    wird in einem organischen Lösungs  mittel, wie z. B. Essigsäure,     Dichlormethan,     Chloroform,     Tetrachlorkohlenstoff,        tert.        Bu-          tylalkohol,        N,N-Dimethyl-formamid,        N,N-Di-          methyl-acetamid    oder andern     N,N-Dialkyl-acyl-          amiden,    vorzugsweise aber in Essigsäure, ge  löst und dieser Lösung Chlor oder Brom, ent  weder als solches oder im gleichen Lösungs  mittel gelöst, zugesetzt.

   Das Halogenderivat  kann isoliert werden, indem man das Reak  tionsgemisch in gekühlte     Kochsalzlösung    giesst  und den Niederschlag auf dem Filter sammelt.  Die     Halogenierung    erfolgt zweckmässig bei  Zimmertemperatur; doch kann man auch bei  andern Temperaturen zwischen 0 und 100  C  arbeiten, wobei Temperaturen zwischen 0 und  etwa 40  C bevorzugt werden. Das Halogen  kann in einem Mal zugesetzt werden; doch  erfolgt die Zugabe vorzugsweise durch Ein-    tropfen, um grosse Halogenüberschüsse im  Reaktionsgemisch zu     vermeiden.    Man gibt also  am besten jeden Tropfen zu, sobald die Erst  färbung des vorangehenden     Tropfens    anzeigt,  dass er verbraucht ist.

   Die Reaktionszeit hängt  von der Reaktionsfähigkeit des     Steroids        Lund     der Menge des verwendeten Halogens ab und  kann wenige Minuten bis zu mehreren Stun  den     dauern.    Das     bevorzugte        molare    Verhält  nis von     11fl,17a-Dioxy-pregnan-3,20-dion    zu  Halogen ist 1     Mol        Steroid    zu 1,0-1,3     Mol     Halogen.

   Kleinere Halogenmengen führen zu  unvollständiger     Halogenierung,    und bei Ver  wendung von mehr als 1,3     Mol    Halogen kön  nen unerwünschte, mehrfach     halogenierte    Pro  dukte entstehen. Manchmal gibt man eine  Säure als Katalysator zu, um die Reaktion  einzuleiten und zu beschleunigen. Hierzu eig  nen sich Lösungen von     Bromwasserstoffsäure     in Essigsäure,     p-ToluolsLtlfosäure,        Naphthalin-          sulfosäure    oder andere ähnliche Verbindun  gen.

   Bei Verdünnen der Reaktionsmischung  mit Wasser oder wässriger     Natriumchlorid-          lösung    scheidet sich das     4-Halogen-11ss,17a-          dioxy-pregnan-3,20-dion    aus.  



  Das so entstandene     4-Brom-    oder     4-Chlor-          11ss,17a-dioxy-pregnan-3,20-dion    löst man in  einem organischen Lösungsmittel, wie Essig  säure, Aceton,     Dioxan,        tert.        Butylalkohol,        Me-          thylendichlorid    oder Mischungen dieser Lö  sungsmittel mit 5-25 /o- Wasser und gibt, in  der Regel unter stetem Rühren, eine Lösung  eines in der einen     Aminogmuppe    substituierten  Hydrazins zu.

   Geeignete substituierte     Hydra-          zine    sind     Semicarbazid,        Phenylhydrazin,        2,4-          Dinitro-phenylhy        drazin,        p-1\Titro-phenylhydra-          zin,    a- oder     f-Naphthylsemicarbazid,    2,4- und       3,5-Dinitro-phenyl-semicarbazid,    wobei     Semi-          carbazid    bevorzugt wird.

   Die bevorzugte Re  aktionstemperatur beträgt     15-40     C, obschon  auch andere Temperaturen     zwischen    0 und  100  C brauchbar sind. Die Reaktionszeit  dauert 30 Minuten bis 6 Stunden oder länger,  und während dieser Zeit ändert sich die Farbe  von farblos in gelb oder orangefarbig und  wieder in farblos. Man kann das so herge  stellte     11ss,17a-Dioxy-4-pregnen-3,20-dion-3-          hydrazon    isolieren, indem man mehr Wasser      zugibt und die     ausgefällte    Verbindung ab  filtriert oder vorzugsweise, indem man es in  der Lösung sofort mit einem Aldehyd oder       Keton    umsetzt.

   Geeignete Aldehyde oder     Ke-          tone    sind     Brenztraubensäure,        Brenztrauben-          säure-aldehyd    und     substituierter        Benzaldehyde.          Brenztraubensäure    wird wegen ihrer Wasser  löslichkeit und ihrer Verwendbarkeit in     wäss-          rigen    organischen Lösungsmitteln, wie     wäss-          rigem        Dioxan,    bevorzugt, während die substi  tuierten     Benzaldehyde,

      wie     p-Oxy-benzaldehyd     und die     Carboxy-benzaldehyde,    gewöhnlich in  Essigsäure gelöst verwendet werden. Die Reak  tionstemperatur kann zwischen 0 und     100     C  variieren, wobei Temperaturen zwischen etwa  25 und 70  C bevorzugt werden. Die Reaktions  zeit hängt von der Temperatur ab und dauert  bei     Zimmertemperatur        zwischen    8 und 36  Stunden, während bei Temperaturen zwischen  50 und 70  C etwa 4 Stunden genügen. Das  Produkt,     11ss,17 -Dioxy-4-pregnen-3,20-dion,     isoliert man am besten durch Eingiessen der  Lösung in Wasser und Extrahieren mit einem  geeigneten Lösungsmittel, wie     Dichlormethan,     Äther oder Benzol.  



  <I>Beispiel 1</I>       Eine,        Lösung    von 25 g     17a-O"y-pregnan-3,          11,20-trion,    25     cm3    destilliertem     Äthylengly-          kol,    1 g     p-Toluolsulfosäuremonohydrat    und  500     cm3    Benzol wird in einen Kolben gebracht,  der mit einem mit Wasserfänger ausgestatte  ten     Rüekflusskühler    versehen ist. Man erhitzt  unter     Rühren    10     Stunden    am     Rückfluss.    Das  gebildete Wasser destilliert mit dem Benzol  ab und wird im Wasserfänger gesammelt.

   Die       Reaktionsmischung    wird abgekühlt, mit ver  dünnter     Natriumbikarbonatlösung    und mit  Wasser gewaschen und dann getrocknet und  im Vakuum zur Trockne eingedampft. Der  weisse kristalline Rückstand wird mehrmals  %aus     Äthylacetat/Skellysolve    B umkristallisiert       und        ergibt        29,52        g        (94,6%)        17a-Oxy-pregnan-          3,11,20-trion-3,20-äthylenglykoldiketal    vom  Schmelzpunkt 185-186  C.

    
EMI0005.0047     
  
    Analyse: <SEP> Berechnet <SEP> für <SEP> C25H3s06:
<tb>  C <SEP> 69,09; <SEP> H <SEP> 8,81%
<tb>  gefunden: <SEP> C <SEP> 69,01; <SEP> H <SEP> 9,02%       Die     Inirarotanalyse    bestätigt die     für    17a  Oxy-pregnan-3,11,20-trion -     3,20-äthylenglykol-          diketal    angenommene     Struktur.     



  Die Reduktion und die anschliessende Hy  drolyse kann nach a) oder     b)    durchgeführt       werden.     



       a)    Zu einer Lösung von 5 g     Li-Al-Hydrid     in 600     cm3    absolutem Äther gibt man 29,5 g       17a    -     Oxy    -     pregnan    - 3,11,20 -     trion-3,20-äthslen-          glykoldiketal,    in 100.     cm3    Äther     und    100     em3     Benzol gelöst.

   Die     Mischung    wird eine     Stunde     bei Zimmertemperatur gerührt, dann eine wei  tere Stunde am     R.ückfluss    erhitzt und nach  dem Abkühlen mit 50     cm3    Wasser     hydroly-          siert.    Man dekantiert die organische Schicht  ab, suspendiert die verbleibende Paste in Was  ser und extrahiert     mehrmals    mit     Methylen-          dichlorid.    Die     vereinigten    Äther und     Methy-          lendichloridlösungen    werden eingedampft,

   und  man erhält in quantitativer Ausbeute kristal  lines     11ss,17a-Dioxy-pregnan-3,20-dion-3,20-          äthylenglykoldiketal.    Die     Infrarotanalyse    be  stätigt die Struktur für     11ss,17,c-Dioxy-pre-          gnan-3,20-dion-3,20-äthylenglykoldiketal.     



  29,5 g     11ss,17a-Dioxy-pregnan-3,20-dion-          3,20-äthylenglykoldiketal    werden in 600     em3     Aceton gelöst und eine Lösung von 4     cms          Schwefelsäure    in 100     cm3    Wasser     zugesetzt.     Man lässt 16 Stunden bei Zimmertemperatur  stehen, neutralisiert die Säure mit     Natrium-          bikarbonat    und verdampft das Aceton im Va  kuum. Die verbleibende     wässrige    Suspension  wird filtriert und der kristalline Niederschlag  mit Wasser gewaschen und getrocknet. Die  Ausbeute an Rohprodukt ist 19,5g (82,7 /o).

    Nach dem     Umkristallisieren    aus 200     cm3          Äthylacetat        erhält        man        14,04        g        (46,7%)        11ss,          17a-Dioxy-pregnan-3,20-dion    vom Schmelz  punkt 213-221  C.  



  b) 1 g     17a-Oxy-pregnan-3,11,20-trion-3,20-          äthylenglykoldiketal,    gelöst     in    20     cm-9    trocke  nem Benzol, wird eine Lösung von 1 g     Li-Al-          Hydrid        in    75     cm3    absolutem Äther zugesetzt.

    Man rührt eine Stunde bei Zimmertempera  tur und erhitzt eine Stunde am     Rückfluss.     Ohne das Zwischenprodukt,.     11ss,17a-Dioxy-          pregnan-    3,20 -     dion-    3,20-     äthylenglykoldiketal,     zu isolieren,     hydrolysiert    man den Li-Al-Kom-           plex    des     Diketals    -Lind erhält     11f,17a-Dioxy-          pregnan-3,20-dion,    indem man 100     eins        ver-          dünnte        Salzsäure        (50%ig)

          langsam        zugibt     und die saure Mischung 16     Stunden    bei Zim  mertemperatur     rührt.    Die organische Schicht  wird     abgetrennt    und die saure Lösung mehr  mals     mit    je 25     eins    Äther extrahiert. Die ver  einigten Waschflüssigkeiten und die orga  nische Schicht werden mit     Natriumbikarbonat     und Wasser gewaschen und über Natriumsul  fat getrocknet. Man kristallisiert in     Äthylace-          tat    um und erhält     11#fl,17a-Dioxy-pregnan-          3,20-dion    vom Schmelzpunkt 208-212  C.

    
EMI0006.0022     
  
    Analyse: <SEP> Berechnet <SEP> für <SEP> C2pH3204:
<tb>  C <SEP> 72,38; <SEP> H <SEP> 9,26 <SEP> %
<tb>  gefunden: <SEP> C <SEP> 72,51; <SEP> H <SEP> 9,09%       Zu einer     Lösung    von 3 g des nach     a)    oder  b) erhaltenen     11ss,17a-Dioxy-pregnan-3,20-          dions    in 50     cm3    Essigsäure gibt man tropfen  weise unter kräftigem Rühren 29,2     cm3        einer     Lösung von 0,3096g Brom und 0,0275g Na  triumacetat pro     eins    Essigsäure.

   Die     Reaktion     wird durch Zusatz eines Tropfens     HBr    in  Essigsäure     eingeleitet.    Der Zusatz der Brom  lösung wird so geregelt, dass man noch jedem  Tropfen die     Entfärbüng    abwartet, bevor der  nächste Tropfen     zugesetzt    wird. Nach     Beendi-          gllng    der     Reaktion,.,    die 25 Minuten dauert,  wird die Lösung in 900     eins    einer gekühlten,  filtrierten und gesättigten Kochsalzlösung ge  gossen.

   Das durch Filtration abgetrennte rohe       4-Brom-11f,17a-dioxy-pregnan-3,20-dion    wiegt  3,18 g und     schmilzt    bei 195-197  C, nachdem  es aus Aceton umkristallisiert     wurde.    Die In  frarotanalyse bestätigt die angenommene  Struktur.

    
EMI0006.0043     
  
    Analyse: <SEP> Berechnet <SEP> für <SEP> C21H3104Br:
<tb>  C <SEP> 59,01; <SEP> H <SEP> 7,31; <SEP> Br <SEP> 18,70%
<tb>  gefunden: <SEP> C <SEP> 59,15; <SEP> H <SEP> 7,46; <SEP> Br <SEP> 18,30%       Eine Lösung von 300 mg     4-Brom-11ss,17a-          dioxy-pregnan-3,20-dion    und 105 mg     Semi-          carbazid        in    5     cm3        einer        80%igen        wässrigen          Dioxanmischung    wird 2 Stunden bei Zimmer  temperatur gerührt,

   wobei die charakteristi  sche     Farbänderung        farblos-orangefarbig-farb-          los    stattfindet. Man isoliert das 11ss,17a-Dioxy-         4-pregnen-8,20-dion-3-semicarbazon    nicht, son  dern behandelt     direkt    mit 0,3     eins        Brenztrau-          bensäure    in 3     eins    Wasser bei 60  C. Die Re  aktionsmischung wird in Wasser gegossen     und     mit     Methylenchlorid    extrahiert.

   Die     Methylen-          chloridlösimg    des     11ss,17a-Dioxy-4-pregnen-          3,20-dions    wäscht man mit Wasser, kalter       1%iger        Natriumhydroxydlösung        und        wieder     mit Wasser.

   Nach dem Trocknen der Lösung  über     Natriumsulfat    destilliert man das     Methy-          lenehlorid        ab        und        erhält        233        mg        (95,8%)     weisses kristallinisches     11ss,17a-Dioxy-4-pre-          gnen-3,20-dion.    Nach dem     Umkristallisier    en  aus Aceton schmelzen die Kristalle bei 224  bis 227  C.

    
EMI0006.0085     
  
    Analyse: <SEP> Berechnet <SEP> für <SEP> C2113004:
<tb>  C <SEP> 72,80; <SEP> H <SEP> 8,72 /o
<tb>  gefunden: <SEP> C <SEP> 72,72; <SEP> H <SEP> 8,70%       Die     Infrarotanalyse    bestätigt die angenom  mene Struktur.  



       Beispiel   <I>2</I>  Eine Lösung von 0,5 g     17a-Oxy-pregnan-          3,11,20-trion,    5     cln3        Propylenglykol    und 50 mg       o-Chlor-benzolslzlfosäure    in 100     cm3        Toluol     wird 10     Stunden    am     Rückfluss    erhitzt, wobei  das gebildete Wasser mit dem     Toluol        abdestil-          liert.    Die abgekühlte Lösung neutralisiert man  mit     Natriumbikarbonat,    wäscht mit Wasser  und verdampft zur Trockne im Vakuum.

   Das  kristalline     17a-Oxy-pregnan-3,11,20-trion-3,2(1-          propylenglykoldiketal    wird aus     Äthylacetat     umkristallisiert.  



  Zu einer Lösung von 1 g     Li-Al-Hydrid    in  75     cm3    Äther gibt man 1 g     17a-Oxy-pregnan-          3,11,20-trion-3,20-propylenglykoldiketal,    gelöst  in 20     cm3        Benzol.    Die Lösung wird eine  Stunde bei Zimmertemperatur gerührt, dann  eine weitere Stunde am     Rückfluss    erhitzt und  nach dem Abkühlen mit Wasser     hydrolysiert.     Man trennt die organische Schicht ab, wäscht  mit Wasser, trocknet und dampft zur Trockne  ein, wobei man     11,fl.,17a-Dioxy-pregnan-3,20-          dion-3,20-propylenglykoldiketal    erhält.  



  Das     11ss,17a-Dioxy-pregnan-3,20-dion-3,20-          propylenglykoldiketalwird    nach Beispiel 1     a)     in .Aceton mit     verdünnter    Schwefelsäure hy-           drolysiert    und ergibt     11ss,17a-Dioxy-pregnan-          3,20-dion.     



  Letzteres kann auch durch Reduktion des  17a-     Oxy-pregnan-3,11,20-trion-3,20-pr        opylen-          glykoldiketals    mit     Li-Al-Hydrid    und Hydro  lyse des     Li-A1@Komplexes    mit Salzsäure nach  der Arbeitsweise nach Beispiel 1 b) erhalten  werden.  



  Zu einer Lösung von 716 mg (2     Millimol)          llss,1.7a-Dioxy-pregnan-3,20-dion    in 6,8     cm3          Dimethylformamid    gibt man bei Zimmertem  peratur tropfenweise unter Rühren eine Lö  sung von 320 mg (2     Millimol)    Brom in 3,2     cm3          Dimethylformamid.    Nach     Beendigung    der Re  aktion, die 3 Stunden dauert, gibt man Was  ser zu und sammelt das ausgefällte     4-Brom=          11ss,17a-dioxy-pregnan-3,20-dion    auf dem Fil  ter, wäscht es und kristallisiert aus Aceton  um.

   Die     Infrarotanalyse    bestätigt die Identi  tät der Verbindung.  



  Die Weiterverarbeitung zum     11ss,17a-Di-          oxy-4-pregnen-3,20-dion    erfolgt gemäss Bei  spiel 1.  



  <I>Beispiel 3</I>  In praktisch gleicher Weise wie in     Be-          spiel    1 stellt man     17a-Oxy-pregnan-3,11,20-          trion-3,20-propan-1,3-diol-diketal    her, indem  man     17a-Oxy-pregnan-3,11,20-trion    mit     Pro-          pan-1,3-diol,    gelöst in Benzol, mit     p-Toluol-          sulfosäure    als Katalysator erhitzt.  



  Nach Beispiel 1 a) stellt man daraus     11ss,          17a-Dioxy-pregnan    -     3,20-dion-3,20-propan-1,3-          diol-diketal    her und     hydrolysiert    dieses in  Aceton mit wässriger Schwefelsäure zum     11ss,          17a-Dioxy-pregnan-3,20-dion.     



  Diese Verbindung kann auch aus     17a-Oxy        -          pregnan-    3,11,20 -     trion-3,20-propan-1,3-diol-di-          ketal    hergestellt werden, indem man das     Di-          ketal    mit     Li-Al-Hydrid    reduziert und den       Li-AI=Komplex    mit Salzsäure oder Schwefel  säure     hydrolysiert    [nach Beispiel 1     b)    ].  



  Man löst     11ss,17a-Dioxy-pregnan-3,20-dion     (0,001     Mol;    0,358 g) in 5     cm3        Dimethylform-          amid    und gibt einige     p-Toluolsulfosäurekri-          stalle    hinzu. Man bereitet ferner eine     Chlor-          lösiuig,    indem man etwa 0,9 g Chlorgas durch  25     cm-9    eiskaltes     Dimethylformamid    bläst, wo  durch eine (mittels     Titration        bestimmt)    1,04-         normale    Chlorlösung entsteht.

   Unter Rühren  wird tropfenweise 2,3     cm3    (0,0012     Mol)    Chlor  lösung zur     Steroidlösung    zugegeben, wobei  man nach jedem Tropfen die     Entfärbung    ab  wartet, bevor der nächste Tropfen zugesetzt  wird. Die     Reaktionsmischung    wird nun mit  50     em3    Wasser verdünnt und abgekühlt. Das  ausgefällte     4-Chlor-11ss,17a-dioxy-pregnan-          3,20-dion    wird     abfiltriert,    mit Wasser gewa  schen und getrocknet. Die     Infrarotanalyse     bestätigt die angenommene     Struktur.     



  In ähnlicher Weise, wie in Beispiel 1 be  schrieben, wird eine Lösung von     4-Chlor-11ss,          17a-dioxy-pregnan-3,20-dion        in    einer Mi  schung von     90 /o-        tert.        Butanol    und 10 /o Was  ser mit     Semicarbazid    behandelt und das ent  standene     Semicarbazon    mit einer Lösung von       Brenztraubensäure    in     Dioxan    und Wasser auf  60  C erwärmt.

   Die Reaktionsmischung giesst  man darauf in Wasser und extrahiert mit     Me-          thylenchlorid.    Nach Entfernung der über  schüssigen     Brenztraubensäure        in    der     Methy-          lenchloridschicht    durch Waschen entfernt  man das Lösungsmittel und erhält     11ss,17a-          Dioxy-4-pregnen-3,20-dion.     



  In gleicher Weise, wie in den Beispielen     1_     bis 3 beschrieben, kann man bei Verwendung  der andern eingangs erwähnten     Alkandiole     verfahren.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH Verfahren zur Herstellung von 11ss,17a- Dioxy-4-pregnen-3,20-dion, dadurch gekenn zeichnet, dass man .auf 17a-Oxy-pregnan-3,11,. 20-trion ein Alkandiol einwirken lässt, das er haltene cyclische 3,20-Diketal des 17a-Oxy- pregnan-3,11,20-trions durch Behandlung mit einem Reduktionsmittel in das cyclische 3,20- Diketal des 11ss,17a-Dioxy-preguan-3,20-dions überführt,
    dieses hydrolysiert, alsdann das so gebildete llss,17,a-Dioxy-pregnan-3,20-dion ha logeniert, das entstandene 4-Halogen-1lss,17a- Dioxy-pregnan-3,20-dion durch Umsetzung mit einem in der einen Aminogruppe substituier ten Hydrazin in das entsprechende 3-Hydra- zon des 11,6,17a-Dioxy-4-pregnen-3,20-dions umwandelt und dieses schliesslich mit einem Aldehyd oder Beton behandelt. UNTEUANSPUÜCHE 1.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man bei der Keta- lisierung eine Säure als Katalysator verwen det. 2. Verfahren nach Unteranspruch 1, da durch gekennzeichnet, dass man ein Alkandiol mit 2-8 Kohlenstoffatomen verwendet. 3. Verfahren nach Unteranspruch 2, da durch gekennzeichnet, dass man das Ketal mit einer Säure hydrolysiert. 4.
    Verfahren nach Patentanspruch, da durch gekennzeichnet, dass man als Halogenie- rungsmittel Chlor oder Brom verwendet. 5. Verfahren nach Patentanspruch und Unteransprüchen 1 und 4, dadurch gekenn- zeichnet, dass man mit Äthylenglykol ketali- siert, wobei das 17a-Oxy-pregnan-3,11,20= trion-3,20-äthylenglykoldiketal entsteht, das mit Li- AI-Hydrid reduziert,
    mit einer Säure hydrolysiert und nach der Halogenierung mit Semicarbazid umgesetzt wird, und das erhal tene 3-Semicarbazon des 11ss,17a-Dioxy-4-pre- gnen-3,20-dion schliesslich mit Brenztrauben- säure in Gegenwart von Wasser behandelt. 6. Verfahren nach Patentanspruch und Unteranspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass man als- Ketalisierungsmittel Propylen- glykol verwendet.
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