Verfahren zur Herstellung von Bauwerken und Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens Es wird auf verschiedene Weise versucht, eine Verbilligung und Beschleunigung von mehrgeschossigen. Bauwerken durch Montage oder Schalungsverfahren zu erreichen. Bei den llontagebauverfahren ist der Erfolg sehr oft. durch zu hohe Transportkosten für die Fer- tig-teile und durch den Mangel an rationellen Transport.- und Hebezeugen in Frage gestellt.
Beim Schalu ngsbau ist mit den heute verwen deten Sehalungsarten eine erhebliche Invest.i- tion an Kapital und hohen Unterhaltungs kosten verbunden. Dieser Umstand hat. Ver- anlassung dazu gegeben, dass von verschiede ner Seite das bei den Amerikanern als Tilt- np-Verfahren bezeichnete Klappverfahren versucht wurde.
Bei diesem Verfahren, das noch in Anfängen steckt,. kann bei entspre- ehender Vervollkommnung damit gerechnet werden, dass es für bestimmte, insbesondere laeine Bauwerke wesentliche Vorteile mit sich bringt. Die Bauteile, insbesondere die Wände, Werden mittels einer Schalung liegend her- geste-llt und dann aufgerichtet, nachdem sie abgebunden haben.
Die vorliegende Erfindung zeigt. gegen über dem Tilt-up-Verfahren wesentliche Vor teile, insbesondere für die Errichtung grö sserer Bauwerke. Während bei dem Tilt-u,n- Verfahren Wände liegend hergestellt und dann aufgeklappt werden und anschliessend mit Ausnahme eines weiter entwickelten Ver fahrens die Decken aus Einzelteilen zu mon tieren oder in Schalungen aufzubringen sind, werden bei dem erfindungsgemässen Verfah ren zum Herstellen mehrgeschossiger Bau werke, welches sinngemäss als Luft-up-Ver- fahren bezeichnet werden kann,
horizontale Konstruktionsteile in einer tieferen als der endgültigen Lage unmittelbar übereinander hergestellt und dann erst nachträglich als Fertigteile in ihre endgültige Lage hochge schoben. Vorzugsweise wird dabei an Stelle der Wände zunächst nur ein Stützenskelett eingebracht.
Auf diese Weise ist sowohl bei den Decken wie auch bei den stützenden Ele menten die Form gewählt., welche einerseits konstruktiv am günstigsten ist in bezug auf Material und Stahlbedarf als durchlaufende Deckenplatten einerseits und beispielsweise als Schleudermaste anderseits die niedrigsten Zif fern aufweist und als Stützskelett für die Raumausnützung alle Möglichkeiten offen lässt.
Sämtliche Aussenwände können billig und schnell aus niehttragenden Porenbaustof fen hergestellt werden. Hierfür kann sogar geschossweise ein Tilt-up-Verfahren eingeschal tet werden. Das gleiche gilt für Zwischen wände.
Um die in Paketen übereinander z. B. auf dem Boden gefertigten Eisenbet.ondecken oder ähnlichen Konstruktionsteilen unter Beibehal tung ihrer waagrechten Lage und unter Ver- rneidung von unerwünschten Biegebeanspru chungen gleichmässig emporzuheben, bedarf es besonderer Hubeinrichtungen, die die Ge währ geben, dass die Konstruktionsteile prak- Lisch momentfrei gehoben werden.
Versuche mit Windwerken, deren Seile an sechs Stellen einer schweren Decke befestigt waren, er gaben, dass bei den geringsten Differenzen im Arbeiten der sechs Windwerke Biegespannun gen in die Decke eingeführt wurden, die zu deren Bruch führten. Zum gleichmässigen Hochschieben der horizontalen Konstruktions- teile dient eine Vorrichtung, die erfindungs gemäss durch eine zum gleichzeitigen Angrei fen an mehreren Stellender horizontalen Kon- struktionsteile bestimmte Hebeeinrichtung mit Mitteln zum Ausgleich von Unterschieden der an den Stellen angreifenden Kräfte gekenn zeichnet- ist.
An Hand der Zeichnung sind in der nach stehenden Beschreibung verschiedene Ausfüh rungsbeispiele der Vorrichtung, gemäss der Erfindung, erläutert.
Fig. 1 zeigt beispielsweise einen Stapel horizontale Deckplatten 1, 2, 3, 4, welche Kon struktionsteile des herzustellenden mehrge schossigen Bauwerkes bilden, am Boden über einanderliegend gegebenenfalls unter Verwen dung von Zwischenlagen aus Papier oder der gleichen an Ort. und Stelle mittels Verschalun gen hergestellt worden sind und zum Beispiel aus Betonplatten bestehen. Sie werden unmit telbar übereinander hergestellt, d. h. es wird, nachdem von der untersten Platte die Ver schalung abgenommen ist, unmittelbar auf diese Platte die Vensehalung zur Herstellung der nächsten Platte angebracht usw.
Fig. 2, jedoch im Zustand, wie sie der end gültigen Lage entsprechen sollen, d. h. wenn jede Platte hochgezogen oder hochgehoben ist. Die Platten werden also als Fertigteile nach träglich aus der tieferen Lage, in der sie Tiergestellt wurden, in ihre endgültige Lage hochgeschoben, und zwar die einzelnen Platten nacheinander.
I\'ie das Hochziehen vor sich gehen kann, zeigen Fig.3-6, bei denen die Platte 1 mit einer aus Seilzug 5 in den Stützen 6 ange brachten Umlenkrollen 7 und 8 und Auf nahmevorrichtung 9 bestehenden Hubeinrich tung nacheinander dem Stapel entnommen und an. den Stützen 6 hochgezogen werden.
Die Maste von Hebezeugen oder die Stüt zen von Skelettbauten können in zweckmässi ger Verteilung entsprechend den einzelnen Lastfällen so aufgestellt werden, dass sie durch entsprechende in Fig.1 und 2 nicht darge stellte Öffnungen 11 in dein Paket der über einanderliegenden horizontalen Bauteile hin durchgehen und unterhalb derselben fundiert sind, während sie oben beispielsweise Auf- hängeeinrichtungen -und Lagerstellen für Rol len oder Hubgeräte aufweisen.
Zweckmässiger weise wird ein Windwerk, das als zentral äesteuertes Gruppenwindwerk die einzelnen Hubwinden vereinigt, am Boden verankert und mit Hilfe von Umleitrollen der Seilzuz durch die Stütze hindurch nach oben und dort über eine fest angebrachte Rolle geführt. Die Hohlräume der Stützen dienen also bei der Montage für die Durchführung von elek trischen oder mechanischen Leitungen, bei- spielsweise Seile oder Steuerleitungen für die Hubeinrichtung, später dienen sie zur Ver legung von Installationsleitungen.
Um möglichst. viele Punkte kräftemässig zu erfassen, werden die Stützen 6 entspre chend über das ganze Plattenfeld verteilt, wie aus Fig. 5 und 6 ersichtlich ist. Ebenso werden die Seilzüge 5 an einem Gruppenwindwerk 10 zusammengeführt., wodurch nicht. nur eine einheitliche und zentrale Bedienung des An hubvorganges, sondern auch Massnahmen mög lich sind, die ein gleichmässiger Zug aller Seile gewährleisten. Die Platten 1 selbst kön nen nachträglich um die Stützen herum durch Betonieren hergestellt werden, oder sie werden von vornherein mit Öffnungen 11 für den Durchlass der Stützen 6 hergestellt.
Da das Anheben schwerer Decken nur dann gelingen kann, wenn die Anhubkräfte gleichmässig bzw. dem jeweiligen Lastfall. ge nau angepasst werden, sind bei allen Bei spielen Ausgleiehsvorriehtungen vorgesehen.
Nach dem zu beschreibenden Verfahren lässt sich ein vollkommen gleichmässiges, span nungsfreies Anheben solcher schweren Bau teile dadurch erreichen, dass Vorrichtungen zum Ausgleich sä.mtlieher Hub- bzw. Druck kräfte vorgesehen werden. Diese Vorrichtungen müssen derart angeordnet und ausgebildet sein, d@ass an sämtlichen Angriffspunkten der Hub- bzw.
Druckvorrichtungen genau die 7l eichen Kräfte wirksam werden und dass jede Erliöliting oder Verringerung der Kraft an einem Angriffspunkt automatisch in aller kür zester Zeit ausgeglichen wird.
Die Ausgleichsvorrichtungen können auf hydraulischem, pneumatischem oder mechani schem Prinzip beruihen. Soll das Anheben mit tels hydraulischer oder pneumatischer Zylin der erfolgen, so werden bei dem Verfahren die einzelnen Hubzylinder. untereinander durch Leitungen derart verbunden, dass von jedem Zylinder bei gleichem Druck nur die <B>cy</B> eiche Hubkraft ausgeübt werden kann. Beim Ileben der Decken mittels Seilen wird zweck mässig ein Seilausgleich in der Weise vorge nommen, dass sämtliche Seile die gleichen Kräfte aufnehmen.
Bei zwei Seilen lässt sich ein solcher Ausgleich ohne weiteres durch Ein- sehaltung einer Zwischenrolle ermöglichen. Auch die verschiedenen Reibungskräfte sekun därer Art lassen sich bei einem derartigen Ausgleich berücksichtigen. Eine besondere Ausführungsform der Vorrichtung besteht. weiterhin darin, dass der Ausgleichsmechanis- niws vor das Hubwerk geschaltet ist.
Zu die nern Zweck kann an jedem Ansehlusspunkt der 'zu hebenden Bauteile ein dichtungsloser Zylinder, ähnlich einem Faltenbalg, vorge sehen werden, wobei sämtliche 27ylinder unter einander durch Ausgleichsleitungen verbun den sind.
Auf diese Weise wird sieh der ein zelne Anschlusspunkt stets um einen solchen Betrag heben bzw. senken, dass er die gleichen Kräfte überträgt, die auch an den übrigen Anschlusspunkten übertragen werden. Fig.7 und 8 zeigen schematisch eine Ausglei.chsvor- i,iclitung. Eine Gebäudedecke 1 wird mit pneu- inatisehen oder hydraulisch betätigten Hub kolben 12 unterfasst. Die Decke muss derart unterstützt ;
sein, dass keinerlei Biegüngsmo- meirte in der Decke auftreten können. Dureli Verbindungsleitungen 13 zwischen Zylindern 14 findet ein Ausgleich des Druckmittels statt, so dass ein automatischer Ausgleich der Hub kräfte erfolgt. Fig. 9 und 10 zeigen in Ansicht und Grundriss eine mechanische Hubvorrichtung mit selbsttätig sich ausgleichenden Anhub kräften.
Die Gebäudedecke 1 ist mit Durch- trittsöffnung 11 für Stützen 6 versehen, die an ihren Enden Seilrollen 15 tragen, die mit weiteren Seilrollen 16 und dem dixrchgeführ- ten Seil 17 eine Seilzugsanordnung bildet, welche durch Winden 18 betätigt wird. Die Seilrollen 16 sind in Bügel, gelagert, die an der zu hebenden Decke 1 befestigt sind.
Das Seil 17 ist über sämtliche Rollender Stützen und der Decke geführt und wird durch Zwi schenrollen 19 umgelenkt, während die Seil enden 20 über zwei auf Stützen 21 ange brachte Umlenkrollen 22 auf die Seilwinden 18 geführt sind. Da. die Seilspannung an jeder Stelle den gleichen Wert erreicht, ist, auch die Kraftwirkung auf die an der Decke be festigten Rollen 16 immer die gleiche, d. h. die Decke kann momentenfrei gehoben wer den.
Eine andere Art der Deckenhebung ist mit Fig.11 und 12 dargestellt.. An den Stirn seiten der Decke 1 sind Stützen 21 aufgestellt, die an ihrem obern Ende Seilrollen 22.tragen, während: eine gegenüberliegende Stütze 23 der Befestigung des Seilendes dient. Das Seil 20 wird von. der Winde 18 über die Rolle 22 zu an einem der Träger 24 befestigten Rollen 25 geführt und ist mit seinem Ende am Be- festigangspunkt 26 an der Stütze 23 fest gemacht. Zwischen den Trägern 24 und die Decke 1 sind Glieder 27 geschaltet, deren Ausführung aus Fig.13 ersichtlich ist.
Ein Faltenbalg 28 befindet sich in einem zylin drischen Gehäuse 29 und ist am untern Ende drtickdieht mit dem Boden des Gehäuses ver bunden, während er an seinem obern Ende druckdicht mit einer Platte 30 verschlossen ist.
Diese Platte setzt sich in zwei gegenüber liegenden Armen 31 fort und ist. durch Schlitze 32 in dem zylindrischen Gehäuse 29 geführt, wobei durch Zugstangen 33 eine Verbindung zu dem untern Aufhängebügel 34 zustande kommt. Der Faltenbalg 28 ist mit Anschlüssen 35 nach aussen versehen, und sämtliche Glie der 27 sind durch Leitungen 13 untereinander verbunden (Fig.ll und 12). Wird nun mit Hilfe der Seilwinde 18 das Seil 20 gezogen, so liebt sich der Träger 24.
Die Ausgleichs- glieder 27 übertragen die Hubbewegung über das Druckmittel 36 auf die Decke, und zwar wird nach dem Belastungsfall der einzelnen Anhubpunkte ein selbsttätiger Ausgleich der Hubkräfte eintreten, so dass die Decke mo- mentenfrei gehoben wird. Sämtliche Aus- g-leiehsglieder mit den zugehörigen Leitungen.
13 können mittels einem Drzekbehälter 37 unter Vorspannung gesetzt werden; es wird damit erreicht, dass erst. bei einem bestimmten Belastungsgrad der Ausgleich eintritt, da der Ausgleichsweg der Faltenbälge 28 begrenzt ist.
Fig.14 zeigt eine ähnliche Anordnung, die aus den Fig.7, 8 und 11, 12 kombiniert. ist. Die Träger 24 werden an ihren Enden von pneumatischen oder hydraulischen Hub zylindern gehoben. Die Ausgleichsorgane 27 sind in gleicher Weisse angebracht, wie Fig.1.1. und 12.
Eine vorteilhafte Ausführung der Vorrich tung besteht. darin, dass mechanische, pneu matische oder hydraulische Hubelemente bei spielsweise in Zwillingsausbildung an den be sonders hierfür gestalteten leiterähnlichen Tei len von Stützen Schritt für Schritt hochklet tern und dabei die Decke hochdrücken oder hochziehen. Auch hierbei kann durch Par allelschaltung der einzelnen Hubwerke ein Momentenausgleieh erzielt werden.
Die Stüt zen selbst sind dann beispielsweise durch vier Winkelprofile gebildet, von. denen je zwei zui leiterförmigen Teilen zusammengeschweisst oder sonstwie verbunden sind. An zwei gegen überliegenden Seiten bleibt. die Stütze zu nächst offen, damit durch diese Schilitze dis Huborgane an den Lasten, wie z. B. Decken platten, angreifen können. Die leiterförmige Verbindung dient anderseits zum stufenweisen Einrasten der Sperrklinken des Hubgerätes. Bei dieser Anordnung entfallen dann Seil züge oder andere Hubeinrichtungen gänzlich.
Nach beendetem Hochheben einer Decke wer den die Hubgeräte zurückgeführt und be- ginnen den Hubvorgang mit. der nächsten Decke.
Fig.15 zeigt einen Stützenquersehnitt, wie er beim Gebrauch einer solchen sich selbst hochziehenden Hubeinriehtiing erforderlich ist. Die Stütze besteht in diesem Falle aus vier Winkelprofilen 38, von denen je zwei durch Stege 39 miteinander zu leiterförmigen Teilen verbunden sind.
Die Öffnung 40 in der Deckenplatte ist grösser gehalten wie die Stützenumrisse. In dem in der Stütze gebil deten Seliaeht gleitet. die Hubvorrichtung, die mittels Rollen 41 geführt ist. Die Stütze kann auf ihren beiden offenen Seiten nach erfolgtem Hoelitransport der Decken mittels Laschen 42 oder dergleichen geschlossen wer den.
Mit der Darstellung Fig. 16 ist beispiels weise ein solches Kletterhubgerät in der An sicht gezeigt, dass die Decke 1 mittels eines einsteckbaren Riegels 43 nach oben drückt, während sieh der Kolben 44 mittels seiner beweglichen, durch Druckfedern ausspreiz- baren Rastklinken 46 auf die Stege 39 absetzt. Nach erfolgter Hebung einer Decke wird der Riegel 43 entnommen, so dass das Hubgerät durch die Öffnung 40 der nächstliegenden Decke hindurchfahren kann.
Zum Ablassen wird das Hubgerät mittels eines Seils, das in den Bügel eingehängt ist, durch den Stützen kanal heruntergelassen.
Aus den Fig. 17 und 18 ist die Funktions weise des Gerätes zii erkennen. Wird z. B. Drucköl oder Drueklu ft. in den Zyl.in.derhohl- raum 48 des Zylinderanantels 49 eingepresst, so bewegt sieh der Zylinder 49 gegenüber dem mit Rastklinken 46 versehenen Kolben 44 nach oben, da die Klinken 46 an den Stegen 39 aufliegen und sieh abstützen.
Da der Zylinder inantel 49 mit. dein Riegel 43 kraftschlüssig ist, wird die Decke nach oben geschoben, so lange, bis die am Zylinderboden beweglich und mittels Feder<B>51</B> spreizbar angebrachten Klinken. 52 an den Stegen 39 einrasten und sich der Zylinder selbst. abstützt.. Daraufhin wird das Druckmittel wieder entnommen und unter der Wirkung einer Rückholfeder 53 schiebt, sich der Kolben 44 wieder in den Zylinder hinein (Fig.18), so lange, bis die Klinken 46 am Kolben an den Stegen 39 wie der einrasten und der Hubvorgang von neuem beginnen kann.
Auf diese Weise wechseln Hub- und Rückhol.bewegungen dauernd ab und die Decke wird Stufe für Stufe nach oben geschoben. Die Zuführung des Druck mittels und die Steuerung des Rückflusses er folgt zentral für alle Hubgeräte und bewirkt. auf diese Weise einen Momentenausgleich, wie bereits unter Fig.7, 8 und 11, 12 erwähnt, durch Leitungsverbindungen untereinander. In vielen Fällen wird es nicht möglich sein, die Decke gemäss Fig.16 bis 18 zu unter stellen, sondern an das Hubgerät anzuhängen.
Dies kann in einfacher Weise durch Zusatz von Hubgestängen 54, Ketten oder derglei- ehen. geschehen, die in den Riegel 43 einge- hän-rt werden, wie Fig.19 veranschaulicht..
Eine sehr einfache, mechanisch wirkende Hubeinrichtung, die in sich eine bedeutende Kraftübersetzung birgt, zeigt Fig. 20 und 21 in den beiden Endstellungen sowie in anschau- lielier Weise die Darstellung Fig. 22.
Als Kraftübertragungsmittel dient hierbei ein ver hältnismässig dünnes Seil, das am obern Ende über eine nicht dargestellte Seilwinde, am untern Ende über eine Anordnung von meh reren Rollen 55 am Hubgerät geführt ist, derart, dass eine in eine Zylinderhülse 56 ge führte, durch Schraubenfeder 57 unter Vor spannung gehaltene Stange 58 unter der Wir kung des Seilzuges eingedrückt wird.
Die mit Lagerkopf 59 für die obern Rollen 55 ver sehene Stange 58 ist mit spreizbaren, durch Schraubenfeder 60 nach aussen vorgespannten Rastklinken 52, die sich auf die Verbindungs stege 39 der Stütze auflegen, versehen, wäh rend die den Lagerkopf 61 für die untern Rollen 55 tragende Zylinderhülse 56 an ihrem obern Ende mit einem Auflageriegel 43, der unter die Decke greift und das Mitnehmen der Decke bewirkt, sowie am untern Ende mit Rastklinken 46 ausgestattet.
ist. Wird nun das Seil 62, das über die Rollensätze 55 einge schert ist, angezogen, so wird, wie aus Fig. 20 cr.ichtlieh, die Zylinderhülse 56 mit dem Auf lageriegel 43 ,sieh nach oben bewegen müssen, da die obern Sperrklinken 52 auf dem Stützen- Steg 39 aufliegen und die Seilwirkung zwi- sehen den Rollensätzen eine Kraft erzeugt, die den Abstand der beiden Rollensätze zu verkürzen sucht.
Diese Wirkung kann nur da durch in Erscheinung treten, dass die Zylin derhülse 56 und damit der Riegel 43 und somit auch die Decke 1 nach oben mitgenom men wird, wie Fig.21 in der Endstellung zeigt. In dieser Endstellung ist aber bereits dass untere Rastklinkenpaar 46 über einen andern Steg 39 zur Auflage gekommen. Wird nun das Seil 62 wieder nachgelassen, so wird die Stange 58 sich unter der Wirkung der Sehraubenfeder 57 nach oben ausschieben und in ihrer Endstellung wieder die nächste Auf lage für die Rastklinken 52 finden.
Durch Anziehen des Seils 62 beginnt die. nächste Hubstufe. Als ein wesentlicher Vorteil dieser Einrichtung kann die durch die mehrfache Einscherung es Seils gegebene Kraftüber- setzuing gewertet werden. Auf diese Weise kommt man mit verhältnismässig kleinen Windwerken aus, deren Gleichlauf durch be kannte Mittel leicht zu erzielen ist. In glei cher Weise, wie bereits mit. Fig.19 gezeigt., kann auch in diesem Falle :die Decke unter dem Hubgerät aufgehängt werden. Der Vor teil liegt in der Möglichkeit, die Platten direkt vom Stapel zu entnehmen.
Die Ausbildung eines hydraulisch oder pneumatisch arbeitenden Zwillingshubwerkes ist mit den Fig.23 bis 25 im Prinzip und mit der Darstellung Fig. 26 als konstruktives Ausführungsbeispiel gezeigt. Der Vortesi liegt hierbei in der Vermeidung von Leerhüben; jeder Hubvorgang bewirkt ein Emporheben der Decke.
Geht man von der Stellung aus, bei der die untern Rastklinken 46 auf dem Steg 39 aufliegen, so muss sich bei Einpressung eines Druckmittels in .den durch Kolben 63 iuld Zylindermantel 64 gebildeten Druckraum 65 durch Übertragung über die Kolbenstange 66 der obere mit Aufhängeösen 67 für das Seil 68 oder eine Kette versehene Zylinder 69 nach oben schieben. Die am untemn Zylinder 64 angebrachten Aufhängeösen 70 bleiben in ihrer Lage stehen, da der untere Zylinder 64 mit Hilfe der Sperrklinken 46 und unter der Lasteinwirkung der Decke festgelegt ist.
Das an einem Ende an den obern Aufhängeösen 67, am andern Ende an den untern Aufhänge ösen 70 befestigte und über eine an der Decke befestigte Rollenanordnung 71 geführte Seil wird .die Decke mit. der halben Hubgeschwin digkeit hochziehen, da die Rollenanordnung 71 als lose Rolle anzitispreehen isst.
Ist nun die Stellung nach Fig. 24 erreicht, so wird das Druckmittel in den durch den obern Kolben 72 und den obern Zylinder mantel 69 gebildeten Druckraum 73 geleitet, so :schiebt. sich der obere Zylinder 69 weiter nach oben, was ein weiteres Heben. der Decke bewirkt. Die Endstellung zeigt Fig. 25, wo die obern Sperrklinken 52 bereits zur Auflage auf einen Steg 39 gekommen sind. Wird Druckmittel in den Druekraum 74 geleitet, so hebt. sieh über die Kolbenstange hinweg der untere Zylinder 64 mit. der Wirkung, dass die Decke ein weiteres Stück gehoben wird.
Beim weiteren Hubvorgang wird das Druck mittel in. den Diaiekraum 75 geleitet, wodurch sich der untere Zylinder 64 weiter nach oben schieben muss, was sich in einem weiteren Hubweg der Decke auswirkt und' schliesslich die Ausgangsstellung nach Fig. 23 erreicht. ist. Der Hubvorgang spielt sich in vier nachein ander folgenden immer wiederkehrenden Hubtakten ab; mit. Ausnahme der durch die Umsehaltung unvermeidbaren Unregelmässig keiten in der Hubgeschwindigkeit wird der ganze Hubvorgang für eine Deckenplatte vom am Boden liegenden Stapel bis in die end gültige Lage kontinuierlich durchlaufen.
Die Steueiaing der Umschaltung kann mit Hilfe bekannter Mittel auch durch die beim Empor klettern zwangläufig mechanisch betätigten Sperrklinken 46 und 52 erfolgen.
Mit Fig. 26 ist der Hubmechanismus schau bildlich dargestellt, der Einfachheit halber ist die Umsteuerung 76 der Druekmittelzufuhr herausgelegt. Wie ersichtlich, lässt sich aber diese Umschaltung in einfacher Weise mit der Bewegung der Sperrklinken kombinieren.
Lm den Forderungen des Momentenaus- gleiches nachzukommen, ist, die Druckmittelzti- fuhr von einem zentralen Aggregat. aus vor- gesehen, so dass über dieses hinweg ein Aus gleich des Druckes zwischen sämtlichen Hub geräten zustande kommt. Einer besonderen Sorgfalt. bedarf ,die Ausbildung der Köpfe, nachdem die Deckenplatten in ihre endgültige Lage gehoben sind, zwischen den Öffnungen in den Deckenplatten und, den Stützen derart, dass eine Pilzdecke entsteht und die statische Berechnung auf. dieser Grundlage aufgebaut werden kann.