DE19528199A1 - Verfahren und Vorrichtung zum Hub von Geschoßdecken und Gleitschalung - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Hub von Geschoßdecken und GleitschalungInfo
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- E04G11/06—Forms, shutterings, or falsework for making walls, floors, ceilings, or roofs for walls, e.g. curved end panels for wall shutterings; filler elements for wall shutterings; shutterings for vertical ducts
- E04G11/20—Movable forms; Movable forms for moulding cylindrical, conical or hyperbolical structures; Templates serving as forms for positioning blocks or the like
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- E04G11/24—Construction of lifting jacks or climbing rods for sliding forms
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Description
Die Erfindung betrifft Verfahren und Vorrichtungen zum Hub von Geschoß
decken und Gleitschalungen, wobei der Lasthub an vorgeformten Kletterstüt
zen durch Hydraulikpressen erfolgen soll.
Ein wesentlicher Kostenfaktor bei der Herstellung von Stahl
betonhochbauten ist der Aufwand für die Einschalung. Der Markt für Schal
material ist daher sehr bedeutend und weit aufgefächert. Es gibt groß
flächige Tafelelemente, Schaltische, Schalwagen, tunnelartige Raumschalung,
Gleitschalung, kleinformatige Schalplatten und dazu verschiedene
Stütz- und Hilfsgeräte. Außerdem entwickelt sich ein eigenständiger
Industriezweig zur Herstellung von Betonfertigteilen, dessen hoher
Marktanteil letztlich durch seine ausgereifte Schaltechnik erklärbar ist.
So vielfältig wie das Angebot an Schalmaterial, so vielfältig
sind auch die Methoden und Möglichkeiten, die verschiedenen Bauformen
einzuschalen.
Um die Schalarbeit weitgehend auszuschalten, entwickelte sich das
Hubdeckenverfahren. Hierbei werden um vormontierte Stützen aus Stahl
oder vorgefertigten Stahlbeton sämtliche Geschoßdecken nacheinander
paketartig am Boden übereinander betoniert. Zwischen den gestapelten
Geschoßdecken und den Stützen ist ein Schlitz vorgesehen, um spätere
Hubbewegungen nicht zu behindern. Nachdem die Geschoßdecken erhärtet
sind, ziehen hydraulisch arbeitende Pressen die Decken zentral elektrisch
gesteuert nach oben. Die Hubhydraulik ist auf die Stützenköpfe montiert.
Haben die Geschoßdecken durch Hub ihre Sollhöhe erreicht, werden sie
durch geeignete Mittel an den Stützen befestigt. Dieses Verfahren besitzt
erhebliche Vorteile der Vorfertigung und ist frei von Nachteilen, die
durch Transport und mehrfaches Zwischenlagern entstehen.
Allgemein bleibt aber anzumerken, daß trotz hochentwickelter
Schaltechnik doch alle Verfahren mit erheblichen Nachteilen belastet
sind. Grundsätzlich ist der Umgang mit allen Schalelementen sehr lohn
intensiv und durch den rauhen Baustellenbetrieb sind sie vermehrt dem
Verschleiß ausgesetzt. Großflächenelemente haben zwar betriebstech
nische Vorteile, doch sie benötigen auf der Baustelle noch zusätzliches
Hubgerät, um sie ständig umsetzen zu können. Und schließlich sind sie bei
ihrem Einsatz auch wenig anpassungsfähig. Ähnliche Nachteile hat auch
der Fertigteilbau. Seine Montagestücke sind zu groß und zu schwer. Ihr
Transport und Einbau mit starken Großbau ist zu teuer.
Entsprechende Nachteile gelten auch für das Hubdeckenverfahren.
Der Aufbau der Hubvorrichtung, die hohen Gerätekosten und die kompli
zierten Konstruktionen für den Deckenanschluß sind zu umständlich.
Und schließlich fehlt auch den Montagestützen die ausreichende Stei
figkeit, und sie müssen mit Stahlseilen zusätzlich gehalten werden.
Wegen dieser Nachteile hat das Hubdeckenverfahren derzeit in
der Bundesrepublik nur noch theoretische Bedeutung.
Aufgabe der Erfindung ist es, die Verwendung von Stahlbeton
im Hochhausbau durch neuartige Schalmethoden zu verbessern. Durch Kom
bination von Deckenhub- und Gleitschalung sind hierzu modifizierte Ver
fahren und Einrichtungen entwickelt worden.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß alle
Geschoßdecken eines Bauwerks in einem stationären Schalungsbett nach
einander hergestellt und an vorgeformte Kletterstützen durch Zug
oder Druck auf ihre Sollhöhe gehoben werden und dort zum Einbau kommen.
Die in der Erfindung entwickelte neuartige Kletterstütze hat die
Form eines Doppel-T. An den Innenseiten ihrer Flansche sind Festnocken
für Kletterbewegungen ausgeformt. Die Gleitschaltung der Kletterstütze
ist mit der ersten ausgeschalten Geschoßdecke fest verbunden und gleitet
mit ihr aufwärts. Wegen der Funktionskontrolle und zur Arbeitser
leichterung sollte sie höhenmäßig im optimalen Arbeitsbereich liegen.
Die Gleitschalung der Kletterstütze besteht aus der äußeren
Hauptschalung und zwei kleineren Innenschalungen. Die Ausformung der
Festnocken an der Kletterstütze erfolgt mit den Innenschalungen durch
bewegliche Schalnocken. Diese Nocken werden durch Blattfedern in Richtung
der Innenflanschen gedrückt und müssen beim Betonieren dem plastischen
Frischbeton starr entgegenwirken. Beim Ausschalen des erhärteten Betons
wird die Gleitschalung der Kletterstützen durch Aufsteigen der Geschoß
decken hochgedrückt, und hierbei gleiten die durch Federdruck gehalte
nen Schalnocken über die nunmehr erhärteten Festnocken hinweg. Die
Schalung steht nach Beendigung der Hubbewegung wieder in Arbeitsstellung
für den nächsten Betoneintrag.
Der Geschoßdeckenhub an Kletterstützen hat folgende Vorteile:
- a) Die Doppel-T-Form der Kletterstützen ist statisch günstig und besitzt hohe Knicksteife.
- b) Arbeitsbühne für den ständigen Aufbau der Kletterstützen und Wände ist die erste aufsteigende Geschoßdecke. Die Gleitschalungen der Stützen und Wände gleiten beim Deckenhub mit nach oben und haben immer konstante Höhe im optimalen Arbeitsbereich.
- c) Ein feststehendes Montagezelt steigt beim Deckenhub mit und er möglicht das Arbeiten auf der Baustelle auch bei schlechtem Wetter.
- d) Durch gleichartige Stützenschalung haben alle Stützen auch gleiche Abmessungen.
- e) Durch freizügige Stützenaufstellung ist jede alternative Grundriß gestaltung möglich.
- f) Es entfallen schwierige Montagearbeiten von aufgehenden Bauteilen.
Im Verbund mit der ersten Geschoßdecke wird auch die Gleitschalung
für die Wände der Kernbauten (Aufzugsschächte-Treppenschächte) gleich
zeitig mit den Stützenschalungen nach oben gehoben. Ebenso erfolgt der
Einbau von Beton und Stahl in diese Wandschalung auch im Verbund mit
gleichartigen Arbeiten an den Kletterstützen.
Beim Betonieren der Geschoßdecken bleibt als Sonderheit zu be
achten, daß in den Auflagerpunkten der tragenden Deckenbalken eine Hub
stange oder eine Hubhülse zum Einschrauben einer Hubstange einbeto
niert wird.
Die Herstellung der Geschoßdecken im Schalungsbett und ihr Auf
stieg an Kletterstützen hat folgende Vorteile:
- a) Die Erstdecke hat Pilotfunktion für alle nachfolgenden Geschoß decken; das bedeutet, daß alle zum Einbau kommenden Deckenfelder gleiche Abmessungen besitzen und horizontale Ungenauigkeiten nicht auftreten.
- b) Der Materialfluß von Arbeitsbühne zum Schalbett ist horizontal, hierdurch entsteht Arbeitserleichterung und Kosteneinsparung. Materialhub entfällt.
- c) Vorteile der Statik können voll ausgeschöpft werden. Alle denk baren Möglichkeiten sind hier machbar. Seien es Durchlaufträger oder filigranen Deckengebilde. Das bedeutet Materialeinsparung und leichtere Hubgewichte.
- d) Als Nebeneffekt kann Heißluft unterhalb der Deckenschalung in dem dortigen Hohlraum (Keller) eingeblasen werden und dadurch der Abbindeprozeß des Betons beschleunigt werden.
- e) Der Arbeitsraum beim Betonieren ist durch die vormalige Geschoß decke nach oben begrenzt. Die seitlichen Öffnungen können durch Planen verschlossen werden. Hierdurch wird der Baubetrieb bei Frostwetter nicht unterbrochen.
- f) Die Knicksteife der Kletterstützen kann durch gesteuerte Decken hub ohne Zusatzkosten gesichert werden.
- g) Horizontalkräfte können problemlos über die aufsteigenden Decken felder an die Kernbauten abgeleitet werden.
- h) Große Möglichkeiten bei Minimalaufwand an Gerät und Schalung.
Nach Aushärten der Erstdecke erfolgt mit ihr der erste Aufwärtshub.
Die Hydraulikpresse mit oberen und unteren Hubgestängen wird in die
Gleitschlitze der Kletterstütze eingesetzt und mit dem tragenden Decken
balken durch die Hubstange verbunden.
Beim Hub stützt sich die Hydraulikpresse auf das untere Hubgestänge,
während die beweglichen Gleitnocken des oberen Hubgestänges über die anliegenden
Festnocken der Kletterstütze hinweggleiten. Beim Leerhub
wechselt die Belastung, jetzt stützt sich das obere Hubgestänge auf die
anliegenden Festnocken und das untere Hubgestänge gleitet mit seinen
beweglichen Gleitnocken über die anliegenden Festnocken. Durch diesen
Wechsel entsteht an den Kletterstufen eine Aufwärtsbewegung. Je nach
Kraftaufnahme der Elemente können so eine oder auch mehrere
Geschoßdecken nach oben gehoben werden.
Nachdem die Erstdecke soweit gehoben ist, daß der Arbeitsraum
unter ihr frei ist, wird die Zweitdecke betoniert und mit ihrer Hub
stange an das Hubgestänge der Erstdecke angeschlossen. Die Erstdecke
und die Zweitdecke sind somit durch ein gemeinsames Hubgeschirr ver
bunden. Kernstück dieser Hubvorrichtung ist eine doppeltwirkende hydrau
lische Presse. Beim Lastdruck hebt sie die obere Geschoßdecke und beim
Lastzug zieht sie die untere nach oben. Hierdurch werden beide Decken
gleichzeitig auf ihrer Sollhöhe gehoben.
Bei Vernachlässigung der rhythmischen Hubbewegung haben beide
Decken gleichen Abstand zueinander. Es ist ein Vorteil des Verfahrens,
daß darum beim Aufgleiten beider Geschoßdecken zwischen ihnen schon
Ausbauarbeiten erfolgen können. Für den Winterbau werden die offenen
Seiten mit Bauplanen zugehängt.
Sind die Geschoßdecken auf ihrer Sollhöhe, werden sie mit den
Kletterstützen verbunden. Bei Anbindung der unteren Decke an die Kletter
stütze wird der Gleitschlitz oberhalb von ihr bis in Höhe der Hub
stange mit Beton verfüllt. Bei Verankerung der oberen Decke wird die
zu ihr gehörigen Hubstange unterhalb im Gleitschlitz einbetoniert.
Wird der Gleitschlitz zwischen beiden Geschoßdecken mit Beton verfüllt,
kann die obere Hubstange entfallen und beide Geschoßdecken sind in der
Kletterstütze eingebunden. Wenn alle Gleitschlitze mit Beton verfüllt
sind, ist aus der Kletterstütze eine stahlarmierte Rechteckstütze ge
worden, in der sämtliche tragende Deckenbalken biegesteif eingebunden
sind.
In den nachfolgenden Schemazeichnungen ist an Ausführungsbeispie
len die Erfindung dargestellt und beschrieben.
Es zeigen:
Fig. 1 - Die Ansicht der Kletterstütze mit Festnocken und eingebauter
Hydraulikpresse samt Hubgestänge.
Fig. 2 - Querschnitt der Kletterstütze. Der tragende Teil hat Doppel-T-
Form.
Fig. 3 - Schnitt durch einen tragenden Deckenbalken mit einbetonierter
Hubstange.
Fig. 4 - Betonverfüllung des Gleitschlitzes.
Fig. 5 - Schnitt durch eine Deckenauflage mit oberer Hubstange.
Fig. 6 - Schnitt durch eine Deckenauflage mit unterer Hubstange.
Fig. 7 - Darstellung von 24 Belastungsfällen einer Kletterstütze.
Fig. 1 zeigt die Ansicht der Kletterstütze mit Gleitschlitz 1 und
Festnocken 2. In dem Gleitschlitz ist das Hubgeschirr eingezeichnet.
Während die Stützen und ihr Gleitschlitz starr und fest sind, ist das Hub
geschirr mit allen seinen Teilen montierbar und beweglich. Im Einzelnen
rechnen dazu: das obere Hubgestänge 3, die Kolbenstange 4, der Zylin
derkörper 5, das untere Hubgestänge 6, die Hubstange 7, die Anschluß
platte 8, die unteren Blattfedern 9, die oberen Blattfedern 10,
die unteren Gleitnocken 11, die oberen Gleitnocken 12 und die Gelenk
streben 13.
Die Darstellung zeigt einen Druckhub. Das untere Hubgestänge
ist das Druckwiderlager. Die Blattfedern 9 haben die beweglichen
Gleitnocken 11 gegen die Festnocken 2 gedrückt. Die Kolbenstange 4
bewegt sich nach oben und hebt hierbei das obere Druckgestänge 3.
Die unbelasteten Gleitnocken 12 gleiten mit. Die Blattfedern 10
geben nach. Die Hubkraft wird weiter über Anschlußplatte 8 und der
Hubstange 7 auf den tragenden Deckenbalken übertragen.
Im vorliegenden Falle ist der nächstfolgende Zughub ein Leerhub
ohne Last. Es wird nur das unbelastete untere Hubgestänge nachgezogen.
Durch Wechsel von Druck und Zug gleitet das Hubgeschirr nach
oben, und hebt und zieht die angeschlossenen Geschoßdecken in ihre
Sollhöhe.
Fig. 2 zeigt den Unterschied zwischen der starren Kletterstütze
und dem beweglichen Hubgeschirr 3, 4, 5, 6. Der dargestellte Querschnitt
läßt weitere Einzelheiten erkennen. An der Hydraulikpresse sind oben
und unten senkrecht I-Träger 14 angeschraubt. Seitlich von dem I-Träger
gleiten zwei [-Profile 15 mit den aufgeschweißten Gleitnocken 11, 12
nach oben. Alle Teile sind durch Gelenkstreben 13 verbunden. Die Blatt
federn 9, 10 sitzen rutschfest zwischen den Stegen und sind am Steg
des I-Trägers 14 befestigt. Sie drücken die [-Profile 15 mit den
Gleitnocken 11, 12 gegen die Festnocken 2.
Es ist vorteilhaft, daß der Gleitschlitz und alle Teile des
Hubgeschirrs von außen sichtbar sind und auf ihre Funktionssicherheit
ständig überprüft werden können.
Fig. 3 zeigt den Anschluß der Hubstange 7 an einen tragenden Decken
balken. Die Hubstange 7 wird bei Herstellung der Geschoßdecke mit
einbetoniert. Als Zugstange steht sie auf der Geschoßdecke und als
Druckstange hängt sie nach unten. Soll die Hubstange eingeschraubt
werden, muß hier eine Schraubhülse einbetoniert sein.
Fig. 4 zeigt die Betonverfüllung des Gleitschlitzes. Aus der Kletter
stütze wurde eine rechteckige Betonstütze, in der die Deckenbalken
biegesteif eingebunden sind.
Fig. 5 zeigt die Fixierung eines Deckenbalkens. Die ihn tragende Hub
stange 7 wird durch Zug beansprucht und ist in den Gleitschlitz 1
einbetoniert 16. In der Hubstange befinden sich Löcher, in die Stütz
bewehrung eingelegt werden kann. Die Anschlußplatte 8 ist Verbindungs
teil zum Hubgestänge 3 und muß zunächst noch sichtbar bleiben.
Fig. 6 zeigt auch die Fixierung eines Deckenbalkens. Die ihn tragende
Hubstange 7 wird hier aber durch Druck beansprucht. Die weitere Beschrei
bung entspricht sinngemäß der der Fig. 5.
Fig. 7 zeigt 24 mögliche Belastungsfälle einer Kletterstütze. Mit den
dünneren Strichen 18 wurden die Geschoßdecken gekennzeichnet, die noch
beweglich nach oben gleiten, und mit den dickeren Strichen 19 sind die
schon eingebauten gezeigt. Erkennbar ist die Aufwärtsbewegung der be
weglichen Decken und der gegenläufige Festeinbau von oben nach unten.
Durch den gesteuerten Hub können die Knicklängen 20 der Einzel
stützen im sicheren Bereich gehalten werden. Sichtbar ist auch, daß in
einem Deckenpaar 21 bei gleichbleibendem Deckenabstand schon bei
seiner Aufwärtsbewegung Ausbauarbeiten durchgeführt werden können.
Das Verhältnis Stützhub zum Deckenhub wurde hier mit 1 : 5 frei
gewählt. Hierbei wurde davon ausgegangen, daß die Ausschalfristen für die
kleinen Stützenschalungen kürzer sind als bei den großflächigen Decken
feldern mit ihrer langen Vorlaufzeit durch Stahlarmierung und Beton.
Es sind hier aber auch noch andere Möglichkeiten erkennbar. Denk
bar sind bei sehr hohen Bauten noch eine zweite Schalebene weiter oben.
Möglich sind auch Deckenpakete, die erst in einer zweiten Arbeitsphase
durch Zughub eingebaut werden.
So unterschiedlich die Verhältnisse auch sein mögen, mit diesem
System können vielerlei Lösungsmöglichkeiten entwickelt werden.
Claims (11)
1. Verfahren und Vorrichtung zum Hub von Balken, Geschoßdecken und Gleit
schalungen für Kletterstützen und Wände sind dadurch gekennzeichnet,
daß:
- a) Balken oder Geschoßdecken eines Bauwerks in einem stationären Schalungsbett nacheinander hergestellt und an vorgeformte Kletter stützen durch Zug oder Druck auf ihre Sollhöhe gehoben und dort eingebaut werden, und
- b) auf der ersten aufsteigenden Geschoßdecke Gleitschalungen für Kletterstützen und Wände eines Bauwerks in Arbeitsstellung aufmon tiert werden und ihre erforderliche Aufwärtsbewegung durch Verbund mit der ersten aufsteigenden Geschoßdecke erfolgt, wodurch gleich zeitig ausgeschaltet und wieder eingeschaltet wird.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß ein
doppelt-T-förmiges Hohlprofil aus Stahlbeton als Kletterstütze zur
Anwendung kommt, wobei zwischen seinen Flanschen rechteckige Gleit
schlitze (1) mit Festnocken (2) ausgeformt sind, und in diese eine
hydraulische Presse (4, 5) mit unterem Hubgestänge (6) sowie oberem
Hubgestänge (3) nach oben gleitet und dabei einen belasteten Balken
in seine Sollage hebt.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine
beliebig verlängerbare Kletterstütze durch eine Gleitschalung her
gestellt wird, die in ihrer Hauptschalung zwei kleinere Schalelemente
besitzt, in denen sich paarweise durch Blattfedern aufgespreizte,
bewegliche Gleitnocken befinden, welche in diesem Zustand einbeto
niert werden und wodurch in dem erhärteten Beton sich Festnocken (2)
ausformen, über welche die abgefederten, beweglichen Gleitnocken beim
Ausschalhub hinweggleiten und dadurch die Kletterstütze samt Gleit
schlitz (1) und Festnocken (2) verfügbar wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß beim
Betonieren der Geschoßdecke Hubstangen (7) zu ihrer Aufwärtsbewegung
oder Endfixierung einzubauen sind, die beim Zughub nach oben ragen,
zum Druckhub nach unten hängen und bei wechselndem Krafteintrag
ersatzweise ein Hubgewinde zum Einschrauben einer Hubstange (7)
einzubetonieren ist.
5. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch
gekennzeichnet, daß eine doppeltwirkende Hydraulikpresse (4, 5)
mit ihrem unteren Hubgestänge (6) und oberen Hubgestänge (3) in
den Gleitschlitz (1) der Kletterstütze unterhalb des Schalungs
bettes eingesetzt und durch die Hubstange (7) mittels einer An
schlußplatte (8) mit der Erstdecke verbunden wird, hierdurch hebt
sie bei wechselndem Krafteintrag der Gleitnocken (11, 12) auf die
Festnocken (2) die ausgehärtete Erstdecke aus dem Schalungsbett
und seinem Arbeitsbereich heraus.
6. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch
gekennzeichnet, daß die ausgehärtete Zweitdecke an das vorausglei
tende untere Hubgestänge (6) der abgeparkten Hydraulikpresse (4, 5)
angekuppelt wird, und sie dadurch beim Zughub die untere Zweit
decke und beim Druckhub die obere Erstdecke nach oben bewegt.
7. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekenn
zeichnet, daß zwischen zwei durch eine doppeltwirkende Hydraulikpresse
(4, 5) verbundene Geschoßdecken schon vor ihrem Festeinbau Ausbau
arbeiten durchgeführt werden können.
8. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 7, dadurch
gekennzeichnet, daß die aufgleitende Erstdecke Arbeitsbühne für
die durch den fortlaufenden Arbeitsfortschritt notwendige Aufhöhung
von den Kletterstützen und Wänden ist, wobei ein mitsteigendes Montage
zelt auch Arbeiten bei schlechtem Wetter ermöglichen soll.
9. Verfahren und Vorrichtung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekenn
zeichnet, daß durch gesteuerte Hubbewegungen der aufgleitenden
Geschoßdecken die Knicklängen der Kletterstützen im sicheren Bereich
gehalten werden können, wobei etwaige Horizontalkräfte durch die
Scheibenwirkung aller verbundenen Geschoßdecken an die mitgeglittenen
Kernbauten abgetragen werden.
10. Verfahren nach Anspruch 1 bis 9, dadurch gekennzeichnet, daß
alle tragenden Balken in die Kletterstützen dadurch biegesteif
eingebunden werden, indem die Gleitschlitze in ihrer gesamten Länge
eine Betonauffüllung erhalten, oder wenn die Betonauffüllung in der
Länge ihrer Hubstangen erfolgt (1, 7, 16, 17).
11. Verfahren nach Anspruch 1 bis 10, dadurch gekennzeichnet, daß
die Festnocken (2) auch mit drehbaren Schalklappen innerhalb der
Hauptschalung im Stützenbeton ausformbar, und soweit sie frei
beweglich sind, auch als "verlorene Schalung" im Stützenkörper
verbleiben können.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995128199 DE19528199A1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Hub von Geschoßdecken und Gleitschalung |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE1995128199 DE19528199A1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Hub von Geschoßdecken und Gleitschalung |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE19528199A1 true DE19528199A1 (de) | 1996-01-04 |
Family
ID=7768392
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1995128199 Ceased DE19528199A1 (de) | 1995-08-01 | 1995-08-01 | Verfahren und Vorrichtung zum Hub von Geschoßdecken und Gleitschalung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE19528199A1 (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN108979112A (zh) * | 2018-08-23 | 2018-12-11 | 中国建筑第二工程局有限公司 | 电梯井多功能操作平台系统及其施工方法 |
| CN115822244A (zh) * | 2022-12-30 | 2023-03-21 | 潍坊科技学院建筑安装公司 | 一种建筑核心筒自爬升吊模及其施工方法 |
-
1995
- 1995-08-01 DE DE1995128199 patent/DE19528199A1/de not_active Ceased
Cited By (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| CN108979112A (zh) * | 2018-08-23 | 2018-12-11 | 中国建筑第二工程局有限公司 | 电梯井多功能操作平台系统及其施工方法 |
| CN108979112B (zh) * | 2018-08-23 | 2023-04-14 | 中国建筑第二工程局有限公司 | 电梯井多功能操作平台系统及其施工方法 |
| CN115822244A (zh) * | 2022-12-30 | 2023-03-21 | 潍坊科技学院建筑安装公司 | 一种建筑核心筒自爬升吊模及其施工方法 |
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