Anzeigevorrichtung zum Bestimmen der Konzeptionsfähigkeit der Frau Die Erfindung bezieht sieh auf eine An zeigevorrichtung zum Bestimmen der Kon zeptionsfähigkeit der Frau, der die Einteilung eines Zyklus in drei Perioden zugrunde liegt, und zwar die erste unfruchtbare Periode, die fruchtbare Pelzode und die zweite unfrucht bare Periode.
Eine bekannte Anzeigevorriehtung dieser Art basiert auf der Ogino-Knausschen Me thode. Diese Methode geht ebenfalls von der Einteilung des Reifungszyklus in drei Peri oden aus. Dabei werden z. B. nachstehende Formeln angewendet: I. Erster Tag der fruchtbaren Periode = L. M. +(uM",.-19).
II. Letzter Tag der fruchtbaren Periode = L. M. -I- (nua,.-12), in welchen L. M. das Datum der letzten Menstruation, nm;". die Tageszahl des kürzesten und nma,. die Tages zahl des längsten Zyklus ist.
Es hat sich gezeigt, dass obige Formeln nieht ganz stimmen. Nach der ergänzenden Methode von Dr. Van Emde Boas werden zur Bestimmung der fruchtbaren und unfrucht baren Periode nach Ogino-Knaus noch einige Tage zum letzten fruchtbaren Tag addiert. Diese Zahl kann mit der variablen Dauer des längsten Zyklus variieren.
Die Erfindung bezweckt, eine Anzeigevor richtung der anfangs genannten Art an die verbesserte Van Emde Boasschen Methode an- zupassen. Die Erfindung besteht darin, dass die Vorrichtung eine Datumsskala aufweist, die sich über jedes beliebige Datum als letztes Menstruationsdatum hinaus noch über wenig stens 35 Tage erstreckt, dass weiter eine Skala zum Einstellen auf den kürzesten Zyklus vor gesehen ist, ferner eine zweite Skala zur Ein stellung auf den längsten Zyklus, letztere Skala mit gemeinsamen Skalenteilungen je für 26 und 27, 28 und 29 und 30 und 31 Tage, und dass noch vorhanden sind eine Datumsein- stelleinrichtung,
eine einstellbare Indikation für das Ende der ersten unfruchtbaren Periode und eine zweite einstellbare Indika tion für den Anfang der zweiten unfrucht baren Periode, welche Indikationen mittels der ersteren bzw. der letzteren Skala unab hängig von der Datumsskala in bezug auf die Datumseinstelleinrichtung einstellbar sind.
Die Zeichnung veranschaulich die Erfin dung in zwei Ausführungsbeispielen.
Fig. 1 zeigt einen senkrechten Querschnitt durch eine erste Anzeigevorrichtung; Fig.2 zeigt einen Schnitt senkrecht zu Fig.1; Fig. 3 zeigt eine Seitenansicht der Vorrich tung; Fig. 4 ist eine Ansicht der Vorrichtung be züglich der mit den Menstruationszyklen zu sammenhängenden Skalen am Dosenrande; Fig. 5 zeigt. eine Draufsicht einer Datums scheibe einer zweiten Ausführungsform der Vorrichtung; Fig. 6 zeigt eine Draufsicht einer ersten Zyklusscheibe;
Fig. 7 zeigt eine Draufsicht einer Zwischen scheibe; Fig. 8 zeigt eine Draufsicht einer zweiten Zyklusscheibe; Fig.9 zeigt eine Gesamtansicht der zur Anzeigevorrichtung zusammengefügten Schei ben, und Fig. 10 zeigt einen Schnitt durch die Vor richtung gemäss Fig. 9.
Die Anzeigevorrichtung nach den Fig.1 bis 4 weist eine zylindrische, in Umfangsrich tung in zwei symmetrische Hälften geteilte flache Dose auf. Beide Hälften sind durch einen zentralen Schraubenbolzen 1 aneinan der befestigt. Die Scheiben 3, 4 bilden je den Boden der Dosenhälften. In der Dose ist eine erste Spule 2 gelagert, deren aus der Dose hervorragendes Spulenende 5 einen Handgriff bildet, an dem die Spule 2 gedreht werden kann. Eine zweite Spule 6 ist der ersten bezüglich des Schraubenbolzens 1 dia metral gegenüberliegend und in ähnlicher Weise wie die Spule 2 drehbar montiert. Diese Spule kann am überragenden Ende 7 ge dreht werden.
An jeder Spule ist ein Ende eines Datumsbandes 8 befestigt, das um jede Spule gewickelt ist, die Dose durch eine Öffnung 9 am Umfang verlä.sst und an beiden Seiten dieser öffnung den Dosenumfang in einer geschlossenen Schleife umgibt. Am Do senumfang ist ein Fenster 10 an einer Ein stellscheibe vorhanden, welches in Umfangs richtung verschiebbar ist. Ferner sind an der Dose zwei Abdeeksehieber 11 und 12 angeord net. Das Datumsband läuft unter dem Ein stellfenster 10 und den Abdecksehiebern hin durch und liegt in einer Umfangsnut 13 der Dose.
Auf dem Datumsband sind die Daten fünf zehn aufeinander folgender Monate angeord net. Die ersten zwölf Monate sind diejenigen eines normalen Jahres, die drei letzten, näm lich Januar, Februar und März, gelten da durch, dass der 29. Februar angegeben ist, für ein Schaltjahr. Zwecks Vermeidung von Fehlerablesungen kann der Untergrund dieser drei Monate zweckmässigerweise in einer an dern Farbe als derjenige der zwölf Monate eines normalen Jahres ausgeführt sein.
Auf einem oder beiden der flachen Böden der Dose sind am Umfangsrande mit den Menstruationszyklen zusammenhängende Ska len angeordnet (siehe Fig.4). Zu deren Er läuterung diene folgendes: Zunächst ist die Dauer zwölf aufeinander folgender Zyklen experimentell festzustellen, damit die Werte für n;ü"_ und nmi, ermittelt werden können. Es sind dies die Zyklen von der einen bis zur nächsten Menstruation. Den ersten Tag einer nächsten Menstruation rech net man zum nächsten Zyklus.
Berechnet man den letzten fruchtbaren Tag mit Hilfe der Formel: L. M. + nm". -12, so ergibt das für einen längsten Zyklus von nm". = 26 Tage : L. M. + (26-12) = L. M. +l4.
Für 27 Tage wird dies L. M + 15 usw. bis für 36 Tage L. M. + 24. Dazu sind noch die Sicherheitszuschläge nach Van Emde Boas zu addieren.
EMI0002.0032
Diese <SEP> sind <SEP> für <SEP> den <SEP> längsten <SEP> 26tä.gigen <SEP> Zyklus: <SEP> 4 <SEP> Tage <SEP> Zuschlag
<tb> <SEP> <B>13 <SEP> j# <SEP> >3 <SEP> </B> <SEP> 27 <SEP> a> <SEP> 3 <SEP> <SEP> <B>72</B>
<tb> <SEP> <B>33</B> <SEP> <SEP> <B><I>9) <SEP> 33</I></B> <SEP> 28 <SEP> <SEP> <B>13</B> <SEP> 3 <SEP> <SEP> <B><I>33</I></B>
<tb> <SEP> 2> <SEP> <B>37 <SEP> ji</B> <SEP> 29 <SEP> <SEP> 2 <SEP> <SEP>
<tb> <SEP> <B><I>93</I> <SEP> 93 <SEP> 93</B> <SEP> 30 <SEP> <SEP> 2 <SEP> <SEP>
<tb> " <SEP> 31- <SEP> und <SEP> mehr tägigen <SEP> Zyklus:
<SEP> 1 <SEP> " <SEP> " Berücksichtigt man dies bei der erst genannten Berechnung, so erhält man als letz ten fruchtbaren Tag für: 26 Tage: L. M. + 14 + 4 = L. M. + -18 ?7 Tage: L. M. + 15 + 3 - L. M. + 18 usw. bis 36 Tage: L. M. + 24 + 1 = L. M. + 25.
Es macht somit keinen Unterschied aus, ob der längste Zyklus 26 oder 27 Tage beträgt. Der letzte fruchtbare Tag ist in beiden Fällen der gleiche, was daher kommt, da.ss die Un- sicherheit bei 26 Tagen 4 Tage Zuschlag for dert und bei 27 Tagen nur 3 Tage. Gleiches gilt für 28 und 29 und auch für 30 und 31 Tage.
Die Folge davon ist, dass auf der Seite der Dose (ab dem Einstellfenster) ausgezählt wer den: 18 Tage (26, 27) ; 19 Tage (28, 29) ; 20 Tage (30, 31); 21 Tage (32); 22 Tage (33) usw. Damit werden also die Einstellungen des Abdeckschiebers fixiert, der sich auf den läng sten Zyklus mit dem Wert nu",. bezieht. Diese Einstellungen werden durch die in Fig.4 rechts unten veranschaulichten Ein schnitte fixiert, welche mit Angaben der zuge- likrigenWerte für nm",, versehen sind.
Für den Abdeckschieber, der sich auf den kürzesten Zyklus, also den Wert nmi". bezieht, sind in ähnlicher Weise die oben in Fig. 4 vor handenen Einschnitte massgebend.
Bei Benutzung der Anzeigevorrichtung dreht man mit Hilfe der Handgriffe 5 und 7 das Datumsband so weit, dass das Datum der letzten Menstruation L. M. im Fenster 10 (Nullindex) erscheint. Bei dem für den frag lichen Fall geltenden Werte von nm",_,. bzw.
verdecken die Abdeckschieber 12 und 11 dann auf dem Datumsband die Tage der fruchtbaren Periode.
Die Schieber sind dabei so einzustellen, dass der undurchsichtige Teil des einen Schiebers bei dem Skalapunkt anfängt, dem nmi". bei geordnet ist, und der undurchsichtige Teil des andern Schiebers bei dem Skalapunkt endet, dem ?aua,. beigeordnet ist, welche un durchsichtigen Teile einander mehr oder weni ger übergreifen und einen Teil des Datums- Bandes verdecken, welcher der fruchtbaren Periode entspricht.
Es wird nunmehr die Ausführungsform nach den Fig. 5 bis 10 beschrieben.
Die Datumsscheibe 14 nach Fig.5 ist in achtundachzig Datumssektoren 15 und in fünf konzentrische Ringe 16, 17, 18, 19 und 20 eingestellt. Zwischen den Anfangs- und Endsektoren befindet sich ein Segment 21, das in den Ringen Aufschriften trägt, die der weiter unten beschriebenen ylonatsgruppen- einteilung entsprechen. Die Zwischenscheibe 22 (Fig.7) trägt einen Radialvorsprung 23 etwa von der Breite eines Datumssektors, der mit der Aufschrift: Erster Tag der letzten Menstruation versehen ist.
Weiter hat diese Scheibe zwei Skalen 20-45, die im Uhrzeiger drehsinn ansteigen.
Die über dieser Zwischenscheibe ange ordnete erste Zyklusscheibe 24 trägt ebenfalls einen Radialvorsprung 25 mit der Aufschrift Erster Tag der zweiten U. P. , weiter die Bezeichnung längster Zyklus und eine Skala 20--45, die entgegen dem Uhrzeigersinn an steigt. Sie hat ein Sicherheitsfenster 26 und ein Einstellfenster 27.
Die zweite Zyklusscheibe 28 hat ein Ein stellfenster 29 und einen radialen Vorsprung 30 etwa von der Breite eines Datumssektors, der die Aufschrift: letzter Tag der ersten U. P. trägt. Auch ist sie mit der Aufschrift kürzester Zyklus versehen.
Die Scheiben sind in der Mitte durch eine Schraube 31 (Fig. 10) mit einer Mutter 32 und einem Ansatz 33 miteinander verbunden. Die Verschraubung ist derart, dass die Datums scheibe 14 bezüglich der Scheiben 22, 24 und 28 drehbar bleibt.
Die Schraube 31 weist ferner eine an der Datumsscheibe anliegende Scheibe 34 atü, an welcher sich der die Datumsscheibe 14 in der Höhe überragende Ansatz 33 anschliesst, gegen welchen die Scheiben 24, 28 und falls vorhan den auch die Zwischenscheibe 22 anpressbar sind.
Die Zahl der Sektoren der Datumsscheibe ergibt sich daraus, dass die Vorrichtung für einen in der Praxis durchaus seltenen längsten 45tägigen Zyklus gedacht ist, von welchem Zyklus der erste Tag gegebenenfalls auf den 31. eines bestimmten Monats fallen könnte, was also die Länge der erforderlichen Skala auf 30 -I- 45 = 75 Tage bringen würde. Die Ein teilung in 75 Sektoren ist somit ein oberer Grenzfall. Aus praktischen Gründen kommt aber eine Sektorenzahl von achtundachzig zur Anwendung. Die Zahl der konzentrischen Ringe beruht darauf, dass die Monate in be stimmte Gruppen eingeteilt werden. Einem 31tägigen Monat, z. B. Mai, kann ein 30tägiger Monat (Juni) folgen; einem 30tägigen Monat, z. B.
September, kann ein 31tägiger Monat (Oktober) folgen usw. Auf diese Weise ent steht folgende Gruppeneinteilung:
EMI0004.0005
Tageszahl <SEP> des <SEP> Tageszahl <SEP> des
<tb> fraglichen <SEP> Monats <SEP> nächstfolgenden <SEP> Monats
<tb> 31 <SEP> 28/29
<tb> 28129 <SEP> 31
<tb> 30 <SEP> 31
<tb> 31 <SEP> 30
<tb> 31 <SEP> 31 Auf jedem der fünf konzentrischen Ringe <B>16-20</B> der Datumsscheibe 14 ist die für den bestimmten Ring geltende Gruppe angegeben, so z.
B. auf dem äussersten Ring 16 Januar, auf dem nächstfolgenden Innenring 17 Fe bruar, auf dem folgenden Innenring 18 März -Mai-August-Oktober, auf dem folgenden Innenring 19 April-September-Juni-No- vember und auf dem innersten Ring 20 Juli- Dezember.
Mit Rücksicht auf den Monat Februar, der 28 oder 29 Tage haben kann, ist auf den dafür in Betracht kommenden Ringen der Datumsscheibe 14 eine Doppeleinteilung an geordnet, wobei z. B. auf dem Aussenring der Zahlreihe 1-31 für Januar die Reihe 1-28 für Februar folgt, und eine Doppeleinteilung, nämlich 29 für Februar und 1-28 für März und darunter 1-29 für März.
Die Zwischenscheibe22und dieZyklusscheibe 24 sind gleich gross und reichen mit. ihrem Durchmesser bis zum innersten Ring der Da tumsscheibe 1.4. Die Radialvorsprünge ragen in Radialrichtung bis etwa zum Rand der Da tumsscheibe.
Die äussere Skala der Scheibe 22 betrifft den kürzesten Zyklus, die innere Skala dieser Scheibe (Fig.7) den längsten Zyklus. Sie trägt eine Skala, die die Zahlenwerte von 19 bis 45 umfassen soll, aus praktischen Gründen aber mit 20 anfängt.
Mit Hilfe der Fenster 26, 27, 29 in den Scheiben lä.sst sich eine Zahl suchen, die der Tageszahl des längsten bzw. kürzesten Zyklus entspricht.
Bei der Zyklusscheibe 24 hat das längliche Fenster 26 noch eine zusätzliche Sicherheits wirkung für die Benutzer. Es hat sich näm lich gezeigt, dass die Anwendung periodischer Enthaltung bei Unterschieden zwischen dem kürzesten und dem längsten Zyklus, die grösser als 12 Tage sind, unsicher wird. Wenn nun mehr das Fenster 26 in der Weise ausgeschnit ten ist, dass es nur 12 Tage offen lässt, wird die Anwendung der Vorrichtung ausserhalb dieses Gebietes vermieden.
Im vorstehenden wurde eine Vierseheiben- ausführung einer Anzeigevorrichtung erläu tert. Es ist jedoch auch möglich, nur drei Scheiben zu gebrauchen, wenn man die Zwi schenscheibe 22 fortlässt und durch einen um die gemeinsame Drehachse der Scheiben drehbaren Zeiger ersetzt, der sich mit einem der radialen Vorsprünge vergleichen lässt, und die Skalen der nunmehr entfallenen Scheibe auf der Datumsscheibe angeordnet werden, und zwar in einer Stellung, wie sie durch diese Skalen eingenommen wird, wenn die nunmehr entfallene Zwischenscheibe auf die Datums scheibe gelegt wird, und zwar derart,
dass der Radialvorsprung dieser entfallenden Zwi schenscheibe auf dem ersten Datumssektor der Datumsscheibe zu liegen kommt.
Bei dieser Ausführungsform ist, im Ge gensatz zur Vierscheibenausführungsform, die Einstellung immer vorzunehmen, wenn der drehbare Zeiger sich auf dem ersten Datums sektor befindet.
Weiter ist. es möglich, bei einer Ausfüh- rung von Scheiben, die einen Vorsprung tra gen, diesen Vorsprung in das Scheibenmaterial als integrierenden Teil der Scheibe aufzuneh men, indem die Scheibe oder wenigstens ein Teil davon aus durchsichtigem Material, z. B. Zelluloid, besteht, wobei dann ein dem Vor sprung entsprechender Teil die in Frage kom- tuende Aufschrift trägt und gegebenenfalls undurchsichtig gemacht sein kann.
Auch ist es bei der letztgenannten Aus führungsform möglich, die Skalen der ent fallenen Zwischenscheibe nicht. auf die Da tumsscheibe zu übertragen und auch die Ein stellfenster wegzulassen und die Einstellung dann mit Hilfe einer Randskala vorzuneh- m en.